[go: up one dir, main page]

DE1077349B - Elektrische Schweisseinrichtung - Google Patents

Elektrische Schweisseinrichtung

Info

Publication number
DE1077349B
DE1077349B DES46233A DES0046233A DE1077349B DE 1077349 B DE1077349 B DE 1077349B DE S46233 A DES46233 A DE S46233A DE S0046233 A DES0046233 A DE S0046233A DE 1077349 B DE1077349 B DE 1077349B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpiece
edges
extension
gap
welding device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES46233A
Other languages
English (en)
Inventor
Antoine Rodolphe Baffrey
Raphael Frumkin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
METALLURG TECH ET COMMERCIALE
Original Assignee
METALLURG TECH ET COMMERCIALE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by METALLURG TECH ET COMMERCIALE filed Critical METALLURG TECH ET COMMERCIALE
Publication of DE1077349B publication Critical patent/DE1077349B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K13/00Welding by high-frequency current heating
    • B23K13/01Welding by high-frequency current heating by induction heating
    • B23K13/02Seam welding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description

  • Elektrische Schweißeinrichtung Die Erfindung betrifft eine elektrische Schweißeinrichtung zum Kantenzusammenschluß von metallischen Werkstücken, insbesondere von aus Metallblech rundgebogenen Rohren, welche mit beiderseits des zu schließenden Werkstückspaltes konzentrisch und parallel zu diesem sowie- in einer geschlossenen Schleife ohne Spaltdurchquerung verlaufenden induzierten Strömen arbeitet, die von einem mit Wechselstrom gespeisten, in der Regel geraden Heizleiter erzeugt werden, der parallel und über den Spaltlängsrändern des parallel zu ihm zu verschiebenden Rohres oder ähnlichen Werkstückes angeordnet ist.
  • Bei diesen Schweißinduktoren hat sich gezeigt, daß sich die induzierten Ströme, wenn sich der Heizleiter gegenüber den Enden der Spaltränder des Werkstückes befindet, in der Metallmasse derart verteilen, daß sie in den Ränderendabschnitten nur mehr eine geringe, für deren festen Zusammenschluß unzureichende oder überhaupt keine Erwärmung hervorrufen, so daß dieser nicht oder mangelhaft verschweißte Werkstückteil abgeschnitten werden muß. Dies hat einen Materialverlust zur Folge, der vor allem bei Werkstücken geringer Länge, insbesondere bei kurzen Rohren von großer Wandstärke und beträchtlichem Durchmesser, sehr erheblich ist.
  • Nach der Erfindung wird diesem Übelstand bei einer elektrischen Schweißeinrichtung der eingangs gekennzeichneten Bauart mit einfachen Mitteln dadurch abgeholfen, daß für die Metallwandung des längs eines Spaltes der Kantenverschweißung zu unterwerfenden Werkstückes an den Ränderenden eine leicht entfernbare Verlängerung vorgesehen ist, welche die beiderseits des Spaltes diesem entlangfließenden induzierten Heizströme zur schleifenbildenden Umkehr erst außerhalb der Werkstückstirnfläche veranlaßt.
  • Durch diese behelfsmäßig dem Werkstück angefügte Verlängerung wird auch bei kurzen Werkstücken, wie z. B. bei aus Blechstreifen gebogenen Ringen, eine von der einen bis zur anderen Stirnfläche durchweg gleichförmig und innig verbindende Schweißnaht durch induktive Erhitzung der Metallwandung erreicht. Nach Beendigung des --Schweißvorganges kann der Verlängerungskörper von dem Werkstück, an das er angeschweißt oder einfach angesetzt sein kann, durch Abschneiden bzw. Abziehen bequem entfernt werden, und damit ist, da er verhältnismäßig klein bemessen werden kann, kein erheblicher Metallverlust verbunden, und außerdem besteht die Möglichkeit seiner Wiederverwendung.
  • Es ist bereits bekannt, bei der induktiven Härtung der Ränder von Schienen am Schienenende einen Ansatzteil anzubringen und zwischen diesem und der Schiene eine leitende Zwischenlage einzufügen, um die Stromdichte in der Schiene durch Stromableitung aus der Schienenkante in die Zwischenlage zu verkleinern und so eine Überhitzung der Kante zu verhindern. Im Gegensatz hierzu handelt es sich nach der Erfindung nicht um die Vermeidung der induktiven Überhitzung eines Werkstückteiles, sondern um die Verbesserung einer ungenügenden induktiven Erwärmung eines Werkstückendes durch dessen vorübergehende Verlängerung.
  • Auch hat man für das elektroinduktive Erhitzen von Werkstücken aus Stahl mit nachfolgendem härtendem Abschrecken schon vorgeschlagen, in die beim Werkstück vorhandenen Hohlräume ein Füllstück aus ganz oder teilweise nicht ferromagnetischem Werkstoff guter Leitfähigkeit einzusetzen, um die Ungleichmäßigkeiten in der Verteilung der induzierten Ströme in der Nähe von Hohlräumen des Werkstückes zu beheben. Die erfindungsgemäß an die Ränderenden von längsgeschlitzten Werkstücken zeitweise angefügten Verlängerungen bezwecken und erreichen dagegen nicht die Vergleichmäßigung von induzierten Stromlinien, sondern die Verlegung der Umkehrstelle von induzierten Stromschleifen über die Werkstückstirnfläche hinaus.
  • Ferner ist es bekannt, die zu verschweißenden Ränder von längsgeschlitzten Rohren auf die erforderliche Temperatur dadurch mittels elektrischer Widerstandsheizung zu bringen, daß ein längs und zwischen den beiden Rohrrändern verlaufender stabförmiger Leiter am einen Ende an die eine Klemme einer Spannungsquelle und am anderen Ende durch Drähte mit dem einen Ende der beiden Rohrränder verbunden ist und diese am Gegenende an die andere Spannungsquellenklemme angeschlossen sind, so daß der vom geraden Leiter zugeführte Strom in Parallelverzweigung an den zwei Rohrrändern entlangfließt. Dabei wirken die den geraden Leiter mit den Enden der Rohrränder verbindenden Drähte lediglich als elektrisch leitende Brücke zwischen zwei Metallkörpern und in keiner Weise als im Sinne der Erfindung induktiv tote Ecken an den Ränderenden beseitigende Werkstücksverlängerungen.
