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DE1087694B - Verfahren zum genauen Pruefen wattmetrischer Wechselstrom-Messgeraete, insbesondere zum Eichen von Zaehlern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhaengigen Messgenauigkeit - Google Patents

Verfahren zum genauen Pruefen wattmetrischer Wechselstrom-Messgeraete, insbesondere zum Eichen von Zaehlern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhaengigen Messgenauigkeit

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Publication number
DE1087694B
DE1087694B DES59780A DES0059780A DE1087694B DE 1087694 B DE1087694 B DE 1087694B DE S59780 A DES59780 A DE S59780A DE S0059780 A DES0059780 A DE S0059780A DE 1087694 B DE1087694 B DE 1087694B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
cos
measuring
wattmetric
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES59780A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Nuetzelberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES59780A priority Critical patent/DE1087694B/de
Priority to CH7786859A priority patent/CH375440A/de
Publication of DE1087694B publication Critical patent/DE1087694B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R1/00Details of instruments or arrangements of the types included in groups G01R5/00 - G01R13/00 and G01R31/00
    • G01R1/28Provision in measuring instruments for reference values, e.g. standard voltage, standard waveform
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R35/00Testing or calibrating of apparatus covered by the other groups of this subclass
    • G01R35/04Testing or calibrating of apparatus covered by the other groups of this subclass of instruments for measuring time integral of power or current

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Phase Differences (AREA)

Description

  • Verfahren zum genauen Prüfen wattmetrischer Wechselstrom-Meßgeräter insbesondere zum Eichen von Zählern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhängigen Meßgenauigkeit Zum genauen Prüfen, also Messen und Einstellen, einer Wechselstromleistung bei cos q7 = 1, also bei Phasengleichheit zwischen Strom und Spannung, können Leistungsmesser verwendet werden, deren Korrektur unter Gleichstrom am Gleichstromkompensator bestimmt wurde. Die Angaben eines solchen Gerätes stimmen unter Wechselstrom mit denen unter Gleichstrom überein, da ein etwa vorhandener Spannungspfadfehlwinkel bei cos ? = 1 keinen Einfluß auf die Angaben des Gerätes hat.
  • Schwierigkeiten stellen sich indessen bei der Verwendung eines solchen Leistungsmessers bei Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung entgegen.
  • Soll beispielsweise an einem Leistungsmesser für 120 V und 5 A rdie bei cos 97 =0,25 vorhandene Abweichung der Angaben dieses Gerätes von der Sollleistung bestimmt werden, so ist es an sich denkbar das Gerät am Gleichstromkompensator unter einer dem Phasenwinkel entsprechenden Korrektur des Stromes und/oder der Spannung auf ein Viertel des Nennwertes zu prüfen, beispielsweise also bei 120 V und 1,25 A oder bei nur 30V und 5 A. In diesem Falle würden aber die Angaben des Gerätes nur dann mit denen unter Wechselstrom übereinstimmen, wenn das Gerät keinen Spannungspfadfehlwinkel und keinen Erwärmungsfehler hat. Auch muß der Einfluß der Wechselinduktion vernachlässigbar klein sein. Für die Praxis ist daher dieses Korrekturverfahren bei Wechselstrommessungen ungeeignet, selbst wenn man beispielsweise den Leistungsmesser bei cos (p = O auf Spannungspfadfehlwinkel prüfen würde.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt (deutsche Patentschrift 837 268), das die aufgeführten Schwierigkeiten vermeidet. Bei diesem Verfahren, das zum-ge: nauen Einstellen und Messen von Produkten aus Wechselstromgröß en, insbesondere zum Eichen von Zählern, bestimmt ist, werden die Wechselspannung und der Wechselstrom, deren Produkt gemessen werden soll, mittels einer Wechselstromkompensationseinrichtung auf Phasengleichheit abgeglichen und der Wechselstromseite eines wattmetrischen Differentialgerätes ugeführt, dessen Gleichstromseite von entsprechenden Normalgleichstromgröß en gespeist wird.
