DE1086165B - Verfahren zum Betrieb eines gas- oder oelbeheizten Schachtofens - Google Patents
Verfahren zum Betrieb eines gas- oder oelbeheizten SchachtofensInfo
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Description
- Verfahren zum Betrieb eines gas- oder ölbeheizten Schachtofens Die Erfindung bezieht sich auf den Betrieb eines gas- oder ölbeheizten Schachtofens, insbesondere Kalkbrennofens, dessen Brenner in der Außenwand angeordnet sind und der mit Einrichtungen zum Einblasen unbrennbarer Gase oberhalb der Brenner und Einrichtungen zum seitlichen Abzug von Kühlluft unterhalb der Brenner ausgerüstet ist.
- Schachtöfen für stückiges Brenngut, bei welchen der Brennstoff in Form von Generatorgas, Kohlenstaub, Öl od. dgl. seitlich durch die Ofenwand mittels außerhalb des Schüttgutes befindlicher Brenner eingeführt wird, insbesondere Kalköfen, haben den Nachteil, daß das Ofenfutter oberhalb der Bre-nnstoffeinführungsstelle durch örtliche Überhitzung stark in Mitleidenschaft gezogen wird, da die im Ofenschacht aufsteigende, als Kühlmittel für das absinkende Brenngut dienende Luft den Brennstoff und die Flamme nach oben reißt und gegen das Mauerwerk drückt. Bei der örtlich intensiven Mischung von Gas und Luft entstehen daher sehr hohe Verbrennungstemperaturen.
- Zur Vermeidung unzulässig hoher Temperaturen an der Schachtwand der unteren Brennzone muß infolgedessen der Brennstoff durch den Brenner, ohne oder nur mit geringem Luftzusatz eingeführt werden. Auf diese Weise läßt sich jedoch eine Überhitzung der Schachtwand nicht ganz beheben, da die in der Nähe der Ofenwand aus der Kühlzone hochsteigende Luft auf den einströmenden Brennstoff stößt, wodurch hohe Flammentemperaturen entstehen, gegen die auch hochwertige Ofenfutter nicht genügend widerstandsfähig sind.
- Um örtliche Überhitzungen zu vermeiden, hat man die Brenner ganz oder teilweise in die Ofenachse geführt. Derart in den Schacht ragende Brenner sind jedoch einer hohen mechanischen und thermischen Beanspruchung unterworfen.
- Um ein gleichmäßiges Absinken des Brenngutes im Schacht und ein gleichmäßig über den Schachtquerschnitt verteiltes Aufsteigen der heißen Gase zu erzielen, ist ferner, der Schachtquerschnitt durch senkrechte Trennwände in eine Reihe von Einzelschächten unterteilt worden, die je mit einer Reihe von Brennern versehen sind. Oberhalb der Brenner sind dabei Abgaszuführungen angeordnet, durch die durch eine Vermischung mit dem Brenngas eine gleichmäßige Verteilung der Verbrennung über den Querschnitt der Einzelschächte bewirken sollen.
- Örtliche Überhitzungen sind auch bei diesem bekannten Schachtofen nicht ganz zu vermeiden, da die von unten aufsteigende Warmluft im Bereich der Schachtwand sich unmittelbar mit dem aus den Brennern ausströmenden Brennstoff vermischt und die heiße Flamme, zum mindesten teilweise, gegen die 2 Schachtwand lenkt, noch bevor eine Verteilung des oberhalb zugeführten Abgases beginnt.
- Es ist ferner ein Verfahren zum Brennen von Kalk in einem Schachtofen bekannt, bei dem Heißluft der Kühlzone aus dem Schacht abgezogen und in die Brennzone, insbesondere in den mittleren oder oberen Teil der Brennzone, gefördert wird.
- Die Erfindung besteht nun darin, den Schachtofen so zu betreiben, daß der Einblasedruck der unbrennbaren Gase sowie der Sog an den seitlichen Abzugsstellen der Kühlluft so bemessen wird, daß durch das Zusammenwirken der dadurch geschaffenen Druckverhältnisse innerhalb des Ofens die Flammen von der Außenwand weg und in Richtung zur Ofenachse gelenkt werden.
