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Selbstklebeband -Abroller mit Trennmesser Die Erfindung bezieht sich
auf einen Selbstklebeband-Abroller mit Trennmesser für Klebebänder mit einseitigem
Klebstoffauftrag. Bei solchen Selbstklebebändern (mit druckempfindlichem Kaltklebstoff,
insbesondere auf der Grundlage von Kautschuk) empfindet man es bei der Verarbeitung
oder beim Gebrauch der mit dem Selbstklebeband verschlossenen oder sonstwie versehenen
Gegenstände (z. B. Packungen) im allgemeinen als lästig, mit dem Klebstoff in Berührung
zu kommen. Wie bekannt, kann man dadurch Abhilfe schaffen, daß man den jeweiligen
Selbstklebebandabschnitt mit einer beiderseitig klebstofffreien Anfaßlasche versieht,
z. B. dadurch, daß man - mehr oder weniger behelfsmäßig - das eine Ende des abgetrennten
Selbstklebebandabschnittes in Richtung auf den Klebstoffauftrag umlegt und so eine
bei der seitig klehstofffreie Anfaßlasche bildet, ein Klebeband mit einseitigem
Klebstoffauftrag vorausgesetzt. Hierzu ist jedoch, wie ersichtlich, ein zweiter
Arbeitsgang notwendig. Zudem kann hierbei der Benutzer oft nicht vermeiden, daß
er am umzulegenden Ende des Selbstklebebandabschnittes in Berührung mit dem Klebstoffauftrag
kommt.
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Gegenstand der Erfindung ist demgegenüber ein Selbstklebeband-Abroller
solcher Bauart, daß mit dem Abtrennen des gewünschten Selbstklebebandabschnittes
zwangläufig und praktisch selbsttätig die Anfaßlasche gebildet wird.
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Dies wird dadurch erreicht, daß gemäß der Erfindung das Trennmesser
mit seiner Schneide am Rand der Bewegungsbahn des Klebebandes und parallel zu ihr
steht und dem Trennmesser - ihm benachbart -ein quer zur genannten Bewegungsbahn
verlaufendes Joch vorgeschaltet ist, so daß das unter dem Joch hindurch, mit der
Klebstoffseite ihm zugewandt, abgezogene und von ihm - im weiteren Verlauf - am
Ausweichen gehinderte Klebeband durch Umschlagen in die Querrichtung an das Trennmesser
anzulegen ist, womit sich jeweils eine dreieckige, beiderseitig klebstofffreie Anfaßlasche
bildet. Diese Lösung läßt sich, wie unten noch gezeigt ist, nach verschiedenen Richtungen
hin abwandeln und weiterbilden.
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Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele; es zeigt
Fig. 1 eine Darstellung zur Erläuterung des Grundgedankens, Fig. 2 eine entsprechende
Darstellung, jedoch nach dem Abtrennen des abgezogenen Klebebandabschnittes, Fig.
3 ein im einzelnen durchgebildetes Ausführungsbeispiel, und zwar in Gestalt eines
Tisch- oder Wandgerätes, Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich durch
die Anordnung des Trennmessers von dem nach Fig. 3 unterscheidet,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel,
das gegenüber dem nach Fig. 3 eine andere Ausbildung des Joches zeigt, Fig. 6 in
Seitenansicht, teils bei weggenommenem Deckel, ein Ausführungsbeispiel eines Handabrollers,
Fig. 7 eine Draufsicht auf den Abroller nach Fig. 6, Fig. 8 in Einzeldarstellung
das Trennmesser der Ausführung nach Fig. 6 und 7, Fig. 9 eine Abwandlung hinsichtlich
der Ausbildung des Joches, Fig. 10 eine Weiterbildung der Ausführung nach Fig. 9,
Fig. 11 eine weitere Abwandlung hinsichtlich der Ausbildung des Joches, Fig. 12
in Vorderansicht eine Ausführung mit einem zu beiden Randzonen des Klebebandes einstellbaren
Joch, Fig. 13 eine Draufsicht auf die Ausführung nach Fig. 12, Fig. 14 einer Schnitt
nach der Linie XIV-XIV der Fig. 13, Fig. 15 ein Ausführungsbeispiel mit einem vor
dem Joch angebrachten beweglichen Messer, Fig. 16 einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI
der Fig. 15.
