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DE1081611B - Blutdialysiergeraet - Google Patents

Blutdialysiergeraet

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Publication number
DE1081611B
DE1081611B DEM39143A DEM0039143A DE1081611B DE 1081611 B DE1081611 B DE 1081611B DE M39143 A DEM39143 A DE M39143A DE M0039143 A DEM0039143 A DE M0039143A DE 1081611 B DE1081611 B DE 1081611B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
membrane
machine according
dialysis machine
blood
dialysis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM39143A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Med Walther Mehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM39143A priority Critical patent/DE1081611B/de
Publication of DE1081611B publication Critical patent/DE1081611B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/14Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis
    • A61M1/16Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes
    • A61M1/1694Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes with recirculating dialysing liquid
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/14Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis
    • A61M1/16Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis with membranes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/24Dialysis ; Membrane extraction
    • B01D61/28Apparatus therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D63/00Apparatus in general for separation processes using semi-permeable membranes
    • B01D63/06Tubular membrane modules

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Blutdialysiergerät Die Erfindung betrifft ein Blutdialysiergerät (sogenannte künstliche Niere), dessen Zu- und Ablauf mittels geeigneter Leitungen, vorzugsweise aus Kunststoff, an Körperadern angeschlossen werden, und bei dem das zu reinigende Blut einer semipermeablen Membran zugeleitet wird, die auf der dem Blutfluß abgekehrten Seite von einer Elektrolytlösung bekannter Zusammensetzung umspült wird. Bei den bisher bekannten Geräten dieser Art ist eine motorisch angetriebene Blutpumpe vorhanden, durch welche das Blut in das eigentliche Dialysiergerät befördert wird.
  • Im Prinzip bestehen die bekannten Dialysiergeräte durchweg aus einem semipermeablen Membranschlauch (aus Cellophan), der um einen Zylinder aus Drahtgeflecht gewickelt oder spiralartig in ein Maschensystem aus Fiberglas eingelassen ist. Dieses Schlauchsystem taucht in die Dialysierflüssigkeit bekannter Zusammensetzung ein, die wiederum mittels einer Pumpe oder einer sonstigen Umwälzvorrichtung umgewälzt wird. Es wird dabei auch Sauerstoff zugeführt und die Flüssigkeit mittels Thermostat auf einer Temperatur von 38 bis 400 C gehalten.
  • Die bekannten Geräte haben durchweg den Nachteil, daß sie zu aufwendig und zu kompliziert zu bedienen sind. Der für den eigentlichen Dialysiervorgang notwendige Schlauch muß, um die notwendige Austauschoberfläche zu schaffen, mehrere Meter lang sein. Außerdem müssen bei den bekannten Verfah ren besonders geschulte Arzte und zum Teil auch Techniker während der Durchführung des Verfahrens zugegen sein, um die Vorrichtungen zu überwachen.
  • Die komplizierte Bedienung wie auch der große Geräteaufwand bedingen hohe Behandlungskosten. Ein weiterer sehr wesentlicher Nachteil aller bekannten Geräte liegt in ihrer unphysiologischen Arbeitsweise.
  • Dem Patienten muß Blut mit fremder mechanischer Kraft abgepumpt werden, wodurch der Kreislauf des Patienten zusätzlich belastet wird. Unphysiologisch und schädlich ist auch die unmittelbare Berührung, die das zu reinigende Blut mit den Teilen der Blutpumpe hat, Dadurch wird die Gefahr des Fremdkörperüberganges in das Blut sowie die Gefahr der Wirbelbildung, Quetschungen usw. und damit auch eine Thrombenbildung sowie die Haemolysegefahr erhöht.
