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DE1087550B - Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung - Google Patents

Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung

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Publication number
DE1087550B
DE1087550B DEC16491A DEC0016491A DE1087550B DE 1087550 B DE1087550 B DE 1087550B DE C16491 A DEC16491 A DE C16491A DE C0016491 A DEC0016491 A DE C0016491A DE 1087550 B DE1087550 B DE 1087550B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dextrose
starch
amyloglucosidase
hydrolysis
enzyme
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC16491A
Other languages
English (en)
Inventor
Ralph Waldo Kerr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unilever Bestfoods North America
Original Assignee
Unilever Bestfoods North America
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unilever Bestfoods North America filed Critical Unilever Bestfoods North America
Publication of DE1087550B publication Critical patent/DE1087550B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/24Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2)
    • C12N9/2402Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2) hydrolysing O- and S- glycosyl compounds (3.2.1)
    • C12N9/2405Glucanases
    • C12N9/2408Glucanases acting on alpha -1,4-glucosidic bonds
    • C12N9/2411Amylases
    • C12N9/2428Glucan 1,4-alpha-glucosidase (3.2.1.3), i.e. glucoamylase

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  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosndaseenzym enthaltenden Zubereitung für das Verzuckern von stärkehaltigen Stoffen und ihren Abbauprodukten.
  • Es ist bekannt, Enzyme durch Adsorption zu reinigen, indem man die schwach angesäuerte Lösung des Enzyms mit einer Suspension des Adsorbens [Al(OH)3, Calciumphosphatgel, Bentonit, Silikagel u. a.] versetzt und das Gemisch nach kurzer Zeit zentrifugiert; die überstehende Flüssigkeit wird verworfen und das Enzym dann in schwach alkalischem Medium mit einem geeigneten Solvent eluiert. Dabei sind aber Adsorption und Elution zwei sehr verlustreiche Verfahrensschritte.
  • Außerdem ist es bekannt, daß Amylase durch Stoffe wie Bentonit absorbiert wird.
  • Überraschend wurde nun gefunden, daß wasserhaltiges, unlösliches synthetisches Magnesiumsilikat in sehr wirksamer Weise durch Adsorption aus rohen Pilzkulturflüssigkeiten Enzyme, insbesondere Transglukosidase, und andere Verunreinigungen entfernt, welche 'die enzymatische Erzeugung von Dextrose aus Stärke beeinträchtigen, aber nicht das gewünschte Dextrose erzeugende Enzym, Amyloglukosidase, beseitigt.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bleibt das gewünschte Enzym in Lösung und wird nicht wie bei den bekannten Verfahren adsorbiert.
  • Demgemäß unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung von den bekannten Reinigungsverfahren vor allem vorteilhaft dadurch, daß eine wäßrige Lösung einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung mit etwa 2 bis etwa 5%. eines wasserunlöslichen, wasserhaltigen synthetischen Magnesiumsilikats bei einem pE[ von etwa 3,8 bis etwa 4,5 behandelt, die Mischung geschleudert und die flüssige, die Amyloglukosidase enthaltende Phase gewonnen wird.
  • Mit dem erfindungsgemäß gereinigten Produkt erhält man durch enzymatische Hydrolyse von Stärke oder Stärkeprodukten Stärkehydrolysate, welche wesentlich weniger unerwünschte Bestandteile oder Verunreinigungen enthalten, welche das Raffinieren erschweren, als in durch bekannte enzymatische Verfahren erhaltenen Stärkehydrolysaten vorhanden sind, und ferner in weiter fortgeschrittenen Hydrolysen größere mögliche Dextroseausbeuten in der Hydrolysaten und größere wirkliche Dextroseausbeuten, wenn die Hydrolysate raffiniert, konzentriert und kristallisiert werden und die kristallisierte Dextrose von den Mutterlaugen abgetrennt wird, als sie aus nach bekannten Verfahren erhaltenen Hydrolys-aten gewonnen werden. Demgemäß ist ein besonderes Ziel der Erfindung, ein technisches Verfahren zur Herstellung kristalliner Dextrose durch enzymatische Hydrolyse zu schaffen, welches eine höhere Ausbeute an dem Zucker ergibt als bei den bekannten Verfahren erhalten wird. Andere Ziele werden sich aus dem Folgenden ergeben: , Die Existenz eines Enzyms, welches Stärkemoleküle oder sauer konvertierte Stärkemoleküle unmittelbar zu dem Monomer, Dextrose, hydrolysieren würde, ist schon seit mindestens 15 fahren erkannt worden.
  • Schon 1941 betonten K e r r und S c h i n k (Ind. Chem.33, S.1418 [1941], und später 34, S.1232 [1942]) die Anwesenheit einer a-Glukosidase in gewissen Pilzextrakten, welche Dextroseeinheiten unmittelbar aus den langen Polysaccharidmolekülen in mit Säure vörhydrolysierter Säure abzuspalten schien, und daß keine Grenze der Wirkung nahezu bis zur völligen Hydrolyse zu Dextrose zu bestehen schien. Obgleich ihren Ergebnissen nicht allgemein zugestimmt wurde, ist diese Ansicht jetzt angenommen.
  • In der Zwischenzeit hat dieses hypothetische Enzym verschiedene Namen durch verschiedene Forscher erhalten. Es wurde a-Glukosidase, Amyloglukosidase, Glukamylase, Stärkeglukogenase und Maltase genannt. Der letztere Name wurde durch einige sehr frühe Forscher unter der Annahme, welche sich jetzt als irrtümlich erwiesen hat, verwendet, daß das Enzym, welches Glukose unmittelbar aus Stärkeerzeugt; nicht von einem früher bekannten, Maltase genannten Enzym verschieden wäre, welches Dextrose aus Malfose erzeugt, aber ein spezifisches Substrat für das Disaccharid ist. Im folgenden wird dieses stärkehydrolysierende Enzym als Amyloglukosidase bezeichnet.
