DE1088260B - Vorrichtung zum Transport eines Speicherbandes - Google Patents
Vorrichtung zum Transport eines SpeicherbandesInfo
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Description
DEUTSCHES
Es sind Vorrichtungen zum Transport mit hoher Geschwindigkeit von Speicherbändern, vorzugsweise
Magnetbändern, über einen Ablese- und Schreibkopf hinweg bekannt, die die Richtung des Transports in
sehr kurzer Zeit umkehren können, ohne einen schädlichen Zug auf das Band auszuüben. Das Band wird
dabei von einer Antriebsrolle bewegt, die es von einer Vakuum-Säule zu einer anderen an den Schreib- und
Leseköpfen vorbei transportiert. Die Vakuum-Säulen dienen dabei als Steuermittel und enthalten Organe,
die eine Bandschleife von bestimmter Länge innerhalb der Säule in relativ stabiler Lage halten. Als Steuerorgane
sind pro Säule zwei auf Vakuum ansprechende Schalter an der Rückwand der Säule vorgesehen, die
sich an bestimmten Minimum- und Maximum-Stellungen befinden. Die Antriebsrolle zieht das Band aus
einer Säule, bis die Schleifenlänge eine bestimmte Minimallänge erreicht. Der Minimum-Vakuumschalter
spricht an, und aus der Vorratsrolle wird beschleunigt Band in die Säule nachgeführt. Wenn die Bandschleife
in der Säule dann eine Maximallänge überschreitet, spricht der Maximum-Schalter an und läßt
die Vorratsrolle abbremsen. Während dieser Zeit wird das Band durch die Antriebsrolle weiter in die andere
Vakuum-Säule an den Köpfen vorbei transportiert. Wenn die Schleife dort eine Maximallänge überschreitet,
spricht dort der Maximum-Schalter an und schaltet das Aufspulrad ein, das das Band aus der Säule
herauszieht. Wenn die Schleife hier eine Mindestlänge unterschreitet, wird durch den Minimum-Schalter das
Aufspulrad angehalten. Die Antriebe für die Auf- und Abspulung arbeiten unabhängig voneinander und unabhängig
von der Antriebsrolle für den Band-Transport an den Köpfen vorbei. Diese Schleifen-Steuerung
schaltet also intermittierend die Auf- und Abspulung ein.
Die Nachteile derartiger mit Grenzschaltern ausgerichteter Vorrichtungen sind, daß die Schleifengröße
während der Bandbewegung ständig zwischen Maximum und Minimum wechselt und dadurch eine dauernde
wechselweise Betätigung der beiden Schalter in schneller Folge erfolgt was eine entsprechende Beanspruchung
der Spulenantriebssteuerung und des Antriebs selbst sowie einen ständig wechselnden Zug im
Bandbereich zwischen der wirksamen Antriebsrolle und der Bandschleife mit sich bringt.
Diese Nachteile werden durch die Bandvorschubvorrichtung gemäß der Erfindung dadurch beseitigt,
daß das Steuermittel für den Vorschub durch einen kontinuierlich veränderlichen elektrischen Kondensator
gebildet wird, der aus einem einseitig metallbelegten Abfühlband in einer neben der Schleifensäule befindlichen
Steuer-Säule und aus einer durchlöcherten Wand der Schleifensäule besteht, wobei unter Vaku-Vorrichtung
zum Transport
eines Speicherbandes
eines Speicherbandes
Anmelder:
IBM Deutschland
Internationale Büro-Maschinen
Internationale Büro-Maschinen
Gesellschaft m. b. H.,
Sindelfingen (Württ.), Tübinger Allee 49
Sindelfingen (Württ.), Tübinger Allee 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Dezember 1957
V. St. v. Amerika vom 30. Dezember 1957
Frederick George Hughes jun., Poughkeepsie, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
umwirkung sich das Abfühlband vom Boden bis zur Höhe der Berührungsstelle Schleife—Säule an die
durchlöcherte Wand anlegt und sich oberhalb der Berührungsstelle mit einer Knickstelle von der Wand so
abhebt, daß das Band keinen wesentlichen Beitrag zur Kapazität mehr bildet.
