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DE1072841B - - Google Patents

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Publication number
DE1072841B
DE1072841B DENDAT1072841D DE1072841DB DE1072841B DE 1072841 B DE1072841 B DE 1072841B DE NDAT1072841 D DENDAT1072841 D DE NDAT1072841D DE 1072841D B DE1072841D B DE 1072841DB DE 1072841 B DE1072841 B DE 1072841B
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DE
Germany
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transistor
switching device
electrical switching
voltage
internal combustion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1072841D
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English (en)
Publication date
Publication of DE1072841B publication Critical patent/DE1072841B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Elektrische Schaltvorrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere von Kraftfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schaltvorrichtung für Brennkraftmaschinen, insbesondere von Kraftfahrzeugen, deren Andrehmotoren aus einer Batterie gespeist werden und in ihrem Betriebsstromkreis ein elektromagnetisches Schaltschütz haben, das durch Schließen eines Schalters mit der Batterie verbunden werden kann und dann den Betriebsstromkreis schließt.
  • Bei bekannten Schaltvorrichtungen, die als Anlaßsperren dienen, wird entweder die Klemmenspannung der Lichtmaschine oder der im Ansaugrohr der Brennkraftmaschine entstehende Unterdruck zur Betätigung von elektromagnetischen Relais oder von mechanischen Schalteinrichtungen verwendet. Diese sollen während des Anlaßvorgangs den Andrehmotor so lange eingeschaltet halten, bis die Brennkraftmaschine eine vorgegebene Mindestdrehzahl erreicht hat und dann den Betriebsstromkreis des Andrehmotors unterbrechen. Außerdem soll mit diesen Anlaßsperrvorrichtungen das Einschalten des Betriebsstromkreises des Andrehmotors verhindert werden, solange sich die Brennkraftmaschine noch dreht. Dies ist insbesondere dann schwierig, wenn die Brennkraftmaschine trotz abgeschalteter Zündung oder Brennstoffzufuhr nur noch infolge ihrer Massenschwungkraft bis zum Stillstand weiterläuft. Bei Verwendung von elektromagnetischen Relais, die an die Lichtmaschinenspannung angeschlossen sind, muß dafür gesorgt werden, daß die Einzugsstellung für kurze Zeit über denjenigen Zeitpunkt hinaus aufrechterhalten bleibt, in dem die Lichtmaschinenspannung die Haltespannung des Relais unterschreitet, damit inzwischen die Brennkraftmaschine völlig zum Stillstand kommen kann. Derartige Verzögerungseinrichtungen verteuern die Anlage erheblich.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Steuerung der Anlaßsperrvorrichtung durch eine elektrische Stromquelle zu bewerkstelligen, die einen impulsförmigen Spannungsverlauf hat und bei jeder Umdrehung der Brennkraftmaschine wenigstens einen Steuerimpuls liefert. Diese Impulse sollen in einem integrierenden Zeitglied zur Erzeugung einer Steuerspannung für ein Hilfsrelais gespeichert werden, dessen Schaltkontakte im Stromkreis des dem Andrehmotor vorgeschalteten Schaltschützes angeordnet sind. Ein besonders einfacher Aufbau und eine zuverlässige Wirkungsweise ergibt sich bei einer Vorrichtung, die gemäß der Erfindung außer einem mit seinen Arbeitskontakten im Steuerstromkreis des Schaltschützes angeordneten Hilfsrelais wenigstens einen Transistor enthält, der dem Hilfsrelais vorgeschaltet und an einen Impulsgeber angeschlossen ist, dessen Frequenz mit der Drehzahl der Brennkraftmaschine steigt, während die Länge seiner Impulse drehzahlunabhängig ist, und bei der darüber hinaus ein integrierendes Zeitglied vorgesehen ist, durch welches das Hilfsrelais unterhalb einer gegebenen Mindestdrehzahl der Brennkraftmaschine geschlossen gehalten werden kann.
