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DE1077462B - Druckmittelbetriebener Regler, bei dem Proportionalbereich, Vorhalt- und Integralwirkung einstellbar sind - Google Patents

Druckmittelbetriebener Regler, bei dem Proportionalbereich, Vorhalt- und Integralwirkung einstellbar sind

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Publication number
DE1077462B
DE1077462B DEB18908A DEB0018908A DE1077462B DE 1077462 B DE1077462 B DE 1077462B DE B18908 A DEB18908 A DE B18908A DE B0018908 A DEB0018908 A DE B0018908A DE 1077462 B DE1077462 B DE 1077462B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
control
nozzle
chamber
adjustable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB18908A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Bester
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Publication of DE1077462B publication Critical patent/DE1077462B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B11/00Automatic controllers
    • G05B11/44Automatic controllers pneumatic only
    • G05B11/48Automatic controllers pneumatic only with auxiliary power
    • G05B11/50Automatic controllers pneumatic only with auxiliary power in which the output signal represents a continuous function of the deviation from the desired value, i.e. continuous controllers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf einen druckmittelbetriebenen Regler, bei dem Proportionalbereich, Vorhalt- und Integralwirkung einstellbar sind.
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, einen pneumatischen Kraftverstärker für Regelzwecke zu schaffen, dessen Proportionalbereich durch eine einstellbare Nachlaufsteuerung gesteuert wird, die durch den Druck des Kraftverstärkers selbst betätigt wird und in Links- und Rechtslauf geändert werden kann, und dessen abgegebener Druck ein Vielfaches des Drucks eines mit einer Steuerfahne ausgerüsteten Meßwerks beträgt, an das der Kraftverstärker als geschlossenes Bauelement ohne mechanische Kupplung angesetzt werden kann, in Verbindung mit einem Umformer, der diesem Kraftverstärker nachgeschaltet ist und der unabhängig von der eingestellten Größe des Proportionalbereiches des Kraftverstärkers eine beliebig einstellbare Proportionalwirkung an das Stellglied weitergibt.
DieseAufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vereinigung einer bestimmten Vorsteuerung mit Rückführeinrichtung, einem bestimmten Druckmittelkraftschalter und einem bestimmten Umformer mit zwei Differenzdrucksystemen gelöst. Dabei betrifft im einzelnen das erste Merkmal eine Vor steuerung, bestehend aus einer Strahldüse, einer Auffangdüse sowie einem dazwischengreifenden, am Meßwerk sitzenden Steuerblech und einer Rückführeinrichtung, die aus zwei Federbälgen und einem die Düsen tragenden Hebel mit einstellbarer Übersetzung besteht, der zwischen den Bälgen gelagert ist, während das zweite Merkmal, der Druckmittelkraftschalter, von einer Düse und einer Prallplatte sowie einem Differenzdrucksystem gebildet wird, in dessen einer Kammer die von der Membran gesteuerte Prallplatte den Druck bestimmt, der der anderen Kammer über die Vorsteuerung zugeführt wird. Das dritte Merkmal bildet ein Umformer mit zwei Differenzdrucksystemen, die über eine einstellbare Übersetzung gegeneinandergeschaltet sind und von denen das eine vom Vorsteuerdruck mit einstellbarer Verzögerung und mit einstellbarer Nachgiebigkeit beaufschlagt wird und mit den Rückführbälgen verbunden ist.
Mit dem ersten Merkmal erhält man den besonderen Vorteil, daß durch den veränderbaren Nachlauf der Einschwingbereich des Reglers eingestellt werden kann.
