DE1072763B - Verfahren und Anordnung zum Verschweißen einer Deckplatte mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteil - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Verschweißen einer Deckplatte mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten BauteilInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verschweißen einer Deckplatte
mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteil. Bei solchen Schweißungen
besteht die Forderung, die Schweißnaht so zu legen, daß sie möglichst genau der Streifenform folgt, d. h.
also, daß die Streifen möglichst über ihre gesamte Länge mit der Deckplatte verschweißt werden. Eine
solche Schweißung kann mit den bisher üblichen Schweiß verfahren im allgemeinen nur unter großen
Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Es ist schon vorgeschlagen worden, für das Schweißen von Sonderwerkstoffen, wie z. B. Zirkon, einen
Elektronenstahl als Mittel für die Zuführung der notwendigen Energie zu verwenden. Diese Schweißungen
werden im Hochvakuum durchgeführt.
Zur Vermeidung der diesem Schweiß verfahren anhaftenden
Nachteile wurde auch schon vorgeschlagen, die Intensität des Ladungsträgerstrahles während des
Bearbeitungsvorganges impulsförmig zur Wirkung zu bringen. Dieses Schweiß verfahren bietet erhebliche
\rorteile, welche insbesondere darin liegen, daß sehr
feine Schweißnähte hergestellt werden können.
Die Aufgabe, eine Deckplatte mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteil entlang
dieser Streifen zu verschweißen, kann mit Hilfe des erwähnten, mit einem Ladungsträgerstrahl arbeitenden
Schweißverfahrens gelöst werden. Gemäß der Erfindung werden zur Durchführung einer solchen
Schweißung die Deckplatte und der aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzte Bauteil mit die
Deckplatte durchdringenden Strahlen abgetastet und wird über einen von der Strahlung getroffenen Empfänger
automatisch ein zur Schweißung dienender Ladungsträgerstrahl zu gesteuert, daß er mit einer
zur Schweißung ausreichenden Intensität nur auf solche Stellen der Deckplatte auftrifft, unter welchen
ein Streifen liegt. Zur Durchstrahlung des Werkstückes können dabei vorzugsweise Röntgenstrahlen
oder die von einem radioaktiven Präparat ausgehende Strahlung verwendet werden. Mit Hilfe dieser Strahlen
gelingt es, auch undurchsichtige Deckplatten zu durchstrahlen, so daß also auch in diesem Fall die
Schweißnaht so gelegt werden kann, daß sie möglichst genau der Streifenform des zu verschweißenden Bauteiles
folgt.
Um die Schweißnaht genau entlang den Streifen des mit der Deckplatte zu verschweißenden Bauteiles
zu legen, wird zweckmäßig mittels einer an sich bekannten Nachsteuereinrichtung die Strahlungsquelle
und der zugeordnete Empfänger den Streifen des zu verschweißenden Bauteiles nachgeführt, wobei die
durch diese Nachführung gegebenen Koordinatenwerte einem Speicher zugeführt werden, der nach einer ein-
Verfahren und Anordnung
zum Verschweißen einer Deckplatte
mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt
zusammengesetzten Bauteil
Anmelder:
Fa. Carl Zeiss, Heidenheim/Brenz
Fa. Carl Zeiss, Heidenheim/Brenz
Dipl.-Phys. Karl Heinz Steigerwald,
Heidenheim/Brenz,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
stellbaren Verzögerungszeit die Ablenkung des Ladungsträgerstrahles entsprechend diesen Koordinatenwerten
steuert. Als Speicher kann dabei beispielsweise ein endloses Magnetband verwendet werden,
auf dem die den Koordinatenwerten entsprechenden Spannungswerte aufgezeichnet werden und von
dem diese Werte mit einer einstellbaren Verzögerungszeit wieder abgenommen werden. Es ist ebenso möglich,
an Stelle des Magnetbandes eine Speicherröhre zu verwenden.
