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DE1075519B - Einrichtung und Verfahren für den vorläufigen Ausbau bei Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau - Google Patents

Einrichtung und Verfahren für den vorläufigen Ausbau bei Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau

Info

Publication number
DE1075519B
DE1075519B DENDAT1075519D DE1075519DA DE1075519B DE 1075519 B DE1075519 B DE 1075519B DE NDAT1075519 D DENDAT1075519 D DE NDAT1075519D DE 1075519D A DE1075519D A DE 1075519DA DE 1075519 B DE1075519 B DE 1075519B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
expansion
expansion chamber
frame
protective hood
hood
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1075519D
Other languages
English (en)
Inventor
Herne Wilhelm Bienhüls (Westf.)
Original Assignee
Bochumer Gesellschaft für Grubenausbau und Technik m.b H., Bochum
Publication date
Publication of DE1075519B publication Critical patent/DE1075519B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D19/00Provisional protective covers for working space
    • E21D19/04Provisional protective covers for working space for use in drifting galleries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Einrichtung und Verfahren für den vorläufigen Ausbau bei Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren für den vorläufigen Ausbau von Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau, und geht hierbei von solchen bekannten Vorschlägen aus, bei welchen die Einrichtung aus einer zugleich den vorläufigen Ausbau im Bereich der Ortsbrust bildenden und mit dem Streckenvortrieb absatzweise wandernden, an der Unterseite offenen haubenartigen Ausbaukammer besteht, welche aus mehreren gegen das Gebirge abgekleideten und in Richtung der Streckenachse im Abstand gegeneinander verankerten Ausbaurahmen zusammengesetzt ist und mittels an den unteren Enden ihrer Rahmenteile angeordneter Laufrollen, gegebenenfalls auf an der Streckensohle verlegten Schienen vierfahrbar ist und die Ausbaukammer an ihrem der Ortsbrust zugekehrten vorderen Ende eine teleskopartig ausziehbare Schutzhaube aufweist.
  • Bei der bekannten Einrichtung liegt ein Nachteil einerseits darin, daß die am vorderen Ende der Ausbaukammer vorgesehene ausziehbare Schutzhaube wegen ihrer Seitenteile erst dann vorgenommen werden kann, wenn das durch die Sprengarbeit hereingeschossene Gebirge so weit weggeladen ist, daß für das Vorziehen der Haube genügend Raum zur Verfügung steht. In dem Zeitraum unmittelbar nach dem Sprengen ist daher ein ausreichender Schutz für die Bedienungsleute bei der Ladearbeit nicht möglich. Ein anderer schwerwiegender Nachteil liegt darin, daß am Ende der Ausbaukammer der endgültige Ausbau erst nach dem Vorschieben der eigentlichen Kammer unter gleichzeitigem Einschub der vorderen Schutzhaube eingebracht werden kann, wobei aber das Errichten dieses endgültigen Ausbaus ohne jeden Schutz gegen herabfallendes Gestein erfolgen muß.
  • Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und kennzeichnet sich dadurch, daß die in dem vorderen Endbereich der Ausbaukammer teleskopartig ausziehbar geführte Schutzhaube mehrteilig ausgebildet ist, wobei einem die Streckenfirste abkleidenden oberen Teil unabhängig von diesem ausziehbare Seitenteile zur Abkleidung der Seitenstöße zugeordnet sind, und daß an dem rückwärtigen Ende der Ausbaukammer ein - mehrere zueinander im Abstand angeordnete Ausbaurahmen des nachfolgenden endgültigen Ausbaus mit radialem Abstand übergreifender - Haubenansatz vorgesehen ist.