Was das zweite Merkmal des Druckmittelkraftschalters im besonderen betrifft, so ist darauf hinzuweisen, daß dieser Druckmittelkraftschalter oder Kraftverstärker mit dem Meßwerk nicht mechanisch verbunden ist und die Vorsteuerdüse mit der Auffangdüse gleichzeitig in Verbindung mit den beiden Federungskörpern, die wieder von dem Steuerdruck der Hauptdüse
Druckmittelbetriebener Regler,
bei dem Proportionalbereicti, Vorhalt-
und Integralwirkung einstellbar sind
Anmelder:
Karl Bester,
Stuttgart-Rohracker, Speidelweg 22
Karl Bester, Stuttgart-Rohracker,
ist als Erfinder genannt worden
beaufschlagt werden, und der Hebelübersetzung die
Aufgabe übernimmt, den Steuerdruck in weitesten Grenzen zur Ausweichung des Meßwerkzeigers proportional zu verändern.
Besondere Bedeutung kommt der einstellbaren Übersetzung des dritten Merkmals zu, mit welcher die beiden Differenzdrucksysteme des Umformers gegeneinandergeschaltet sind.
Im Zusammenwirken der Merkmale 1 bis 3 ergibt sich, daß die Wirkung der Rückführung der Kammern gleichzeitig den Einschwingbereich im Nachlauf durch die Bälge bestimmt wird, während der Proportionalbereich lediglich durch die Veränderung der Hebelübersetzung eingestellt werden kann.
Ausbildungsmerkmale enthalten die Unteransprüche. Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt schematisch die gesamte Regelanlage, bestehend aus dem Meßwerk, dem Kraftverstärker (Steuerdose) und dem Umformer.
Im einzelnen bedeutet 1 die Zuführleitung für die als Steuermittel dienende Druckluft in der Größenordnung von etwa 1,2 atü. Der Zuluftdruck wird in dem Manometer 2 angezeigt und der Einlaßdüse 3 zugeführt, die mit der um eine Achse 5 schwenkbaren Prallplatte 4 zusammenarbeitet.
Die Prallplatte 4 trägt einen Kegel 6, der mit der Auslaßöffnung 7 eines Rohres 8 zusammenarbeitet, das mit der Membran 9 fest verbunden ist. Die Membran 9 bildet die Trennwand zwischen den beiden Kammern 10 und 11 des ersten Differenzdrucksystems. Das Auslaßrohr 8 wird durch eine federnde Abdichtung 12 in der Gehäusewand des Differenzdrucksystems 10, 11 nach außen geführt.
Bei 13 ist das Auslaßrohr 8 mit dem Hebel 14 gekuppelt, der im Punkt 15 der Gehäusewand gelagert
90S· 759/122
ist. Die Feder 16 drückt auf die Prallplatte 4 und bestimmt den Schließdruck für die Einlaßdüse 3.
Der in der Differenzdruckkammer 11 erzeugteDruck wird über die Leitung 17 dem Stellglied 18 zugeführt. Das Manometer 19 zeigt den Stelldruck an.
Die in der Leitung 1 zugeführte Luft tritt über die Vordrossel 20 in die Leitung 21, die mit der Hauptdüse 22 des Kraftverstärkers verbunden ist.
Die aus der Hauptdüse 22 austretende Luft wird in der Vorkammer 23 aufgefangen und durch das Überströmventil 24 auf einem konstanten Druck gehalten. Die Abluft der Hauptdüse 22 wird über die Leitung 25 und die flexible Leitung 26 der Vorsteuerdüse 27 zugeführt. Die hier austretende Luft wird durch die Auffangdüse 28 aufgenommen und über die flexible Leitung 29 der Rückkammer 30 zugeführt. Die Rückkammer 30 ist durch eine richtkraftlose Membran 31 abgeschlossen. Der Druck auf diese Membran 31 wird über den Steuerstift 32 auf die Hauptdüse 22 zur Einwirkung gebracht. Der Steuerstift 32 ist in der Wand
33 geführt. Der Raum zwischen der Membran 31 und der Wand 33 ist mit der Außenluft durch die öffnung
34 verbunden.