  • Um dieses Verfahren auch zum Einstellen uad Messen phasenverschobener Wechselstromgrößen verwenden zu können, sieht eine Weiterbildung des Verfahrens vor (Anspruch 9 der genannten Patentschrift), daß bei Einstellung phasenverschobener Meßspannungen nur die für die Produktbildung aus Meßspannung und Meßstrom wirksame Komponente und nicht die Meßspannung selbst durch den Vergleich mit dem abgeglichenen Strom oder der abgeglichenen Spannung eingeeregelt wird. Das dabei als Fehleranzeiger verwendete wattmetrische Differentialgerät ist vorzugs- weise ein integrierendes Differentialgerät, also ein Gerät ohne Rückstell- bzw. Richtkraft.
  • In der vorgenannten deutschen Patentschrift ist in Fig. 2 gegenüber der Schaltung nach Fig. 1 der Spannungssymmetrieanzeiger 29 durch den Lufttransformator 34, den Spannungsteiler 30, den Widerstand 32 und das Vibrationsgalvanometer 190 ersetzt. Durch diese Maßnahme wird die Messung von der Symmetrie des Spannungsdreiecks unabhängig. Die Schaltung nach Fig. 5 der genannten Patentschrift hat gegenüber der nach Fig. 2 den Vorteil, daß sich die einzelnen Drehstromspannungen unabhängig voneinander regeln lassen.
  • Da die Vibrationsgalvanometer sowohl auf die Größe als auch auf den Winkel reagieren, lassen sie sich nicht während der ganzen Meßperiode auf Teilstrich Null halten, wodurch sich unkontrollierbare Fehler in die Messung einschleichen und die Meßunsicherheit wesentlich verringern können. Nach der vorliegenden Erfindung entfällt der Bedarf dieser Geräte, indem man bei der 9(3iO-Abgleichung mit einem Fehleranzeigegerät integrierend kontrolliert. Außerdem entfallen nach der vorliegenden Erfindung das in der genannten Patentschrift mit 1 bezeichnete Gerät und die beiden Gleichstromkompensatoren; sie werden nach der Erfindung durch ein stets mit cos w = 1 arbeitendes Normalgerät (Leistungsmesser oder Gleichlastzähler) ersetzt, was eine wesentliche Vereinfachung der gesamten Apparatur ermöglicht.
  • Die Erfindung bezieht sich also auf ein Verfahren zum genauen Prüfen wattmetrischer Wechselstrom-Meßgeräte, insbesondere zum Eichen von Zählern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhängigen Meßgenauigkeit durch Vergleich des zu prüfenden Gerätes erüfling) mit einem stets bei cos = 1 arbeitenden Normalgerät (Leistungsmesser oder Gleichlastzähler) unter Verwendung einer Wechselstromkompensations Meßeinrichtung mit einem wattmetrischen Fehleranzeiger. Dieses Verfahren weist den Vorteil auf, daß es mit viel einfacheren technischen Mitteln und somit auch mit geringeren Anschaffungskosten durchgeführt werden kann. Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei z. B. von einem Drehstromnetz abgeleitete Wechselspannungen z. B. mittels eines Drehtransformators unter dem Phasenwinkel cp, bei dem der Prüfling geprüft werden soll (Prüfphasenwinkel (p), in einem Nullpunkt zusammengeschaltet werden, daß an sdie eine dieser beiden Wechselspannungen der Spannungskreis (die Spannungsspule) des Prüflings angelegt und an die andere Wechselspannung der Spannungskreis (die Spannungsspule) des Normals und parallel dazu ein ohmscher Spannungsteiler mit einer solchen Anzapfung angeschlossen wird, daß sich der Teilwiderstand seines am Nullpunkt anliegenden Teilstückes zum Gesamtwiderstand des Spannungsteilers entsprechend dem Prüfphasenwinkel ç wie cos : i verhält, und daß zwischen die Anzapfung des Spannungsteilers und den dem Nullpunkt abgewandten Pol der erstgenannten, den Prüfling durchsetzenden Wechselspannung ein auf Phasenverstimmung ansprechender wattmetrischer, richtkraftfreier Fehleranzeiger von rein ohmschen Widerstand angeschlossen wird, während durch den Stromkreis (die Stromspule) des Prüflings, des Fehleranzeigers und den des Normals ein Strom geleitet wird, der mit der am Spannungsteiler liegenden Wechselspannung konphas ist.
