DE1080042B - Blusenartiges Kleidungsstueck aus gewebtem Stoff, insbesondere Bluse - Google Patents
Blusenartiges Kleidungsstueck aus gewebtem Stoff, insbesondere BluseInfo
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- A41D27/10—Sleeves; Armholes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft Kleidungsstücke für Herren, Damen und Kinder, insbesondere Blusen oder Hemden,
die eine möglichst vollständige Bewegungsfreiheit für die Arme bieten, ohne daß sich der Rumpfabschnitt
des Bekleidungsstückes verzieht oder das S Aussehen des Bekleidungsstückes durch Hochrutschen
des Taillenabschnittes über die Taille des Trägers leidet. Während die Erfindung insbesondere bei
Damenkleidern für das Golfspielen oder andere Sportarten zweckmäßig ist, kann sie auch für alle
anderen Arten von Bekleidungsstücken vorteilhaft verwendet werden.
Ein Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Bekleidungsstückes,
wie eines Hemds oder einer Bluse, das sich durch eine weitgehende Bewegungsfreiheit
des Armes auszeichnet.
Es sind bereits Blusen bekannt, die aus einem Vorderteil, einem Rückenteil und je einem Schulterteil
zusammengenäht sind. Bei diesen bekannten Blusen haben die senkrechten und die waagerechten
Fäden des Gewebes, aus dem die Bluse hergestellt ist, im Bereich von unterhalb der Ärmel liegenden angeschnittenen
Ansätzen dieselbe Lage wie im Rückenteil. Blusen dieser bekannten Art weisen aus diesem
Grunde in ihren Achselbereichen in Zugrichtung der Ärmelnähte eine verhältnismäßig geringe Elastizität
auf, die es der Trägerin nicht erlaubt, sich namentlich bei sportlicher Bewegung vollständig frei und
ungehemmt zu bewegen.
Dieser Nachteil der bekannten Bluse wird erfindungsgemäß
dadurch beseitigt, daß bei einem blusenartigen Kleidungsstück aus gewebtem Stoff, insbesondere
einer Bluse, die aus ein- oder zweistückigem Vorder- und Rückenteil besteht, wobei an dem einen
dieser Teile Schulter und Ärmel, an dem anderen dagegen unterhalb der Arme liegende, eckig geformte
Ansätze derart angeschnitten sind, daß die oberen Ecken der Ansätze im wesentlichen in den Längsmitten
der Ärmelinnenseiten und die unteren Ecken der Ansätze hinter diesen Längsmitten in Höhe der
Achselansätze liegen, die auf den Halsteil der Bluse treffenden Kanten des mit den Ansätzen versehenen
Blusenteiles mit sanftem Bogen in die oberen Kanten der Ansätze übergehen und daß diese oberen Kanten
parallel zu den waagerechten Fäden des Gewebes, die vorderen Kanten der Ansätze dagegen senkrecht zu
diesen verlaufen.
Durch diese Ausbildung des Kleidungsstückes wird erreicht, daß die Gewebefäden im Bereich der Ansätze
im Winkel von 45° zur Richtung der Gewebefäden im übrigen Vorder- bzw. Rückenteil zu liegen
kommen, wodurch eine größere Elastizität der im Achselbereich liegenden Ansätze in Zugrichtung beim
Heben der Arme zustande kommt.
Blusenartiges Kleidungsstück aus gewebtem Stoff, insbesondere Bluse
Anmelder:
Armigene Johnson, geb. Roderick, Wantagh,- L. L, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Müller-Börner, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Podbielskiallee 68
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 3. März 1955
Armigene Johnson, geb. Roderick, Wantagh, L. L, N. Y.
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen
hervor. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kleides mit einem erfindungsgemäßen Blusenteil,
Fig. 2 einen Teilausschnitt des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1 bei hochgehobenem Arm des
Trägers,
Fig. 3 eine Teilrückenansicht der linken Schulterpartie
der Bluse nach Fig. 1,
Fig. 4 eine perspektivische Rückenansicht der linken Seite des Bekleidungsstückes bei hochgehobenem
Arm,
Fig. 5 eine perspektivische Vorderansicht des rechten Vorderteiles des Bekleidungsstückes,
Fig. 6 eine Seitenansicht des Bekleidungsstückes mit dem Arm des Trägers in hochgehobener Stellung
und
Fig. 7 eine Ansicht von Teilabschnitten des Vorder- und des Rückenteiles des Bekleidungsstückes, bevor
diese beiden Teile zur Bildung der Schulter- und Ärmelpartien des fertigen Bekleidungsstückes zusammengenäht
werden.