Die Vorsteuerdüse 27 und die Auffangdüse 28 sind mit dem Hebel 35 fest verbunden, dessen Achse 36 zwischen den beiden Federbälgen 37 und 38 bei 39 drehbar gelagert ist. Auf der anderen Seite der Achse 36 ist ein Schlitzhebel 40 befestigt, in dessen Schlitz ein Stift 41 eingreift, der durch das Schneckengewinde 42 bei Drehung des Knopfes 43 in dem Schlitz des Schlitzhebels 40 gleitet und die Schwenkachse für die Teile 27, 28, 35, 36 bei der wechselseitigen Ausdehnung der Balgen 37, 38 bildet. Dem Knopf 43 ist eine Skala 44 zugeordnet, die den eingestellten Proportionalbereich angibt. Mit Hilfe des Kupplungsbügels 45 wird der Kraftverstärker mit der Sollwert-Einstellvorrichtung 46 gekuppelt, die über das Gewinde 47 durch den Stellknopf 48 betätigt wird. Der eingestellte Sollwert ist an dem Zeiger 49 auf der Skala 50 zu erkennen, mit der ferner der Meßwerkzeiger 51 zusammenarbeitet. An der Achse 52 des Meßwerkes ist das Steuerblech 53 befestigt. Wie ersichtlich, besitzt dieses Steuerblech derart rechtwinklig abgebogene Steuerkanten 53', daß diese Steuerkanten gegen den zur Erzielung einer Steuerwirkung vom Steuerblech mehr oder weniger abgeschirmten Luftstrahl gerichtet sind. Dieser tritt aus der Vorsteuerdüse 27 des Kraftverstärkers aus, die durch eine besondere Luftleitung gespeist werden kann. Die Höhe der Steuerkanten 53' verläuft im dargestellten Ausführungsbeispiel nach der Meßwerkachse zu allmählich abnehmend.
Die Leitung 21 ist mit der Differenzdruckkammer 10 des Umformers durch die Leitung 54 unmittelbar verbunden. Die Leitung 21 ist außerdem durch die Leitung 55 über die Vorhaltdrossel 56 mit der Kammer 57 des zweiten Differenzdrucksystems und durch die Leitung 58 über die Nachgebezeitdrossel 59 mit der
ίο anderen Kammer 60 des zweiten Differenzdrucksystems verbunden. Der Differenzdruck in den Kammern 57, 60 wird durch die Membran 61 und die Übertragungsstange 62 aus der Kammer 57 über eine druckdichte federnde Durchführung 63 nach außen geführt. Die Übertragungsstange 62 ist an dem Punkt 64 mit dem Übertragungshebel 65 verbunden, der in dem Punkt 66 in der Gehäusewand gelagert ist. Die Hebel 14 und 65 sind durch das Kupplungsglied 67 miteinander verbunden. Das Kupplungsglied 67 kann mit Hilfe der Stange 68 durch Drehen des Knopfes 69 verschoben werden. Die Stellung des Kupplungsgliedes 67 kann an der Skala abgelesen werden. Diese Skala gibt die Proportionalwirkung an.
Die Kammer 57 des zweiten Differenzdrucksystems ist durch die Leitung 71 mit dem Innenraum des Federbalges 37 verbunden, in gleicher Weise die zweite Kammer 60 des zweiten Differenzdrucksystems über die Leitung 72 mit dem Innenraum des Federbalges 38, Diese Regelanlage arbeitet wie folgt: Durch dieVordrossel 20 wird die durch die Leitung 1 einströmende Druckluft soweit gedrosselt, daß bei geöffneter Hauptdüse 22 in der Leitung 21 ein Druck von etwa 0,2 atü herrscht. Die in die Vorkammer 23 einströmende Abluft der Hauptdüse 22 wird mittels Überströmventil 24 auf konstantem Druck von etwa 50 mm WS gehalten und über die Leitungen 25 und 26 der Vorsteuerdüse 27 zugeführt.
Die aus der Vorsteuerdüse ausströmende Luft wird mit der Auffangdüse 28 aufgefangen und über die flexible Leitung 29 der Rückkammer 30 zugeführt. Der dadurch erzeugte Druck in der Rückkammer 30 wirkt auf die richtkraftlose Membran 31, die auf den Steuerstift 32 einwirkt.
