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DE1078116B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen

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Publication number
DE1078116B
DE1078116B DEV10643A DEV0010643A DE1078116B DE 1078116 B DE1078116 B DE 1078116B DE V10643 A DEV10643 A DE V10643A DE V0010643 A DEV0010643 A DE V0010643A DE 1078116 B DE1078116 B DE 1078116B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
rotating body
reaction vessel
rotating
fatty alcohols
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV10643A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich Weiss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FETTCHEMIE
Original Assignee
FETTCHEMIE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FETTCHEMIE filed Critical FETTCHEMIE
Priority to DEV10643A priority Critical patent/DE1078116B/de
Publication of DE1078116B publication Critical patent/DE1078116B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/24Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfuric acids
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/0053Details of the reactor
    • B01J19/0066Stirrers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/18Stationary reactors having moving elements inside
    • B01J19/1887Stationary reactors having moving elements inside forming a thin film
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J4/00Feed or outlet devices; Feed or outlet control devices
    • B01J4/001Feed or outlet devices as such, e.g. feeding tubes
    • B01J4/007Feed or outlet devices as such, e.g. feeding tubes provided with moving parts
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2204/00Aspects relating to feed or outlet devices; Regulating devices for feed or outlet devices
    • B01J2204/002Aspects relating to feed or outlet devices; Regulating devices for feed or outlet devices the feeding side being of particular interest
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01J2219/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J2219/00049Controlling or regulating processes
    • B01J2219/00051Controlling the temperature
    • B01J2219/00074Controlling the temperature by indirect heating or cooling employing heat exchange fluids
    • B01J2219/00087Controlling the temperature by indirect heating or cooling employing heat exchange fluids with heat exchange elements outside the reactor
    • B01J2219/00094Jackets

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen Es ist bekannt, Sulfonierungen aromatischer Stoffe durchzuführen, indem die Reaktionsteilnehmer in einer Mischkammer zerstäubt oder versprüht und die gebildeten Flüssigkeiten von dort in eine darunter befindliche, durch eine perforierte Trennwand abgetrennte, mit Heiz- und Kühleinrichtungen versehene Reaktionskammer geleitet werden (britische Patentschriften 140 007 und 139 234). Dieses Verfahren eignet sich nur für langsam verlaufende Sulfonierungsreaktionen, die es ermöglichen, den Reaktionsverlauf räumlich auf zwei getrennte Kammersektionen aufzuteilen.
  • Drei andere bekannte Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung benutzen scheibenartige Verteilerorgane, die im Inneren eines mit Kühlmantel versehenen Reaktionsgefäßes rotieren. Bei einem dieser Verfahren fließen die Reaktionsteilnehmer gemeinsam auf eine oder mehrere Verteilerscheiben auf, von denen - wenigstens die oberste schräg zur Achse gelagert ist, und werden in Form einer breiten dünnen Schicht auf die gekühlte Innenwandung des Reaktionsgefäßes geschleudert (DWP 546). Nach dem zweiten Verfahren vollzieht sich die Reaktion ausschließlich innerhalb einer sehr dünnen, die gekühlte Gefäßwandung zusammenhängend herabfließenden Flüssigkeitsschicht; diese Schicht wird ursprünglich durch einen der Reaktionsteilnehmer mittels eines Überlaufes oder mittels einer rotierenden Verteilerscheibe gebildet, und in diese Schicht wird der zweite Reaktionsteilnehmer einige Zentimeter tiefer eingesprüht oder durch einen schnell umlaufenden Verteilerkopf eingeschl eudert (USA.-Patentschrift 2 217 263).
