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DE1080386B - Verfahren zur Erzeugung von Klaengen fuer elektronische Musik - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Klaengen fuer elektronische Musik

Info

Publication number
DE1080386B
DE1080386B DES49022A DES0049022A DE1080386B DE 1080386 B DE1080386 B DE 1080386B DE S49022 A DES49022 A DE S49022A DE S0049022 A DES0049022 A DE S0049022A DE 1080386 B DE1080386 B DE 1080386B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
sound
magnetic
products
original
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES49022A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ludwig Heck
Fred Buerck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SUEDWESTFUNK
Original Assignee
SUEDWESTFUNK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DES46639A external-priority patent/DE1051100B/de
Application filed by SUEDWESTFUNK filed Critical SUEDWESTFUNK
Priority to DES49022A priority Critical patent/DE1080386B/de
Publication of DE1080386B publication Critical patent/DE1080386B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10LSPEECH ANALYSIS TECHNIQUES OR SPEECH SYNTHESIS; SPEECH RECOGNITION; SPEECH OR VOICE PROCESSING TECHNIQUES; SPEECH OR AUDIO CODING OR DECODING
    • G10L21/00Speech or voice signal processing techniques to produce another audible or non-audible signal, e.g. visual or tactile, in order to modify its quality or its intelligibility

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computational Linguistics (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
  • Human Computer Interaction (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing Not Specific To The Method Of Recording And Reproducing (AREA)

Description

Das Hauptpatent 1 051 100 betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Klängen für elektronische Musik, bei dem ein Originalspektrum nach dem Prinzip der Frequenzumsetzung unter Verwendung von Modulatoren und Demodulatoren mit Zusatzträgerwellen durch Verstimmung dieser Zusatzträger nach oben oder nach unten verschoben wird. Bei dieser Einrichtung treten metrische Verschiebungen auf, die durch Akzentuierung verschiedenartige rhythmische Struktur erhalten.
Die Erfindung will dieses Verfahren verbessern.
Erfindungsgemäß wird ein Frequenzumsetzer verwendet, der mehrere parallel geschaltete Demodulationsstufen enthält, die je nach Größe der Verstimmungsdifferenzen neue Komponenten in den Umsetzungsprodukten liefern.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist an Hand der Zeichnungen erläutert. Es bedeutet
Fig. 1 Ausgangsschaltung zur Durchführung des Verfahrens,
Fig. 2 Parallelaufteilung des Frequenzumsetzer in zwei Demodulationsstufen,
Fig. 3 Blockschaltbild einer Umsetzerkette,
Fig. 4 Zuführung der Trägerfrequenz Q2 über eine Bandschleife,
Fig. 5 und 6 Speicherung und Schichtung der Umsetzungsprodukte durch zwei parallel geschaltete Magnettongeräte,
Fig. 7 Speicherung und Schichtung der Umsetzungsprodukte durch zwei hintereinandergeschaltete Magnettongeräte,
Fig. 8 auf einem Tonband und einer Tonbandschleife aufgezeichnete Klangfolgen zweier parallel geschalteter Magnettongeräte.
In der Fig. 1 ist das ablaufende Tonband 1 des Magnettongerätes 2 in gleichmäßige Zeitabschnitte (gleich der Speicherzeit T3) eingeteilt. Die Speicherzeit ist
Ts = -^- (sec) ·
dabei ist J der Abstand zwischen Aufnahmekopf 3 und Wiedergabekopf 4 in cm und ν die Bandgeschwindigkeit in cm/sec. Im übrigen entspricht diese Schaltung einer bereits im Hauptpatent behandelten Schaltung. Die Schaltung nach der Fig. 1 wird nun erfindungsgemäß erweitert, indem der Frequenzumsetzer 5 mehrere parallel geschaltete Demodulationsstufen erhält. Ferner werden mehrere Frequenzumsetzer hintereinandergeschaltet (Frequenzumsetzerketten); des weiteren wird die dem Demodulator zugeführte Trägerfrequenz Q2 nicht von einem Generator direkt entnommen, sondern unter Zwischenschaltung eines Magnettongerätes auf Band gesprochen und von diesem Verfahren zur Erzeugung
von Klängen für elektronische Musik
Zusatz zum Patent 1 051 100
Anmelder:
Südwestfunk,
Baden-Baden, Hans-Bredow-Straße
Dr. Ludwig Heck und Fred Bürck, Baden-Baden,
sind als Erfinder genannt worden
dem Demodulator zugeführt. An Stelle des Magnettongerätes 2 werden mehrere Magnettongeräte in Hintereinander- oder Parallelschaltung verwendet, welche verschiedene Speicherzeiten Tg v T$2, Tg s aufweisen. An Stelle eines einfach ablaufenden Tonbandes 1 können auch endlose Tonbandschleifen verwendet werden, die durch zwischengeklebte Weißbandabschnitte in aktive und passive Bandabschnitte eingeteilt werden.