Der Druck in der, Rückkammer 30 drosselt also das Ausströmen der Druckluft aus der Hauptdüse 22. Dabei steigt der Druck in der Leitung 21 auf 1,1 atü an. Die Anordnung ist also so getroffen, daß sich die Kräfte
(Druck in der Hauptdüse 22) mal (Fläche der Hauptdüse 22) (Druck in der Rückkammer 30) mal (Fläche der Membran 31)
die Waage halten. Durch dieses Flächenverhältnis ist auch der Druck bestimmt, der der Vorsteuerdüse 27 zugeführt werden muß, um den Endsteuerdruck in der Hauptdüse auf etwa 1,1 atü zu bringen. Er wird in den meisten Fällen weniger als 50 mm WS betragen.
Wird der aus der Vorsteuerdüse 27 austretende Luftstrahl nicht durch das Steuerblech 53 abgeschirmt, so herrscht in der Leitung 21 der höchste Steuerdruck von 1,1 atü. Wird dagegen der aus der Vorsteuerdüse 27 austretende Luftstrahl durch das Steuerblech 53 voll abgeschirmt, so wird die Rückkammer 30 drucklos, und der Druck der Hauptdüse 22 drückt den Steuerstift 32 und die richtkraftlose Membran 31 zurück. Der Druck in der Leitung 21 fällt auf den durch die Vordrossel 20 eingestellten Vordruck von 0,2 atü.
Für diesen Druck wird angenommen, daß das Stellglied 18 sich in der Öffnungsendlage befindet.
Von dieser letzteren Stellung, also der völligen Abschirmung ausgehend, wird nun beim Steigen der Regelgröße (Druck, Temperatur oder Menge) der Meßwerkzeiger 51 nach rechts ausschlagen; dadurch wird das Steuerblech 53 den abgeschirmten Luftstrahl der Vorsteuerdüse 27 weniger oder mehr freigeben. Mit der Größe des freigegebenen Luftstrahls wächst der Druck in der Rückkammer 30. Diesem Druck zugeordnet stellt sich der Druck in der Hauptdüse 22 ein, der über die Leitung 21 und die Leitung 54 in die Kammer 10 des ersten Differenzdrucksystems eintritt.
Sieht man von der Wirkungsweise des zweiten Differenzdrucksystems mit den Kammern 57, 60 ab, indem man die Vorhaltdrossel 56 vollkommen schließt, so drückt der Steuerdruck der Hauptdüse, der in die Kammer des ersten Differenzdrucksystems eingetreten
1 077 4ö2
ist, die Membran 9 nach unten durch; sie hebt, indem sich das Ausläßrohr 8 gegen den Kegel 6 drückt, die Prallplatte 4 von der Einlaßdüse 3 ab. Die durch die Leitung 1 zugeführte Druckluft von etwa 1,2 atü tritt also in die zweite Kammer 11 des ersten Differenzdrucksystems ein. Von hier aus wird die Luft über die Leitung 17 dem Stellglied 18 zugeführt, und zwar so lange, bis der Druck in der Kammer 11 demjenigen in der Kammer 10 entspricht. Würde der Druck in der Kammer 11 zu hoch steigen, so legt sich die Prallplatte 4 vor die Einläßdüse 3, schließt auf diese Weise den Druckmittelstrom, hebt das Auslaßrohr 8 von der Kegeldichtung 6 ab und gibt die Auslaßöffnung 7 frei. Die Membran steuert sich also den Druck ein, der der Kammer 10 entspricht. Bei Druckgleichheit der beiden Kammern 10 und 11 ist also weder die Einlaßdüse 3 noch die Auslaßöffnung 7 geöffnet. Die Membran 9 und damit auch das Auslaß rohr 8 nehmen also bei jedem beendigten Steuervorgang wieder ihre Mittellage ein. so
Die bisher beschriebene Anordnung arbeitet also nur mit dem Proportionalbereich der Vorsteuerdüse 27, der ungefähr 1 °/o des gesamten Meßbereichs der Anzeigeskala darstellt.
