DE1081569B - Elektrothermisches Relais - Google Patents
Elektrothermisches RelaisInfo
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Classifications
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H61/00—Electrothermal relays
- H01H61/02—Electrothermal relays wherein the thermally-sensitive member is heated indirectly, e.g. resistively, inductively
Landscapes
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- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei elektrothermisch betätigten Relais.
Die Erfordernisse moderner elektrischer Einrichtungen machen es notwendig, daß Relais dieser Art von
gedrängter Größe und von kompakter Bauart sind, so daß sie unter Betriebsbedingungen allen Schocks und
Vibrationen, denen sie unterworfen sein könnten, standzuhalten vermögen, ohne auszufallen und dadurch
die Anlage, von der sie einen wichtigen Teil bilden, unbrauchbar zu machen. Das nachstehend beschriebene
elektrothermische Relais entspricht allen Erfordernissen bezüglich Größe, Gedrängtheit, Kompaktheit
und der Fähigkeit, Schocks und Vibrationen zu widerstehen, und ermöglicht es, bisher dem
Stand der Technik nicht bekannte Ergebnisse zu erreichen.
Es ist ein Ziel der Erfindung, ein verbessertes elektrothermisch betätigtes Relais vorzusehen, das in der
Bauart einfacher als jedes andere zuvor bekannte ist und einen hohen Vibrations- und Schockwiderstand
aufweist, wodurch es zur Anwendung bei Anlagen geeignet ist, bei denen Vorrichtungen ähnlicher Art
versagt haben, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, ein neuartiges elektrothermisch betätigtes Relais zu schaffen, das
Mindestanzahl von Teilen aufweist. Das Relais kann auch in Massenproduktion hergestellt werden und paßt
in ein entsprechend hermetisch abgedichtetes, vorzugsweise zylindrisches Gehäuse.
Das Relais ist in außerordentlich zufriedenstellender Weise geeignet zur Anwendung bei Anlagen, die
im Betrieb mit größter Genauigkeit arbeiten müssen. Die Erfindung geht von einem elektrothermischen
Relais aus, das einen Rahmen sowie ein längliches, elektrisch heizbares Steuerelement aufweist, das an
einem Ende auf dem Rahmen abgestützt ist. Dieses Relais hat ferner ein längliches, praktisch starres Ausgleichsorgan,
dessen eines Ende an diesem Rahmen an einer Stelle angebracht ist, die mit Abstand von dem
Abstützpunkt des Steuerelements angeordnet ist.
Das Relais ist ferner mit Mitteln versehen, welche die freien Enden des Steuerlements und des Ausgleichsorgans
miteinander verbinden, ferner mit einem festen Kontakt an dem Rahmen und einem Kontakt,
der relativ zu diesem festen Kontakt bewegbar ist.
Gemäß der Erfindung kann der bewegbare Kontakt von dem Ausgleichsorgan bewegt werden, und es ist
eine Biegungszone zwischen den Enden des Ausgleichsorgans vorgesehen, wodurch, wenn das Steuerelement
erhitzt wird und sich ausdehnt, das Ausgleichsorgan bestrebt ist, sich in der Biegungszone zu biegen, und
der bewegbare Kontakt relativ zu dem festen Kontakt bewegt wird. Vorzugsweise hat das feste Ende des
Anmelder:
G-V Controls Inc.,
East Orange, Essex, N. J. (V. St. A.)
East Orange, Essex, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Parkstr. 13
Frankfurt/M., Parkstr. 13
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Mai 1956
V. St. v. Amerika vom 28. Mai 1956
William Cornells Broekhuysen, Brooklyn, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Ausgleichsorgans einen Abstand von dem freien Ende des Steuerelementes.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele hervor, die in
der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht im Querschnitt einer bevorzugten Ausführungsform des elektrothermischen
Relais, das mit einem indirekt innen heizbaren Steuerorgan und einem normalerweise geschlossenen Kontakt
versehen ist,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des in Fig. 1 veranschaulichten Relais, jedoch mit einem normalerweise
offenen Kontakt,
Fig. 3 eine Ansicht nach der Linie 3-3 in Fig. 1,
Fig. 4 einen Querschnitt-Seitenaufriß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 einen Querschnitt-Seitenaufriß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 5 eine schematische Darstellung der in Fig. 4 veranschaulichten Relaisführung, jedoch mit einem
normalerweise offenen Kontakt und einem Steuerorgan der Hitzdrahttype,
Fig. 6 eine Ansicht nach der Linie 6-6 in Fig. 4 und
Fig. 7 eine isometrische Ansicht einer Feder zur Aufrechterhaltung des richtigen auf die Steuerorgane
in Fig. 4 und 5 ausgeübten Zuges.