  • Bei Brennkraftmaschinen mit einer Hochspannungszündanlage kann man die beim Öffnen und Schließen des Zündunterbrechers impulsförmig sich ändernde Spannung an der Primärwicklung der Zündspule zur Steuerung der Schaltvorrichtung verwenden. Bei Dieselmaschinen dagegen steht eine solche Spannung nicht ohne weiteres zur Verfügung. Man kann jedoch durch einen von der Nockenwelle der Brennkraftmaschine gesteuerten und zusammen mit einem Widerstand an die zum Betrieb des Andrehmotors erforderliche Batterie angeschlossenen Unterbrecher in einfacher Weise eine sich im Takt der Maschinendrehzahl impulsförmig ändernde Spannung erzeugen. Die Verwendung von Transistoren bringt dabei den erheblichen Vorteil mit sich, daß zum Integrieren der Steuerimpulse verhältnismäßig kleine Kondensatoren ausreichen und trotzdem eine genügend lange Verzögerungszeit erzielt wird, über die der Andrehmotor während desAuslaufvorgangs der Brennkraftmaschine gesperrt bleibt.
  • In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiele der Erfindung zwei Anlaßsperrvorrichtungen für zum Betrieb mit Hochspannungszündung bestimmte Brennkraftmaschinen dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt ein Schaltschema des ersten Ausführungsbeispiels, während in Fig. 2 ein Ausschnitt aus dem Schaltschema einer anderen Anlaßsperrvorrichtung dargestellt ist.
  • Beim ersten Ausführungsbeispiel ist zum Anwerfen der mit 10 bezeichneten Brennkraftmaschine ein Anlasser 11 vorgesehen, in dessen Betriebsstromkreis ein Anlasserschütz 12 liegt. Das Schütz hat eine Magnetisierungsspule13 und einen beweglichen Schaltarm 14, der mit einem feststehenden Arbeitskontakt 15 zusammenwirkt. Der Schaltarm 14 und der Arbeitskontakt 15 liegen im Zuge einer an den Pluspol einer 12-Volt-Batterie 17 angeschlossenen Zuführungsleitung 18, an die außerdem ein handbetätigter Zündschalter20 angeschlossen ist. Dieser führt zu einer Hilfsleitung21. An die Hilfsleitung 21 ist die Primärwicklung 23 einer Zündspule angeschlossen, die mit einem Unterbrechernocken 24 und einem Verteiler 25 zusammenarbeitet. Der Verteiler hat eine umlaufende Verteilerelektrode 26, an die die sekundärseitige Hochspannungswicklung 27 der Zündspule angeschlossen ist. Am Umfang des Verteilers sind vier feststehende Elektroden 28 gleichmäßig verteilt angeordnet und mit je einer der vier Zündkerzen 29 der Brennkraftmaschine über ein Zündkabel 30 verbunden. Der besseren Übersichtlichkeit halber ist in der Zeichnung nur das zum ersten Zylinder der Brennkraftmaschine führende Zündkabel dargestellt.
  • Der mit dem Verteiler 25 auf einer gemeinsamen, mit der Nockenwelle der Brennkraftmaschine gekuppelten Antriebswelle 33 sitzende Unterbrechernocken 24 arbeitet mit einem Unterbrecherhebel 34 zusammen, dessen feststehender Kontakt 35 an eine mit dem Minuspol der Batterie 17 verbundene Minusleitung 36 angeschlossen ist. Parallel zu dem aus dem Unterbrecherhebel 34 und dem feststehenden Unterbrecherkontakt 35 bestehenden Zündunterbrecher der Hochspannungszündanlage liegt ein Zündkondensator 37. Bei jedem öffnen und Schließen des Unterbrechers entsteht an dem gemeinsamen Verbindungspunkt der Primärspule 23, der Sekundärwicklung 27, des Unterbrecherhebels 34 und des Zündkondensators 37 eine sich impulsförmig ändernde Spannung mit etwa rechteckförmigem Verlauf. Diese Spannung ist zur Steuerung der im folgenden näher beschriebenen Anlaßsperrvorrichtung verwendet.
