DE1088114B - Anordnung zur Unterdrueckung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten Sender - Google Patents
Anordnung zur Unterdrueckung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten SenderInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
- H03C1/00—Amplitude modulation
- H03C1/52—Modulators in which carrier or one sideband is wholly or partially suppressed
- H03C1/60—Modulators in which carrier or one sideband is wholly or partially suppressed with one sideband wholly or partially suppressed
Landscapes
- Transmitters (AREA)
- Amplitude Modulation (AREA)
- Digital Transmission Methods That Use Modulated Carrier Waves (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Unterdrückung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten
Rundfunksender mittels eines zusätzlichen Phasenmodulators.
Rundfunksender für lange, mittlere und kurze Wellen arbeiten gewöhnlich mit Amplitudenmodulation,
die im ausgesendeten Frequenzband zwei symmetrisch zur Trägerfrequenz gelagerte Seitenbänder
bildet. Durch Unterdrückung eines dieser Seitenbänder kann sowohl eine wesentliche Verbesserung des
Ausnutzungsgrades der ausgestrahlten Hochfrequenzenergie als auch des dem Sender zugeteilten Hochfrequenzspektrums
erzielt werden. Da dieses Verfahren jedoch komplizierte und kostspielige zusätzliche
Kreise im Empfänger erfordert, wird die Unterdrückung eines Seitenbandes~.bisher-fast ausschließlich
nur bei kommerziellen Sendern angewendet.
Ein neues Verfahren für Amplitudenmodulation mit einem unterdrückten Seitenband wurde vorgeschlagen,
das mit voller Amplitude der Trägerfrequenz und einer künstlich hervorgerufenen nichtlinearen Verzerrung des Modulationssignals arbeitet,
um die im normalen Rundfunkempfänger bei Einseitenbandempfang entstandenen nichtlinearen Verzerrungen
zu kompensieren. Ein solches Einseitenbandsignal kann auch bekannterweise durch eine
Kombination der Amplituden- und Phasenmodulation entstehen, wo bei geeigneter gegenseitiger Phasenlage
der beiden. Modulationssignale das eine oder das andere
Seitenband unterdrückt werden kann. Durch eine einfache Berechnung kann allerdings gezeigt werden,
daß ζ. B. für die gewünschte Unterdrückung eines der beiden Seitenbänder um etwa 40 db das richtige
Verhältnis der beiden Modulationspegel auf 1% genau sein muß und auch die gegenseitige Phasenlage
auf 0,7° genau eingestellt werden muß. Solche Genauigkeit der Amplituden- und Phasenverhältnisse in
dem ganzen Frequenz- und Amplitudenbereich der normalen Modulationssignale zu erzielen ist aber sehr
schwierig, und sie in Betrieb dauernd zu erhalten ist noch schwieriger. Deswegen ist es bekannt, daß solche
Systeme das ungewünschte Seitenband nur selten über 30 db unterdrücken können. Diese Notwendigkeit
der genauen Pegel- und Phaseneinstellung und deren Betriebsschwankungen zu beseitigen und die
Seitenbandunterdrückung zu erhöhen, ist der Zweck der vorliegenden erfindungsgemäßen Anordnung, die
die Eigenschaften einer Gegenkopplung aufweist und im Betrieb viel stabiler und einfacher richtig einzustellen
ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung zur Unterdrückung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten
Sender geht aus von einer Anordnung, die einen Phasenmodulator zwischen der Quelle der
Anordnung zur Unterdrückung
eines Seitenbandes
in einem amplitudenmodulierten Sender
in einem amplitudenmodulierten Sender
Anmelder:
Tesla, närodni podnik, Prag-Hloubetin
Tesla, närodni podnik, Prag-Hloubetin
Vertreter: Dipl.-Ing. B. Wehr, Dipl.-Ing. H. Seiler,
Berlin-Grunewald, Lynarstr. 1,
und Dipl.-Ing. H. Stehmann,
Nürnberg 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Tschechoslowakei vom 12. April 1958
Tschechoslowakei vom 12. April 1958
Jiri Vackäf, Prag,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Trägerfrequenz und der Amplitudenmodulationsstufe
verwendet. Sie ist gekennzeichnet durch einen Demodulator, der über ein Bandfilter, das auf das zu
unterdrückende Seitenband abgestimmt ist, an den Ausgang des Senders angeschlossen ist, wobei dem
anderen Eingang dieses Demodulators die phasenverschobene Trägerfrequenzspannung zugeführt wird
und der Ausgang dieses Demodulators an den Eingang des zusätzlichen Phasenmodulators angeschlossen
ist.