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In Fig. 1 und 2 ist 1 ein Selbstklebeband, seine klebstofffreie Seite
ist mit 1 a und seine Klebstoffseite (schraffiert dargestellt) mit 1 b bezeichnet.
Das Trennmesser 2 steht mit seiner Schneide am Rand der Bewegungsbahn des Klebebandes
1, und zwar parallel zu ihr, wie dies Fig. 1 und 2 zeigen. Dem Trennmesser 2 ist
- ihm benachbart - ein quer zur genannten Bewegungsbahn verlaufendes Joch 3 zugeordnet,
in Fig. 1 und 2 durch eine starke gestrichelte Linie angedeutet Das Klebeband 1
werde, mit der Klebstoffseite 1 b - bezogen auf die Darstellung -oben, unter dem
Joch 3 hindurch, ohne es normalerweise
zu berühren, in Richtung
R von einer nicht dargestellten Rolle od. dgl. abgezogen. Ist die gewünschte Länge
erreicht, d. h. unter dem Joch 3 hindurch vorgezogen, so muß man das Klebeband 1,
um es an das Messer 2 anzulegen, in die Querrichtung zur AbziehrichtungR umschlagen,
wie das die Fig. 1 und im weiteren Verlauf die Fig. 2 zeigen. An der dreieckigen
Überdeckungsstelle 1 c (vgl. Fig. 2) werden die mit ihren Klebstoffseiten aufeinandertreffenden
Klebebandzonen unter der Wirkung des Zuges, der üblicherweise auf das Klebeband
zum Abtrennen am Messer 2 auszuüben ist, zusammengedrückt und so miteinander verbunden.
Gleichzeitig wird am Messer 2 der über dasselbe hinausgehende Klebebandabschnitt
abge trennt. Mit dem Abtrennen des gewünschten Klebebandabschnittes wird somit auf
einfachste Weise zugleich eine dreieckige, auf den Außenseiten klebstofffreie Anfaßlasche
gebildet. In Fig. 2 ist diese neue Anfaßlasche mit 1 c, die vorher gebildete mit
1 c' bezeichnet. Für den nächsten Abroll- und Abtrennvorgang faßt also der Benutzer
das Klebeband 1 an der Anfaßlaschelc an.
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Beim Umschlagen des vorgezogenen Klebebandabschnittes in die Querrichtung
sichert das Joch 3 gegen ein Ausweichen des Klebebandes 1 nach oben und - bei entsprechender
Ausbildung - auch gegen ein seitliches, zur Bewegungsrichtung R gegenläufiges Verlaufen
der Überdeckungsstelle (in Fig. 2 bei 1 c).
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Sind diese Erscheinungen wegen der sonstigen Ausbildung des Abrollers
nicht zu befürchten, so kann naturgemäß das Joch 3 fortfallen, seine Aufgabe wird
vielmehr dann durch sonstige Elemente des Abrollers, die alsdann - der Wirkungsweise
nach - das Joch darstellen, erfüllt bzw. mit erfüllt.
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Von dem Grundgedanken, der an Hand der Fig. 1 und 2 erläutert ist,
machen die nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele Gebrauch.
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Der Abroller nach Fig. 3 ist als Tisch- oder Wandgerät gedacht. Der
Grundkörper 10 besitzt eine Vertiefung oder Kammer zur Aufnahme der Klebebandrolle
11. Diese ist mit ihrem aus Pappe od. dgl. bestehenden Spulenring 12 auf den leicht
konischen und mit Außenrippen versehenen nabenförmigen Aufnahmekörper 13 aufgeschoben,
der seinerseits auf einer in Fig. 3 nicht sichtbaren Achse sitzt. Diese hat ihre
Lager am Ende der Nuten 14, die sich auf den Innenseiten der Vertiefung oder Aufnahmekammer
des Grundkörpers 10 befinden. Die Achse hält sich demgemäß durch ihr Eigengewicht
und das Gewicht der von ihr getragenen Teile 13, 12, 11 in ihren Lagern, kann aber
zum Auswechseln der Klebebandrolle 11 ohne weiteres aus ihren Lagern über die Nuten
14 herausgehoben werden, wie das an sich bekannt ist.
