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DE1078990B - Verfahren zum Herstellen einer Dachbahn - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Dachbahn

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Publication number
DE1078990B
DE1078990B DER18150A DER0018150A DE1078990B DE 1078990 B DE1078990 B DE 1078990B DE R18150 A DER18150 A DE R18150A DE R0018150 A DER0018150 A DE R0018150A DE 1078990 B DE1078990 B DE 1078990B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sprinkling
covering
mass
heating
polyvinyl chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER18150A
Other languages
English (en)
Inventor
Horst Walther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruberoidwerke AG
Original Assignee
Ruberoidwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE554182D priority Critical patent/BE554182A/xx
Application filed by Ruberoidwerke AG filed Critical Ruberoidwerke AG
Priority to DER18150A priority patent/DE1078990B/de
Publication of DE1078990B publication Critical patent/DE1078990B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D195/00Coating compositions based on bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen einer Dachbahn Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Dachbahn.
  • Es sind Dachbahnen in Form von Dachpappen bekannt, wobei Dachpappe in einem weiteren Sinne zu verstehen ist und sich nicht nur auf die Verwendung von Pappen als Trägerschicht beschränkt. Bei derartigen Dachbahnen hat sich eine Dreiteilung des Aufbaues in der Weise bewährt, daß die Dachbahn aus einer Trägerbahn, einer Dichtungsschicht und einer Wetterschicht besteht. Auf diese Weise sind bisher Teer- bzw. Teersonderdachpappen, Bitumendachpappen und Glasvlies-Bitumen-Dachbahnen entwikkelt worden. In jedem Falle muß eineDachbahneinerseits undurchlässig für tropfbar flüssiges Wasser sein; andererseits muß aber auch die Dachbahn im Hinblick auf die darunterliegenden Räume eine genügende Wasserdampf durchlässigkeitbesitzen. Teerdachpappen befriedigen in aller Regel hinsichtlich einer Wasserdampfdurchlässigkeit, sind aber gegen Sonneneinstrahlungen empfindlich. Bitumendachpappen dagegen sind gegen Sonneneinstrahlungen unempfindlicher, weisen aber eine geringere Wasserdampfdurchlässigkeit auf. Die Wetterschicht besteht bei derartigen Dachbahnen aus einer Sand- oder Kiesbestreuung, wobei es darauf ankommt, eine möglichst feste Haftung dieser Bestreuungsschicht zu erreichen.
  • Man hat bereits versucht, derartige Dachbahnen durch Folien aus Kunststoffen zu ersetzen. Die damit erzielten Erfolge sind jedoch nur gering, da einerseits die Preise für derartige Kunststoffolien sehr hoch liegen und da andererseits diese Folien trotz ihrer hohen Verschleißfestigkeit nicht in. der Lage sind, den vereinigten Einflüssen von Regen, Luft, Sonneneinstrahlung und Wind unter Einschluß von Schnee, Staub und Eisstaubabrieb auf die Dauer standzuhalten.
  • Andererseits bestand die Forderung, die bekannten Dachbahnen in Form von Dachpappen insbesondere hinsichtlich ihrer Eigenelastizität zu verbessern. Diese Forderungen ergaben sich vor allem im Zusammenhang mit modernen großflächigen Flachdächern.
  • Die Verwendung von Belagmassen, die aus Polyvinylchlorid (PVC) od. dgl. und bitumenartigen Stoffen bestehen, ist an sich bekannt. So hat man bereits zur Herstellung einer korrosionsschützenden Überzugmasse Steinkohlenteer mit einer geringen Menge von Polyvinylchlorid vermischt und zur Erzielung einer chemischen Uinsetzung für längere Zeit erhitzt.
  • Zur Herstellung eines Lackgrundstoffes ist es auch bekannt, Polyvinylchlorid in Verbindung von Bitumen, Asphalt, Teer oder Pech zu verkochen. Mischungen aus Polyvinylchlorid in geringen Mengen und Teeren, Bitumina, Asphalten und Pechen wurden so auch für Betonanstriche, für Rostschutzfarben und für mäßig durch Chemikalien beanspruchte Spezialanstriche benutzt.
