DE1073253B - Rohr aus Kunststoff mit wenigstens zwei koaxialen Schichten verschiedenen Werkstoffs - Google Patents
Rohr aus Kunststoff mit wenigstens zwei koaxialen Schichten verschiedenen WerkstoffsInfo
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Description
- Rohr aus Kunststoff mit wenigstens zwei koaxialen Schichten verschiedenen Werkstoffs 1 Die Erfindung bezieht sich auf ein Rohr aus Kunststoff mit wenigstens zwei koaxialen Schichten verschiedenen Werkstoffs. Die Erfindung bezweckt, ein Rohr dieser Art zu schaffen, dessen Schichten fest und innig miteinander verbunden sind, so daß sich die Schichten bei Betriebsbeanspruchungen, insbesondere Biege- und Vibrationsbeanspruchungen, nicht voneinander lösen können. Die Erfindung bezweckt weiter die Schaffung eines Verfahrens, durch das die Herstellung in einfacher wirtschaftlicher Weise möglich ist. Zu diesem Zweck besteht die Erfindung darin, daß die innere Schicht aus wenigstens zwei Bändern mit rippenbildenden, gegeneinander verschweißten Rändern besteht. Vorzugsweise weisen die Rippen oder Ansätze Durchbrechungen auf, durch die der Werkstoff der zweiten Rohrschicht durchdringt. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines solchen Rohres besteht darin, daß die innere Schicht aus Bändern oder Streifen aus Kunststoff unter Verschweißung der Ränder hergestellt und die so hergestellte, auf dem Dorn gehaltene Hülle dann in eine Spritz-oder Preßmaschine eingeführt wird, in der sie mit einer äußeren Umkleidung versehen wird.
- Es ist bereits ein Zwillingsschlauch bekannt, bei dem zwei nebeneinanderliegende Schläuche durch eine gemeinsame Ummantelung miteinander verbunden sind. Die Ummantelung soll dabei aber nicht festhaftend mit den Schläuchen verbunden sein, so daß die Schlauchenden jederzeit durch Trennen und Abschneiden der Umhüllung getrennt voneinander verwendet werden können. Die Umhüllung hat also lediglich den Zweck, die beiden Innenschläuche zusammenzuhalten. Dieser bekannten Ausführung liegt eine völlig andere Aufgabe als dem Erfindungsgegenstand zugrunde, so daß sie dem Fachmann keine Anregung zur Schaffung der Erfindung geben konnte.
- Die Erfindung ist vorteilhaft anwendbar bei Rohren, die aus Schichten verschiedener Kunststoffe bestehen, so daß die verschiedenen Schichten den besonderen Bedingungen in mechanischer oder chemischer Hinsicht angepaßt werden können.
- Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigt Abb. 1 das Rohr im allgemeinen im senkrechten Querschnitt, Abb. 2 eine perspektivische Darstellung der inneren Hiille mit den Befestigungsmitteln gemäß der Erfindung, Abb. 3 einen Schnitt durch ein Rohr, dessen Innenhülle gemäß Abb. 2 ausgebildet ist, Abb. 4 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Rohres gemäß der Erfindung im Axialschnitt, Abb. 5 einen Schnitt durch ein Rohr, welches mit der Vorrichtung nach Abb. 4 hergestellt ist, Abb. 6 einen Schnitt gemäß LinieV-V in Abb. 4, Abb. 7 eine schematische Darstellung in Richtung des Pfeiles F in Abb. 4.
- In Abb. 1 ist ein biegsames Rohr 1 aus Polyvinylchlorid dargestellt, an dessen Innenseite sich eine durchgehende Hülle 2 aus einem plastischen Werkstoff befindet, der widerstandsfähig gegen chemische Lösungsmittel und Agenzien ist.
- Diese Schicht oder Hülle 2 ist beispielsweise ein dünnes Rohr aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyamiden, wie sie im Handel unter den Namen Nylon, Rilsan erhältlich sind, oder auf der Basis von fluoriertem Äthylen, die im Handel unter denNamen Teflon, Kel F erhältlich sind, ohne daß jedoch diese Aufzählung erschöpfend wäre.
- Gemäß einem weiteren Erfind'ungsgedanken wird die relative Lage der beiden Rohre aus verschiedenen Werkstoffen dadurch gesichert, daß das innere Rohr 2 mit radialen Rippen, beispielsweise drei Rippen 3, 4, 5 (Abb.2), versehen wird, die Durchbrechungen 6 haben können.
- Bei einer solchen Ausbildung verbindet sich die Umkleidung 1 aus Polyvinylchlorid (Abb. 3) fest mit dem Rohr 2 infolge der Rippen, wobei diese Verbindung noch dadurch unterstützt wird, daß das Polyvinylchlorid in die Durchbrechungen 6 eindringt.