Weitere Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Nachstehend wird nun an
Hand der im folgenden aufgeführten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beschrieben. In den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine Ansicht von vorn der Anordnung,
Fig. 2 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie 2-2 von Fig. JL,
Fig. 2 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie 2-2 von Fig. JL,
Fig. 3 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie 3-3 von Fig. 1,
Fig. 4 ein vergrößerter Schnitt entlang der Linie4-4
+0 von Fig. 1, d. h. durch das Abfühlband und durch die Verbindungswand zwischen den zwei Säulen,
Fig. 5 das Blockschaltbild,
Fig. 5 das Blockschaltbild,
Fig. 6 eine aufgebrochene perspektivische Darstellung einer abgeänderten Ausführung des Vakuum-Steuerbandes.
Nach Fig. 1 sind zwei Bandspulen 7 und 17 kontinuierlich so angetrieben, daß zwei Bandschleifen aufrechterhalten
werden, wobei durch die Antriebsrollen 12 und 14 des Bandes für den Transport an den Köpfen
13 vorbei bestimmt wird, in welcher Richtung der Transport erfolgt. Die Spule 7 sei die Vorratsspule,
von der das Band an den Köpfen 13 vorbei abgespult werde. Die Spule 17 sei dann die Aufwickelspule, und
diese Transportrichtung heiße Vorwärtsrichtung. Der
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Antrieb der Spulenspindeln 8 und 18 erfolgt durch die entfernt gehalten, der untere Teil der Schleife liegt
Servomotoren 19 und 20. Der Bandtransport aus den jedoch an den Seitenwänden an. Die Lage der Band-Vakuumsäulen
heraus und an den Köpfen 13 vorbei schleife innerhalb der Säule 11 wird durch die Lage
erfolgt durch die Antriebsrollen 12 und 14. Durch den der Rollen 11 und 12 bestimmt. Atmosphärendruck
Vakuum-Sog wird das Band in Verbindung mit den 5 herrscht auf der Außenseite der Schleife oberhalb des
Antriebsrollen 12 und 14, die sich in beiden Richtun- Kontaktes der Schleife mit den Seitenwänden und auf
gen drehen können, gehalten. Jeder Antriebsrolle ist der gesamten Innenseite. Unterhalb des Kontaktes der
ein Elektromotor (nicht gezeigt) zugeordnet, der über Schleife mit den Seitenwänden besteht das von der
eine elektromagnetische Kupplung den Antrieb der Pumpe 33 aufrechterhaltene Vakuum. Die Steuer-Rollen
12 und 14 wahlweise in der einen oder ande- io Säule 21 besteht aus der durchlochten rechten Metallren
Richtung bewirkt. Jede Antriebsrolle kann auch wand 25 und der durchlochten linken Wand 35 mit
durch eine elektromagnetische Bremse angehalten wer- einem gebogenen Auslauf am oberen Ende und einem
den. Der Zweck der Anordnung ist, da eine hohe Be- Bauteil aus Isoliermaterial 37 als Rück- und Seitenschleunigung
und Verzögerung bei der sehr schnellen wand. Das Abfühlorgan innerhalb der Steuer-Säule 21
Richtungsumkehr und bei Stop und Start erreicht wer- 15 ist das Abfühlband41. Dieses besteht aus dem Kunstden
sollen, die zu beschleunigende Masse des Bandes stoffband 44 (Fig. 4), das auf einer Seite mit leitenmöglichst
gering zu halten, und bei der bekannten An- dem Material 43 belegt ist. Die nichtleitende Seite des
Ordnung geschah dies durch die Bildung von Band- Bandes legt sich an die Metallwand 25 an. Das obere
schleifen in den Vakuum-Säulen, deren Länge durch Ende des Abfühlbandes 41 ist an einer feineinstell-Vakuum-Schalter
schrittweise innerhalb eines be- 20 baren Feder 39 befestigt, die ihrerseits an der oberen
stimmten Bereichs gehalten wurde. Das Anliegen der linken Ecke der Steuer-Säule 21 befestigt ist. Wenn
Erfindung ist es, die Steuerung der Aufrechterhaltung die Pumpe 33 nicht in Betrieb ist, liegt das Abfühlder
Länge dieser Bandschleifen nicht sprunghaft, son- band 41 in der Steuer-Säule an der Metallwand 35
dem kontinuierlich vorzunehmen. Dazu sind die an und kreuzt die Säule 21 am Boden. Eine Pumpe 60
Steuer-Säulen 21 und 22 neben den Band-Vakuum- 25 für geringeres Vakuum, verbunden über eine Leitung
Säulen 11 und 15 vorgesehen. Jede Steuer-Säule ent- 62, bewirkt, daß in der Säule 21 ein Druck herrscht,
hält Mittel, die auf die Lage der Schleife in den der etwas geringer als Atmosphärendruck, aber beSchleifen-Säulen
11 und 15 ansprechen. Die Abfühl- trächtlich höher als der Druck unten in der Säule 11
mittel 41 und 42 werden durch Isolierstoff-Bänder ge- ist, wenn die Pumpe 33 in Betrieb ist. Eine nach oben
bildet, die auf einer Seite leitend sind. Die Abfühlbän- 30 gegen Atmosphärendruck offene Luftkammer 63 befinder
41 und 42 sind mit ihren unteren Enden am Boden det sich neben der Steuer-Säule 21 und steht mit dieser
der Steuer-Säulen 21 und 22 festgemacht. Das obere über Löcher 47 in der Wand 35 in Verbindung.