  • Dieses Enzym kommt in wäßrigen Extrakten oder Kulturfiltraten von Mikroorganismen, insbesondere Pilzen, vor. Gewisse Stämme von Aspergillus niger beispielsweise sind eine sehr gute Quelle. Naturgemäß treten auch andere Enzyme aus den lebenden Zellen in diesen Extrakten auf, und Trennung der Amyloglukosidase sogar von anderen Carbohydrasen, beispielsweise a-Amylasen, Transglukosidasen und Grenzdextrinen, hat bisher ein unüberwindbares Problem :dargestellt. Tatsächlich ist Amyloglukosidase eine von sehr wenigen verbleibenden Carbohydrasen, welche bis jetzt noch nicht in einer genügend reinen Form abgetrennt wurde, um kristallisiert zu werden.
  • Trotz der optimistischen Voraussagen von einigen früheren Forschern auf diesem Gebiet, daß keine Grenze der Hydrolyse von Stärke bis zur fast völligen Hydrolyse zu Dextrose sein würde und daß ein enzymatisches Dextroseverfahren erheblich der üblichen sauren Hydrolyse in bezug auf Dextrosezuckerausbeute und hinsichtlich des Raffinierens überlegen wäre, beweisen die Zahlen aus den bisherigen Verfahren zur enzymatischen Dextrosegewinnung, daß diese Hoffnungen sich noch nicht erfüllt hatten. Es schienen Probleme bei dem enzymatischen Verfahren analog der sauren Hydrolyse vorzuliegen.
  • Probleme bei dem üblichen Säureverfahren sind von K e r r (Chemistry and Industry of Starch, 2. Auflage, Chapter XIV) dargestellt worden. So besteht bei der sauren Hydrolyse das Problem unvollständiger Hydrolyse infolge der größeren Widerstandsfähigkeit der anomalen 1,6-a-Glukosidbindungen in der Stärke gegenüber der Hydrolyse. Weiterhin tritt die synthetische Reaktion oder Umkehr auf, veranlaßt durch Säure, wodurch Dextrose oder niedere Zucker sich zu säurebeständigeren Dimeren oder Polymeren wieder verbinden. Diese zwei Umstände setzen nicht nur erheblich die mögliche Dextroseausbeute in dem Hydrolysat herab, sondern verringern auch stark bei der Kristallisation und Abtrennung von Dextrose aus diesen Hydrolysaten die tatsächliche Ausbeute des erhaltenen Zuckers (Chem. and Ind. öf Starch, S. 385). Wenn Stärke durch Pilzextrakte hydrolysiert wird, zeigt eine Untersuchung der Hydrolysate die Anwesenheit von erheblichen Mengen von Dimeren und Polymeren von Dextrose mit anomalen Bindungen, was entweder unvollständige Hydrolyse oder synthetische Wirkung oder beides anzeigt.
  • Bei der sauren Hydrolyse gibt es auch zersetzende Reaktionen, in welchen Protein oder stickstoffhaltige Verunreinigungen eineRolle spielen. DieseReaktiörien und die Anwesenheit von Salzen vermehren die Schwierigkeit des Raffinierens des Hydrolysats und tragen zu verringerten Ausbeuten an fertigem Zucker bei. Selbstverständlich, wenn fremdes Protein und Salze absichtlich zu Stärkeflüssigkeiten in Form von Pilzextrakten oder Kulturfiltraten zugefügt werden, ist es nicht überraschend, daß die erwähnten Probleme hinsichtlich des Raffinierens bei den bekannten enzymatischen Verfahren erschwert und weiter verringerte Dextroseausbeuten erhalten werden.
  • Verschiedene USA.-Patente sind in der letzten Zeit auf verbesserte Verfahren der Hydrolyse von Stärke mit Enzymen erteilt worden: 2 305 168, 2 53199ß, 2 583 451, 2 717 852. Wenn die bisher bekannten enzymatischenDextroseverfahren zur Hydrolyse von Stärke oder Stärkeprodukten angewendet werden, werden Hydrolysate erhalten, welche nicht mehr als etwa 850/a Dextrose (Trockenbasis), selbst unter besten Arbeitsbedingungen, enthalten. Ferner zeigt dieAmylase dieser Hydrolysate auf Gesamtzucker oder reduzierende Stoffe nach der bekannten von L a n e und E y n o n modifizierten Fehlings-Prüfung und Berechnung der Ergebnisse als Dextroseäquivalent (D. E.), daß zusätzliche 5 0/0 oder mehr von Nichtdextrosezuckern anwesend sind und ein Rest an höheren Polysacchariden und Nichtkohlehydratverunreinigungen auf gesamt 100% vorhanden ist.
  • Wenn dieseHydrolysate durchLeitenüberKnochenkohle, Filtration und Konzentration raffiniert und durch die üblichen Verfahren der Technik kristallisiert werden, werden keine höheren Ausbeuten an kristalliner Dextrose als etwa 60% (Trockenbasis) erhalten. Dies ist im wesentlichen die gleiche Ausbeute, wie sie bei der alten Säurekonvertierung von Stärke unter Anwendung vergleichbarer Raffinierungs- und Kristallisierungsverfahren erhalten wird. In beiden Fällen haben die in den Hydrolysaten vorhandenen, nicht aus Dextrose bestehenden festen Stoffe die Kristallisation von etwa 25 bis 30%Dextrose, berechnet auf Trockenbasis, verhindert, welche bekanntlich in dem Hydrolysat noch anwesend sind.
