DE1085248B - Elektrische Schaltanordnung fuer Mittelfrequenz - Google Patents
Elektrische Schaltanordnung fuer MittelfrequenzInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/14—Arrangements for reducing ripples from DC input or output
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Description
Wird eine Spannungsquelle belastet, so entsteht infolge
ihres Innenwiderstandes ein Spannungsabfall. Erfolgt die Tielastung intermittierend mit einer Zeitdauer unterhalb
einerHalbperiode, so wird dadurch die Klemmenspannung der Spannungsquelle verzerrt. Treten beispielsweise Belastungsstöße
periodisch mit etwa symmetrischer Lage beiderseits des Scheitelwertes der Spannungskurve auf,
so wird die ursprüglich sinusförmige Klemmenspannung um so stärker abgeflacht, je größer der Innenwiderstand
der Spannungsquelle ist. Solche Belastungsfälle können vor allem gegeben sein in Gleichrichteranlagen, die auf
eine Gegenspannung arbeiten. Auch teilausgesteuerte Gleichrichter haben eine — allerdings unsymmetrische —
intermittierende Belastung der vorerwähnten Art zur Folge. In Anlagen normaler Betriebsfrequenz von z. B.
50Hz entstehen daraus in der Regel keine Schwierigkeiten.
Demgegenüber befaßt sich die Erfindung mit dem Gebiet der mittleren Frequenzen von einigen hundert bis
zu einigen tausend Hz, die meist noch mittels umlaufender Generatoren erzeugt werden. Sie geht von einer Reihe
von Erkenntnissen aus. Die erste besteht darin, daß infolge der verhältnismäßig großen Streuinduktivität der
Mittelfrequenzgeneratoren die Verzerrung der Spannungskurve durch eine periodische Belastung, die jeweils nur
während eines Teiles einer Halbwelle auftritt, so beachtliche Ausmaße annehmen kann, daß zu ihrer Beherrschung
eine wesentliche Vergrößerung der Generator-Typenleistung, unter Umständen auf ein Mehrfaches,
nötig wäre. Eine zweite Erkenntnis besagt, daß bei Mittelfrequenzgeneratoren eine Vergrößerung der Nennleistung
wesentlich mehr Aufwand und Kosten erfordert als vergleichsweise bei Maschinen für die Netzfrequenz 50Hz.
Demzufolge ergibt sich als Aufgabe, die durch die Erfindung zu lösen ist, bei einer intermittierenden Belastung
eine stoßweise Beanspruchung von der mittelfrequenten Spannungsquelle fernzuhalten. Zur Lösung dieser bekannten
Aufgabe macht die Erfindung von Mitteln der Hochfrequenztechnik Gebrauch, nämlich von einem
an sich bekannten Schwingungskreis zur Erzeugung bzw. Unterdrückung gegebener Frequenzen.
Dem liegen die weiteren Erkenntnisse zugrunde, daß von den beiden Elementen des Schwingungskreises,
Kondensator und Drosselspule, der erstere für den vorliegenden Zweck die Hauptrolle spielt und daß ferner der
Aufwand für den Kondensator, der die Verwendung von Schwingungskreisen in Schaltungen für 50 Hz praktisch
unmöglich macht, in Mittelfrequenzanordnungen wirtschaftlich von Vorteil sein kann, insbesondere gegenüber
der obenerwähnten Vergrößerung des Generators.
Von vorstehenden Überlegungen geht die Erfindung aus. Sie betrifft eine elektrische Schaltanordnung mit
einer Mittelfrequenz-Spannungsquelle, die periodisch jeweils nur während eines Teilabschnittes einer Halbwelle
Elektrische Schaltanordnung
für Mittelfrequenz
für Mittelfrequenz
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Heinz Rieger, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
belastet wird, und besteht darin, daß zur Entlastung der Spannungsquelle von Oberwellen parallel zur Last eine
an sich bekannte auf Resonanz mit der Grundwelle der Speisespannung abgestimmte Parallelschaltung eines
Kondensators und einer Drosselspule geschaltet ist und daß die Kapazität des Kondensators so groß gewählt ist,
daß für die niedrigste betriebsmäßig vorkommende Oberwellenfrequenz der Leitwert des Schwingungskreises
größer ist als der doppelte Leitwert der Spannungsquelle.
Fig. 1 enthält das Schaltschema eines Ausführungsbeispieles, die
Fig. 2 und 3 zeigen Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise.