Ende der Abfühlbänder ist an feineinstellbaren Spiral- Bei der Beschreibung der Arbeitsweise wird zu-
Ende der Abfühlbänder ist an feineinstellbaren Spiral- Bei der Beschreibung der Arbeitsweise wird zu-
federn 39 und 40 oberhalb der Steuer-Säulen befestigt. nächst auf die statische Lage A1 A' (Fig. 1) der
Die durch die Abfühlbänder 41 und 42 gelieferte In- 35 Schleife Bezug genommen. Der untere Teil der
formation besteht aus einer veränderlichen Kapazität Schleife in Säule 11, der in Kontakt mit den Wänden
zwischen der leitenden Schicht 43 des Bandes (Fig. 4) 23 und 25 ist, wird durch die Wand 25 teilweise von
und dem durchlochten Metallteil 25. Die Teile des Ab- der Atmosphäre abgetrennt. Durch die Löcher 45 in
fühlbändes, die an den Metallwänden 25 und 26 anlie- der Wand 25 wird das Steuerband 41 gegen die Wand
gen, stellen im wesentlichen einen Kondensator dar. 40 25 gesaugt. Die Anzahl der Löcher 45, die der Ansaug-Die
Teile des Bandes, die an den Wänden 35 und 36 kraft ausgesetzt sind, bestimmt, welcher Teil des Abanliegen,
sind mit diesen Wänden elektrisch leitend fühlbändes 41 gegen die Wand 25 gezogen wird. Die
verbunden. Die Steuerstromkreise 49 und 50 formen Vakuum-Pumpe 33 evakuiert den Raum unter der
die veränderlichen Kapazitätswerte in Spannungen Schleife und bewirkt eine Druckdifferenz, d.h. einen
um, die ihrerseits die Auf- und Abspulmotoren 19 und 45 Zug in den Löchern 45, die sich unterhalb der Kon-20
steuern. Die Abfühlbänder 41 und 42 steuern also taktstelle der Schleife mit der Wand 25 befinden. Bei
die Motoren 19 und 20 derart, daß die Schleifen des den Löchern 45, die sich oberhalb dieser Kontaktstelle
Bandes 9 innerhalb der Vakuum-Säulen 11 und 15 befinden, herrscht Atmosphärendruck auf beiden Seisich
selbst aufrechterhalten. Die Motoren 19 und 20 ten der Wand 25. Wenn die Pumpe 33 nicht arbeitet,
arbeiten unabhängig voneinander. 50 liegt das Abfühlband41 am Boden der Säule 21 auf.
Die Vakuum-Säulen 21 bzw. 22 liegen neben den Wenn Vakuum auftritt, wird das Band 41 gegen die
Steuer-Säulen 11 bzw. 15 und sind links und rechts Löcher 25 gezogen und biegt sich scharf oberhalb des
von derselben Bauart (Fig. 1 und 3). Wenn das Band9 Vakuum-Einflusses, d.h. der Kontaktstelle, ab. Bei
die Spule 7 verläßt, geht es über eine Leerlaufrolle 10 dem Teil des Abfühlbandes 41, der an der Wand 25 anin
die Vakuum-Säule 11, über die Antriebsrolle 12, an 55 liegt, herrscht Vakuum rechts der Wand 25 und leicht
den Schreib- und Leseköpfen 13 vorbei über die wei- verminderter Atmosphärendruck auf der anderen
tere Antriebsrolle 14 in die Vakuum-Säule 15 und von Seite. Die Löcher 47 in der Wand 35 lassen einen leichda
über die Leerlaufrolle 16 zur Spule 17. Die ten Luftzug zwischen Säule25 und Luftkammer 63 zu.