  • Die behelfsmäßige Verlängerung von längs eines Spaltes induktiv zu verschweißenden Werkstücken kann nach der Erfindung im einzelnen dadurch erreicht werden, daß an die eine bzw. die andere Stirnfläche des Werkstückes ein dessen beide Ränder an den Enden überbrückendes, diesen gemeinsames Ansatzstück oder zwei je einem der Ränderenden zugeordnete Ansatzstücke mit abschaltbarem Druck oder durch eine ein Abschneiden in der Stirnfläche ermöglichende Verschweißung angeschlossen sind. Dabei können zwei je einen der beiden Werkstückränder an einen bzw. anderen Werkstückenden verlängernde Ansatzstücke in einem über die Breite des Werkstückspaltes hinausgehenden gegenseitigen Abstand an die Werkstückstirnfläche angepreßt oder damit verschweißt sein.
  • Es können auch erfindungsgemäß das oder die zur Verlängerung der Werkstückränder dienenden Ansatzstücke als Bahn nur für die an den beiden Kanten des Werkstückspaltes konzentrierten und zu diesen parallelen Ströme dienen und zur Schließung der beiden ohne Spaltdurchquerung verlaufenden beiden Stromschleifen je ein zwei Ansatzstücke auf der gleichen Seite des Werkstückspaltes verbindendes Kabel vorgesehen sein.
  • Ferner kann nach der Erfindung die Anordnung auch so getroffen sein, daß als Träger für das eine bzw. das andere Ende des Werkstückes je einer von zwei auf der Gerätegrundplatte abgestützten Dornen dient, die je ein oder zwei Ansatzstücke für die Verlängerung der Enden der beiden Werkstückränder aufweisen und in eine zur Halterung des Werkstückes an dem oder den Ansatzstücken dienende Verlängerung übergehen und von denen mindestens der eine parallel zur Richtung des geraden Werkstückspaltes gegenüber der Gerätegrundplatte verschiebbar und mit Druck an die Enden der Werkstückränder anlegbar ist.
  • Bei dieser Verwirklichung der Erfindung können das oder die Ansatzstücke auf einen Teil ihrer Länge in Aussparungen ihres Dornes gehalten sein und mit dem anderen Längsteil frei über einem Ausschnitt des Dornes liegen, oder es kann die Berührungs- und .Stirnfläche des oder der Ansatzstücke kugelig ausgebildet und das Ende eines jeden Werkstückrandes mit einer zur Aufnahme eines abgerundeten Ansatzstückendes geeigneten Aussparung versehen sein, oder es können das oder die Ansatzstücke auch an einem um einen Zapfen verschwenkbaren Halter sitzen.
  • Bei Verschweißen von aus Metallblech rundgebogenen Rohren kann die elektrische Schweißeinrichtung nach der Erfindung vorteilhaft so ausgebildet sein, daß der Induktor zwischen zylindrischen, mit :den Ansatzstücken für das Rohr versehenen und dieses zwischen sich in Lage haltenden Dornen verschiebbar ist, die in auf der Gerätegrundplatte in Lagerträgern geführt sind, von denen mindestens einer gegenüber dieser zum Anpressen der Ansatzstücke an die Rohrenden verschiebbar ist. Auch können für rundgebogene Metallrohre zwei zylindrische, die Ansatzstücke für das Rohr tragende und zu dessen Halterung dienende Dorne auf der Gerätegrundplatte gegenüber dem zwischen ihnen fest angeordneten Induktor synchron miteinander mit Hilfe von sie führenden Lagerständern verschiebbar und mit Druck an die Enden des Rohres anlegbar sein.
  • Die Zeichnung veranschaulicht das elektrische Induktionsschweißgerät nach der Erfindung beispielsweise in mehreren Ausführungsformen und läßt auch das mit ihm ausübbare Verfahren näher im einzelnen erkennen.
  • Abb. 1 stellt schematisch das erfindungsgemäß zu vervollkommnende bekannte Verfahren zur induktiven Nahtverschweißung von Werkstücken mittels eines zu deren Spalt parallelen Heizleiters an Hand eines aus Metallblech rundgebogenen Rohres dar, und Abb. 2 zeigt den sich dabei in den beiden Rohrrändern ergebenden Verlauf der vom Heizleiter induzierten Ströme; Abb. 3 läßt wiederum schematisch die Anwendung von an die Enden der Ränder eines längsgeschlitzten Metallblechrohres nach der Erfindung angesetzten Verlängerungsstückes und die dadurch erreichte, gegenüber Abb. 2 geänderte Verteilung der sekundären Stromlinien erkennen; Abb. 4 gibt schaubildlich eine Vorrichtung zum Halten und Andrücken der Verlängerungsstücke an den Endflächen des aus Metallblech rundgebogenen, zu verschweißenden Rohres der Abb. 3 wieder, und Abb. 5 ist ein Querschnitt durch die Verlängerungsstücke und das Rohr; Abb. 6 zeigt schaubildlich einen Induktor bekannter Bauart mit über und parallel den Rändern des geschlitzten Rohres angeordnetem induzierendem Heizleiter.
  • Abb. 7 und 8 zeigen in Seitenansicht und in Draufsicht die praktisch bauliche Ausbildung eines elektrischen Induktionsschweißgerätes für die erfindungsgemäß erfolgende Verbindung der Ränder von geschlitzten Blechbandringen oder kurzen runggebogenen Metallblechrohren unter Verwendung eines längs des Werkstückes verschiebbaren Induktors; Abb. 9 und 10 veranschaulichen in Seitenansicht und Draufsicht eine Ausführung eines mit feststehendem Induktor und verschiebbarem Werkstück arbeitenden elektrischen Induktionsschweißgerätes für den Zusammenschluß der Ränder von Blechringen oder kurzen Rohren nach der Erfindung; Abb. 11 und 12 lassen in Seitenansicht und im Schnitt nach der Geraden A-A in Abb. 11 die Form der Verlängerungsstücke und deren Halterung in einem Träger näher am Einzelnen erkennen, und Abb. 13 zeigt in Draufsicht ein Verlängerungsstück für sich allein.
  • Abb. 14 stellt schematisch eine abgeänderte Ausführungsform der Verlängerungsstiicke mit schwenkbarem Halter dar und deutet gleichzeitig die Verteilung der in den Werkstücksrändern und den Verlängerungsstücken induzierten Ströme mit Hilfe von durch ihren Abstand die Stromdichte anzeigenden Linien an; Abb. 15 gibt eine weitere Möglichkeit der Verwirklichung der Erfindung wieder, bei welcher die je an den Enden des gleichen Randes des zu verschweigenden Rohres angesetzten zwei Verlängerungsstücke miteinander durch einen äußeren, den Weg der induzierten Ströme schließenden Leiter verbunden sind; aus Abb. 16 ist ein gleichzeitig mit den beiden Rändern eines geschlitzten Werkstückes an deren Endflächen in inniger Berührung stehendes, an einem schwenkbaren Halter befestigtes Verlängerungsstück ersichtlich. In allen Abbildungen sind die gleichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern versehen.
