DE1082881B - Zellenloses Trommelsaugfilter - Google Patents
Zellenloses TrommelsaugfilterInfo
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Classifications
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
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- B01D33/073—Filters with filtering elements which move during the filtering operation with rotary cylindrical filtering surfaces, e.g. hollow drums arranged for inward flow filtration
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein zellenloses Trommelsaugfilter. Bei Filtern dieser Art ist im
Innern der Trommel, und zwar an der Abnahmestelle des Filterkuchens, eine Druckkammer angeordnet.
Diese ist am Umfang mit einer Dichtung versehen, die an der Innenwand des Trommelmantels anliegt
und die Druckkammer gegenüber dem Vakuum im Inneren der Trommel abschließt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Dichtung selbst dann vor einem zu hohen Verschleiß
infolge der Reibung an dem Trommelmantel zu bewahren, wenn das Filtrat zur Bildung von Ansätzen,
wie z. B. Kesselstein, oder zu Korrosion bzw. Rostbildung neigt. Die Lösung dieser Aufgabe besteht
darin, daß — in Drehrichtung gesehen — in dem Raum zwischen dem Filtrat und der Druckkammer
eine Leiste aus einem schmierenden und/oder glättenden Stoff angeordnet ist, die sich über die ganze
Länge der Trommel erstreckt und mittels Federn od. dgl. an die Innenwand des Trommelmantels angedrückt
wird. Hierdurch ist in sehr einfacher und wirksamer Weise dafür gesorgt, daß die Innenwand
der Trommel stets eine glatte Oberfläche aufweist und demgemäß der Reibungswiderstand zwischen ihr
und der Dichtung der Druckkammer nur gering ist. In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen
wiedergegeben, und zwar zeigt
Fig. 1 ein erstes Trommelsaugfilter im Querschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linien-B in Fig. 1, Fig. 3 ein zweites Trommelsaugfilter im Querschnitt,
Fig. 1 ein erstes Trommelsaugfilter im Querschnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linien-B in Fig. 1, Fig. 3 ein zweites Trommelsaugfilter im Querschnitt,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 3, Fig. 5 eine Leiste in vergrößertem Querschnitt und
Fig. 6 eine aus mehreren Stücken zusammengesetzte Leiste in Längsansicht.
Im Innern der Filtertrommel 1 (Abb. 1 und 2) ist an der Abnahmestelle des Filterkuchens, d. h. im Bereich
des Abstreifers 2, eine Druckkammer 3 angeordnet. Sie ist mittels zweier Tragarme 4 an der feststehenden
Trommelachse 5 befestigt und erstreckt sich über die ganze Länge der Trommel. Am Umfang
weist die Druckkammer eine ringsum laufende Einfassung 6 auf. In ihr sind eine rahmenartige Dichtung
7, beispielsweise aus Gummi, sowie ein Gumtni-Zellenloses Trommelsaugfilter
Anmelder:
Klöckner-Huinboldt-Deutz
Aktiengesellschaft,
Köln-Deutz, Mülheimer Str. 149/155
Köln-Deutz, Mülheimer Str. 149/155
Dipl.-Ing. Hermann Ehrhardt, Köln-Deutz,
und Dr.-Ing. Carl Steinmann, Köm-Dellbriick,
sind als Erfinder genannt worden
Filtertrommel ansammelt, wird durch ein Rohr 12 ständig abgesaugt.
Auf der Trommelachse 5 sind ferner mittels je einer Schelle 13 zwei Arme 14 schwenkbar befestigt.
Sie tragen am äußeren Ende ein U-förmig gebogenes Blech 15, das mit geringem Abstand bis an den Trommelmantel
heranreicht und sich über dessen ganze Länge erstreckt. Mit Abstand über dem Blech ist ein
Winkeleisen 16 angeordnet. Dieses ist mittels seitlicher Stege 17 an dem Blech befestigt. Das Blech bildet
zusammen mit dem Winkeleisen eine Führung für eine Leiste 18, die in radialer Richtung gleitbar in
ihr untergebracht ist und die ihre ganze Länge einnimmt. Auf jedem der Arme 14 ist ein Rohrstück 19
befestigt, das am inneren, d. h. der Trommelachse zugewandten Ende durch einen Boden verschlossen,
am anderen Ende dagegen offen ist. In den Rohrstücken sind Schraubenfedern 20 untergebracht. Mittels dieser
wird die Leiste 18 an den Trommelmantel angedrückt, so daß sie während des Betriebes auf ihm schleift.