Da die Schweißung mit möglichst großer Geschwindigkeit vorgenommen werden soll, ist es erforderlich,
alle Steuervorrichtungen so auszubilden, daß ihre Regelzeitkonstante möglichst klein ist. Es empfiehlt
sich deshalb, überall elektronische Mittel zu verwenden.
Ist es nicht erforderlich, die Schweißnaht so zu Iegen,
daß die Streifen des mit der Deckplatte zu verschweißenden Bauteiles an allen Stellen mit dieser
Platte verschweißt sind, so ist es vorteilhaft, die Strahlungsquelle und den zugeordneten Empfänger in
vorgegebener Weise zu bewegen, d. h. also, das Werkstück abzutasten. In diesem Fall werden zweckmäßig
die Ladungsträgerstrahl-Ablenksysteme in der Art mit der Bewegungsvorrichtung des Empfängers gekoppelt,
daß der Ladungsträgerstrahl in vorgegebenem Abstand dem Empfänger folgt. Dadurch wird vermieden,
daß der Empfänger vom Ladungsträgerstrahl getroffen und dadurch beschädigt werden kann. Über
ein mit dem Empfänger verbundenes Relais wird der Ladungsträgerstrahl mit der seinem Abstand zum
Empfänger entsprechenden Zeitverzögerung einge-
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schaltet, sobald unter seiner Auftreffstelle auf der
Deckplatte ein Streifen liegt.
Neigt man den Ladungsträgerstrahl etwas gegen die Oberfläche des Werkstückes, so ist eine Beschädigung
des Empfängers durch den Ladungsträgerstrahl von vornherein ausgeschlossen. In diesem Fall werden
die Ladungsträgerstrahl-Ablenksysteme zweckmäßig so mit der Bewegungsvorrichtung des Empfängers
gekoppelt, daß die Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles stets mit der Durchtrittsstelle der Strahlung
zusammenfällt. Auch hier wird über ein mit dem Empfänger verbundenes Relais der Ladungsträgerstrahl
nur dann eingeschaltet, wenn unter seiner Auftreffstelle auf der Deckplatte ein Streifen liegt.
Entsprechend einer anderen Ausbildung des Verfahrens wird das gesamte Werkstück in vorgegebener
Weise gegenüber einer feststehenden Strahlungsquelle mit zugeordnetem Empfänger bewegt. Dabei wird
über ein mit dem Empfänger verbundenes Relais der Ladungsträgerstrahl dann eingeschaltet, wenn unter
seiner Auftreffstelle auf der Deckplatte ein Streifen liegt. Auch in diesem Fall kann die Anordnung so getroffen
werden, daß die Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles mit der Durchtrittsstelle der Strahlung
zusammenfällt. Es ist jedoch ebenso möglich, die Anordnung so zu treffen, daß der Empfänger und die
Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles räumlich voneinander getrennt sind. Ist dies der Fall, so wird
das vom Empfänger gelieferte Signal dem Strahlerzeugungssystem über einen Speicher mit der dem
Abstand des Empfängers von der Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles entsprechenden Zeitverzögerung
zugeführt.
Gemäß einer weiteren Ausbildung des neuen Verfahrens wird das gesamte Werkstück in vorgegebener
Weise gegenüber dem feststehenden und in seiner Intensität unter den zur Schweißung erforderlichen
Arbeitswert verringerten Ladungsträgerstrahl bewegt. Der Ladungsträgerstrahl ruft an seiner Auftreffstelle
keinen Bearbeitungseffekt hervor, sondern löst lediglich Röntgenstrahlung aus. Diese Röntgenstrahlung
wird einem Empfänger zugeleitet, welcher über ein Relais die Intensität des Ladungsträgerstrahles nur
dann auf den zur Schweißung erforderlichen Arbeitswert erhöht, wenn unter der Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles
auf der Deckplatte ein Streifen liegt.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens enthält ein an sich bekanntes Strahlerzeugungssystem
mit einer elektromagnetischen Linse zur Fokussierung des Ladungsträgerstrahles auf das
Werkstück und einem unterhalb dieser Linse angeordneten Ablenksystem. Sollen zur Durchstrahlung des
Werkstückes Röntgenstrahlen verwendet werden, so ist es vorteilhaft, unterhalb des Werkstückes eine
Röntgenstrahlquelle anzuordnen und den dieser Röntgentrahlquelle zugeordneten Empfänger oberhalb des
Werkstückes anzubringen. Dieser Empfänger ist dann mit Schaltmitteln verbunden, welche zur Steuerung
des Ablenksystems und/oder des Strahlerzeugungssystems dienen.