  • An Hand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
  • Fig. 1 bis 5 dienen einer Vorerläuterung zum Erfindungsgedanken, während Fig. 6 das Grundschaltbild zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, für cos ç =0,25 ind, wiedergibt; ferner zeigt Fig. 7 ein Vektorbiid zu Fig. 6, Fig. 8 - die Schaltung eines integrierenden, richtkraftfreien Fehleranzeigers, Fig. 9 und 10 die Abwandlung des Grundschalt bildes nach Fig. 6 für cos ç =0,1 ind und 0,5 ind, Fig. 11 ein Gesamtschaltbild einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung entsprechend dem Grundschaltbild nach Fig. 6 bzw. 9 und 10.
  • In Fig. t sind zwei um einen Winkels, verdrehte Vektoren OR und OT' dargestellt OR sei der Vektor der Spannung U und or der Spannungsvektor, der in Phase mit dem Strom J liegt. Der Winkel ç ist in Fig. 1 beispielhaft mit 75,5° angenommen, entsprechend einem cos ç von 0,25.
  • Legt man zwischen die beiden Potentialpunkte 0 und Tr gemäß Fig. 2 zwei rein ohmsche Widerstände Rj und R2, die im Verhältnis cos g,: (1 - cos) bemessen sind, im Falle des Figurenbeispiels also im Verhältnis 0,25 : 0,75 = 1 3, so liegt der Zwischenpunkt M in dem Vektordiagramm (Fig. 3) auf der Geraden OT' und teilt diese ebenfalls im Verhältnis cos p,: (1 - cos ) bzw. im Falle des vorliegenden Beispiels im Verhältnis 1 3.
  • Legt man in Fig. 2 noch einen dritten, ebenfalls rein ohmschen Widerstand R3 zwischen die Potentialpunkte M und X, wie es die Fig. 4 zeigt, und ist dieser Widerstand unendlich groß, so ändert sich an dem Vektordiagramm nach Fig. 3 nichts. Der Punkt M bleibt auf der Geraden OT' liegen. Hat aber der Widerstand R3 einen endlichen Wert, so wandert der Punkt M, wie es die Fig. 5 zeigt, entlang der Geraden MR aufwärts, je nach der Größe des Widerstandes Rs mehr oder weniger hoch, und zwar senkrecht zur Spannung OT', aber auch senkrecht zum Strom J, der in Phase mit der Spannung OT' liegt. Die Gerade MR steht deshalb auf der Geraden OT' senkrecht, weil der von den Widerständen Rl und R2 gebildete Spannungsteiler im Verhältnis von cos : (1 - cos ) aufgeteilt ist. Diese Bedingungen gelten für beliebige Größe des Phasenwinkels und der beiden Vektoren OR und OT'.
  • Nach dieser Vorerläuterung sei nunmehr auf Fig. 6 eingegangen, die die Schaltung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung im Prinzip wiedergibt.
  • In Ausführung der Erfindung ist an die Punkte 0 und R der Prüfling P angelegt, an die Punkte 0 und T' der aus den Widerständen Rr und R2 bestehende Spannungsteiler, parallel zu diesem Spannungsteiler das zur Prüfung benutzte Normalgerät N und an die Punkte M und R ein Fehleranzeiger F. Gegenüber der Schaltung nach Fig. 4 ist also der Widerstand 23 durch den Fehleranzeiger F ersetzt. - Die Größe der inneren Widerstände des Fehleranzeigers können einen beliebigen endlichen Wert haben.