Nach Fig. 1 ist an einen Mittelfrequenzgenerator G, dessen innerer, hauptsächlich induktiver Widerstand besonders
dargesteEt und mit L2 bezeichnet ist, über einen
Transformator Tr und einen Gleichrichter Gl ein Verbraucher
R angeschlossen, dem ein Strom mit sehr hoher, möglichst konstanter Gleichspannung zugeführt werden
soll. Dazu ist ein Kondensator C vorgesehen. Derartige Anordnungen können beispielsweise Teil einer Gleichrichterkaskade
zur Erzeugung von hochgespanntem Gleichstrom für Untersuchungs- und Prüfzwecke sein.
Der Kondensator C wird periodisch aufgeladen und entladen. In Fig. 2 ist der Verlauf des Ladestromes I und der
Spannungen dargestellt. Der Strom tritt nur intermittierend jeweils in der Zeit auf, während welcher am
Gleichrichter eine Spannung in Durchlaßrichtung liegt. Dieser Strom erzeugt an der Streuinduktivität L2 einen
erheblichen Spannungsabfall, so daß die Klemmenspannung U des Generators abgeflacht wird. Sie enthält in
diesem Beispiel eine starke dritte Oberwelle in jeder zweiten Halbperiode. Bei Speisung einer ganzen Gleichrichterkaskade
sind beide Halbperioden abgeflacht.
009 550/151
Das Auftreten von Oberwellen in der Spannungskurve kann dadurch sehr stark reduziert werden, daß parallel
zur Wechselspannungsquelle G ein Schwingungskreis angeordnet wird, der die Lieferung der Stromoberwellen
übernimmt. Er besteht aus dem Kondensator C1 und der Drosselspule L1. Dieser Parallelschwingungskreis wird auf
die Frequenz der speisenden Wechselspannung abgestimmt, so daß sein Leitwert für die Grundwelle des
Stromes gleich Null wird. Die Grundwelle wird also von der Wechselspannungsquelle selbst geliefert. Die von dem
angeschlossenen Gerät benötigten Oberwellen des Stromes werden zum Teil von der Wechselspannungsquelle, zum
Teil von dem Schwingungskreis geliefert, wobei der Anteil des Schwingungskreises an der Stromlieferung von dem
Verhältnis der Leitwerte von Schwingungskreis und Spannungsquelle und von der Ordnungszahl der Oberwelle
abhängt.
Um die verlangte Wirkung des Schwingungskreises zu erzielen, muß eine Mindestgröße der Kapazität des Kondensators
C1 eingehalten werden. Betrachtet man gemäß Fig. 3 die Leitwerte der beiden parallel liegenden Zweige,
des Schwingungskreises und des Generators, für eine Oberwelle bestimmter Ordnung, so hat der hauptsächlich
induktive Leitwert Iq des Generators eine fest gegebene
Größe. Der in der Hauptsache kapazitive Leitwert Is
des Schwingungskreises nimmt von dem Wert Null für C1 = 0 auf den Wert oc für C1 = oc zu. Der Gesamtleitwert
Xs + Ag der beiden parallelen Zweige nimmt also
von dem Leitwert des Generators aus ab bis auf den Wert Null an der Stelle 1 und dann wieder zu bis auf den Wert oc.
Das Einfügen eines Schwingungskreises hat erst dann Sinn, wenn der Gesamtleitwert von Schwingungskreis
und Generator erheblich größer ist als der Leitwert des Generators allein für die Oberwelle kleinster Ordnungszahl, die im Strom auftritt.
An der Stelle 2 der Fig. 3 hat die Summe der Leitwerte von Schwingungskreis und Generator gerade den gleichen
Wert wie der Leitwert des Generators allein. Der Leitwert des Schwingungskreises beträgt an dieser Stelle das
Doppelte des Generatorleitwertes. Der Einbau eines Schwingungskreises hat also nur einen Sinn, wenn sein
Leitwert größer wird als das Doppelte des Generatorleitwertes, und zwar bezogen auf die Oberwelle geringster
Ordnungszahl, die auftreten kann. Bezeichnet man diese Ordnungszahl mit n, so ergibt sich für den Schwingungskreis
- 1 1
L1 < L2
oder C1
COn
Durch den Einbau des Schwingungskreises soll eine bestimmte Herabsetzung des Leitwertes für die entstehenden
Oberwellen erreicht werden. Bezeichnet man das Verhältnis des Gesamtleitwertes zum Leitwert des Generators
allein mit a,
zielung einer bestimmten Verbesserung der Spannungskurve gilt dann
L1 = L2 oder C1 = ■ .