Statt des Magnettongerätes 2 mit nur einem Wiedergabekopf 4 wird ein Magnettongerät mit mehreren Wiedergabeköpfen verwendet, die das Tonband 1 an örtlich versetzten Punkten gleichzeitig abtasten.
Im folgenden werden die dazu benötigten Schaltungen erläutert: Zunächst für den Frequenzumsetzer mit mehreren parallel geschalteten Demodulationsstufen. Das Schaltbild gemäß Fig. 2 zeigt beispielsweise schematisch die Parallelaufteilung des Frequenzumsetzers 5 in zwei Demodulatorstufen. Den beiden Demodulatoren 6 und 7 werden die Trägerfrequenzen Ω und Q2J, zugeführt. Der Demodulator 6 besitzt daher die Verstimmung
AQ0=Q1-Q20
und der Demodulator 7 die Verstimmung
gegenüber der gemeinsamen Trägerfrequenz Q1 des Modulators 8. Jede Frequenz v, die über den Regler 9 zugeführt wird, erfährt gleichzeitig eine Umsetzung in zwei voneinander verschiedene Frequenzen fa und /&.
909 787/34
Es entstehen nach der ersten Umsetzung die beiden Frequenzen
fa=v+Δ Ωα
fb=v+AÜb
Durch -die Iteration mittels des Magnettongerätes 2 erfolgt nach der Speicherzeit Ts eine zweite Umsetzung, wobei jede der beiden Frequenzen fa und fb wieder in zwei Frequenzen umgesetzt wird. Im Frequenzspektrum des zweiten Umsetzungsproduktes io Oder: treten jedoch nur drei Komponenten auf, da zwei Frequenzen der vier Komponenten zusammenfallen. Es läßt sich nachweisen, daß bei jeder weiteren Umsetzung das Spektrum jeweils nur um eine Komponente erweitert wird. Das ίΐ-te Umsetzungsprodukt enthält n+1 voneinander verschiedene Frequenzen.
Die Wirkungsweise der Schaltung wird durch folgende Zahlenbeispiele verdeutlicht:
Originalfrequenz ν = 200 Hz
Symmetrische Verstimmung C A Ωα = —10 Hz nach oben und unten ( Δ Qb = +10 Hz
Verstimmungsdifferenz 10—10 = 0 Hz
Durch Iteration über die beiden Demodulatoren 6 und 7 entstehen folgende Frequenzspektren:
Original
1. Umsetzung
2. Umsetzung
3. Umsetzung
4. Umsetzung
180 190
160 170 180
140 150 160 170
120 130 140 150 160
Originalfrequenz
Unsymmetrische Verstimmung nach oben
Verstimmungsdifferenz
v = 200Hz
\ΑΩα = +10Hz
{ΔΩ,,= +20Hz
20-1O = IOHz
Durch Iteration über die beiden Demodulatoren 6 und 7 entstehen folgende Frequenzspektren:
Original 200
Es entstehen durch Iteration über die beiden Demodulatoren 6 und 7 folgende Frequenzspektren:
1. Umsetzung 210 220
2. Umsetzung 220 230 240
3. Umsetzung 230 240 250 260
4. Umsetzung 240 250 260 270 280
Original
1. Umsetzung
2. Umsetzung
3. Umsetzung
4. Umsetzung
200
190 210
180 200 220
170 190 210 230
160 180 200 220 240
Die Umsetzungsprodukte erweitern sich also fächerartig zur Symmetriefrequenz 200 Hz.
Originalfrequenz
Unsymmetrische Verstimmung nach oben und unten
Verstimmungsdifferenz
v = 200Hz \ΑΩα = -7Hz
\ΑΩύ = +11Hz ll-7 = 4Hz
Durch Iteration über die beiden Demodulatoren 6 und 7 entstehen folgende Frequenzspektren:
In den beiden letztgenannten Beispielen verbreitern sich die Frequenzspektren nur einseitig nach unten bzw. nach oben, wobei die Originalfrequenz ν um den Wert der unsymmetrischen Verstimmungsdifferenz von 10 Hz nach unten bzw. nach oben wandert.