  • Die Einrichtung gemäß der Erfindung hat zunächst den Vorteil, daß sie den Schutz über der Ortsbrust bereits unmittelbar nach den Sprengarbeiten sicherstellt, indem zunächst nur der die Firste abkleidende Teil der Schutzhaube vorgezogen wird, während die die Seitenstöße abkleidenden Seitenteile erst dann vorgezogen werden, wenn die Ladearbeit so weit fortgeschritten ist, daß hierzu ausreichender Raum zur Verfügung steht. Andererseits gewährleistet die Einrichtung gemäß der Erfindung, daß der endgültige Ausbau am hinteren Ende der Ausbaukammer während der Bohr- und Ladearbeit vollkommen unter dem Schutz des rückwärtigen Haubenansatzes errichtet werden kann. Da der rückwärtige Haubenansatz, der die Ausbaurahmen mit ausreichendem radialem Abstand übergreift, beliebig lang gewählt werden kann, ist es möglich, jeweils während der Bohr- und Ladearbeit gleichzeitig so viele endgültige Ausbaurahmen unter ihrem Schutz einzubringen, wie es der Vortriebsleistung je Arbeitsschicht entspricht. Auf diese Weise ist es daher möglich, je Arbeitsschicht nicht nur einen Abschlag entsprechender Länge zu bohren, zu sprengen und wegzuladen, sondern gleichzeitig auch den der Länge des Abschlages entsprechenden erforderlichen endgültigen Ausbau unter dem Schutz des rückwärtigen Haubenansatzes einzubringen. Es wird daher ohne irgendeinen Mehraufwand an Arbeit eine nahezu vollkommene Sicherheit gegen Unfallgefahr erreicht und gleichzeitig der Betriebsablauf derart vereinfacht, daß Störungen im Betriebe praktisch ausgeschlossen sind.
  • Die Ausbaukammer besteht zweckmäßig aus bogenförmigen, gegebenenfalls dreiteiligen Ausbaurahmen, die auch in Umfangsrichtung nachgiebig ausgebildet sein können, wobei diese außenseitig durch an den Flanschen der Ausbauprofile befestigte Plattenschüsse sowohl nach den Streckenstößen als auch zur Streckenfirste hin abgekleidet sind. Die Ausbaurahmen sind zweckmäßig zusätzlich auch zum Streckeninnern hin mit Plattenschüssen abgekleidet, um Angriffsflächen für die beim Sprengen in das Streckeninnere geschleuderten Gesteinsmassen zu vermeiden und dadurch Beschädigungen der Ausbauteile bzw. der Ausbaukammer zu verhindern. Die inneren Plattenschüsse können hierbei an den inneren Flanschen zwischen jeweils zwei benachbarten Ausbaurahmen derart befestigt sein, daß sie beiderseits gegen die Profilstege der Ausbaurahmen anliegen und diese dadurch in ihrem Abstand zueinander verankern. Die Teile der vorderen Schutzhaube sind mit ihrem rückwärtigen Längenbereich vorteilhaft zwischen den Ausbaurahmen der Ausbaukammer und einem innerhalb des der Ortsbrust zugekehrten Endbereiches der Ausbaukammer vorgesehen und sich auf einen wesentlichen Teil dessen Länge erstreckenden, besonderen Rahmengestell verschieblich geführt, welches aus mehreren, z. B. drei Ausbaurahmen besteht, die im Bereich der Schenkelenden mit den Schenkelenden der Ausbaurahmen der das Rahmengestell außen umschließenden Ausbaukammer fest verbunden sind. Auf diese Weise wird einmal gerade im vorderen Teil des Ausbaukörpers eine erhebliche Verstärkung erreicht und gleichzeitig eine sichere Führung der aus Plattenschüssen bestehenden vorderen Vorschubhaube gewährleistet.
  • Das maschinelle Vorschieben der Ausbaukammer erfolgt zweckmäßig mittels mindestens einer auf einer Seite der Strecke verankerten Vorschubvorrichtung, z. B. durch einen hydraulisch beaufschlagten Vorschubzylinder. Das Vorschieben kann natürlich auch in bekannter Weise mittels der Lademaschinen oder beispielsweise durch Winden erfolgen. Bei Verwendung des vorzugsweise vorgesehenen hydraulisch beaufschlagten Vorschubzylinders kann es sich empfehlen, diesen umsteuerbar auszubilden derart, daß auch eine etwaige Rückbewegung des Ausbaukörpers maschinell durchgeführt werden kann. Dadurch, daß die Ausbaukammer beiderseits auf Schienen geführt ist, ist ein Verkanten auch dann nicht zu befürchten, wenn die Vorrichtung nur auf der einen Seite angreift. Selbstverständlich steht nichts entgegen, auch beiderseits solche Vorschubvorrichtungen vorzusehen. Die Führungsschienen bestehen vorteilhaft aus U-Profil-Abschnitten, die lösbar, z. B. durch Laschen, miteinander verbunden sind, wobei während des absatzweisen Vorschiebens der Ausbaukammer jeweils die hinteren Abschnitte der Führungsschienen gelöst und am vorderen Ende nach Freiwerden des Streckenausbruchs wieder angeschlossen werden.