  • DieAnlaßsperrvorrichtung enthält ein Hilfsrelais40 mit einem Arbeitskontaktpaar, das von einem beweglichen Schaltarm 41 und einem Festkontakt 42 gebildet wird. Außerdem gehören zur Anlaßsperrvorrichtung zwei Germaniumtransistoren vom p-n-p-Typ, von denen der in der Zeichnung mit T2 angedeutete zweite Transistor mit seiner Kollektorelektrode K 2 an das eine Ende der zum Hilfsrelais 40 gehörenden Magnetisierungsspule 43 angeschlossen ist, deren anderes Ende mit der Minusleitung 36 verbunden ist. Die Emitterelektrode E2 des Transistors T2 liegt über einen Emitterwiderstand 45 von 30 Ohm an einem der beiden nicht näher bezeichneten Kontakte eines von Hand betätigbaren Druckknopfschalters 46, dessen anderer Kontakt mit der Hilfsleitung 21 verbunden ist. Zum Anlassen der Brennkraftmaschine wird der in seiner Ruhestellung geöffnete Handschalter 46 eingelegt und verbindet dann die Emitterelektrode des Transistors T2 mit dem Pluspol der Batterie 17, sofern der Zündschalter 20 geschlossen ist. Dadurch kann die Magnetisierungswicklung 32 über den Transistor T2 mit einem zum Schließen der Arbeitskontakte 41 und 42 des Hilfsrelais 40 erforderlichen Strom versorgt werden, so daß auch das Anlasserschütz 12 in seine Einzugsstellung gebracht und der Anlasser 11 über die Schützkontakte 15 und 14 den zum Anwerfen der Brennkraftmaschine erforderlichen Strom erhält. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der zwischen der Basis B2 des Transistors T 2 und der Hilfsleitung 21 angeordnete Elektrolytkondensator 47 von etwa 200 [,F eine Ladespannung aufweist, die größer ist als der am Emitterwiderstand45 beim Einlegen des Druckknopfes 46 entstehende Spannungsabfall. Der Kondensator 47 wirkt nämlich als integrierendes Zeitglied für die an der Sekundärwicklung 23 der Zündspule abgenommenen und durch den Transistor T 1 verstärkten Impulse. Je schneller die Brennkraftmaschine läuft, um so rascher folgen die Impulse aufeinander und setzen die Spannung am Kondensator 47 herunter, bis diese schließlich nicht mehr ausreicht, den Transistor T2 in stromleitendem Zustand zu halten. Das Hilfsrelais fällt dann ab und schaltet den Anlasser über das ebenfalls öffnende Anlasserschütz aus.
  • Der Transistor T 1 liegt mit seiner Basis B 1 über einen Kondensator 50 von 1 l,F und einem mit diesem in Reihe geschalteten Dämpfungswiderstand 51 von 25 K-Ohm am Verbindungspunkt der Primärwicklung 23 und der Hochspannungswicklung 27 der Zündspule. Bei jedem Schließen der Unterbrecherkontakte 34 und 35 erhält dieser Verbindungspunkt das Potential der Minusklemme der Batterie 17, so daß der in diesem Augenblick praktisch ungeladene Kondensator 50 sich über die Plusleitung 18, den Zündschalter 20 sowie einen in der Emitterzuleitung des Transistors T 1 liegenden Gleichrichter 53 und die Emitter-Basis-Strecke aufladen kann. Dieser vom Emitter E 1 zur Basis B 1 des Transistors T 1 fließende Strom hat zur Folge, daß der Transistor T1 leitend wird. Sein von der Kollektorelektrode K 1 über einen Arbeitswiderstand 54 fließende Kollektorstrom J1 erzeugt dann am Widerstand 54 einen Spannungsabfall, während gleichzeitig sich ein Teil der Ladung des Kondensators 47 über den stromleitenden Transistor T 1 ausgleicht. Die dadurch entstehende Spannungsabsenkung am Kondensator 47 wird um so größer, je schneller die an der Primärwicklung 23 der Zündspule abgenommenen Impulse aufeinanderfolgen. Wenn die an der Basis B2 des Transistors T2 wirksam werdende Spannung des Kondensators 47 schließlich so klein geworden ist, daß der vom Emitter E2 zur Basis B2 fließende Steuerstrom des Transistors T2 nicht mehr ausreicht, die Magnetisierungswicklung 43 mit einem ausreichenden Strom zu versorgen, fällt das Hilfsrelais 40 ab und schaltet über das Anlasserschütz 12 den Anlasser,11 aus.