Bleibt in der Schaltung nach Fig. 2 der Regler 10 oder Regler 11 geschlossen, so ergeben sich, wie bereits in dem Hauptpatent beschrieben (vgl. dort Fig. 10), Klangfolgen, die eindeutig nach auf- bzw. absteigender Tonhöhe geordnet sind, je nach der Verstimmung der Frequenzumsetzer 5. Man kann somit durch Bedienung der Regler 10 und 11 wahlweise auf- oder absteigende Tonfolgen erzeugen.
Ferner läßt sich in einer entsprechenden Schaltung 40 mit Tief- und Hochpässen ein Frequenzspektrum, welches z. B. bis ins Ultraschallgebiet reicht, durch Hintereinanderschaltung mehrerer Frequenzumsetzer (Frequenzumsetzerketten) in aufeinanderfolgenden Stufen auf einen beliebig schmalen niederfrequenten 45 Bereich abbauen. Die Fig. 3 zeigt beispielsweise das Blockschaltbild einer solchen Umsetzerkette, die eingezeichneten Spektren erläutern schematisch den physikalischen Vorgang. Alle Frequenzumsetzer 12, 13, 14 und 15 besitzen die gleiche Verstimmung Δ Ω, 244 5° weiterhin ist die obere Grenzfrequenz der Tiefpässe 16, 17, 18 und 19 gleich der unteren Grenzfrequenz Die Umsetzungsprodukte erweitern sich auch hier der Hochpässe 20, 21, 22 und 23 gleich Δ Ω. Das Orifächerförmig, die Verbreiterung erfolgt jedoch nicht ginalspektrum (s. Fig. 3, rechts unten) wird durch mehr symmetrisch zur Frequenz 200 Hz, da die Sym- jeden Frequenzumsetzer 12 bis 15 um denselben Bemetriefrequenz um den Wert der unsymmetrischen 55 trag A Ω nach den unteren Frequenzbereichen ver-Verstimmungsdifferenz von 4 Hz nach oben wandert. schoben, dabei treten vor der ersten Umsetzung und Sie liegt bei diesen Beispielen in der Nähe der Ori- nach jeder Umsetzung Restprodukte A1 B1 C1 D und B ginalfrequenz, da sich in diesem Gebiet viele gleiche mit den Frequenzen Z0-Z1 auf (s. die Punkte a, l·, c, d Komponenten ergeben, die sich überlagern. Besteht die und e der Fig. 3). Diese Restprodukte A bis E werden Originalmodulation nicht aus einem Sinuston, sondern 60 durch die Hochpässe 20 bis 23, die vor den Frequenzbereits aus einem ganzen Spektrum, so gilt für jede Umsetzern 12 bis 15 eingeschaltet sind, aus der Kette
ausgesiebt. An den Ausgängen der Tiefpässe 16 bis 19 und des Frequenzumsetzers 15 erscheinen daher die nach jeder Umsetzung entstehenden Restprodukte A 65 bis B (s. Fig. 3, linke Hälfte). Die Kombination aus einem Hoch- und Tiefpaß stellt also eine Frequenzweiche dar, wobei die erste Frequenzweiche (Hochpaß 20, Tiefpaß 16) zur Ausfilterung des ersten Frequenzbereiches A des Originalspektrums dient. Hinter dem 20—10 = 10 Hz 70 Tiefpaß 17 erscheint der Teil B des Originalspektrums,
Original
1. Umsetzung
2. Umsetzung
3. Umsetzung
4. Umsetzung
200
193 211 186 204 222 179 197 215 233 172 190 208 226
Komponente dieses Spektrums die gleiche Gesetzmäßigkeit.
