DE1088159B - Verfahren zum Herstellen von Vorratskathoden und nach dem Verfahren hergestellte Vorratskathode - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Vorratskathoden und nach dem Verfahren hergestellte VorratskathodeInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- H01J9/02—Manufacture of electrodes or electrode systems
- H01J9/04—Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
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- H01J9/047—Cathodes having impregnated bodies
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
kl. 21g 13/04
INTERNAT. KL. HOIj
E11720VIIIc/21g
ANMELDKTAG: 21. DEZEMBER 1955
B EKANNTMACHUNG DERANMELDUNG
UND AUSGABE DER AÜSLEGESCHHIFT: 1. SEPTEMBER 1960
Es ist bekannt, daß das Aktivieren von L-Kathoden mit Schwierigkeiten verbunden ist, da mit einer
L-Kathode versehene Entladungsröhren während des Aktivierens der Kathode eine lange Zeit gepumpt
werden müssen, wobei gleichzeitig im Laufe des Aktivierens der an sich schon heikle Kathodenheizkörper
leicht Schaden nimmt. Hierbei können eventuell schadhaft gewordene eingebaute Kathoden teure Röhren,
z. B. Kathodenstrahlröhren, unbrauchbar machen. Die Prüfung der Kathode konnte jedoch bisher nur im in
die Röhre eingebauten Zustand der aktivierten Kathode vorgenommen werden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Vorratskathoden außerhalb der Röhre, in der sie später
arbeiten sollen, zu aktivieren. Es ist ferner ein Herstellungsverfahren
für Oxydkathoden, d. h. keine Vorratskathoden, bekannt, bei dem die Kathode zunächst
mit aktivierendem Stoff versehen, dann in einem besonderen Vakuumofen aktiviert und zum Schutz gegen
ein Vergiften mit einer dünnen Kupfer-, Silber- oder Goldschicht überzogen wird. Der Einbau einer derartig
hergestellten Kathode kann nach einiger Zeit erfolgen.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, den vorerwähnten Nachteil zu vermeiden und zu diesem
Zweck die Kathode nach einem neuen Verfahren herzustellen bzw. zu aktivieren.
Die einfache Übertragung des bekannten Herstellungsverfahrens für Oxydkathoden auf die Herstellung
von Vorratskathoden genügt nicht, um den Nachteil zu beseitigen, sondern es sind dazu noch zusätzliche,
nicht selbstverständliche Schritte nötig.
Im Sinne der Erfindung wird die mit dem aktivierenden Stoff versehene Kathode in einem Vakuumofen
aktiviert, sodann mit einem Heizkörper versehen und endlich in eine Entladungsröhre eingebaut. Das
Aktivieren erfolgt also im nicht eingebauten Zustand der Kathode.
Das Verfahren zum Herstellen von Vorratskathoden, die einen porösen Körper aua hochschmelzendem
Metall aufweisen, insbesondere von Kathoden der L-Type, ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß man den porösen Körper der Kathode zusammen mit dem aktivierenden Stoff, aber ohne Heizkörper,
in einen Vakuumofen einsetzt, dort durch Erhitzung aktiviert und danach den außerhalb des
porösen Körpers zurückgebliebenen Rest des aktivierenden Stoffvorrates, gegebenenfalls mitsamt dem
Vorratsraum, von dem porösen Körper entfernt und den letzteren mit einem Heizkörper versieht.
Bei dem Verfahren kann zweckmäßig ein scheibenförmiger poröser Körper Verwendung finden.
Man kann auch einen zylindrischen porösen Körper verwenden.