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Am anderen Ende ist am Grundkörper 10 ein Tisch 15 gebildet. über
ihn greift das Joch 16, zwischen sich und dem Tisch 15 für das Klebeband 1 einen
Durchtrittsspalt von nur geringer Höhe Iassend. Im Profil ist das Joch vorzugsweise
keilförmig, seine Stirnwand steht senkrecht zum Tisch 15. Das frei iiber den Tisch
15 vorkragende Joch 16 ist am einen Ende abgewinkelt und hier mit dem Tlschioörper
15 bzw. dem Grundkörper 10 verbunden bzw. an diese Elemente angeformt.
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Das Trenumesser 17 ist von oben in den Tisch 15 eingelassen und vorzugsweise
lösbar an ihn gehalten, z. B. durch einen abgevinkelt Ansatz und Schrauben. Die
Oberfläche des Messers 17 liegt mit der anschließenden Oberfläche des Tisches d5
in einer Ebene.
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Die Schneide t7a des Trennmessers steht - entsprechend der durch
die Fig 1 und 2 erläuterten
neuen Lösung - am Rand der Bewegungsbahn des Klebebandes
1, und zwar parallel zu ihr. Diese Bewegungsbahn ist die Bahn, in der das Klebeband
1 beim Abziehen durch den Spalt zwischen dem Tisch 15 und dem Joch 16 hindurchtritt.
Der Deutlichkeit halber ist in Fig. 3 zwischen der Schneide 17a des Messers 17 und
dem benachbarten Rand des Klebebandes 1 ein zeichnerischer Abstand gelassen. In
Wirklichkeit kann die Schneide ganz nahe am Klebebandrand liegen, so daß der Schnitt
noch gerade durchgeführt werden kann (vgl. hierzu Fig. 1 und 2).
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Die Schneide steht naturgemäß etwas über die zu ihr parallele Kante
des Tisches 15 über. In Fig. 3 ist als Trennmesser ein Einstichmesser 17 mit gezahnter
Schneide 17 a dargestellt, wie es vielfach bei Klebeband-Abrollern benutzt wird.
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Die Wirkungsweise der Ausführung nach Fig. 3 ergibt sich bereits
aus den Erläuterungen zu den Fig. i und 2. Die Klebebandrolle 11 wird so eingesetzt,
daß die Klebstoffseite des abrollenden Klebebandes 1 nach oben, d. h. gegen das
Joch 16, weist. Ist der ge wünschte Klebebandabschnitt mit Hilfe der Anlaß lasche
1 c' zwischen dem Joch 16 und dem Tisch 15 vorgezogen, so wird dieser Abschnitt
in die Querrichtung umgeschlagen. Er findet hierbei mit seinem einen Rand an der
steilen Stirnfläche des Joches 16 eine gewisse Führung. Das Joch 16 verhindert aber
vor allem, daß an der überdeckungsstelle 1 c ein »Verlaufen« auf die Rolle 11 hin
eintritt. Nach dem Umschlagen wird der Klebebandabschnitt am Messer 17 in üblicher
Weise abgetrennt. Das Abziehen, Umschlagen und Abtrennen des gewünschten Klebebandabschnittes
kann man in einem Zuge, gleichsam in einem Arbeitsgang, vornehmen. Es ist hierbei
das Klebeband 1 an der Anfaßiaschelc' (»Anfaßzipfel«) ständig gefaßt, z. B. zwischen
Daumen und Zeigefinger der rechten Hand des Benutzers. Mit dem Abtrennvorgang hat
sich bei 1 c als neuer Klebebandanfang wieder eine beiderseitig klebstofffreie Anfaßlasche
gebildet.
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Die Ausführung nach Fig. 4 unterscheidet sich von der nach Fig. 3
nur dadurch, daß das hier mit 17' bezeichnete Trennmesser in lotrechter Stellung
seitlich an den Tisch 15 angesetzt ist. Die Schneide 17a' hat wieder die gleiche
Lage, wie sie oben näher bestimmt wurde.
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Fig. 5 zeigt eine Ausführung, bei der das Joch durch eine frei tragend
gelagerte Walze 26 gebildet ist, die zwischen sich und dem Tisch 15 wieder einen
Durchtrittsspalt für das Klebeband 1 frei läßt. Im übrigen stimmt dieses Ausführungsbeispiel
mit dem nach Fig. 3 überein; für die einander entsprechenden Teile sind die gleichen
Bezugszeichen verwendet.