  • An die Punkte 0 und R einerseits und die Punkte 0 und T' andererseits wird je eine Wechselspannung angleegt, die gegeneinander um den dem gewünschten cos? entsprechenden Winkel verschoben sind. Diese beiden Wechselspannungen können, wie noch gezeigt werden wird, beispielsweise einer aus einem Drehtransformator und einem Anzapftransformator bestehenden Anordnung entnommen werden. Die WiderständeR1 und R2 werden im Verhältnis cos ç cos cos bemessen. Die Stromspulen des Prüflings P und des Normalgerätes N werden beide mit Idem gleichen, zur Spannung OT' konphasen Strom beschickt.
  • Spricht beim Einschalten der Spannungen der Fehleranzeiger F nicht an, so folgt hieraus, daß die Phasenlage der beiden Wechselspannungen genau dem durch das Aufteilungsverhältnis des Spannungsteilers vorgeschriebenen cos q7 entspricht und daß somit die Gerade MR genau senkrecht auf der Geraden OT' steht. Dann liegt am Prüfling P genau die richtige Spannung, und seine Anzeige stimmt mit der Anzeige des mit cos g, = 1 arbeitenden Normalgerätes N, multipliziert mit dem zu messenden cos (pSolt also dem R1 Widerstandsverhältnis RT + genau überein.
  • R1 + R2 Spricht dagegen der Fehleranzeiger F an, so ist dies ein Zeichen dafür, daß die beiden Spannungsvektoren nach Größe und Richtung nicht mehr dem Sollwert entsprechen, wodurch die Gerade RM nicht mehr senkrecht auf der Geraden OT' steht, wie es beispielsweise Fig. 7 zeigt. In diesem Falle braucht lediglich die Phasenverschiebung der bei'den angelegten Wechselspannungen, z. B. am Drehtransformator, so nachgeregelt zu werden, bis der Fehleranzeiger wieder zur Ruhe kommt, bis also wieder die Spannung RM zum Strom senkrecht steht. Das Verfahren nach der Erfindung gestattet also auch bei unsymmetrischem Spannungsdreieck eine laufende Überwachung der ordnungsgemäßen Voraussetzungen der Messung.
  • Als Fehleranzeiger ist am besten ein richtkraftfreies Meßwerk geeignet. Insbesondere kann hierfür ein dynamometrisches Meßwerk verwendet werden, und zwar vorzugsweise ein integrierender Winkelmesser.
  • Damit der Spannungskreis des Winkelmessers einen rein ohmschen Widerstand darstellt, ist es empfehlenswert, die Selbstinduktion des beweglichen Meßwerkrähmchens, also der beweglichen Meßwerkspule, zu kompensieren. Dies kann gemäß Fig. 8 dadurch geschehen, daß der Selbstinduktion der Rähmchen-Spannungsspule 1 durch einen Kondensator 2 parallel zu einem in Reihe mit der Rähmchenspule liegenden Widerstand 3 kompensiert wird. Die beiden Anschlußpunkte dieser Anordnung sind in Fig. 8 entsprechenZd den vorausgegangenen Figuren mit R und M bezeichnet. Die Stromspule des Meßwerkes ist mit 4 bezeichnet.
  • Die Fig. 9 und 10 zeigen in Gegenüberstellung zum Falle Fig. 6 die Anwendung des Verfahrens bei anderen cos 9'-Werten. Während in Fig. 6 ein cos 9' =0,25 ind angenommen und dementsprechend das Widerstandsverhältnis R1 : R2 =0,25:0,75 erforderlich war, beträgt in Fig. 9 für cos 9' = 0,1 ind das Widerstandsverhältnis Rl:R2=O,l:O,9 und in Fig. 10 für cosg=01,5 das Widerstandsverhältnis Rt: R2 = 0,5: 0,5. Der Anschluß der Geräte P, N und F ist in den Fig. 9 und 10 zur besseren Ubersichtlichkeit fortgelassen; er ist der gleiche wie in Fig. 6.
