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Drehtischpresse mit Fördervorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf
eine schrittweise arbeitende Drehtischpresse zur Herstellung von Platten aus Beton
oder ähnlichen Gußmassen mit einer zur Drehtischbewegung synchron beweglichen Fördervorrichtung
zum Fördern zunächst von Unterlagsplatten aus einem Plattenmagazin über, eine Entnahmevorrichtung
zu einer Aufgabestation, an der die gepreßten Formlinge durch eine Abhebevorrichtung
vom Drehtisch abgenommen und auf die Unterlagsplatten aufgelegt werden, und zum
Weiterbefördern der Unterlagsplatten mit den Formlingen in einen Trockenraum.
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Es sind bereits absatzweise arbeitende Drehtischpressen bekannt, die
mit einer seitlich des Drehtisches angeordneten Fördervorrichtung versehen sind,
welche pneumatisch arbeitet und die fertigen Formlinge durch eine senkrechte und
waagerechte Bewegung im Pressentakt Unterlagsplatten zuführt, die von einem Transportband
seitlich an der Presse vorbeigeführt werden. Diese bekannten Vorrichtungen enthalten
eine heb- und senkbare Saugplatte, welche den fertigen Formling aus der Preßform
auf die Transporteinrichtung überführt. Es ist auch bekannt, die Unterlagsplatten
in Plattenmagazinen zu stapeln und der Drehtischpresse über eine Entnahmevorrichtung
einzeln zuzuführen. Ferner sind in der Technik auch magnetisch wirkende Hubvorrichtungen
zur Beförderung von Metallteilen an sich bekannt.
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Durch die Erfindung wird bezweckt, die bisher bekannten, schrittweise
arbeitenden Drehtischpressen zur Herstellung von Platten aus Beton od. dgl. hinsichtlich
der Ausbildung des Plattenmagazins und der zugehörigen Entnahmevorrichtung zu verbessern.
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Die Erfindung besteht darin, daß das Plattenmagazin mehrere auf einem
Drehtisch angebrachte Stapel von aus magnetischem Material bestehenden Unterlagsplatten
aufweist, wobei der Magazin-Drehtisch einen derart schrittweise arbeitenden Drehantrieb
hat, daß, wenn ein Stapel entleert ist, ein gefüllter Stapel einer für die Entnahmevorrichtung
erreichbaren Lage zugeführt wird, und daß die Entnahmevorrichtung einen Magnet besitzt,
der mit der jeweils obersten Platte im Vorrat zusammenwirkt.
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Diese Ausbildungsform des Plattenstapels für Drehtischpressen ist
in Verbindung mit der magnetischen Entnahmevorrichtung besonders einfach und für
die notwendiger asche Beschickung des taktmäßig weiterbewegten Pressentisches vorteilhaft.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
veranschaulicht.
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Fig. 1 zeigt die wesentlichen Teile der Drehtischpresse von oben gesehen;
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Presse und Fig. 3 zeigt eine im Winkel zu Fig.
2 gesehene andere Seitenansicht der Presse.
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Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einem Drehtisch 7, einer
Vorrichtung für die Zufuhr des Betons zu den Formen 10 auf dem Drehtisch, einer
Presse, einer Vorrichtung mit Saugplatte 35 zum Abheben der fertiggepreßten Betonplatten
36 von dem Drehtisch 7 und zum Ablegen der Platten auf eine schrittweise bewegliche
Fördervorrichtung 37 sowie eine Vorrichtung mit Magnet 23 zur Entnahme von Unterlagsplatten
13 aus einem Plattenmagazin und zum Ablegen auf die Fördervorrichtung 37, so daß
die Unterlagsplatten die Betonplatten auf der Fördervorrichtung tragen. Alle diese
beweglichen Vorrichtungen sind miteinander und mit den Bewegungen des Drehtisches
in an sich bekannter Weise synchronisiert.
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Die Betonmasse befindet sich in einem Trog 1, in den sie von- einem
Mischer mittels einer in einem Gestell 3 senkrecht beweglichen und um eine waagerechte
Achse kippbaren Mulde 2 od. dgl. eingeführt wird. Die Mulde wird am offenen Ende
4 des Troges gekippt. Unten besitzt der Trog 1 eine durch ein Ventil geregelte Auslaßöffnung
5, aus der die Betonmasse in abgepaßten Potionen in eine Formausnehmung 10 (Fig.