  • Wenn die Mutterlaugen aus den enzymatischen Verfahren wieder konzentriert und wieder kristallisiert werden, kann eine Ausbeute an zweitgradigem Zucker bis zu etwa 200/0 (Trockenbasis) aus den ursprünglichen in den Hydrolysaten vorhandenen festen Stoffen erzielt werden. Somit wird eine Gesamtausbeute an Zucker von etwa 800% erhalten. Wenn die Mutterlaugen aus dem sauren Konvertierungsverfahren raffiniert, wieder durch Säure hydrolysiert, konzentriert und kristallisiert werden, kann auch eine zusätzliche Ausbeute an zweitgradigem Zucker bis zu 200% erhalten werden, was auch eine Gesamtausbeute von 80% an erst- und zweitgradigem Zucker ergeben würde.
  • Selbstverständlich können die Rekonvertierungen, weiteres Raffinieren und Rekristallisieren viele Male wiederholt werden, um die Ausbeute über 80% bei sowohl dem sauren wie dem enzymatischen Verfahren zu erhöhen, aber die anteiligen Kosten wachsen mit jeder Wiederholung.
  • Aus einer kritischen Prüfung -des Standes der Technik ist augenscheinlich, daß die Bearbeiter glaubten, daß die enttäuschend niedrige Dextroseausbeute, wie sie bei Stärkehydrolysaten aus der enzymatischen Konvertierung gefunden wurde, und daß die nicht höheren tatsächlichen Ausbeuten an kristallinem Pro-Bukt als bei vergleichbaren saurenHydrolyseverfahren entweder auf einem oder auf einer Kombination von zwei oder mehreren der folgenden Umstände beruhen würden 1. daß das Dextrose erzeugende Enzym an sich unfähig wäre, die Konvertierung bis auf einen beliebig höheren Grad durchzuführen, das ist, daß eine Grenzkonvertierung analog der mit dem Maltose erzeugenden Enzym, ,B-Amylase, vorhanden wäre, 2. daß die Grenzkonvertierung mit der Glukosidasequelle schwanken würde und daß höhere Dextroseausbeuten möglicherweise durch Auffindung eines Pilzextraktes mit einer höheren Konvertierungsgrenze erhalten würden, 3. daß das Dextrose erzeugende Enzym ein Maltasesubstrat, spezifisch für Maltose oder niedere Polysaccharide wäre und demgemäß die Dextroseausbeute aus Stärke völlig von der Anwesenheit anderer Enzyme in dem Pilzextrakt abhängig wäre, von welchen bekannt war, daß sie Maltose erzeugen, z. B. a-Amylasen, 4. .daß wegen notwendigerweise in der Praxis aus wirtschaftlichen Gründen angewendeter Bedingunden oder aus dem einen oder anderen Grund in einer oder mehreren Stufen des Herstellungsverfahrens von Dextrose keine höheren Dextroseausbeuten erhalten werden könnten als die tatsächlich gefundenen; dabei erwogene Bedingungen waren beispielsweise Konzentration der Stärke oder des Stärkeprodukts, welche für die Hydrolyse durch das Enzym verwendet wurden, der Grad oder die Weise, in welcher die Stärke vor der Enzymhydrolyse vorbehandelt wurde, wie z. B. mit Säure, ,der pH-Wert, Temperatur und andere Variablen der Enzymhydrolyse und die Weise, in welcher die Fermentation zur Gewinnung des Pilzextraktes durchgeführt wurde, 5. daß, obwohl eine Funktion des Amyloglukosidasemoleküle sei, Stärke zu Dextrose zu hydrolysieren, diese Wirkung wie eine Transferase wäre und demgemäß von diesem gleichen Enzymmolekül Entfaltung von Transglukosidaseaktivität als eine Nebenfunktion erwartet werden könnte, von welcher Verringerung der Dextroseausbeute angenommen werden.
  • Jede beliebige und alle diese und ähnliche Theorien stehen im auffallenden Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung.
  • Es wurde gefunden, daß das Amyloglukosidasemolekül nicht nur eine Funktion besitzt, nämlich die Bindungen von Stärkemolekülen so zu hydrolysieren, um Dextrose zu erzeugen, und daß alle anderen in Pilzextrakten vorhandenen Enzyme (oder alle andere enzymatische Aktivität) von diesem Amyloglukosidasemolekül abgetrennt werden können. Es wurde weiter gefunden, daß Amyloglukosidase die nicht rudzierenden Enden von Stärkemolekülen angreift, Dextrose unmittelbar von diesen Enden abspaltet und so längs des Stärkemoleküls fortfährt, bis es im wesentlichen vollständig zu Dextrose hydrolysiert ist. Niedrige Ausbeuten in durch Verwendung von rohen Amyloglukosidase enthaltenden Pilzextrakten erhaltenen Stärkehydrolysaten sind demgemäß auf andere störende Enzyme einschließlich Transglukosidasen, welche andere Endprodukte als Dextrose ergeben, zurückzuführen. Wenn Stärke oder Stärkeprodukte mit gereinigten Extrakten hydrolysiert werden, welche nur Amyloglukosidaseaktivität enthalten und Ausbeuten bis zu etwa 100% erhalten werden und so gewonnene Hydrolysate immer noch gewisse Raffinierprobleme darbieten, so beruht dies vor allem auf fremdem Protein und Salzen, welche mit dem gereinigten Extrakt zugeführt werden und gegebenenfalls einen Teil des Hydrolysats bilden.
  • Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Reinigen von Amyloglukosidase enthaltender Zubereitung, wonach eine wäßrige Lösung dieser Zubereitung mit etwa 2 bis etwa 5% eines wasserunlöslichen, wasserhaltigen synthetischen Magnesiumsilikats bei einem pH-Wert von etwa 3,8 bis etwa 4,5 behandelt, die Mischung zentrifugiert und die flüssige, die Amyloglukosidase enthaltende Phase gewonnen wird. Die Erfindung schafft ferner ein Verfahren zur Herstelliuig von Dextrose aus Stärke, wobei die Stärke in wäßrigem System mit einer Amyloglukosidase enthaltenden Enzymzubereitung zu einem maximalen D. E. und wahren Dextrosegehalt hydrolysiert, das Hydrolysat geklärt, durch Verdampfen konzentriert und kristallisieren gelassen und die kristallisierte Dextrose von der- Mutterlauge abgetrennt wird, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß die Stärke mit einer Amyloglukosidase enthaltenden Enzymzubereitung hydrolysiert wird, welche durch das eben erwähnten Verfahren gereinigt wurde. Diese Hydrolyse führt zu einem schließlichen Hydrolysat, welche maximale D. E.-Werte von etwa 95 bis 96% und maximale wahre Dextrosegehalte von etwa 93 bis 94% Trockenbasis besitzt.
  • Im besonderen schafft die Erfindung ein verbessertes, praktisches enzymatisches Verfahren zur Gewinnung von Dextrose in außergewöhnlich hoher Ausbeute aus Stärke und Stärkeprodukten, wobei eine Amyloglukosidase enthaltende Zubereitung verwendet wird, welche vorbehandelt wurde zu ihrer Reinigung von störenden Enzymen einschließlich beispielsweise Transglukosidase, welche zur Erzeugung anderer Zucker als Dextrose wirkt. Vorzugsweise sollte auch die Amyloglukosidase von fremdem Protein und Salzen gereinigt werden, welche, wenn sie ein Teil der Hydrolysatflüssigkeit werden, die Schwierigkeit des Raffinierens dieser Flüssigkeiten zwecks schließlicher Erzeugung reinen kristallinen Zuckers (Dextrose) vergrößern.
  • Es ist bevorzugt, obwohl nicht notwendig, zuerst jegliche unlöslichen, festen, in der Suspension der Enzymzubereitung vorhandenen Stoffe zu entfernen. Die Enzymzubereitung kann aus der ganzen Kulturflüssigkeit aus untergetauchtem Wachstum eines Amylase erzeugenden Mikroorganismus oder aus der aus der untergetauchten Kultur erhaltenen geklärten Flüssigkeit oder aus einer Suspension einer ganz oder teilweise getrockneten Zubereitung, welche Kleie, Stärke oder verschiedene andere zum Standardisieren der Amylasezubereitung benutzten Zusätze enthält, oder aus einer Lösung von völlig löslicher Enzymzubereitung bestehen. Im allgemeinen sollte die Behandlung der Enzymzubereitung bei einem p$ ausgeführt werden, bei welchem das gewünschte Enzym beständig ist, das -ist bei einem sauren pH. Weil das synthetische Magnesiumsilikat das p$ nach der alkalischen Seite verändert, ist erwünscht, das p$ nach der sauren Seite einzustellen und dann die Behandlung unter sauren Bedingungen durchzuführen. Im Anschluß an den Zusatz des Absorbierungsmittels zu und Einstellung des pH-Wertes der Lösung oder Suspension der Enzymzubereitung wird die Mischung gerührt, und dann werden die feste und flüssige Phase voneinander getrennt. Die Transglukosidaseaktivität der Kulturflüssigkeit, fremdes Protein, färbende Stoffe und andere Verunreinigungen werden in der festen Phase zurückgehalten, während die gewünschte Carbohydrase, insbesondere Amyloglukosidase, in der flüssigen Phase verbleibt.
  • Im allgemeinen wurde gefunden, daß die meisten rohen Pilzextrakte in sehr wirksamer Weise in bezug auf die Amyloglukosidase gereinigt werden, wenn von etwa 2 bis etwa 5 Gewichtsprozent pro Volumen an dem Absorbierungsmittel zu den rohen Flüssigkeiten zugesetzt und diese Flüssigkeiten auf einem pH-Wert von etwa 3,8 bis etwa 4,5 während der Behandlung gehalten werden. Geringere Anteile an dem Magnesiumsilikat-Absorbierungsmittel entfernen üblicherweise nicht alleEnzyme, welche dieDextroseausbeuten während der enzymatischen Hydrolyse von Stärke herabsetzen, und größere Anteile können durch einfache mechanische Absorption merkliche Mengen des gewünschten Enzyms Amyloglukosidase beseitigen. Bevorzugte Behandlungstemperaturen sind von etwa 5 bis etwa 30° C und bevorzugte Behandlungszeiten von etwa 30 bis etwa 60 Minuten.
  • Amyloglukosidase-Aktivitätseinheiten werden wie folgt bestimmt: Das Substrat ist ein 15 bis 18 D. E. saures Hydrolysat von Maisstärke, gelöst in Wasser und auf 4,0 g Trockensubstanz pro 100 ccm Lösung verdünnt. Genau 50 ccm Lösung werden in eine 100 ccm volumetrische Flasche pipettiert. Zu der Flasche werden 5 ccm von 1,Omolarem Natriumacetat-Essigsäurepuffer, p$ 4,3, zugesetzt. Die Flasche wird in ein Wasserbad bei 60° C gebracht, und nach 10 Minuten wird die genaue Menge an Enzymzubereitung zugesetzt. Genau 120 Minuten nach dem Zusatz der Enzymzubereitung wird die Lösung auf einen Phenolphthalein-Endpunkt mit 1 n-Natriumhydroxyd eingestellt. Die Lösung wird dann auf Raumtemperatur gekühlt und auf das Volumen verdünnt. Ein reduzierender Zuckerwert, berechnet als Dextrose, wird an dem verdünnten Muster und an einem Kontrollmuster mit keiner zugesetzten Enzymzubereitung bestimmt.
  • Amyloglukosidase-Aktivität wird dann wie folgt berechnet worin A = Amyloglukosidase-Aktivitätseinheiten pro ccm oder pro g Enzymzubereitung, S = reduzierende Zucker im durch Enzym konvertiertem Muster, g%100 ccm, B = reduzierende Zucker in dem Kontrollmuster g/100 cmm, E = Menge an angewandter Enzymzubereitung ccm oder g bedeutet. Die reduzierende Zuckerkonzentration in dem enzymkonvertierten Muster sollte nicht mehr als 1,0 g/ 100 ccm sein.