  • Weiter ist es bekannt, Isoliermassen, die vornehmlich für Bauten und Flugzeugstartbahnen verwendet werden sollen, aus Mischungen von Polyvinylchlorid, einem Weichmacher und Steinkohlenteerweichpech herzustellen. Eine ähnliche Mischung, die hauptsächlich aus Teerpech unter -Zusatz von Weichmachern und einem geringen Anteil von Polyvinylchlorid hergestellt wird, ist bereits zur Imprägnierung einer Papierbahn vorgeschlagen worden, so daß auf diese Weise eine kunstlederartige Bahn hergestellt werden kann, die gegebenenfalls auch zum Belegen von Dächern zu benutzen ist. Die Wetterfestigkeit dieser Materialien ist jedoch aus den bereits obenerwähnten Gründen beschränkt. Außerdem ist der Zusatz von Weichmachern meistens verhältnismäßig teuer, so daß sich derartige Bautenschutzmittel auch aus wirtschaftlichen Gründen nur in geringem Umfange durchsetzen können.
  • Schließlich ist es noch bekannt, Preßmassen, die gegebenenfalls auch als Ausgangsstoff für die Erzeugung von Preßplatten dienen können, aus einer Mischung von Polyvinylchlorid und Asphaltmehl, dem gegebenenfalls auch gemahlenes Bitumen oder Steinkohlenteerpech zugesetzt wird, herzustellen, wobei die Mischung dann in einem bestimmten Temperaturbereich kalandriert wird. Da die in diesem Falle als Füllstoffe benutzten Asphalt-, Bitumen- und Steinkohlenteerpechmehle nur aus verhältnismäßig harten und ölarmen Ausgangsstoffen, die eine Vermahlung gestatten, hergestellt werden können, bleiben die physikalischen Eigenschaften der Preßmasse für die Verwendung als Dachbedeckung unbefriedigend: Die Erfindung hat daher die Aufgabe, einen Weg zum Herstellen einer Dachbahn zu finden, die unter Verwendung einer aus Polyvinylchlorid od. dgl. und bitumenartigen Stoffen bestehenden Belagmasse hergestellt werden kann und dabei die günstigen Eigenschaften neuer Kunststoffe ausnutzt, wobei gleichfalls den üblicherweise an eine Dachbedeckung zu stellenden Ansprüchen genügt wird.
  • Nach der Erfindung wird zur Schaffung einer Dach bahn Polyvinylchlorid (PVC), Polyvinylidenchlorid .(geführtes Warenzeichen: SARAN) oder ein Mischpolymerisat hiervon und ein Teer, insbesondere Steinkohlenteer, zu einer- Belagmasse - gemischt, anschließend auf eine Trägerbahn -aufgebracht und weiterhin zwecks Gelierung des Polymerisates einer Erwärmung unterworfen, wobei die Belagmasse bei der Fertiggelierung mit einer Bestreuung aus Sanden oder Gesteinssplitten versehen wird. Als Teer im Sinne der Erfindung können auch Steinkohlente:erweichpeche verwendet werden. Auch die durch Druckextraktion mit Hilfe von sauren Ölen gewonnenen Kohlenextrakte können als Teere zur Ausführung der Erfindung benutzt werden.
  • Der Teer, insbesondere der Steinkohlenteer, wirkt hierbei als Weichmacher, indem gleichzeitig die sich bei der Gelierung einstellende Vernetzung des Polymerisates die Festigkeit der Belagmasse erhöht. Es ist auf diese Weise möglich, den Polymerisatanteil auf höchstens 40,% der Belagmasse zu beschränken, wobei im allgemeinen sogar nur mit 20 bis 25 Gewichtsprozent gerechnet zu werden braucht. Es ergibt sich auf diese Weise eine chemisch und mechanisch äußerst widerstandsfähige Dachbahn, die trotz großer Festigkeit über eine sehr große Zähigkeit und ein großes Dehnungsvermögen verfügt, so daß die Gefahr von Rissen in der Bahn nach einer Verlegung weitgehend vermindert ist. Das nach der Gelierung vernetzte Polymerisat verleiht der Belagmasse eine Festigkeit, .die ein Fließen des Teeres auch bei starker Sonneneinstrahlung verhindert. Der Teeranteil verringert außerdem wesentlich die Lichtempfindlichkeit des Polymerisates und beschleunigt seine Gelierung. Der hohe Anteil des als Weichmacher wirkenden Teeres und dementsprechend der geringe Anteil des Polymerisates, insbesondere des Polyvinylchlorids, stellen sicher, daß der Aufwand zur Herstellung derartiger Bahnen gering bleibt. Die Gelierung des Polymerisates erfolgt bei einer über 100° C liegenden Temperatur und vorzugsweise bei einer Temperatur, die über 140° C liegt.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich daraus, daß der Gesteinsplitt der Wetterschicht auf besonders zuverlässige und sichere Weise in der aus Teer und Polyvinylchlorid aufgebauten Dichtungsschicht eingebaut ist. Die vor der Fertiggelierung aufgebrachte Bestreuungsschicht wird bei der Gelierung und insbesondere bei dem Schrumpfungsprozeß, der als Folge der nach Abschluß der Gelierung vor sich gehenden Abkühlung eintritt, zu einer äußerst festen Haftung mit der Belag- oder Dichtungsmasse gebracht.
