DE1084121B - Vorrichtung zum Blanchieren von Gemuese und Fruechten, insbesondere von kleinen Erbsen - Google Patents
Vorrichtung zum Blanchieren von Gemuese und Fruechten, insbesondere von kleinen ErbsenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B7/00—Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
- A23B7/06—Blanching
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Description
DEUTSCHES
Vorrichtungen zum Blanchieren von Gemüse und Früchten, insbesondere von kleinen Erbsen, sind be^
kannt.
Vielfach handelt es sich hierbei um gelochte Drehtrommeln, in denen die Behandlung des Gutes mit
Hilfe einer Flüssigkeit von bestimmter Temperatur erfolgt. Nachteilig bei diesen Vorrichtungen ist jedoch,
daß das auf dem Boden der Trommel verbleibende Gut beschädigt wird und ein. gleichmäßiges
Blanchieren nicht möglich ist.
Auch mit Schnecke ausgerüstete längliche Behälter sind nicht neu. So ist schon vorgeschlagen worden, in
derartigen Behältern Rosinen od. dgl. nach einem zweistufigen Verfahren zu behandeln, wobei das Gut
zunächst durch Dampf erhitzt und dann mittels Kaltluft abgekühlt wird.
Ein weiterer Vorschlag geht dahin, Fische, Samen, Gemüse od. dgl. in einem mit Schnecke ausgerüsteten
Hochdruckbehälter mittels gespanntem Dampf zu kochen.
Schließlich ist es auch bekannt, Erbsen, Bohnen od. dgl. in einem mit Schnecke ausgerüsteten Behälter
in der Weise zu blanchieren bzw. zu kochen, daß an seinem einen Ende in den unteren Behälterteil heißes
Wasser eingeführt und durch über die Länge des Behälters verteilte Leitungen Heiß dampf zugeführt wird.
Demgegenüber arbeitet der erfindungsgemäße, ebenfalls mit einer Schnecke ausgerüstete Behandlungsbehälter
ausschließlich mit Heißwasser, das durch außerhalb des Behälters zugeführten Wasserdampf
erzeugt sowie in Umlauf gesetzt wird, wobei es das Behandlungsgut im Behälter in der Schwebe
hält, so daß dieses mit den Behälterwänden nicht in Berührung kommen kann.
Hierzu ist außerhalb des Behälters eine die beiden Behälterenden verbindende Flüssigkeitsumlaufleitung
vorgesehen, die mit einem an einem Ende des Behälters angeordneten Dampfzuführungsrohr zusammenwirkt,
durch das ein Dampfstrahl der Umlaufleitung zugeführt wird, der — wie bereits erwähnt — das in
der Umlaufleitung befindliche Wasser erhitzt und es in Umlauf setzt, wodurch gleichzeitig das im Behälter
befindliche Behandlungsgut in der Schwebe gehalten wird.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegen-Standes ist das Dampfzuführungsrohr einem Venturirohr
vorgeschaltet, das aus einem flüssigkeitsansaugenden konvergierenden Teil und einem fmssigkeitsfördernden
divergierenden Teil besteht.
Zur Temperaturregelung in den durch die Schneckenschaufeln abgegrenzten Einzelräumen sind
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung über die Behälterlänge verteilte und mit dem Behälter in Verbindung
stehende Abzweigleitungen an der Flüssig-Vorrichtung zum Blanchieren
von Gemüse und Früchten,
insbesondere von kleinen Erbsen
Anmelder:
International Machinery Corporation S. A., St. Nikiaas -Waas (Belgien)
Vertreter: Dr.-Ing. G. Eichenberg, Patentanwalt,
Düsseldorf, Cecilienallee 76
Düsseldorf, Cecilienallee 76
Willima deBack, San Jose, Calif. (V. St. Α.),
und Charles Tack, St. Niklaas-Waas (Belgien),
sind als Erfinder genannt worden
keitsumlaufleitung vorgesehen, in die von einem zentralen Dampfzuführungsrohr gespeiste Dampfinjektoren
münden. Hierbei entspricht der Abstand dieser Abzweigleitungen dem Abstand der Schneckenschaufeln
oder einem Mehrfachen hiervon.