  • Alle Variationen von Stärke oder Stärkeprodukten und stärkehaltigen Stoffen können bei dem neuen Amyloglukosi-dase-Hydrolyse verwendenden Verfahren benutzt werden. Vorzugsweise jedoch sollte für Dextrosezuckergewinnung eine reine Stärke verwendet werden, vorzugsweise aus wirtschaftlichen Gründen eine reine Stärke, welche schon durch ein Mittel teilweise hydrolysiert oder konvertiert ist, um so die sehr hohe Viskosität nativer Stärke zu verringern, wenn sie in Wasser suspendiert oder gelöst ist. Verringerung der Viskosität erleichtert die Verwendung von Stärkesubstanz mit höheren Gehalten an festen Stoffen bei der Amyloglukosidase-Hydrolyse. Vorbehandlung der Stärke kann in beliebiger Weise nach bekannten Verfahren erfolgen, z. B. durch vorhergehende Stärkehydrolysen, Vorbehandlung mit einer gereinigten a-Amylase; welche sehr stark mindestens in den Anfangsphasen der Hydrolyse in gleicher Weise wie Säure auf Stärke einwirkt, oder Vorbehandlung durch physikalische Mittel, wie das Schicken der Paste durch einen Votator oder Homogenisator. Die Vorbehandlung kann eine Kombination von zwei oder mehr Verfahren sein, beispielsweise Behandlung mit Säure unter Druck oder mit einer a-Amylase, kombiniert mit dem Durchgang durch einen Votator. In jedem Fall sollte die Vorbehandlung geeignet sein., um die Viskosität des Substrats bis zu einem Grad zu verringern, daß bearbeitbare Flüssigkeiten mit einer Konzentration an festen Stoffen von 25 bis 5o- Gewichtsprozent erhalten werden und vorzugsweise mit etwa 350/0 festen Stoffen, wenn die Temperatur der Flüssigkeit zwischen 45 und 60° C ist. jedoch sollte diese Vorbehandlung nicht über den erwähnten Grad hinaus erstreckt werden, .denn sonst können einige unerwünschte Merkmale der bei der Vorbehandlung angewendeten Hydrolyse oder Konvertierung die Ergebnisse überlagern, welche bei der nachfolgenden Amyloglukosidase-Hydrolyse erhalten werden.
  • Somit wird beispielsweise bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung Stärke mit sehr verdünnter Säure unter Druck in der üblichen Weise konvertiert, wobei ein Stärkesirup hergestellt und der Sirup bei etwa 33% Konzentration an festen Stoffen zu Dextrose mit gereinigter Amyloglukosidase hydrolysiert wird. Wenn die Stärke so in vergleichsweise dünnen Dispersionen bis zu einem Grad von etwa 10 bis 20 D. E. konvertiert ist, kann das Produkt der Amyloglukosidase-Hydrolyse bei der bevorzugten Konzentration unterworfen werden und Hydrolyse mit einem Dextrosegehalt in dem außergewöhnlich hohen Bereich von 90 bis 98% Trockenbasis erhalten werden. Wenn jedoch die Säurebehandlung wesentlich ausgedehnter ist, dann wird, obwohl sogar konzentriertereLösungen angewendet werden können, nichtsdestoweniger die Amyloglukosi,dase-Hydrolyse nicht so vollständig verlaufen erscheinen, weil die Säure eine gewisse Menge von enzymwiderstandsfähigen Reversionsprodukten in den fortgeschritteneren Phasen der Säurebehandlung erzeugt hat.
  • jedenfalls sollte das Säuresubstrat in Wasser dispergiert und die Lösung auf einen Säuregrad eingestellt und die Temperatur so ausgewählt werden, daß die Amyloglukosidase die Hydrolyse in kürzester Zeit und mit bester Wirtschaftlichkeit in bezug auf die Menge an angewendetem Enzym vollenden kann. Säuregrad und Temperatur sind voneinander abhängige Variablen. Calcinierte Soda, Natriumhydroxyd u. dgl. sind geeignete alkalische Stoffe, und Salzsäure ist eine geeignete Säure, um diese Einstellungen des pH-Wertes der Flüssigkeiten für die Amyloglukosi-dase-Hydrolysen herbeizuführen.
  • Die beste Temperatur für die Hydrolyse bei einer Amy loglukosidase liegt zwischen 35 und 60° C, obwohl die beste Temperatur von einem pH-Wert abhängig ist, wie es mit vielen anderen Enzymen der Fall ist. Dementsprechend ist der beste PH-Wert-Bereich, welcher im allgemeinen zwischen 4 und 6,5 liegt, von der Temperatur abhängig. Im allgemeinen werden beste Hydrolysegeschwindigkeiten für reine Amyloglukosidase im unteren p],-Wert-Bereich von 4 bis 5 erreicht, wenn die angewendete Temperatur im unteren Bereich von 35 bis 45° C liegt, und wenn die Temperatur erhöht wird, werden beste Geschwindigkeiten durch Erhöhen des pH Wertes in entsprechender Weise erzielt.