Zur besseren Veranschaulichung ist die Erfindung in der Ausführungsform eines Damen-Golfkleides
dargestellt, obwohl natürlich die gleiche Ausbildung auch an Kleidern jeder anderen Art, wie Blusen und
Hemden für Herren, Damen und Kinder, verwendet werden kann.
90S 787/2
In Fig. 1 und 2 ist zu sehen, daß der Blusenteil 11 des Kleides 10 eine glatte Schulterpartie 12 hat, die
dem Bekleidungsstück oder der Bluse das Aussehen gibt, als sei sie in der bekannten, üblichen Weise hergestellt.
Der linke Arm der Trägerin befindet sich in Fig. 2 in einer teilweise hochgehobenen Stellung, die
die Bewegungsfreiheit des Armes erkennen läßt, ohne daß in irgendeiner Weise der Sitz des Kleidungsstückes
in der Taille 13 beeinträchtigt ist. Durch die erfindungsgemäße Gestalt und das Zusammenwirken
der beiden Vorderteile 14 L und 14 R mit dem Rückenteil 15 werden die einem gewebten Stoffstück
eigenen Merkmale ausgenutzt, um das vollständige Hochheben der Arme ohne Hochziehen der Taille des
Kleidungsstückes zu ermöglichen. Auf diese Weise wird auf den Stoff und die Nähte nur ein sehr geringer
Zug ausgeübt, und es entsteht somit ein bequemes, haltbares und flottes Bekleidungsstück.
Die Form der Vorder- und der Rückenteile für das erfindungsgemäße Bekleidungsstück ist klarer aus ao
Fig. 3 bis 7 zu ersehen, welche einige gestaltungsmäßige Einzelheiten der Bekleidungsstücke nach
Fig. 1 und 2 zeigen. Zum Bezeichnen der Teile der rechten Seite des Bekleidungsstückes sind Bezugszeichen ohne Apostroph verwendet worden, während as
zum Bezeichnen der entsprechenden Teile der linken Seite die gleichen Bezugszeichen mit Apostroph verwendet
wurden.
Das Rückenteil 15 kann aus einem Stoffstück so geformt sein, daß entweder die Ketten- oder die Schußfäden
ungefähr senkrecht verlaufen, wie es durch den Pfeil 15' in Fig. 3 angedeutet ist. Die obere Kante
des Rückenteiles kann sich bis zur Halslinie 16 erstrecken oder eine beliebige gewünschte Form haben.
Die Seiten des Rückenteiles gehen nach unten hin entlang den Linien 17 und 17' auseinander und enden
in den Punkten 18 und 18' unmittelbar unter den Armen (s. Fig. 6). Dies wird dadurch erreicht, daß jede
Seite des Rückenteiles 15, wie im Muster für den rechten Ärmel in Fig. 7 gezeigt, mit einer schrägen
Kante 17 geschnitten wird, die scharf nach auswärts umbiegt und einen Saumabschnitt 19 bildet, der ungefähr
senkrecht zur Kante 21 liegend endet. Das untere Ende der Kante 21 schneidet die Kante 22 des
Rückenteiles 15 unter etwa 90°, jedoch vorzugsweise mit mehr als 90°, und biegt scharf nach unten. Beide
Seiten des Rückenteiles sind gleich geformt und haben außerdem sich nach auswärts erstreckende Laschenteile
an den Kanten 23 und 23', um das Anpassen des Bekleidungsstückes an die individuellen Erfordernisse
zu erleichtern.