  • Durch die Zwischenschaltung einer mechanischen Pumpe werden außerdem die Leitungswege für das Blut in körperfremden Materialien sehr lang. Diese langen Leitungswege müssen aber mit konserviertem Blut aufgefüllt werden. Hierzu ist bei bekannten Einrichtungen eine Menge von 1 bis 2 Litern konserviertem Blut erforderlich, um das gesamteBlutreinigungssystem aufzufüllen. Diese Maßnahme stellt wiederum eine Belastung des Patienten durch Fremdblut dar, die noch durch die schnellere Zerfallsneigung und zusätzliche Harnstoffbildung erhöht wird. Darüber hinaus ist zufolge des zu dicken Blutstromes (1 bis 2 mm Durchmesser) in 18 bis 20 m langen Cellophanschläuchen die Diffusionsgeschwindigkeit zu niedrig, so daß die Behandlung meist 4 bis 8 Stunden dauert. Zudem bewirken diese übermäßig langen Schlauchleitungen eine erhebliche Druckerhöhung und demzufolge wiederum eine Schädigung des Blutes.
  • Durch das erfindungsgemäße Dialysiergerät werden die erwähnten Nachteile vermieden.
  • Nach der Erfindung kennzeichnet sich die Vorrichtung darin, daß die blutführende Zuleitung des Gerätes höher als das Herz des Patienten angeordnet ist, in ein Verteilerrohr mit Austrittsöffnungen übergeht und im Fallbereich des austretenden Blutes die semipermeable Membran vorgesehen ist, derart, daß das aus dem Verteilerrohr austretende Blut die Membran möglichst in einem dünnen und gleichmäßigen Film umfließt, und daß unterhalb der Membran für die Aufnahme des gereinigten Blutes eine Aufnahmevorrichtung in Form einer Rinne od. dgl. vorgesehen ist, an welche die zur Körpervene führende Ableitung angeschlossen ist, und daß ferner an beiden Seiten der Membran Mittel für den Anschluß der von einem bekannten Umwälzbehälter ausgehenden Zu- und Ableitungen für die Dialysierflüssigkeit vorgesehen sind.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Verteilerrohr horizontal und achsparallel über der zylindrischen Membran angeordnet, während innerhalb der Membran ein die Dialysierflüssigkeit gegen die Membranfläche zu verdrängender Körper liegt, derart, daß die Dialysierflüssigkeit in einem engen Spalt zwischen dem Verdrängerkörper und der Membran mit sehr hoher Geschwindigkeit hindurchströmt und dabei die dünne Membranfolie straff halten kann. Der vorzugsweise zylindrische Verdrängerkörper ist an beiden Enden zweckmäßig stromlinienförmig ausgebildet und ist vorn und hinten mit einem Abstandhalter zum Aufstecken der Über- gangsstutzen fiir den Anschluß der Zu- und Abflußleitungen versehen. Die auf dem Verdrängerkörper angeordneten Abstandhalter können stromlinienförmig ausgebildet sein. Um eine einwandfreie Abdich tung der Membran gegenüber der Dialysierfiüssigkeit zu erzielen, ist zweckmäßig jeder Übergangsstutzen mit einem tSberwurf- oder Haltering aus Silikon od. dgl. versehen, der die Membran fest und dicht gegen das Übergangsstück preßt. Als zusätzliche Sicherung kann noch ein weiterer Abschluß ring vorgesehen werden.
  • Es ist denkbar, daß der Verdrängerkörper zus ammen mit der Membran in-Rotation versetzt werden kann, um beispielsweise den Dialysiervorgang zu beschleunigen. Zu diesem Zweck können an dem vorderen oder hinteren Ende des Verdrängerkörpers stromlinienförmig ausgebildete Antriebsflügel vorgesehen sein, welche bei Beaufschlagung durch die Dialysierflüssigkeit den rotierend gelagerten Verdrängerkörper mit der auf ihm befestigten Membran in Drehung versetzen. Am vorderen und hinteren Ende des Verdrängerkörpers sind vorzugsweise stromlinienfömig ausgebildete Halte- und Übergangsstücke für den Anschluß der Zu- und Ableitungen für die Dialysierflüssigkeit vorgesehen. Wesentlich ist noch, daß die vom Blut beaufschlagten Teile des Dialysators in einem zweiteiligen, durchsichtigen und staubdichten Gehäuse angeordnet sind, dessen oberhalb des Zuleitungsrohres liegenden Teile zur Vermeidung des Abtropfens von Schwitzwasser im Bereich des Zuleitungsrohres schräg nach unten zu verlaufen müssen.