In manchen Fällen ist es auch vorteilhaft, an Stelle
der Röntgenstrahlquelle auf der an der Deckplatte anliegenden Oberfläche des aus Streifen beliebiger Gestalt
zusammengesetzten Bauteiles eine Schicht aus radioaktivem Material aufzubringen. Oberhalb der
Deckplatte wird dann ein Empfänger angebracht, welcher relativ zum Werkstück bewegt wird und über
geeignete Schaltmittel das Ablenksystem und /oder das Strahlerzeugungssystem des Gerätes steuert.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Fig. 1 bis 5 näher erläutert,
dabei zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung,
Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung, ebenfalls in schematischer Darstellung,
Fig. 3 eine Teilansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
ίο Fig. 4 die Teilansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles,
Fig. 5 einen aus Streifen zusammengesetzten Bauteil in der Ansicht von oben.
Bei der in Fig 1 dargestellten Vorrichtung ist mit 1 die Kathode, mit 2 die Wehnelt-Elektrode und mit 3
die Anode eines Elektronenstrahlerzeugungssystemes bezeichnet. Der von diesem System erzeugte Elektronenstrahl
4 tritt durch eine Strahlformungsblende 5, welche mittels zweier Knöpfe 6 und 7 justiert werden
kann. Unterhalb der Blende 5 ist eine elektromagnetische Linse 8 angeordnet, welche zur Fokussierung
des Elektronenstrahles 4 auf das zu bearbeitende Werkstück dient. Ein aus vier elektromagnetischen
Spulen bestehendes Ablenksystem 9 ist unterhalb der Linse 8 angeordnet. Sämtliche Bauteile befinden sich
in einem geerdeten Gehäuse 10.
An das Gehäuse 10 schließt sich der eigentliche Bearbeitungsraum 11 an. In diesem Raum ist das zu bearbeitende
Werkstück gelagert, welches aus einer Deckplatte 12, einem aus Streifen beliebiger Gestalt
zusammengesetzten Bauteil 13 und einer Bodenplatte 14 besteht. Das Werkstück ist mittels der Einspannvorrichtung
15 gehaltert und auf einem Zwischenboden 16 gelagert. Unterhalb des Bodens 16 ist ein Gehäuse
17 angeordnet, welches eine Röntgenstrahlquelle 18 enthält. Das Gehäuse 17 ist auf einem schematisch
dargestellten Kreuzschlitten 19, 20 gelagert. Der Elektromotor 21 dient zur Querverschiebung der Röntgenstrahlquelle
18, während der Motor 22 die Längsverschiebung der Röntgenstrahlquelle 18 bewirkt.
Oberhalb des Werkstückes 12, 13, 14 ist ein mit
einem vertikalen Spalt 24 versehenes Gehäuse 23 angeordnet, welches einen für Röntgenstrahlung empfindlichen
Empfänger 25 enthält. Das Gehäuse 23 ist in hier nicht dargestellter Weise mit dem Gehäuse 17
der Röntgenstrahlquelle 18 verbunden, so daß also der Empfänger 25 sämtliche Verschiebungen der Röntgenstrahlquelle
18 mitmacht.
