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Luftkissen, insbesondere für die Reise Die Erfindung bezieht sich
auf ein insbesondere für die Reise geeignetes Luftkissen, bei dem zum selbständigen,
allmählichen Luftausgleich in der luftdichten Bezugshülle eine Entlüftungsöffnung
vorgesehen ist und das ein Polster aus Schaumgummi od. dgl. aufweist.
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Es sind bereits Kissen bekanntgeworden, die in einer luftdichten Hülle
ein Schaumgummipolster aufweisen, welches mit Luftkammern versehen ist. Bei diesen
Kissen liegt die Hülle dicht am Polster an, und ein Druckausgleich der eingeschlossenen
Luft ist nicht vorgesehen. Die Verformung der Kissen ist also nur durch die Verformbarkeit
des Schaumgummis oder der sonstigen Polster möglich und deshalb nicht sehr groß.
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Weiterhin sind Luftkissen bekanntgeworden, die mit einem Luftdruckausgleichsventil
versehen sind. Bei diesen Kissen ist jedoch ein schneller Druckausgleich durch die
Anordnung der Luftkammern zum Ventil durch das Ventil selbst nicht möglich.
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Andere Kissen bestehen aus einer luftdichten Hülle, die mit Luft gefüllt
ist. Hier ist die Verformung wiederum durch die Zusammendrückbarkeit des Polstermittels,
also hier der Luft, beschränkt.
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Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
das Polster umzufalten, wodurch zwischen seinen Hälften ein Hohlraum entsteht. Dann
wird das Polster in einer Hülle untergebracht, die es in Längs- und Querrichtung
überragt, so daß zwischen den seitlichen Innenwandungen der Hülle und dem Polster
zusätzliche Hohlräume entstehen.
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Bei der praktischen Ausführung ist das Polster auf einer Seite mit
einer Mehrzahl von Ausnehmungen versehen, die beim Umfalten des Polsters übereinanderzuliegen
kommen. So erhält man ein tragbares Kissen, das vom Benutzer nach Belieben. in verschiedenen
Lagen gebraucht werden kann. Dieses Kissen eignet sich besonders auf Reisen mit
der Eisenbahn, dem Omnibus und dem Flugzeug.
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Ein solches transportables Kissen läßt sich zum Auflegen der Unterarme
des Benutzers, als Fußkissen, als Rückenkissen oder auch als Nackenstütze nach Belieben
verwenden.
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Das Kissen gemäß der Erfindung läßt sich leicht und schnell zusammendrücken,
ohne daß es jemals vollständig zusammensinkt. So gewährleistet es infolge seiner
konstruktiven Ausführung und der verwendeten Werkstoffe eine bessere Polsterwirkung
als die üblichen Kissenausführungen.
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Ein weiterer Vorzug der Erfindung besteht darin, daß ein transportables
Kissen geschaffen ist, das trotz der obengenannten Vorzüge einfach in seinem Aufbau
und billig in, der Herstellung ist, aus einer Mindestzahl von Teilen besteht, leicht
zu benutzen und wirksam im Gebrauch ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
eines Luftkissens gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche
Ansicht, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt längs der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig.3
einen senkrechten Teilschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1, in dem der Austritt
und Eintritt der Luft durch den Überzug beim Zusammendrücken und Loslassen des Kissens
veranschaulicht ist, Fig.4 eine schaubildliche Ansicht des Schaumgummipolsters vor
dem Faltvorgang, Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht, in der die Verwendung als Fußkissen
dargestellt ist, Fig. 6 eine Ansicht des Kissens bei Verwendung als Armstütze, Fig.
7 eine Ansicht des Kissens bei Verwendung als Rückenkissen, Fig. 8 eine Seitenansicht
des Kissens bei Verwendung als Nackenstütze, Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch
das Kissen, in dem es in der zusammengedrückten Lage dargestellt ist und aus dem
die Art und Weise ersichtlich ist, wie die Luft aus dem luftdichten Überzug austritt,
Fig. 10 einen Schnitt entsprechend Fig.9, in dem jedoch die Lage des Kissens nach
Entfernung des äußeren Druckes dargestellt ist, und zwar unmittelbar vor dem Eintritt
der Luft in den Überzug und Fig. 11 einen Schnitt entsprechend Fig. 10, in dem das
Kissen in der Lage dargestellt ist, die es einnimmt, nachdem die Luft Gelegenheit
gehabt hat, wieder in den Überzug einzutreten.
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Ein aus Schaumgummi od. dgl. bestehendes Polster 1.0, das mit
mehreren in gewissen Abständen angeordneten
zylindrischen Ausnehmungen
11 versehen ist, weist abgerundete Ecken 12 auf, die im wesentlichen die in Fig.
4 dargestellte Form haben.
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Ein Plastiküberzug 13 ist über das Polster 10 gezogen, nachdem letzteres
urngefaltet worden ist (Fig. 2), so daß die Ausnehmungen 11 übereinanderliegen,
um so einzelne Hohlräume zu bilden (Fig. 11). Die Ausnehmungen 11 des Polsters 10
sind so angeordnet, daß beim Umfalten des Polsters die Öffnungen 11 im oberen Teil
senkrecht über den Ausnehmungen 11 im unteren Teil liegen.