Die Frequenz des Seitenbandes und die Trägerfrequenz werden zweckmäßig vor Einführung in den
Hilfsmodulator durch Mischung mit einer Hilfsfrequenz herabgesetzt. Ferner kann vorteilhafterweise
der Rückkopplungsspannung eine durch Phasenverschiebung aus dem Eingangs-Modulationssignal des
Senders abgeleitete Komponente hinzugefügt werden.
Das Entstehen des Einseitenbandsignals nach der Erfindung soll nun mit Hilfe der Zeichnung näher erklärt
werden. Es zeigt
Fig. 1 das Vektordiagramm für Amplitudenmodulation mit einem Seitenband,
Fig. 2 den zeitabhängigen Verlauf des Vektors aus Fig. 1,
Fig. 3 den Phasenverlauf und
Fig. 4 das Blockdiagramm einer beispielsweisen Ausführung des erfindungsgemäßen Senders.
009 589/321
In Fig. 1 entsteht der Vektor 3 als Vektorsumme des Trägerfrequenzvektors 1 und des rotierenden
Vektors des Seitenbandes. 2. Die Amplitude des resultierenden Vektors ändert sich zeitabhängig gemäß der
in Fig. 2 dargestellten Kurve.
Die Modulation mit bloß einem Seitenband kann, wie bekannt, durch gleichzeitige Amplituden- und
Phasenmodulation der Trägerfrequenz erzielt werden. Wirksame Unterdrückung eines Seitenbandes in
einem Sender mit der erwähnten gleichzeitigen Amplituden- und Phasenmodulation wird durch
Rückkopplung gemäß der Erfindung erzielt. Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Sendes ist in Fig. 4
dargestellt.
Durch die senkrechte, gestrichelte Linie ist die Figur in zwei Teile geteilt. Der linke Teil zeigt einen
Sender mit den üblichen Stufen, nämlich dem Hauptoszillator 1, der HF-Verstärkerstufe 2, der modulierten
Ausgangs-HF-Verstärkerstufe 3 und dem Modulationsverstärker 4. Zwischen dem Hauptoszillator
1 und der HF-Verstärkerstufe: 2 ist der Phasenmodulator
5 geschaltet, der die zusätzliche Phasenmodulation zur Unterdrückung eines Seitenbandes
liefert.
Der rechte Teil der Figur zeigt die neuen zusatzliehen
Teile des Senders, welche die wirksame Unterdrückung eines Seitenbandes durch die erfindungsgemäße
Rückkopplung ermöglichen.
Die Frequenz des Hilfsoszillators 6 unterscheidet sich nur gering, z. B. um 10 kHz, vor der im Hauptoszillator
1 des Senders erzeugten Trägerfrequenz. In die Mischstufe 7 gelangen die nicht modulierte Frequenz
des Oszillators 6 und die modulierte Frequenz des Oszillators 1, so- daß hier eine Differenzfrequenz
f1— /g entsteht, die gemäß der obigen Voraussetzung
1OkHz beträgt. Diese Differenzfrequenz trägt die gleiche Modulation wie das Ausgangssignal
des Senders. Im Bandpaßfilter 8 wird aus diesem Frequenzspektrum das zu unterdrückende Seitenband
ausgeschieden und in den Demodulator 11 geleitet.
Gleichzeitig gelangt in die Mischstufe 9 die Frequenz des Hilfsoszillators 6 und die nicht modulierte
Trägerfrequenz aus dem Hauptoszillator 1, so daß sich hier die nicht modulierte Differenzfrequenz
Z1-Z6=IOkHz bildet. Diese wird im Phasenglied 10
z. B. um 90° verschoben, und sie wird dann als Hilfsträgerfrequenz
in den Demodulator 11 geführt, wo sie sich mit dem durch das Bandpaßfilter 8 durchgelassenen Seitenband verbindet. Die Ausgangsspannung des
Demodulators 11, dessen Phase von der im Phasenglied
10 erzielten Phase der Hilfsträgerfreqenz aus der Mischstufe 9 abhängt, während ihre Amplitude
unmittelbar von der Amplitude des zu unterdrückenden Seitenbandes abhängt, bildet die Rückkopplungsspannung, die als Modulationssignal in den Phasen-
modulator 5 des Senders geleitet wird. Durch geeignete Verschiebung der Phase der Hilfsträgerfrequenz
im Phasenglied 10 kann, erzielt werden, daß die Rückkopplungsspannung aus dem Demodulator 11
die richtige Phase besitzt, die in Fig. 3 dargestellt ist und das betreffende Seitenband unterdrücken kann.
