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DE1083489B - Verfahren zur Herstellung von Faeden durch Trockenspinnen von Cellulosetriacetat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Faeden durch Trockenspinnen von Cellulosetriacetat

Info

Publication number
DE1083489B
DE1083489B DES58634A DES0058634A DE1083489B DE 1083489 B DE1083489 B DE 1083489B DE S58634 A DES58634 A DE S58634A DE S0058634 A DES0058634 A DE S0058634A DE 1083489 B DE1083489 B DE 1083489B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
cellulose triacetate
dioxolane
triacetate
threads
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES58634A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Jacques Corbiere
Rene Emile Fernand Stuchlik
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhodiaceta SA
Original Assignee
Rhodiaceta SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhodiaceta SA filed Critical Rhodiaceta SA
Publication of DE1083489B publication Critical patent/DE1083489B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate
    • D01F2/30Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate by the dry spinning process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß die für das Trockenspinnen von Cellulosetriacetat angewendeten industriellen Verfahren als Lösungsmittel entweder Aceton für die sekundären Acetate, d. h. für solche, die ungefähr 52 bis 56'% chemisch gebundene Essigsäure enthalten, oder Gemische von Methylenchlorid und Alkohol für jene verwenden, deren gebundener Essigsäuregehalt über 59% liegt; diese werden im allgemeinen und auch im nachfolgenden als »Triacetate bezeichnet.
Obwohl Lösungsmittel für diese Triacetate schon seit langem bekannt sind, unter denen Dioxolan-1,3 hervorzuheben ist, beschreibt die Literatur keine Trockenspinnverfahren von Triacetat aus dieser Lösung. Dagegen findet man gewisse Angaben, die ihre Verwendung für das Trockenspinnen von in Aceton löslichen Acetaten oder sogenannten sekundären Acetaten betreffen, nach denen das Spinnen ebensogut mit reinem Dioxolan-1,3 ausgeführt werden könnte wie in Mischung mit anderen organischen Flüssigkeiten, wobei selbst ein Wassergehalt von 5 bis 8% als vorteilhaft angegeben ist. Der Erfinder hat festgestellt, daß das Verspinnen von Triacetat unter den gleichen Bedingungen nur mittelmäßige Ergebnisse gibt.
Nach der britischen Patentschrift 395 353 ist es außerdem bekannt, Lösungen aus in Aceton löslichen Celluloseacetat in einem Lösungsmittelgemisch von 50% Aceton, 45% 2-Methyl-l,3-cyclotrimethylenoxyd und 5% Wasser nach dem Trockenspinnverfahren zu verspinnen.
Es wurde nun gefunden, daß man ohne Schwierigkeit Cellulosetriacetatfäden von ausgezeichneter Qualität erhält, wenn man als Lösungsmittel Dioxolan-1,3 verwendet, dem man wenigstens 1% einer organischen, Triacetat nicht lösenden Flüssigkeit hinzufügt, der Wassergehalt der Spinnlösung im Höchstfall 4% beträgt und die Lösungstemperatur im Augenblick ihres Verspinnens in den Spinnzellen zwischen 80 und 110° C liegt.
Alle diese Bedingungen sind zur Erreichung befriedigender Ergebnisse notwendig, und zwar ebenso vom Gesichtspunkt der technischen Durchführung wie von der Qualität der erhaltenen Fäden aus.
Die Konzentration der Spinnlösung, die Temperatur in der Zelle, die Ansaugbedingungen in der Zelle, der Durchmesser und die Form der Spinndüsenöffnungen und die Aufspulbedingungen können auf einfache Art als Funktion der Qualität des verwandten Triacetats und der gewünschten Fadenart bestimmt werden. Das Verfahren, welches die Anwendung von großen Spinngeschwindigkeiten gestattet, kann mit jeder bekannten Trockenspinnvorrichtung, entweder mit Ansaugung oder durch Wiedergewinnen des Lösungsmittels im geschlossenen Umlauf, verwirk-Verfahren zur Herstellung