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Die als Joch benutzte Walze 26 wird, da sie mit der Klebstoffseite
in Berührung kommen kann, verzugsweise gerändelt, z. B. nach einem Waffelmuster,
damit zwischen ihr und dem Klebeband 1 keine flächenhafte Berührung, sondern nur
eine Berührung in Punkten oder Kuppen erfolgt. Man kann von diesem Gedanken sinngemäß
auch bei dem Joch 16 der Fig. 3 und 4, obgleich seine Unterkante nur eine linienförmige
Berührung ergibt, Gebrauch machen. Hierzu wird diese Kante nicht geradlinig ausgeführt,
sondern z. B. nach einer Wellenlinie, so daß die untere Jochkante das Klebeband
in der Querrichtung desselben nur in einer Anzahl von Punkten oder Kuppen berühren
kann.
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Fig. 6 bis 8 veranschaulichen einen sogenannten Handabmiler. Der
Grundkörper39 ist nach Art einer Flachdose gestaltet, er besitzt einen Lagerzapfen
31 zum Aufnehmen der Klebebandrolle 11. Ist diese eingesetzt,
wird
die Dose durch einen abnehmbaren Deckel 32 geschlossen. An der schnabelförmig vorgezogenen
Austrittsstelle für das Klebeband ist ein Tisch 33 und ein Joch 34 gebildet. Zwischen
diesen befindet sich der Austrittsschlitz. Für die Höhe dieses Schlitzes und für
die Ausbildung des Joches 34 gilt das oben Gesagte. Der Tisch 33 trägt das Trennmesser
35. Es umgreift an den zur Schneide 35a senkrechten Seiten die Tischplatte und hält
sich - vorzugsweise - durch eigene Federwirkung, so daß man es leicht in die gewünschte
Lage bringen und justieren, ferner auch leicht auswechseln kann.
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Wie Fig. 7 zeigt, hat die Schneide 35 « wieder jene besondere Lage,
die sich aus den obigen Erläuterungen ergibt, Dementsprechend ist die Wirkungs-
und Benutzungsweise die gleiche wie bei den übrigen Ausführungen. Da es sich um
einen Handabroller handelt, wird man ihn zur Benutzung in der Regel in die linke
Hand nehmen und mit der rechten Hand den gewünschten Klebebandabschnitt - unter
Benutzung der Anfaßlaschelc' - durch den Schlitz abziehen, ihn dann in die Querrichtung
umschlagen und an der Schneide 35 a abtrennen.
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Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist als Trennmesser 17;
17'; 35 ein Einstichmesser mit gezahnter Schneide verwendet. Statt dessen können
auch Messer anderer Art benutzt werden, insbesondere solche, die statt der gezackten
Trennlinie eine gerade Trennlinie ergeben, sei es infolge der Verwendung einer geraden
Schneide oder wegen der sonstigen Anordnung und/oder des etwaigen Antriebes (z.
B. hin und hergehende Messer mit geradliniger oder gezahnter oder gewellter Schneide).
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Der neue Abroller kann ohne weiteres für verschieden breite Selbstklebebänder
verwendet werden.