  • Abb. 1 zeigt ein aus Metallblech rundgebogenes Rohr 1 von kreisförmigem Querschnitt 3, dessen Längsränder einen geraden Schlitz 2 begrenzen, an dem entlang sie durch Nahtverschweißung verbunden werden sollen. Die Kanten der Rohrränder können dabei miteinander zur Berührung gebracht oder voneinander durch einen schmalen Längsspalt getrennt sein. Die Erhitzung der Ränder wird durch einen Induktor bewirkt, welcher einen über und parallel dem geraden Längsschlitz 2 liegenden leitenden Stab 5 aufweist, der mit Strom durch die Leiter 4 gespeist wird, welche an eine geeignete Wechselstromquelle von hoher oder mittleren Frequenz angeschlossen sind. Im einzelnen kann dieser Induktor in an sich bekannter Weise gemäß Abb. 6 so ausgeführt sein, daß der Stab 5 die den Schlitz 2 begrenzenden beiden Kanten des Rohres 1 in einem geringen Abstand von dessen Oberfläche bedeckt und in einer Längsnut eines Magnetkerns 12 mit zwei zum Längsschlitz 2 des Rohres 1 parallelen und je einem der beiden Rohrränder gegenüberliegenden Polschuhen angeordnet ist, während die Speiseleiter 4 an die Enden des Stabes 5 durch Zwischenstücke angeschlossen sind, welche senkrecht zu diesem in der durch den Schlitz 2 gehenden Ebene verlaufen und in zum Stab 5 parallele, an die Wechselstromquelle angeschlossene weitere Leiter übergehen.
  • Da der Induktor auf diese Weise symmetrisch zu der durch den geraden Schlitz 2 bestimmten Ebene ausgebildet und mit einem den Heizstab umschließenden Magnetkern versehen ist, werden (vgl. Abb. 2) in der Masse der Ränder des Rohres 1 seitlich des Schlitzes 2 zwei Sekundärströme T 1 und 12 induziert, welche in der gleichen zum Rohrschlitz parallelen Richtung verlaufen und dann über die Rückkehrbahnen Ir ihren Weg nehmen. Die nahe dem Schlitz 2 fließenden stark konzentrierten Ströme I1 und 12 sind in ihrer Heizwirkung auf die Ränder des Rohres 1 beschränkt und bringen diese daher auf Schweißtemperatur, während sich die Rückströme T r j e über eine große seitliche Fläche der Rohrwandung verteilen und daher nur eine verhältnismäßig geringe thermische Wirkung ausüben. Da die induzierten Ströme beiderseits des Rohrschlitzes 2 sich je in der Form einer unabhängigen Schleife I 1 I r und 12 T r ausbilden und an keiner Stelle den Schlitz 2 durchqueren, so ist ihre Heizwirkung praktisch unabhängig von dem Zustand und der Entfernung der einander gegenüberliegenden Rohrränder.
  • Das Rohrstück 1 verschiebt sich unter dem Induktor 4, 5 in der Richtung des Längsschlitzes 2, und dabei werden seine Ränder auf ihrer ganzen Länge erhitzt, während eine geeignete, nicht dargestellte Preßvorrichtung einen starken seitlichen Druck auf die den Rändern benachbarten Rohrwände ausübt, sobald die Ränder die Temperatur erreicht haben, die sie in einen plastischen Zustand überführt und dadurch ihre feste Verschweißung ermöglicht. Der Induktor kann natürlich statt der aus Abb. 6 ersichtlichen Bauart auch irgendeine andere Ausführung erhalten, bei der ein induzierender Hauptleiter 5 mit einem den magnetischen Kopplungsfluß an dem Werkstückschlitz `konzentrierenden Magnetkern zusammenarbeitet und mit symmetrisch zum Rohrschlitz angeordneten Stromzuführungsleitern an jedem seiner beiden Enden in Verbindung steht.
  • Bei der Benutzung eines Schweißinduktors der beschriebenen Art hat sich in der Praxis gezeigt, daß die Enden der Ränder der geschlitzten Werkstücke, insbesondere von rundgebogenen Rohren, nicht oder nur mangelhaft verschweißt werden und die Ursache hierfür in einer ungenügenden Erhitzung der in Abb. 2 schraffiert angedeuteten Eckenzonen Z1 und Z2 des Werkstückes liegt. In dem Augenblick nämlich, wo der Induktor sich an dem einen Ende des Spaltes 2 des geschlitzten Werkstückes, z. B. eines rundgebogenen Rohres, befindet, verteilen sich die Sekundärstromlinien in der aus Abb. 2 ersichtlichen Weise. Die konzentrierten Ströme 11 und T 2 werden, statt bis zur runden Abschlußfläche des Rohres 1 zu verlaufen, vorher zerstreut und verteilen sich so in der Rohrwandung über je eine viel zu große und breite Fläche seitlich des Schlitzes 2. Die sich daraus ergebende Verminderung der Stromdichte hat eine ganz empfindliche Verringerung der Heizwirkung in den Zonen Z 1 und Z 2 des Werkstückes zur, Folge, welche daher die für die Erzielung des plastischen Zustandes der Rohrwandung notwendige Temperatur nicht erreichen, sondern vielmehr einfach aneinandergeklebt oder überhaupt nicht miteinander verbunden werden. Die beiden Enden des Blechrohres 1, welche diese Zonen enthalten, müssen daher abgeschnitten werden, was zum Verlust von Metall führt, der prozentual um so größer ist, je kürzer in der Längsrichtung das Werkstück ist.
  • Diesem Übelstand wird nach der Erfindung in einfacher Weise dadurch abgeholfen, daß die Bahnen der konzentrierten Ströme T 1 und T 2 über die Endfläche des geschlitzten Werkstückes, z. B. des rundgebogenen Rohres, hinaus künstlich in der in Abb. 3, 14, 15, 16 beispielsweise ersichtlichen Art verlängert werden. Diese Verlängerung der Stromlinienwege wird mit Hilfe von leitenden Ansatzstücken 6 und 7 erreicht, welche sich an das geschlitzte Werkstück, z. B. das rundgebogene Rohr, in der Richtung der beiden Kanten des Schlitzes 2 unmittelbar anschließen. Die zu diesen parallelen Ströme 11 und T 2 verbreiten sich dann erst in den Verlängerungsstücken 6 und 7, und ihre konzentrierte Heizwirkung bleibt somit gleichförmig auf die ganze Länge der Werkstückränder bis zum Ende des Schlitzes 2 aufrechterhalten und ergibt eine vollständig und innig geschlossene Schweißnaht auch in den Eckzonen Z 1 und Z 2 der Abb. 2.