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Der Überzug 13 umfaßt den oberen Teil 14 und den unteren Teil 15,
die an ihrem Umfang 16 zu einer Hülle zusammengeschweißt sind, wobei die Teile 14
und 15 seitlich über die gedoppelten Seiten des Polsters 10 hinausragen, wie in
Fig. 1 dargestellt. Die Teile 14 und 15 erstrecken sich auch in Längsrichtung über
die gedoppelten Enden des Polsters 10 hinaus (Fig. 2).
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Wie in Fig. 1 dargestellt, ist eine aus Plastik bestehende luftdichte
Schiebev erschlußv orrichtung im oberen Teil 14 in der Nähe der gedoppelten Enden
des Polsters 10 angeordnet. Dies ist als ganzes mit der Bezugsziffer 17 bezeichnet
und besteht aus dem Handgriff 18 und dem Schieber 19 und bildet einen zu öffnenden
luftdichten Verschluß für die Hülle 13 und gestattet das leichte Einsetzen und Herausnehmen
des gedoppelten Polsters 10.
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Der obere Teil 14 ist in der Nähe des Verschlusses 17 mit einer Luftzutrittsöffnung
20 versehen.
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Wie in Fig. 2 dargestellt, wird durch die natürliche Federung des
Polsters 10 in der gedoppelten Lage ein Hohlraum 21 geschaffen, durch den die übereinanderliegenden
Ausnehmungen 11 in Verbindung stehen, wodurch eine starke Polsterwirkung erzielt
wird. Wenn das hissen zusammengedrückt wird, wie in Fig. 9 dargestellt, wird die
Luftkammer beseitigt, und die Luft zwischen den Ausnehmungen 11 wird nach außen
gedrückt und entweicht durch die Luftöffnung 20, wodurch das Nachgeben des Kissens
erleichtert wird, so daß das Kissen besser federt.
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Bei der Entfernung der Druckkraft wird sich das Pclster 10 zunächst
bis auf seine übliche Lage ausdehnen, wie in Fig. 10 dargestellt, während der Teil
des Überzuges 13, der dasselbe umgibt, in der zusammengesunkenen Lage verbleibt,
da die Luft, die normalerweise den Zwischenraum füllt, durch die Luftöffnung 20
herausgepreßt worden ist. Unmittelbar darauf jedoch wird die Luft durch diese Luftöffnung
20 zurückkehren, um den Überzug 13 auszufüllen, der dann. die aufgeblähte Lage gemäß
Fig. 11 einnimmt. Somit ist eine nachgiebige Unterlage geschaffen, nicht nur durch
das Polster 10, sondern auch durch die Luft, die den luftdichten überzug 13 ausfüllt,
wobei die Luft allmählich durch die Luftöffnung 20 entweichen kann, wenn das Kissen
zusammengedrückt wird, und wieder zurückkehren kann, nachdem der Druck nachgelassen
hat, um ein volles, jederzeit pralles Kissen zu bilden zur größeren Annehmlichkeit
für den Benutzer.
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Dank seiner gedrungenen Form und seiner Transportfähigkeit kann das
Kissen bequem in Flugzeugen, Omnibussen und Zügen auf der Reise mitgenommen werden
und in jeder in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Lage verwendet werden. Diese Vielseitigkeit
der Verwendung gestattet es, den Erfindungsgegenstand mit Vorteil zu benutzen, wo
normalerweise eine Vielzahl von Kissen erforderlich wäre.
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Es ist bekannt, daß der Körperdruck, wenn Teile des Körpers auf Unterlagen
ruhen, die zur Stützung der Arme, des Rückens, des Nackens oder der Beine dienen,
nicht nur wechselt, wenn der Körper sich in verhältnismäßiger Ruhe befindet, sondern
besonders, wenn der Körper in Bewegung ist, wie etwa in Fahrzeugen, die einer Erschütterung
ausgesetzt sind. Das Kissen gemäß der Erfindung dehnt sich bei Druckschwankungen
aus und zieht sich zusammen, so daß es förmlich in einer schmiegsamen Art atmet
und dadurch zur Ausschaltung der Erschütterungsmüdigkeit beiträgt, die mit langen
und anstrengenden Reisen in Fahrzeugen, insbesondere in Zügen und Flugzeugen, verbunden
ist.
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«renn auch als Füllmaterial der Kissen Schaumgummi genannt worden
ist, können auch andere poröse Werkstoffe benutzt werden, die die gleichen Eigenschaften
der Zusammendrückbarkeit und Ausdehnungsfähigkeit besitzen, wenn sie unter Druck
gesetzt bzw. vom Druck entlastet werden. Zu diesen Werkstoffen gehören Gummi, Faserstoffe,
Mischstoffe und synthetische Stoffe, die elastisch sind und die mit Luftzellen durchsetzt
sind, die mit der Außenluft in Verbindung stehen, so daß Luft herausgelassen oder
eingelassen werden kann bei einer Belastung durch Druck bzw. einer Entfernung des
Druckes.
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Außerdem kann das Kissen infolge der Verwendung eines abnehmbaren
Überzuges 13 zum Waschen und Säubern sowie zum Auswechseln des Bezuges abgezogen
werden.