DE1080709B - Gewindeverstiftung bei Nippelschraubverbindungen von Graphit- oder Kohleelektroden - Google Patents
Gewindeverstiftung bei Nippelschraubverbindungen von Graphit- oder KohleelektrodenInfo
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-
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B7/00—Heating by electric discharge
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Description
DEUTSCHES
Bekanntlich werden Kohle- oder Graphitelektroden für Lichtbogenschmelzöfen entsprechend dem fortschreitenden
Verbrauch durch Annippeln verlängert. Bei den üblichen konischen Schraubverbindungen, die
meist als doppelkonische Nippel verwendet werden oder einen festen konischen Ansatz an dem einen
Elektrodenstrang besitzen, besteht die Gefahr, daß die Schraubverbindung sich lockert und der angenippelte
Elektrodenstrang abfällt, so daß schwere Störungen im Betrieb des Lichtbogenofens entstehen können.
Zur Sicherung gegen Lockern der Schraubverbindung wird daher durch eine Bohrung im Schachtelrand
ein Stift eingesetzt, der radial in den Nippelkörper eindringt. Wird eine solche radial verstiftete
Schraubverbindung aufgedreht, so ist ein Aufdrehmoment aufzuwenden, das den Stift abschert. Ist der
Stiftbruch eingetreten, so setzt der Stift dem weiteren Aufdrehen keinen Widerstand mehr entgegen, und das
Gewinde kann sich lockern.
Durch die Erfindung soll die VerStiftung der Schraubverbindung von Kohle- oder Graphitelektroden
gegenüber den bekannten Anordnungen mit radialer Verstiftung verbessert werden, und zwar
dahingehend, daß bei einem Stift gleicher Abmessungen und gleichen Materials das zum Stiftbruch
führende Aufdrehmoment vergrößert und beim größer werdenden Aufdrehwinkel erhalten bleibt.
Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß die Längsachse des durch den Schachtelrand geführten
Stiftes tangential am Gewindekörper anliegt. Dadurch wird bewirkt, daß im Falle eines Stiftbruches
die Splitter des Stiftes beim Aufdrehen der Gewindeverbindung in das Gewinde hineingelangen
und das weitere Aufdrehen zunehmend erschweren. Der unbeschädigte Stift erhöht das Tragvermögen des
Gewindes, so daß im Falle starker Wärmeausdehnung der Schachtel gegenüber dem Nippel das Herausziehen
des Nippels aus der Schachtel verhindert wird.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung und dem Ergebnis praktisch durchgeführter Versuche näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Längsschnitt die bisher übliche, radial verstiftete Schraubverbindung;
Fig. 1 a zeigt die radial verstiftete Schraubverbindung in einem Querschnitt;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Schraubverbindung mit einem tangential zum Gewinde verlaufenden
Stift.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, ist der doppelkonische Nippel 1 in üblicher Weise mit den beiden Elektrodensträngen
2 und 3 verschraubt. Durch Bohrungen im Schachtelrand, die radial laufen, sind die sogenannten
Nippelstifte 4, 5 eingesetzt und dringen durch entsprechende
Bohrungen in den Nippelkörper ein. Die Gewindeverstiftung
bei Nippelschraub verbindungen
von Graphit- oder Kohleelektroden
Anmelder:
Siemens-Planiawerke
Aktiengesellschaft für Kohlefabrikate,
Meitingen bei Augsburg
Dipl.-Ch.em. Dr. Wilfried Hub,
Meitingen bei Augsburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
radiale Anordnung der Nippelstifte 4, 5 ist aus der Fig. 1 a ersichtlich.
Bei der Anordnung nach der Erfindung liegt im Gegensatz zu dem Bekannten der Nippelstift 5
tangential im Gewinde des Nippels 1 an. Zweckmäßig ist die Bohrung durch den Schachtelrand vor dem Zusammenschrauben
der Elektrodenstränge erzeugt, und es wird durch die Bohrung der Gewindegang des
doppelkonischen Nippels nachgebohrt. Dann wird der Gewindestift 5 eingesetzt, und es kann die Bohrung
hierbei vor dem Einsetzen mit etwas Kitt ausgefüllt werden, wenn die Bohrung etwas größer gehalten ist
als der Durchmesser des Stiftes 5. Vergleicht man die Meßergebnisse der radialen Verstiftung mit denen der
tangentialen Verstiftung, so erkennt man, daß das Aufdrehmoment des Nippels bei dem Aufdrehwinkel
Null in beiden Fällen annähernd gleich ist.
Bei der radialen Verstiftung wurden Arretierstifte von 20 mm Durchmesser und 200 mm Länge verwendet.