  • Bei dem dritten Verfahren werden beide Reaktionsteilnehmer, der zu sulfonierende Stoff und das als Sulfonierungsmittel verwendete Schwefelsäuremonohydrat bzw. Oleum, zusammen in flüssigem Zustand auf ein und denselben rotierenden Teller geleitet, auf dem die Umsetzung zu Ende geführt wird, indem das Reaktionsgemisch gegen zwei auf dem zumeist besonders gekühlten Teller konzentrisch angeordnete, mit Düsen versehene Umgrenzungsflächen und sodann aus den Düsen der äußeren Umgrenzungsfläche gegen die gekühlte Behälterwandung geschleudert wird (deutsche Patentschrift 749 554). Es wurde weiter in Abwandlung der letztgenannten Vorrichtung durch Anordnung zusätzlicher, mit Düsen versehener Umgrenzungsflächen auf dem rotierenden Teller eine Vielzahl konzentrischer Kammern zu bilden, von denen die inneren zur Durchführung der Sulfonierungsreaktion, die äußeren - unter Anordnung eines zusätzlichen Zulaufes für das Neutralisationsmittel -zur anschließenden Neutralisation des sauren Sulfonates bestimmt sind; hierbei wird auf die Kühlung sowohl des Tellers als auch der Wandung des Reaktionsbehälters im allgemeinen verzichtet und gegebenenfalls beim Arbeiten in einer Zerstäubungsanlage das Reaktionsprodukt zu Pulver zerstäubt (deutsche Patentschriften 878 944, 897 101).
  • Die bekannten Vorrichtungen, bei denen die Sulfonierungsreaktion in einer dünnen Flüssigkeitsschicht auf der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes vor sich geht, ermöglichen nur den Durchsatz von geringen Mengen Reaktionsgut. Soweit die Reaktionsteilnehmer der Sulfonierungsreaktion bei bekannten Vorrichtungen auf derselben Scheibe bzw. demselben Teller zusammenfließen, bedarf es entweder besonderer zusätzlicher Vorrichtungen zur ständigen und gleichmäßigen Kühlung des Rotationskörpers zwecks Ableitung der Reaktionswärme, oder es läßt sich, wenn auf eine solche Kühlung verzichtet wird, die Reaktion nur mit unbefriedigenden Durchsatzmengen durchführen, wobei in beiden Fällen des Zusammenfließens der Reaktionsteilnehmer auf demselben Rotationskörper die Gefahr besteht, daß infolge Überhitzung mehr oder minder dunkle Sulfonierungsprodukte erhalten werden.
  • Es verbleibt somit die Aufgabe, schnell verlaufende Reaktionen wie die Veresterung von Fettalkoholen unter Verwendung von Chlorsulfonsäure, 98- bis 1000/oiger Schwefelsäure oder Oleum als Veresterungsmittel kontinuierlich in einer einfachen Apparatur durchzuführen, wobei zur Dunkelfärbung der Produkte führende Nebenreaktionen mit Sicherheit vermieden werden.
  • Dieser Aufgabenstellung entspricht, wie gefunden wurde, ein Verfahren zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen mittels Chlorsulfonsäure, 98-bis 1000/oiger Schwefelsäure oder Oleum unter Verwendung rotierender Flächen zwecks Abschleuderung der flüssigen oder in Lösung befindlichen Reaktions- teilnehmer in Richtung der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der zersprühten, zerstäubten oder nebelförmigen Reaktionsteilnehmer erst beginnt, nachdem jeder einzelne Reaktionsteilnehmer mindestens einer ausschließlich ihm zugeordneten, mit einer Umdrehungszahl von mindestens 1000 pro Minute rotierenden Fläche gesondert zugeleitet sowie gesondert von dieser weiterbefördert und abgeschleudert worden ist.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens eignet sich erfindungsgemäß eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß mit einer in dem Reaktionsgefäß 1 angeordneten, in schnelle Umdrehung versetzbaren Welle 8 mehrere scheibenförmige, 10, 11, oder mit Öffnungen in der Peripheriewandung versehene trommelartige Rotationskörper fest verbunden und dem einzelnen Rotationskörper eine oder mehrere Zuleitungen 5, 15 bzw. 6, 16 zugeordnet sind, die der Zuführung lediglich eines der Reaktionsteilnehmer dienen.
