DE1085071B - Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmessverfahren - Google Patents
Zeitmultiplex-Puls-Code-FernmessverfahrenInfo
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- DE1085071B DE1085071B DES61455A DES0061455A DE1085071B DE 1085071 B DE1085071 B DE 1085071B DE S61455 A DES61455 A DE S61455A DE S0061455 A DES0061455 A DE S0061455A DE 1085071 B DE1085071 B DE 1085071B
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- telemetry method
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-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C15/00—Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path
- G08C15/06—Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path successively, i.e. using time division
- G08C15/12—Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path successively, i.e. using time division the signals being represented by pulse characteristics in transmission link
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
- Selective Calling Equipment (AREA)
Description
DEUTSCHES
Ein wichtiger Verfahrensschritt bei der zeitmultiplexen
Puls-Code-Fernmessung ist die Verschlüsselung der an verschiedenen Meßstellen anfallenden analogen
Meßwerte in den digitalen Puls-Code. Eine bekannte Methode wendet für die Verschlüsselung einen selbsttätigen
Stufenkompensator an, der nach Maßgabe einer zeitmultiplexen Verteilerschaltung an jede Meßstelle
angelegt wird und innerhalb einer kurzen Zeitspanne den momentanen Analogwert in ein digitales
Telegramm umwandelt. Soll wirklich ein genauer Momentanwert verschlüsselt werden, so muß der
Analogwert für die Dauer der zur Verschlüsselung benötigten Zeit festgehalten werden.
Dies kompliziert den ohnehin schon nicht einfachen selbsttätigen Stufenkompensator weiter. Wird auf die
Verschlüsselung eines Momentanwertes verzichtet, so gibt das erhaltene Impulstelegramm einen Mittelwert
an. Die Mittelwertbildung umfaßt aber nur eine sehr kurze Zeitspanne, weil der Verschlüßler in schneller
Folge auf die einzelnen Meßstellen umgeschaltet werden muß. Anstatt eines selbsttätigen Stufenkompensators
kann auch ein sogenannter Sägezahnverschlüßler verwendet werden, ohne daß die geschilderten
Nachteile davon beeinflußt werden.
Es ist ein Zeitmultiplex-Fernmeßverfahren bekannt, bei dem jedoch kein Impuls-Code übertragen
wird, sondern verschiedene Signalfunktionen zeitlich nacheinander abgetastet und die so erhaltene amplitudenmodulierte
Impulsfolge übertragen wird. Die Erfindung soll dagegen von einem Puls-Code-Modulationsverfahren
ausgehen, das hinsichtlich seiner Störanfälligkeit viel weniger empfindlich als jede Art
von Amplitudenmodulation ist.
Es ist auch ein Übertragungssystem mit einer Impuls-Zähl-Modulation
bekanntgeworden. Dabei wird die Nachricht zuerst in eine Impuls-Längen-Modulation
umgeformt. Dann dient die unterschiedliche Dauer der einzelnen Impulse dazu, ein Stromtor in
entsprechenden Intervallen zu öffnen. Während dieser Öffnungszeiten gelangt eine der Öffnungszeit proportionale
Anzahl Impulse gleicher Folgefrequenz in einen Zähler. Die Zähldauer ist dabei proportional der
Nachricht. Mit Hilfe dieses Verfahrens können ohne zusätzliche Einrichtungen keine Mittelwerte über
gleiche, einzelnen Meßgebern zugeordnete Zeitabschnitte gebildet werden. Dies stellt aber eine mit
Hilfe der Erfindung zu lösende Aufgabe dar.
Es ist auch bekannt, daß unter der Bezeichnung Festmengen-Verschlüßler
Zählketten verwendet werden, die zur Zählung der Impulse von Meßwertgebern
dienen, die vom Meßwert abhängige Impulsfrequenzen aussenden. Derartige Festmengenverschlüßler geben
aber keinen Aufschluß über das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren.
Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmeßverfahren
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Siegfried John, Karlsruhe-Knielingen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
In einem ebenfalls bekannten Verfahren zur elekirischen
Fernübertragung von Zählimpulsen werden die anfallenden Impulse zunächst in einer Speicherstelle
gesammelt, um dann zu beliebigen Zeiten über normale Fernsprech- oder Fernschreibnetze abgefragt
zu werden. Hierbei handelt es sich aber nicht um ein Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmeßverfahren, wie es
der Erfindung zugrunde liegt.
Im folgenden wird nun ein Verfahren beschrieben, das auf einen zentralen Verschlüßler für alle Meßstellen
verzichtet und gegenüber den bekannten Verfahren wesentliche Vorteile bietet.
Das Verfahren bezieht sich auf die Fernübertragung von Meßwerten mit Hilfe einer Zeitmultiplex-Puls-Codemodulation.
Bei ihm sind den verschiedenen Meßstellen ebenso viele Impulsfrequenzgeber zugeordnet.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß eine der Zahl der Meßstellen entsprechende Anzahl an sich
bekannter Zählketten für die Impulse der meßwertabhängigen Impulsfrequenzen zugeordnet ist und daß
jede der in bekannter Weise zeitlich nacheinander abgefragten Zählketten während des ganzen zur Abfrage
der anderen Zählketten benötigten Zeitraumes geöffnet ist.
Gegenüber den bekannten Verfahren weist das Verfahren nach der Erfindung zwei wesentliche Vorteile
auf. Es kommt ohne einen der sehr komplizierten zentralen Verschlüßler für alle Meßstellen aus. Weiter
werden die von ihm erfaßten Mittelwerte der Meßgröße über den größtmöglichen Zeitraum gebildet.
Das Verfahren nach der Erfindung ist besonders zur Mittelwertbildung geeignet, denn jetzt steht für die Mittelwertbildung an einer einzelnen Meßstelle nicht mehr nur die kurze Zeit zur Verfügung, in der ein zentraler Verschlüßler auf die Meßstelle geschaltet ist, sondern die viel längere Zeit, während der alle
Das Verfahren nach der Erfindung ist besonders zur Mittelwertbildung geeignet, denn jetzt steht für die Mittelwertbildung an einer einzelnen Meßstelle nicht mehr nur die kurze Zeit zur Verfügung, in der ein zentraler Verschlüßler auf die Meßstelle geschaltet ist, sondern die viel längere Zeit, während der alle
009 549/274
anderen Meßstellen abgefragt werden. Beispielsweise hat eine bestimmte Fernmeßanlage, die einen Zentralverschlüßler
benutzt, für die Mittelwertbildung an einer einzelnen Meßstelle eine Zeit von ungefähr 20 ms
zur Verfügung. Diese Zeit erhöht sich bei einem Verfahren nach der Erfindung auf 600 ms. Vor allem bei
nur wenigen Meßstellen verringert sich auch der Aufwand an Schaltmitteln, weil infolge ihrer verhältnismäßigen
Unkompliziertheit wenige Zählketten einen geringeren Aufwand als ein zentraler Verschlüßler
erfordern.
Das Verfahren kann als eine Kombination des Impulsfrequenzverfahrens mit dem Impuls-Code-Verfahren
aufgefaßt werden, weil der Analogmeßwert durch einen Impulsgeber zuerst in eine proportionale
Impulsfolgefrequenz umgewandelt wird. Darauf beruht eine Weiterbildung der Erfindung, gemäß der bei
den Impulsgebern die an sich bekannte Drehmomentkompensation angewendet wird. Ebensogut kann natürlich
Spannungskompensation angewendet werden. Eine weitere Variante dieser spannungskompensierten
Einrichtung besteht in einem Hallgenerator als Meßwertgeber, einem nachgeschalteten Gleichspannungsverstärker
und einem von diesem gespeisten Impulsgenerator. Die Kompensation oder Gegenkopplung erfolgt
mittels einer im Impulsgenerator erzeugten Gleichspannung, die auf den Eingang des Verstärkers
zurückgeführt ist.
Die geschilderten Kompensationsmethoden verleihen dem Puls-Code-Verfahren eine Genauigkeit und
Linearität der Verschlüsselung, welche dem Impulsfrequenzverfahren entspricht.