  • Als Trägerbahnen sind diejenigen zu benutzen, die sich bei der Dachpappenfabrikation bewährt haben, insbesondere also Roh- oder Wollfilzpappen oder solche mit hohem Anteil an Mineralfasern, Glasfasergewebe, Glasfaservliese, aber auch Papier- und Jutegewebe und Vliese aus anderen Werkstoffen.
  • Das Polymerisat ist vorzugsweise völlig ohne übliche Weichmacher als Hartpolymerisat zu verwenden, und zwar insbesondere in Pulverform. Es empfiehlt sich besonders die Verwendung von hochpolymerem Polyvinylchlorid, schon da die Reißfestigkeit des Polyviny lchlorids mit der Erhöhung des K-Wertes zunimmt. Der Belagmasse werden vorzugsweise feinzerteilte Füllstoffe, insbesondere mineralischer Art, zugesetzt. Hierzu eignen sich beispielsweise Schiefermehle, Quarzmehle, Asbestmehle oder anorganische Faserstoffe, i. B. Schlackenwolle oder Steinwolle. Es empfiehlt sich weiter, der Belagmasse wasserunlösliche Netzmittel und/oder Gleitmittel in geringen Mengen zuzusetzen. Als Netzmittel seien beispielsweise Fettalkoholsulfonate und Alkylarylsulfonate, als Gleitmittel Metallseifen oder andere fettsaure Salze oder auch Emulgatoren handelsüblicher Art genannt.
  • Eine weitere Verbesserung wird dadurch erzielt, daß der Füllstoff ganz oder zum Teil durch ein pulverförmiges Pigment und insbesondere eine Metallbronze, z. B. eine Kupfer-, Aluminium- oder Messingbronze, ersetzt wird. Man erhält auf diese Weise ein in der Masse selbst feinverteiltes Metallpulver, das die Wärmeeinstrahlung verhindert und dessen Wirksamkeit auch nicht durch teilweise Verwitterung der Einbettungsmasse oder mechanische Beschädigung der Bahn beeinträchtigt wird. Das auf diese Weise in die Belagmasse eingebaute Metallpulver verbessert außerdem das Aussehen der Dachbahn. Bei Verwendung einer pulverförmigen Kupferbronze kann außerdem mit einem Patinaüberzug des Kupferpulvers im Verlaufe längerer Einwirkung der Atmosphärilien gerechnet werden. Der Zusatz der Netz- und Gleitmittel trägt dazu bei, um ein teilweises Aufschwimmen des Pigment- oder Metallpulvers während der Gelierung zu erleichtern. Er verbessert außerdem die Haft- und Streichfähigkeit der Belagmasse und ermöglicht dadurch eine Erhöhung des Füllstoffanteiles.
  • Es empfiehlt sich, das Bestreuungsmaterial durch Zumischen von Metallpulver mehr oder weniger stark zu metallisieren. Dieser Effekt kann je nach den Erfordernissen von einem leichten Seidenglanz bis zu einer geschlossenen Metalloberfläche variieren. Auf diese Weise wird eine bessere Abschirmung gegen die schädigenden Wirkungen der Atmosphärilien auf die Dachbahn und außerdem eine Sicherung gegen eine unerwünschte Wanderung von Ölanteilen des Teers an die Oberfläche erreicht. Auch die ästhetische Wirkung wird dadurch verbessert.
  • Um nun aber eine einwandfreie und dauerhafte Haftung der Destreuungsbronzierung mit dem übrigen Bestreuungsmaterial zu erzielen, ist eine Behandlung mit härtbaren Harzen vorgesehen. Das Bestreuungsmaterial wird dazu in einen geeigneten Mischer mit geringen Mengen einer Lösung eines härtbaren Harzes, insbesondere einer Siliconharzlösung, gleichmäßig durchfeuchtet, wobei die Harzmenge so gering gehalten wird, daß die Schüttfähigkeit des Materials erhalten bleibt. Darauf wird das Pigment, also z. B. die Aluminium- oder Kupfer- oder Messing-Bronze, eingemischt und die Mischung zur Entfernung des Harzlösungsmittels und zu der notwendigen chemischen Härtung des Harzes einige Minuten beispielsweise auf 150° C erhitzt und in heißem oder abgekühltem Zustand verarbeitet. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Härtung des Harzes nach der Aufstreuung der Bestreuungsmischung auf die Kunststoffbahn während deren Gelierung vorzunehmen. Als Pigmente können außer den genannten auch Metalloxyde dienen. Ein weiterer Erfolg dieser Behandlung besteht auch darin, daß das Bestreuungsmaterial ausgeprägt hydrophob wird.