Gemäß der Fig. 1, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, sind Stifte 1 bis 7
in einer Grundplatte 8 fest angeordnet, jedoch von dieser durch geeignete herkömmliche Mittel, wie z. B.
nicht veranschaulichte Glasperlen, elektrisch isoliert.
009· 509/327
3 4
Ein Lagerkörper 10 wird von den Stiften 1, 4., 6 und 7 In Fig. 2 ist die Verbindungsstelle des Teiles 18
abgestützt und ist an diesen Stiften in zweckdien- mit dem kanalförmigen Teil 26 den in Fig. 1 veran-
licher Weise, z. B. durch Punktschweißen, befestigt. schaulichten Teilen entsprechend mit P bezeichnet.
Der Lagerkörper 10 weist zwischen den Stiften 1 Die Verbindungsstelle des Teiles 14 mit dem kanal-
und 4 einen vorspringenden Teil 12 (Fig. 3) auf. Ein 5 förmigen Teil 26 ist mit Q bezeichnet, während A
Zeitregelungs- oder Steuerungsorgan 14 ist auf dem die Verbindungsstelle der Grundplatte 8 und des
Vorsprung 12 mittels einer Scharnierfeder 16, welche Teiles 14 bedeutet. Ferner zeigt B die Verbindungs-
z. B. durch Punktschweißen sowohl am Lagerkörper stelle der Grundplatte 8 mit dem Teil 18 an. Es ist zu
10 als auch am Organ 14 befestigt ist, nachgiebig ab- erkennen, daß ABPQ ein unregelmäßiges Viereck
gestützt. Das Steuerorgan 14 ist mit einem inneren io bildet. Eine Verlängerung von AQ als Folge thermi-
Heizelement 25 (Fig. 2) versehen, das mit den mischer Ausdehnung vergrößert den Winkel BPQ und
Stiften 2 und 3 elektrisch verbunden ist. bewegt den vom kanalförmigen Teil 26 getragenen
Ein kanalförmiger Teil 18 ist auf einen Querträger Kontakt 138 nach rechts, wie in Fig." 2 veranschau-
20 mittels Feder 22 nachgiebig abgestützt. Der Quer- licht, bis zum Zusammenwirken mit Kontakt 140. Da
träger 20 ist an der Innenseite des Lagerkörpers 10 15 der Winkel BPQ die Größenordnung 160 bis 170°
gegenüber dem Vorsprung 12 durch Punktschweißen hat, ist die horizontale Bewegung des Kontaktes 138
befestigt. Das andere Ende des kanalförmigen Teiles mehrere Male so groß wie die vertikale Bewegung
18 ist mittels der Feder 24 mit der Mitte eines im von Q. Es geht aus den obigen Ausführungen hervor,
allgemeinen vertikal verlaufenden kanalförmigen daß das Steuerorgan 14 im in Fig. 1 veranschaulichten
Teiles 26, der mit Abstand und im wesentlichen par- 20 Relais bei Erwärmung eine Auslängung erfährt, die
allel zum Steuerorgan 14 angeordnet ist, nachgiebig eine ähnliche Bewegung des vom kanalförmigen Teil
verbunden. Ein doppel-U-fÖrmiger Lagerkörper 28 ist 26 getragenen Kontaktes 38 nach rechts verursachen
an der Oberseite des kanalförmigen Teiles 26 be- wird. In diesem Fall jedoch trennt sich der Kontakt
festigt. Die Oberseite des-Steuerorgans 14 ist mit 38 von dem Kontakt40.