Die Vorderteile 14L und 14R der Bluse 11 sind im
wesentlichen in gleicher Weise geformt und können aus einem Stück bestehen oder mit einer beliebigen
vorderen öffnung 24 versehen sein. Die Seitenkante 25 des Vorderteiles 14 R verläuft von der Taille 13
aus aufwärts und biegt dann etwa bei der Büstenlinie nach vorn auf einen Punkt 26 zu um, der durch den
Schnittpunkt der Kanten 21 und 22 des Rückenteiles gebildet wird. Diese Wölbung ist in Fig. 6 deutlicher
zu erkennen, wenn auch die Kante 25 in dem Schnitt nach Fig. 7 gerader zu sein scheint. Die rechte Seitennaht
der Bluse wird durch das Verbinden der Kante 25 des Vorderteiles 14 R mit den entsprechenden Kanten
22 und 23 des Rückenteiles 15 gebildet. Die Kante 27 des Vorderteiles wird mit der Kante 21 des
Rückenteiles 15, wie in Fig. 6 deutlicher veranschaulicht, verbunden. Der obere Abschnitt 28 des Teiles
14 R erstreckt sich dann zur Schulter sowie zum Arm und wird am Rückenteil entlang dessen Kanten 17
und 19 befestigt. Der Ärmelabschnitt 28 wird dann durch die in Fig. 6 gezeigte, unter dem Arm liegende
Naht fertiggestellt.
In Fig. 6 ist zu erkennen, daß die Richtung der Kettenfäden im Rückenteil 15 vorzugsweise in einem
Winkel von etwa 45° zu der durch den Punkt 18 und die Taillenseite 13 bestimmten Linie liegt. Somit liegt
der Stoff des unter dem Arm befindlichen Rückenteiles schräg und wird sich leicht dehnen, wodurch der Zug
abgeschwächt und das Hochziehen des Taillenabschnittes 13 völlig verhindert wird, wenn die Trägerin
den Arm hochhebt.
Fig. 7 zeigt die Einzelheiten der die Schulter- und die Ärmelpartien der rechten Seite des Bekleidungsstückes
formenden Vorder- und Rückenteile 14 R und 15. Die entsprechenden, miteinander zu verbindenden
Punkte der Schnitte sind zwecks leichteren Verständnisses mit den Bezugsziffern 18 und 26 bezeichnet.
Das gestrichelt dargestellte Dreieck 30 dient zum Formen der Abnäher 31 und 31' an der rechten bzw.
linken Seite des Blusenvorderteiles. Der die Kante 27 und einen Teil der Kante 25 bildende Schlitz verläuft
diagonal aufwärts, und zwar von einem genau unter dem Arm des Trägers liegenden Punkt ausgehend zu
einem inneren, die untere Seite des Ärmels 28 bestimmenden Endpunkt.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß die zusammenkommenden Abschnitte des Rücken- und des
Vorderteiles so angeordnet sind, daß der durch die Kanten 19, 21 und 22 bestimmte Abschnitt des
Rückenteiles 15 schräg liegt. Dies wird durch seine annähernd rechteckige Form und durch dessen Zusammenwirken
mit dem Vorderteil des Bekleidungsstückes erreicht. Außerdem können die bei den Vorderteile
bei einem überzustreifenden Bekleidungsstück aus einem Stück sein, oder das Bekleidungsstück kann
mit einer Öffnung im Rückenteil 15 statt der öffnung 24 im Vorderteil versehen sein.
Claims (1)
- PatentANSPRUCH:Blusenartiges Kleidungsstück aus gewebtem Stoff, insbesondere Bluse, bestehend aus ein- oder zweistückigem Vorder- und Rückenteil, wobei an dem einen dieser Teile Schulter und Ärmel, an dem anderen dagegen unterhalb der Arme liegende, eckig geformte Ansätze derart angeschnitten sind, daß die oberen Ecken der Ansätze im wesentlichen in den Längsmitten der Ärmelinnenseiten und die unteren Ecken der Ansätze hinter diesen Längsmitten in Höhe der Achselansätze liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Halsteil der Bluse treffenden Kanten (17) des mit den Ansätzen versehenen Blusenteiles (15) mit sanftem Bogen in die oberen Kanten (19) der Ansätze übergehen und daß diese oberen Kanten (19) parallel zu den waagerechten Faden des Gewebes, die vorderen Kanten (21) der Ansätze dagegen senkrecht zu diesen verlaufen.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 390 456, 2 426 819,
2 426 144, 2 466 887, 2 501 818, 2 021 586.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen909 787/2 4.60
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