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DE1076792B - Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors - Google Patents

Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors

Info

Publication number
DE1076792B
DE1076792B DEP7560A DEP0007560A DE1076792B DE 1076792 B DE1076792 B DE 1076792B DE P7560 A DEP7560 A DE P7560A DE P0007560 A DEP0007560 A DE P0007560A DE 1076792 B DE1076792 B DE 1076792B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
speed
frequency
tachometer
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP7560A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Schlee
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pintsch Bamag AG
Original Assignee
Pintsch Bamag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pintsch Bamag AG filed Critical Pintsch Bamag AG
Priority to DEP7560A priority Critical patent/DE1076792B/de
Publication of DE1076792B publication Critical patent/DE1076792B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors Für viele technische Zwecke sind Antriebsmaschinen mit möglichst großer Drehzahlkonstanz erforderlich. Die Solldrehzahl dieser Maschinen muß hierbei unter allen Verhältnissen, z. B. bei veränderlicher Belastung, bei kalter oder warmer Maschine oder, wie es z. B. bei Gleichstrommotoren vorkommt, auch bei verschiedener Höhe der zugeführten Spannung eingehalten werden. Da die Maschinen von sich aus diese Forderungen nicht erfüllen, sind selbsttätige Regler notwendig, deren Aufgabe es ist, die Regelgröße, in diesem Falle also die Drehzahl, wieder auf den Sollwert zu bringen.
  • Es sind in der Technik eine Reihe von Reglern bekannt, die diese Aufgabe in verschiedener Weise lösen. Unter ihnen sind die Fliehkraftregler am bekanntesten. Sie vereinigen in sich Meßglied und Stellglied. Der Fliehkraftregler verändert bei einer durch äußere Einflüsse hervorgerufenen Drehzahlabweichung beispielsweise die Füllung einer Kraftmaschine oder den Erregerstrom eines Motors so lange, bis die Regelgröße den Sollwert wieder erreicht hat. Wenn es sich um die Drehzahlregelung von Gleichstrommotoren handelt, hat der Fliehkraftregler aber den Nachteil, daß die notwendigen Änderungen des magnetischen Feldes im Motor normalerweise durch Zu- und Abschalten eines Widerstandes im Erregerstromkreis erzeugt werden müssen. Über einen längeren Zeitraum gesehen, läßt sich dabei ein Verschleiß der Kontaktstücke nicht verhindern.
  • Der Fliehkraftregler gewährleistet deshalb nur eine ungenügende Konstanz der Motordrehzahl. Für die Drehzahlregelung von Gleichstrommotoren benutzt man deshalb auch indirekt wirkende Regeleinrichtungen, bei denen Meßglied und Stellglied voneinander getrennt sind. Als Meßglied für die Drehzahl kann beispielsweise ein Wechselstrom-Tachometer,enerator finit konstanter Erregung verwendet werden, dessen Spannung der Drehzahl proportional ist. Zur Steuerung des Stellgliedes wird in diesem Fall die Spannung oder der Strom des Tachometergenerators benutzt, .die bei einer Abweichung der Drehzahl von der Sollgröße eine Veränderung des Stellgliedes vornehmen. Man kann für diese Zwecke etwa einen Kohledruckregler verwenden, bei dem die Kohlesäule in den Erregerstromkreis des Gleichstrommotors geschaltet ist und durch Spannung oder Strom des Tachometergenerators gesteuert wird. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Veränderung des Motorerregerstromes erreicht und werden Kontaktstörungen mit den damit verbundenen Folgen vermieden.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors und bezweckt, die Regelgenauigkeit dieser Anordnung zu erhöhen. Sie geht dabei von folgender Erkenntnis aus: Die Regelgenauigkeit eines durch eine Drehzahlgeberinaschine (Tachometergenerators) gesteuerten Reglers hängt im wesentlichen von zwei Faktoren ab, einmal von der Genauigkeit des Reglers selbst und zum anderen von dem Verhältnis Drehzahlabweichung zu Stromänderung des von der Drehzahlgebermaschine abgegebenen Stromes. Da der Genauigkeit eines Reglers durch Materialeigenschaften und Ausführbarkeit in mechanischer Hinsicht Grenzen gesetzt sind, muß man bestrebt sein, das Verhältnis Drehzahländerung zu Stromänderung günstiger zu gestalten, d. h., es muß schon bei kleiner Drehzahlabweichung eine möglichst sehr große Stromänderung entstehen. Die Erfindung er,Möglicht dies in vorteilhafter Weise.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors unter Verwendung eines von ihm angetriebenen Wechselstrom-Tachometergenerators, der das Stellglied des Drehzahlreglers beeinflußt. Diese Anordnung ist nach dem Grundgedanken der Erfindung so beschaffen, daß die Spannung des Wechselstrom-Tachometergenerators durch einen von diesem beeinflußten Spannungsregler bei steigender Frequenz der Tachometerspannung auf einen höheren und bei fallender Frequenz. auf einen niedrigeren Wert- geregelt wird. An Hand der Zeichnung wird dies nachstehend näher erläutert.