  • Wie weiter gefunden wurde, ist es vorteilhaft, die Fläche des Reaktionskörpers, über die der zu zerstäubende Reaktionsteilnehmer fortbefördert wird, mit Trennwänden zu versehen, die auf die Peripherie des Rotationskörpers hin zulaufen.
  • Die Erfindung wird an Hand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
  • Das zylindrische, mit einem abwärts gewölbten Boden versehene Reaktionsgefäß 1 ist mit einem Kühlmantel 2 umgeben. Im Deckel des Reaktionsgefäßes befinden sich die Öffnungen 3 und 4 zur Einführung des Zulaufrohres 5 für den Alkohol sowie des Zulaufrohres 6 für das Veresterungsmittel.
  • Auf dem Deckel des Reaktionsgefäßes ist der Elektromotor 7 angebracht, dessen senkrechte Welle über eine Kupplung die senkrecht in das Reaktionsgefäß 1 und konzentrisch zu dessen Mittelachse hineinragende Welle 8 antreibt.
  • Mit der Welle 8 ist der hülsenförmige Ansatz des unteren scheibenförmigen Rotationskörpers 10 fest verbunden. Der über dem Rotationskörper 10 angeordnete Rotationskörper 11 ruht auf Zwischenstücken 13, die auf dem Rotationskörper 10 aufliegen.
  • Der als Deckelscheibe dienende Rotationskörper 12 ruht auf Zwischenstücken 14, die auf dem Rotationskörper 11 aufliegen. Die Seitenflächen der Zwischenstücke 13 und 14 laufen auf die Peripherie der Rotationskörper hin zu.
  • Die Rotationskörper 10, 11 und 12 sowie die zwischen ihnen eingefügten Zwischenstücke 13 und 14 sind durch Vernietung fest miteinander verbunden.
  • Die scheibenartigen Teile der Rotationskörper 10 und 11 begrenzen von oben und unten eine Verteilungskammer 25, die hülsenartigen Ansätze dieser Rotationskörper einen Ringraum 15, in den der Alkohol aus dem Zulaufrohr 5 einfließt und durch den hindurch dieser der Verteilungskammer 25 zufließt. Zwischen den durch die Seitenflächen der Zwischenstücke 13 gebildeten Trennwänden hindurch wird der Alkohol aus der Verteilungskammer 25 hinausbefördert. In entsprechender Weise wird eine zweite Verteilungskammer 26 durch den scheibenartigen Teil des Rotationskörpers 11 und die Deckelscheibe 12 gebildet. Die hülsenartigen Ansätze des Rotationskörpers 11 und der Deckelscheibe 12 umgrenzen einen Ringraum 16, in den das Veresterungsmittel aus dem Zulaufrohr 6 einfließt und durch den es hindurch der Verteilungskammer 26 zufließt, um aus dieser zwischen den durch die Seitenflächen der Zwischenstücke 14 gebildeten Trennwänden hindurch in den Reaktionsraum hinausbefördert zu werden.
  • Bei einer derartigen Anordnung durchlaufen kanalartig der dem mittleren Rotationskörper 11 zugeordnete Ringraum 16 den darüber angeordneten Rotationskörper, die Deckelscheibe 12, und der dem unteren Rotationskörper 10 zugeordnete Ringraum 15 die beiden darüber angeordneten Rotationskörper 11 und 12.
  • Im Deckel des Reaktionsgefäßes befindet sich eine :)ffnung 19 zur Ableitung der Reaktionsgase, im Boden des Reaktionsgefäßes eine Abflußöffnung 20 für das Reaktionsprodukt.