Die Vergrößerung des Proportionalbereichs wird nun dadurch erreicht, daß die Vorsteuerdüse 27 mit der Auffangdüse 28 dem Steuerblech 53, also der Bewegung des Zeigers 51, in einer Weise folgt, wie dies nunmehr beschrieben wird:
Wird jetzt die Leitung 21 mit dem Innenraum des Federbalgs 37 verbunden, wie dies durch die gestrichelte Linie α dargestellt ist, so wird mit dem Steigen des Steuerdruckes in der Leitung 21 der Federbalg 37 ebenfalls durch den Steuerdruck beaufschlagt. Der Drehpunkt 39 bewegt sich also in Richtung des Pfeiles b. Der Stift 41, der in den Schlitz des Schlitzhebels 40 eingreift, behält aber seine Lage bei. Somit wird der Hebel 35 mit der Vorsteuerdüse und der Auffangdüse 28 in Richtung der Ausweichung des Meßwerkzeigers 51 bewegt. Die Düsen folgen also dem Meßwerkzeiger 51.
Der Steuerdruck in der Leitung 21 steigt somit erstens in Abhängigkeit von der Größe des Weges, den der Federbalg 37 bei einem Ansteigen des Steuerdrucks von 0,2 bis 1,1 atü zurücklegt, zweitens in Abhängigkeit von dem Übersetzungsverhältnis, das durch die Lage des Stiftes 41 in dem Schlitz 40 bestimmt ist.
Wird also der Stift 41 durch den Knopf 43 nach links in Richtung auf die Vorsteuerdüse 27 zu bewegt, so wird der Einflußbereich des Federbalgs 37 auf die Nachfolgebewegung des Hebels 35 in bezug auf die Bewegung des Meßwerkzeigers 51 verkleinert. Sie erreicht ihren Nullpunkt, wenn der Stift 41 direkt unter der Vorsteuerdüse 27 liegt. In diesem Fall ist also auch bei angeschlossenem Federbalg 37 an den Steuerdruck 21 die Bewegung des Federbalgs unwirksam. Es wird also nur mit dem Proportionalbereich der Vorsteuerdüse 27 gearbeitet.
Die Lage des Stiftes 41 bestimmt also die Größe des Proportionalbereichs. Dies ist auf der Skala 44 angegeben. Der einzustellende Bereich wird zweckmäßig bei diesem Kraftverstärker bis ±50% gewählt.
Diese Schaltung des Kraftverstärkers entspricht der Wirkungsweise eines einfachen Proportionalreglers mit einem einstellbaren Proportionalbereich von 0 bis 50%.
Der Kraftverstärker kann auch bei einem eingestellten größeren Proportionalbereich auf den Proportionalbereich der Vorsteuerdüse 27 zurückgeführt werden, wenn der Innenraum des Federbalgs 37 über eine Drossel mit dem Innenraum des Federbalgs 38 verbunden wird (Proportionalregelung mit verschwindender Proportionalität), wie dies die Verbindungslinie d mit der Drossel e andeutet. Mit dieser Drossel e allein, bezogen auf den Kraftverstärker, wird ein Proportionalregler mit nicht bleibendem Proportionalbereich geschaffen.
Die Wirkungsweise des Kraftverstärkers ist an sich nicht abhängig von der Funktion der Differenzdruckkammern 10, 11. Die Leitung 54 könnte auch direkt mit dem Stellglied 18 verbunden werden, wenn keine besondere hohe Geschwindigkeit für die Betätigung des Stellgliedes 18 verlangt wird.
Um nun aber erfindungsgemäß den proportionalen Steueranstieg auf das Stellglied 18 weiterhin zu verkleinern, d. h. den Proportionalbereich zu vergrößern auf 600 bis 700%, ist dem Kraftverstärker 22 bis 49 der Umformer 3 bis 17 und 56 bis 70 nachgeschaltet.
