-
Hochfrequenz-Bestrahlungsgerät für Therapiezwecke Die Erfindung bezieht
sich auf ein Hochfrequenz-Bestrahlungsgerät für Therapiezwecke, bestehend aus einem
im Dezimeterwellengebiet arbeitenden Hochfrequenzgenerator, dessen Ausgangsleistung
durch einen Umschalter auf mindestens zwei verschiedene Bereiche umgeschaltet werden
kann, und aus einem Anschlußkabel, dessen eines Ende mit dem Ausgang des Generators
verbunden ist und an dessen anderem Ende wahlweise einer von mehreren Strahlern
unterschiedlicher Strahlungsleistung lösbar, beispielsweise mittels einerSteckkupplung,
angeschlossen werden kann Die Erfindung befaßt sich mit der Umschaltung der Ausgangsleistung
eines solchen Bestrahlungsgerätes und will die Aufgabe lösen, diese Umschaltung
in Ab hängigkeit von der jeweils mit dem Bestrahlungsgerät benutzten Art des Strahlers
möglichst weitgehend zu automatisieren, um Beschädigungen des 5 Strahlers oder des
Gerätes sowie eine Schädigung des Patienten zu vermeiden.
-
Wenn Bestrahlungsgeräte der eingangs erwähnten Art mit Strahlern
unterschiedlicher Größe und damit auch unterschiedlicher Strahlungsleistung verwendet
werden sollen, ist eine Umschaltung der Ausgangsleistung des Hochfrequenzgenerators
erforderlich, wenn man einen Strahler gegen einen anderen Strahler stark abweichender
Größe auswechselt. Um den Regelbereich der Energiedichte der Strahlung nicht allzusehr
einzuengen, wird man es in diesen Fällen vorziehen, den Hochfrequenzgenerator unmittelbar
umzuschalten. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise einen Umschalter vorsehen,
der die Anodenspannung der Generatorröhre auf zwei verschiedene Werte legen kann.
-
Die Erfindung zeigt nun einen Weg, wie dieser Umschalter automatisch
bei dem Anschließen eines Strahlers an das Gerät so betätigt werden kann, daß er
den Hochfrequenzgenerator jeweils auf die Ausgangsleistung schaltet, die für den
gerade angeschlossenen Strahler zweckmäßig und geeignet ist. Die Erfindung ist gekennzeichnet
durch die Verwendung von zwei Gruppen auswechselbarer Strahler, bestehend aus Strahlungselementen,
die mit dem Gehäuse des Strahlers galvanisch verbunden sind, und solchen ohne galvanische
Verbindung mit dem Gehäuse, und durch ein den Umschalter betätigendes Relais, dessen
Spule an einer Seite mit dem Leiter des Anschlußkabels über eine die Hochfrequenz
sperrende Weiche und an der anderen Seite über eine Niederfrequenz-Spaunungsqueile
mit dem Mantel des Anschlußkabels verbunden ist, so daß das Relais von niederfrequentem
Strom durchflossen wird oder aber stromlos bleibt, je nachdem ob das Strahlungselement
des jeweils angeschlossenen Strahlers mit seinem Gehäuse verbunden ist oder nicht.
-
Es ist bereits eine Schutzvorrichtung an Hochfrequenz-Bestrahlungsgeräten
für Therapiezwecke bei kannt, bei der ein von einem Relais betätigter Schalter den
Netzkreis des Hochfrequenzgenerators selbsttätig unterbricht, wenn kein Strahler
an das Gerät angeschlossen ist.. Zu diesem Zweck ist die Spule des Relais an derneinen
Seite mit dem Innenleiter der Koaxialleitung~zu dem Strahler und an der anderen
Seite über eine<-Niederfrequenz-Spannungsquelle mit dem geerdeten Außenleiter
der Koaxialleitung verbunden. Ist der Strahler angeschlossen, dessen Strahlungselement
mit seinem Gehäuse verbunden ist, so wird die - Relaisspule von niederfrequentem
Strom durchflossen, und das Relais schließt den Schalter. Bei Abtrennung des Strahlers
vom Gerät wird das Relais stromlos, es fällt ab, und der Schalter öffnet sich, so
daß der Generator nicht mehr arbeitet. Hiervon wird aber das Problem einer automatischen
Leistungsumschaltung des Generators bei einem Wechsel des Strahlers nicht berührt.