Vakuum-Säule "besteht aus der rechten Seitenwand 23, In Fig. 6 ist an Stelle der Löcher 45 ein durchgeheneiner
linken durchlöcherten Wand 25., einer Rückwand 60 der Schlitz gezeigt.
29 und einer Frontwand 30, die aus durchsichtigem Bei der Vorwärtsrichtung drehen sich die Rollen 12
Material sein kann, und aus dem Boden 27. Eine und 14 im Uhrzeigersinn und bewegen das Band 9 von
Saugleitung 31 verbindet den Raum der Säule 11 mit Säule 11 nach Säule 15. Die Kontaktstelle der Schleife
der Vakuum-Pumpe 33. ' mit den Wänden 23 und 25 beginnt sich nach oben zu
Die Breite der Seitenwände 23 und 25 entspricht 65 bewegen und gibt zusätzliche Löcher 45 zur Saugwirnahezu
der Breite des Bandes 9. Wenn daher eine kung frei. Dadurch wird ein größerer Teil des Ab-Bandschleife
in der Säule 11 besteht, liegen die Be- fühlbändes 41 gegen die Wand 25 gezogen. In gleicher
grenzungskanten des Bandes nahezu an der Front- Weise vermindert sich der an der Wand 35 anliegende
und Rückwand 30 und 29 der Säule an. Der obere Teil Teil des Bandes 41, und die Knickstelle des Bandes
■der Schleife wird von den'Seitenwänden der Säule 7" bewegt sich nach oben und folgt der Kontaktstelle.
5 6
Die allgemeine Form des Abfühlbandes bleibt sich Kondensators. Aus Block 1 tritt eine Spannung aus,
ähnlich. Die neue Stellung C der Bandschleife in Säule deren Amplitude proportional ist der Differenz zwi-11
und die entsprechende Stellung des Abfühlbandes sehen veränderlicher und fester Kapazität. Diese Spansind
in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnet. nung wird im Verstärker 3 verstärkt. Block 4 enthält
Die Länge des aus der Säule 11 entfernten Bandes 5 einen Integrier- oder Detektor-Stromkreis, um die in
ist nach Säule 15 gebracht worden. Die Schleife in ihrer Amplitude veränderlichen Hochfreqenz-Impulse
Säule 15 bewegt sich nach unten und ebenso die Kon- in eine Spannung umzuformen, die proportional ist
taktstelle der Schleife mit den Wänden 24 und 26, wo- zur Lage der Schleife in der Säule. Diese Spannung
durch eine zunehmende Anzahl von Löchern 46 dem ist ein Minimum, wenn die Schleife sich oben in der
Atmosphärendruck ausgesetzt wird. Der Atmosphä- io Säule befindet, und ein Maximum, wenn die Schleife
rendruck in den Löchern 46 bewirkt eine Druckdiffie- unten ist. Eine bestimmte Stellung der Schleife in der
renz auf einen entsprechenden Teil des Abfühlbandes Säule wird durch eine Normal- oder Ruhe-Spannung
42 in Steuer-Säule 22 und treibt das Abfühlband von dargestellt. Block 5 enthält einen Differentiator und
der durchlochten Wand 26 weg. Die Druckdifferenz an einen Verstärker. Da die optimale Spulenbeschleunidiesem
Teil des Abfühlbandes entsteht durch den 15 gung davon abhängig ist, wie schnell das Band in die
Atmosphärendruck an der der Wand 26 zugewandten Säule hinein- oder aus ihr herausgebracht wird, wird
Seite des Bandes42 und den leicht verminderten Atmo- der Ausgang von Block 4 differentiiert und verstärkt,
sphärendruck an der anderen Seite des Bandes. Das Es entsteht ein Signal, das proportional ist der Geschnelle
Ansprechen dieses Teils des Abfühlbandes ist schwindigkeit, mit der die Schleife in der Säule wandurch
die Pumpe 61 für kleines Vakuum sichergestellt, 20 dert, d. h., wieviel mehr Band in die Säule hineindie
den Raum unter Band 42 unter leicht verminder- oder aus ihr herausgebracht wird. Von Block 5 enttem
Atmosphärendruck hält. Wenn weniger Abfühl- steht also kein Signal, wenn von der Spule 7 gleich
band 42 an der Wand 26 anliegt, paßt sich der obere viel Band abgespult wird, wie von der Antriebsrolle 12
Teil des Bandes neu an, so daß die Knickstelle im abgeführt wird. Block 6' enthält einen Integrier-Kreis.