Originalfrequenz
Unsymmetrische Verstimmung nach unten
Verstimmungsdifferenz
v= 200Hz
\ΔΩα= -10 Hz \= -20Hz
dessen Frequenzen Z1-Z2 auf die Frequenzen Z0-Z1 umgesetzt sind. Hinter dem Tiefpaß 18 erscheint das umgesetzte Frequenzband D des Originalklanges, also die Umsetzung der Frequenzen Z2-Ze au^ die Frequenzen Z0-Zi- Wird z. B. ein Frequenzbereich 0 bis SO' 000 Hz durch eine solche Kette auf den Frequenzbereiche^?= Oi bis 1O1OOOHz abgebaut, so entstehen an den Ausgängen der vier Tiefpässe 16 bis 19, einschließlich des Endproduktes des letzten Frequenzumsetzers 15, fünf Spektren die Restprodukte A, B, C3 D, E von jeweils 0 bis 10000 Hz, die die Projektionen des Ultraschallgebietes in den Hörbereich darstellen. Man kann diese Spektren auf dem Tonband 24 eines Mehrspurmagnettongerätes oder auf einem anderen Speicher aufnehmen und von dort über eine Regelanlage mit Verstärkern, wie sie in jedem Rundfunkstudio üblich ist, zu neuen Klangbildern mischen. Man kann aber auch umgekehrt aus den fünf Magnettonspuren α, β, γ, δ, ε des Tonbandes 24 das Originalspektrum wieder, erhalten. Zu diesem Zweck wird jeder einzelnen Tonspur α bis ε ein Rückumsetzer 25, 26, 27 und 28 zugeordnet, der die Restprodukte B, C, D und E wieder in ihre natürliche Lage zurück umsetzt (s. Fig. 3, linke Seite). Der Vorteil der beschriebenen Schaltung besteht darin, daß sämtliche Frequenzumsetzer 12 bis 15 und Rückumsetzer 25 bis 28 sowie alle Hochpässe 20 bis 23 und Tiefpässe 16 bis 19 einheitliche Schaltelemente sind. Für die Rückumsetzer 25 bis 28 können die notwendigen Trägerfrequenzen durch Frequenzvervielfachung hergestellt werden, da für den w-ten Rückumsetzer eine Verstimmungsfrequenz von η·ΔΩ notwendig ist. Das Verfahren kann auch auf die Frequenzen der Videosignale ausgedehnt werden.
Zur Erzeugung besonderer Klangeffekte kann aber bei der Rückumsetzung eine Vertauschung der Restprodukte auf dem Mehrspurmagnettongerät mit den zugeordneten Umsetzern vorgenommen werden, es können zur Rückumsetzung auch beliebige Verstimmungen gewählt werden. Der entstehende Klang enthält dann die Restprodukte des Originalklanges in einer beliebigen Verwürfelung.
Der Vorteil der Speicherung der dem Demodulator zugeführten Trägerfrequenz mit Hilfe eines Magnettongerätes liegt darin, daß die verschiedenen Trägerfrequenzen Q2 nicht von Hand an einem Generator eingestellt, sondern vorher auf Tonband niedergelegt werden. Die Fig. 4 zeigt beispielsweise schematisch eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens. Auf einer endlosen Tonbandschleife 29 werden die einzelnen Trägerfrequenzen Q2 vorher aufgezeichnet und über das Wiedergabegerät 30 dem Demodulator 31 zugeführt. Die den einzelnen Trägerfrequenzen Q2 zugeordneten Bandlängen sowie die zwischen ihnen liegenden inaktiven Bandlängen bestimmen Metrum und Takt der Umsetzungsprodukte. Durch das endlose Tonband 29 läßt sich die gewählte zeitliche Einteilung der Trägerfrequenzen Q2 und der zwischenliegenden Pausen beliebig oft wiederholen. Die Übergänge von einer Trägerfrequenz zur anderen erfolgen sprunghaft. Es treten daher keine Jauleffekte auf, die bei der Handbedienung der Tongeneratoren unvermeidlich sind.
Eine vielfältige Variation der klanglichen und rhythmischen Struktur einer Tonfolge ist bei Verwendung mehrerer hintereinander- oder parallel geschalteter Magnettongeräte zur Speicherung möglich, wenn zur Iteration mehrere Magnettongeräte verschiedener Speicherzeit in Parallel- oder Hintereinanderschaltung verwendet werden.
Die Fig. 5 zeigt schematisch ein Beispiel für zwei parallel geschaltete Magnettongeräte 32 und 33. Der Wiedergabekopf 34 des Magnettongerätes 32 ist über den Frequenzumsetzer 5 auf den Regler 10 geschaltet, der Wiedergabekopf 35 des Magnettongerätes 35 führt dagegen direkt zum Regler 11. Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: Der Originalklang soll die Dauer T besitzen; sie soll auf der Zeitachse durch einen Strich gekennzeichnet werden. Es ergeben sich folgende klangliche Aufschichtungen (die Produkte der ersten, zweiten, dritten usw. Frequenzumsetzung sind der Einfachheit halber durch die Ziffern 1, 2, 3 usw. gekennzeichnet):
T <TSi,T.
S1,TS2
6 6
5 5 5
4 4 4 4
3 3 3 3 3
2 2 2 2 2 2
1111111
00000000
ι ι
Die Schaltung stellt somit eine Methode dar, mit der sämtliche Umsetzungsprodukte eines Originalklanges der Dauer gleichzeitig zum Erklingen gebracht werden können.
