DE1087789B - Faserstoffkoerper, z. B. aus Mineralfasern - Google Patents
Faserstoffkoerper, z. B. aus MineralfasernInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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Description
- Faserstoffkörper, z. B. aus Mineralfasern Formkörper aus Mineralfasern haben eine poröse Struktur. Selbst wenn sie mit einem Bindemittel gebunden sind, sind sie überaus empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen, insbesondere Druckbelastungen. Bei einer Verwendung lediglich als Wärmedämmstoff wirkt sich diese Eigenschaft nicht nachteilig aus. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß sich Formkörper aus Mineralfasern, insbesondere Platten aus diesem Material, auch vorteilhaft für andere Zwecke einsetzen lassen, wenn sie höheren Ansprüchen hinsichtlich Druck- und Biegefestigkeit gewachsen sind.
- Ziel der Erfindung ist ein vorzugsweise plattenartiger, mit einem Bindemittel locker gebundener Faserstoffkörper, z. B. aus Mineralfasern, dessen poröse Struktur weitgehend erhalten bleibt, der darüber hinaus jedoch eine verhältnismäßig große Druck-und Biegefestigkeit hat. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der Faserstoffkörper siebartig gelocht und durch Einbringen eines zusätzlichen Bindemittels in die Oberflächenzonen einschließlich der Lochleibungen versteift ist. Der Lochabstand beträgt zweckmäßig etwa 10 bis 15 mm, der Lochdurchmesser etwa 3 bis 5 mm.
- Die Erfindung hat die Wirkung, daß die Oberflächenzonen des Faserstoffkörpers einschließlich der Lochleibungen eine beträchtliche Verfestigung erfahren. Dadurch wird das gesamte Formstück druck- und biegefest, obwohl die Porosität im Innern und damit die gute Wärmedämmwirkung noch nahezu in vollem Umfange erhalten ist.
- Besonders vorteilhaft ist es, als zusätzliches Bindemittel einen Schaumstoff zu verwenden, da er nach seiner Verfestigung eine poröse Struktur behält und daher das Gewicht und der Dämmwert des Formkörpers günstig beeinflußt werden.
- In bestimmten Fällen empfiehlt es sich, Faserstoffkörper gemäß der Erfindung noch mit einer zusätzlichen Abdeckung, beispielsweise in Form einer Kunststoffolie, zu versehen; so kann man sie ohne weiteres für selbsttragende, versetzbare Zwischenwände, schalldämmende Türen u. dgl. verwenden.
- Bei der Herstellung eines Faserstoffkörpers gemäß der Erfindung wird das zusätzliche Bindemittel mit Vorteil unter Druck eingebracht. Der Herstellungsvorgang ist zweckmäßig folgender: Die mit einem Bindemittel versehenen Faserstoffplatten aus der normalen Fertigung werden auf einem Fließband einer Bohrmaschine zugeführt, die in einem Arbeitsgang die für jede Platte erforderlichen Durchbohrungen vornimmt. Anschließend wird die so bearbeitete Platte kontinuierlich in ein Bindemittelbad gebracht. Als besonders zweckmäßig hat sich eine Vorrichtung erwiesen, bei der die Platte in einer allseitig geschlossenen Kammer einem Bindemittelschaum ausgesetzt wird, der durch Preßluftdüsen in den Faserstoff bis zu einer Tiefe von etwa 3 bis 5 mm je nach der Plattendicke eingedrückt wird. Die Trocknung des Bindemittels wird in einem fortlaufenden Trockenkanal oder in einer Trockenkammer vollzogen. Um zu vermeiden, daß das sich verfestigende Bindemittel an der Unterlage der Trockenvorrichtung festklebt, können auf die Unterseite des Faserstoffkörpers vor der Trocknung mehrere dünne, streifenförmige Auflagen aus Zementstaub oder einem ähnlichen Material aufgebracht werden. Als Bindemittel empfiehlt sich in erster Linie Polyvinylacetat, da dieses Material dem Formstück eine sehr große Festigkeit verleiht.