Band 42 sich nach unten bewegt, der Kontaktstelle der 25 Die Angabe der jeweiligen Drehrichtung und Dreh-Schleife
folgend. Auch hier bleibt die allgemeine geschwindigkeit der Antriebsrolle ist nötig, um die
Form des Abfühlbandes sich ähnlich. Die neue Stel- Lage der Schleife in der Säule zu regeln. Block 6' inlung
C der Schleife in der Säule 15 und die neue tegriert ein Signal von der Antriebsrolle und erzeugt
entsprechende Stellung des Abfühlbandes 42 sind in ein Signal, das proportional ist der mittleren Größe
Fig. 1 strichpunktiert gezeichnet. 30 der Transportgeschwindigkeit des Bandes an der An-
In der umgekehrten Richtung drehen sich die An- triebrolle und ihrer Richtung.
triebsrollen entgegen dem Uhrzeigersinn, nehmen das Block 7' enthält einen Kompensations-Stromkreis.
Band 9 aus der Säule 15 und bringen es in Säule 11. Das integrierte Signal von Block 4, das proportional
Die Schleife in Säule 15 und die Knickstelle des Ab- ist zur Lage der Schleife in der Säule, wird in dem
fühlbandes42 in Säule 22 bewegen sich aufwärts. Die 35 durch den Block 7' dargestellten Kreis pegelreguliert,
Schleife in Säule 11 und die Knickstelle des Abfühl- so daß ein Null-Ausgang entsteht, wenn die Schleife
bandes41 bewegen sich abwärts. Die numehr einge- die Stellung^ in der Säule einnimmt. Block8' entnommenen
Stellungen des Bandes B, B' und die ent- hält einen Misch-Stromkreis, der die Ausgänge aus
sprechenden Stellungen der Abfühlbänder sind gestri- den Blöcken 5, 6' und T addiert. Die resultierende
chelt gezeichnet. 40 Ausgangsspannung aus Block 8' bestimmt die Be-
Wie oben erwähnt, wird die veränderliche Kapazi- schleunigung des Spulenantriebs, und ihr Vorzeichen
tat der Abfühlbänder in Spannungen umgeformt, die bestimmt die Richtung des Spulenantriebs. NuIlden
Antrieb der Spulen 7 und 17 steuern. Die Metall- Spannung bedeutet keine Drehung. Block 9' enthält
wand 25 wirkt als feste Platte des Kondensators, der die Servo-Motor-Steuerung. Er formt den Ausgang
Metallbelag 43 auf dem Abfühlband 41 als bewegliche 45 von Block 8'in ein Niederfrequenz-Signal um, das zum.
Platte. Der Kunststoffkörper des Bandes 41 wirkt als Servo-Motor geht. Die Wirkungsweise der einzelnen
Dielektrikum des Kondensators (Fig. 4). Wenn der Blockstromkreise ist an sich bekannt, so daß ihre ins
Teil des Bandes 41, der an der Wand 25 anliegt, sich einzelne gehende Beschreibung nicht notwendig erverändert,
ändert sich die Kapazität, denn nur der an scheint.
der Wand 25 anliegende Teil des Bandes macht die 50 Die Spulenantriebe arbeiten unabhängig voneinan-
Kapazität aus. Vom Bandknick an ist der wirksame der. Die Steuer-Einheit ist über Drähte 51 und 52 mit
Kapazitätsbereich sehr gering gegenüber der Kapa- dem durch das Abfühlband gebildeten veränderlichen
zität des an der Wand 25 anliegenden Teils. Der an der Kondensator verbunden. Draht 51 führt zur Wand 35,
Wand 35 anliegende Teil des Bandes 41 hat keine Ka- die elektrischen Kontakt mit dem Metallbelag 43 des
pazität, da er mit der Wand 35 leitend verbunden ist. 55 Bandes 41 macht, und dies stellt die veränderliche
Die höchste Kapazität besteht, wenn sich die Band- Platte des veränderlichen Kondensators dar. Draht 52
schleife ganz oben in der Säule 11 befindet und das führt zur Wand 25 als der festen Platte des Konden-
ganze Abfühlband an der Wand 25 anliegt. Die ge- sators.