1) auf' den Drehtisch 7 herabrinnt. Beispielsweise hat der Drehtisch drei solche
Formen 10.
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Jede Formausnehmung 10 entspricht der Form der herzustellenden
Betonplatte. Eine schwenkbare Schale 6 ist unter. der Öffnung 5 aufgehängt, um die
kleineren Betonrestmengen aufzufangen, die etwa
durch die Öffnung
5 unmittelbar nach deren Schließung herausrinnen.
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Der Tisch 7 ist um eine senkrechte Achse 8 drehbar und wird durch
einen auf einer Konsole 11 a angebrachten Motor 11 mittels eines nicht dargestellten
Antriebes schrittweise gedreht, so daß die jeweils unter der Öffnung 5 in Einffillstellung
A befindliche Form 10 nach dem Füllen nach der Preß- und Entwässerungsstelle B (Fig.
1) gebracht wird, in der die Betonmasse in der Form mittels eines pneumatischen
oder hydraulischen Preßkolbens einem Preßdruck ausgesetzt wird. An der Unterfläche
des Preßkolbens kann ein Luftzufuhrrohr 49 für Druckluft münden, mittels der das
Austreiben des ausgepreßten Wassers erleichtert wird. Die Preßvorrichtung ist in
einem Gestell 9 angeordnet und wird zum Drehtisch synchron angetrieben.
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Nach beendetem Pressen wird der Drehtisch einen Schritt in der gleichen
Richtung nach der Stellung C weitergeschaltet, in der die gepreßte Betonplatte entfernt
wird. Dies geschieht mittels einer eine Saugplatte 35 mit Sauglöchern oder Saugkanälen
in ihrer unteren Fläche aufweisenden Vorrichtung. Die Sauglöcher stehen mit einer
Vakuumvorrichtung in Verbindung, die z. B. aus einer Kolbenpumpe 32 besteht. Die
Saugplatte 35 ist an einer senkrechten Kolbenstange 34 (Fig. 3) befestigt, deren
anderes Ende mit einem in einem hydraulischen oder pneumatischen Zylinder 33 beweglichen
Kolben verbunden ist, so daß die Saugplatte in eine gegen die Betonplatte 36 anliegende
Lage geführt und nach Festsaugen derselben zusammen mit dieser angehoben werden
kann. Der Zylinder ist an einem Wagen 27 befestigt, der mittels Rädern 28 in horizontaler
Richtung in Führungen 29 auf horizontalen Balken 26 fahren kann, die frei tragend
von einem Gestell gehalten werden.
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Der Wagen 27 ist mit einer Kolbenstange 31 verbunden, deren anderes
Ende mit einem Kolben in einem hydraulischen oder pneumatischen Zylinder 30 verbunden
ist, so daß der Wagen 27 und somit auch die Saugplatte 35 horizontal von der Stellung
mitten über der auf dem Drehtisch 7 befindlichen Betonplatte 36 in eine Stellung
mitten über einer Fördervorrichtung 37 gebracht werden kann, auf die die Betonplatte
nach Herabsenken der Saugplatte 35 und Abschaltung des Vakuums abgelegt werden kann.
Darauf kann die Saugplatte in entsprechender Weise zum Drehtisch für das Abholen
einer neuen Platte zurückgeführt werden.
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Es ist jedoch nicht zweckmäßig, die Betonplatte unmittelbar auf die
Fördervorrichtung 37 abzulegen, sondern es soll erst eine Unterlagsplatte 13 aus
magnetischem Material, z. B. aus Blech, auf die Fördervorrichtung zum Tragen der
Betonplatte gelegt werden, wodurch deren spätere Handhabung erleichtert wird. Die
Bleche 13 liegen in einer Anzahl Stapel (gemäß der Zeichnung vier solche Stapel)
auf einem um eine Achse 14 drehbaren Tisch 12 und werden einzeln mittels einer besonderen
Entnahmevorrichtung heraufgeholt. Diese Vorrichtung besteht aus einem Permanentmagnet
23, der an dem einen Ende einer vertikalen Kolbenstange 22 befestigt ist, deren
anderes Ende mit einem in einem hydraulischen oder pneumatischen Zylinder 21 beweglichen
Kolben verbunden ist. Der Zylinder wird von einem Wagen 16 getragen (Fig. 3). Dieser
ist mit Rädern 17 versehen, mittels deren er auf Führungen 18 in auf einem Gestell
angebrachten horizontalen Balken 15 rollen kann. Der Wagen 16 ist mit dem
einen Ende einer Kolbenstange 20
verbunden, deren anderes Ende mit einem Kolben
in einem hydraulischen oder pneumatischen Zylinder 19
verbunden ist, so daß
der Wagen 16 mit dem Magnet 23 aus einer Stellung mitten über einem der Blechstapel
13 in eine Stellung mitten über der Fördervorrichtung 37 geführt werden kann. In
der erstgenannten Stellung wird der Magnet 23 zuerst so weit herabgesenkt, daß er
mit dem oberen- Blech 13 des Stapels in Berührung kommt, wodurch dieses Blech vom
Magnet angezogen und beim Anheben mitgenommen wird.