Der Empfänger 25 ist mit einem Verstärker 26 verbunden, welcher seinerseits mit einer Speichervorrichtung
27 in Verbindung steht. Mit 28 ist ein Impulserzeuger bezeichnet, welcher durch vom Speicher 27
kommende Signale ausgelöst wird. Der Motor 21 liefert bei der Verschiebung des Tisches 19 eine Spannung,
welche dem Betrag dieser Verschiebung proportional ist. Diese Spannung wird einem Verstärker
29 zugeführt und gelangt von dort zu den die Querablenkung bewirkenden Ablenkspulen des Ablenksystemes
9. Der die Längsablenkung bewirkende Elektromotor 22 liefert gleichzeitig eine dem Betrag
dieser Ablenkung proportionale Spannung. Diese wird einem Verstärker 30 zugeführt und gelangt von dort
zu den die Längsablenkung des Elektronenstrahles 4 bewirkenden Ablenkspulen des Ablenksystems 9.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist folgende:
Die Vorspannung des Wehnelt-Zylinders 2 ist zunächst so eingestellt, daß kein Elektronenstrahl 4 erzeugt
wird. Die von der Röntgenstrahlquelle 18 ausgehende Röntgenstrahlung tritt durch das Werkstück
12, 13, 14 und wird dabei mehr oder weniger stark geschwächt, je nachdem im Weg des betrachteten
Röntgenstrahles ein Streifen des Bauteiles 13 gelegen ist oder nicht. Durch den Schlitz 24 wird die senkrecht
zur Oberfläche der Deckplatte 12 des Werkstückes austretende Röntgenstrahlung ausgeblendet und fällt
auf den Empfänger 25. Ist genau senkrecht unter dem Spalt 24 ein Streifen des Bauteiles 13, so ist die vom
Empfänger gelieferte Spannung ein Minimum. Diese Spannung wird im Verstärker 26 verstärkt und einem
Speicher 27 zugeführt. Dieser Speicher 27 kann beispielsweise als Magnetbandspeicher ausgebildet sein,
oder er kann aus einer sogenannten Speicherröhre bestehen. Über eine Leitung 31 wird dem Speicher 27
vom Motor 22 eine der Vorschubgeschwindigkeit proportionale Spannung zugeführt. Diese Spannung
legt die Zeitverzögerung fest, mit welcher die vom Verstärker 26 eingehenden Signale an den Impulserzeuger
28 weitergegeben werden.
Wird beispielsweise vom Empfänger 25 angezeigt, daß zu einem Zeitpunkt tx ein Streifen des Bauteiles
13 unterhalb dem Spalt 24 liegt, so wird über den Speicher 27 der Impulserzeuger 28 zum Zeitpunkt
Z1 + At in Tätigkeit gesetzt. Dadurch wird ein impulsförmiger
Elektronenstrahl 4 erzeugt, welcher genau auf die Stelle auftrifft, welche zum Zeitpunkt tx unterhalb
des Spaltes 24 lag.
Über die Verstärker 29 und 30 wird das Ablenksystem so gesteuert, daß der Elektronenstrahl 4 stets
in einem genau bestimmten Abstand dem Empfänger 25 folgt. Dadurch wird es möglich, über den vom
Motor 22 bewirkten Vorschub die Zeit A t genau festzulegen, welche dem Abstand des Spaltes 24 von der
Auftreffstelle des Elektronenstrahles 4 entspricht.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung ist das Werkstück 12, 13, 14 auf einem schematisch dargestellten
Kreuztisch 32, 33 gelagert. Ein Elektromotor 34 dient zur Längsverschiebung des Werkstückes,
während ein Elektromotor 35 die Querverschiebung des Werkstückes bewirkt. Der Kreuzschlitten selbst ist
auf einer Zwischenwand 36 gelagert, unterhalb deren ein fest angeordnetes Gehäuse 37 angebracht ist. Das
Gehäuse 37 enthält eine feststehende Röntgenröhre 38. Oberhalb des Werkstückes 12, 13, 14 ist ein mit einem
Spalt 40 versehenes Gehäuse 39 fest angeordnet, welches einen Empfänger 41 enthält. Dieser Empfänger
ist über einen Verstärker 42 mit einem Speicher 43 verbunden.