  • Diese Verlängerungsstücke müssen vorzugsweise folgenden Bedingungen entsprechen: Siemüsseneinepraktisch der Dicke zu verschweißenden Werkstückränder gleiche Dicke aufweisen und eine der Leitfähigkeit des Metalls des Werkstückes nahekommende, zweckmäßig sie übertreffende elektrische Leitfähigkeit mindestens bei der Schweißtemperatur besitzen. Ferner müssen die in möglichst gutem Kontakt mit der Stirnfläche des Werktückes, z. B. des Rohres, stehen, so daß der Übergangswiderstand auf ein Minimum verringert ist. Auch müssen sie einen praktisch höheren Schmelzpunkt als das Metall des Werkstückes haben, und schließlich müssen sie so ausgeführt und angeordnet werden, daß sie nicht das Zusammendrücken und Verschmelzen der Werkstücksränder beim Schweißvorgang hindern.
  • Hinsichtlich der Abmessungen der Verlängerungsstücke hat ferner die Praxis gezeigt, daß ihre Breite und Länge vorzugsweise ein Vielfaches der Eindringtiefe des Stromes in die Metallmasse des Werkstückes sein soll, damit unter möglichst günstigen Bedingungen der Eintritt der konzentrierten Ströme I1 und 12 und der Austritt der in den Seitenwänden des Werkstückes sich verbreitenden Rückströme I y erfolgt. Für eine Induktionsfrequenz von 4000 Hz ist die Eindringtiefe der induzierten Ströme in Stahl in der Größenordnung von 8 mm, und die Verlängerungsstücke 6 und 7 erhalten z. B. eine Breite und eine Länge von je 40 mm, d. h. von dem fünffachen Wert der Eindringtiefe. Versuche haben ferner ergeben, daß sich besonders Wolfram für die Herstellung der Verlängerungsstücke vorteilhaft eignet.
  • Die Verlängerungsstücke können entweder unmittelbar an das Werkstück, z. B. das Rohr, angeschweißt sein, oder sie werden an dessen Abschlußfläche mit starkem Druck angepreßt und sind hierfür mit sich möglichst innig an das Werkstückende anlegenden Stirnflächen ausgebildet. Da bei Verschweißung mit dem Werkstück die Verlängerungsstücke von diesem nach der Beendigung des Schweißvorganges abgeschnitten werden müssen, was eine besondere Fertigungsmaßnahme erfordert, ist es wirtschaftlich vorteilhafter, sie einfach an das Werkstück als leicht davon lösbare Körper fest anzudrücken, was mit Hilfe von Haltern geschehen kann, welche sie nur während des Schweißvorganges mit dem Werkstück, z. B. dem Rohr, zu einer baulichen Einheit zu vereinen und sie nach der Schweißung von diesem ohne weiteres abzunehmen gestatten.
  • Um einen guten elektrischen Kontakt der Verlängerungsstücke mit dem Werkstück zu erreichen, bedient man sich (vgl. Abb. 3) vorzugsweise zweier voneinander unabhängiger Verlängerungsstücke 6 und 7, welche in einem solchen Abstand voneinander angeordnet sind, daß sie einen bestimmten Längsspalt zwischen ihren die Kanten des Werkstückschlitzes verlängernden Rändern aufweisen. Dabei muß dafür Sorge getragen werden, daß dieser Spalt weiter als der Abstand der zu verschweißenden Werkstückränder ist, und er muß vorzugsweise so breit gewählt werden, daß er einer gewissen Abplattung der Werkstückränder bei deren Zusammenpressen Rechnung trägt und sich diesem Vorgang nicht widersetzt, da hierbei die Ränder des Werkstückes, z. B. des rundgebogenen Rohres, in plastischem Zustand ineinander eindringen und sich gegenseitig zerquetschen, was zur Folge hat, daß eine bestimmte Metallmenge nach der Außenseite und in das Innere des Rohres abfließt, wo dieses abgedrängte Metall Tröpfchen bildet.
  • Wie aus Abb. 4 ersichtlich ist, können die beiden Verlängerungsstücke 6 und 7 in der Form von Leisten oder Fingern in Aussparungen eines zylindrischen Dornes 8 eingebettet sein, welcher einen Ausschnitt 9 aufweist, der die Einführung der Finger in die Aussparungen ermöglicht. Jeder dieser beiden Finger 6, 7 endet in eine Stirnfläche 6u bzw. 7a, welche dazu bestimmt ist, mit dem zu verschweißenden rundgebogenen Rohr 1 in Berührung zu kommen, das in Abb. 4 in gestrichelten Linien angedeutet ist. Um hierbei zwischen dem Rohr und den Fingern einen guten elektrischen Kontakt zu erreichen, ist in jeder Fingerstirnfläche 6 a bzw. 7a, wie Abb. 11 und 13 zeigen, eine Nut 30 ausgespart, so daß bei jedem Finger die Kontaktfläche auf zwei seitliche ebene Streifen 6 b und 7 b beschränkt ist, die leichter und zuverlässiger als die ganze Fingerstirnseite zur innigen Berührung mit der Abschlußfläche des Rohres gebracht werden können und praktisch auch zur Kontaktgebung genügen.
  • Der zylindrische Dorn 8 (vgl. Abb. 4) endet über die einschnürende Ringfläche 10 in eine ebenfalls zylindrische Verlängerung 11, auf welche der Ausschnitt 9 sich erstreckt und die einen dem Innendurchmesser des zu verschweißenden Rohres 1 gleichen Durchmesser aufweist. Wenn das Rohr 1 auf die Dornverlängerung 11 aufgeschoben wird, kommt seine Stirnfläche zum Anliegen an die ebenen Endflächen 6 b und 7 b der Finger 6 und 7 und stößt außerdem auf die Ringfläche 10 des Dornes B. Beim Schweißen werden dann die von den Rohrrändern kommenden konzentrierten Heizströme durch die Stirnflächen 6 b und 7 b der Finger 6 und 7 in diese (vgl. Abb. 3) eingeführt und treten von .da in die seitlich des Schlitzes 2 liegenden Wandungsteile des Rohres 1 über. Da der Mittelteil der Fingerstirnfläche 6 a und 7 a nicht an der Stromüberleitung teilnimmt, bedeutet seine nutenförmige Aussparung keine Verminderung der wirksamen Kontaktfläche der Finger 6, 7, sondern vielmehr eine Verbesserung der Kontaktgebung.
