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DE1078556B - Verfahren zur Herstellung von Polychlorbenzolen aus Hexachlorcyclohexanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polychlorbenzolen aus Hexachlorcyclohexanen

Info

Publication number
DE1078556B
DE1078556B DEB50926A DEB0050926A DE1078556B DE 1078556 B DE1078556 B DE 1078556B DE B50926 A DEB50926 A DE B50926A DE B0050926 A DEB0050926 A DE B0050926A DE 1078556 B DE1078556 B DE 1078556B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
production
hexachlorocyclohexanes
hexachlorocyclohexane
sulfur
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB50926A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich Becke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB50926A priority Critical patent/DE1078556B/de
Publication of DE1078556B publication Critical patent/DE1078556B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/25Preparation of halogenated hydrocarbons by splitting-off hydrogen halides from halogenated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polychlorbenzolen aus Hexachlorcyclohexanen Es ist bekannt, daß man ein Gemisch der verschiedenen Trichlorbenzole erhält, wenn man aus Hexachlorcyclohexan Chlorwasserstoff abspaltet. Die Chlorwasserstoffabspaltung wird entweder durch thermische Zersetzung oder durch Einwirkung von basisch reagierenden Stoffen vorgenommen. Diese Reaktion wird zumeist zur Umwandlung der Restisomeren, die man bei der Herstellung von y-Hexachlorcyclohexan erhält, angewandt. Für die entstandenen Trichlorbenzole bestehen jedoch keine ausreichenden Verwertungsmöglichkeiten.
  • Aus den Chemischen Berichten, 91, S. 10-11 (1958), ist auch ein Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol durch Umsetzung von Hexachlorcyclohexan mit Schwefeltrioxyd bekannt. Auch das Hexachlorbenzol ist wie Trichlorbenzol in seiner Anwendung sehr eng beschränkt. Es war daher wünschenswert, nach anderen Verfahren zu suchen, bei denen neben Trichlorbenzol und/oder Hexachlorbenzol andere technisch wertvollere Polychlorbenzole erhalten werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eine derartige Umwandlung von Hexachlorcyclohexanen erreicht, wenn man diese mit Schwefel auf Temperaturen von mindestens 2000 C erhitzt.
  • Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß man neben Trichlorbenzol in erheblicher Menge die wertvolleren Dichlorbenzole und Tetrachlorbenzole und von letzteren fast ausschließlich das technisch interessante 1,2,4,5-Tetrachlorbenzol erhält.
  • Das Verfahren ist technisch leicht durchführbar und daher besonders für die Aufarbeitung der unwirksamen Restisomeren, die bei der Herstellung von y-Hexachlorcyclohexan in größeren Mengen anfallen, geeignet. Man vermischt beispielsweise die Isomeren Hexachlorcyclohexane mit Schwefel, z. B. im Molverhältnis l: t/6 bis 1: 8, und erhitzt dieses Gemisch auf Temperaturen von etwa 200 bis 3200 C, vorzugsweise auf etwa 2401 bis 2900 C. Die Reaktion wird zweckmäßig unter Rühren in einem Destillationsgefäß vorgenommen.
  • Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dem Reaktionsgemisch noch aktive Kohle und/oder Bleicherde und/oder aktive Kieselsäure zuzusetzen.
  • Das Verfahren kann unter gewöhnlichem oder vermindertem Druck durchgeführt werden. Es ist auch von Vorteil, einen geringen Strom von Stickstoff und/ oder Schwefeldioxyd durch das Reaktionsgemisch zu leiten.
  • Im Verlaufe von 2 bis 5 Stunden destilliert ein Gemisch von Dichlorbenzolen, Trichlofbenzolen und 1,2,4,5-Tetrachlorbenzol über, das durch geringe Mengen von Schwefelchloriden verunreinigt ist und noch geringe Mengen Hexachlorcyclohexan enthält. Die Schwefelchloride kann man durch einfaches Rühren mit Wasser oder verdünnten Alkalihydroxyden oder Erdalkalicarbonaten oder anderen basisch reagierenden Reagenzien zerstören. Man braucht auch nicht den ganzen Schwefel gleich zu Beginn der Umsetzung zuzusetzen, sondern kann ihn in mehreren Poftionen während der Reaktion zugeben. Das erhaltene Reaktionsgemisch kann man nach Zerstörung der Schwefelchloride durch eine fraktionierte Destillation in Dichlorbenzole, Trichlorbenzole und 1,2,4,5-Tetrachlorbenzole trennen.
  • Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 1164 Teile a-Hexachlorcvdohexan werden mit 128 Teilen pulverisiertem Schwefel vermischt und in einem Destillationsgefäß, das mit Rührer versehen ist und einen kleinen Destillationsaufsatz trägt, auf 270 bis 2900 C erhitzt und bei dieser Temperatur etwa 4 Stunden belassen. Es destillieren im Verlaufe dieser Zeit 632 Teile Chlorbenzole über, die geringe Mengen Hexachlorcyclohexan enthalten. Dieses Gemisch wird hierauf einer fraktionierten Destillation bei 20 mm Hg-Säule unterworfen. Man erhält 74 Teile Dichlorbenzole, 270 Teile Trichlorbenzole und 128 Teile 1,2,4,5-Tetrachlorbenzol sowie 160 Teile nicht umgesetztes Hexachlorcyclohexan.
  • Beispiel 2 1164 Teile Hexachlorcyclohexan werden mit 576 Teilen Schwefel vermischt und in der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur auf 260 bis 3000 C erhitzt.
  • Man erhält 700 Teile eines Gemisches verschiedener Halogenbenzole mit nicht umgesetztem Ausgangsstoff.
  • Dieses Gemisch wird mit Wasser bei 60 bis 1000 C kurze Zeit gerührt und nach Abtrennung des Wassers im Vakuum destilliert. Man erhält durch Fraktionierung 77 Teile Dichlorbenzole, 310 Teile Trichlorbenzole und 131 Teile Tetrachlorbenzol sowie 150 Teile a-Hexachlorcyclohexan, das erneut umgesetzt werden muß.
  • Beispiel 3 1164 Teile eines Gemisches der Restisomeren von Hexachlorcyclohexan, .-wie sie bei der Herstellung von y-Hexachlorcyclohexan anfallen, werden mit- 64 Teilen Schwefel und 60 Teilen Aktivkohle vermischt und in der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur auf 230 bis 3100 C erhitzt. Man erhält im Verlauf von 5 Stunden 671 Teile Destillat Dieses Destillat wird mit Wasser bei etwa 500 C gerührt und nach Abtrennung des Wassers im Vakuum destilliert.
  • Man erhält durch Fraktionierung 109 Teile Dichlorbenzole, 367 Teile Trichlorbenzole und 129 Teile Tetrachlorbenzol.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Polychlorbenzolen aus Hexachlorcyclohexanen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hexachlorcyclohexane mit Schwefel auf Temperaturen von mindestens 2000 C erhitzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart von Aktivkohle und/oder Bleicherde und/oder aktiver Kieselsäure durchführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Chemische Berichte, 91, S. 1011 (1958).
DEB50926A 1958-10-31 1958-10-31 Verfahren zur Herstellung von Polychlorbenzolen aus Hexachlorcyclohexanen Pending DE1078556B (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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