Die Wirkungsweise der hier dargestellten Vorrichtung ist folgende:
Das Werkstück 12, 13, 14 wird mittels der Elektromotore
34 und 35 gegenüber der Röntgenstrahlquelle 38 und dem feststehenden Empfänger 41 verschoben.
Die vom Empfänger 41 gelieferten Signale werden bei 42 verstärkt, im Speicher 43 gespeichert und nach
einer Zeit A t an den Impulserzeuger weitergegeben.
Diese Zeit A t entspricht dem in den Zeitmaßstab übertragenen Abstand zwischen dem Spalt 40 und der
räumlich feststehenden Auftreffstelle des Elektronen- : trahles 4. Über eine Leitung 44 wird dem Speicher 43
vom Motor 34 eine S teuer spannung zugeführt, welche die Zeitverzögerung A t festlegt.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung ist das Werkstück 12, 13, 14 auf einem Kreuztisch 45, 46 gelagert,
welcher mittels der Elektromotore 47 und 48 bewegt wird. Auf dem Boden des Gehäuses 11 ist ein
abgeschirmtes Gehäuse 49 angeordnet, welches einen Spalt 50 enthält. Im Gehäuse 49 ist ein auf Röntgenstrahlung
empfindlicher P2mpfänger 51 angeordnet, welcher über einen Verstärker 52 direkt mit dem zur
Erzeugung der Vorspannung des Wehnelt-Zylinders 2 dienenden Gerät in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise der hier dargestellten Vorrichtung ist folgende:
Die Vorspannung des Wehnelt-Zylinders 2 ist zunächst so eingestellt, daß die Intensität des impulsförmig
modulierten Elektronenstrahles 4 nicht zur Vornahme einer Schweißung ausreicht. Der auf die
Deckplatte 12 auftreffende Elektronenstrahl 4 wird
ίο vielmehr lediglich eine Röntgenstrahlung auslösen,
welche im Empfänger 51 in Spannungswerte umgesetzt wird. Die Intensität der auf dem Empfänger 51
treffenden Röntgenstrahlung ist abhängig davon, ob unter der Auftreffstelle des Elektronenstrahles 4 auf
der Deckplatte 12 ein Streifen des Bauteiles 13 liegt. Die im Empfänger 51 entstehenden Steuersignale werden
im Verstärker 52 verstärkt und erniedrigen automatisch die Vorspannung der Wehnelt-Elektrode 2 so
weit, daß die Intensität des Elektronenstrahles 4 auf den Arbeitswert ansteigt.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung. Mit der hier dargestellten
Vorrichtung gelingt es, die Schweißnaht so zu legen, daß sie in allen Punkten dem Verlauf der
Streifen des Bauteiles 13 folgt. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, besteht der Bauteil 13 aus Querstreifen 54 und
Längsstreifen 55. Die Schweißnaht soll nun so gelegt werden, daß sie auf der Deckplatte 12 genau dem Verlauf
der Streifen 54 und 55 folgt.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung ist das zu bearbeitende Werkstück 12, 13, 14 auf einem im
Bearbeitungsraum 11 angeordneten Zwischenboden 56 fest gelagert. Unterhalb des Zwischenbodens 56 ist ein
Gehäuse 57 angeordnet, welches eine Röntgenstrahlquelle 58 enthält. Das Gehäuse 57 ist auf einem schematisch
dargestellten Kreuztisch 59, 60 gelagert, welcher mittels zweier schematisch dargestellter Bewegungsvorrichtungen
61 und 62 verschoben wird. Oberhalb der Deckplatte 12 des Werkstückes ist ein Gehäuse 63 angeordnet, welches mit einem Spalt 64
versehen ist. Das Gehäuse 63 enthält einen Empfänger 65, welcher mit einem Verstärker 66 in Verbindung
steht, und ist in hier nicht dargestellter Weise fest mit dem Gehäuse 57 verbunden, so daß also Röntgenstrahlquelle
58 und Empfänger 65 stets dieselben Bewegungen ausführen. Der Empfänger 65 besteht in dem hier
dargestellten Fall beispielsweise aus einer zweigeteilten Zelle.