  • Der Gegenstand -der Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau des Dialysiergerätes; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1.
  • Von der Arterie des Patienten wird mittels Nylonkatheter (Zuleitung 1) Blut abgeleitet und durch ein Verteilerrohr 2 mit Löchern 3 fein verteilt auf die walzenartig ausgebildete Membran 4 in Form einer Cellophanhaut getropft. Das Verteilerrohr besteht zweckmäßig aus Teflon. Die vorzugsweise zylinderförmige Membran 4 mit dem sie stützenden Verdrängerkörper 10 in Form einer Walze liegt höher als das Herz des Patienten. Dadurch wird das Blut nur durch die Herzkraft getrieben. Das durch das Teflonrohr 2 abtropfende Blut gelangt auf die Membran 4, welche einen entsprechend großen Durchmesser haben kann.
  • Der koaxial zur Membran 4 liegende Verdrängerkörper 10 ist vorn und hinten stromlinienförmig ausgebildet und mit Aufnahme- oder Haltemittel für übergangsstücke und die Membran 4 versehen. Im einzelnen kann auf den stromlinienförmigen Enden des Verdrängerkörpers 10 je ein Abstandhalter 16, 16' angeordnet sein, der ebenfalls Stromlinienform haben kann. Diese Abstandhalter 16, 16' bilden eine Auflagerung für die Übergangsstutzen 13, 13', welche vom Zuleitungsrohr 8 auf den größeren Ringkanal zwischen Membran 4 und VerdrängerkörperlO überführen. Auf diese Ubergangsstutzen 13, 13' ist die Membran 4 aufgezogen. Sie wird durch je einen Haltering 13 a, 13asz der nach dem Überlegen der Membran 4 auf die Übergangsstutzenl3, 13' aufgesetzt wird, fest auf diese Übergangsstutzen gespannt. Falls notwendig, können die überstehenden Enden der Membran 4 noch durch einen Überwurfring 13 b, 13 b' dichtend gegen die Ubergangsstutzen gepreßt werden.
  • Zum Aufstecken der Cellophanmembran wird das Zuleitungsrohr 8 in Richtung Pfeil F nach außen geschoben und dadurch vom Übergangsstutzen 13 gelöst.
  • Dabei werden auch die Teile 13 a, 13 b; 13 a', 13 b' abgenommen und nach dem Auflegen der Membran 4 wieder fest auf die Stutzen3, 13' aufgebracht. Der vordere engere Teil der Stutzen 13, 13' ist vorzugsweise als Dreh- und Stecklager ausgebildet. Die Teile sind aus Silikonkautschuk oder vorzugsweise aus Teflon.
  • Die Anschlüsse der Dialysierflüssigkeitszu- und -ableitungen sind mit 8 und 9 bezeichnet.
  • Da der Cellophanschlauch 4 allseitig mit geringem Abstand von etwa 1 mm über der Verdrängerwalze 10 liegt, wird die aus dem Dialysierflüssigkeitsbehälter 7 mittels einer Pumpe 17 in Umlauf versetzte Dialysierflüssigkeit über die Zuleitung 8, in welcher ein Anschlußstutzen 18 für die Zuführung von Sauerstoff vorgesehen sein kann, in Richtung der Pfeile in dem Ringspalt zwischen Verdrängerkörper 10 und Membran mit hoher Geschwindigkeit durchtreten und die Innenfläche der Membran 4 allseitig bespülen. Somit kann auch auf der ganzen Walzenoberfläche, von welcher das Blut frei herabfließt, ein intensiver Stoffaustausch stattfinden. Das gereinigte Blut tropft von der Membran 4 in die Rinne 5 ab und gelangt über das Luftfilter 12 in das Ableitungsrohr 6 bis zur Vene, die in der Zeichnung mit V angedeutet ist. Nach Durchströmen des Ringspaltes zwischen Membran 4 und Walzenkörper 10 gelangt die Dialysierflüssigkeit, zusammen mit den aufgenommenen Stoffen aus dem Blut, über Ableitung 9 zurück in den Behälter 7, welcher entsprechend groß, beispielsweise 100 Liter fassend, gestaltet sein kann. Der Behälter 7 besitzt eine Heizung 19 sowie eine thermostatische Temperaturregelung20, durch welche die Dialysierflüssigkeit auf gewünschter Temperatur gehalten wird. Der Elektromotor 21 treibt noch eine Förderpumpe 17 an, welche den Dialysierflüssigkeits-Kreislauf aufrechterhält.