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Man hat - bezogen auf die zeichnerische Darstellung und gesehen in
Richtung auf die steile Stirnfläche des Joches 16 bzw. 34 - lediglich darauf zu
achten, daß die Klebebandrolle 11 auf der rechten Seite die Endlage einnimmt und
somit das durch den Spalt zwischen Tisch und Joch hindurchgezogene Klebeband 1 mit
seinem rechten Rand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schneide des Trennmessers
steht, Wird das Gerät nach Fig. 3, 4 oder 5 als Tischgerat benutzt, so wird ein
Rechtshänder das Klebeband 1 an der Anfaßlasehels' zwischen Zeigefinger und Daumen,
dieser auf der Unterseite, erfassen, den gewünschten Klebebandabschnitt vorziehen
und ihn dann in die Querrichtung umschlagen, womit der Daumen nach oben und der
Zeigefinger nach unten gelangt. Für einen Linkshänder mag es bequemer sein, das
Klebeband - bezogen auf F-ig, 3 und in Blickrichtung auf die Stirnfläche des Joches
16 - nicht nach rechts, wie in der Zeichnung dargestellt, sondern nach links in
die Querrichtung umzuschlagen. Es ergäbe sich alsdann eine spiegelbildliche Anordnung
des Messers 17 bzw. seiner Schneide 17a und der Halterung des Joches 16. Will man
die genannten Unterschiede der bequemsten Benutzangsxveise berücksichtigen, so kann
man den Abroller hinsichtlich der vorerwähnten Teile spiegelbildlich verstellbar
einrichten und/eder auswechselbare Schneidiröpfe mit Joch bereithalten, und zwar
in zwei zueillander spiegelbildlichen Typen. Es ist auch möglich, den gesamten Abroller
in zwei Typen herzustellen, den einen für Rechtshänder und den anderen für Linkshänder,
Die Amsfiihrung nach Fig. 9 unterscheidet sich von der nach Fig. 3 durch die Gestalt
des Joches 40. Dieses ist nur auf der linken Seite mit der nach unten gezogenen
Unterkante 40« wirksam. Im ZBereich 40 b
tritt das Joch 40 praktisch nicht in Wirksamkeit.
Das Messer 41 mit der Schneide 41 « entspricht dem Messer 12 der Fig. 3. Vergleicht
man mit Fig, 9 die Darstellungen nach den Fig, 1 bis d, so sieht man, daß der abgezogene
Klebebandabschuitt beim Umschlagen in die Querrichtung nach rechts vom Joch nur
am linken Rand gehalten zu werden braucht (bzw. am rechten Rand, falls das Klebeband
in die Querrichtung nach links umgeschlagen wird).
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Diesen Umstand berücksichtigt die Ausführung nach Fig. 9, sie ergibt
den weiteren Vorteil, daß das Joch 40 mit dem Klebeband nur auf einem kleinen Teil
seiner Breite in Berührung kommen kann.
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Will man, wie an sich bekannt, den Abroller so einrichten, daß er
fur verschieden breite Klebebänder verwendbar ist, so ist es bei der Bauweise nach
Fig. 9 möglich, daß das seitlich am Tragarm 40c des Joches 40 geführte Klebeband
nicht mehr in den Bereich der Jochkante40a hineinragt. Man kann dennoch von der
durch Fig. 9 veranschaulichten Bauweise Gebrauch machen, wenn das Joch verschiebbar
eingerichtet wird.
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Bei der Ausführung nach Fig. 10 ist zu diesem Zweck das Joch 50,
dessen wirksame Kante mit 50a bezeichnet ist, an einem Bett 51 « des Tragarmes 51
und an einer Feststellschraube 52 geführt, die mit ihrem Bolzen durch einen Schlitz
50 b des Joches 50 in ein Gewindeloch des Tragarmes 51 eingreift. Das Joch 50 trägt
vorzugsweise eine Skala 50 c, die mit einer Mafloe 51 b des Tragarmes 51 zusammenarbeitet.
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Die Skala 50 c kann nach Bandbreiten der in Betracht kommenden Klebebänder
geteilt und beziffert sein, Das Joch 50 wird nach der Skala oder nach dem Augenschein
auf die jeweilige Klebebandbreite eingestellt und in seinerLage durch Andrehen der
Schraube 52 gesichert. Das Messer 53 mit der Schneide 53« kann wieder dem Messer
17 der Ausführung nach Fig. 3 entsprechen.
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Durch Fig, 11 wird veranschaulicht, daß - gesehen in Stirnansicht
auf den Tisch 15 (vgl. auch Fig. 3 und 5) - der Tragarm des Joches auch auf der
linken Seite angebracht, ferner, daß das Joch im ganzen kürzer sein kann. In Fig.
11 ist das Joch mit 60, der links angebrachteTragarm mit 61, das Messer mit 62,
seine Schneide mit 62a bezeichnet. Wie man sieht, erstreckt sich das Joch6 nur über
einen Teil der Breite des Tisches 15, es hält das unter dem Joch vorgezogene Klebeband
heim Umschlagen in die Querrichtung nach rechts nur am linken Rand. Da Fig. 11 auch
zeigen will, daß der Tragarm des Joches links angebracht werden kann, ist durch
gestrichelte Linien angedeutet, daß insoweit das Joch 60 sich auch - entsprechend
den Ausführungen nach Fig, 3 und 4 - über die ganze Tischbreite erstrecken kann.
