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DE1076895B - Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen

Info

Publication number
DE1076895B
DE1076895B DEK33782A DEK0033782A DE1076895B DE 1076895 B DE1076895 B DE 1076895B DE K33782 A DEK33782 A DE K33782A DE K0033782 A DEK0033782 A DE K0033782A DE 1076895 B DE1076895 B DE 1076895B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
zinc oxide
production
gypsum
insoluble
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK33782A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hubert Kolano
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUBERT KOLANO DIPL ING
Original Assignee
HUBERT KOLANO DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUBERT KOLANO DIPL ING filed Critical HUBERT KOLANO DIPL ING
Priority to DEK33782A priority Critical patent/DE1076895B/de
Publication of DE1076895B publication Critical patent/DE1076895B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
    • A61K6/887Compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlußmass en In der neuzeitlichen Zahnbehandlungstechnik werden für den provisorischen Verschlttß von Zahnkavitäten zum Schutze medikamentöser Einlagen hauptsächlich plastische, im Munde selbsttätig erhärtende VerschluBmittel verwendet. Sie bestehen durchweg aus einer anorgallischen, mit Wasser erhärtenden Grundsubstanz wie z. B. Gips oder Gemischen von Zinkoxyd und Zinksulfat oder CTips und Zinkoxyd oder Gips, Zinkoxyd und Zinksulfat und einem Bindemittel organischer Natur. Es sind auch plastische provisorische Verschlußmassen bekannt, bei denen das Bindemittel aus einer I ösung einer in Wasser unlöslichen organischen Substanz, z. B. einem Kunststoff in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel besteht. Trotz ihrer sonstigen Vorzüge und trotz ihrer Beliebtheit in der zahnärztlichen Praxis hat die nach diesem Verfahren hergestellte Verschlußmasse den Nachteil, daß bei länger dauernder offener Lagerung - an der Luft die Plastizität infolge Verdunstung des Lösungsmittels - je nach dem Grade der Flüchtigkeit desselben - abnimmt oder ganz verlorengeht und daß die Haftfähigkeit derselben bei Berührung mit Wasser und mithin an feuchten Kavitätenwänden schwindet, weil durch die Verdünnung des wasserlöslichen Lösungsmittels mit Wasser die wasserunlösliche organische Substanz ausgefällt wird.
  • Aus der deutschen Patentschrift 815 074 ist es auch schon bekannt, zum Plastifizieren von mit Wasser erhärtenden anorganischen Stoffen wie Gips, Zinksulfat und Zinkoxyd Kunststoffe aus polymerisierten Vinylverbindungen, z. B. Polyvinvläther, die mit wasserab stoß enden Kunststoffen kombiniert werden können, in viskosem Zustande zu verwenden Die nach dieser Patentschrift hergestellten Zahn verschluß massen weisen ein ungenügendes DurchhJärtungsvermögen und demgemäß ungenfigende Druckfestigkeit nach vielstündigem Lagern unter Speichel auf. Diese Feststellung ist leicht durch vergleichende I)ruckfestigkeitsmessungen an geeigneten, mehrere Stunden unter Wasser gelagerten Probekörpern zu treffen. Es wurde nun gefunden. daß man die Eigenschaften einer auf Grund ihres Gehaltes an mit Wasser erhärtenden Bestandteilen unter Speichel selbsttätig abbindenden provisorschen Verschlußmasse wesentlich verbessern kami, wenn man als Lösungsmittel für die Kunststoffanteile ein wasserunlösliches nicht flüchtiges Lösungsmittel, z. B. einen geeigneten Ester der Adipin-, Sebacin-, Malein- oder Phtalsäure wie etwa Diisooctyladipat, Butylbenzyladipat, Dibutylsebacat, Dihexyl-, Diheptyl- oder Diocytlmaleinat, I)ibutyl- oder Dioctylphtalat oder ähnliche Ester geeigneter organischer Säuren oder entsprechend hochsiedende Kohlenwasserstoffe der aliphatischen, hydroaromatischen bzw. aromatisehen Reihe verwendet, darin einen geeigneten Kunststoff auflöst und die erhaltene viskose Lösung als Bindemittel für die mit Wasser zu einem Zement abbindenden anorganischen Bestandteil benutzt. Als Kunststoffe, welche sowohl die Plastizität als auch die Haftfähigkeit der Verschluß masse bewirken, kommen in Frage Polyester, z. B. aus Phtalsäure und Glycerin, ferner Polymethacrylsäureester, Polystyrol und andere Polymerisate bzw. Polykondensate.
  • Zur Herstellung der neuen Verschluß masse wird so verfahren, daß man einen oder mehrere der zuletzt genannten Kunststoffe in einem der vorher genannten Lösungsmittel oder in einem Cemisch von mehreren solchen Lösungsmitteln löst und mit der auf diese Weise erhaltenen hochviskosen Lösung so viel zu anorganischen, mit Wasser erhärtenden Substanzen der eingangs erwähnten Art verknetet, bis eine plastische Klasse von kittartiger Konsistenz entsteht.