Ein Vorteil des Erfindungsgegenstandes ergibt sich aus der schonenden und leicht regelbaren Behandlung
des Gutes lediglich durch Wasser. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Erhitzung der
Behandlungsflüssigkeit und ihr Umlauf in denkbar einfacher Weise erfolgen, weil insgesamt außer der
Flüssigkeitsumlaufleitung nur ein Dampfzuführungsrohr vorgesehen ist, das einem Venturirohr vorgeschaltet
werden kann. Die in der Flüssigkeitsumlaufleitung vorgesehenen Abzweigleitungen, die dem
Behandlungsbehälter erhitztes Wasser zuführen, ergeben schließlich die Möglichkeit, die Temperatur
noch weiter in den durch die Schneckenschaufeln gebildeten Räumen zu regeln.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Aufriß des Kessels mit abgenommenem Kesselmantel,
Fig. 2 einen Grundriß des Kessels,
Fig. 3 einen Querschnitt nach IH-III der Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach IV-IV der Fig. 2 und
Fig. 5 die Ansicht eines Einzelteiles.
Die erfindungsgemäße Einrichtung setzt sich aus einem Behälter mit dem zylindrischen Unterteil 1 und
dem abnehmbaren, spitz zulaufenden Oberteil 2 zusammen, welcher auf den an den Rändern des
zylindrischen Unterteiles angeordneten Rinnen 3 ruht.
009 547/224·
Der Kessel stützt sich auf Kesselstähle I1 ab. Im
Kessel ist die auf der Achse 5 angeordnete Schnecke4 vorgesehen, die in den Behälterunterteil genau paßt
und sich darin dreht.
Die Erzeugnisse werden über den Trichter 6 dem Behälter zugeführt und auf der Schrägrinne 7 ausgetragen.
Die Schrägrinne 7 ragt in das am Ende der Schnecke im Behälter angeordnete Flügelrad 8.
Ein wichtiges Merkmal der Einrichtung ist es, daß außen an einer Längsseite des Behälters das Rohr 9
vorgesehen ist, das den Behältervorderteil mit dem Behälterhinterteil verbindet und über Stutzen 10 und
11 an die Flüssigkeitsauslauföffnung 12 und die Flüssigkeitseintrittsöffnung 13 angeschlossen ist. Im
Rohr 9 befindet sich am Auslaufstutzen 10 das Venturirohr 14,15. Mittig zum Rohr 9 ist das Dampfzuführungsrohr
16 angeordnet, welches in den Teil 14 des Venturirohres einmündet. Die Bedampfung bewirkt
den Wasserumlauf und dient gleichzeitig zur Erhitzung der Flüssigkeit auf die gewünschte Temperatur.
Das Rohr 9 ist an seinem am Stutzen 11 liegenden Ende durch die Abschlußvorrichtung 17 geschlossen.
Die Schnecke 4 soll die Erzeugnisse nicht transportieren oder in Bewegung setzen, sondern im Behälterunterteil
geschlossene Räume bilden, die aus einer Reihe von jeweils von der Behälterwand und
zwei hintereinanderliegenden Schneckenflügeln gebildeten Einzelräumen bestehen, derart, daß die Breite
eines Einzelraumes also einem Schneckengang entspricht. Diese Räume enthalten ein Gemisch aus
Wasser mit genau geregelter Temperatur und abzukochenden Erzeugnissen und werden eine bestimmte
Zeit, die der erforderlichen Abkochzeit entspricht, auf Temperatur gehalten. Auf diese Weise werden die zu
behandelnden Erzeugnisse einer etwaigen ungünstigen Beeinflussung durch Temperaturschwankungen, heißes
oder kaltes Wasser und Dampf entzogen und ein Mittel erhalten, in dem das Abkochen gleichbleibend,
richtig und gleichmäßig erfolgt.
Die durch das Rohr 16 bewirkte Bedampfung bezweckt einerseits den Durchsatz des Gemisches im Behälter,
andererseits das Erhitzen des ablaufenden Wassers auf die gewünschte Temperatur. Die Bedampfung
vermittels des Venturirohres übt auf die Behälterflüssigkeit auf der Auslaufseite (Stutzen 10)
eine Absaugwirkung aus und setzt die Flüssigkeit in der Leitung 9 unter einen geringen Druck, so daß ein
Abfließen in der Richtung des Pfeiles F nach dem Zulaufrohr 11 und der Öffnung 13 ermöglicht wird.
Das Abfließen soll im wesentlichen lediglich so stark erfolgen, daß die Flüssigkeit umläuft und die Erzeugnisse
im Behälter in einem solchen Zustand gehalten werden, daß sie eingetaucht sind, wobei sie nicht mit
der Behälterwand in Berührung kommen und grundsätzlich nicht an die Oberfläche gelangen und mit der
Luft in Berührung kommen dürfen.