  • Die Arbeitsweise unter Verwendung der Einrichtung gemäß der Erfindung ist zweckmäßig derart, daß unter dem Schutz der an die Ortsbrust herangeführten Ausbaukammer zunächst gebohrt und gesprengt wird, nach dem Freiwerden des Streckenbruchs zunächst der obere Teil der Schutzhaube bis in den Ausbruch hinein vorgeschoben und unter der Schutzhaube geladen wird, wobei die beiden Seitenteile der Schutzhaube in dem Augenblick vorgeschoben werden, in dem im Bereich der Seitenstöße die Steine weggeladen sind. Gleichzeitig während des Bohrens und gegebenenfalls Ladens wird unter dem rückwärtigen Haubenansatz der endgültige Ausbau in Form von mindestens jeweils gleichzeitig zwei Ausbaurahmen gesetzt. Die Anzahl der unter dem Schutz des Haubenansatzes jeweils gleichzeitig zu errichtenden Ausbaurahmen richtet sich nach der Abschlaglänge, d. h: der Länge des Streckenvortriebs, der jeweils gleichzeitig in einer Schicht gebohrt, gesprengt und geladen werden kann. Sobald die Steine im Bereich der Ortsbrust weggeladen sind, wird die Ausbaukammer unter gleichzeitigem Einschieben der teleskopartigen Schutzhaube maschinell an die freie Ortsbrust vorgeschoben und die am rückwärtigen Ende frei werdenden Ausbaurahmen unter Ausfüllung des Zwischenraumes zwischen diesen und dem Strekkenausbruch mittels Steine zur festen Anlage an das Gebirge gebracht.
  • Die Einrichtung sowie das Verfahren gemäß der Erfindung sind mit besonderem Vorteil beim Strekkenvortr@eb im untertägigen Bergbau, jedoch mit Nutzen beispielsweise auch beim Tunnelbau od. dgl. anwendbar. Ferner ist es denkbar, die Einrichtung zum Aufräumen von Streckenbrüchen zu verwenden. In diesem Falle kann die Ausbaukammer in dem bruchgefährdeten Bereich der neu aufgefahrenen Strecke auch als endgültiger Ausbau verbleiben, da er für diesen Zweck besonders stabil, d. h. stabiler als der normale Streckenausbau, ausgebildet sein kann.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Ausbaukörper im Bereich der Ortsbrust eines Streckenvortriebes, Fig. 2 ebenfalls einen Längsschnitt durch den Ausbaukörper in einer anderen Arbeitsphase, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 einen Ausschnitt in vergrößertem Maßstab. In der Zeichnung sind der Streckenausbruch mit 1 und die Ortsbrust mit 2 bezeichnet.
  • Der Ausbaukörper 3 besteht aus sechs im Abstand zueinander angeordneten Ausbaurahmen 4, die in üblicher Weise entweder als starre einteilige Rahmen oder starre und nachgiebige, mehrteilige, insbesondere dreiteilige Rahmen ausgebildet sein können. Auf der Außenseite sind die Ausbaurahmen 4 mit einer aus Plattenschüssen 5 bestehenden Abkleidung versehen, wobei die Rahmen 4 zusätzlich durch auf den Innenseiten der Innenflansche der Rahmenprofile aufgelegte und sich gegen die Stege abstützende Abkleidungsbleche 6 distanziert und gleichzeitig zum Streckeninnern hin abgekleidet sind. Die Einzelheiten der Befestigung sind aus Fig. 4 ersichtlich. Die Abkleidungsbleche können mit den Flanschen der Ausbauprofile durch Schrauben oder in sonstiger Weise, z. B. durch Schweißen oder Nieten, befestigt sein.