  • Die nach diesem Verfahren hergestellte Verschlußmasse zeigt neben den sonstigen, für ein derartiges Präparat erforderlichen Eigenschaften eine gute Lagerfähigkeit auch in unverschlossenen Behältern und eine gute Haftfähigkeit auch am feuchten Dentin, jedoch geht wegen der hydrophoben Eigenschaften des Bindemittels die Diffusion des Speichels zu den die Erhärtung bewirkenden Zusätzen nur verhältnismäßig langsam vor sich und dementsprechend erfolgt die I)urchhärtung der Füllung im Munde erst nach verhältnismäßig langer Zeit.
  • Es wurde nun weiter gefunden, daß man durch Zusatz eines in Wasser ganz oder teilweise löslichen hochmolekularen Natur- oder Kunststoffes wie z. B.
  • Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinyü methyläther, Alginaten, Methylcellulose, Dextrin, Gummi und ähnlicher wasserlöslicher Stoffe zu der vorher erwähnten Lösung von wasserunlöslichen Kunststoffen in einem wasserunlöslichen nicht flüchtigen Lösungsmittel die Diffusion des Wasser bzw.
  • Speichels innerhalb der provisorischen Füllung verbessern und damit die Abbindezeit der Verschluß masse in der Kavität auf ein für den praktischen Gebrauch ausreichendes Maß verkürzen kann. Das provisorische Füllmaterial nach der Erfindung zeigt außer der Fähigkeit, rasch unter Speichelzufluß zu erhärten, und einer guten Haftfähigkeit am feuchten Dentin alle Eigenschaften, die man von einer guten provisorischen Verschlußmasse fordern kann, d. h., daß sie auch nach langzeitigem Lagern keine Veränderung der Plastizität an der Luft und keine Reizungen des vitalen Gewebes mit Einschluß der sehr empfindlichen Pulpa hervorruft, geruch- und geschmackfrei ist und nach dem Erhärten eine hinreichende Druck- und Bruchfestigkeit aufweist.
  • Ausf ührungsbeispiele 1. 300Teile Hartgips werden mit einer Lösung von 40 Teilen Polymethacrylsäureester mittlerer Viskosität und 5 bis 10 Teilen Polyvinylmethyläther in 60 Teilen Dioctylphtalat verknetet.
  • 2. 200Teile Gips, 20 Teile wasserfreies Zinksulfat und 60 Teile geglühtes Zinkoxyd werden eingeknetet in eine Lösung von 30 bis 40 Teilen Polystyrol in etwa 60 Teilen Diisooctyladipat; während des Knetens werden 3 bis 10 Teile Polyvinylpyrrolidon mit einem K-Wert von 3G bis 60 zugegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlußmassen, dadurch gekennzeichnet, daß man anorganische, mit Wasser zu einem Zement erhärtende Stoffe wie Gips oder ein Gemisch aus Zinkoxyd und Zinksulfat oder aus Gips und Zinkoxyd oder aus Gips, Zinkoxyd und Zinksulfat mit einer Lösung von wasserunlöslichen Kunststoffen, z. B. Polymethacrylsäureester und Polystyrol, in einem wasserunlöslichen, schwerflüchtigen organischen Lösungsmittel oder in einem Gemisch von mehreren derartigen Lösungsmitteln plastifiziert und daß man der Masse wasserlösliche hochmolekulare organische Natur- oder Kunststoffe zusetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 801346, 815 074.
DEK33782A 1958-01-09 1958-01-09 Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen Pending DE1076895B (de)

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DEK33782A DE1076895B (de) 1958-01-09 1958-01-09 Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen

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DEK33782A DE1076895B (de) 1958-01-09 1958-01-09 Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen

Publications (1)

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DE1076895B true DE1076895B (de) 1960-03-03

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DE (1) DE1076895B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2512437A1 (fr) * 1981-09-10 1983-03-11 Allibert Andre Nouveau ciment faisant prise avec l'eau

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE801346C (de) * 1949-01-01 1951-01-04 Robert Dr Purrmann Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen
DE815074C (de) * 1949-04-15 1951-09-27 Walter U Schmitt Dr Bindemittel fuer Zahnfuellmassen

Patent Citations (2)

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DE801346C (de) * 1949-01-01 1951-01-04 Robert Dr Purrmann Verfahren zur Herstellung von provisorischen Zahnverschlussmassen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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