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DE1079999B - Verfahren zum fortlaufenden farbigen Mustern von Flaechenerzeugnissen - Google Patents

Verfahren zum fortlaufenden farbigen Mustern von Flaechenerzeugnissen

Info

Publication number
DE1079999B
DE1079999B DER17668A DER0017668A DE1079999B DE 1079999 B DE1079999 B DE 1079999B DE R17668 A DER17668 A DE R17668A DE R0017668 A DER0017668 A DE R0017668A DE 1079999 B DE1079999 B DE 1079999B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
color
paper
patterns
colored pattern
continuous colored
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER17668A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Vom Hove
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER17668A priority Critical patent/DE1079999B/de
Publication of DE1079999B publication Critical patent/DE1079999B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D5/00Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
    • B05D5/06Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain multicolour or other optical effects
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F5/00Designs characterised by irregular areas, e.g. mottled patterns

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

DEUTSCHES
Das Verfahren der Erfindung sieht vor, auf Flächengebilden wie z. B. Papier, Plastikfolien und anderen Folien sowie Leder und Holzplatten oder Kunststoffplatten Farbmuster aufzubringen, welche keinem Rapport unterworfen sind, jedoch durch gewisse Einstellungen der Rezepturen und Herstellungsbedingungen gleichmäßige, jedoch sich nicht wiederholende Muster engeben. Die so mit Farbmustern versehenen Flächengebilde haben durch ihre Art der Musterung sehr viele Anwendungsgebiete, z. B. für Tapeten, Dekorationsmaterial, in der Buchbinderei, Mappenanfertigung, Täschnerei, im Kunstgewerbe, in der Graphik, im Reklamewesen, für Verpackungsmaterial, in der Textilindustrie, für Tarnungsflächen.
Es ist bekannt, plastische und andere Folien, Papierbahnen, Textilien usf. mit Hilfe von Druckwalzen schwarzweiß oder farbig zu bedrucken, wobei nach jeder Umdrehung der Walze genau das gleiche Muster wiederkehrt. Auch gibt es Verfahren, die durch mechanische Verschiebungen der Walzen Rapportverschiebungen ergeben, die dem Rapport längere Intervalle verleihen, diesen jedoch nicht aufheben.
Es können bei diesen Verfahren für jedes Muster immer nur dieselben Walzen verwendet werden, welche in ihrer Herstellung sehr kostspielig sind.
Unter dieses Walzendruckverfahren fällt auch das der deutschen Patentschrift 27 831, bei dem ein Gewebe zwischen zwei Walzen gepreßt wird, von denen die eine graviert ist.
Desgleichen betrifft die deutsche Patentschrift 65 520 einen Walzendruck durch Tücher.
Nach der deutschen Patentschrift 413 019 wird Druckfarbe vermittels schwerer Walzen durch ein Mustergewebe mit durchlässigen und undurchlässigen Stellen gepreßt.
Diesen Walzendruckverfahren stehen Schablonenverfahren gegenüber, wobei nach der deutschen Patentschrift 435 191 Fäden als Schablonen benutzt werden, die dann überspritzt werden.
Ferner werden auch Werglumpen oder Stroh als Schablonen benutzt (deutsche Patentschrift 343 043).
Nach der deutschen Patentschrift 177 191 dienen Gewebe oder Geflechte als Schablonen, um Farbe durch diese auf Papier zu pressen.
Es sind auch andere Druckverfahren, wie Siebdruck, Klischeedruck, Linoleumdruck, üblich, welche indessen alle dem Rapport unterliegende Drucke geben.
Weiterhin ist bekannt, lackierte Flächen in halbtrockenem Zustand einer Wasserbehandlung auszusetzen, wodurch eisblumenartige Gebilde entstehen.
Auch gehört es zum Stand der Technik, Farbmassen auf Glasplatten aufzutragen und mit Bindemitteln wie Leim, Gelatine, Kasein oder Eiweiß Abzüge hiervon zu machen, weiter auch aus schleimigen Flüssigkeiten