  • Die Breite der ebenen stromüberleitenden Teile 6 b und 7 b der Stirnflächen der leistenförmigen Finger 6 und 7 ist in der Zeichnung zur Verdeutlichung der Darstellung wesentlich kleiner angenommen, als der Wirklichkeit entspricht, welche eine ein Mehrfaches der Rohrwandungsdicke betragende Breite verlangt. Die Lage der einander gegenüberstehenden Ränder der Finger 6 und 7 zu den Seitenflächen des geraden Rohrschlitzes 2 ist, wie Abb. 5 zeigt, so gewählt, daß diese Fingerränder beiderseits des Rohrschlitzes gegenüber dessen Begrenzungsflächen etwas zurückversetzt sind, so daß sie das Zusammenschmieden der Rohrränder gestatten. Auch die Gesamtheit des Dornes 8, 11 und der Finger 6, 7 ist im einzelnen so ausgebildet, daß die gegenseitige Annäherung der Ränder des Rohres 1 und deren Ineinanderpressen durch die darauf beim Schmiedevorgang ausgeübte seitliche Druckwirkung ungestört stattfinden kann.
  • Jeder der beiden Finger 6 und 7 weist gemäß Abb. 4 und 12 einen mit Reibung in einer Aussparung 32 des Dornes B geführten Teil auf, an dem eine am Dorn abgestützte starke Feder 31 angreift, welche den Finger nach der Stirnfläche des auf die Dornverlängerung 11 aufgeschobenen Rohres drückt. Die Federn 31 werden so gewählt, daß sie zur Erzielung einer einwandfreien Kontaktgebung zwischen Rohr und Finger einen hohen Druck, z. B. in der Größenordnung von 3 kglmm2, auf den Finger ausüben. Die Finger bestehen entweder ganz oder mindestens an ihren wirksamen, am Rohr anliegenden und an der elektrischen Stromleitung beteiligten Enden zweckmäßig aus Wolfram oder einem ähnlichen Metall, damit sie nicht Gefahr laufen, an die Rohrränder angeschweißt zu werden, wenn diese ihren plastischen Zustand bei 1300 bis 1400° C bei einem aus Stahlblech rundgebogenen Rohr erreicht haben. Die gute elektrische Leitfähigkeit des W olfsrams begünstigt gleichzeitig in Verbindung mit der Güte des Kontaktes den Stromübergang zwischen Rohr und Finger und erhält einen befriedigenden Heizwirkungsgrad aufrecht.
  • Das in Abb. 7 und 8 veranschaulichte, zur Verschweißung von rundgebogenen Rohren dienende elektrische Induktionsschweißgerät weist einen Induktor 4 der in Abb. 6 dargestellten Bauart mit stabförmigem induzierendem Heizleiter und einen diesen Induktor tragenden verschiebbaren Wagen 23 mit auf Schienen 29 laufenden Rädern 24 auf. Zum Antrieb des Wagens 23 dient ein in diesem eingebauter elektrischer Motor 26, der zwei auf einer gemeinsamen Welle sitzende Ritzel 25 in Umdrehung versetzt, die je mit einer Zahnstange 27 kämmen. Der Wagen 23 trägt außerdem zwei Paare von Rollen 14 und 15, von denen die Rollen 14 das zu verschweißende, aus Metallblech rundgebogene Rohr 1 gegenüber dem Heizstab 4 des Induktors in Lage zu halten haben und die Rollen 15 zur Erzeugung der auf das Rohr zwecks Verschweißung der Rohrränder auszuübenden starken seitlichen Druckces dienen. Die Verschiebung des Induktors 4 längs des Rohres 1 erfolgt beim Schweißvorgang in der in Abb. 7 eingezeichneten Pfeilrichtung.
  • An den beiden Enden der Grundplatte des Indüktio.nsschweiß:gerätes sind zwei Lagerträger 21 und 22 angeordnet, in welche die mit den Verlängerungsfingern 6, 7 versehenen zylindrischen Dorne 8 eingesetzt sind und von denen der eine Lagerträger 22 mit Hilfe zweier mit den Zahnstangen 27 im Eingriff stehender Ritzel28 in der Richtung der Dornachse verschiebbar ist. Um das rundgebogene Rohr 1 mit seinen durch einen geraden Längsschlitz getrennten Rändern auf die Dorne 8 aufzubringen, wird zunächst der Lagerträger 22 mit seinem Dorn 8 entgegen der in Abb. 7 eingetragenen Pfeilrichtung um einen das Aufschieben des Rohres 1 auf den Dorn 8 des anderen Lagerträgers 21 ermöglichenden Betrag verstellt und erst nach diesem Anschlußvorgang dem Rohr zur Einführung seines Dornes 8 in das benachbarte Rohrende wieder genähert und in eine das Rohr 1 zwischen den beiden Dornen 8 festklemmende und die beiden Fingerpaare 6, 7 an die Rohrenden anpressende Lage gebracht.
  • Die Länge des aus den Dornen 8 frei herausstehenden Teiles der Finger 6, 7 ist so gewählt, daß man den Induktor 4 einem jeden der beiden Enden des Blechrohres 1 nähern kann. Zur Ausführung der Schweißung bringt man den Wagen 23 mit dem Induktor an das linke Ende :des Rohres, worauf man den Induktor unter Strom setzt und so an diesem Rohrende durch Induktionswirkung die Rohrränder erhitzt. Sobald diese ihren plastischen Stand erreicht haben, bewirken die unter Druck stehenden und die Rohrränder aneinanderpressenden Rollen 15 deren vollkommene Verschweißung. Die Geschwindigkeit, mit welcher der Wagen bei der Verschweißung des ganzen Rohres von links nach rechts bewegt wird, bestimmt sich nach der Dicke der Rohrwandung und nach den elektrischen Eigenschaften des Induktors und des Speisestromes. Während dieser Verschiebung des Wagens 23 halten die Rollen 14 die Rohrränder in Form und sichern gleichzeitig ihre genaue Lage zum Induktor, so daß stets die gleichen Induktionsbedingungen gewährleistet sind. Sobald der Induktor 4 den das rechte Ende des Rohres 1 tragenden Dorn 8 erreicht hat, ist die Schweißung beendet, und das Rohr kann von den Dornen abgenommen werden, nachdem das Lager 22 neuerdings entgegen dem in Abb.7 angedeuteten Pfeilsinn verschoben worden ist.