Die Leiste besteht aus einem Stoff, dessen Eigenschaft nach der Natur des Filtrats gewählt ist. Neigt
dieses beispielsweise zu Rostbildung oder Korrosion, so wird für die Leiste ein schmierender und glättender
Stoff gewählt, z.B. Talkum, Molybdän-Disulfid
oder ein Gemisch aus Hartparaffki und Graphit. Bei
schlauch 8 untergebracht. Dieser ist mit einem Druck- 45 jeder Umdrehung der Trommel wird dann eine dünne
mittel, z. B. Luft, so prall gefüllt, daß die Dichtung Schicht dieses Stoffes auf die Innenwand des Tromsatt
an dem Trommelmantel anliegt. Hierdurch ist melmantels aufgetragen. Hierdurch ist sie vor der
die Druckkammer gegenüber dem Vakuum im Innern Einwirkung des Filtrats geschützt und weist stets
der Trommel abgeschlossen. Innerhalb der Druck- eine glatte Oberfläche auf. Der Reibungswiderstand
kammer ist eine Düse 10 vorgesehen, die deren ganze 5o zwischen dem Trommelmantel 1 und der Druck-Länge
einnimmt. Durch die Düse wird Druckluft kammerdichtung 7 wird dadurch sehr gering, und diese
gegen den Trommelmantel geblasen und dadurch der besitzt deshalb eine große Lebensdauer.
Filterkuchen abgehoben sowie der Trommelbelag Weist das Filtrat eine hohe Härte auf, so daß es
gereinigt. Das Filtrat 11, das sich im Innern der zu Kesselsteinbildung neigt, so wird als Stoff für die
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Leiste vorteilhaft ein entsprechend geformter Ionenaustauscher gewählt, der eine Enthärtung des FiI-trats,
das auf der Innenwand des Trommelmantels haftet, bewirkt. Es kann auch vorteilhaft sein, den
Ionenaustauscher in feinstückiger Form in einen festen schmierenden Stoff, z.B. Hartparaffin, einzubinden.
Die Leiste wird also aus einem entsprechend geformten Ionenaustauscher oder aus der erwähnten
Mischung von Ionenaustauscher und einem schmierenden Feststoff gebildet.
Mit einer Leiste gemäß der Erfindung erreicht man somit, daß die innere Oberfläche des Trommelmantels
sehr blank und glatt erhalten wird und bleibt.
Die Arme 14 können so eingestellt werden, daß die Leiste — in der Drehrichtung der Trommel gesehen —
an irgendeiner Stelle zwischen dem Filtrat 11 und der Druckkammer am Trommelmantel anliegt. In dem
Fall, wo in dem Filtrat noch schmirgelnde Feststoffteilchen enthalten sind, wird die Leiste, wie in Fig. 1
dargestellt, vorteilhaft mit geringem Abstand oberhalb des Filtrates angeordnet. Diejenigen Feststoffteilchen,
die aus dem Filtrat ausfallen und auf dem Trommelmantel haften, werden dann von der Leiste
kurz nach dem Austauchen der Trommel aus dem Filtrat abgestreift.
Bei der Ausführungsform entsprechend den Fig. 3 und 4 ist die Leiste 18 mit geringem Abstand oberhalb
der Druckkammer angeordnet und gleitbar in einer Führung untergebracht, welche aus einem im
Querschnitt rechteckigen, vorne offenen Kasten 22 besteht. Er ist mittels Rippen 23 fest mit der Druckkammer
verbunden. An jedem Ende der rückwärtigen Wand 24 des Kastens ist ein Rohrstück 25 angebracht,
welches am hinteren Ende geschlossen und am vorderen Ende durch ein Loch mit dem Innern des
Kastens in Verbindung steht. In jedem Rohrstück ist zum Andrücken der Leiste an die Innenwand des
Trommelmantels eine Schraubenfeder 26 vorgesehen. Diese Anordnung der Leiste bietet den Vorteil einer
sehr einfachen Befestigung ihrer Führung. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß nunmehr die Schmierung
bzw. die Glättung der inneren Trommelwand unmittelbar vor der Druckkammer erfolgt und somit
beim Vorbeistreichen des Trommelmantels an der Druckkammer voll zur Auswirkung kommt. Zweckmäßig
wird die Leiste, wie aus Fig. 3 ersichtlich, so angeordnet, daß sie mit der Senkrechten einen spitzen
Winkel einschließt. Die Leiste dient dann gleichzeitig als Abstreifer für. das an dem Trommelmantel haftende
Filtrat, so daß ein besonderer Abstreifer erspart werden kann.