  • Die Vorrichtung wird wie folgt betrieben: Mittels des Elektromotors 7 werden die Welle 8 und dadurch die miteinander verbundenen Rotationskörper 10, 11 und 12 in schnelle Umdrehung versetzt. Hierauf läßt man kontinuierlich abgemessene Mengen des in flüssigem Zustand befindlichen Alkohols aus dem Zulaufrohr 5 durch den Ringraum 15 hindurch in die Verteilungskammer 25 und gleichzeitig abgemessene Mengen des Veresterungsmittels aus dem Zulaufrohr 6 durch den Ringraum 16 in die Verteilungskammer 26 einlaufen. Durch die schnelle Umdrehung der Rotationskörper werden die beiden Reaktionsteilnehmer aus den Verteilungskammern 25 und 26 in Richtung auf die gekühlte Wandung des Reaktionsgefäßes 1 derart herausgeschleudert, daß sie erst in feinzerstäubtem bzw. nebelförmigem Zustand miteinander in Berührung und zur Reaktion kommen.
  • Das Reaktionsgut fließt unmittelbar darauf an der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes abwärts und wird kontinuierlich durch die Öffnung 20 im Boden des Reaktionsgefäßes abgeführt, während die gebildeten Reaktionsgase durch die Öffnung 19 im Deckel des Reaktionsgefäßes abgeleitet werden.
  • Durch die Zuordnung -besonderer, der Zuführung nur je eines Reaktionsteilnehmers dienender Zuleitungen zu je einem der übereinander angeordneten, schnell rotierenden Körper unterscheidet sich die Vorrichtung der Erfindung von den bekannten Zerstäubereinrichtungen. Die Reaktionsteilnehmer kommen in zerstäubtem Zustand erst zur Reaktion, wenn sie die Rotationskörper verlassen haben und unter großer Geschwindigkeit der gekühlten Innenwandung des Reaktionsgefäßes zugeführt werden. Bisher wurden Veresterungen unter Verwendung von Chlorsulfonsäure und beim Durchsatz großer Mengen von Reaktionsgut zwecks Vermeidung dunkler Reaktionsprodukte bei Temperaturen von 30 bis höchstens 50° C durchgeführt. Es ist daher überraschend, daß bei Anwendung des Verfahrens und der Vorrichtung der Erfindung auch beim Durchsatz großer Mengen von Reaktionsgut und bei Temperaturen im Reaktionsraum von 60 bis 80° C durchweg helle Produkte erhalten werden.
  • Beispiel 1 Zur Durchführung der Veresterungsreaktion wird ein Reaktionsgefäß üblicher Bauart (1500 1 Rauminhalt) mit Mantelkühlung verwendet, dessen zylindrischer Teil einen Innendurchmesser von 1,20 m hat.
  • Um die Mittelachse dieses zylindrischen Teiles rotieren die scheibenförmigen Rotationskörper 10 und 11. Der Durchmesser dieser Scheiben beträgt 28 cm; ihre Rotationsgeschwindigkeit beträgt 1500 Umdrehungen pro Minute.
  • Auf den scheibenförmigen Rotationskörper 10 laufen durch das Zuflußrohr 5 in der Stunde 550 kg eines Fettalkoholgemisches (OH-Zahl 230, Jodzahl 2,85, Schmelzpunkt 3u0 C, spezifisches Gewicht 0,825 bei 380 C), und auf den scheibenförmigen Rotationskörper 11 laufen in der gleichen Zeit durch das Zulaufrohr 6296 kg Chlorsulfonsäure (950/oil). Die Zulauftemperatur beträgt für das Fettalkoholgemisch 380 C, für die Chlorsulfonsäure 210 C.
  • Jeder der Reaktionsteilnehmer verteilt sich auf der rotierenden Fläche des für ihn vorgesehenen scheibenförmigen Rotationskörpers, wird auf dieser Fläche weiterbefördert und von dieser unter Zerstäuben in Richtung der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes abgeschleudert. Die Umsetzung beginnt somit erst, wenn sich die Reaktionsteilnehmer in zerstäubtem Zustand befinden. Im Reaktionsraum tritt eine Erwärmung auf 60 bis 800 C ein. An der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes fließt der entstandene saure Fettalkobolschwefelsäureester nach unten und durch die Abflußöffnung 20 in einer Menge von 770 kg pro Stunde mit einer Temperatur von 35 bis 450 C in die darunter befindlichen Neutralisiergefäße ab.