  • Bei dem aus Abb. 9 und 10 ersichtlichen elektrischen Induktionsschweißgerät für aus Stahlblech rundgebogene Rohre ist der Induktor 4 ruhend angeordnet und mit,den Halterollen 15 und mit den Druckrollen 14 auf einem Sockel 16 aufgebaut. Die Speisung des nach Abb. 6 mit einem .geraden, stabförmigen Heizleiter ausgebildeten Induktors erfolgt durch einen mit dein Stromzuführungsleitern für den Heizstab zu einem Block 13 baulich vereinigten Spannungsherabsetzungstransformator mit einem Hochfrequenzstrom von großer Stärke in der Größenordnung von mehreren Millionen Ampere, und die Frequenz dieses Wechsel-Stromes wird nach der Dicke der Rohrwandung bestimmt und vorzugsweise in dem Bereich zwischen 1000 und 10000 Hz für. rundgebogene Stahlrohre üblicher Ausführung gewählt.
  • Wie bei der Vorrichtung nach Abb. 7 und 8 wird auch bei dem in Abb. 9 und 10. wiedergegebenen Induktionsschweißgerät das rundgebogene Stahlblechrohr 1 auf die zwei Dorne 8 aufgeschoben, die in den beiden Lagern 17 gehalten sind, die durch eine. Verbindungsstange 21 zu einer starren Gesamtheit vereinigt und so gemeinsam und synchron durch j e einen Motor 20 mittels eines mit einer Zahnstange 19 kämmenden Ritzels 18 verschiehbar sind. Die dadurch erreichte Längsverschiebung des Rohres 1 erfolgt bei dessen Verschweißung, wie in Abb.9 durch einen Pfeil angedeutet, von links nach rechts an dem feststehenden Induktor 4 vorbei, der hierbei schrittweise die Rohrränder auf deren ganze Länge erhitzt und in Zusammenwirken mit den Druckrollen 15 verschweißt.
  • Wenn es sich darum handelt, rundgebogene Rohre von verhältnismäßig starker Wanddicke und großem Durchmesser und daher von erheblichem Gewicht zu verschweißen, ist es angezeigt, diese Rohre durch einen oder mehrere z. B. bügelförmige Halter abzustützen, die längs der Grundplatte des Induktionsschweißgerätes verteilt sind. Auf diese Weise kann man die Dorne vor übermäßigen Biegungsbeanspruchungen bewahren, welche durch das Gewicht des Rohres hervorgerufen werden, und man kann sie sogar vollständig entlasten und ihre Aufgabe auf das Festhalten und Führen der Verlängerungs- und Kontaktfinger beschränken.
  • Wie Abb. 14 zeigt, kann man auch hydraulischen Druck zum Anpressen der Verlängerungsstücke an die Stirnfläche des Werkstückes benutzen. Gemäß Abb. 14 stehen die beiden Verlängerungsstücke 33 und 34 unter der Einwirkung von zwei elektrisch-hydraulischen Pressen 39, 41 und 40, 42 geeigneter Bauart, deren Kolben 39 und 40 an ihnen unter Vermittlung von durch Zapfen 37 und 38 angelenkten Zwischengliedern 35 und 36 angreifen. Die Verlängerungsstücke sind dabei seitlich des Werkstückspaltes 2 etwas gegenüber den diesen bildenden Kanten der Werkstückränder zurückversetzt, um das Ineinanderquetschen dieser Ränder während des Schweißvorganges zu ermöglichen. Die Verlängerungsstücke bestehen zweckmäßig auch gemäß Abb. 14 aus Wolfram, dessen elektrischer Widerstand in der Nähe von 1300° C ungefähr 40 - 10° Ohin/cm beträgt, während der Widerstand des Stahles des Werkstückes 1 viel größer bei dieser Temperatur ist.
  • Die Erhitzung der Enden des Werkstückes 1 ist auch bei der Ausführung der Erfindung nach Abb. 14 ähnlich wie bei Abb. 3 durch die zu dem Werkstückschlitz 2 parallelen konzentrierten Sekundärströme J1 bestimmt, die in die Verlängerungsstücke 33 und 34 übertreten und längs der Bahnen Jrl und 1r2 in das Werkstück 1 zurückkehren. Infolge des bis an das Werkstückende durch die Verlängerungsstücke 33, 34 für .die Ströme J1 und 12 erreichten hohen Grades von Dichte und Gleichförmigkeit ist auch eine starke und gleichbleibende Erhitzung der Werkstückränder bis an das äußerste Ende des Spaltes 2 gewährleistet. Die hohe Konzentration der Strombahnen J1, J2 wird in den Ecken des Werkstückes an dessen Abschlußfläche nicht nur aufrechterhalten, sondern auf Grund der Verlängerungsstücke 33, 34 an diesen Stellen sogar gesteigert, was die Wärmeverluste durch thermische Leitung in den Verlängerungsstücken ausgleicht.
  • Wie Abb. 15 zeigt, kann die Erfindung auch in der Weise verwirklicht werden, daß von den an den beiden Enden des Werkstückes, z. B. des Rohres 1., angesetzten vier -\.'erlängerungsstücken 43 bis 46 die zwei auf der einen und die zwei auf der anderen Seite des -Spaltes 2 liegenden Stücke 43, 45 bzw. 44, 46 je durch ein-einen großen Querschnitt aufweisendes Kabel 47 bzw. 48 verbunden sind, das die schleifenförmige Führungsbahn für die durch den gestrichelt angedeuteten Induktor 4, 5 erzeugten Ströme J1, J2 schließt, die unter dem Induktor konzentriert sind und in dem zwischen diesem und dem einen bzw. dem anderen Ende des Rohres 1 gelegenen Teil der Rohrwandung sich (vgl. die gestrichelten Stromlinien in Abb. 15) zerstreuen und verteilen. Jedes Verlängerungsstück wird nur in einer Richtung von den Strömen 11 bzw. J2 durchflossen, und die von diesen unter dem Induktor 4, 5 jeweils erhitzten Teile der Werkstückränder werden durch die Druckrollen 14 zum Verschweißen gebracht.
  • Gemäß Abb. 16 ist an Stelle eines Paares von Verlängerungsstücken am Werkstückende nur ein einziges Verlängerungsstück 50 vorgesehen, das mit starkem Druck an die Stirnfläche des Werkstückes, z. B. des Rohres 1, angepreßt wird, wozu eine hydraulische Presse 53 dient, welche auf das Verlängerungsstück 50 mittels eines in den Zapfen 52 verschwenkbaren Zwischengliedes 51 wirkt. Die Breite des Stückes 50 ist so gewählt, daß eine Verlängerungs- und Umkehrbahn gleichzeitig für die beiden konzentrierten Heizströme 11 und 12 erreicht ist, die sich nach Durchgang durch das gemeinsame Verlängerungsstück 52 an den seitlichen Wänden des Rohres nach den Linien J r 1 und 1r2 verteilen. Der auf die Stirnfläche des Rohres 1 durch das Verlängerungsstück 50 ausgeübte Druck muß so eingestellt werden, daß er sich nicht dem Zusammenpressen der Rohrränder durch die hierfür vorgesehenen Rollen widersetzt, deren Angriff sehr kräftig sein kann.