Verfahren zum Herstellen
von Vorratskathoden
und nach dem Verfahren hergestellte
Vorratskathode
Anmelder:
Egyesült Izzolämpa es Villamossägi
Reszvenytarsasäg[ Budapest
Vertreter: Dipl.-Ing. W. Meissner,
Berlin-Grunewald, Herbertstr. 22,
und Dipl.-Ing. H. Tischer, München 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität: Ungarn vom 31. Dezember 1954
Imre GaI, Ferenc Nagel und Endre Oldal,
Budapest,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Beim Verfahren nach der Erfindung wird also die noch mit keinem Heizkörper versehene Kathode in
einen Vakuumofen gebracht und dort in der üblichen Weise aktiviert, sodann dem Vakuumofen entnommen
und nach Einmontierung des Heizkörpers und vorteilhaft nach Prüfung der Kathode in eine Entladungsröhre
eingebaut. Wie Versuche gezeigt haben, ergaben sich infolge der Ummontierung der bereits aktivierten
L-Kathode keine Nachteile. Es bedeutet aber einen wesentlichen Vorteil, daß die Kathode außerhalb der
Röhre aktiviert, wird und daß infolge des nachträglichen Einbaues des Heizkörpers auch die Lebensdauer
der Kathode verlängert wird. Bei den Versuchen mit nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten bzw. aktivierten L-Kathoden wurden Lebensdauern von mehreren tausend Stunden unter
günstigen Emissionsverhältnissen erreicht.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der poröse Körper während des Aktivierens eine für eine lange
Lebensdauer genügend große Menge des aktivierenden Stoffes in sich aufnimmt und so kein besonderer
Vorratsraum benötigt wird und dieser von der Kathode entfernt werden kann. Demzufolge wird die
Kathodenkonstruktion wesentlich einfacher und der Heizkörper kann unmittelbar, also ohne den Einbau
einer besonderen Trennwand, unter dem porösen
009 589/355
Körper angeordnet werden, wodurch die Heizleistung günstiger wird und die Kathode mit einer geringeren
Leistung beheizt werden kann. Solche Kathoden wurden vorteilhaft mit dem üblichen, aus drei Karbonaten
bestehenden Stoff aktiviert und zeigten eine Lebensdauer von mehreren tausend Stunden.
Weitere Einzelheiten des Verfahrens nach der Erfindung sind nachfolgend an Hand der Figuren der
Zeichnung erklärt
In der Zeichnung erläutern
Fig. 1 a bis 1 c drei verschiedene Verfahrensschritte bei der Herstellung einer Kathode mit einem scheibenförmigen,
gesinterten porösen Körper;
Fig. 2 a bis 2 c zeigen drei verschiedene Verfahrensschritte des Verfahrens zur Herstellung einer zylinder-
förmigen Kathode.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in allen Figuren gleiche Teile.
Die Fig. la, Ib und 1 c zeigen beispielsweise die
Herstellung einer flachen Kathode. Mit 4 ist der ao poröse Körper und mit 3 die Wand des Vorratsraumes bezeichnet. Die Figur zeigt den Behälter, der
z. B. aus zwei Teilen zusammengesetzt werden kann, nur schematisch. Die Wand 3 bildet mit dem porösen
Körper 4 zusammen einen vollständig geschlossenen Behälter, in welchem sich der aktivierende Stoff 5 befindet.
Dieser Behälter wird in dem in der Fig. la gezeichneten Zustand in einen in der Zeichnung nicht
dargestellten Vakuumofen eingebracht und mit Hilfe der Heizspirale 6, die entweder ein Widerstandsdraht
oder eine hochfrequente Heizspule sein kann, auf die entsprechende Temperatur erhitzt und dadurch aktiviert.
Sodann wird der Kathodenkörper dem Vakuumofen entnommen und der untere, den Rest des aktivierenden
Stoffes 5 enthaltende Teil des Behälters 3, wie in der Fig. Ib mit den Pfeilen angedeutet, abgeschnittene
Teil entfernt. Im Laufe des Aktivierens hat der poröse Körper 4 eine für eine lange Lebensdauer
der Kathode ausreichende Menge des aktivierenden Stoffes in sich aufgenommen. Sodann wird unter dem
porösen Körper 4 der Heizkörper 7 gemäß Fig. 1 c angeordnet, und die Kathode kann dann in die Entladungsröhre eingebaut werden.