ringste Kapazität besteht, wenn die Schleife sich am In Vorwärtsrichtung entfernen die Antriebsrollen
Boden von Säule 11 befindet. 60 12 und 14 das Band aus Säule 11 und bringen es in
Die Umformung dieser Kapazität findet in der mit Säule 15. Wenn die Schleife in Säule 11 sich verkürzt,
49 bezeichneten Steuer-Einheit statt. Ein Blockschalt- entsteht eine höhere Signalspannung als die der Nor-
bild dieser Steuer-Einheit ist in Fig. 5 gezeigt. Der mallage der Schleife entsprechende, und der Servo-
Blockl enthält eine Vergleichs-Brücke, die die ver- motor 19 dreht Spule 7 entgegen dem Uhrzeigersinn,
änderliche Kapazität mit einer bestimmten festen Ka- 65 um das Band 7 in die Säule hineinzuspulen. Wenn die
pazität vergleicht. Die Betriebsspannung mit einer Fre- Spule 7 ebensoviel Band mit derselben Geschwindig-
quenz von 100 kHz für diese Brücke kommt von keit liefert wie die Antriebsrolle aus der Säule heraus-
Block2. Die Frequenz dieser Spannung ist so hoch, zieht, ist die Spannung, die an den Servomotor 19 ge-
daß die Zeit zwischen zwei Impulsen klein.ist.gegen legt wird, unverändert· Gleichzeitig verlängert sich
die Änderung des Kapazitätswertes des veränderlichen 70 die Schleife in Säule 15, und ein gegenüber dem der
Claims (8)
- 7 8Normallage verringertes Signal veranlaßt den Servo- Während dieses Vorgangs in Säule 11 findet in motor, sich entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen, Säule 15 ein ähnlicher Vorgang statt. Das die Anum auf die Spule 17 Band aufzuspulen und es der Säule triebsrolle 14 verlassende Band verlängert die Schleife 15 zu entnehmen. Wenn die Schleifenlänge in Säule 15 in Säule 15, und die Knickstelle im Abfühlband 42 bekonstant bleibt, tritt auch keine Änderung der Span- 5 wegt sich nach unten. Dadurch wird die Abnahme der nung für den Servomotor 20 mehr ein. Kapazität durch die Steuer-Einheit 50 abgefühlt, undIn Rückwärtsrichtung drehen sich die Antriebsroi- ein negatives Spannungs-Signal gelangt an den Servolen 12 und 14 entgegen dem Uhrzeigersinn, entfernen Motor 20. Die Spule 17 wird im Uhrzeigersinn beBand aus Säule 15 und bringen es in Säule 11. Wenn schleunigt und zieht das Band aus der Säule 15 heraus, sich die Schleife in Säule 15 verkürzt, veranlaßt ein io Durch den Unterschied der Trägheitsmomente von höheres als der Normallage der Schleife entsprechen- Sp.ule 17 und Rolle 14 läuft das Band schneller in die des Signal die Spule 17., sich im Uhrzeigersinn zu dre- Säule 15 ein als es durch die Spule 17 herausgeholt hen und Band in die Säule 17 zu liefern. Gleichzeitig wird. Die Länge der Schleife vergrößert sich, wenn verlängert sich die Schleife in Säule 11, und ein nie- auch langsam. Die Knickstelle des Abfühlbandes 42 deres als der Normallage der Schleife entsprechendes 15 bewegt sich nach unten, und die Kapazität nimmt ab. Signal veranlaßt Spule 7, sich im Uhrzeigersinn zu Das zunehmend negative Spannungs-Signal von drehen und Band aus der Säule 11 zu entnehmen. Im Steuer-Einheit 50 beschleunigt die Spule 17, bis sich folgenden wird die Arbeitsweise der Vorrichtung er- die Geschwindigkeit des Bandes an Spule 17 der näklärt: hert, mit der es in die Säule 15 eingebracht wird. EheWenn der Bandvorschub ruht, befindet sich das ao die Schleife am Boden der Säule 15 anstößt und dieBand in beiden Säulen in Ruhe in der Stellung ^i, A', Säule überladen wird, sind die Geschwindigkeiten derund die Abfühlbänder 41 und 42 nehmen die entspre- Entnahme und des Einbringens des Bandes gleich ge-chenden Stellungen ein. Da keine Signal-Spannung worden. Da das Spannungs-Signal der Länge derentsteht, bleiben auch die Servo-Motoren 19 und 20 Schleife proportional ist, ist das Spannungs-Signalstehen. Die Antriebsrollen 12 und 14 sind durch 25 