  • Man kann die beiden Stirn= und Abstützflächen des Rohres 1 und ebenso die wirksame Fläche des Verlängerungsstückes 50 auch polieren, so daß unter Aufrechterhaltung eines guten Kontaktes durch Druckwirkung zwischen diesen Flächen das relative Gleiten der Rohrränder bei deren Zusammenpressen gegenüber dem gemeinsamen Verlängerungsstück 50 nicht gehindert ist. Während bei Verwendung je eines gesonderten Verlängerungsstückes für jeden der beiden Werkstückränder in der Art z. B. der Abb. 3 und 4 ein unmittelbares Anschweißen der einzelnen Verlängerungsstücke in Form von Fingern oder Leisten aus Stahl an den zugehörigen Werkstückrand mit nachfolgendem Abschneiden nach Durchführung der Verschweißung möglich ist, verbietet sich dies praktisch bei Benutzung eines einzigen, den Werkstückspalt überbrückenden Verlängerungsstückes gemäß Abb. 16, weil dieses bei starrer Verbindung mit dem Werkstück sich dem Zusammenpressen der Werkstückränder durch die Druckrollen und damit dem Schließen des Werkstückspaltes widersetzt.
  • Die in Berührung befindlichen Flächen der Verlängerungsstücke und des Werkstückes können, statt wie in Abb. 4 und 11 bis 16 als parallele Ebenen ausgebildet zu sein, auch eine abgerundete Form erhalten, und dabei kann man die Verlängerungsstücke mit ihrer kugeligen Endfläche auch in eine entsprechend gestaltete Aussparung des Werkstückendes eingreifen lassen und dadurch im Falle der Verschweißung eines rundgebogenen Metallblechrohres gleichzeitig zur Verhinderung einer etwaigen ungewollten Drehung des Rohres um seine Achse bei Schweißvorgang ausnutzen. Zweckmäßig ist es, die abgerundeten Berührungsflächen der Verlängerungsstücke zu polieren, um den elektrischen Übergangswiderstand für die sie durchquerenden Ströme auf ein Mindestmaß zu verringern.
  • Zum Anpressen der mit ebener oder abgerundeter Berührungsfläche ausgebildeten Verlängerungsstücke an die zugehörige Stirnfläche des Werkstückes kann man an Stelle von hydraulischen oder rein mechanischen Druckmitteln auch eine pneumatische oder elektromagnetische Druckwirkung verwenden. An Stelle von Wolfram ist auch jedes andere gut elektrisch leitende und dabei einen verhältnismäßig hohen Schmelzpunkt aufweisende Metall für die Ansatzstücke geeignet.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCRE: 1. Elektrische Schweißeinrichtung zum Kantenzusammenschluß von metallischen Werkstücken, insbesondere von aus Metallblech rundgebogenen Rohren, mit Hilfe von beiderseits des zu schließenden Werkstückspaltes konzentrierten und parallel zu diesem sowie in einer geschlossenen Schleife ohne Spaltdurchquerung verlaufenden induzierten Strömen, dadurch gekennzeichnet, daß für die Metallwandung des Werkstückes (1) an den Ränderenden (Z1, Z2) eine leicht entfernbare Verlängerung (6, 7) vorgesehen ist, welche die beiderseits des Spaltes (2) diesen entlangfließenden induzierten Heizströme (J1, 12) zur schleifenbildenden Umkehr erst außerhalb der Werkstückstirnfläche (3) veranlaßt (Abb. 1 bis 3).
  2. 2. Schweißeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die eine bzw. die andere Stirnfläche (3) des Werkstückes (1) ein dessen beide Ränder an den Enden überbrückendes, diesen gemeinsames Ansatzstück (50) oder zwei je einem der Ränderenden zugeordnete Ansatzstücke (33 und 34) mit abschaltbarem Druck oder durch eine ein Abschneiden in der Stirnfläche ermöglichende Verschweißung angeschlossen sind (Abb.14 und 15).
  3. 3. Schweißeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei je einen der beiden Werkstückränder an einen bzw. anderen Werkstückende (3) verlängernde Ansatzstücke (33 und 34) in einem über die Breite des Werkstückspaltes (2) hinausgehenden gegenseitigen Abstand an die Werkstückstirnfläche (3) angepreßt oder damit verschweißt sind (Abb. 14).
  4. 4. Schweißeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die zur Verlängerung der Werkstückränder dienenden Ansatzstücke (43, 44 bzw. 45, 46) als Bahn nur für die an den beiden Kanten des Werkstückspaltes (2) konzentrierten und zu diesen parallelen Ströme (J1 und 12) dienen und zur Schließung der beiden ohne Spaltdurchquerung verlaufenden beiden Stromschleifen (J 1 J r und 121r) j e ein zwei Ansatzstücke (43, 45 bzw. 44; 46) auf der gleichen Seite des Werkstückspaltes (2) verbindendes Kabel (47 bzw. 48) vorgesehen ist (Abb. 15).
  5. 5. Schweißeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger für das eine bzw. das andere Ende des Werkstückes (1) je einer von zwei auf der Gerätegrundplatte abgestützten Dornen (8) dient, die je ein oder zwei Ansatzstücke (6, 7) für die Verlängerung der Enden der beiden Werkstückränder aufweisen und in eine zur Halterung des Werkstückes (1) an dem oder den Ansatzstücken dienende Verlängerung (1i) übergehen und von denen mindestens der eine parallel zur Richtung des geraden Werkstückspaltes gegenüber der Gerätegrundplatte verschiebbar und mit Druck an die Enden der Werkstückränder anlegbar ist (Abb. 4 und 7 bis 10).
  6. 6. Schweißeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das oder dieAnsatzstücke (6,7) auf einen Teil ihrer Länge in Aussparungen ihres Dornes (8) gehalten sind und mit dem anderen Längsteil frei über einem Ausschnitt (9) des Dornes liegen (Abb. 4).
  7. 7. Schweißeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungs- und Stirnfläche des oder der Ansatzstücke (6, 7) kugelig ausgebildet ist und die Enden der Werkstückränder mit zur Aufnahme der abgerundeten Ansatzstückenden geeigneten Aussparungen versehen sind (Abb. 7 und 8). B.