  • In Abb. 1 ist eine Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors dargestellt. Der vom Gleichstromnetz N gespeiste Anker 1 des Motors, dessen Hauptfeld vom Strom in der Nebenschlußwicklung2 erregt wird, ist mit einem Wechselstrom-Tachometergenerator 3 mechanisch gekuppelt, so daß die Frequenz der Tachometerspannung der Drehzahl des Motors entspricht. Die Nebenschlußwicklung 2 liegt über einen im Drehzahlregler 7 befindlichen veränderbaren Widerstand an der Netzspannung. Die Erregerwicklung 4 des Tachometergenerators 3 wird ebenfalls über einen im Spannungsregler 5 befindlichen- veränderbaren Widerstand von der Netzspannung gespeist. Die Steuerung der Widerstände im Spannungsregler und Drehzahlregler erfolgt in Abhängigkeit von der vom Tachometergenerator abgegebenen Wechselspannung. Hierbei werden die über einen Gleichrichter zu speisende Erregerspule des Spannungsreglers 5 über eine Drosselspule 6 und die ebenfalls über einen Gleichrichter zu speisende Erregerspule des Drehzahlreglers 7 über die Reihenschaltung einer Drosselspule 8 und eines Kondensators 9 an die Wechselspannung des Tachometergenerators 3 gelegt.
  • Um die Wirkungsweise zu verstehen, wird vorausgeschickt, daß beide Regler 5 und 7 auf konstanten Strom arbeiten, d. h., die Regler sind asiatisch ausbalanciert. Wird also der Strom in einer Reglererregerspule über den Sollwert gesteigert, so wird das Stellglied, in diesem Fall der zugehörige Widerstand, anfangen, seinen Stellbereich zu durchlaufen.
  • Solange die Motordrehzahl konstant ist, sind auch Spannung und Frequenz des Tachometergenerators konstant. Spannungs- und Drehzahlregler sprechen daher nicht an. Ändert sich die Motordrehzahl, so regelt der Spannungsregler-5 die Spannung des Tachometergenerators bei steigender Motordrehzahl und damit Frequenz der Tachometerspannung auf einen höheren und bei fallender Drehzahl (Frequenz) auf einen niedrigeren Wert. Die der Erregerspule des Spannungsreglers 5 vorgeschaltete Drossel 6 hat dabei die Aufgabe, die Regelwirkung des Spannungsreglers zu steigern. Dies ist möglich, wenn man im Sättigungsbereich der Drosselkennlinie arbeitet.
  • Wie aus den Drosselkennlinien in Abb.2 hervorgeht, fließt in der Drosselspule 6 und entsprechend auch in der Erregerspule des Spannungsreglers 5 bei der Nennfrequenz fN der Nennstrom IN, wenn die Sollspannung UN an der Drosselspule 6 vorhanden ist. (Der Spannungsabfall an der Erregerspule des Spannungsreglers ist gegenüber der Spannung an der Drosselspule 6 zu vernachlässigen, so daß die letztere Spannung der Tachometerspannung entspricht.) Steigt die Spannung an der Drosselspule vom Wert UN auf den Wert Ui an, so steigt der Strom, wie aus der Abb. 2 hervorgeht, prozentual wesentlich stärker auf den Wert Il an, als die prozentuale Spannungserhöhung ausmacht. Beim Absinken der Drosselspannung ergibt sich eine relativ größere Stromänderung im umgekehrten Sinne. Man erreicht also durch Vorschalten der Drossel 6 eine verstärkte Beeinflussung des Spannungsreglers und dadurch eine wesentliche Steigerung seiner Regelwirkung, wobei jedoch zunächst konstante Frequenz fN vorausgesetzt ist. Es ist jedoch noch notwendig zu erörtern, welchen Einfluß eine höhere oder niedrigere Frequenz, entsprechend einer höheren oder niedrigeren Drehzahl, auf die Regelwirkung des Spannungsreglers hat. Steigt die Frequenz der Tachometerspannung an, z. B. auf den Wert fa, so steigt bei konstantem Strom der Spannungsabfall in der Drossel 6. Die Erregerspule des Spannungsreglers 5 erfordert jedoch, da sie auf konstanten Strom arbeitet, denselben Erregerstrom und dieselbe Spannung wie bisher. Es muß deshalb die vom Tachometergenerator abgegebene Gesamtwechselspannung um einen gewissen Betrag ansteigen. Sinkt die Frequenz, so fällt auch die Drosselspannung und entsprechend die Gesamtwechselspannung des Tachometergenerators ab.
