DE1088151B - Schutzanordnung fuer Kontaktstromrichter - Google Patents
Schutzanordnung fuer KontaktstromrichterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/106—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for dynamic converters
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Description
Bekanntlich werden Kontaktstromrichter in Störungsfällen vielfach durch Kurzschließer geschützt.
Der Kurzschluß strom fließt im Störungsfall nicht über die Kontakte, sondern über den Kurzschließer. Er ruft
an den Kurzschließerkontakten und den Zuleitungen einen Spannungsabfall hervor, welcher in der Größenordnung
von 1 V sein kann, da Kurzschluß ströme größer als 100 000 A praktisch vorkommen. Da die zu
schützenden Stromrichterkontakte parallel zum Kurzschließer liegen, treibt der Spannungsabfall am geschlossenen
Kurzschließer noch einen Strom über die Stromrichterkontakte. Dieser Strom kann 10 000 A
oder mehr betragen. Er bildet zwar keine Lichtbögen beim öffnen der Stromrichterkontakte, wohl aber können
die Kontakte bei der Unterbrechung dieses Stromes und beim Schließen spratzen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schutzanordnung für Kontaktstromrichter mit wechselstromseitig vor
den Stromrichterkontakten liegenden Schaltdrosseln, bei welcher in Störungsfällen die Stromrichterkontakte
direkt oder indirekt durch Kurzschließer überbrückt werden. Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch,
daß zwischen jeder Schaltdrossel und dem zugehörigen Kontakt eine zusätzliche Sättigungsdrossel eingeschaltet
ist, daß diese zusätzlichen Sättigungsdrosseln im Störungsfalle zusammen mit den Kontakten überbrückt
werden und daß diese zusätzlichen Sättigungsdrosseln so bemessen sind, daß sie durch den Spannungsabfall
des Kurzschlußstromes am geschlossenen Kurzschließer noch nicht oder nur wenig über die
Sättigungsgrenze magnetisiert werden. In diesem Fall bleibt der Strom durch die Sättigungsdrossel und damit
der Strom durch den zu schützenden Stromrichterkontakt klein, nämlich von der Größenordnung des
Magnetisierungsstromes der Sättigungsdrossel, welcher 1 bis 100 A beträgt. Derartige Ströme können
kurzzeitig keine Beschädigungen an den zu schützenden Stromrichterkontakten hervorrufen.
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind übliche Schaltdrosseln I, 2, 3 und kleine Sättigungsdrosseln 4, 5, 6
in Reihe mit den Kontakten 8, 9, 10 eines Kontaktgleichrichters
nach der Erfindung vorgesehen. Der Kurzschließer 7 kann, wie in Fig. 1, zu einem eigenen
Sternpunkt zusammengefaßt sein, er kann aber auch, wie in Fig. 2, aus drei einzelnen, die Stromrichterkontakte
einschließlich der zusätzlichen Sättigungsdrosseln
überbrückenden Kontakten 7 bestehen.
Mit Vorteil verwendet man die Erfindung bei Kontaktstromrichtern mit Einwindungsdrosseln. Man
braucht dann den Kurzschließer nur so an die Phasenleitungen anzuschließen, daß ein kleiner Teil der Einwindungsdrosseln
vom Kurzschlußkreis der Stromrichterkontakte mit umfaßt wird. Dieser kleine Teil
ier Schaltdrosseln geht beim Einfallen des Kurz-Sctiutzanordnung
für Kontaktstromrichter
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs - G. m. b. H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Dr.-Ing. Floris Koppelmann, Berlin-Siemensstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Schließers für die Begrenzung des Kurzschlußstromes verloren. Er ist jedoch im allgemeinen wesentlich kleiner
als 10% der gesamten Schaltdrossel, so daß dieser Nachteil unbedeutend ist gegenüber dem Vorteil, daß
die Stromrichterkontakte vollkommener durch den Kurzschließer geschützt sind. Dies ist besonders wichtig
bei Anlagen, welche so gebaut sind, daß nach einer Störung sofort bzw. automatisch der Betrieb wieder
aufgenommen werden soll. Letzteres ist in Verbindung mit der Erfindung besonders dann zu erreichen, wenn
die Eigenzeit und die Auslösezeit des Kurzschließers sehr klein sind. Die Auslösezeit des Kurzschließers,
d. h. die Zeit vom Beginn der Störung bis zum Auslösekommando, kann sehr klein gehalten werden, wenn
eine elektronische Auslösung für den Kurzschließer vorgesehen ist. Diese Auslösung kann ihren Auslöseimpuls
von den zusätzlichen Sättigungsdrosseln selbst erhalten. Diese Sättigungsdrosseln sind nämlich durch
den Strom in Arbeitsrichtung gesättigt, erzeugen also keine Spannungen. Sobald aber im Rückzündfall die
Stromrichtung sich umkehrt, springt an den Sättigungsdrosseln eine Spannung an, welche zur Auslösung
des Kurzschließers benutzt werden kann.