Bei dieser Regelart wird der Steuerdruck, der in der Leitung 21 durch den Ausschlag des Meßwerkzeigers 51 und durch den eingestellten Proportionalbereich des Kraftverstärkers bestimmt ist, über die Leitung 55 den Differenzdruckkammern des zweiten Differenzdrucksystems 57 und 60 zugeführt. Außerdem sind die Innenräume der Federbälge 37 und 38 mit den Räumen 57 und 60 verbunden.
Es wird nunmehr zunächst die Wirkungsweise des Umformers bei Stellung des Kupplungsgliedes 67 im Punkt P betrachtet.
Bei geöffneter Vorhaltdrossel 56 wef den bei steigendem Steuerdruck in der Leitung 21 die Kammer 10 des ersten Differenzdrucksystems und die Kammer 57 des zweiten Differenzdrucksystems gleichzeitig gefüllt. Der Steuerdruck der Leitung 21 wird also, wie beschrieben, an das Stellglied 18 weitergegeben, da der Hebel 65 durch die Stellung des KupplungsgHedes 67 im Punkt P auf den Hebel 14 und damit auf die Membran 9 nicht merklich einwirken kann.
Dieser Steuerdruck wird also in reiner Abhängigkeit vom im Kraftverstärker eingestellten Proportionalbereich weitergegeben, da die Kammer 57 durch die Leitung 71 mit dem Innenraum des Federbalgs 37 verbunden ist. Dieser Proportionalbereich wird dadurch zum Verschwinden gebracht, daß sich der Druck in der Kammer 57 über die Leitung 58 und die Nachgebezeitdrossel 59 mit der Kammer 60 ausgleicht, die mit dem Innenraum des Federbalgs 38 durch die Leitung 72 verbunden ist. In diesem Fall arbeitet also der Regler als Proportional-Integral-Regler mit einer Proportionalwirkung von 50 %. Wird für diesen Regelfall die Vorhaltdrossel 56 so eingestellt, daß das Auffüllen der Kammer 57 gegenüber demjenigen der Kammer 10 verzögert einsetzt, so wird in Abhängigkeit von der Stellgeschwindigkeit des Meßwerkzeigers 51 sofort ein Steuerdruck an das Stellglied 18 weitergegeben, der mit der in der Vorhaltdrossel 56 eingestellten Zeit wieder auf den entsprechenden Proportionalbereich abnimmt, bis auch der Proportionalbereich selbst in Abhängigkeit von der Nachgebezeit wieder auf den Proportionalbereich der Vorsteuerdüse 27 zurückgeht.
Durch die Verstellung des KupplungsgHedes 67 zum Punkt / hin wird die Weitergabe des Steuerdrucks wie folgt beeinflußt:
Bei geöffneter Vorhaltdrossel 56 füllt der Steuerdruck der Leitung 21 die Kammer 57 des zweiten Differenzdrucksystems in derselben Zeit, wie er die Kammer 10 des ersten Differenzdrucksystems füllt. Die Stellung / des Kupplungshebels 67 ist diejenige Stellung, bei der die Druckbelastung der Membran 61
und die Druckbelastung der Membran 9 sich das Gleichgewicht halten. Bei geschlossener Nachgebezeitdrossel 59 und einem Steigen oder Fallen des Steuerdrucks in der Leitung 21 wird also keine proportionale Druckveränderung an das Stellglied 18 weitergegeben. Eine an das Stellglied 18 weitergegebene Druckänderung erfolgt also in reiner zeitlicher Abhängigkeit, die durch die Einstellung der Nachgebezeitdrossel 59 bestimmt wird. Es handelt sich in diesem Fall also um die Wirkungsweise eines Integralreglers.