Verfahren
zum fortlaufenden farbigen Mustern
von Flächenerzeugnissen
Anmelder:
Rudolf vom Hove,
Freiburg (Breisgaü), Annaplatz 2
Beanspruchte Priorität:
Schaustellung auf der am 8. Oktober 1955 eröffneten
Fachmesse und Leistungsschau der Industrie
Kunststoffe 1955 in. Düsseldorf
Rudolf vom Hove, Freiburg (Breisgaü),
ist als Erfinder genannt worden
as Gründe herzustellen, von welchen marmorartige Muster abgezogen werden können. Andere Verfahren, bei denen ebenfalls auf Glasplatten Schichten von Collodium oder Zappon-Lack aufgetragen und hiervon Abzüge hergestellt werden, ergeben ebenfalls marmorartige Muster.
Ebenfalls gebräuchlich sind auch die sogenannten Eiweiß- und Kleisterpapiere, die in !deinen Abmessungen von Hand hergestellt werden und ebenfalls verlaufende Farbmuster ergeben.
Ferner ist bekannt, Oberflächen durch Schaumerzeugung farbig zu gestalten. Auch werden Faserfilzfolien zu solchen Gestaltungen herangezogen.
Mit Reiß- und Schrumpf lacken erhält man durch die beim Trocknen in der Schicht entstehenden Spannungen durch Risse und Sprünge gebildete Muster.
Gegenstand der Erfindung dagegen ist ein Verfahren, Flächengebilde aller Art mit Farbmustern in kontinuierlichem Ablauf zu versehen, ohne das ein Rapport entsteht, jedoch bei gleicher Einstellung die Musterung gleichartig ist. Der Vorgang beruht im Gegensatz zu allen vorgenannten Verfahren auf dem Gesetz der Kapillarität.
Hierbei wird auf die zu musternde Fläche eine zweite Fläche aus wenig oder gar nicht geleimtem bzw. präpariertem Papier, wie etwa Seidenpapier, Zeitungspapier oder Zellstoff oder auch eine Schicht Sägespäne oder kurze Fasern so aufgelegt, daß die zu musternde Fläche vollständig und gleichmäßig abgedeckt ist.
909 770/161
10
zu
Diese abdeckende Schicht Wird, da'nn'tatjt einer geeigneten intensiven Farblösung oder -dispersion, wie z. B. Beizen, mehr oder weniger bestrichen, besprüht oder betropft; zuvor kann sie gegebenenfalls mit Wasser oder Alkohol-Wasser-Mischungen angefeuchtet, werden: Die Farblösungen- öder dispersionen dringen in die Abdeckschicht ein und werden durch die kapillare Beschaffenheit der Fläche in gewisse Richtungen und flächige Formen gelenkt, welche auf dem Flächengebilde unregelmäßige Farbmuster hinterlassen.
Nach dem Trocknen und Abheben der Deckschicht ist das Flächengebilde mit dem gewünschten Farbornament versehen. Dieser Vorgang kann auf derselben Unterlage mehrmals wiederholt werden, um Veränderungen oder Verstärkungen der Effekte
erzielen.
Zum Schutz der Farbseite kann diese in bekannter Weise mit durchsichtigen Schichten abgedeckt werden.
Der technische Fortschritt dieses Verfahrens gegenüber den bestehenden und bislang geübten Druck- und ao Farbgebungsverfahren von Flächengebilden besteht darin, daß es durch dieses Verfahren möglich ist, die vielseitigsten Ornamente im Schwarz weiß oder beliebigen Farbzusammenstellungen auf der Unterlage zu erzeugen, ohne daß Walzen, Klischees, Schablonen od. dgl. verwendet zu werden brauchen. Der weitere Fortschritt liegt darin, daß vollkommen rapportlos im Fließverfahren und in beliebiger Geschwindigkeit gearbeitet werden kann, wobei vielseitig geformte Ornamente sowie malerisch gegenständliche Formgebungen zu erzielen sind. Im Gegensatz zu den Druckverfahren entstehen hier durch ein Verschwimmen und Schattieren der Formkonturen oder auch ein Ineinanderfließen der Farben reizvolle Muster, die der ästhetisch-künstlerischen Wirkung eines. Aquarells nahekommen.
Die Vielfalt der Farbmusterüngsmöglichkeiten mit relativ einfachen Mitteln macht dieses Verfahren sehr wirtschaftlich, woraus sich gleichfalls ein wesentlicher technischer Fortschritt ergibt.