Dies bedeutet, daß die gesamte Rückkopplungsbahn 5-2-3-7-8-11-5 den Charakter einer geschlossenen
Rückkopplungsschleife mit negativem Faktor besitzt. Durch passende Wahl der Übertragungseigenschaften
der einzelnen Glieder dieser Rückkopplungsschleife kann man einen verhältnismäßig hohen Wert des
Rückkopplungsfaktors und dadurch auch eine wesentliche Unterdrückung des ungewünschten Seitenbandes
erzielen.
In manchen Fällen genügt es, wenn, bloß ein bestimmter
Frequenzabschnitt des betreffenden Seitenbandes unterdrückt wird. Dies kann leicht durch
geeignete Gestaltung der Übertragungskurve des Bandpaßfilters 8 erreicht werden. Der Sender strahlt
dann z. B. die niedrigeren Frequenzen 30 bis 200Hz mit beiden Seitenbändern und die Frequenzen ab
200 Hz mit bloß einem Seitenband aus. Dadurch können die Kreise des Senders beträchtlich vereinfacht
und verbilligt werden.
Die Anordnung kann noch weiter verbessert werden, wenn der aus dem Demodulator 11 entnommenen
Rückkopplungsspannung eine weitere Komponente hinzugefügt wird, die durch Phasenverschiebung des
Eingangs-Modulationssignals des Senders mit Hilfe des zusätzlichen Phasengliedes 12 entsteht.
In der beschriebenen Weise kann durch verhältnismäßig einfache Mittel, ohne komplizierte Kreise im
Empfänger, ein Seitenband wirksam bis um 50 bis 60 db unterdrückt werden.
Claims (3)
1. Anordnung zur Unterdrückung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten Sender,
der einen Phasenmodulator zwischen der Quelle der Trägerfrequenz und der Amplitudenmodulationsstufe
verwendet, gekennzeichnet durch einen Demodulator (H), der über ein Bandfilter, das auf
das zu unterdrückende Seitenband abgestimmt ist, an den Ausgang des Senders angeschlossen ist,
wobei dem anderen Eingang dieses Demodulators (11) die phasenverschobene Trägerfrequenzspannung
zugeführt wird und der Ausgang dieses Demodulators (11) an den Eingang des Phasenmodulators
(5) angeschlossen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz des Seitenbandes und
die Trägerfrequenz des Senders vor Einführung in den Demodulator (11) durch Mischung mit
einer Hilfsfrequenz herabgesetzt werden.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückkopplungsspannung
eine durch Phasenverschiebung aus dem Eingangs-Modulationssignal des Senders abgeleitete Spannungskomponente
hinzugefügt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Technisches Zentralblatt (Elektrotechnik), 1956,
S. 821, und 1958, S. 652/653.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 589/321 8.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS877832X | 1958-04-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088114B true DE1088114B (de) | 1960-09-01 |
Family
ID=5456475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET16541A Pending DE1088114B (de) | 1958-04-12 | 1959-04-13 | Anordnung zur Unterdrueckung eines Seitenbandes in einem amplitudenmodulierten Sender |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088114B (de) |
| GB (1) | GB877832A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284481B (de) * | 1965-10-14 | 1968-12-05 | Inst Lacznosci | System zur Unterdrueckung eines Seitenbandes bei Runfunksendern mit Amplitudenmodulation |
-
1959
- 1959-04-10 GB GB12187/59A patent/GB877832A/en not_active Expired
- 1959-04-13 DE DET16541A patent/DE1088114B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284481B (de) * | 1965-10-14 | 1968-12-05 | Inst Lacznosci | System zur Unterdrueckung eines Seitenbandes bei Runfunksendern mit Amplitudenmodulation |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB877832A (en) | 1961-09-20 |
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