Nach dem Durchsatz des Gemisches im Behälter erfolgt im Rad 8 eine Trennung derart, daß die kleinen
Erbsen oder sonstige Erzeugnisse von den Flügeln 18 erfaßt und auf die Rinne 7 geworfen werden, während
das Wasser durch die in der Trommel 20 angebrachten Löcher 19 nach der Öffnung 12 abfließt.
Der durch das Rohr 16 eingeführte Dampf gibt seine Wärme an das aus dem Behälter fließende Wasser ab
und erhitzt es auf die gewünschte Temperatur. Der Wasserumlauf kann infolgedessen vermittels der Bedampfung
in sehr einfacher Weise geregelt werden. Zur Regelung der Abkochtemperatur und -zeit können
selbsttätig wirkende Apparate verwendet werden.
Unabhängig vom Umlauf kann auch in jedem von den hintereinanderliegenden Schneckenflügeln abgegrenzten
Einzelraum eine selbsttätige Temperaturregelung vorgesehen werden. Zu diesem Zweck können
seitlich die Stutzen 21 zur Zuführung heißer Flüssigkeit in den Behälter 1 angeordnet werden. Die Stutzen
sind an das Rohr 9 angeschlossen. In die Stutzen 21 münden Rohre 22, die an die Hauptleitung 23 angeschlossen
sind und auf das Wasser im Rohr 9 eine Saugwirkung ausüben.
Der spitz zulaufende Behälteraufsatz an Stelle der bisher üblichen runden Aufsätze ermöglicht ein leichtes
Ablaufen des Kondensates in die Rinnen 3, wobei das Kondensat nicht in die Flüssigkeit oder auf die zu
behandelnden Erzeugnisse fällt. Ein weiteres wichtiges Kennzeichen der Erfindung ist der Wegfall der
bisher üblichen gelochten, rotierenden Trommel.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Blanchieren von Gemüse und Früchten, insbesondere von kleinen Erbsen,
in einem durch eine Schnecke in Einzelräume unterteilten Behälter, in welchem das Gut während
einer bestimmten Zeit und bei einer bestimmten Temperatur in untergetauchtem Zustand
behandelt wird, gekennzeichnet durch eine außerhalb des Behälters (1) angeordnete, die
beiden Behälterenden miteinander verbindende Flüssigkeitsumlaufleitung (9) und ein hiermit zusammenwirkendes,
an dem einen Ende des Behälters (1) vorgesehenes Dampfzuführungsrohr (16), durch das der Flüssigkeit Dampf zugeführt
wird, der sowohl die Erhitzung als auch den Umlauf der Flüssigkeit bewirkt und hierbei das Behandlungsgut
in der Schwebe hält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem einen Ende der
Flüssigkeitsumlaufleitung (9) angebrachte Dampfzuführungsrohr (16) einem Venturirohr vorgeschaltet
ist, das aus einem flüssigkeitsansaugenden Teil (14) und einem flüssigkeitsfördernden
Teil (15) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch in der Flüssigkeitsumlaufleitung (9)
angeordnete und mit dem Behälter (1) verbundene Abzweigleitungen (21), in die mit einer gemeinsamen
Dampfleitung (23) in Verbindung stehende Dampfzuführungsrohre (22) münden, wobei
der Abstand der Abzweigleitungen (21) dem Abstand der Schneckenschaufeln oder einem Mehrfachen
hiervon entspricht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 1 374 340, 1 374 341,
607 886, 1 715 065, 1 842 693, 2 633 073;
französische Patentschrift Nr. 958 757.
607 886, 1 715 065, 1 842 693, 2 633 073;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI10568A DE1084121B (de) | 1955-08-19 | 1955-08-19 | Vorrichtung zum Blanchieren von Gemuese und Fruechten, insbesondere von kleinen Erbsen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1084121B true DE1084121B (de) | 1960-06-23 |
Family
ID=7185270
Family Applications (1)
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| DEI10568A Pending DE1084121B (de) | 1955-08-19 | 1955-08-19 | Vorrichtung zum Blanchieren von Gemuese und Fruechten, insbesondere von kleinen Erbsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1084121B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1274428B (de) * | 1965-03-13 | 1968-08-01 | Gustav Brueser Maschinenfabrik | Kontinuierlich arbeitender Blancheur |
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| FR958757A (de) * | 1950-03-17 | |||
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-
1955
- 1955-08-19 DE DEI10568A patent/DE1084121B/de active Pending
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