  • Wie bereits ausgeführt, wird das Blut lediglich durch den Hertz druck in das Verteilerrohr 3 befördert und fließt dann, dem natürlichen Gefälle folgend, über den Membranschlauch 4 der Rinne 5 zu, von wo es zufolge der Neigung der Rinne ohne fremde Kraft in die Körpervene zurückgelangt. Das Verteilerrohr 3, die VerdrängerwalzelO mit Membran 4 und die Abflußrinne 5 sind in einem luftdichten Gehäuse angeordnet und dadurch vor Staub geschützt. Dieses Gehäuse hat die besondere Aufgabe, das Verdunsten und ein Eintrocknen des Blutes zu verhindern. Es kann zusätzlich mit Sauerstoff beschickt werden, so daß, falls erforderlich, auch eine Blutwäsche durchgeführt werden kann. Der Boden des Schutzgehäuses 15 ist mit Schaumgummi od.ä. ausgelegt und wird zuvor mit physiologischer Kochsalzlösung oder aber nur mit sterilem Wasser getränkt, um eine Art Dunstkammer zu bilden. Das Gehäuse muß ferner in seinem oberen Teil so ausgebildet sein, daß ein Abtropfen von Kondenswasser auf die Cellophanwalze 14 vermieden ist.
  • Aus diesem Grunde wird zweckmäßig der Oberteil des Gehäuses spitzgiebelig oder in gotischem Bogen verlaufend ausgeführt.
  • Das erfindungsgemäße Gerät kann auch für andere Dialysiervorgänge, die beispielsweise in der chemischen Industrie vorkommen, verwendet werden. Es zeichnet sich durch eine äußerst einfache Bedienung sowie insbesondere durch den Wegfall der Blutpumpe aus, wodurch eine größere Schonung des Patienten und des Blutes erreicht wird. Das Gerät arbeitet physiologisch einwandfrei, da der Herzrhythmus nicht gestört ist und das Blut nicht durch Stoß, Quetschen, Wirbelbildung usw. geschädigt und dadurch die Thrombenbildung gefördert wird. Dabei kann das erfindungsgemäße Gerät durch eine einzige Person, nämlich den Arzt selbst, bedient werden. Es ist einfach und billig herzustellen und durch Verwendung des sehr kurzen Cellophanschlauches als Dialysiermembran auch billig im Betrieb. Da der Dialysiereffekt erheblich größer als bei den bekannten Geräten ist, kann die Behandlungszeit wesentlich verkürzt werden. Man kann bei einer entsprechend großen Membranoberfläche mit einer Zeit von 16 bis 20 Minuten den gesamten Blutinhalt eines Körpers dialysieren. Darüber hinaus kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in sehr einfacher Weise eine Sauerstoffblutwäsche auf schonendste Art mit der Blutdialyse verbunden werden. Das Gerät ist transportabel, und es entfällt das bei den bekannten Geräten immer noch notwendige Auffüllen mit fremden Blut (Konserven).