Bei Verwendung eines Hartparaffin-Graphit-Gemisches od. dgl. für die Leiste wird dieses vorteilhaft
in heißem Zustand in ein U-förmig gebogenes dünnes Blech 28 (Fig. 5) aus Blei eingegossen, das die Leiste
zweckmäßig mit dem unteren Schenkel auf der ganzen Breite, mit dem oberen hingegen nur auf einem
verhältnismäßig schmalen Streifen bedeckt. Damit das erkaltete Gemisch gut an dem Blech haftet, sind
in den unteren Schenkeln vorteilhaft warzenförmige Erhebungen 29 eingedrückt. Das Blech bietet einen
guten Schutz der Leiste vor Zubruchgehen. Außerdem widersteht es weit mehr dem Verschleiß durch die
Reibung an dem Trommelmantel als das Paraffin-Graphit-Gemisch. Das Blech bewahrt somit die Leiste
vor einer zu schnellen Abnutzung und bewirkt, daß bei jeder Trommeldrehung nur eine seinem Verschleiß
entsprechende dünne Schicht des Gemisches auf den Trommelmantel aufgetragen wird. Hierdurch ist eine
hohe Lebensdauer der Leiste gegeben. Als Werkstoff für das Blech kann man statt Blei z. B. auch Zink
verwenden.
Bei Filtern großer Länge werden vorteilhaft, wie·
ίο z. B. Fig. 6 zeigt, an Stelle einer einzigen Leiste
mehrere Einzelleisten 30 vorgesehen. Diese schmiegen sich auch dann überall gut an den Trommelmantel an,
wenn er in Längsrichtung Unebenheiten aufweist. Zweckmäßig sind die Einzelleisten an den Stoßstellen
abgeschrägt, so daß sie sich hier überdecken. Auf diese Weise ist dafür gesorgt, daß der Trommelmantel
selbst dann, wenn zwischen je zwei Einzelleisten Spiel vorhanden ist, dennoch auf seiner ganzen
Länge durchgehend von diesen bestrichen wird, und nicht etwa an den Stoß stellen Lücken entstehen,
wodurch es zu Riefenbildungen auf dem Trommelmantel kommen könnte.
Das Andrücken der Leiste oder der Einzelleisten an den Trommelmantel kann auch auf andere Weise
als durch Schraubenfedern bewerkstelligt werden, beispielsweise durch Gewichte.
Claims (6)
- PATENTANSPRUCHΕΙ. Zellenloses Trommelsaugfilter mit einer im Trommelinnern an der Abnahmestelle des Filterkuchens angeordneten Druckkammer, dadurch gekennzeichnet, daß — in Drehrichtung gesehen — in dem Raum zwischen dem Filtrat und der Druckkammer eine Leiste aus einem schmierenden und/oder glättenden Stoff angeordnet ist, die sich über die ganze Länge der Trommel erstreckt und mittels Federn od. dgl. an die Innenwand des Trommelmantels angedrückt wird.
- 2. Zellenloses .Trommelsaugfilter nach An-Spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistein radialer Richtung gleitbar in einer Führung angeordnet ist, die. ihrerseits mittels Tragarmen an der Trommelachse befestigt ist, und daß die Führung mit einer Einrichtung zum Andrücken der Leiste an den Trommelmantel versehen ist.
- 3. Zellenloses Trommelsaugfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß.die Leiste gleitbar in einer Führung angeordnet ist, die auf der Druckkammer befestigt ist, und daß die Führung mit einer Einrichtung zum Andrücken der Leiste an den Trommelmantel versehen ist.
- 4. Zellenloses Trommelsaugfilter nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste in einem U-förmig gebogenen dünnen Blech eingegossen ist, das sich über die ganze Länge und an seiner Unterseite über die ganze Breite der Leiste erstreckt.
- 5. Zellenloses Trommelsaugfilter nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch ge-kennzeichnet, daß die Leiste in mehrere Einzelleisten unterteilt ist.
- 6. Zellenloses Trommelsaugfilter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelleisten an den Stoßstellen abgeschrägt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 009 529/178 5.60
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DEK35661A DE1082881B (de) | 1958-09-02 | 1958-09-02 | Zellenloses Trommelsaugfilter |
| FR804054A FR1234519A (fr) | 1958-09-02 | 1959-09-01 | Filtre aspirateur à tambour sans cellule |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK35661A DE1082881B (de) | 1958-09-02 | 1958-09-02 | Zellenloses Trommelsaugfilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1082881B true DE1082881B (de) | 1960-06-09 |
Family
ID=7220422
Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1082881B (de) |
| FR (1) | FR1234519A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1239663B (de) | 1960-11-07 | 1967-05-03 | Jurij J Prshilenskij | Vorrichtung zum Entfernen des Filterkuchens |
| US5753119A (en) * | 1996-04-04 | 1998-05-19 | Baker Hughes Incorporated | Rotary filter assembly with blowback outlet adjustment |
-
1958
- 1958-09-02 DE DEK35661A patent/DE1082881B/de active Pending
-
1959
- 1959-09-01 FR FR804054A patent/FR1234519A/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1239663B (de) | 1960-11-07 | 1967-05-03 | Jurij J Prshilenskij | Vorrichtung zum Entfernen des Filterkuchens |
| US5753119A (en) * | 1996-04-04 | 1998-05-19 | Baker Hughes Incorporated | Rotary filter assembly with blowback outlet adjustment |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1234519A (fr) | 1960-10-18 |
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