Zur Erläuterung vorgenannten Verfahrens sei folgendes Ausführungsbeispiel angeführt:
Eine Papierbahn, ζ. B. Tapetenpapier in weißer oder farbiger Grundierung, wird über ein Fließband geleitet. Über diese Grundbahn wird beispielsweise eine zweite Papierbahn aus möglichst unpräpariertem, billigem Papier oder Papierstoff, wie Zeitungspapier, Zellstoff oder Seidenpapier, geleitet. Diese obere Papierbahn wird durch bekannte Vorrichtungen mit Wasser oder Mischungen aus Wasser mit Alkohol angefeuchtet und dann mit Bürsten, Luftbürsten oder Gummiwalzen auf die Unterfläche aufgepreßt. Diese Doppelschicht gleitet unter einem f arbgebenden Aggregat, wie etwa einem Tropfersystem hindurch und wird je nach Wunsch in Menge und Anordnung mit einer dem Befeuchtungsmittel angepaßten, intensiven Farbe versehen.
Diese Farbe wird von der angefeuchteten oberen Schicht aufgesaugt und durch Kapillarwirkung weitergeleitet, wodurch sich eigenartige, je nach der Anordnung der Farbaggregate und der Fließbandgeschwindigkeit, changierende Musterungen ergeben, die bei gleichen Herstellungsbedingungen in Verteilen und Größe ähnlich sind, jedoch durch die kapillare Farbverteilung-immer wieder Abweichungen zeigen.
Diese Muster bilden sich auf der Oberseite der zu bemusternden unteren Bahn aus, in diesem Falle der Tapetenbahn, auf welcher sie nach Trocknen der farbverteilenden oberen Schicht- festhaften. Die getrocknete Oberschicht wird dann durch Abrollen, Abstreifen oder Absaugen entfernt.
Eine Schutzabdeckung dieser Farbschicht kann, wenn es nötig erscheint, in bekannter Weise vorgenommen werden.
Als zu färbende Unterschicht können auch plastische Folien, wie z. B. Polyvinylchloridfolien, Textilbahnen, Wachstuch oder andere, eingesetzt werden.
Desgleichen können als obere farbverteilende Schichten z. B. auch Faservliese oder Sägsepäne verwendet werden.
Bei Verwendung von Papierbahnen als Farbverteiler kann man auch diese nach der Trocknung aus wirtschaftlichen Gründen als Buntpapier z. B. zum Verpacken weiterverwerten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum fortlaufenden farbigen Mustern von Flächenerzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, daß Farblösungen oder -dispersionen auf die mit einer saugfähigen Schicht vollständig abgedeckte Flache aufgebracht werden, worauf nach dem Trocknen die farbverteilende Schicht entfernt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 27 831, 65 520,
    177 191, 343 043, 413 019, 435 191.
    © 909 770/161 4.60
DER17668A 1955-10-28 1955-10-28 Verfahren zum fortlaufenden farbigen Mustern von Flaechenerzeugnissen Pending DE1079999B (de)

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DE1079999B true DE1079999B (de) 1960-04-14

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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE27831C (de) * CH. VlGNET, SÖHNE & CO. in Lyon Verfahren, um Geweben mittelst Gaufrierung unter Anwendung von Farben das Aussehen broschirter Gewebe zu geben
DE177191C (de) *
DE343043C (de) *
DE65520C (de) * GESELLSCHAFT F. DU CLOSEL & BLANC in Lyon Walzendruckverfahren
DE413019C (de) * 1922-11-25 1925-05-01 Gustav Wetter Verfahren zum Bedrucken von Geweben u. dgl.
DE435191C (de) * 1925-10-31 1926-10-09 Ernst Kotte Verfahren zur marmoraehnlichen Flaechenmusterung

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE177191C (de) *
DE343043C (de) *
DE65520C (de) * GESELLSCHAFT F. DU CLOSEL & BLANC in Lyon Walzendruckverfahren
DE413019C (de) * 1922-11-25 1925-05-01 Gustav Wetter Verfahren zum Bedrucken von Geweben u. dgl.
DE435191C (de) * 1925-10-31 1926-10-09 Ernst Kotte Verfahren zur marmoraehnlichen Flaechenmusterung

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