DE1086362B - Metallbearbeitungsmaschine zum Abtragen des metallischen Werkstoffes durch die erodierende Wirkung eines elektrischen Funkens - Google Patents
Metallbearbeitungsmaschine zum Abtragen des metallischen Werkstoffes durch die erodierende Wirkung eines elektrischen FunkensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Metallbearbeitungsmaschine zum Abtragen des metallischen Werkstoffes
durch die erodierende Wirkung eines elektrischen Funkens, der in einer dielektrischen Flüssigkeit durch
Kondensatorentladungen zwischen einer als Kathode geschalteten Elektrode und dem als Anode geschalteten
Werkstück erzeugt wird, mit einem eine konstante Spannungsquelle und eine Impedanz enthaltenden
Ladekreis für den Kondensator und mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln des Abstandes
zwischen Elektrode und Werkstück in Abhängigkeit vom mittleren Betriebsstrom des Ladekreises.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art erfolgt die Vorschubregelung der Elektrode mit Hilfe eines
in den Ladekreis geschalteten und auf mittleren Betriebsstrom eingeregelten Relais, das bei jeder Abweichung
vom mittleren Betriebsstrom den Vorschubmotor ein- bzw. ausschaltet. Durch diese Anordnung
ist nicht eine kontinuierliche, sondern nur eine unstetige, d. h. sprunghafte Regelung des Elektroden-Vorschubes
möglich, die demgemäß nicht genau ist und einen präzisen Ablauf des Metallabtrags nicht
zuläßt.
Zur Vermeidung dieses Nachteils und zur Erreichung eines vom Abtragungsvorgang zwangläufig
abhängigen Elektrodenvorschubes schlägt die Erfindung eine Regelvorrichtung mit einem Umkehrmotor
zum Betrieb der Elektrode, mit einem den Motor speisenden Generator und mit einer Einrichtung zum
Steuern der Stromrichtung und Spannung des Generators vor, wobei außerdem die Steuerspannung für
den Generator an der Impedanz im Ladekreis des Kondensators abgegriffen ist und als weitere Steuerspannung
für den Generator die Spannung an der Entladungsstrecke dient.
Eine Regelvorrichtung mit einem Umkehrmotor zum Antrieb der Elektrode, mit einem den Motor
speisenden Generator und mit einer Einrichtung zum Steuern der Stromrichtung und Spannung des Generators
ist an sich bei Lichtbogenschweißmaschinen bekannt. Der Ablauf des Betriebsvorganges beim
Lichtbogenschweißen als auch der Aufbau von Lichtbogenschweißmaschinen
ist jedoch wesentlich unterschiedlich gegenüber dem Funkenerosionsverfahren, so daß unmittelbare Vergleiche nicht möglich sind.
Bei Lichtbogenschweißanlagen ist z. B. kein Lade- und kein Entladekreis vorhanden, während bei dem
Funkenerosionsverfahren die Spannung an den Elektroden stark schwankt, so daß die Steuerung aus dem
Entladekreis erschwert ist. Diese Schwierigkeit überwindet die Erfindung dadurch, daß neben der von der
Entladungsstrecke abgenommenen Spannung zur Steuerung des Elektrodenvorschubes noch eine an der
Impedanz im Ladekreis abgegriffene Spannung ver-Metallbearbeitungsmaschine
zum Abtragen des metallischen
Werkstoffes durch die erodierende
Wirkung eines elektrischen Funkens
Anmelder:
Firth Sterling Inc., Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Firth Sterling Inc., Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. Juli und 2. November 1951
V. St. v. Amerika vom 20. Juli und 2. November 1951
Edmund Egbert Teubner, Upper Darby, Pa.,
und Everard Mott Williams, Pittsburgh, Pa. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
wendet wird, da die Spannung im Ladekreis der Spannung im Entladekreis gegenläufig ist. .
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt .
Fig. 1 ein Schaltbild, das schematisch die verschiedenen die Anlage bildenden Elemente und die zwischen
ihnen verlaufenden- Schaltverbindungen, darstellt, und
Fig. 2 ein Schaubild def einzelnen Parameter.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist ein Werkstück 10, das in ein Bad 11 aus einer Isolierflüssigkeit, wie
etwa Kerosin, eingetaucht ist, einer gesteuerten und
konzentrierten Anfressung oder einem Verschleiß durch die Funkenbildung. unterworfen, die zwischen
ihm und einer Elektrode· 12 auftritt, wodurch das
Werkstück gegebenenfalls durchgeschnitten oder längs einer vorbestimmten Linie 'perforiert oder an einem
Punkt durchbohrt wird. Die Funkenbildung wird verursacht, wenn ein Kondensator 13 so aufgeladen wird,
daß ein Spannungsunterschied zwischen der Elektrode und dem Werkstück entsteht, der ausreicht, um das
dazwischen befindliche Medium zu ionisieren und zu durchschlagen. Die Entladung des Kondensators ist
bekannterweise eine kurzzeitige Schwingungserscheinung in Form eines Stromes, der anfangs auf hohe
Spitzenwerte ansteigt, aber innerhalb weniger Perioden auf Null absinkt. Dieser Vorgang spielt sich abhängig
von den Konstanten des Entladungskreises
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innerhalb des Bruchteiles einer Sekunde ab. Dieser oder »Rototrol« allgemein bekannt ist. In dem letzten
Kreis besteht aus Leitern 14 und 15, die von dem Fall dient die gesamte magnetomotorische Kraft der
Kondensator zu der Elektrode bzw. zu dem Werk- Wicklungen 25 und 26 einfach als Pilot- oder Steuerstück
verlaufen. Ein Ladekreis für den Konden- feld, um die Polarität des Flusses zu bestimmen oder
sator besteht aus einer Gleichstromquelle, beispiels- 5 »auszulösen«, der von einer nicht dargestellten Hauptweise einem Generator 17, aus einem Schalter 51 und feldwicklung induziert wird. In beiden Fällen werden
einem geeigneten Reihenwechselstromwiderstand, der die Polarität und die Größe der von dem Generator
aus einem Widerstand 18 und einer Spule 19 zu- erzeugten Spannung von der gesamten MMK oder
sammengesetzt sein kann. Die Werte des Wider- der Differenz zwischen den magnetomotorischen
Standes und der Spule sind so gewählt, daß der Lade- io Kräften der Wicklungen 25 und 26 bestimmt. Um die
kreis die gewünschte Zeitkonstante erhält. Die nega- gewünschte Regelung der Elektrodeneinstellung zu
tive Klemme des Generators 17 ist mit derselben bewirken, dient als Steuerspannung für die Erreger-Klemme
des Kondensators wie die Elektrode 12 ver- wicklung 25 des Generators die Spannung an der Entbunden,
und die positive Generatorklemme ist an ladungsstrecke zwischen dem Werkstück 10 und der
dieselbe Kondensatorklemme wie das Werkstück 10 15 Elektrode 12. Die Generator- und Motorverbindungen
angeschlossen. sind dabei so angeordnet, daß.der Motor 22 die Elek-
Wenn der Schalter S geschlossen ist, lädt der Gene- trodenbewegungsvorrichtung im Sinne eines Vorrator
17 den Kondensator 13 mit einer Geschwindig- Schubes der Elektrode betätigt, wenn die MMK der
keit auf, die von den Werten des Widerstandes 18 und Wicklung 25 die MMK der Wicklung 26 überwiegt,
der Spule 19 bestimmt ist, bis die Spannungsdifferenz ao Die weitere Steuerspannung für den Generator wird
zwischen dem Werkstück 10 und der Elektrode 12, an der Impedanz im Ladekreis des Kondensators abd.
h. die Kondensatorspannung, ausreicht, um die da- gegriffen und der Erregerwicklung 26 zugeführt. Die
zwischen befindliche flüssige Isolation zu durch- Steuerspannungen werden zweckmäßig von Spanschlagen.