  • Es ist denkbar, den zylindrischen Verdrängerkörper mit Membran auch schräg oder sogar lotrecht anzuordnen, ohne daß dabei vom Erfindungsgedanken abgewichen wird. Dabei können Blutstrom und Dialysierflüssigkeit im Gegenstrom zueinander geführt werden. Ferner können zur Erhöhung der Leistung der Vorrichtung mehrere, beispielsweise zwei Membranen mit zugeordneten Verdrängerkörpern hintereinander, also übereinander oder auch nebeneinander angeordnet werden. Bei Nebenordnung mehrerer Walzen (Parallelschaltung) kann entweder das Gerät kleiner gehalten und/oder die Dialysierfläche beliebig vergrößert werden.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Blutdialysiergerät, dessen Zu- und Ablauf mittels Kunststoffleitungen an Körperadern angeschlossen werden und bei dem das zu reinigende Blut einer semipermeablen Membran zugeleitet wird, die auf der anderen Seite von einer Elektrolytlösung geeigneter Zusammensetzung umspült wird, dadurch gekennzeichnet, daß die blutführende Zuleitung (1) des Gerätes höher als das Herz des Patienten angeordnet ist, in ein Verteilerrohr (2) mit Austrittsöffnungen (3) übergeht und im Fallbereich des austretenden Blutes die semipermeable Membran (4) vorgesehen ist, derart, daß das aus dem Verteilerrohr (2) austretende Blut die Membran (4) möglichst in einem dünnen und gleichmäßigen Film umfließt, und daß unterhalb der Membran (4) zur Aufnahme des gereinigten Blutes eine Aufnahmevorrichtung in Form einer Rinne od. dgl. angeordnet ist, an welche die zur Körpervene führende Ableitung (6) angeschlossen ist, und daß ferner an beiden Seiten der Membran (4) Mittel für den Anschluß der von einem bekannten Umwälzbehälter (7) ausgehenden Zu- und Ableitungen (8, 9) für die Dialysierflüssigkeit vorgesehen sind.

Claims (1)

  1. 2. Dialysiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerrohr (2), Membran (4) und Rinne (5) höher als das Herz des zu Behandelnden liegen.
    3. Dialysiergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilerrohr (2) horizontal und achsparallel über der zylindrischen Membran (4) liegt und innerhalb der Membran (4) ein die Dialysierflüssigkeit gegen die Membranfläche zu verdrängender Körper (10) angeordnet ist, derart, daß die Dialysierflüssigkeit in einem engen Spalt (11) zwischen dem Verdrängerkörper (10) und der Membran (4) mit hoher Geschwindigkeit hindurchströmen kann.
    4. Dialysiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb der Membran (4) liegende Abflußrinne (5) in Richtung zum Anschlußende für die zur Vene (V) führende Leitung (6) geneigt ist und in dieser Leitung (6) ein Luftfilter (12) vorgesehen ist.
    5. Dialysiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem walzenartigen Verdrängerkörper (10) Haltemittel (16, 16') oder eine Auflagerung für die Membran (4) vorgesehen sind.
    6. Dialysiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkörper (10) am vorderen und hinteren Ende stromlinienförmig ausgebildet ist und ein Halte-und tSbergangsstück (13, 13') für den Anschluß der Dialysierflüssigkeit Zu- (8) und Ableitung (9) vorgesehen ist.
    7. Dialysiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkörper (10) mit Antriebsflügeln (14) versehen ist, derart, daß er durch die Beaufschlagung durch die Dialysierflüssigkeit in Rotation versetzt wird.
    8. Dialysiergerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der eigentliche Dialysator in einem zweiteiligen, durchsichtigen, luftdichten Gehäuse (15) angeordnet ist.
    9. Dialysiergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15) zur Vermeidung des Abtropfens im Bereich der schlauchförmigen Cellophanmembran (4) im Oberteil spitzgiebelig oder mit gotischem Spitzbogen zulaufend ausgebildet ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257741B (de) * 1962-12-14 1968-01-04 Heiner Roeskenbleck Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von geloesten Stoffen durch Gegenstromdialyse

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