  • Bei der Hydrolyse von, Stärke oder Stärkeprodukten mit Amyloglukosi.dase zur Gewinnung von Dextrose wird eine weitere Beschränkung in. bezug auf den PH-Wert und und die Temperatur auferlegt wegen der nachlassenden Beständigkeit des Produkts Dextrose bei höheren px Werten und höheren Temperaturen. Demgemäß sind bei Ausführung der Lehre dieser Erfindung die bevorzugten Arbeitsbereiche zur Hydrolyse mit Amyloglukosidase ein pH-Wert von 4,0 bis 4,8 und eine Temperatur von 45 bis 60° C. Die Länge der Zeit für die Stärkehydrolyse hängt von verschiedenen Betriebsvariablen ab. Am wichtigsten von diesen sind Verhältnis von Amyloglukosidase zu Substrat, Vorbehandlung der Stärke, Zusatz von unterstützenden Enzymen, angewendete Temperaturen und pH-Werte und .die Substratkonzentration. Jedoch und in jedem Fall kann die Hydrolyse in der Praxis durch bekannte analytische Bestimmungen verfolgt werden, wie z. B. das Sichert-Bleyer-Verfahren für die Bestimmung von Dextrose, und die Hydrolyse wird fortgesetzt, bis es durch Analyse augenscheinlich ist, daß die Wirkung ':der Amyloglukosidase im wesentlichen unter den gewählten Arbeitsbedingungen vollendet ist, d. h. bis die Konzentration von Dextrose in dem Hydrolysat ein Optimum erreicht hat. Im allgemeinen wird ein praktisches Optimum vorhanden sein, wenn die löslichen festen Stoffe in dem Hydrolysat durch Analyse zu 90 bis 98% Dextrose auf Trockenbasis gefunden werden. Die erforderliche Länge der Zeit, um zu diesem Optimum zu gelangen, wird zwischen etwa 10 und 90 Stunden, in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen, wie sie im vorstehenden erörtert wurden, schwanken. Ein zweckmäßiger Arbeitsbereich für den Zusatz an gereinigter Amyloglukosidase ist etwa 10 bis 20 Amyloglukosi@dase-Aktivitätseinheiten auf 100 g Stärkesubstrat oder etwa 90 bis 180 Einheiten pro kg Stärke.
  • Im Anschluß an die Hydrolysestufe des Verfahrens wird das Hydrolysat raffiniert, konzentriert, kristallisiert und zentrifugiert, um die kristalline Dextrose in reiner Form zu gewinnen unter Verwendung von in der Glukose-Raffimerungsindustrie bekannten Anlagen und allgemeinen Verfahren, wobei zu bedenken ist, daß die gemäß der Erfindung erzeugten Hydrolysate niedrigere Konzentrationen an färbenden Stoffen, Elektrolyten und anderen Verunzeinigungen und dementsprechend höhere Konzentrationen an Dextrose aufweisen und gereinigte Hydrolysatflüssigkeiten darstellen, welche leichter und vollständiger als die bisher bekannten Hydrolysate kristallisieren.
  • Die Erfindungsoll an den folgenden Beispielen erläutert werden, welche typisch und unterrichtend, aber nicht beschränkend sind.
  • Beispiel 1 Eine Probe von roher A.-niger-Kulturflüssigkeit wurde zu einer wäßrigen Lösung von sauer konvertierter Maisstärke mit einem D. E. von 17%, Trockenbasis, einem pH von 4,0 und einem Gehalt an festen Stoffen von 35 Gewichtsprozent zugesetzt. Der Anteil der rohen Kulturflüssigkeit zu den festen Stoffen im Hydrolysat war 10 ccm/100 g. Jedes ccm enthielt 1,5 Amyloglukosidase-Aktivitätseinheiten. Die enzymatische Hydrolyse wurde- während 72 Stunden bei 60' C vonanschreiten gelassen. Die Flüssigkeit wurde dann filtriert und analysiert. Die Ergebnisse folgen in der Tabelle.
  • Eine andere Probe der erwähnten rohen A.-niger-Kulturflüssigkeit wurde durch Zusatz eines synthetischen, wasserunlöslichen Magnes-iumsilikats, verkauft durch die Westvaco Chlor-Alkali Division der Food. and Machinery Chemical Corporation, behandelt: Das Adsorbierungsmittel wurde in einem Anteil von 4 g auf 100 ccm mit ausreichender Salzsäure zugesetzt, um ein pg von 4,0 bis 4,5 während der Behandlung aufrechtzuerhalten. Die Mischung wurde dann bei Raumtemperatur etwa 1 Stunde gerührt und filtriert.
  • Das Filtrat wurde zu einer Probe des erwähnten Stärkehydrolysats in einer Menge von 10 ccm Filtrat zu 100g festen Stoffen des Hydrolysats zugegeben. Jedes ccm enthielt 1,5 Amyloglukoisidase-Aktivitätseinheften. Die Hydrolyse wurde 72 Stunden bei 60' C voranschreiten gelassen. Die Flüssigkeit wurde dann filtriert und analysiert. Die Ergebnisse folgen auch in der Tabelle.
    Konzentration Tatsächliche***)
    .