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Nachdem der Magnet 23 und das an ihm haftende Blech 13 genügend angehoben
worden sind, wird der Wagen 16 nach außen zur Fördervorrichtung 37 geführt, an der
das Blech 13 erst zwei seitlich dieser Vorrichtung 37 angebrachte und um Zapfen
25 nur in einer Richtung drehbare Absätze oder Anschläge 24 beiseite schwenkt (Fig.2),
die bei der Rückwärtsbewegung des Magnets 23 und des Wagens 16 zur Ausgangsstellung
mit dem Blech 13 zusammenwirken und dieses vom Magnet 23 abstreichen oder frei machen,
da die Anschläge 24 jetzt gegen Drehung in der Bewegungsrichtung des Bleches gesperrt
werden.
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Das freigegebene Blech 13 wird auf der Fördervorrichtung 37 abgelegt
und unter die Bewegungsbahn der Saugplatte 35 geführt, wenn die Vorrichtung 37 dann
einen Schritt vorgeschaltet wird. Die mittels der Saugplatte 35 geförderte Betonplatte
36 ruht daher auf diesem Blech 13. Die Anschläge 24 sind um Zapfen 25 schwenkbar,
so daß sie hinweggeschwenkt werden können und die Bewegung des Bleches 13 nach der
Fördervorrichtung 37 hin nicht hindern. Die Vorrichtung 37 besteht z. B. aus einem
endlosen Band, das von Rollen 38 getragen wird (Fig. 2) und um Endrollen 39, 40
rollt, von denen die Rolle 40 das Band schrittweise in einer Richtung mittels einer
Kolbenstange 45 antreibt, deren eines Ende mit einer Kette oder einem Seil 43 verbunden
ist, die bzw. das um eine Einwegkupplung 41, 42 gelegt ist und diese mit
der Rolle 40 verbundene Kupplung antreibt, und deren anderes Ende mit einem Kolben
eines hydraulischen oder pneumatischen Zylinders 46 verbunden ist. Das andere Ende
des Seiles 43 trägt ein Gewicht 44, das die Einwegkupplung zurückzieht, ohne die
Rolle 40 nach jeder Drehung in der Antriebsrichtung mitzuführen, die von der Kolbenstange
45 mittels des Seiles 43 und der Einwegkupplung ausgeführt wird.
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Die von der Fördervorrichtung 37 vorgeschobenen und auf den Blechen
13 ruhenden Betonplatten werden von dieser auf eine Rollenbahn 47 auf Ständern 48
übergeführt und von dieser nach den Trocknungs- und Dampfhärtungsräumen usw. transportiert.
Nach Fertigbehandlung der Betonplatte werden die Bleche 13 wieder den Stapeln auf
dem Drehtisch 12 zugeführt. Nach Verbrauch dieser Stapel wird der Tisch 12 jeweils
um einen Schritt weitergedreht, so daß der nächste Stapel unter den Magnet 23 zu
liegen kommt.
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Die beschriebenen Bewegungen für die verschiedenen Teile der Maschine
werden miteinander durch eine Betätigungszentrale bekannter Art synchronisiert.
Diese kann aus einem Ventilsatz bestehen, der die Zufuhr und das Ausströmen des
Druckmittels nach bzw. von den Arbeitszylindern in einer gewissen Reihenfolge und
in Abhängigkeit von der schrittweisen Bewegung des Drehtisches steuert.