  • Am rückwärtigen Ende des Ausbaukörpers 3 befindet sich ein - mindestens jeweils gleichzeitig zwei Ausbaurahmen 7 mit radialem Abstand übergreifender - Haubenansatz 8, der um ein solches Maß in radialer Richtung gegenüber der Abkleidung des Ausbaukörpers erweitert ist, daß die in dessen Schutz gestellten endgültigen Ausbaurahmen 7 noch unterhalb der Haube 8 mit den erforderlichen Verzugsmitteln versehen und in der üblichen Weise gegeneinander verankert werden können.
  • Am vorderen Ende des Ausbaukörpers 3 befindet sich eine teleskopartig ausziehbare Schutzhaube 9 aus Plattenschüssen, die aus drei unabhängig voneinander ausziehbaren Teilen 9 a, 9 b, 9 c besteht, wobei der Teil 9 d die Firste und den oberen Bereich der Seitenstöße und die beiden Seitenteile 9 b und 9 c den mittleren unteren Bereich der Seitenstöße abdecken. Zur Führung der Schutzhaube 9 dient ein aus drei Ausbaurahmen 10 bestehendes Rahmengestell mit etwa dem Innendurchmesser der Rahmen des Ausbaukörpers entsprechender Umfangslänge, in dem .der rückwärtige Längenabschnitt der Haubenteile 9 zwischen den Innenflanschen der Ausbauprofile des Ausbaukörpers 3 und den Außenflanschen der Ausbaurahmen des Rahmengestells 11 längsgeführt sind. In ähnlicher Weise wie der Ausbaukörper 3 ist auch das Rahmengestell 11 zum Streckeninnern hin durch auf den Innenflanschen der Ausbaurahmen 10 befestigte Plattenschüsse 12 abgekleidet.
  • Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, sind stoßseitig Führungsschienen 13 verlagert, die aus U-Profil-Abschnitten bestehen und welche an den Stößen lösbar, z. B. mittels Laschen od. dgl., gekuppelt sind. In den offenen Rinnen der Schienen 13 ist der Ausbaukörper 3 mittels an den Füßen der Ausbaurahmen 4 drehbar gelagerter Rollen 14 abgestützt und während der Längsverschiebung geführt. Das Rahmengestell 11 stützt sich hierbei im Bereich der Fußenden der Ausbaurahmen 4 des Ausbaukörpers 3 (vgl. Fig. 3) auf Konsolen 15 ab und ist unter Vermittlung dieser Konsolen fest - gegebenenfalls lösbar - mit dem Ausbaukörper 3 verbunden. Auf den Konsolen 15 sind zwischen dem Rahmengestell und dem Ausbaurahmen des Ausbaukörpers 3 beiderseits die Seitenteile der Schutzhaube 9b und 9 c abgestützt und längsverschieblich geführt. Die Führung der Seitenteile 9 b und 9 c der Schutzhaube kann hierbei im Bedarfsfall ebenfalls mittels Rollen erfolgen, um das Ausziehen bzw. Einschieben zu erleichtern. Im Bereich zwischen den Firstteilen und den Seitenschenkeln der Ausbaurahmen des Ausbaukörpers bzw. des Rahmengestells 11 sind weitere Konsolen 16 vorgesehen, auf denen der Firstteil 9a der Schutzhaube 9 seitlich längsgeführt ist. Die Führung kann auch hier durch Verwendung von Rollen oder gegebenenfalls Führungsschienen erleichtert werden.
  • Das Verschieben des Ausbaukörpers erfolgt maschinell durch vorzugsweise hydraulisch beaufschlagte Vorschubzylinder 17, deren Kolbenstangen an dem hinteren Rahmengestell 4 des Ausbaukörpers 3 im Bereich der Seitenstöße angreifen und die in der Strecke verankert sind.