-
Die Erfindung geht davon aus, daß die mit dem Bestrahlungsgerät zu
verwendenden Strahler in zwei Gruppen verschiedener Strahlungsleistung und Strah--lungsfläche
unterteilt werden. Bei den großflächigen Strahlern, die eine größere Gesamtstrahlung
abgeben sollen, besteht eine galvanische Verbindung zwischen dem eigentlichen Strahlungselement
und dem Gehäuse des Strahlers. Bei den kleinflächigen Strahlern mit einer geringeren
Gesarntstrahlungsleistung besteht dagegen keine galvanische Verbindung zwischen
dem eigentlichen Strahlerelement und dem Gehäuse. Da der Außenmantel des Anschlußkabels
mit dem Gehäuse des Strahlers und der Innenleiter mit dem Strahlerelement verbunden
ist, wird beim Gerät nach der Erfindung durch den Anschluß eines großflåchigen Strahlers
der Stromkreis durch das Relais geschlossen.
Das Relais spricht
an und betätigt den Umschalter so, daß der Hochfrequenzgenerator eine höhere Anodenspannung
erhält.
-
Wird umgekehrt ein kleinflächiger Strahler an das Bestrahlungsgerät
angeschlossen, so bleibt das Relais stromlos, und der Umschalter nimmt die Stellung
ein, in der der Hochfrequenzgenerator eine niedrigere Anodenspannung erhält. Der
großflächige Strahler schließt also Mantel und Innenleiter des Anschlußkabels kurz,
während beim Anschluß eines klein flächigen Strahlers keine galvanische \7erbindung
zwischen Mantel und Innenleiter des Kabels vorhanden ist.
-
Das Gerät nach der Erfindung läßt sich noch das durch weiter ausbauen,
daß das Relais gleichzeitig den Meßbereich eines die Leistung des Generators anzeigenden
Instrumentes umschaltet. Schließlich kann das Relais noch eine den jeweils eingeschalteten
Leistungsbereich kennzeichnende Signalvorrichtung, -z. E3. Signallampen, schalten.
Diese Signallampen können beispielsweise die für den jeweils eingeschalteten Leistungsbereich
gültige Skala des die Leistung anzeigenden Meßinstrumentes beleuchten. In Abwandlung
dieser Ausführungsform kann man den jeweils eingeschalteten Leistungsbereich des
Hochfrequenzgenerators dadurch auf einfacherem Wege kenntlich machen, daß die den
Leistungsbereichen entsprechenden Skalen des die Leistung anzeigenden Instrumentes
durch verschiedene Farben markiert sind und jeder Strahler die gleiche Farbmarkierung
trägt wie die seinem Leistungsbereich zugeordnete Skala.
-
Schließlich kann man an der Steckkupplung für den Anschluß des Strahlers
noch einen Kontakt vorsehen, der beim Anschließen eines Strahlers betätigt wird
und ein zweites Relais schaltet. Der Kontakt dieses Relais kann mit dem Kontakt
des ersten Relais in Reihe liegen und sorgt dafür, daß der Sender automatisch abgeschaltet
ist, wenn kein Strahler mittels der Steckkupplung angeschlossen wurde.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt.
-
Das erfindungsgemäße Hochfrequenz-Bestrahlungsgerät enthält einen
Hochfrequenzgenerator 1, dem die Anodenspannung aus dem Wechselstromnetz über einen
Transformator 2 zugeführt wird. An dem Wechselstromnetz liegt noch ein zweiter Transformator
3, an dessen Primärwicklung die Anodenspannung für den Transformator 2 abgegriffen
wird.
-
Durch einen Umschalter 8 kann die Anodenspannung auf zwei verschiedene
Werte gebracht werden, denen zwei verschiedene Ausgangsleistungen des Hochfrequenzgenerators
1 entsprechen. In der ge zeigten linken Stellung des Umschalters 8 wird die Anodenspannung
von einer Anzapfung der Primär wicklung des Transformators 3 abgegriffen, so daß
nur ein Teilabschnitt 6 der Primärwicklung des Transformators 3 parallel zur Primärwicklung
des Transformators 2 liegt. Der Hochfrequenzgenerator 1 erhält jetzt die kleinere
Anodenspannung.