    der festen Stoffe D. E. **
    OptisdieDidite*) ) Dextrose
    Hydrolysat aus im Hydrolysat % Trocken- o
    rocken-
    in Gewichts- bei Ä=39 me. bass /o T basis
    prozent
    roher A.-niger-Flüssigkeit ...................... 35,56 0,208 90,2 84,0
    roher A.-niger-Flüssigkeit, mit dem Adsorptions-
    mittel behandelt .............................. 35,50 0,126 95,2 92,7
    *) Verwendung eines Coleman-Modells 14-Spektrophotometer,
    **) nach der modifizierten Fehlingschen Prüfung,
    ***) nach der Smogyi-Hefe-Fermentationsmethode.
    Es ist zu beachten, daß eine Zunahme von 8,7% mehr Dextrose in den festen Stoffen des Hydrolysats war, wenn die rohe Kulturflüssigkeit gemäß der Erfindung zur Entfernung schädlicher Stoffe für die Dextroseausbeute und zur Entfernung von Enzymen, welche anderen Zucker als Dextrose erzeugen, behandelt worden war. Daß weit mehr Nichtdextrosezucker durch die rohe Pilzflüssigkeit erzeugt werden, ist augenscheinlichdurch Vergleich der Werte für unter D. E. gefundenen Gesamtzucker mit den Werten für die wirklichen Dextrosegehalte. Im Fall des mit der rohenFlüssigkeit erzeugtenHydrolysats wurden 6,201o Nichtdextrosezucker erzeugt, während imFall des mit der behandelten Pilzflüssigkeit erzeugten Hydrolysats nur 2,5 % Nichtdextrosezucker erzeugt wurden. Somit wären fast 4% mehr Nichtdextrosezucker, welche in dem Hydrolysat von .der rohen Pilzflüssigkeit erzeugt wurden. Der zusätzliche Gewinn an Dextroseausbeute über diese 40% Nichtdextrosezucker bis zu 8,7% mehr Dextrosekonvertierung mit der gereinigten Amyloglukosidase kann durch die Beseitigung fremden Proteins und anderer Stoffe, welche die Carbohydrase während. der Hydrolyse stören, infolge der Behandlung erklärt wenden. Optische Dichtewerte in der Tabelle zeigen, daß die Färbung des Stärkehydrolysats um 40 % durch Verwendung des gereinigten Enzyms verringert wurde.
  • Beispiel 2 Chromatographische Analysen von Hydrolysaten Hydrolysatmuster aus Beispiel 1, genommen zu verschiedenen Zeiten während .der enzymatischen Konvertierung, wurden durch Papierchromatographie untersucht. In jedem - Fall wurden 0,025 ccm Teile von Muster, eingestellt auf 12% Konzentration an festen Stoffen, auf das Papier gebracht, das Papier getrocknet und das Chromatogramm entwickelt mit einem Lösungsmittelgemisch aus 3 Volumteilen Butanol, 5 Volumteilen Propanol und 2 Volumteilen Wasser. Nach einer Zeit, während welcher die Dextrosefraktion sich etwa 400 mm von ihrem Ursprung bewegte, wurden die Papiere getrocknet und dann mit einer Acetonlösung von Anilindiphenylamin und Phosphorsäure besprüht. Der ursprüngliche saure hydrolysierte Stärkesirup allein und dieser zugesetzte Isomaltose und Panose enthaltende Sirup wurden auch chromatographiert als Kontrollen und um Beziehungspunkte für bekannte Saccharide zu geben. Während der gegebenen Zeit bewegten sich Maltose etwa 190 mm, Isomaltose 150 mm, Trisaccharide etwa 80 bis 90 mm, Tetrasaccharide 40 mm und Pentasaccharide 15 mm. Alle diese Flecken waren leicht in den Kontrollchromatogrammen als unterschieden unä wohlgetrennt voneinander ersichtlich.
  • Wenn Hydrolysatmuster von Beispiel 1 untersucht wurden, worin nur das rohe A.-niger-Kulturfiltratzum Hydrolysieren des säurehydroly sierten Stärkesirups benutzt worden war, bestand das Hydrolysat dem Augenschein nach zum großen Teil aus Dextrose. Jedoch waren ein ausgesprochener Fleck für die synthetische Trisaccharidpantose, schwächere Flecken für Maltose und Isomaltose und noch schwächere Flecken für -Tetra- und Pentasaccharide alle nach 24 Stunden Hydrolysierzeit bei 60° C vorhanden. Alle diese Flecken außer für Dextrose und Isomaltose wurden schwächer nach 72 Stunden Hydrolysierzeit, obwohl der Fleck für das synthetische Trisaccharid Pantose immer noch verhältnismäßig stark war.
  • Isomaltose ist bekanntlich ein normales Produkt der Hydrolyse von Stärke, selbst wenn die Stärke durch Säure hydrolysiert wird und die Säurehydrolyse sogar unter wenig günstigen Bedingungen für die Bildung von Isomaltose durch Wiedervereinigung von zwei Dextrosemolekülen durchgeführt wird (W o 1 f -r o m u. a., J. Am. Chem. Soc., 73, 4927 [1951]).
  • In Stärkehydrolysaten anwesende Panose entsteht in großem Umfange synthetisch durch Vereinigung von Maltose mit Dextrose über eine 1,6-a-Glukosidbindung mittels des Enzyms Transglukosidase (Pan u. a., Science, 112, 115 [1950]).
  • Wenn Hydrolysate geprüft wurden, welche mit durch Behandlung von A.-niger-Kulturflüssigkeit mit wasserhaltigem, unlöslichem synthetischem Magnesiumsilikat gereinigter Amyloglukosidase hergestellt waren, dann waren nach 24 Stunden Enzymkonvertierung etwa die gleichen Mengen an Trisaccha.riden und Maltose wie in dem nicht durch Enzym hydrolysierten Kontrollmuster und mehr Isomaltose und sehr viel mehr Dextrose vorhanden. Nach 72stündiger Enzymkonvertierung war das Hydrolysat fast nur Dextrose mit einer Spur von Isomaltose und nur den schwächsten Spuren von Maltose und Panose. Es waren nicht ausreichende Mengen von höheren Sacchariden anwesend, um dies auf dem Chromatogramm anzuzeigen.
  • Diese Ergebnisse beweisen, daß die Magnesiumsilikatbehandlung des A.-niger-Extrakts in wirksamer Weise Transglukosidase entfernte, so daß sie nicht die Dextroseausbeute durch Synthetisierung von Zuckern, wie Panose, verringerte. Die Ergebnisse zeigen ferner, daß nach Behandlung der A.-niger-Kulturflüssigkeit mit Magnesol die sich ergebende gereinigte Enzymzubereitung im wesentlichen nur eine solche die Stärke hydrolysierende Aktivität entfaltete, welche dem gereinigten Enzym Amyloglukosidase zugeschrieben wird. Dies ist der endgültige Angriff auf jedes Stärkemolekül (oder sauer hydrolysiertes Stärkemolekül) und das Abspalten nur von Dextroseeinheiten von Molekülenden, bis die Hydrolyse praktisch vollendet ist.