  • Das Arbeitsverfahren ist wie folgt: Zunächst wird der Ausbaukörper 3 mittels der Vorschubzylinder 17 unter Einschieben der Schutzhaube 9 dicht an die Ortsbrust 2 herangeschoben. Diese Arbeitsphase ist in Fig.2 der Zeichnung veranschaulicht. Anschließend beginnen das Bohren und Schießen des Abschlages, wobei zunächst der Firstteil 9 a der Schutzhaube 9 nach dem Herausschießen des Abschlages bis an die neue Ortsbrust vorgeschoben wird; sodann beginnt die Ladearbeit. Sobald das Haufwerk auch im Bereich der Seitenstöße so weit verladen ist, daß ausreichender Platz für das Vorschieben der Seitenteile 9 b und 9 c der Schutzhaube 9 geschaffen ist, werden diese ebenfalls bis zur neuen Ortsbrust vorgeschoben.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, werden jeweils mindestens zwei endgültige Ausbaurahmen 7 unter dem Schutz des rückwärtigen Haubenansatzes 8 errichtet, wobei diese Arbeiten bereits beim Bohren begonnen und während des Ladevorganges fortgesetzt werden können. Die endgültigen Ausbaurahmen 7 werden noch unter Schutz des Haubenansatzes 8 mit den erforderlichen Verzugsmitteln 8 versehen und gegeneinander durch die bekannten Abstandshalter, Bolzen od. dgl. in ihrer Lage zueinander und zu den bereits stehenden Rahmengestellen 19 verankert.
  • Nach dem vollständigen Wegladen des Haufwerkes wiederholt sich der Arbeitsgang, indem der Ausbaukörper unter gleichzeitigem Einschieben der Schutzhaube 9 mittels der Vorschubzylinder 17 an die freie Ortsbrust nachgeschoben wird, während die dadurch frei werdenden, mit den Verzugsmitteln 18 versehenen und untereinander distanzierten beiden endgültigen Ausbaurahmen 7a (vgl. Fig. 2) im Bereich des Außenumfanges gegen das Gebirge verpackt werden.
  • In den meisten Fällen empfiehlt es sich, die Ausbaukammer 6 bis 8 m lang zu bemessen, wobei für den rückwärtigen Haubenansatz nochmals etwa 1,5 bis 2 m hinzuzurechnen sind. Die teleskopartig ausziehbare vordere Schutzhaube wird bei den vorstehend angegebenen Längenabmessungen der Ausbaukammer ebenfalls insgesamt 4 bis 5 m betragen, wobei sie in der Regel um die Hälfte dieses Maßes, d. h. mindestens etwa 2 m, herausziehbar ist.
  • Der Schutz bezieht sich nicht auf die einzelnen Merkmale, sondern lediglich auf die Gesamtausbildung nach den Ansprüchen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung für den vorläufigen Ausbau bei Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau, bestehend aus einer - mit dem Streckenvortrieb absatzweise wandernden, an der Unterseite offenen, haubenartigen - Ausbaukammer, welche aus mehreren gegen das Gebirge abgekleideten und in Richtung der Streckenachse im Abstand gegeneinander verankerten Ausbaurahmen zusammengesetzt ist und mittels an den unteren Enden ihrer Rahmenteile angeordneter Laufrollen, gegebenenfalls auf an der Streckensohle verlegten Schienen verfahrbar ist und bei welcher die Ausbaukammer an ihrem der Ortsbrust zugekehrten vorderen Ende eine teleskopartig ausziehbare Schutzhaube aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem vorderen Endbereich der Ausbaukammer teleskopartig ausziehbar geführte Schutzhaube mehrteilig ausgebildet ist, wobei einem die Streckenfirste abkleidenden oberen Teil unabhän= gig von diesem ausziehbare Seitenteile zur Abkleidung der Seitenstöße zugeordnet sind und daß am rückwärtigen Ende der Ausbaukammer ein -mindestens jeweils zwei zueinander im Abstand angeordnete Ausbaurahmen (7) des nachfolgenden endgültigen Ausbaus mit radialem Abstand übergreifender - Haubenansatz (8) vorgesehen ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (9 a bzw. 9 b) (9 c) der ausziehbaren Schutzhaube (9) in ihrem rückwärtigen Längenbereich zwischen den Ausbaurahmen (4) der Ausbaukammer (3) und einem innerhalb des der Ortsbrust zugekehrten Endbereiches der Ausbaukammer (3) vorgesehenen und sich auf einen wesentlichen Teil dessen Länge erstreckenden Rahmengestell (11) verschieblich