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Wie schon erläutert ist, kann es angebracht sein, z. B zur Benutzung
für Linkshänder, die Messerschneide auf der linken Seite anzubringen. Nun soll -in
der Regel ein Abroller allgemein verwendbar sein.
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Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel, das zugleich von dem durch
Fig, 10 erläuterten Gedanlsen Gebrauch macht, ist in Fig. 12 bis 14 gezeigt.
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Der wieder mit 15 bezeichnete Tisch trägt ein Messer 70, das auf
beiden Seiten und auf der Stirnseite je eine Sekeidea nämlich 70o, 70b und 70c,
aufweist.
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Das Messer 7D kann durch zwei versenkte Schrauben 71 (Fig. 13) mit
dem Tisch 15 verbunden sein. Die Messeranordnung mit drei Schneiden gestattet es,
entsprechend den obigen Ausführungen eine Anfaßlasche zu bilden, indem wahlweise
der vorgezogene Klebetandabsehnitt in die Querrichtung nach rechts -umgeschlagen
und die Messerschneide 70 « benutzt oder in
die Querrichtung nach
links umgeschlagen und die Messerschneide 70 b benutzt wird. Schließlich kann der
Abroller aber auch in der bisher üblichen Weise - ohne Bildung einer Anfaßlasche
- verwendet werden, wozu der abgezogene Klebebandabschuitt an der Schneide 70c abgetrennt
wird.
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Das Joch 72 besitzt zwei schmale Wirkkanten 72 a und 72 b. An seiner
Oberseite ist das Joch 72 an einer Schiene 73 « des an den Tisch 15 angesetzten
oder angeformten Haltearms 73 geführt und ferner an dem Bolzen der Feststellschraube
74, die durch einen Schlitz 72 c des Joches 72 in ein Gewindeloch des Haltearmes
73 eingreift. Das Joch 72 ist wieder - so wie bei der Ausführung nach Fig. 10 -
mit einer Skala72d versehen, der eine Marke73b des Haltearmes 73 zugeordnet ist.
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Im allgemeinen wird es angebracht sein, das Klebeband 1 am einen
Rand zu führen. Dazu kann bei den übrigen Ausführungen der Haltearm des Joches mit
benutzt werden. Bei der Ausführung nach Fig. 12 bis 14 ist hierfür ein zum Klebeband
einstellbarer Schieber 75 vorgesehen. Er führt sich in einer Quernut 10a des Grundkörpers
10 und wird in seiner jeweiligen Lage durch eine Feststellschraube 76 gehalten,
die durch einen Schlitz 75a des Schiebers 75 hindurch in ein Gewindeloch des Grundkörpers
10 eingreift (s. Fig. 14). Zur seitlichen Führung des Klebebandes 1 besitzt der
Schieber 76 die alternativ zu benutzenden Führungsarme 76 b und 76 c. Der Darstellung
der Fig. 13 und 14 liegt die Annahme zugrunde, daß das Klebeband 1 an der Messerschneide
70 b - nach dem Umschlagen in die Querrichtung nach links - abgetrennt wird. Dementsprechend
ist der Schieber 75 so eingestellt, daß der Führungsarm 76 b das Klebeband 1 am
linken Rand führt. Entsprechend ist das Joch 72 - abweichend von der in Fig. 12
gezeigten Lage - einzustellen, und zwar so, daß es mit seiner Wirkkante 72 b oder
72a über der rechten Randzone des Klebebandes 1 (s. Fig. 13) steht. Das Joch 72
und der Schieber 75 zur seitlichen Führung des Klebebandes 1 gestatten es, innerhalb
der gegebenen Grenzen Klebebänder beliebiger Breite in dem Abroller zu verarbeiten.
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Fig. 15 und 16 veranschaulichen eine Ausführung, bei der auf der
Stirnseite des Joches 80, dessen Haltearm mit 81 bezeichnet ist, ein Messer 82 angebracht
ist, das von oben gegen das Klebeband bewegt werden kann. Hierzu ist der Tisch 10
mit einer Nut 10 b versehen, deren eine Kante mit dem Messer 82 nach Art einer Schere
zusammenarbeitet.