Die Wirkungsweise der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung ist folgende:
Über die Bewegungsvorrichtung 61 wird die Röntgenstrahlquelle 58 mit zugeordnetem Empfänger 65 längsverschoben.
Die Bewegungsvorrichtung 61 liefert gleichzeitig eine Spannung, welche dem Betrag der
Verschiebung proportional ist. Diese Spannung wird einem Verstärker 68 zugeführt und gelangt von dort
zu den betreffenden Ablenkspulen des Ablenksystemes 9. Mittels dieser Spannung wird der Elektronenstrahl 4
so nachgeführt, daß er in Längsrichtung dem Empfänger 65 stets in gleichem Abstand folgt.
Die vom Empfänger 65 gelieferte Spannung wird bei 66 verstärkt und einer Bewegungsvorrichtung 62
zugeführt, welche die Röntgenstrahlquelle 58 in der Querrichtung verschiebt. Die Nachführeinrichtung 65,
66, 62 ist so ausgebildet, daß der von dem Empfänger 65 angeordnete Spalt 64 des Gehäuses 63 stets entlang
den Streifen des Bauteiles 13 geführt wird. Dies ist beispielsweise auch dann gewährleistet, wenn diese
Streifen beliebige Gestalt haben, insbesondere auch wenn sie mit der Richtung des Längsvorschubes einen
Claims (12)
1. Verfahren zum Verschweißen einer Deckplatte mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten
Bauteil entlang dieser Streifen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Bauteil (13) und
die Deckplatte (12) mit die Platte durchdringenden Strahlen abgetastet werden, und daß über einen
von der Strahlung getroffenen Empfänger (25;, 41,
51, 65) automatisch ein in an sich bekannter Weise zur Schweißung dienender Ladungsträgerstrahl (4)
so gesteuert wird, daß er mit einer zur Schweißung ausreichenden Intensität nur auf solche Stellen
der Deckplatte (12) auftrifft, unter welchen ein Streifen (13) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 in der Anwendung zum \rerschweißen einer undurchsichtigen Deckplatte
mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteil, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Durchstrahlung des Werkstückes (12, 13, 14) Röntgenstrahlung (18, 38, 58) verwendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 in der Anwendung zum Verschweißen einer undurchsichtigen Deckplatte
mit einem aus Streifen beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteil, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Durchstrahlung des Werkstückes die von einem radioaktiven Präparat ausgehende
Strahlung verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer an sich bekannten
Nachsteuereinrichtung (9, 21, 22, 29, 30) die Strahlungsquelle (18) und der zugeordnete Empfänger
(25) den Streifen (13) des zu verschweißenden Bauteiles (12, 13, 14) nachgeführt werden und
daß die durch diese Nachführung gegebenen Koordinatenwerte einem Speicher (27) zugeführt
werden, der nach einer einstellbaren Verzögerungszeit die Ablenkung des Ladungsträgerstrahles (4)
entsprechend diesen Koordinatenwerten steuert.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsquelle (18) und
der zugeordnete Empfänger (25) in vorgegebener Weise bewegt werden, wobei die Ladungsträgerstrahl-Ablenksysteme
(9) derart mit der Bewegungsvorrichtung (21, 22) des Empfängers (25) gekuppelt sind, daß der Ladungsträgerstrahl
(4) in vorgegebenem Abstand dem Empfänger (25) folgt, und daß über ein mit dem Empfänger (25)
verbundenes Relais der Ladungsträgerstrahl (4) mit der seinem Abstand zum Empfänger (25) entsprechenden
Zeitverzögerung eingeschaltet wird, wenn unter seiner Auftreffstelle auf der Deckplatte