  • Ein Gesamtschaltbild einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, entsprechend dem Grundschaltbild nach Fig. 6, ist noch in Fig. 11 gezeigt. An den Phasen R, S, T eines Drehstromnetzes liegt über einem Schalter 5 und einen Phasenschieber 6, z. B. einen Drehtransformator, die Primärseite 7 eines Sterntransformators, dessen Sekundärseite mit 8 bezeichnet ist. Zur Änderung der Transformatorspannung ist die Primärseite mit Spannungsteilern versehen; statt dessen können aber auch andere Mittel zur Spannungsänderung verwendet werden. Die Sekundärseite des Transformators hat bei dem dargestellten Beispiel je Phase mehrere Anzapfwicklungen mit den Klemmen R', R" sowie di' und S"; die PhaseT ist umgepolt angeschlossen. Es können also der Sekundärseite wahlweise Wechselspannungen verschiedener Phasenlage entnommen werden. Die Größe aller dieser Spannungen ist die gleiche, beispielsweise 120V.
  • Von den vorgenannten Klemmen führen Leitungen zu gleich bezeichneten Kontakten der oberen Hälfte des Doppelumschalters 9, der die Klemmen und somit die einzelnen Wechselspannungen wahlweise mit einer Kontaktschiene 10 verbindet. Die untere Hälfte des Doppelumschalters ist mit einer Kontaktschiene 11 und einer gleichen Anzahl von Kontakten wie die obere Umschalterhälfte versehen; die jeweilige Schaltstellung der unteren Umschalterhälfte entspricht dem Punkt M in Fig. 6. An den Klemmen sind Zahlen angeschrieben, die angeben, welchen cos qt7-Wert die jeweils anliegende Wechselspannung hat; die den Zahlen beigefügten Buchstaben k und i deuten an, daß es sich um eine kapazitive oder eine induktive Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom handelt.
  • Ferner ist eine Reihe ohmscher Widerstände 12 bis 16 dargestellt, deren Ohmwerte aus der Figur abzulesen sind. Diese Widerstände bilden den Spannungsteiler; sie sind an die Kontakte der unteren Hälfte des Umschalters 9 angeschlossen. Des weiteren zeigt Fig. 11 noch den Fehleranzeiger F, den Prüfling P und das Normalgerät N. Die Spannungsspulen der Geräte F, P und N sind bei jeder Spannung des Umschalters wie in der Grundschaltung gemäß Fig. 6 geschaltet, nur mit dem Unterschied, daß sie jeweils an andere Klemmen der Transformatorsekundärseite 8 angeschlossen sind, je nach der Größe des gewünschten Phasenwinkels bzw. cos 9'.
  • Schließlich sind in Fig. 11 noch drei Spannungsmesser 19 für die Sekundärwicklungen des Transformators zu sehen sowie ein z. B. integrierender Frequenzmesser 20, der einen Vergleich der Netzfrequenz mit einem Normalfrequenzgeber 21 gestattet.
  • Die Bedienungs- und Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 11 ist die gleiche wie die oben beschriebene der Grundschaltung in Fig. 6.
  • Das mit dem Verfahren nach der Erfindung erzielte Ergebnis ist nicht nur von Temperaturschwankungen vollkommen unabhängig, sondern auch von Frequenzschwankungen. Der vorerwähnte Frequenzmesser 20 in Fig. 11 ist also an sich nicht erforderlich. Da der Prüfling bei Ausübung der Erfindung mit der betriebsmäßigen Spannung, der betriebsmäßigen Stromstärke und dem richtigen cos ç arbeitet, werden Erwärmungsfehler, Wechselinfduktionsfehler und vor allem Spannungspfadfehlwinkel richtig erfaßt. Die Meßgenauigkeit am Prüfling ist bei der Prüfung eines Zählers die gleiche wie bei cos 9' = 1, wenn man die am Prüfling zu zählende Umdrehungszahl bei allen Phasenverschiebungen gleich wählt. Bei der Prüfung von Leistungsmessern hängt die Ablesegenauigkeit von der Überlastbarkeit des Prüflings ab und ist auch hier die gleiche wie bei cos ç = 1, wenn das Instrument bei dem zu prüfenden cos Sp vollen Ausschlag zeigt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung gibt ganz allgemein die Möglichkeit, beliebige wattmetrische Wechselstrom-Meßgeräte mit betriebsmäßiger Wechselspannung und betriebsmäßigem Wechselstrom auch bei sehr kleinem Leistungsfaktor mit einem stets mit cos ç = 1 arbeitenden Normalgerät zu prüfen, dessen richtige Korrektur vorher am Gleichstromkompensator bestimmt wurde. Die hierdurch erzielbare Meßgenauigkeit ist stets die gleiche wie bei Messung bei Phasengleichheit zwischen Strom und Spannung; sie beträgt etwa 0,1 °/o. Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich außer zur Prüfung von Zählern und Leistungsmessern beispielsweise auch zum Prüfen, insbesondere Eichen, von wattmetrischen Relais, Blindverbrauchszählern, Mischverbrauchszählern, Blindwattmetern u. a. m. Auch zur Prüfung von Wattmetern auf Winkelfehler ist das Verfahren nach der Erfindung anwendbar und vorteilhaft.