Die Fig. 6 zeigt ein weiteres Beispiel für zwei parallel geschaltete Magnettongeräte 32 und 33, bei dem beide Wiedergabekanäle (Wiederkabeköpfe 34 und 35) über ein und denselben Frequenzumsetzer 5 geschaltet sind. Für TS2=3 TSi und T<^TSi und T52 ergibt sich folgende Klangfolge:
12 13 14
9 10 11 1011 12
67 8- 78989 10
345456567678
12123234345456
I I I
I I 1
Es werden abwechselnd alle geraden und ungeraden Umsetzungsprodukte übereinandergeschichtet.
Die Fig. 7 zeigt schließlich ein Beispiel für zwei hintereinandergeschaltete Magnettongeräte 32 und 33. Der Wiedergabekopf 34 von Magnettongerät 32 und der Aufnahmekopf 36 des Magnettongerätes 33 liegen hier parallel am Eingang des Frequenzumsetzers 5. Für rS2=2TSl und T<TSl und T52 ergibt sich folgende Klangfolge:
4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
I 1 0 1 2 3 4 5 6 7 8
3 I I I 0 1 2 3 4 5
0 12 0 I I I 0 1 2
I 1 1 1 I I
Man erkennt folgendes Bildungsgesetz: Ist Tsl ein ganzzahliges Vielfaches von Tg2 bzw. umgekehrt, so können die Umsetzungsprodukte in mannigfaltiger Art übereinandergeschichtet werden, da genau zu allen Zeitpunkten t — n· T5 ± (n = ganze Zahl) die Um-
Setzungsprodukte entstehen. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn der Quotient T51ZTs2 keine ganze Zahl bzw. kein einfacher Bruch ist. Es ergeben sich metrische Verschiebungen innerhalb der Klangfolgen, da die Umsetzungsprodukte nicht gleichzeitig, sondern mit zeitlicher Verschiebung nacheinander entstehen. Durch verschiedene Betonung der einzelnen Komponenten ergeben sich verschiedenartige Rhythmen.
Wird auf einem der beiden Magnettongeräte 32 bzw. 33 eine Bandschleife aufgelegt, die beispielsweise durch Weißbandunterbrechungen in aktive und passive Bandabschnitte unterteilt ist, so beeinflußt das Verfahren sowohl die klangliche als auch die rhythmische Struktur der Tonfolgen.
Das Magnettongerät 33 der Fig. 6 laufe beispielsweise mit einer aus aktiven und passiven Bandabschnitten bestehenden Bandschleife. Es seiTs1=4rs2. Nach Fig. 8 entstehen dann in der Schaltungsanordnung Fig. 6 einerseits die Klangfolge I auf den aktiven Bandabschnitten 37 der auf dem Magnettongerät 33 laufenden Bandschleife und andererseits die Klangfolge II auf dem Magnettongerät 33 und damit im Lautsprecher 38.
Bei Verwendung eines Magnettongerätes mit mehreren Wiedergabeköpfen zur Speicherung wird an Stelle des Magnettongerätes 2 (Fig. 1) eine Spezialmaschine mit mehreren Wiedergabeköpfen verwendet, wie sie zur Erzeugung von künstlichem Nachhall und Echoeffekten benutzt wird. Dieser Fall ist identisch mit der Parallelschaltung von η Magnettongeräten, wenn η die Zahl der Wiedergabeköpfe der Spezialmaschine bedeutet. Es gelten damit auch die gleichen Gesetzmäßigkeiten, die in dem vorigen Abschnitt bei der Verwendung mehrerer Magnettongeräte in Parallelschaltung beschrieben sind.
Ganz allgemein kann für alle angeführten Beispiele gesagt werden, daß im Fall T^T5 die Umsetzungsprodukte über die gesamte Zeitdauer T erhalten bleiben. Es tritt eine Übereinanderschichtung der Umwandlungsprodukte auf, bei der die Periode Tg als metrisches Element nur sekundär in Erscheinung tritt und im allgemeinen Zusammenklang der Umsetzungsprodukte während der Zeitdauer T fast vollkommen verwischt wird. Es bilden sich tonale Schwerpunkte, deren Lage von der Amplitudenverteilung des Originalspektrums abhängt.