  • Der besondere Vorteil der beschriebenen Anlage besteht darin, daß die Dauer der die Entladung des Kondensators 47 bewirkenden, vom Transistor T 1 erzeugten Impulse durch die Größe des Widerstandes 51 und die Größe des Kondensators 50 bestimmt und daher von der Drehzahl der Brennkraftmaschine unabhängig ist, während die Pausen zwischen den einzelnen Impulsen mit steigender Drehzahl kürzer werden und demzufolge der Kondensator 47 über den Widerstand 54 nicht mehr so stark nachgeladen werden kann, daß die während der Impulse 71 entzogene Ladung voll ersetzt wird. Der von der Verbindungsleitung zwischen den Kondensator 50 und der Basis B 1 des Transistors T 1 zur Hilfsleitung 21 führende und in dieser Richtung stromdurchlässige Gleichrichter 55 stellt bei dem beschriebenen Vorgang sicher, daß sich der Kondensator 50 während der Öffnungszeit des Unterbrechers 24, 34, 35 auch bei hohen Drehzahlen der Brennkraftmaschine annähernd vollständig entladen kann und die beim Öffnen des Unterbrechers entstehenden Spannungssprünge unterdrückt werden.
  • Da der Batterie 17 während des Anlaßvorgangs ein sehr starker Strom entnommen wird, kann es insbesondere in der kalten Jahreszeit vorkommen, daß die Batteriespannung kurzzeitig bis auf die Hälfte ihres Nennwertes abfällt. Da in diesem Fall die Gefahr besteht, daß die Batteriespannung dann nicht mehr ausreicht, um das Hilfsrelais 40 in seiner Einzugsstellung zu halten, ist auf dem Hilfsrelais eine Stromspule 44 vorgesehen, die mit der Magnetisierungsspule 43 auf den gleichen, nicht dargestellten Eisenkern gewickelt und so in den über die Kontakte 41 und 42 geführten Stromkreis des Anlasserschützes 12 eingeschaltet ist, daß der in ihr fließende Steuerstrom des Schaltschützes den über die Wicklung 43 gehenden Kollektorstrom des Transistors T2 unterstützt und das Relais 40 trotz erheblicher Spannungsabsenkung der Batterie in seiner Einzugsstellung hält.
  • Die in der Emitterzuleitung liegende, vorzugsweise aus Silizium bestehende Kristalldiode 53 soll bei stillstehender Brennkraftmaschine verhindern, daß der Transistor T 1 einen hohen Ruhestrom führt, weil sonst der als integrierendes Zeitglied wirkende Kondensator 47 nicht auf seiner vollen Ladung gehalten würde und dann der zweite Transistor T2 beim Starten des Hilfsrelais 40 nicht mehr schließen könnte.
  • Die Kristalldiode 53 kann entfallen, wenn der Transistor T1 aus Silizium besteht.