von Steuer-Einheit 50 an den Motor 20 konstant. DieBremsen angehalten (nicht gezeigt). Schleife verbleibt in der relativ stabilen Lage C.Wenn ein Lesebefehl an die Steuerung der Antriebs- Wenn die Antriebsrollen 12 und 14 ein Stop-Signal rollen 12 und 14 ergeht, lösen sich deren Bremsen, und erhalten, werden sie abgebremst und ihre Antriebsmoüber die (nicht gezeigte) Zwei-Richtungs-Kupplung toren angehalten. Die Verzögerung von der Endgewerden die Rollen zur Drehung im Uhrzeigersinn an 30 schwindigkeit bis zum Halten ist sehr groß. Die den dauernd und mit konstanter Drehzahl laufenden Spule 7 fährt zuerst noch fort, Band in die Säule 11 Bandantriebsmotor gekuppelt. Die Rollen 12 und 14 zu liefern. Die Schleife vergrößert sich, und die Knicknehmen mit hoher Beschleunigung ihre Drehung im stelle vom Abfühlband bewegt sich nach unten. Die Uhrzeigersinn auf und transportieren das "Band mit Kapazität nimmt ab. Eine abnehmend positive Spander bestimmten Geschwindigkeit. Diese Beschleuni- 35 nung von der Steuer-Einheit 49 verzögert die Spule 7. gung von Ruhe auf Endgeschwindigkeit erfolgt sehr Die Schleife in Säule 11 vergrößert sich weiter, aber rasch. langsamer. Wenn sich die Schleife der Ruhestellung yiWenn das Band 9 sich aus. der · Stellung A, A' nähert, wird die Geschwindigkeit der Spule 7 zu Null,(Fig. 1) entfernt, wird die Schleife in Säule 11 ver- da das Signal von der Steuer-Einheit 49 zu Null wird,kürzt. Wenn sich die Schleife verkürzt, läuft die 40 Der Vorgang in Säule 15 ist ähnlich. Während dieKnickstelle des Abfühlbandes 41 nach oben. Sofort Antriebsrollen halten, entnimmt die Spule 17 weiter-wenn die Knickstelle sich nach oben zu bewegen be- hin Band aus der Säule 15. Die Schleife wird kleiner,ginnt, wird die Vergrößerung der Kapazität durch die die Knickstelle des Abfühlbandes 42 bewegt sich nachSteuer-Einheit 49 abgefühlt, die ein Signal positiver oben, und die Kapazität wird größer. Eine abnehmendSpannungan den·Servo-Motor 19 liefert.· Die Spule 7 45 negative Spannung von der Steuer-Einheit 50 verzö-beginnt sich sofort entgegen dem Uhrzeigersinn zu gert die Spule 17. Die Schleife in Säule 15 wird wei-beschleunigen und spult das Band in die Säule 11 ab. terhin kleiner, wenn auch langsamer. Wenn sich dieDa das Trägheitsmoment der Spule7 und des aufge- Schleife der Stellung^' nähert, wird die Geschwin-wickelten Bandes 6 relativ groß gegenüber dem des digkeit der Spule 17 zu Null, da das Signal von derRollen-Antriebs ist, bleibt die Beschleunigung der 50 Steuer-Einheit 50 zu Null "wird.Spule auch beträchtlich unter der der Antriebsrolle 12. Der Wiederaufspulvorgang in der Rückwärtsrich-In diesem ersten Zeitabschnitt wird also das Band tung verläuft in derselben Weise wie ein Schreib- oder durch die Antriebsrolle 12 schneller aus der Säule ent- Lesevorgang, nur daß die Antriebsrollen 12 und 14 nommen, als es von der Spule 7 nachgeliefert wird. und die Spulen 7 und 17 sich in entgegengesetzter Die Schleife verkürzt sich laufend, wenn auch lang- 55 Richtung drehen,
sam. Gleichzeitig bewegt sich die Knickstelle des Abfühlbandes 41 nach oben; die veränderliche Kapazi- Patentansprüche:
tat wird größer. Das zunehmend positive Spannungs-Signal von der Steuer-Einheit 49 beschleunigt die 1. Bandvorschubvorrichtung, bei der zwischen Spule 7 und spult das Band 9 mit einer Geschwindig- 60 einem ersten Bandantrieb für die Auf- oder Abkeit ab, die sich der nähert, mit der das Band durch spulung und einem von diesem unabhängigen zweiten die Rolle 12 herausgezogen wird. Es kann sein, daß Bandantrieb eine Bandschleife in einer Säule so gedie Geschwindigkeit des Bandes von der Spule 7 her bildet wird, daß der untere Teil der Schleife einen dieselbe wird wie die Entnahme-Geschwindigkeit