  • Nach Durchführung der Neutralisation mit Natronlauge werden aus der erwähnten Stundenmenge sauren Fettalkoholschwefelsäureesters 2290 kg Reaktionsgemisch mit einem Gehalt von etwa 36°/o aktiver Substanz mit einem Sulfatierungsgrad von 90 erhalten.
  • Beispiel 2 In der im Beispiel 1 genannten Apparatur werden kontinuierlich in der Stunde 550 kg eines Fettalkoholgemisches (OH-Zahl 232, Jodzahl 47,9, Schmelzpunkt 30,50 C, spezifisches Gewicht 0,825 bei 380 C) mit 440 kg 1000/oiger Schwefelsäure umgesetzt. Die Arbeitsweise und die Temperaturen sind die gleichen wie im Beispiel 1.
  • Es werden in der Stunde 990 kg saurer Fettalkoholschwefelsäureester erhalten, woraus sich nach der Neutralisation mit Natronlauge 3000 kg Reaktionsgemisch mit einem Gehalt von etwa 27 ovo aktiver Substanz mit einem Sulfatierungsgrad von 84 ergeben.
  • Beispiel 3 In der im Beispiel 1 genannten Apparatur werden kontinuierlich in der Stunde 550 kg eines Fettalkoholgemisches (OH-Zahl 230, Jodzahl 2,85, Schmelzpunkt 300 C, spezifisches Gewicht 0,825 bei 380 C) mit 385 kg Oleum (200/oil) umgesetzt. Die Arbeitsweise und die Temperaturen sind die gleichen wie im Beispiel 1. Es werden in der Stunde 935 kg saurer Fett- alkoholschwefelsäureester erhalten, woraus sich nach der Neutralisation mit Natronlauge 2900 kg Reaktionsgemisch mit einem Gehalt von etwa 28°/o aktiver Substanz mit einem Sulfatierungsgrad von 88 ergeben.
  • PATENTANSPOCHE: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen mittels Chlorsulfonsäure, 98-bis 1000/oiger Schwefelsäure oder Oleum unter Verwendung rotierender Flächen zwecks Abschleuderung der flüssigen oder in Lösung befindlichen Reaktionsteilnehmer in Richtung der gekühlten Wandung des Reaktionsgefäßes, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der zersprühten, zerstäubten oder nebelförmigen Reaktionsteilnehmer erst beginnt, nachdem jeder einzelne Reaktionsteilnehmer mindestens einer ausschließlich ihm zugeordneten, mit einer Umdrehungszahl von mindestens 1000 pro Minute rotierenden Fläche gesondert zugeleitet sowie gesondert von dieser weiterbefördert und abgeschleudert worden ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer in dem Reaktionsgefäß (1) angeordneten, in schnelle Umdrehung versetzbaren Welle (8) mehrere scheibenförmige (10, 11) oder mit Öffnungen in der Peripheriewandung versehene trommelartige Rotationskörper fest verbunden und dem einzelnen Rotationskörper eine oder mehrere Zuleitungen (5, 15 bzw. 6, 16) zugeordnet sind, die der Zuführung lediglich eines der Reaktionsteilnehmer dienen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche der Rotationskörper (10, 11), über die der Reaktionsteilnehmer fortbefördert wird, mit Trennwänden versehen ist, die auf die Peripherie des Rotationskörpers hin zulaufen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 749 554; britische Patentschrift Nr. 140 007; Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 1951, Bd. 1, S. 730, letzter Absatz.
DEV10643A 1956-05-15 1956-05-15 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung von Fettalkoholen Pending DE1078116B (de)

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