  • Bei den obigen Betrachtungen wurde zunächst eine kcnstante Frequenz vorausgesetzt. Diese ergibt sich bei konstanter Drehzahl des Gleichstrommotors. Um eine konstante Drehzahl auch bei Belastungsschwankungen u. dgl. zu erzielen, ist der Drehzahlregler 7 vorgesehen. Die Erregerspule des Drehzahlreglers ist über die Reihenschaltung eines Kondensators 9 und einer Drosselspule 8 ebenfalls an die Wechselspannung des Tachometergenerators angeschlossen. Der aus Drosselspule und Kondensator bestehende Reihenresonanzkreis ist so ausgelegt, daß seine Resonanzfrequenz kurz oberhalb der Nennfrequenz fN liegt. Der Strom in der Erregerspule des Drehzahlreglers 7 hat in Abhängigkeit von der Frequenz den in Abb, 3 gezeigten Verlauf. Hierbei stellt die mittlere Kurve UN den Stromverlauf bei der Nennspannung UN dar. Bei der Nennfrequenz fN fließt in der Errgerspule des Drehzahlreglers 7 der Nennstrom IN'. Weicht durch irgendwelche Einflüsse die Motordrehzahl von ihrem Sollwert und daher die Frequenz der Tachometerspannung vom Wert fN ab, so treten schon bei kleiner Frequenzänderung sehr große Änderungen des Erregerspulenstromes auf. Der Drehzahlregler spricht also schon bei kleinsten Drehzahländerungen an und regelt diese aus.
  • Um die Betrachtungen abzuschließen, muß auch der Fall diskutiert werden, der bei der mit der Frequenzänderung verbundenen Änderung der Tachometerspannung auftritt. Steigt z. B. die Tachometerspannung auf den Wert U" an, so wird der Nennstrom IN , wie die Abb. 3 zeigt, bei einer tieferen Frequenz auftreten, d. h., die Drehzahl wird auf einen etwas niedrigeren Wert geregelt. Sinkt die Tachometerspannung auf den Wert Ub, so wird die Drehzahl auf einen höheren Wert geregelt. In derAbb. 4 ist unter anderem diese Kennlinie für den Drehzahlregler prinzipiell dargestellt. Sie ist hier mit Dr bezeichnet. Wie die Abb. 4 zeigt, kreuzen sich die Kennlinien Dr und Sp für den Drehzahl- bzw. für den Spannungsregler. Bei der Nennspannung UN ist hierbei die Sollfrequenz fN vorhanden. Da naturgemäß jeder Regler eine gewisse Toleranz hat, die durch Parallelen zu den LinienSp und Dr dargestellt sind, ergeben sich in der "Praxis sowohl Frequenz- als auch Spannungsabweichungen. Die dadurch auftretenden Spannungs- und Frequenzungenauigkeiten sind mit Ui, U2, f1 und f2 bezeichnet. Wie die Abb. 4 zeigt, werden die Abweichungen f1 und f2 dabei um so kleiner, je mehr sich die beiden Geraden Dr und Sp unter einem Winkel von 90° kreuzen.
  • Bei der Erfindung ist also die Kombination eines Spannungsreglers mit einem Drehzahlregler so gewählt, daß sowohl die Frequenzabweichung als auch die Spannungsabweichung möglichst klein werden. Wollte man z. B., wie üblich, die Spannung bei gleicher Toleranz des Drehzahlreglers unabhängig von der Frequenz konstant halten, so würde die Gerade Sp waagerecht verlaufen. An den gestrichelten Linien ist zu erkennen, daß in diesem Fall die Frequenzabweichungen f3 und f4 wesentlich größer werden. Es ist somit klar, daß eine größere Frequenz- und daher Drehzahlgenauigkeit nur erreicht werden kann, wenn im Sinne der Erfindung bei gleicher Regeltoleranz die Spannung frequenzabhängig und die Drehzahl spannungsabhängig beeinflußt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors unter Verwendung eines von ihm angetriebenen Wechselstrom-Tachometergenerators, der das Stellglied des Drehzahlreglers beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung des Wechselstrom-Tachometergenerators durch einen von ihm beeinflußten Spannungsregler bei steigender Frequenz der Tachometerspannung auf einen höheren und bei fallender Frequenz auf einen niedrigeren Wert geregelt wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Stellglied des Spannungsreglers von dem Wechselstrom-Tachometergenerator über eine im Sättigungsgebiet arbeitende Drosselspule gespeist wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied des Drehzahlreglers von dem Wechselstrom-Tachometergenerator über einen Resonanzkreis gespeist wird, dessen Resonanzfrequenz kurz oberhalb der Nennfrequenz liegt.
DEP7560A 1952-04-28 1952-04-28 Anordnung zur Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors Pending DE1076792B (de)

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