Eine obere Grenze für die Werte von C1 und α ist dadurch
gegeben, daß mit wachsender Kapazität C1 auch die Verluste des Schwingungskreises zunehmen, so daß
schließlich zu ihrer Deckung eine Vergrößerung des Generators nötig werden würde, die mit Hilfe des Schwingungskreises ja gerade vermieden werden soll.
Ein weiteres Anwendungsgebiet für die vorliegende Erfindung sind Steuer- und Regelanordnungen, welche
mit Magnetverstärkern arbeiten und zwecks Abkürzung der Eigenzeiten eine mittelfrequente Speisespannung für
die Magnetverstärker benutzen. Die Magnetverstärker weisen insbesondere in Kombination mit Trockengleichrichtern
häufig Sättigungsabschnitte mit hohen Stromwerten auf, deren Länge nur einen Teil einer HaIbwellendauer
der Speisespannung ausmacht.
Auch für Schweißzwecke, z. B. zur Nahtschweißung mittels aneinandergereihter Schweißpunkte, wobei mit
sehr kurzzeitigen, jedoch schnell aufeinanderfolgenden Schweißstromimpulsen gearbeitet wird, kann eine Mittelfrequenzschaltung
nach der Erfindung mit Vorteil benutzt werden.
Claims (4)
1. Elektrische Schaltanordnung mit einer Mittelfrequenz-Spannungsquelle,
die periodisch jeweils nur während eines Teilabschnittes einer Halbwelle belastet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entlastung der Spannungsquelle von Oberwellen parallel
zur Last eine an sich bekannte auf Resonanz mit der Grundwelle der Speisespannung abgestimmte Parallelschaltung
eines Kondensators und einer Drosselspule geschaltet ist, und das die Kapazität des Kondensators
so groß gewählt ist, daß für die niedrigste betriebsmäßig vorkommende Oberwellenfrequenz der
Leitwert des Schwingungskreises größer ist als der doppelte Leitwert der Spannungsquelle.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung aus einem Hochspannungs-Gleichstromverbraucher
besteht, der an einen Kondensator angeschlossen ist, der über einen Hochspannungsgleichrichter
periodisch geladen wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung aus einer Magnetverstärkeranordnung
besteht.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Belastungsstromkreis ein Schweißstromkreis
ist.
so ist α ein Maß für die Herabsetzung des Oberwellengehaltes der Spannungskurve des Generators. Zur Er-In
Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 683 749;
USA.-Patentschrift Nr. 2 008 515;
G. Oberdorfer, »Lehrbuch der Elektrotechnik«, Bd. I, 4. Auflage, Verlag von R. Oldenbourg, München und Berlin (1944), S. 467.
Deutsche Patentschrift Nr. 683 749;
USA.-Patentschrift Nr. 2 008 515;
G. Oberdorfer, »Lehrbuch der Elektrotechnik«, Bd. I, 4. Auflage, Verlag von R. Oldenbourg, München und Berlin (1944), S. 467.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©1 009 550/151 7.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50708A DE1085248B (de) | 1956-09-29 | 1956-09-29 | Elektrische Schaltanordnung fuer Mittelfrequenz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES50708A DE1085248B (de) | 1956-09-29 | 1956-09-29 | Elektrische Schaltanordnung fuer Mittelfrequenz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1085248B true DE1085248B (de) | 1960-07-14 |
Family
ID=7487920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES50708A Pending DE1085248B (de) | 1956-09-29 | 1956-09-29 | Elektrische Schaltanordnung fuer Mittelfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1085248B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2008515A (en) * | 1930-08-15 | 1935-07-16 | Gen Electric | Electric system |
| DE683749C (de) * | 1937-10-14 | 1939-11-14 | Aeg | Anordnung zur Oberwellenkompensation in Kraftuebertragungsnetzen |
-
1956
- 1956-09-29 DE DES50708A patent/DE1085248B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2008515A (en) * | 1930-08-15 | 1935-07-16 | Gen Electric | Electric system |
| DE683749C (de) * | 1937-10-14 | 1939-11-14 | Aeg | Anordnung zur Oberwellenkompensation in Kraftuebertragungsnetzen |
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