Das Verfahren im Falle einer zylindrischen Kathode ist, wie in den Fig. 2 a bis 2 c gezeigt ist, ähnlich.
Zunächst wird der Hohlraum des porösen Zylinders 4 mit dem aktivierenden Stoff 5 gefüllt, sodann die
Enden des Zylinders durch die Teile 8 α und 8 b abgeschlossen.
Die Kathode wird dann in einen Vakuumofen eingebracht und mit Hilfe der Heizspirale 6 in
der üblichen Weise aktiviert. Nachdem die Kathode dem Vakuumoferi entnommen ist, werden die Verschlußteile
8 α und 8 b entfernt, sowie auch der Rest des aktivierenden Stoffes 5 (Fig. 2 b). Der Heizkörper
7 wird in den Innenraum des Heizkörpers 4 eingebaut (Fig. 2 c), und die Kathode kann in die
Entladungsröhre einmontiert werden. Auch in diesem Fall geht im Laufe des Aktivierens der größte Teil
des aktivierenden Stoffes 5 in die Poren des porösen Körpers 4 über, so daß sich in diesen Poren eine für
eine lange Lebensdauer der Kathode ausreichende Menge des aktivierenden Stoffes befindet.
Die beschriebenen Ausführungen sind nur Beispiele.
Die Erfindung umfaßt also auch Kathoden, bei welchen der Vorratsraum bzw. der Rest des aktivierenden
Stoffes entfernt wurde, wobei sich die Kathode also von den üblichen L-Kathoden unterscheidet,
daß die Kathode nur aus einem gesinterten porösen Körper aus hochschmelzendem Metall, z. B.
Wolfram, Molybdän, Niob oder Tantal, ferner aus dem in den Poren dieses porösen Körpers untergebrachten
aktivierenden Stoff, aus einem Heizkörper und aus Halterungsorganen besteht, jedoch keinen
Vorratsraum aufweist.
Claims (3)
1. Verfahren zum Herstellen von Vorratskathoden, die einen porösen Körper aus hochschmelzendem Metall aufweisen, insbesondere von
Kathoden der L-Type, dadurch gekennzeichnet, daß man den porösen Körper der Kathode zusammen
. mit dem aktivierenden Stoff, aber ohne Heizkörper, in einen Vakuumofen einsetzt, dort durch
Erhitzung aktiviert und danach den außerhalb des porösen Körpers zurückgebliebenen Rest des
aktivierenden Stoffvorrates, gegebenenfalls mitsamt dem Vorratsraum, von dem porösen Körper
entfernt und den letzteren mit einem Heizkörper versieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines scheibenförmigen
porösen Körpers.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines zylindrischen porösen
Körpers.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 803 919;
Philips Technische Rundschau, 1950, H. 12, S. 350 und 355;
Deutsche Patentschrift Nr. 803 919;
Philips Technische Rundschau, 1950, H. 12, S. 350 und 355;
Physikalische Blätter, 1952, S. 499.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 589/355 8.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU1088159X | 1954-12-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088159B true DE1088159B (de) | 1960-09-01 |
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ID=11003152
Family Applications (1)
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| DEE11720A Pending DE1088159B (de) | 1954-12-31 | 1955-12-21 | Verfahren zum Herstellen von Vorratskathoden und nach dem Verfahren hergestellte Vorratskathode |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088159B (de) |
| NL (1) | NL203172A (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE803919C (de) * | 1944-11-04 | 1951-04-12 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung einer Kathode einer elektrischen Entladungsroehre |
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0
- NL NL203172D patent/NL203172A/xx unknown
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1955
- 1955-12-21 DE DEE11720A patent/DE1088159B/de active Pending
Patent Citations (1)
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| DE803919C (de) * | 1944-11-04 | 1951-04-12 | Philips Nv | Verfahren zur Herstellung einer Kathode einer elektrischen Entladungsroehre |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL203172A (de) |
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