- Das in Abb. 2 dargestellte Innenrohr kann nach jedem bekannten technischen Verfahren hergestellt werden, beispielsweise durch Auspressen oder Spritzen. Nach einem weiteren Erfindungsgedanken wird das Rohr 2 vorteilhafterweise aus dünnen Bändern oder Streifen gebildet, die in die Rohrform um einen Dorn gebracht werden, der den mittleren Teil des Spritzkopfes einer Spritzmaschine einnimmt, die die äußere Umkleidung aus Polyvinylchlorid aufbringt.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Abb. 4 bis 7 schematisch dargestellt. Zur Vereinfachung der Beschreibung ist vorausgesetzt, daß die innere Hülle 2 nur zwei Rippen 7 und 8 aufweist, wie es in Abb. 5 dargestellt ist.
- In Abb. 4 sind mit 9 und 10 schematisch die Spulen bezeichnet, auf die die Bänder 11 und 12 aufgewickelt sind, die zur Bildung der inneren Rohrhülle 2 dienen.
- Mit 13 ist der Dorn bezeichnet, um den herum die beiden Bänder in die Rohrform gebracht werden. Um diese Rohrform herzustellen, sind beispielsweise zwei Rollenpaare 14, 15 und 16, 17 verwendet, zwischen denen die Ränder der Bänder 11 und 12 hindurchgeführt werden. Die Ränder der Bänder werden miteinander durch Druck und Heizung verschweißt, da die Rollen beheizt sind.
- Das Verschweißen der Ränder der das innere Rohr bildenden Bänder ist nicht weiter beschrieben, da es an sich in der Technik bekannt ist, und kann durch die oben kurz beschriebene oder auch durch äquivalente Vorrichtungen erfolgen.
- Wenn man die verschweißten Ränder mit Perforation, wie beispielsweise 6, versehen will, läßt man die Ränder zwischen schematisch mit 18 und 19 bezeichneten Führungen einer beliebigen Perforationsvorrichtung üblicher Bauart hindurchgehen.
- Das innere Rohr wird auf diese Weise gebildet und wird, wobei es auf dem Dorn gehalten und durch einen durch die Vorrichtungen20, 21 zugeführten warmen Luftstrom beheizt wird, stetig in den Spritzkopf 22 einer Polyvinylchlorid-Spritzmaschine eingeführt. Das unter Druck aus Öffnungen, z. B. 23, 24, austretende Polyvinylchlorid umkleidet das Rohr 2 und bildet die äußere Hülle 1.
- Das fertige, nach dem Austritt aus der Maschine gekühlte Rohr kann anschließend in der üblichen Weise weiterverarbeitet werden; so kann es beispielsweise durch eine metallische oder eine aus Textilfasern bestehende Umflechtung verstärkt werden.
- Es ist ersichtlich, daß, wenn man ein Rohr aus drei Schichten herstellen will, es genügt, daß der Kopf der Spritzmaschine so ausgebildet ist, daß sich am Austritt ein Rohr ergibt, dessen Schicht 1 radiale Rippen aufweist. Das so erzielte Rohr läßt man dann durch eine zweite Spritzmaschine hindurchgehen, in der es mit einer dritten Schicht umkleidet wird. Anstatt radiale Rippen an der Schicht 1 vorzusehen, könnte man auch radiale Nuten anordnen, in die beim Preßvorgang der Werkstoff der dritten Schicht eindringt. In diesem Falle ist die Außenschicht mit inneren radialen Rippen versehen.
- Die geringe Stärke des Innenrohres ermöglicht, dieses Innenrohr aus nicht plastifiziertem Kunststoff herzustellen, wobei das fertige Rohr eine solche Weichheit aufweist, daß es alle gewünschten Biegungen ermöglicht.
- Das Rohr gemäß der Erfindung ist zum Transport von organischen Lösungsmitteln und insbesondere zum Transport von Kohlewasserstoff sowie aller Erdölprodukte besonders geeignet, ohne daß man ein Quellen oder eine Deplastifizierung befürchten muß.
- Aus dem gleichen Grunde ist es zur Übertragung von genießbaren Flüssigkeiten, wie beispielsweise Milch, Wein, Apfelwein, Bier, Essig od. dgl., besonders geeignet.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt; vielmehr können zahlreiche Abänderungen vorgenommen werden, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen.
- PATENT.\XSPPUCHE 1. Rohr aus Kunststoff mit wenigstens zwei koaxialen Schichten verschiedenen Werkstoffs, von denen die innere radiale Rippen aufweist, die in die nächste Schicht eindringen, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schicht aus wenigstens zwei Bändern mit gegeneinander rippenbildenden, verschweißten Rändern besteht.
Claims (1)
- 2. Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen oder Ansätze Durchbrechungen aufweisen, durch die der Werkstoff der zweiten Rohrschicht durchdringt.3. Verfahren zur Herstellung eines Rohres nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schicht aus Bändern oder Streifen aus Kunststoff unter Verschweißung der Ränder hergestellt wird und die so hergestellte, auf dem Dorn gehaltene Hülle dann in eine Spritz- oder Preßmaschine eingeführt wird, in der sie mit einer äußeren Umkleidung versehen wird.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 218977, 429937; USA.-Patentschriften Nr. 2034654, 2624073.
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