Danach entlädt sich der Kondensator schnell nungsteilern abgegriffen.
durch das Auftreten eines Übergangsstromes an dem 25 Ein Spannungsteiler 27 ist parallel zu dem Wechsel-Spalt,
der sich durch sichtbare Funkenbildung an- stromwiderstand in dem Ladekreis geschaltet, und ein
zeigt. Dieser Strom verursacht eine geringe An- Ende der Wicklung 26 des Generators 23 ist mit dem
fressung des Werkstückes in der unmittelbaren Nach- einen Ende des Spannungsteilerwiderstandes verbarschaft
der Elektrode. Bei Beendigung der Ent- bunden, während das andere Ende an dessen bewegladung
des Kondensators wird dieser wieder von dem 30 liehen Kontakt angeschlossen ist. Ein ähnlicher Span-Generator
aufgeladen, und der Vorgang wiederholt nungsteiler 28 liegt parallel zu der Entladungsstrecke
sich mit einer Frequenz, die von den verschiedenen zwischen dem Werkstück 10 und der Elektrode 12,
Stromkreiskonstanten bestimmt wird. wobei das eine Ende der Wicklung 25 mit dem einen
Derartige bekannte Metallbearbeitungsmaschinen Ende dieses Spannungsteilers und das andere Ende
weisen noch eine Vorrichtung zum selbsttätigen 35 der Wicklung 25 mit dessen beweglichem Kontakt
Regeln des Abstandes der Elektrode von dem Werk- 28 m verbunden ist.
stück in Abhängigkeit von dem mittleren Betriebs- Die Elektrodenbewegungsvorrichtung 21 weist ein
strom des Ladekreises auf. Die Erfindung bezieht Spannfutter 29 auf, in das die Elektrode eingesetzt ist
sich auf eine spezielle Steuerung der Regelvorrich- und in dem sie festgehalten wird. Das Spannfutter
tung zum selbsttätigen Einstellen des Elektroden- 40 bildet das untere quadratisch ausgebildete Ende einer
abstandes bei derartigen Metallbearbeitungsmaschinen. Schraubenwelle 30, die in einer Führungsmuffe 31 nur
Hierzu wird bei der Maschine nach der Erfindung vertikal gleiten, sich aber nicht drehen kann. Die
eine bei Lichtbogenschweißmaschirten bekannte Regel- Führungsmuffe ist auf einem geeigneten Gestell oder
vorrichtung mit einem Umkehrmotor zum Antrieb der einer Tragstütze angeordnet, beispielsweise einem
Elektrode, mit einem den Motor speisenden Generator 45 über dem Werkstück 10 hängenden Arm 32. Eine mit
und mit einer Einrichtung zum Steuern der Strom- Innengewinde versehene, die Schraubenwelle 30 auf-
richtung und Spannung des Generators verwendet. nehmende Hülse oder Mutter 33 ist in einem an der
Diese Vorrichtung ist als Ganzes mit 21 bezeichnet Oberseite der Muffe 31 befindlichen Lager 32 a dreh-
und wird von einem Umkehrmotor 22 angetrieben. bar. An der Mutter 33 ist ein Kegelrad 34 befestigt,
Der Motor kann ein Gleichstromnebenschlußmotor 50 so daß beim Drehen des Kegelrades eine senkrechte
sein. Seine Feldwicklung 22/ ist an eine beliebige, Bewegung der Welle 30 erfolgt. Das Kegelrad wird
geeignete Gleichstromquelle angeschlossen und wird von einem Kegelritzel 35 angetrieben, das auf der
ununterbrochen erregt. Der Anker des Motors 22 ist langsam laufenden Welle eines Untersetzungsgetriebes
direkt mit dem Anker eines Gleichstromgenerators 23 36 sitzt, dessen schnell laufende Welle mit dem Motor
verbunden. Der Generator wird mit konstanter Dreh- 55 22 gekuppelt ist.