Bei der tangentialen Verstiftung wurde gleichfalls ein Arretierstift von 20 mm Durchmesser, jedoch
von 320 mm Länge verwendet. Aus der nachstehenden Tabelle erkennt man, daß das Drehmoment bei dem
Aufdrehwinkel 0° bei beiden Anordnungen annähernd gleich ist. Bei größerem Aufdrehwinkel bleibt bei der
radialen Verstiftung das Drehmoment Null, während
QOJ 507/35?
es bei der tangentialen Anordnung bei den gegenübergestellten Versuchsreihen erhalten bleibt:
Drehung der beiden
Schachteln gegeneinander
Schachteln gegeneinander
Auf drehmoment (mkg)
Arretierstifte 20 · 200 mm, radial eingesetzt
31,8
0
0
0
0
29,8
0
0
0
0
320 mm, tangential eingesetzt
| 28,5 | 34,8 |
| 18,6 | 19,8 |
| 15,0 | 8,0 |
0°
90°
180°
Arretierstifte 20
0°
90°
180°
Während das Aufdrehmoment bei den radial eingesetzten Stiften sehr schnell auf Omkg sinkt, muß für
das weitere Aufschrauben der tangential verstifteten Verbindung für das weitere Aufdrehen noch ein Drehmoment
von 15 bzw. 8 mkg aufgewendet werden. Die tangential verstifteten Schraubverbindungen zeigen
nach dem Aufschrauben ein in Stiftebene völlig zerstörtes Nippelgewinde. Beim Aufdrehen des Nippels
werden die Splitter eines gebrochenen Stiftes, der tangential zum Gewinde liegt, in die Stiftführung hineingeführt
und tragen damit zum Halten des Gewindes bei. Beim Aufdrehen muß daher der Gewindegang
völlig zerstört werden, in dem der Stift liegt.
Noch günstigere Meßergebnisse wurden bei gerissener Schachtel erhalten.
Tabelle 2
Meßergebnisse bei gerissener Schachtel
Meßergebnisse bei gerissener Schachtel
| Aufdrehmoment | |
| Arretierstifte, radial eingesetzt 0° |
12 mkg |
| 10° | 0 Stift abge |
| 20° | brochen Φ |
| Arretierstifte, tangential eingesetzt 0° |
40 1 |
| 20° | } 70 — ] höher als — £ meßbar |
| 25° | |
| 90° | |
| 180° |
Erwähnt sei, daß der Erfindungsgedanke nicht nur
für konische Schraubverbindungen von Elektroden verwendbar ist, sondern auch bei zylindrischen
Schraubverbindungen von Elektroden, obwohl die Bedeutung der Verstiftung für Letztere geringer ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verstiftung von S ehr aubverbindungen von Kohle- oder Graphitelektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse des durch den Schachtelrand geführten Stiftes tangential am Gewindekörper anliegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 009 507/352 +.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64152A DE1080709B (de) | 1959-07-28 | 1959-07-28 | Gewindeverstiftung bei Nippelschraubverbindungen von Graphit- oder Kohleelektroden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64152A DE1080709B (de) | 1959-07-28 | 1959-07-28 | Gewindeverstiftung bei Nippelschraubverbindungen von Graphit- oder Kohleelektroden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1080709B true DE1080709B (de) | 1960-04-28 |
Family
ID=7496941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES64152A Pending DE1080709B (de) | 1959-07-28 | 1959-07-28 | Gewindeverstiftung bei Nippelschraubverbindungen von Graphit- oder Kohleelektroden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1080709B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0101819A1 (de) * | 1982-06-30 | 1984-03-07 | Union Carbide Corporation | Konisches Elektrodengewinde und Verfahren zum Verbinden von zwei Elektrodenabschnitten |
| EP0653901A3 (de) * | 1993-11-17 | 1995-10-18 | Ucar Carbon Tech | Befestigungselement zum Lagesicherung von Elektrodenverbindungsstellen. |
| US5575582A (en) * | 1995-01-18 | 1996-11-19 | Ucar Carbon Technology Corporation | Fastening device for securing electrode joints |
-
1959
- 1959-07-28 DE DES64152A patent/DE1080709B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0101819A1 (de) * | 1982-06-30 | 1984-03-07 | Union Carbide Corporation | Konisches Elektrodengewinde und Verfahren zum Verbinden von zwei Elektrodenabschnitten |
| EP0653901A3 (de) * | 1993-11-17 | 1995-10-18 | Ucar Carbon Tech | Befestigungselement zum Lagesicherung von Elektrodenverbindungsstellen. |
| US5575582A (en) * | 1995-01-18 | 1996-11-19 | Ucar Carbon Technology Corporation | Fastening device for securing electrode joints |
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