Zweckmäßigerweise versieht man dabei die Sättigungsdrosseln mit einer passenden Vorerregung. Die Erfindung
hat auch den Vorteil, daß die Zuleitungen zum Kurzschließer nicht mehr so kurz und niederohmig
ausgeführt zu werden brauchen wie bislang. Vielmehr kann man durch die Größe der zusätzlichen Sättigungsdrosseln
stets erreichen, daß kein Spratzen an den Arbeitskontakten auftritt. Der kleine Magnetisierungsstrom
derDrossel nach der Erfindung wird durch den bei Kontaktstromrichtern üblicherweise vorhandenen
Nebenweg übernommen, wenn die Stromrichterkontakte öffnen. Gegebenenfalls kann die Sättigungsdrossel
durch einen Widerstand oder Kondensator überbrückt werden, um das letzte Spratzen der Stromrichterkontakte
zu beseitigen. Die Anordnung nach
009 589/199
der Erfindung hat zur Folge, daß die Gesamtlebensdauer
der Kontakte erheblich erhöht wird, auch in solchen Anlagen, in denen durch Netzstörungen oder
andere äußere Einflüsse verhältnismäßig oft die Kurzschlußschutzeinrichtung
anspricht. Sie ist von besonderer Bedeutung bei mechanischen Stromrichtern sehr großer Stromstärke, beispielsweise 30000 A, bei denen
die Hauptschaltdrosseln als Einwindungsdrosseln aus Siliziumeisen ausgeführt sind und bei denen parallel zu
den Kontakten als Nebenweg hochschluckfähige Germanium- und Siliziumstarkstromgleichrichter angeordnet
sind.
Claims (4)
1. Schutzanordnung für Kontaktstromrichter mit wechselstrpmseitig vor den Stromrichterkontakten
liegenden Schaltdrosseln, bei welcher in Störungsfällen die Stromrichterkontakte direkt
oder indirekt durch Kurzschließer überbrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jeder
Schaltdrossel und dem zugehörigen Kontakt eine zusätzliche Sättigungsdrossel eingeschaltet ist, daß
diese zusätzlichen Sättigungsdrosseln im Störungsfalle zusammen mit den Kontakten überbrückt
werden und daß diese zusätzlichen Sättigungsdrosseln so bemessen sind, daß sie durch den
Spannungsabfall des Kurzschlußstromes am geschlossenen Kurzschließer noch nicht oder nur
wenig über die Sättigungsgrenze magnetisiert werden.
2. Schutzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sättigungsdrossel als
Einwindungsdrossel über die Zuleitung zu den Kontakten geschoben ist.
3. Schutzanordnung nach Anspruch 1 oder 2, besonders bei Kontaktstromrichtern mit Einwindungsdrosseln,
dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Sättigungsdrossel einen Teil der Schaltdrossel bildet.
4. Schutzanordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche
Sättigungsdrossel vormagnetisiert ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Elektrotechnische Zeitschrift, 62. Jahrg. (1941), Heft 1, S. 15.
Elektrotechnische Zeitschrift, 62. Jahrg. (1941), Heft 1, S. 15.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 589/199 8.60
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL29011A DE1088151B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Schutzanordnung fuer Kontaktstromrichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL29011A DE1088151B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Schutzanordnung fuer Kontaktstromrichter |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1088151B true DE1088151B (de) | 1960-09-01 |
Family
ID=7264724
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL29011A Pending DE1088151B (de) | 1957-11-04 | 1957-11-04 | Schutzanordnung fuer Kontaktstromrichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088151B (de) |
-
1957
- 1957-11-04 DE DEL29011A patent/DE1088151B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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