einer Seite des Lagerkörpers 28 mittels der Feder 30 25 Wenn, wie in Fig. 2 ersichtlich, Q horizontal benachgiebig
verbunden. Die andere Seite des Lager- wegt wird, was bei Drehung der Schraube 54 gekörpers
28 umgibt eine Glasperle 32, die fest und doch schieht, um den längeren oder horizontalen Teil des
nachgiebig gegen die Innenseite des Lagerkörpers 28 Armes 50 zu heben und dadurch die Perle 32 nach
geklemmt ist, und zwar durch eine gebogene flache rechts zu bewegen, wird sich auch der Kontakt 138
Feder 34, die an der Innenseite des kanalförmigen 30 nach rechts und ein wenig nach oben bewegen. Ist die
Teiles 26 befestigt ist. Die Teile 14 und 18 sowie der Entfernung AB, verglichen mit der Entferunng^ß,
kanalförmige Teil 26 und der Lagerkörper 28 bestehen sehr klein, dann wird diese im wesentlichen horizonsämtlich
aus dem gleichen Material, z. B. aus rost- tale Bewegung des Kontaktes 138 ebenfalls sehr klein
sicherem Stahl, vorzugsweise mit einem hohen thermi- Sein. Wenn jedoch die Entfernung AB ein erheblicher
sehen Ausdehnungskoeffizienten. 35 Bruchteil der Entfernung AQ ist, dann kann die im
Das untere Ende des kanalförmigen Teiles 26 trägt wesentlichen horizontale Bewegung des Kontaktes 138
eine Kontaktfeder 36, die mit einem vorzugsweise aus größer sein als die horizontale Bewegung der Perle
Silber bestehenden Kontaktelement 38 versehen ist, 32. Daraus ergibt sich, daß für AB ein Wert vor-
das mit einem festen, vorzugsweise mit einer versil- handen sein muß, für welchen diese zwei Bewegungen
berten Seite versehenen, auf dem Stift 5 gelagerten 40 praktisch gleich sind. Daraus resuliert, daß die verti-
Kontaktarm 10 zusammenwirkt. Ein nachgiebiges kate Bewegung von Q, die sich aus der thermischen
Kupferband 42 ist mit dem kanalförmigen Teil 26 Ausdehnung des Steuerorgans 14 ergibt, eine stark
praktisch an der gleichen Stelle wie die Feder 36 be- vermehrte, im wesentlichen horizontale Bewegung des
festigt. Das andere Ende des Bandes 42 ist an der Kontaktes 138 im Relais nach Fig. 2 mit normaler-
Außenseite des Lagerkörpers 10 mittels eines Verbin- 45 weise offenen Kontakten und eine ähnliche Bewegung
dungsstückes 44 festgeklemmt. des Kontaktes 38 im Relais nach Fig. 1 mit normaler-
Die oben beschriebene Anordnung ist in einem weise geschlossenen Kontakten zur Folge hat. Jedoch
zylindrischen Gehäuse 46 eingeschlossen, das gekröpft resultiert die aus der Einstellung des Armes 50 sich
und an die Grundplatte 8 bei 48 angelötet ist. Das ergebende horizontale Bewegung von Q in einer im
Gehäuse 46 ist in üblicher Art hermetisch abge- 50 wesentlichen gleichen horizontalen Bewegung der Konschlossen.
Der vertikale Teil eines L-förmigen Ein- takte 38 und 138. In den Fig. 1 und 3 entspricht die
stellarmes 50 ist in die Scheidewand 52 eingelötet, die Entfernung AB der Entfernung zwischen den Federn
wiederum im Gehäuse 46 in der Nähe seiner Oberseite 16 und 22, die vom Vorsprung im Lagerkörper 10 beangelötet
ist und so das Gehäuse 46 in einen großen stimmt wird.