unter Unterdruck stehenden Teil der Säule nach durch Rolle 12, ehe die Schleife in Säule 11 aufge- 65 oben abschließt und bei der Steuermittel ander Säule braucht ist. Da das Spannungs-Signal proportional der die Geschwindigkeit des ersten Antriebs so steuern, Schleifenlänge ist, bleibt dann das Ausgangs-Signal daß die Länge der Bandschleife in bestimmten von der Steuereinheit 49 an den Servo-Motor 19 kon- Grenzen aufrechterhalten wird, dadurch gekennstant. Beim Vorwärtstransport bleibt dann die zeichnet, daß das Steuermittel durch einen konti-Schleife in Säule 11 in der relativ stabilen Lage C. 70 nuierlich veränderlichen elektrischen Kondensatorgebildet wird, der aus einem einseitig metallbelegten Abfühlband (41) in einer neben der Schleifensäule (11) befindlichen Steuersäule (21) und aus einer durchlöcherten Wand (25) der Schleifensäule (11) besteht, wobei unter Vakuumwirkung sich das Abfühlband vom Boden bis zur Höhe der Berührungsstelle Schleife:—Säule an die durchlöcherte Wand anlegt und sich oberhalb der Berührungsstelle mit einer Knickstelle von der Wand so abhebt, daß das Band keinen wesentlichen Beitrag zur Kapazität mehr bildet. - 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kapazität über eine Steuer-Einheit (49) der Auf- und Abspulantrieb (19) so gesteuert wird, daß seine Beschleunigung nach der Geschwindigkeit der Veränderung der Berührungsstelle der Bandschleife gesteuert wird.
- 3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Abfühlband (41) enthaltende Steuersäule (21) je über eine durchlöcherte Wand (25 bzw. 35) auf der einen Seite mit der Schleifensäule (11), auf der anderen Seite mit einer anderen Säule (63) in Verbindung steht, die unten mit einer Vakuum-Pumpe (60) und oben mit der Atmosphäre verbunden ist.
- 4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Schleifensäule (11) durch die Schleife und das Abfühlband begrenzte Vakuum höher (d. h. von niedrigerem Druck) ist als das am Boden der anderen Säule (63) erzeugte.
- 5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Knickstelle des Abfühlbandes (41) und oberhalb der Berührungsstelle der Schleife mit der Säule (11) Atmosphärendruck herrscht.
- 6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, bei der der primär gesteuerte (zweite) Antrieb ein wesentlich geringeres Trägheitsmoment als der Auf- und Abspulantrieb hat, dadurch gekennzeichnet, daß beim Start des primären Antriebs (12 und 14) sich die Schleife auf der Abspulseite verkürzt und durch die veränderliche Kapazität des Abfühlbandes (41) die Beschleunigung des Abspulantriebs (17) so gesteuert wird, daß nach kurzer Zeit die Geschwindigkeit des abgespulten Bandes gleich der des- durch den primären Antrieb (12 und 14) entnommenen Bandes wird und die Schleife in verkürzter Stellung (C) bestehenbleibt.
- 7. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Start des primären Antriebs (12 und 14) sich die Schleife auf der Aufspulseite verlängert und durch die veränderliche Kapazität des Abfühlbandes (42) die Beschleunigung des Aufspulantriebs (20) so gesteuert wird, daß nach kurzer Zeit die Geschwindigkeit des aufgespulten Bandes gleich der des durch den primären Antrieb (12 und 14) gelieferten Bandes wird und die Schleife in verlängerter Stellung (C) bestehenbleibt.
- 8. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anhalten des primären Antriebs (12 und 14) die Verzögerung des Abspul- (19) und Auf spul- (20) Antriebs so gesteuert wird, daß auf der Abspulseite die Schleife verlängert und auf der Aufspulseite verkürzt wird und bei allen Anhaltevorgängen eine bestimmte Lage (A, A') einnimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©009 589/235 8.60
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