- Faserstoffkörper gemäß der Erfindung zeichnen sich durch eine große Druck- und Biegefestigkeit aus, die die Werte der bekannten Formkörper aus Mineralfasern um ein Vielfaches übertrifft. Trotzdem ist die Wärmedämmfähigkeit weitgehend erhalten geblieben. Es liegt auf -der Hand, daß sich mit Platten solcher Art auch schalltechnische Probleme lösen lassen. Vornehmlich eignen sie sich als Schalungsmaterial für Betonwände und -decken; dabei werden die Platten nach dem Abbinden des Betons nicht abgenommen, wie dies sonst bei Schalungen üblich ist, sondern verbleiben als Wärme und Schalldämmschichten im Bau. Die zahlreichen Durchbohrungen der Platten ergeben eine vorzügliche Haftfestigkeit an den Bauteilen, da der Frischbeton sich nietenartig in den Durchbohrungen festsetzt. Außerdem gewährleistet eine solche Schaltung eine schnellere Austrocknung des Betons, da das überschüssige Wasser durch die Löcher in den Platten leicht ablaufen kann. Schließlich sind die Platten auch vorzüglich als unmittelbare Putzträger geeignet.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorzugsweise plattenartiger, mit einem Bindemittel .locker gebundener Faserstoffkörper, z. B. aus Mineralfasern, dadurch gekennzeichnet, daß er zur Erhöhung seiner Druck- und Biegefestigkeit siebartig gelocht und durch Einbringen eines zusätzlichen Bindemittels in die Oberflächenzonen einschließlich der Lochleibungen versteift ist.
- 2. Faserstoffkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliches Bindemittel ein Schaumstoff verwendet ist.
- 3. Faserstoffkörper nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Abdeckung, beispielsweise in Form einer Kunststoffolie.
- 4. Vorzugsweise hohles Bauelement, zusammen -gesetzt aus Platten nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
- 5. Verfahren zum Herstellen eines Faserstoffkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Bindemittel unter Druck eingebracht wird.
- 6. Verfahren zum Herstellen eines Faserstoffkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Faserstoffkörpers vor dem Erhärten des zusätzlichen Bindemittels mit streifenförmigen Auflagen aus Zementstaub od. dgl. versehen wird, um das Festkleben an der Unterlage der Trockenvorrichtung zu vermeiden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG22265A DE1087789B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Faserstoffkoerper, z. B. aus Mineralfasern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG22265A DE1087789B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Faserstoffkoerper, z. B. aus Mineralfasern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1087789B true DE1087789B (de) | 1960-08-25 |
Family
ID=7121914
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG22265A Pending DE1087789B (de) | 1957-06-07 | 1957-06-07 | Faserstoffkoerper, z. B. aus Mineralfasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087789B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1197373B (de) * | 1963-01-23 | 1965-07-22 | Schuller Gmbh Glaswerk | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses aus Glas- oder aehnlichen mineralischen Fasern |
| DE1272802B (de) * | 1960-10-03 | 1968-07-11 | Wood Conversion Co | Mineralfaser-Bauplatten und -Formkoerper sowie Verfahren zu deren Herstellung |
| DE3300002A1 (de) * | 1983-01-03 | 1984-07-12 | Bremsch Chemie GmbH, 3004 Isernhagen | Verfahren zur behandlung von daemmstoffschichten, insbesondere solchen unter verwendung von asbestfasern an decken und waenden und materialsatz zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1957
- 1957-06-07 DE DEG22265A patent/DE1087789B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272802B (de) * | 1960-10-03 | 1968-07-11 | Wood Conversion Co | Mineralfaser-Bauplatten und -Formkoerper sowie Verfahren zu deren Herstellung |
| DE1197373B (de) * | 1963-01-23 | 1965-07-22 | Schuller Gmbh Glaswerk | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Vlieses aus Glas- oder aehnlichen mineralischen Fasern |
| DE3300002A1 (de) * | 1983-01-03 | 1984-07-12 | Bremsch Chemie GmbH, 3004 Isernhagen | Verfahren zur behandlung von daemmstoffschichten, insbesondere solchen unter verwendung von asbestfasern an decken und waenden und materialsatz zur durchfuehrung des verfahrens |
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