Claims (5)

  1. PATNTNspocuE: 1. Verfahren zum genauen Prüfen wattmetrischer Wechselstrom-Meßgeräte, insbesondere zum Eichen von Zählern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhängigen Meßgenauigkeit durch Vergleich des zu prüfenden Gerätes (Prüfling) mit einem stets bei cos 9' = 1 arbeitenden Normalgerät (Leistungsmesser oder Gleichlastzähler) unter Verwendung einer Wechselstromkompensations-Meßeinrichtung mit einem wattmetrischen Fehleranzeiger, dadurch gekennzeichnet, daß zwei z. B. von einem Drehstromnetz abgeleitete Wechselspannungen z. B. mittels eines Drehtransformators unter dem Phasenwinkel 9', bei dem der Prüfling geprüft werden soll (Prüfphasenwinkel 9'), in einem Nullpunkt zusammengeschaltet werden, daß an die eine dieser beiden Wechselspannungen der Spannungskreis (die Spannungs spule) des Prüflings angelegt und an die andere Wechselspannung der Spannungskreis (die Spannungsspule) des Normals und parallel dazu ein ohmscher Spannungsleiter mit einer solchen Anzapfung angeschlossen wird, daß sich der Teilwiderstand seines am Nullpunkt anliegenden Teilstückes zum Gesamtwiderstand des Spannungsteilers entsprechend dem Prüfphasenwinkel ç wie cos ç 1 verhält, und daß zwischen die Anzapfung des Spannungsteilers und den dem Nullpunkt abgewandten Pol der erstgenannten, den Prüfling durchsetzenden Wechselspannung ein auf Phasenverstimmung ansprechender wattmetrischer, richtkraftfreier Fehleranzeiger von rein ohmschem Widerstand angeschlossen wird, während durch den Stromkreis (die Stromspule) des Prüflings, des Fehleranzeigers und den des Normals ein Strom geleitet wird, der mit der am Spannungsteiler liegenden Wechselspannung konphas ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Fehleranzeiger ein richtkraftfreies Meßwerk verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein dynamometrisches Meßwerk verwendet wird, vorzugsweise ein integrierender Winkelmesser.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Selbstinduktion des beweglichen Meßwerkrähmchens durch einen Kondensator parallel zu einem in Reihe mit dem Rähmchen liegenden Widerstand kompensiert wird (Fig. 8).
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum wahlweisen Prüfen bei verschiedenen induktiven und/oder kapazitiven Leistungsfaktoren ein Spannungsteiler mit einer Vielzahl von Anzapfungen mit einem Umschalter vorgesehen ist, mit dem vorzugsweise auch die entsprechenden phasenverschobenen Spannungen schaltbar sind.
DES59780A 1958-09-11 1958-09-11 Verfahren zum genauen Pruefen wattmetrischer Wechselstrom-Messgeraete, insbesondere zum Eichen von Zaehlern, mit einer vom Leistungsfaktor unabhaengigen Messgenauigkeit Pending DE1087694B (de)

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