Die verwendeten Impulsgeber können zweckmäßig elektronische Impulsgeber sein. Sie können aus
Röhrenschaltungen oder Transistorschaltungen oder Kombinationen von beiden aufgebaut sein.
Die verwendeten Zählketten können binäre Zählketten sein.
Die Zeichnung stellt in schematischer Darstellung eine Anordnung zur Ausübung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dar. la, Ib, lc, Id bedeuten von analogen
Meßwerten gesteuerte elektronische Impulsgeber. Ihre Ausgangsimpulse werden auf Zählketten2 a bzw. 2b,
2 c, 2d gegeben. 3 stellt einen quarzgesteuerten Frequenzgenerator dar, der über eine Frequenzteilerschaltung
4, eine Steuerfrequenz zur Steuerung eines
zeitmultiplexen Verteilers 5 und die Steuerfrequenz zur Steuerung von Schieberegistern 6 a bzw. 6 b, 6 c
und 6 d liefert. Im Takte dieser Steuerfrequenz wird der Inhalt der einzelnen binären Zählketten 2 α bzw.
b, 2 c und 2d mittels der Schieberegister 6ß bzw.
6b, 6c und 6d und des zeitmultiplexen Verteilers 5
auf die Fernleitung 7 gegeben.
Claims (6)
1. Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmeß verfahren,
bei dem den verschiedenen Meßstellen Impulsfrequenzgeber zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der. Zahl der Meßstellen entsprechende Anzahl an sich bekannter Zählketten
für die Impulse der meßwertabhängigen Impulsfrequenzen zugeordnet ist und daß jede der in bekannter
Weise zeitlich nacheinander abgefragten Zählketten während des ganzen zur Abfrage der
anderen Zählketten benötigten Zeitraumes geöffnet ist.
2. Fernmeßverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Impulsgebern eine
Drehmomentkompensation angewendet ist.
3. Fernmeßverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsgeber spannungskompensiert
sind.
4. Fernmeßverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungskompensation
über Gleichstromverstärker mit Hallgenerator erfolgt.
5. Fernmeßverfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsgeber
elektronische Impulsgeber sind.
6. Fernmeßverfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß binäre Zählketten
verwendet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 918 976;
deutsche Patentanmeldung Z 1813 VIII a/21 a 3 (bekanntgemacht am 15. 10. 1953) ;
Deutsche Patentschrift Nr. 918 976;
deutsche Patentanmeldung Z 1813 VIII a/21 a 3 (bekanntgemacht am 15. 10. 1953) ;
»ÖTF«, 1954, Heft 9/10, S. 125 bis 132;
»Elektronik«, Juli 1958, S. 201 bis 207.
»Elektronik«, Juli 1958, S. 201 bis 207.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©> 009 543/274 6.60
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61455A DE1085071B (de) | 1959-01-23 | 1959-01-23 | Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmessverfahren |
| CH42560A CH380597A (de) | 1959-01-23 | 1960-01-15 | Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmessverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61455A DE1085071B (de) | 1959-01-23 | 1959-01-23 | Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmessverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1085071B true DE1085071B (de) | 1960-07-07 |
Family
ID=7494876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES61455A Pending DE1085071B (de) | 1959-01-23 | 1959-01-23 | Zeitmultiplex-Puls-Code-Fernmessverfahren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH380597A (de) |
| DE (1) | DE1085071B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157671B (de) * | 1960-11-29 | 1963-11-21 | Siemens Ag | Anordnung zur Fernsteuerung einer Sendeanlage |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE918976C (de) * | 1951-06-06 | 1954-10-07 | Siemens Ag | Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung mehrerer Messwerte durch Impulse |
-
1959
- 1959-01-23 DE DES61455A patent/DE1085071B/de active Pending
-
1960
- 1960-01-15 CH CH42560A patent/CH380597A/de unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE918976C (de) * | 1951-06-06 | 1954-10-07 | Siemens Ag | Verfahren zur gleichzeitigen UEbertragung mehrerer Messwerte durch Impulse |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157671B (de) * | 1960-11-29 | 1963-11-21 | Siemens Ag | Anordnung zur Fernsteuerung einer Sendeanlage |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH380597A (de) | 1964-07-31 |
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