von Fäden durch Trockenspinnen
von Cellulosetriacetat
Anmelder:
Societe Rhodiaceta, Paris
Vertreter: Dr. M. Plum, Dr. K. Fettweis
und Dr. T. Huber-Simons, Rechtsanwälte,
Freiburg (Breisgau), Schreiberstr. 10
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 15. Juli 1957
Paul Jacques Corbiere, Lyon, Rhone,
und Rene Emile Fernand Stuchlik,
Villeurbanne, Rhone (Frankreich),
sind als Erfinder genannt worden
licht werden (wie mit der in dem deutschen Patent 862 643 beschriebenen Vorrichtung). Es kann zum Erhalt von glänzenden, matten, mit allen gebräuchlichen Substanzen (färbende, pigmentierende, weichmachende) beladenen Fäden, in gleicher Weise für das Reinverspinnen wie für Spinnen in Mischung mit anderen spinnfähigen Polymeren angewandt werden, wie mit sekundärem Acetat, mit den verschiedenen Celluloseestern und -äthern oder mit synthetischen Polymeren, die in dem in Betracht gezogenen Lösungsmittel löslich sind.
Die organischen Flüssigkeiten, die dem Dioxolan-1,3 beigefügt werden, können verschiedener chemischer Natur sein, aber es wurde gefunden, daß die Alkohole und Ketone besonders empfehlenswert und der Gehalt an Äthanol von 1 bis 15%, der Gehalt an Aceton von 1 bis 40% sehr interessant sind.
Beispiele
(die Teile sind als Gewichtsteile angegeben)
1. Aus einem Triacetat von einem Essigsäuregehalt von 60,5% und zuvor getrockneten Lösungsmitteln werden die drei nachfolgenden Lösungen hergestellt:
009 530/521
A B C
Triacetat
Dioxolan-1,3
Äthanol
Aceton
24,0 Teile
76,0 Teile
24,0 Teile
72,2 Teile
3,8 Teile
24,0 Teile
74,5 Teile
1,5 Teile
Gesamt 100,0 Teile 100,0 Teile 100,0 Teile
Die 90° C heißen Lösungen B und C können mit großer Leichtigkeit trocken versponnen werden, indem man sie in einer auf 100° C geheizten Zelle verspinnt, und das Aufspulen mit einer Geschwindigkeit von 400 m/min erfolgt. Die Lösung A, obwohl augenscheinlich ebenso vollkommen, gestattet es nicht, Fäden zu erhalten. Selbst bei 130 m/min brechen die angesponnenen Fäden ständig unter dem Zug, dem sie ausgesetzt sind.
2. Man stellt 24°/oige Lösungen des gleichen Triacetats in Dioxolan-1,3-Mischungen her, einmal mit Äthanol (95 :5) und ein anderes Mal mit Aceton (90 :10), indem man den Wassergehalt der Lösungen variiert. Die Spinnergebnisse unter den im Beispiel 1 gegebenen Bedingungen sind:
Wassergehalt Dioxolan-Äthanol Dioxolan-Aceton
0
2
4
6,7
gute Verspinnung
desgl.
desgl.
Verspinnung
unmöglich
gute Verspinnung
desgl.
desgl.
Verspinnung
unmöglich
Spinntemperatur
(Temperatur
der Spinnlösung)
0C
Festigkeit
(g/den)
Dehnung Biegefestigkeit
70
80
105
1,07
1,08
1,13
16,2
21,6
27,8
5 450
11640
17 400
besserungen 72% und 220% in bezug auf die beim Spinnen bei 70p C erhaltenen Ergebnisse.
5. Man verwendet ein Triacetat mit 61,5% Essigsäuregehalt, dessen relative Viskosität bei 2%o in Dioxolan-1,3 bei 45° C 1,542 beträgt. Man stellt eine 20°/oige Lösung dieses Triacetate in Dioxolan-1,3 her, dem 10% Aceton zugefügt werden. Die Produkte werden zuvor getrocknet. Die Lösung wird auf 90° C erhitzt und in einer auf 105° C erhitzten Zelle verspönnen; die Fäden werden beim Verlassen der Zelle mit einer Geschwindigkeit von 300 m/min aufgespult. Man erhält einen Faden mit folgenden Eigenschaften:
Festigkeit, trocken 1,18 g/den
Festigkeit, feucht 0,80 g/den
Dehnung, trocken 30,6%
Dehnung, feucht 36,2%
Biegefestigkeit 17500
6. Man verwendet ein Triaeetat von 60,0% Essig-Säuregehalt und stellt daraus eine Lösung von 24 % in einem Gemisch von 70% Dioxolan-1,3 und 30% Aceton (getrocknete Produkte) her. Diese · erwärmte Lösung wird in einer geschlossenen Vorrichtung, wie sie in der deutschen Patentschrift 862 643 beschrieben wird, versponnen, wobei die Zelle auf 135° C geheizt wird; die Auf spulgeschwindigkeit beträgt 170' m/min. Die erhaltenen Ergebnisse sind folgende:
35
3. Man stellt eine 24%ige Lösung des gleichen Triacetats in Dioxolan-1,3 her, dem 10% Äthanol zugefügt sind; dabei werden getrocknete Produkte verwendet. Man verspinnt die heiße Lösung in einer auf 95° C erhitzten Zelle bei einer Geschwindigkeit von 133 m/min.
Wenn die Spinntemperatur, d. h. die Temperatur der Spinnlösung im Moment des Anspinnens, nur 70° C beträgt, erhält man einen Faden, der eine Bruchdehnung von 23,5 °/o aufweist und eine Biegefestigkeit von 9000. Erhöht man die Spinntemperatur auf 90° C, dann steigert sich die Bruchdehnung auf 29,8% (also eine Verbesserung von 32%), und die Biegefestigkeit wird gleichzeitig auf 16 50O gesteigert (also eine Verbesserung von 83 %).
4. Man verfährt genau wie im Beispiel 3, nur setzt sich das Lösungsmittel aus 85% Dioxolan-1,3 und 15% Aceton zusammen. Die Spinnergebnisse zeigt folgende Tabelle:
55
60
Man sieht, daß sich bei 80° C eine Dehnungsverbesserung von 33% und eine Biegefestigkeitsverbesserung von 113% ergibt; bei 105° C sind diese Ver-
Spinntemperatur
(Temperatur der
. Spinnlösung).
0C
Dehnung Biegefestigkeit
75
80
95
100
16,8
27,4
28,6
30
4 570
6 755
11800
13 560
Man sieht, daß man bei einer Spinntemperatur von 80° C an eine erhebliche Verbesserung der Dehnung erhält und daß schon eine bemerkenswerte Verbesserung der Biegefestigkeit zu verzeichnen ist.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Fäden durch Trockenspinnen von Cellulosetriacetat unter Verwendung von Dioxolan-1,3 als Hauptbestandteil eines Lösungsmittelgemisches, dadurch gekennzeichnet, daß Cellulosetriacetat in Dioxolan-1,3, das mindestens 1% eines organischen Nichtlösers für Cellulosetriacetat enthält, gelöst wird, der Wassergehalt der Spinnlösung höchstens 4% beträgt und die Temperatur der Spinnlösung im Augenblick ihres Verspinnens in der Spinnzelle zwischen 80 und 110° C liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Dioxolan-1,3 beigefügte Nichtlöser für Cellulosetriacetat ein Keton ist, beispielsweise Aceton, dessen Anteil am Lösungsmittelgemisch 1 bis 40% beträgt.
3. Verfahren nach-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Dioxolan-1,3 beigefügte Nichtlöser für Cellulosetriacetat ein aliphatischer Alkohol ist, beispielsweise Äthanol, dessen Anteil
• am Lösungsmittelgemisch 1 bis 15% beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 395 353.
© 009 530/521 6.60
DES58634A 1957-07-15 1958-06-16 Verfahren zur Herstellung von Faeden durch Trockenspinnen von Cellulosetriacetat Pending DE1083489B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR829071X 1957-07-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1083489B true DE1083489B (de) 1960-06-15

Family

ID=9284029

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES58634A Pending DE1083489B (de) 1957-07-15 1958-06-16 Verfahren zur Herstellung von Faeden durch Trockenspinnen von Cellulosetriacetat

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BE (1) BE569428A (de)
DE (1) DE1083489B (de)
GB (1) GB829071A (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB395353A (en) * 1931-11-30 1933-06-30 Henry Dreyfus Improvements in or relating to solutions, compositions, preparations and articles having a basis of cellulose derivatives

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB395353A (en) * 1931-11-30 1933-06-30 Henry Dreyfus Improvements in or relating to solutions, compositions, preparations and articles having a basis of cellulose derivatives

Also Published As

Publication number Publication date
GB829071A (en) 1960-02-24
BE569428A (de)

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