geführt sind, welches aus mehrerenAusbaurahmen (10) besteht, die im Bereich der Schenkelenden derAusbaurahmen (4) der das Rahmengestell (11) außen umschließenden Ausbaukammer (3) fest verbunden sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmengestell (11) mindestens auf der dem Streckeninnern zugekehrten Innenseite mit zugleich dessen Ausbaurahmen (10) in gegenseitigem Abstand verankernden Abkleidungsschüssen (12) ausgerüstet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der den rückwärtigen Teil der Ausbaukammer bildende, aus Plattenschüssen bestehende Haubenansatz (8) fest mit der Ausbaukammmer (3) verbunden ist und sowohl die Firste als auch die beiden Seitenstöße abdeckt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbaukammer (3) aus bogenförmigen,gegebenenfalls dreiteiligen Ausbaurahmen (4) besteht, welche außenseitig durch an den Flanschen der Ausbauprofile befestigte Plattenschüsse (5) sowohl nach den Streckenstößen als auch zur Streckenfirste hin abgekieidet sind und daß die Ausbaurahmen (4) zusätzlich durch an den inneren Flanschen befestigte, gegen die Profilstege anliegende Plattenschüsse (6) im Abstand zueinander gehalten und gleichzeitig zum Streckeninnern hin abgekleidet sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (13) aus U-Profil-Abschnitten bestehen, die lösbar miteinander verbunden sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbaukammer (3) mittels mindestens einer auf einer Seite der Strecke verankerten Vorschubvorrichtung (17) maschinell verschiebbar ist. B. Verfahren für den vorläufigen Ausbau von Streckenvortrieben unter Verwendung einer Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Schutz der an die Ortsbrust (2) herangeführten Ausbaukammer gebohrt und gesprengt wird, nach dem Frehverden des Streckenausbruchs der obere Teil der Schutzhaube (9a) bis in den Ausbruch hinein vorgeschoben und unter der Schutzhaube geladen wird und daß gleichzeitig während des Bohrens und gegebenenfalls Ladens unter dem Schutz des am rückwärtigen Ende vorgesehenen und den Ausbau mit radialem Abstand übergreifenden Haubenansatzes (8) jeweils eine der jeweiligen Abschlaglänge entsprechende Anzahl von Ausbaurahmen (7) des nachfolgenden endgültigen Ausbaus gesetzt wird und daß anschließend die Ausbaukammer (3) unter Einschieben der vorderen Schutzhaube (9) maschinell an die freie Ortsbrust vorgeschoben und die am rückwärtigen Ende frei werdenden Ausbaurahmen (7a) unter Ausfüllung des Zwischenraumes zwischen diesen und dem Streckenausbruch zur festen Anlage an das Gebirge gebracht werden.
DENDAT1075519D Einrichtung und Verfahren für den vorläufigen Ausbau bei Streckenvortrieben, insbesondere im untertägigen Bergbau Pending DE1075519B (de)

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DE1075519B true DE1075519B (de) 1960-02-18

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DE (1) DE1075519B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201288B (de) 1958-04-24 1965-09-23 Bochumer Eisen Heintzmann Hilfsausbau fuer Streckenvortriebe, insbesondere im untertaegigen Bergbau
DE1232906B (de) * 1960-08-29 1967-01-26 Herrmann Schwarz Kommanditgese Ausbaueinrichtung fuer den Streckenvortrieb
DE2646586A1 (de) * 1976-10-15 1978-04-20 Gewerk Eisenhuette Westfalia Vortriebsschild, insbesondere fuer den vortrieb von gesteins- und floezstrecken in bergbau-untertagebetrieben

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201288B (de) 1958-04-24 1965-09-23 Bochumer Eisen Heintzmann Hilfsausbau fuer Streckenvortriebe, insbesondere im untertaegigen Bergbau
DE1232906B (de) * 1960-08-29 1967-01-26 Herrmann Schwarz Kommanditgese Ausbaueinrichtung fuer den Streckenvortrieb
DE2646586A1 (de) * 1976-10-15 1978-04-20 Gewerk Eisenhuette Westfalia Vortriebsschild, insbesondere fuer den vortrieb von gesteins- und floezstrecken in bergbau-untertagebetrieben

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