unteren Abschnitt mit den Betriebsteilen des Relais 55 Die Wirkungsweise des in Fig. 1 veranschaulichten
und einen kleineren oberen Abschnitt teilt/ Relais ist folgende: Wenn den Stiften 2 und 3 elek-
Der horizontale Abschnitt des Armes 50 erstreckt trische Energie zugeführt wird, fließt ein elektrischer
sich über die Scheidewand 52 in den oberen Abschnitt Strom durch das Heizelement 25, das innerhalb des
oder Hohlraum und trägt an seinem Ende eine Ein- Steuerorgans 14 eingeschlossen ist. Die Bauart des
stellschraube 54, die auf der Scheidewand 52 ruht. Ein 60 Steuerorgans 14 und seines Heizelementes 25 ist von
Deckel 56 auf der Oberseite des Gehäuses 46 ist mit üblicher Ausführung, so daß ein weitere Beschreieiner
öffnung 58 versehen, - welche Zugang zur Ein- bung für das Verständnis der Erfindung für nicht erstellschraube
54 gewährt. Die Perle 32 ist mit einem forderlich gehalten wird. Die thermische Ausdehnung
Stift 60 verschmolzen, der am unteren Ende des Armes des Steuerorgans 14 in Längsrichtung verursacht, daß
50 starr befestigt ist, der sich wiederum nach unten 65 sich die untere Spitze des kanalförmigen Teiles 26
in den unteren Abschnitt des Gehäuses 46 erstreckt. nach rechts bewegt, bis sie mit der Feder 36 zusam-Ein
an der Außenseite des Gehäuses 46 befestigter menwirkt, die gegen den kanalförmigen Teil 26 geFlansch
62 mit zwei oder' mehreren Befestigungs- neigt ist. Eine weitere Bewegung des kanalförmigen
löchern 64 dient zur Anbringung des Relais auf einer Teiles 26 hat das Anheben des Kontaktelementes 38
Schalttafel oder einem Chassis. · 70 vom Kontaktlager 40 zur Folge, wodurch die elek-
irische Verbindung zwischen den Stiften 5 und 7 unterbrochen wird. Die zur Unterbrechung des Stromkreises
erforderliche Zeit hängt von der dem Heizelement 25 im Steuerorgan 14 zugeführten elektrischen
Energiemenge, der thermischen Kapazität des Steuerorgans 14 und der Entfernung ab, welche die
untere Spitze des kanalförmigen Teiles 26 zurücklegen muß, bevor sie das Kontaktelement 38 vom Kontaktlager
40 abhebt. Wie oben schon erwähnt, kann die anfängliche Stellung des kanalförmigen Teils 26 nach
Wunsch eingestellt werden, indem die Schraube 54 in einer oder der anderen Richtung gedreht wird. Das
macht die Zeitsteuerung innerhalb weiter Grenzen möglich. Die Leistungsaufnahme des Heizelementes
kann durch Veränderung der den Stiften 2 und 3 erteilten Spannung geändert werden. Die thermische
Kapazität kann durch die Anzahl und Größe der Füllstreifen, die im Steuerorgan 14 eingeschlossen sind,
in üblicher Weise vorbestimmt werden.
Es ist ersichtlich, daß die Masse der Konstruk- zo
tionsteile an beiden Enden gegen Schock und Vibrationswirkungen starr abgestützt ist und daß die Stellung
des unteren Endes des kanalförmigen Teiles 26 von der Länge der vier Seiten des Vierecks A BPQ
bestimmt wird und durch die Stellung der Perle 32, die sämtlich gegen Schock und Vibration unempfindlich
sind. Die Stellung der PeIe 32 mit Bezug auf das Steuerorgan 14, den Teil 18, den kanalförmigen Teil
26 und den Lagerkörper 28 ist dergestalt, daß bei Ausdehnung des Steuerorgans 14 auf Grund des Erhitzens
der kanalförmige Teil 26 mit dem Lagerkörper 28 praktisch um die Perle 32 schwenkt. Hierdurch
wird die Reibung auf ein Minimum beschränkt.
Da das Steuerorgan 14., der Teil 18, der kanalförmige
Teil 26 und der Lagerkörper 28 aus dem gleichen Metall bestehen, wird" die Form des Vierecks
ABPQ durch eine einheitliche Änderung oder einen
Temperaturwechsel dieser Teile nicht verändert. Die Ausführung ist daher praktisch vollständig für Änderungen
der Umgebungstemperatur ausgeglichen.
Das Kupferband 42 führt den Strom vom Stift 7 direkt zu einem Ende der Feder 36, so daß der Kontaktstrom
durch kein Organ fließt, das einen Teil des Vierecks ABPQ bildet und demzufolge auch keinen
der Teile erhitzen kann.
Das in Fig. 4 veranschaulichte elektrothermische Relais ist ähnlich demjenigen, das in den Fig. 1 und 2
dargestellt ist, mit der Ausnahme, daß das starre Steuerorgan 14 durch ein dünnes biegsames Band 66
ersetzt ist, das von einer Heizwicklung 68 umgeben ist. Beide Teile sind gegeneinander mittels zweier
Streifen aus geeignetem Isoliermaterial 70 isoliert.