  • Unter Umständen kann es sich empfehlen, die Belagmasse vor dem Einbringen des Füllers und insbesondere des Metallpulvers oder vor dem Aufstreuen der Bestreuungsmasse durch mäßige Erwärmung vorzugelieren. In dem -Falle; daß `eine derartige Vorgelierung vor dem Einbringen des Füllers und insbesondere des Metallpulvers erfolgt, ergibt sich der Vorteil, daß das Metallpulver in eine Masse von sehr großer Elastizität eingebracht wird, die besonders geeignet ist, Metallbronzen in Verteilung zu halten bzw. zum Aufschwimmen zu bringen.
  • Beispiel 1 Zur Herstellung der Belagmasse werden miteinander gemischt:
    22°/o von vorzugsweise hochpolymerem Poly-
    vinylchlorid in Pulverform,
    48'°/o präparierter Steinkohlenteer,
    30% Schiefermehl.
    Die Bestandteile der Masse- werden bei Zimmertemperatur vermischt und danach auf eine Trägerbahn aufgestrichen. Zur Erleichterung der Verarbeitung und zur besseren Verteilung der mineralischen Füllstoffe werden zweckmäßig geringe Mengen von wasserunlöslichen Netzmitteln oder Metallseifen als Gleitmittel zugesetzt, z. B. - 0,5 bis 1,01/o Zinkstearat und bzw. oder Emulgator handelsüblicher Art in etwa der gleichen Menge.
  • Nachdem die Belagmasse auf die Trägerbahn aufgestrichen worden ist, wird die Bahn einer Erwärmung von vorzugsweise 120 bis 150° C ausgesetzt, wobei die Zeitdauer auch etwas von der Temperatur abhängt. In der Regel genügt eine Erwärmungszeit von 6 bis 10 Minuten.
  • Die so hergestellte Dachbahn eignet sich insbesondere als rollbare Dachbahn, die auch noch mit einer Bestreuung versehen werden kann.
  • Beispiel 2 Zur Herstellung einer zur Anfertigung von Dachschindeln dienenden Dachbahn kann in dem Rezept des Beispiels 1 der Steinkohlenteer durch Steinkohlenteerweichpech ersetzt werden, um eine härtere Belagmasse zu erhalten. Im übrigen kann das Beispiel 1 beibehalten werden.
  • Beispiel 3 95 % präparierter Steinkohlenteer werden mit 5 0/0 Polyvinylchlorid-Pulver kalt gemischt und durch Erwärmen- auf 120 bis 140° C vorgeliert, d. h., es wird eine homogene und sich auch beim Abkühlen nicht mehr trennende Mischung beider Stoffe hergestellt. Es entsteht eine stark fadenziehende und ausgesprochen elastische Masse, die infolge ihrer Elastizität besonders geeignet ist, Metallbronzen in Verteilung zu halten bzw. zum Aufschwimmen zu bringen. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur werden dieser Mischung ein Pigment (Metallbronze), insbesondere Aluminium- oder Kupferbronze in Mengen von etwa 2 bis 5% zugesetzt. Auch hier kann die Schwimmfähigkeit der Bronzen durch geringe Zusätze von Metallseifen verbessert werden. Der so vorgelierten Masse werden nun die Restmenge an Polyvinylchlorid und die jeweils vorgesehene Füllermenge zugesetzt und innig gemischt. Diese Fertigmischung kann etwa folgende Zusammensetzung haben: 69% vorgelierter Teer (wie oben beschrieben), 18 % Restmenge an Polyvinylchlorid, 31/o Alu-Bronze, 101/o Füller.
  • Nach dem Aufstreichen der Mischung auf die Trägerfolie wird bei Temperaturen über etwa 120° C, vorzugsweise bei 140 bis 150° C, fertiggeliert, wobei eine Dachbahn mit metallglänzender Oberfläche entsteht, die ihren Metallcharakter weder durch mechanische Beschädigung noch durch Abwittern der Oberfläche verliert.