  • Bei der beschriebenen Anlage erreicht man dadurch, daß der Handschalter 46 hinter dem gemeinsamen Anschlußpunkt der Spule 44 und der positiven Belegung des Kondensators 47 in die Zuführungsleitung zur Emitterelektrode E2 des Transistors T2 eingeschaltet ist, eine wesentliche Verkürzung der Ansprechzeit des Hilfsrelais 40, weil beim Betätigen des Druckknopfschalters 46 der Kondensator 47 bereits aufgeladen ist, sofern sich der Zündschalter 20 in seiner Schließstellung befindet. Wenn man in Abänderung der dargestellten Schaltung die positive Belegung des Kondensator 47 zusammen mit einem Wicklungsende der Spule 44 an den gleichen Kontakt des Druckknopfschalters 46 legt, an den der Emitterwiderstand 45 des Transistors T2 angeschlosesn ist, kann man zusätzlich eine Einschaltverzögerung erzielen, weil dann der Kondensator 47 beim Einlegen des Druckknopfschalters 46 ungeladen ist und sich erst auf eine ausreichende Spannung über den Widerstand 54 aufladen muß, bis der Transistor T2 stromleitend werden und das Anlasserschütz 12 in die Einzugsstellung bringen kann: Eine solche Schaltung ist besonders dann vorteilhaft, wenn man eine automatische, mit dem Schließen des Zündschalters 20 in Tätigkeit tretende Anlaßvorrichtung schaffen will, durch welche die Brennkraftmaschine 10 erneut gestartet wird, wenn diese z. B. wegen zu großer Belastung und gleichzeitiger unzureichender Brennstoffzufuhr stehengeblieben ist.
  • Derartige Anlagen können besonders dort Bedeutung haben, wo mit der Brennkraftmaschine ein Starkstromgenerator verbunden ist. In diesem Falle kann der Zündschalter 20 als Ruhekontaktschalter eines elektromagnetischen Spannungsrelais ausgebildet sein, das an zwei Phasenleitungen eines Starkstromnetzes liegt und so lange offen gehalten wird, wie zwischen den Starkstromleitungen die erforderliche- Spannung vorhanden ist. Wenn dann beispielsweise durch eine Betriebsstörung im Starkstromnetz die Spannung absinkt oder zusammenbricht, wird der Schalter geschlossen und die Brennkraftmaschine angeworfen. Diese kann dann den Starkstromgenerator antreiben und diesen zur Erzeugung des Notstromes veranlassen. Gleichzeitig mit dem Schließen des Zündschalters 20 können Starkstromschalter betätigt werden, mit deren Hilfe die seither am Netz betriebenen Verbraucher auf den Generator umgeschaltet werden. Beim zweiten Ausführungsbeispiel erfolgt die Steuereng der mit zwei Transistoren T3 und T4 ausgerüsteten Sperrvorrichtung durch eine dritte Wicklung 56, die sich zusammen mit einer Primärwicklung 57 und einer Hochspannungswicklung 58 auf dem gemeinsamen, mit 59 angedeuteten Kern einer Zündspule befindet. Die Primärwicklung 57 liegt in Reihe mit einem Zündunterbrecher, dessen beweglicher Schaltarm 60 mit der Minusklemme einer Starterbatterie 61 verbunden ist und von einem Unterbrechernocken 64 gesteuert wird, der mit einem Verteiler 65 mit umlaufender Verteilerelektrode 66 auf einer gemeinsamen Antriebswelle 63 sitzt. Bei jedem Öffnen und Schließen des Zündunterbrechers entsteht in der dritten Wicklung 56 der Zündspule ein Spannungsstoß, der von der Drehzahl der Brennkraftmaschine praktisch unabhängig ist und von dem Transistor T3 verstärkt wird, wenn er die in Fig. 2 mit einem Pfeil angedeutete Richtung hat. Die verstärkten Impulse werden in dem als Zeitglied dienenden Kondensator 67 dadurch integriert, daß dem bei stillstehender Brennkraftmaschine