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Zur Führung und Halterung des Messers 82 dient eine mit dem Joch
80 und dem Haltearm 81 verschraubte Führungsplatte 83. Sie ist am oberen Ende auf
das Joch 80 abgewinkelt und bildet so zugleich eine Führung für die Stange 84a der
Bedienungstaste 84, die iiber die Stange 84a mit dem Messer 82 verbunden ist. Die
Stange84a führt sich ferner in einer Nische80a des Joches 80. Zwischen der Taste
84 und dem abgewinkelten Teil des Führungsbleches 83 ist auf der Stange 84a eine
Rückstellfeder 85 angebracht. Zur Betätigung wird das Messer 82 mit der Bedienungstaste
84 entgegen der Wirkung der Rückstellfeder 85 nach unten bewegt. Die Ausführung
nach Fig. 15 und 16 kann im übrigen einer der oben beschriebenen Ausführungen entsprechen.
Beim dargestellten Beispiel ist in Übereinstimmung mit der Ausführung nach Fig.
12 bis 14 an dem Tisch 15 ein Messer 86 angebracht, das dem Messer 70 entspricht
und demgemäß an den beiden Seitenkanten und an der Stirnkante je eine Messerschneide
86a, 86 b bzw. 86 c
aufweist. Dies bedeutet, daß das dargestellte Ausführungsbeispiel
die drei Verwendungsarten gestattet, die der Ausführung nach Fig. 12 bis 14 eigen
sind.
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Darüber hinaus ist eine vierte Verwendungsart gegeben, und zwar durch
das Messer 82. Zieht man den gewünschten Klebebandabschnitt unter dem Joch 80 vor
und schlägt ihn - nach rechts oder links - in die Querrichtung um, benutzt aber
darauf nicht das Messer 86, sondern das Messer 82 zum Abtrennen, so hat der abgetrennte
Klebebandabschuitt die Anfaßlasche am Ende. Das ist z. B. in dem Falle erwünscht,
daß der klebfähige Anfang eines Klebebandes an eine zu verschließende Packung angelegt
und dann das Klebeband ganz um die zu verschließende Fuge oder Zone herumgelegt
(vorzugsweise mit einer Uberlappung) und nunmehr bzw. gegen Ende dieses Vorganges
der Klebebandabschnitt erst - unter Bildung einer Anfaßlasche - abgetrennt wird.
Für derartige und ähnliche Zwecke ist ein Gerät gemäß den Fig. 15 und 16 - gegebenenfalls
unter Fortlassung des Messers 86 - gut geeignet. Der jeweils vorgezogene Klebebandabschnitt
wird mit der durch den Abschnitt schon teilweise oder ganz verschlossenen Packung
in die Querrichtung umgeschlagen und dann durch das Messer 82 abgetrennt. Das Messer
82 kann eine Druckplatte von der Flächengestalt der Anfaßlasche tragen, die gegebenenfalls
elastisch nachgiebig, bei dem Trennvorgang auf die sich bildende Anfaßlasche stößt
und so die sich hier berührenden Klebebandzonen gut aneinanderdrückt.
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PATENTANSPROCKE: 1. Selbstklebeband-Abroller mit Trennmesser für
Klebebänder mit einseitigem Klebstoffauftrag, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmesser
(17; 17'; 35; 41; 53; 62; 70; 86) mit seiner Schneide (17a; 17a'; 35a; 41«; 53a;
62e; 70a; 70b; 86a; 86 b) am Rande der Bewegungsbahn des Klebebandes (1) und parallel
zu ihr steht und dem Trennmesser - ihm benachbart - ein quer zur genannten Bewegungsbahn
verlaufendes Joch (16; 26; 34; 40; 50; 60; 72; 80) vorgeschaltet ist, so daß das
unter dem Joch hindurch, mit der Klebstoffseite ihm zugewandt, abgezogene und von
ihm - im weiteren Verlauf - am Ausweichen gehinderte Klebeband durch Umschlagen
in die ouerrichtung an das Trennmesser anzulegen ist, womit sich jeweils eine dreieckige,
beiderseitig klebstofffreie Anfaßlasche (1 c' bzw. 1 c) bildet.