  • Beispiel 4 Metallisierte Dachbahnen, aber nicht mit hochglänzender, sondern mattierter Oberfläche, also z. B. mattweiß oder mattkupferfarben, können erhalten werden, wenn man Polyvinylchlorid-Pulver analog Beispiel 1 mit präpariertem Steinkohlenteer und gleichzeitig mit geringen Mengen, vorzugsweise 2 bis 5 % Metallbronze, vermischt, diese Mischung mittels geeigneter Einrichtungen auf die Trägerbahn aufstreicht und durch Erwärmen auf etwa 130 bis 150° C geliert.
  • Die hierbei fehlende Vorgelierung des Teers analog Beispiel 3 mit Polyvinylchlorid führt zu einer unelastischen Mischung und begünstigt eine homogene Verteilung der Bronze in der Belagschicht, wirkt also deren Aufschwimmen an die Oberfläche entgegen. Der damit erzielte Mattierungseffekt kann durch Zusatz mineralischer Füllstoffe, wie z. B. Talkum -oder Quarzmehl, gegebenenfalls wieder unter Beigabe geringer Mengen Metallseifen als Gleitmittel, in weiten Grenzen variiert werden.
  • a) Rezept zur Herstellung einer mattweißen Aluminiumfolie: 62,51/o präparierter Steinkohlenteer, 201,0,0/ö. Polyvinylchlorid-Pulver, 15,0% Quarzmehl, 2,51/o Alu-Bronze.
  • b) Rezept zur Herstellung einer mattroten Kupferfolie: 60,5% präparierter Steinkohlenteer, 20-,00/a Polyvinylchlorid-Pulver, 10,0,% Quarzmehl, 5,01/o Talkum, 0',5 % Zinkstearat, 4,0% Kupferbronze.
  • Beispiel s Für die Herstellung von metallisiertem Bestreuungsmaterial hat sich folgende Mischung bewährt: 96,0% Gesteinssplitt 0,2 bis 1,0 mm, 1,51/o Siliconharzlösung, 2,5% Alu-Bronze.
  • Dieses Bestreuungsmaterial wird auf die Belag" masse gemäß Beispiel 1 aufgestreut, und während des sich anschließenden Gelierungsprozesses erfolgt auch eine Aushärtung des Siliconharzes. Es ist auch möglich, die Härtung des Siliconharzes vor -der Hufstreuung durch kurzzeitige Erwärmung der das Bestreuungsmittel bildenden Mischung auf etwa 150° C vorzunehmen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen einer Dachbahn unter Verwendung einer aus Polyvinylchlorid od. dgl. und bitumenartigen Stoffen bestehenden Belagmasse, dadurch gekennzeichnet, daß Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid oder ein Mischpoiymerisat hiervon und ein Teer, insbesondere Steinkohlenteer, zu einer Belagmasse gemischt und anschließend auf eine Trägerbahn aufgebracht und weiterhin zwecks Gelierung des Polymerisates einer Erwärmung unterworfen werden, wobei die Belagmasse vor der Fertiggelierung mit einer Bestreuung aus Sanden oder Gesteinssplitten versehen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtsanteil des Polymerisates an der Belagmasse 50% nicht übersteigt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Belagmasse feinzerteilte Füllstoffe, insbesondere mineralischer Art, zugesetzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff ganz oder zum Teil durch ein pulverförmiges Pigment, insbesondere eine Metallbronze, z. B. Kupfer-, Aluminium- oder Messingbronze, ersetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bestreuungsmaterial ein Metallpulver zugesetzt wird, wobei das Bestreuungsmaterial und das Metallpulver mit einer geringen Menge eines härtbaren Harzes befeuchtet wird, das danach durch Erwärmung gehärtet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem härtbaren Harz angefeuchtete Bestreuungsmaterial in ungehärtetem Zustand aufgestreut wird, indem die zum Zwecke der Gelierung der Belagmasse vorgenommene Erwärmung gleichzeitig zum Härten des Harzes des Bestreuungsmaterials dient.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Belagmasse vor dem Einbringen des Füllstoffes und insbesondere des Metallpulvers oder vor dem Aufstreuen des Bestreuungsmaterials durch mäßige Erwärmung auf eine Temperatur vorgeliert wird, die zwischen 120, und 140° C liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 858121, 737 599; 833 318; französische Patentschriften Nr. 902 529, 1017 087. 1078 271; schweizerische Patentschriften Nr. 222 259, 293 116, 306 713.
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