und eingelegtem Zündschalter 68 auf die volle Batteriespannung aufgeladenen Kondensator bei jedem der in der angegebenen Pfeilrichtung induzierten Spannungsstöße über den Transistor T3 kurzzeitig ein Teil seiner Ladung entzogen wird. Wenn zum Einschalten des Anlassers der Druckknopf 70 eingelegt und dadurch die Emitterelektrode des Transistors T4 über ihren Emitterwiderstand 71 an die positive Klemme der Starterbatterie angeschlossen wird, fließt zunächst infolge der am Kondensator 67 von 200 #tF liegenden Spannung ein hoher Kollektorstrom über die Wicklung 73 des Hilfsrelais, dessen aus einem Schaltarm 75 und einem feststehenden Kontakt 76 bestehendes Arbeitskontaktpaar im Betriebsstromkreis eines in Fig.2 nicht dargestellten Anlasserschützes liegt. Der zu diesem Schütz fließende Schaltstrom T ist in Fig. 2 mit einem Pfeil angedeutet. Er geht über eine Haltespule 80, die zusammen mit der Wicklung 73 auf einem gemeinsamen Kern sitzt. Diese Hilfsspule verhindert, daß das Hilfsrelais bei zu niedriger Batteriespannung flattert, und bewirkt, daß es während des Anlassens so lange fest in seiner Einzugsstellung gehalten wird, bis die Brennkraftmaschine anspringt. Es schaltet erst aus, wenn die Brennkraftmaschine mit so hoher Drehzahl läuft, daß die in der Wicklung 56 der Zündspule entstehenden Steuerimpulse sehr rasch aufeinanderfolgen und dadurch den Kondensator 67 auf eine wesentlich niedrigere Spannung bringen. Wenn nämlich die vom Transistor T3 verursachten Entladestromstöße rasch genug aufeinander folgen, kann der Kondensator in den zwischen den Impulsen liegenden Pausen nicht ausreichend nachgeladen werden, so daß seine Spannung sinkt und der Transistor T4 das Hilfsrelais nicht mehr in seiner Einzugsstellung zu halten vermag. Dieses fällt dann ab und schaltet dabei das Anlasserschütz und den Anlasser aus.
  • Da die Stärke der Entladung des Kondensators 67 von der Größe des Kollektorwiderstandes 82 abhängt, empfiehlt es sich, diesen veränderlich zu machen und auf einen mittleren Wert von etwa 5 K-Ohm einzustellen. Man kann dann diejenige Drehzahl, bei der die Anlaßsperrvorrichtung den Anlasser ausschaltet, mit Hilfe des Widerstands 82 einstellen.
  • Selbstverständlich kann man in der bereits beim ersten Ausführungsbeispiel angedeuteten Weise Vorrichtungen anbringen, durch welche der Schalter 70 selbsttätig in seiner Einschaltstellung gehalten wird, solange der Zündschalter 68 geschlossen ist, oder auf den Druckknopfschalter 70 -ganz verzichten und die dargestellte Schaltvorrichtung dazu benutzen, den Anlasser selbsttätig wieder einzuschalten, wenn die Brennkraftmaschine stehengeblieben ist. Wenn die Brennkraftmaschine bei geöffnetem Zündschalter längere Zeit stillgestanden hat und durch Einlegen des Zündschalters 68 gestartet wird, wirkt sich der Kondensator 67 so aus, daß nach dem Einlegen des Zündschalters 68 erst etwa 1 Sekunde vergehen muß, bis der Kondensator 67 so weit aufgeladen ist, daß das Anlasserschütz über das Hilfsrelais 74 und den vorher gesperrten Transistor T4 in seine Einschaltstellung gelangt. Wenn jedoch die Brennkraftmaschine bei geschlossenem Zündschalter aus dem Lauf heraus stehenbleibt, vergeht nur etwa die Hälfte dieser Verzögerungszeit zwischen demjenigen Zeitpunkt, an dem die Brennkraftmaschine ihren Stillstand erreicht hat, und demjenigen Zeitpunkt, bei dem der Anlasser selbsttätig wieder eingeschaltet wird.