- Bei einem derart gemäß der Erfindung betriebenen Ofen wird somit durch entsprechende Einstellung der Saugung der abzuziehenden Kühlluft erreicht, daß lediglich im Bereich der Schachtwand eine unmittelbare Vermischung der aufsteigenden, heißen Kühlluft mit dem aus den Brennern austretenden Brennstoff vermieden und gleichzeitig die Flamme durch die Saugung in Verbindung mit dem Druck des oberhalb der Brenner eingeführten Abgases in eine im wesentlichen waagerechte Richtung zur Ofenachse gelenkt wird. Das oberhalb der Brenner abziehende Abgas bildet einen Wärmeschutzschleier zwischen Schachtwand und Brenngut.
- In der Zeichnung isst ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Sie zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen gemäß der Erfindung ausgebildeten, schematisch dargestellten Schachtofen.
- Der Schacht 1 wird von oben über einen Trichter 2 in bekannter Weise mit Kalkstein begichtet. Der Kalkstein wandert entsprechend dem fortschreitenden Brennvorgang nach unten und gelangt in die Brennzone A. Das untere Ende der Brennzone ist mit Durchbrechungen versehen, in welche Gasbrenner 4 münden.
- Oberhalb des Brenners 4 sind in die einzelnen Durchbrechungen 3 Leitungen 5 zum Einführen von Schutzgas unter Druck, beispielsweise von am oberen Schachtende abgezogenem Abgas, eingeführt, dem in einem Wärmeaustauscher ein Teil der fühlbaren Wärme entzogen sein kann.
- Unmittelbar unterhalb jedes Brenners 4 ist die Schachtwand mit einer Absaugöffnung 7 versehen, durch die ein Teil der von unten durch eine Kühlzone B eingesaugten Luft im Bereich der Schachtwand abgesaugt wird.
- Der Druck des durch die Leitungen 5 eingeführten Abgases und die Saugung der, durch die Schachtwandöffnungen 7 abgezogenen Kühlluft werden nun so abgestimmt, daß die Drennerflamme in Richtung zur Schachtachse abgelenkt wird, ohne daß im Bereich der Schachtwand eine wesentliche Vermischung der aufsteigenden Kühlluft mit dem Brenngas der Brenner erfolgen kann. Der, gebrannte Kalk verläßt unterhalb des Sattels 8 durch die Austragvorrichtungen den Ofenschacht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb eines gas- oder ölbeheizten Schachtofens, insbesondere Kalkbrennofens, dessen Brenner in der Außenwand- angeordnet sind und der mit Einrichtungen zum Einblasen unbrennbarer Gase oberhalb der Brenner und Einrichtungen zum seitlichen Abzug von Kühlluft unterhalb der Brenner ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einblasedruck der unbrennbaren Gase sowie der Sog an den seitlichen Abzugsstellen der Kühlluft so bemessen wird, daß durch das Zusammenwirken -der dadurch geschaffenen Druckverhältnisse innerhalb des Ofens die Flammen von der Außenwand weg und in Richtung zur Ofenachse gelenkt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 186196, 351196, 1008 641; USA.-Patentschrift Nr. 2 470 543.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED19647A DE1086165B (de) | 1955-01-28 | 1955-01-28 | Verfahren zum Betrieb eines gas- oder oelbeheizten Schachtofens |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1086165B true DE1086165B (de) | 1960-07-28 |
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ID=7036451
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1086165B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3255116A (en) * | 1962-12-26 | 1966-06-07 | Procter & Gamble | Sulfoximine-containing detergent compositions |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE186196C (de) * | ||||
| DE351196C (de) * | 1922-04-01 | Franz Meiser Fa | Gasschachtofen | |
| US2470543A (en) * | 1946-10-24 | 1949-05-17 | Azbe Corp | Calcining apparatus |
| DE1008641B (de) | 1954-10-21 | 1957-05-16 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen mit Abgasumwaelzung |
-
1955
- 1955-01-28 DE DED19647A patent/DE1086165B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE186196C (de) * | ||||
| DE351196C (de) * | 1922-04-01 | Franz Meiser Fa | Gasschachtofen | |
| US2470543A (en) * | 1946-10-24 | 1949-05-17 | Azbe Corp | Calcining apparatus |
| DE1008641B (de) | 1954-10-21 | 1957-05-16 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Kalkstein, Dolomit oder Magnesit im gasbeheizten Schachtofen mit Abgasumwaelzung |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3255116A (en) * | 1962-12-26 | 1966-06-07 | Procter & Gamble | Sulfoximine-containing detergent compositions |
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