Für das richtige Funktionieren dieser Ausführungsform ist es erforderlich, jederzeit dem Band 66 genügend
Spannung zu erteilen, um es geradezuhalten. Dies geschieht mit Hilfe einer Torsionsfeder 72., die
im einzelnen in Fig. 7 veranschaulicht ist. Die obere Schleife der Feder 72 wird unter einem kleinen, an der
Innenseite des Bodens des kanalförmigen Teiles 26 befestigten Haken 74 gehalten. Die unteren Enden der
Feder 72 ruhen an den Innenseiten des Lagerkörpers 10 längs der Stifte 6 und 7. Die zwei mit Abstand
voneinander, und zwar praktisch zentral angeordneten Schleifen 73 der Feder 72 stoßen gegen die Innenseite
oder den Boden des kanalförmigen Teiles 26 im wesentlichen gegenüber dem Punkt P. Auf diese Weise
neigt die Feder 72 dazu, den kanalförmigen Teil 26 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen, wie in Fig. 4
und 5 dargestellt, und den Winkel BPQ zu vergrößern sowie die Spannung am Band 66 aufrechtzuerhalten.
Der Betrieb des in Fig. 4 veranschaulichten Relais ist im allgemeinen der gleiche wie des in Fig. 1 dargestellten,
mit der Ausnahme, daß wegen der viel niedrigeren thermischen Kapazität des Bandes 66., verglichen
mit dem Steuerorgan 14, es für viel kürzere Zeitverzögerungen besonders geeignet ist.
Nach Fig. 5 weist das Steuerorgan einen Draht 76 auf, der mittels zweier isolierender Teile 78 an den
Punkten A und Q angeschlossen -ist. Der Draht 76
wird von einer Feder 72 in der' gleichen Weise unter Spannung gehalten, wie in Fig. 4 offenbar ist. Der
Draht 76 ist vorzugsweise aus einer Legierung hergestellt, die sowohl einen hohen spezifischen elektrischen
Widerstand als auch einen hohen thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweist. Es wurde gefunden,
daß eine Legierung aus 80% Nickel und 20% Chrom gut geeignet ist. Der Draht 76 kann erhitzt
werden, indem geeignete elektrische Anschlüsse an seinen Enden bei 80 und 82 angebracht werden. Diese
Art von Steuerorgan ist in der Tat schneller als die in Fig. 4 veranschaulichte Ausführungsform. Sie eignet
sich für Verzögerungsperioden im Bereich von einem Bruchteil einer Sekunde bis zu einigen Sekunden.
Bei allen in Fig. 1, 2, 4 und 5 dargestellten Ausführungsformen
ist die Seite AQ des Vierecks ABPQ das Steuerorgan, während die Seiten BP und PQ zusammen
das Ausgleichsorgan bilden. Der untere Teil des kanalförmigen Teiles 26 ist in Wirklichkeit eine
starre Verlängerung der Seite PQ des Ausgleichsorgans.
Claims (19)
1. Elektrothermisches Relais mit einem Rahmen, mit einem länglichen, elektrisch heizbaren
Steuerelement, das an einem Ende auf dem Rahmen abgestützt ist, ferner mit einem länglichen,
praktisch starren Ausgleichsorgan, dessen eines Ende an diesem Rahmen angebracht ist an einer
Stelle, die mit Abstand von dem Abstützpunkt des Steuerelements angeordnet ist, weiter mit Mitteln,
welche die freien Enden des Steuerelements und des Ausgleichsorgans miteinander verbinden,
ferner mit einem festen Kontakt an dem Rahmen und einem Kontakt, der relativ zu diesem festen
Kontakt bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Kontakt (38., 138) von dem Ausgleichsorgan
(26) bewegt werden kann und daß eine Biegungszone zwischen den Enden des Ausgleichsorgans
vorgesehen ist, wodurch, wenn das Steuerelement erhitzt wird und sich ausdehnt, das
Ausgleichsorgan bestrebt ist, sich in der Biegungszone zu biegen, und der bewegbare Kontakt (38,
138) relativ zu dem festen Kontakt (140) bewegt wird.
2. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Ende (B)
des Ausgleichsorgans einen Abstand von dem freie Ende (A) des Steuerelements hat.
3. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Ausgleichsorgan,
das im allgemeinen V-förmig ist und an dem Scheitel des V die Biegezone aufweist.
4. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel
ein nachgiebiges Element aufweisen.
5. Elektrothermisches Relais nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche mit Mitteln zum
Anlenken der miteinander verbundenen freien Enden des Steuerelements und des Ausgleichsorgans an dem Rahmen, um die Achsen des Steuerelements
und des Ausgleichsorgans ohne störendes Zusammenwirken mit der Längsausdehnung des
Steuerelements, wenn es elektrisch erhitzt wird, in einer vorbestimmten Betriebsstellung zu halten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkmittel eine steife Oberfläche aufweisen, die praktisch parallel
zu den Achsen des Steuerelements und des Ausgleichsorgans liegen, wobei ein steifes Element an
der steifen Oberfläche ruht und ein nachgiebiges Element die steife Oberfläche und das steife
Element in ständige Zusammenwirkung (Reibung) miteinander vorspannt.
6. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkmittel ein
Einstellorgan aufweisen, wovon das steife Element einen Teil bildet, und daß die steife Oberfläche an
den Verbindungsmitteln angebracht ist.
7. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel
einen im allgemeinen U-förmigen Lagerkörper aufweisen und das steife Element in dem U
des im allgemeinen U-förmigen Lagerkörpers angeordnet ist.
8. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 6 oder 7 mit einem an dem Rahmen angebrachten
Einstellhebel, dadurch gekennzeichnet, daß das steife Element an einem Arm des Hebels angebracht
ist.
9. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das steife Element
die Form einer Perle hat und diese Perle an einem Stift angebracht ist, wobei dieser Stift an einem
Arm des Einstellhebels zum Bewegen der Perle seitlich relativ zu den Achsen des Ausgleichsorgans und des Regelelements abgestützt ist, um
die Bewegungsperiode des bewegbaren Kontakts relativ zum festen Kontakt einzustellen, wenn das
Steuerelement elektrisch erhitzt wird.
10. Elektrothermisches Relais nach irgendeinem der vorgehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen Lagerkörper mit einem seitlich unter Abstand abgesetzten, auf dem Rahmen angebrachten
Teil, wobei das eine Ende des Steuerelements an dem abgesetzten Teil angeordnet ist, sowie
durch ein Querlagerglied, das ebenfalls an dem abgesetzten Teil angebracht ist, und an dem das
eine Ende des Ausgleichsorgans befestigt ist.
11. Elektrothermisches Relais nach irgendeinem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement ein biegsames
Ausdehnungselement aufweist und ferner nachgiebige Mittel, die eine Kraft auf das Ausgleichsorgan zwischen dessen Enden ausüben, mit dem
Ziel, das biegsame Ausdehnungselement ständig unter Spannung zu halten.
12. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen Mittel im wesentlichen einen nachgiebigen Druck
auf das Ausgleichsorgan an der Biegungszone ausüben.
13. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen
Mittel Federmittel zwischen dem Ausgleichsorgan und dem Rahmen aufweisen.
14. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Federmittel als
Torsionsfeder ausgebildet sind, die zwischen ihren Enden eine gewundene Schlaufe aufweist, welche
gegen das Ausgleichsorgan anliegt.
15. Elektrothermisches Relais nach Ansprüchen 10 und 14, gekennzeichnet durch haken- und
bügeiförmige Verbindungselemente, die ein Zusammenwirken der Torsionsfeder mit dem Ausgleichsorgan
und dem Lagerkörper ermöglichen.
16. Elektrothermisches Relais nach irgendeinem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das biegsame Ausdehnungselement ein Band darstellt mit einem um dasselbe gewundenen
Widerstandsdraht, durch den die Erhitzung erfolgt.
17. Elektrothermisches Relais nach einem der Ansprüche 11 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß
das biegsame Ausdehnungselement ein Widerstandselement ist.
18. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerstandselement
einen dünnen Erhitzer aufweist.
19. Elektrothermisches Relais nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der dünne Erhitzer
ein Stück Widerstandsdraht aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 700 084.
USA.-Patentschrift Nr. 2 700 084.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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