Claims (12)

  1. PATENTANSYPÜC.HE: 1. Elektrische Schaltvorrichtung für Brennkraftmaschinen, deren Andrehrnotoren aus einer Batterie gespeist werden und in ihrem Betriebsstromkreis ein elektromagnetisches Schaltschütz haben, das durch Schließen eines Schalters mit der Batterie verbunden werden kann und dann den Betriebsstromkreis des Andrehmotors schließt, gekennzeichnet durch die Verwendung eines mit seinen Arbeitskontakten im Steuerstromkreis des Schaltschützes angeordneten Hilfsrelais (40) und wenigstens eines Transistors, der dem Hilfsrelais vorgeschaltet an einen Impulsgeber angeschlossen ist, dessen Frequenz mit der Maschinendrehzahl steigt, während die Länge seiner Impulse drehzahlunabhängig ist, sowie durch die Verwendung eines integrierenden Zeitgliedes, durch welches das Hilfsrelais unterhalb einer gegebenen Mindestdrehzahl der Brennkraftmaschine geschlossen gehalten wird.
  2. 2. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Transistoren (T1 und T2) vorgesehen sind, von denen der auf dem zweiten, dem Hilfsrelais vorgeschalteten Transistor (T2) einwirkende erste Transistor (T1) mit seiner Steuerelektrode über ein differenzierendes Zeitglied an eine im Takt der Drehzahl der Brennkraftmaschine sich ändernde Spannung angeschlossen ist.
  3. 3. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 2 mit zwei Transistoren vom p-n-p-Typ, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zweiten Transistor und dem ersten Transistor ein Kondensator von etwa 50 bis 250 @F angeordnet ist, der mit seiner einen Belegung an der Steuerelektrode (B2) des zweiten Transistors und an der mit dieser verbundenen und über einen Arbeitswiderstand an die Minusklemme einer Betriebsstromquelle angeschlossenen Kollektorelektrode des ersten Transistors liegt, während seine andere Belegung an die Plusklemme der Betriebsstromquelle anschließbar ist.
  4. 4. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das differenzierende Zeitglied wenigstens einen Kondensator (50) enthält, der in die Anschlußleitung der an der impulsförmigen Spannung angeschlossenen Steuerelektrode (B 1) des ersten Transistors eingeschaltet ist.
  5. 5. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das differenzierende Zeitglied aus einem Kondensator (50) und einem mit diesem in Reihe geschalteten Ladewiderstand (51) besteht.
  6. 6. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode (B1) des Transistors mit der Plusklemme der Betriebsstromquelle (17) über einen Gleichrichter (55) verbunden ist.
  7. 7. Elektrische Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Emitterzuleitung des aus Germanium bestehenden - ersten Transistors (T1) ein Gleichrichter, vorzugsweise ein Kristallgleichrichter (53), eingeschaltet ist. B.
  8. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in die Emitterzuleitung des ersten Transistors (T1) ein Siliziumgleichrichter eingeschaltet ist.
  9. 9. Elektrische Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrelais (40) außer einer an den zweiten Transistor angeschlossenen Hauptwicklung (43) noch eine diese in ihrer Wirkung unterstützende Haltewicklung (44) aufweist, über die der Betriebsstrom des Schaltschützes (12) des Andrehmotors (11) geführt ist.
  10. 10. Elektrische Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Betätigung des Andrehmotors vorgesehener Handschalter (46) in der Emitterzuleitung des zweiten Transistors (T2) angeordnet ist.
  11. 11. Elektrische Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Verwendung für Brennkraftmaschinen mit einer Hochspannungszündanlage, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode des ersten Transistors (T1) an die Hochspannungszündanlage angeschlossen ist.
  12. 12. Elektrische Schaltvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode des ersten Transistors (T1) an den Verbindungspunkt der Hochspannungswicklung und der Niederspannungswicklung der Zündanlage angeschlossen ist.
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