zahl von einer beliebigen, geeigneten Vorrichtung, DieAnordnung ist so getroffen, daß bei Überwiegen
beispielsweise einem Motor 24, angetrieben, der der MMK der Wicklung 25 über die MMK der Wickzweckmäßig
als Einphasenwechselstrommotor eines lung 26 sich der Motor 22 in der Richtung dreht, bei
beliebigen, gewünschten Typs ausgebildet sein kann. der die Elektrode in Richtung des Werkstückes vor-Bei
dieser Kraftversorgung ist es offensichtlich, daß 60 geschoben wird. Wenn umgekehrt die MMK der
der Motor 22 bei einer Drehzahl und in einer Rieh- Wicklung 26 größer wird als die der Wicklung 25,
tung arbeitet, die von der Polarität und der Größe läuft der Motor 22 in entgegengesetzter Richtung um,
der Spannung an den Generatorklemmen bestimmt so daß die Elektrode zurückgezogen wird. Das heißt,
werden. die Drehzahl und die Umlaufrichtung des Motors 22
Der Generator 23 kann entweder ein gewöhnlicher 65 werden durch den Ausdruck S = K0 (I25 — J26) beGleichstromgenerator
sein, der zwei getrennte, ent- stimmt, wobei K0 eine von den Kennwerten des Genegegengesetzte
Feldwicklungen 25 und 26 aufweist, die rators und des Motors abhängige Konstante und /25
unabhängig erregt werden, oder ein elektrodyna- und /26 die Ströme in den Wicklungen 25 bzw. 26
mischer Verstärker, wie er beispielsweise in der sind. I25 ist der Durchschnittsspannung Bw an dem
Elektroindustrie als Querfeldgenerator (Amplidyne) 7° Spalt zwischen der Elektrode und dem Werkstück
proportional, welche die Differenz zwischen der an gelegten Spannung E und dem durchschnittlichen
Spannungsabfall an dem Wechselstromwiderstand 18, 19 ist, der Ex genannt werden soll. Die relativen
Werte von Ew und Ex für verschiedene Abstände der
Elektrode von dem Werkstück sind in Fig. 2 dargestellt. Dort ist auch die angelegte Spannung E als
konstanter Wert aufgetragen. Aus der Darstellung erkennt man, daß sich bei einer Vergrößerung des
Elektrodenabstandes entsprechend Ew vergrößert und
Ex \rermindert.
Wie sich deutlich aus dem Vorhergehenden ergibt, schafft die Erfindung ein einfaches, aber leistungsfähiges
Gerät zur Steuerung des Vorschubes oder zur Einstellung der Elektrode in einer Funkenschneideanlage.
Die Steuerung kann in hohem Grade genau gemacht und bequem an normalerweise zu erwartende
Betriebsbedingungen angepaßt werden. Die einzelnen verwendeten Generatoren und Motoren haben eine
geringe Nennleistung, so daß die Gesamtkosten der Anlage nicht übermäßig groß sind.
Claims (1)
- Patentanspruch:Metallbearbeitungsmaschine zum Abtragen des metallischen Werkstoffes durch die erodierende Wirkung eines elektrischen Funkens, der in einer dielektrischen Flüssigkeit durch Kondensatorentladungen zwischen einer als Kathode geschalteten Elektrode und dem als Anode geschalteten Werkstück erzeugt wird, mit einem eine konstante Spannungsquelle und eine Impedanz enthaltenden Ladekreis für den Kondensator und mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln des Abstandes zwischen Elektrode und Werkstück in Abhängigkeit vom mittleren Betriebsstrom des Ladekreises, dadurch gekennzeichnet, daß eine bei Lichtbogenschweißmaschinen bekannte Regelvorrichtung mit einem Umkehrmotor zum Antrieb der Elektrode, mit einem den Motor speisenden Generator und mit einer Einrichtung zum Steuern der Stromrichtung und Spannung des Generators verwendet ist, daß die S teuer spannung für den Generator an der Impedanz im Ladekreis des Kondensators abgegriffen ist und daß als weitere Steuerspannung für den Generator die Spannung an der Entladungsstrecke dient.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 741 249, 741 290;schweizerische Patentschriften Nr. 247 050,
469, 277 390;französische Patentschrift Nr. 937 762;USA.-Patentschrift Nr. 2 311 462;Zeitschrift »American Maschinist«, 1947, S. 120, 121;Russische Zeitschrift »Stanki instrument«, Nr. 12, 1946, S. 8 bis 11; Nr. 2, 1947, S. 4 bis 8 (Fortsetzung des !.Teils).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 009 569/353 7.60
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