Wird die Vorhaltdrossel 56 auf eine bestimmte Zeit eingestellt, so wirkt sich der Steuerdruck, der vom Meßwerk in Verbindung mit dem Kraftverstärker gegeben wird, sofort auf das Stellglied 18 aus. Diese Auswirkung wird beim Füllen der Kammer 57 zurückgenommen. Der Druckanstieg auf das Stellglied erfolgt dann auch in reiner Zeitabhängigkeit. Es handelt sich hier um einen Integralregler mit Vorhalt.
Durch die Einstellung des Kupplungsgliedes 67 kann also der Proportionalregler kontinuierlich in einen Integralregler übergeführt werden. Mit dieser Art der Einstellmöglichkeit ist der besondere Vorteil verbunden, daß die Nachgebezeit bei Veränderung der Proportionalwirkung nicht verändert wird. Integralwirkung und Proportionalwirkung sind also eindeutig voneinander getrennt, so daß eine Korrektur der Nachgebezeit bei Änderung der Proportionalwirkung nicht vorgenommen zu werden braucht.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE: 30
1. Druckmittelbetriebener Regler, bei dem Proportionalbereich, Vorhalt- und Integralwirkung einstellbar sind, gekennzeichnet durch die Vereinigung von: a) einer Vorsteuerung, bestehend aus einer Strahldüse (27), einer Auffangdüse (28) sowie einem dazwischengreifenden, am Meßwerk sitzenden Steuerblech (53) und einer Rückführeinrichtung, die aus zwei Federbälgen (37, 38) und einem die Düsen (27, 28) tragenden Hebel (35) mit einstellbarer Übersetzung (36, 40, 41) besteht, der zwischen den Bälgen gelagert ist,
b)
c)
einem Druckmittelkraftschalter, der von einer Düse (22) und einer Prallplatte (32) sowie einem DifTerenzdrucksystem (23, 30, 31) gebilbildet wird, in dessen einer Kammer (23) die von der Membran (31) gesteuerte Prallplatte (32) den Druck bestimmt, der der anderen Kammer (30) über die Vorsteuerung (27, 53, 28) zugeführt wird,
einem Umformer mit zwei Differenzdrucksystemen, die über eine einstellbare Übersetzung (14, 15, 65 bis 69) gegeneinandergeschaltet sind und von denen das eine (9 bis 11) vom Vorsteuerdruck mit einstellbarer Verzögerung (56) und mit einstellbarer Nachgiebigkeit (59) beaufschlagt wird und mit den Rückführbälgen (37, 38) verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des eingestellten Nachlaufweges der Strahl- und Auffangdüse (27, 28) an einer am Kraftverstärker angebrachten Skala (44) ablesbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelübersetzung (13 bis 15, 64 bis 70), durch die die Membranen (9 und 61) der beiden Differenzdrucksysteme (10, 11, 57, 60) miteinander verbunden sind, von Hand so einstellbar ist, daß bei beliebiger Einstellung des Proportionalwertes des Kraftverstärkers der Steuerdruck an das Stellglied (18) in reiner zeitlicher Abhängigkeit weitergegeben ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 809 975, 741 869,
643, 593 946, 465 957;
deutsche Patentanmeldungen ρ 10629 IXb/42r D (bekanntgemacht am 29. 6. 1950), ρ 11726 IXb/42rD (bekanntgemacht am 19.10.1950), pl8282IXb/42rD (bekanntgemacht am 10. 8. 1950);
Druckschrift der Askaniawerke AG. (Berlin), Aero (30. VII. 1941), S. 3;
Feller, Instrument and Control Manual (McGraw Hill), 1947, S. 196, Fig. 9, 5, S. 218, Fig. 9, 30, S. 240,. Fig. 10, 22, S. 246, Fig. 10,29.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 759/122 3.ΰΟ
DEB18908A 1952-02-02 1952-02-02 Druckmittelbetriebener Regler, bei dem Proportionalbereich, Vorhalt- und Integralwirkung einstellbar sind Pending DE1077462B (de)

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