  • Beispiel 3 Mit Wasser gewaschene Stärke wird auf 10° Be mit Wasser aufgeschlämmt, auf etwa 0,02normale Säure mit Salzsäure eingestellt und dann in einem Autoklav bei 1,40 kg/cm2 Dampfdruck konvertiert, bis die Konvertierungsflüssigkeit etwa 17 D. E. aufwies, d. h., der reduzierende Wert der gelösten festen Stoffe in der Flüssigkeit, gemessen durch eine-modifizierte Fehlingsche Prüfung (Fetzer, W. J., Analytical Chem., 24, 1129 bis 1137 [1952], Bezugsnummer 37 bis 41) und der als Dextrose berechnete Wert ist 17% Trockenbasis. Die Stärkesirupflüssigkeiten werden dann mit 0,5% Trockenbasis Bentonit behandelt und auf einem vorher mit Dicalite-Filterhilfe überzogenen Filter filtriert. Die Flüssigkeiten werden auf pg 5 durch Zusatz von calcinierter Soda eingestellt und durch Eindampfen unter verringertem Druck auf etwa 35% feste Stoffe konzentriert. Die Flüssigkeiten werden jetzt auf pg 4,0 bis 4,2 bei 60° C eingestellt und für jedes kg an vorhandener Trockensubstanz etwa 180 Aktivitätseinhenten einer gereinigten Amyloglukosi.dasezubereitung zugesetzt. Die Amyloglukosidase war durch Behandeln eines A.-niger-Kulturextrakts mit wasserhaltigem, unlöslichem synthetischem Magnesiumsilikat Adsorbierungsmittel in der im Beispiel 1, Abs. 2, geschilderten Weise gereinigt worden. Enzymatische Hydrolyse wird bei 60° C 72 Stunden voranschreiten gelassen, wonach höchste Werte von etwa 95 bis 96 für D. E. und etwa 93 0/0 Trockenbasis für wahre Dextrose durch die Smogyi-Hefe-Fermentationsmethode erhalten werden.
  • Die konvertierten Flüssigkeiten werden mit etwa 1% Kohle behandelt, filtriert und auf etwa 70 bis 75% Trockensubstanzgehalt eingedampft, bevor sie in den Kristallisator gehen. Wegen der höheren Reinheit dieser Flüssigkeiten im Vergleich zu Kristallisatorflüssigkeiten aus bisher bekannten Verfahren neigt die Dextrose viel schneller zum Kristallisieren, welche Eigenschaft die Verwendung einer weniger konzentrierten Flüssigkeit ermöglicht, als gewöhnlich bei den üblichen Dextrosekristallisierverfanren erforderlich ist. Eine anfängliche Temperatur von 42° C wird im Kristallisator- gebraucht. mit dem üblichen Zusatz von Dextrosesaatkristallen, und die Flüssigkeiten werden unter Rühren während 2 Tagen auf etwa 16 bis 18° C gekühlt. Die Flüssigkeiten werden dann zentrifugiert, um die Dextrosekristalle zu gewinnen, und die Flüssigkeiten werden nochmals nach Eindampfen auf etwa 75 bis 80% Trockensubstanzgehalt und Rühren während des Kühlens über einen Temperaturbereich von etwa 42 bis 18° C innerhalb 4 Tagen zum Kristallisieren gebracht.
  • Ausbeuten von sehr hoher Reinheit, erstgradiger kristalliner Dextrose von etwa 85% ergeben sich bei diesem Verfahren, wobei ein Abzug für die bei der Kristallisation des konzentrierten Hydrolysats zugesetzten Saatkristalldextrosen gemacht ist. Diese Ausbeute ist etwa 20% mehr Dextrose, als aus Stärke nach bekannten Säurekonvertierungsverfahren unter Verwendung einer einstufigenSäurekonvertierung und vergleichbaren Raffinierverfahren erhalten wird, und 5 bis 10% oder mehr Ausbeute an Dextrose als bei bisherigen Enzymkonvertierungsverfahren unter Verwendung einer einstufigen Enzymkonvertierung von sauerhy.drolysierter Stärke unter vergleichbaren Raffinierverfahren und vergleichbarer doppelstufiger Kristallisation.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung für das Verzuckern von stärkeartigen Stoffen und ihren Abbauprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Lösung dieser Zubereitung mit etwa 2 bis etwa 5% eines wasserunlöslichen, wasserhaltigen synthetischen Magnesiumsilikats bei einem pH von etwa 3,8 bis etwa 4,5 behandelt, die Mischung geschleudert und die flüssige dieAmyloglukosidase enthaltende Phase gewonnen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Chemisches Zentralblatt, 1951, 11, S. 2672, L. A. Underkofler und D. K. Roy; »Enzymologie« von O. Hoffmann-Ostenhof, Wien, 1954, S.35.
DEC16491A 1957-12-30 1958-03-15 Verfahren zum Reinigen einer Amyloglukosidaseenzym enthaltenden Zubereitung Pending DE1087550B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1237044B (de) * 1961-02-15 1967-03-23 Staley Mfg Co A E Verfahren zur Erhoehung der glucogenen Aktivitaet von rohen, waessrigen Amyloglucosidasepraeparaten aus Schimmelpilzen oder Bakterien
DE1293105B (de) * 1960-11-30 1969-04-24 Corn Products Co Verfahren zur Reinigung und Gewinnung von transglucosidaseinaktiven Pilzamylasen enthaltende Zubereitungen
DE1294307B (de) * 1962-07-30 1969-05-08 Grain Processing Corp Verfahren zur Reinigung eines durch Zuechten von Schimmelpilzen, wie Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus niger, erhaltenen Glucamylase enthaltenden Enzympraeparates von Transglucosidase

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