-
In der rechten Stellung des Umschalters 8 sind beide Teilabschnitte
6 und 7 der Primärwicklung des Transformators 3 eingeschaltet, so daß die Primärwicklung
des Transformators 2 die volle Netzspannung bekommt. Der Hochfrequenzgenerator 1
ist dann auf den höheren Leistungsbereich geschaltet.
-
Der Ausgang des Hochfrequenzgenerators 1 ist mit dem einen Ende des
Anschlußkabels 10 verbunden, an dessen anderem Ende eine Steckvorrichtung 13 zum
Anschluß eines Strahlers angebracht ist. Der Mantel 11 des Anschlußkabels 10 ist
geerdet.
-
Mit dem Innenleiter 12 des Anschlußkabels 10 ist über eine die Hochfrequenz
sperrende A/4-Leitung9 ein Relais 4 verbunden, dessen anderes Ende über eine Sekundärwicklung
5 des Transformators 3 an Erde gelegt ist. Das Relais 4 wird somit von dem Wechselsftomnetz
über den Transformator 3 erregt so daß der Mantel 11 und der Innenleiter 12 des
Anschlußkabels 10 galvanisch miteinander verbunden werden, bleibt aber stromlos,
solange nicht der die Relaisspule enthaltende Stromkreis durch eine galvanische
Verbindung zwischen dem Mantel 11 und dem Innenleiter 12 im Strahler geschlossen
ist. An das Anschlußkabel 10 bzw. an dessen Steckvorriclltung 13 können sowohl großflächige
Strahler A größerer Gesamtleistung als auch kleinere Strahler B kleinerer Strahlungsleistung
angeschlossen werden.
-
Bei dem großflächigen Strahler A ist das Strahlerelement 16 mit dem
Gehäuse 15 des Strahlers galvanisch verbunden. Über ein Kabel 17 und einen Stecker
14 kann der Strahler mit der Steckvorrichtung 13 verbunden werden. Bei dieser Verbindung
wird der Innenleiter 12 mit dem Mantel 11 des Anschlußkabels 10 kurzgeschlossen,
so daß das Relais 4 erregt wird und den Schalter 8 nach rechts auf die höhere Anodenspannung
schaltet.
-
Demgegenüber ist bei dem kleinflächigen StrahlerB eine galvanische
Verbindung zwischen dem eigentlichen Strahlerelement 16' und dessen Gehäuse 15'
nicht vorhanden. Wenn daher der kleinflächige Strahler mit Hilfe des Kabels 17'
und des Steckers 14' mit der Steckvorrichtung 13 des Bestrahlungsgerätes verbunden
wird, bleibt das Relais 4 stromlos, und der Schalter 8 wird durch Federkraft in
die gezeichnete linke Stellung gelegt, so daß der Hochfrequenzgenerator 1 eine verminderte
Anodenspannung enthält.
-
PATENTANSPRtJCEXE 1. Hochfrequenz-Bestrahlungsgerät für Therapiezwecke,
bestehend aus einem im Dezimeterwellengebiet arbeitenden Hochfrequenzgenerator,
dessen Ausgangsleistung durch einen Umschalter auf mindestens zwei verschiedene
Bereiche umgeschaltet werden kann, und aus einem Anschlußkabel, dessen eines Ende
mit dem Ausgang des Generators verbunden ist und an dessen anderem Ende wahlweise
einer von mehreren Strahlern unterschiedlicher Strahlungsleistung lösbar, beispielsweise
mittels einer Steckkupplung, angeschlossen werden kann, gekennzeichnet durch die
Verwendung von zwei Gruppen auswechselbarer Strahler, bestehend aus Strahlungselementen,
die mit dem Gehäuse des Strahlers galvanisch verbunde sind, und solchen ohne galvanische
Verbindung mit dem Gehäuse, und durch ein den Umschalter (8) betätigendes Relais
(4), dessen Spule an einer Seite mit dem Leiter (12) des Anschlußkabels (10) über
eine die Hochfrequenz sperrende Weiche (9) und an der anderen Seite über eine Niederfrequenz
- Spannungsquelle (5) mit dem Mantel (11) des Anschlußkabels verbunden ist, so daß
das Relais von niederfrequentem Strom durchflossen wird oder aber stromlos bleibt,
je nachdem, ob das Strahlungselement des jeweils angeschlossenen Strahlers mit seinem
Gehäuse verbunden ist oder nicht.