  8. Schweißeinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Ansatzstücke (50 b.zw. 33, 34) an einem um einen Zapfen (52 bzw. 37,38) verschwenkbaren Halter (51 bzw. 35, 36) angebracht sind (Abb. 16 und 14).
  9. 9. Schweißeinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8 für aus Metallblech rundgebogene Rohre, dadurch gekennzeichnet, daß der Induktor (4) zwischen zwei zylindrischen, mit den Ansatzstücken (6, 7) für das Rohr (1) versehenen und dieses zwischen sich in Lage haltenden Dornen (8) verschiebbar ist, die in auf der Gerätegrundplatte in Lagerträgern (21, 22) geführt sind, von denen mindestens einer gegenüber dieser zum Anpressen der Ansatzstücke (6, 7) an die Rohrenden verschiebbar ist (Abb. 7 und 8).
  10. 10. Schweißeinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8 für rundgebogene Metallblechrohre, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zylindrische, die Ansatzstücke (6, 7) für das Rohr (1) tragende und zu dessen Halterung dienende Dorne (8) auf der Gerätegrundplatte gegenüber dem zwischen ihnen fest angeordneten Induktor (4) synchron miteinander mit Hilfe von sie führenden Lagerständern (17) verschiebbar und mit Druck an die Enden des Rohres (1) anlegbar sind (Abb. 9 und 10). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 767 754, 886 797; USA.-Patentschrift Nr. 2 066 668; französische Patentschrift Nr. 816 363; Buch von W o 1 o g d i n, deutsche Übersetzung: »Oberflächenhärtung nach dem Induktionsverfahren«, S.212, 213, 225.
DES46233A 1954-11-30 1955-11-03 Elektrische Schweisseinrichtung Pending DE1077349B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1077349X 1954-11-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1077349B true DE1077349B (de) 1960-03-10

Family

ID=9608145

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES46233A Pending DE1077349B (de) 1954-11-30 1955-11-03 Elektrische Schweisseinrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1077349B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1003372C2 (nl) * 1996-06-19 1997-12-23 Leer Koninklijke Emballage Werkwijze en inrichting voor het stomp lassen van twee plaatdelen, alsmede spoel voor toepassing daarbij.

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2066668A (en) * 1931-06-19 1937-01-05 Wisconsin Alumni Res Found Method of heating electrically conducting bodies for industrial operations
FR816363A (fr) * 1936-12-10 1937-08-06 Perfectionnements à la trempe en surface de pièces
DE767754C (de) * 1938-08-07 1953-05-04 Siemens Schuckertwerke A G Verfahren zum Erhitzen rohrfoermiger Werkstuecke mittels einer Induktionsspule
DE886797C (de) * 1940-02-10 1953-08-17 Deutsche Edelstahlwerke Ag Fuellstueck fuer die Zwecke des induktiven Erhitzens

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2066668A (en) * 1931-06-19 1937-01-05 Wisconsin Alumni Res Found Method of heating electrically conducting bodies for industrial operations
FR816363A (fr) * 1936-12-10 1937-08-06 Perfectionnements à la trempe en surface de pièces
DE767754C (de) * 1938-08-07 1953-05-04 Siemens Schuckertwerke A G Verfahren zum Erhitzen rohrfoermiger Werkstuecke mittels einer Induktionsspule
DE886797C (de) * 1940-02-10 1953-08-17 Deutsche Edelstahlwerke Ag Fuellstueck fuer die Zwecke des induktiven Erhitzens

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1003372C2 (nl) * 1996-06-19 1997-12-23 Leer Koninklijke Emballage Werkwijze en inrichting voor het stomp lassen van twee plaatdelen, alsmede spoel voor toepassing daarbij.
WO1997048515A1 (en) * 1996-06-19 1997-12-24 Koninklijke Emballage Industrie Van Leer N.V. Method and installation for butt welding two sheet sections, and coil for use therewith

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69432377T2 (de) Verfahren und Gerät zum Verbinden von Metallstücken
DE1527547B1 (de) Verfahren zum verbinden von rohren mit rohren oder stangen
DE102007051144A1 (de) Induktionsheizer
DE3710875C2 (de)
DE69119393T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbinden von knüppeln
DE3726596C2 (de)
DE3007153A1 (de) Nahtschweissverfahren mit hochfrequenzschweissung bei der herstellung von nahtrohren und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE1077349B (de) Elektrische Schweisseinrichtung
DE3315314C2 (de) Schweißmaschine zur Durchführung des Kondensatorentladungsschweißens
DE1149118B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verschweissen der einander gegenueberliegenden Kanten von zu einem Rohr gebogenen Band oder von Bauteilabschnitten oder Bauteilen
DE888140C (de) Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstuecke
DE600688C (de) Verfahren und Einrichtung zum elektrischen Schweissen der Laengsnaht rohrfoermiger Koerper
AT213201B (de) Verfahren und Anordnung zum Verschweißen zweier Metallteile mittels Hochfrequenzstrom
DE1099665B (de) Verfahren und Anordnung zum Erhitzen und Zusammenschweissen von zwei Metallteilen, bei dem den in geringem Abstand voneinander verlaufenden Schweissraendern Hochfrequenzstrom zugefuehrt wird
CH370173A (de) Verfahren zum Erhitzen und Zusammenschweissen von zwei Metallteilen mit Hochfrequenzstrom
CH368840A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Umhüllen eines Kabels mit einem Metallmantel
DE2153179C3 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen induktiven Längs- oder Spiralnahtschweißen von Metallrohren
DE1011098B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schweissen von Metallrohr
DE583935C (de) Einrichtung zur Herstellung schmiedeeiserner Rohre aus in Rohrform gebogenen Blechstreifen durch in Laengsrichtung der Rohrnaht fortschreitende elektrische Abschmelzschweissung
DE1013369B (de) Vorrichtung zum Zusammenschweissen von zwei einander gegenueberliegenden Metallraendern, insbesondere zum Laengsschweissen von Rohren
DE1173600B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Zusammenschweissen von zwei langgestreckten Metallstuecken, insbesondere zum Laengsschweissen von Rohren od. dgl.
DE3744933C2 (de) Vorrichtung zum Induktionserhitzen und Druckverschweißen zweier Werkstücke
DE2707525A1 (de) Schweissvorrichtung
DE1087294B (de) Elektrisches Induktionsschweissverfahren fuer laengs eines geraden Spalts zu verbindende metallische Werkstuecke
DE1057705A1 (de)