(12) ein Streifen (13) liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsquelle (18) und
der zugeordnete Empfänger (25) in vorgegebener Weise bewegt werden, wobei die Ladungsträgerstrahl-Ablenksysteme
(9) so mit der Bewegungsvorrichtung (21, 22) des Empfängers (25) gekoppelt sind, daß die Auftreffstelle des vorzugsweise
gegen die Deckplatte (12) geneigten Ladungsträgerstrahles (4) stets mit der Durchtrittstelle der
Strahlung (18) zusammenfällt, und daß über ein mit dem Empfänger (25) verbundenes Relais der
Ladungsträgerstrahl (4) nur dann eingeschaltet wird, wenn unter seiner Auftreffstelle auf der
Deckplatte (12) ein Streifen (13) liegt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte Werkstück (12 bis
14) in vorgegebener Weise gegenüber einer feststehenden Strahlungsquelle (38) mit zugeordnetem
Empfänger (41) bewegt wird, und daß über ein mit dem Empfänger (41) verbundenes Relais der
Ladungsträgerstrahl (4) nur dann eingeschaltet wird, wenn unter seiner Auftreffstelle auf der
Deckplatte (12) ein Streifen (13) liegt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei räumlicher Trennung des Empfängers
(41) und der Auf treffstelle des Ladungsträgerstrahles (4) das vom Empfänger (41) gelieferte
Signal mit der dem Abstand des Empfängers (41) von der Auftreffstelle des Ladungsträgerstrahles
(4) entsprechenden Zeitverzögerung zugeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte Werkstück (12
bis 14) in vorgegebener Weise gegenüber dem feststehenden und in seiner Intensität unter den zur
Schweißung erforderlichen Arbeitswert verringerten Ladungsträgerstrahl (4) bewegt wird, und daß
über ein mit dem Empfänger (51) verbundenes Relais die Intensität des Ladungsträgerstrahles (4)
nur dann auf den zur Schweißung erforderlichen Arbeitswert erhöht wird, wenn unter seiner Auftreffstelle
auf der Deckplatte (12) ein Streifen (13) liegt.
10. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
an sich bekanntes Strahlerzeugungssystem (1 bis 5), eine elektromagnetische Linse (8) zur Fokussierung
des Ladungsträgerstrahles (4) auf das Werkstück (12 bis 14) und einem unterhalb dieser Linse
(8) angeordneten Ablenksystem (9), weiterhin gekennzeichnet durch eine zur Durchstrahlung des
Werkstückes dienende Röntgenstrahlquelle (18, 38,
58) mit zugeordnetem Empfänger (25, 41, 51, 65) und mit diesem verbundene, zur Steuerung des Ablenksystems
(9) und/oder des Strahlerzeugungssystems (1 bis 5) dienende Schaltmittel.
11. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein
an sich bekanntes Strahlerzeugungssystem (1 bis 5) eine elektromagnetische Linse (8) zur Fokussierung
des Ladungsträgerstrahles (4) auf das Werkstück (12 bis 14) und einem unterhalb dieser Linse
angeordneten Ablenksystem (9), weiterhin gekennzeichnet durch eine auf der, an der Deckplatte (12)
anliegenden Oberfläche des aus Streifen (13) beliebiger Gestalt zusammengesetzten Bauteiles aufgebrachten
Schicht aus radioaktivem Materiaflmd einen oberhalb der Deckplatte (12) angeordneten
Empfänger (25, 41, 65) und mit diesem verbundene, zur Steuerung des Ablenksystems (9) und/oder des
Strahlerzeugungssystems (1 bis 5) dienende Schaltmittel.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht aus radioaktivem Material nur auf solche Stellen aufgebracht ist, die
vom Ladungsträgerstrahl (4) getroffen werden, sollen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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