Die beschriebenen Schaltungen wurden versuchsweise aufgebaut und die Klangumwandlungsprodukte auf Magnettonband aufgenommen. Die klanglichen Ergebnisse stimmen mit den angeführten Überlegungen vollkommen überein. Die Versuche bezogen sich dabei in erster Linie auf die Hintereinander- und Parallelschaltung von zwei Magnettongeräten sowie auf die Anwendung einer Spezialmaschine mit acht Wiedergabeköpfen.
Als Originalklänge wurden in erster Linie Klänge der üblichen Musikinstrumente, aber auch Geräusche und Sprache benutzt. Es ist im allgemeinen zweckmäßig, diese Originalklänge auf Tonband aufzunehmen und sie über ein Magnettonwiedergabegerät 39 auf die Frequenzumsetzer 5 einzuspielen (Fig. 1, 2, 5, 6 und 7). Es ist natürlich ohne weiteres möglich, das Magnettonwiedergabegerät 39 zu vermeiden und ein Mikrophon 40 direkt zu schalten (Fig. 1). Von besonderem Interesse ist die Aufnahme des Originalklanges mittels eines Körperschallmikrophons, welches z. B. an einem Klavier, einem Schlagzeug oder an anderen Musikinstrumenten befestigt ist. Man kann die Klangumwandlung ohne Gefahr einer Rückkopplung mittels eines Lautsprechers 38 direkt in das Aufnahmestudio einspielen. Damit wird beispielsweise das Klavier zu einem elektronischen Musikinstrument, dessen Spielweise und Klang durch die Verstimmung des Frequenzumsetzers und die vorstehend angedeuteten Veränderungsmöglichkeiten der Gesamtanordnung bedingt sind. Es können natürlich auch andere Mikrophone und alle anderen Arten von Schallquellen benutzt werden, sofern die Gefahr der Rückkopplung vermieden wird. Der Vorteil dieses Gerätes besteht darin, daß der Komponist in der Lage ist, die Produkte der Klangumwandlung sofort abzuhören und seine Kompositionen durch Niederlegung der Einstellungswerte festzulegen.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von Klängen, insbesondere für elektronische Musik nach Patent 1 051 100, dadurch gekennzeichnet, daß ein Frequenzumsetzer verwendet wird, der mehrere parallel geschaltete Demodulationsstufen enthält, die je nach der Größe der Verstimmungsdifferenzen neue Komponenten in den Umsetzungsprodukten liefern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Demodulator zugeführte Trägerfrequenz Q2 von einem Generator unter Zwischenschaltung eines Magnettongerätes auf Band aufgesprochen und dem Demodulator als Trägerfrequenz i32 zugeführt wird.
3. Verfahren zur Erzeugung von Klängen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Frequenzumsetzer bintereinandergeschaltet werden (Frequenzumsetzerketten), die ein beliebiges Frequenzspektrum, welches sich z. B. in das Gebiet des Ultraschalles oder auch in das Gebiet der Videofrequenzen erstrecken kann, auf ein vorgegebenes Spektrum, z. B. Hörspektrum, abbauen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß hinter jedem Frequenzumsetzer mittels Frequenzweichen, beispielsweise einer Zusammenschaltung von Hoch- und Tiefpässen, die Restprodukte abgenommen und auf getrennten Speichern, beispielsweise auf den einzelnen Spuren eines Mehrspurmagnettongerätes, aufgezeichnet werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgezeichneten Restprodukte über ein Mischpult geleitet und einzeln oder gemischt zu neuen Klangkombinationen verwertet werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgezeichneten Restprodukte durch einen Rückumsetzer wieder in einen beliebig höheren Frequenzbereich verschoben werden, wobei die Rückumsetzungsbereiche keineswegs mit dem ursprünglichen Originalklang übereinzustimmen brauchen.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines Magnettongerätes zur Speicherung mehrere hintereinander oder parallel geschaltete Magnettongeräte mit verschiedenen Speicherzeiten verwendet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines einfach ablaufenden Bandes endlose Bandschleifen verwendet werden3 die aktive und passive Abschnitte enthalten.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speicherung ein
Magnettongerät (Iterationsmaschine) mit mehreren Wiedergabeköpfen verwendet wird.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Originalklang mittels eines Mikrophons üblicher Bauart oder mittels eines Körperschallmikrophons der Frequenzum-
10
Setzeranlage direkt zugeführt und die Umsetzungsprodukte durch Lautsprecher an den Aufnahmeort des Klanges zurückgeführt werden, wobei durch die Änderung der Parameter der Frequenzumsetzeranlage Klangfolge und Klangfarbe beliebig geändert werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 909-787/34 Φ.6&
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