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DE1072520B - - Google Patents

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Publication number
DE1072520B
DE1072520B DENDAT1072520D DE1072520DA DE1072520B DE 1072520 B DE1072520 B DE 1072520B DE NDAT1072520 D DENDAT1072520 D DE NDAT1072520D DE 1072520D A DE1072520D A DE 1072520DA DE 1072520 B DE1072520 B DE 1072520B
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DE
Germany
Prior art keywords
bobbin
lever
spinning
bank
bobbins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1072520D
Other languages
English (en)
Publication date
Publication of DE1072520B publication Critical patent/DE1072520B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H9/00Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine
    • D01H9/02Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for removing completed take-up packages and replacing by bobbins, cores, or receptacles at take-up stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
    • D01H9/04Doffing arrangements integral with spinning or twisting machines
    • D01H9/046Doffing arrangements integral with spinning or twisting machines for flyer type machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auswechseln von Spulenbänken an Vor- und Feinspinnmaschinen, insbesondere Jute-Flügelspinnmaschinen, mit nach Füllen der Spulen nach unten verlängerbarem Abwärtshub der Spulenbankträger und Auswechseln der vollen gegen die leeren Spulenbänke durch eine vom Spulenbankträger betätigte Schwinge.
Spinnmaschinen, die insbesondere zum Verspinnen von Hartfasern, wie Bast, Hanf, Flachs, Jute od. dgl., dienen und bei denen die Spinnzeit von Kopswechsel zu Kopswechsel verhältnismäßig kurz ist, sind zum Abkürzen der mit dem Kopswechsel verbundenen Stillstandszeiten mit einer zweiten Spulenbank ausgerüstet, so daß es möglich ist, die vollen Spulen einer Spulenbank abzuziehen und gegen leere auszutauschen, während gleichzeitig die Spulen der zweiten Spulenbank besponnen werden.
Der Austausch der Spulenbänke erfolgt bisher gewöhnlich durch eine handbetätigte Spulenbankauswechselvorrichtung, wobei das Spinnpersonal erhebliche Körperkraft undAufmerksamkeit aufzmvenden hat. Ferner ergibt sich bei den handbetätigten Vorrichtungen ein gewisser Zeitverlust.
Zum Vermindern dieser Nachteile ist es bekannt, den Spulenbankwechsel durch mechanische und elektrische Mittel zu bewirken, wobei vom Bedienungspersonal nur noch Schaltknöpfe, Hebel od. dgl. zu betätigen sind. Immerhin sind bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art immer noch sechs handbetätigte Steuervorgänge auszuführen.
Bekannt sind ferner Spulenauswechselvorrichtungen, bei denen ein Leerspulenträger durch eine zusätzliche Abwärtsbewegung der auf- und abwärts bewegten Spulenbank so verschwenkt wird, daß der zunächst unterhalb der Spulenbank befindliche Leerspulenträger in der abgesenkten Stellung der Spulenbank oberhalb derselben zu liegen kommt. In dieser Stellung wird durch das Zurückschwenken des Leerspulenträgers ein Abwerfen der vollen Spulen bewirkt, und bei der erneuten Aufwärtsbewegung der Spindelbank setzen sich die Leerspulen, die an dem Leerspulenträger durch Klammern gehalten werden, auf die Spindeln der Spulenbank auf. Eine solche Spulenauswerfvorrichtung hat sehr erhebliche Nachteile, insbesondere wird durch das regellose Herunterfallen der vollen Spulen das Anspinnen sehr erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden. Erfiudungsgemäß geht der gesamte Spulenbankwechsel in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von der Ab- und Aufwärtsbewegung der Spulenbankträger selbsttätig derart vonstatten, daß nach Füllen der Spulen zunächst nur die Spinnorgane durch von Hand
Verfahren und Vorrichtung
zum Auswechseln von Spulenbänken
an Vor- und Feinspinnmaschinen,
insbesondere Jute-Flügelspinnmaschinen
Anmelder:
Spinnbau G.m.b.H.,
Bremen-Farge, Farger Str. 201
Rudolf Teupel, Bremen,
ist als Erfinder genannt worden
oder selbsttätig erfolgendes Abschalten ihres Antriebes stillgesetzt werden, während der Antrieb für das Auf- und Abwärtsbewegen der Spulenbankträger vorzugsweise mit erhöhter Geschwindigkeit bis zum vollendeten Spulenbankwechsel weiterläuft und zu diesem Zeitpunkt durch die in Arbeitsstellung gekommene Reservespulenbank selbsttätig abgeschaltet wird. Bei dieser Betriebsweise ist vom Bedienungspersonal höchstens ein Handgriff auszuführen, nämlich das Abschalten der Spinnorgane, um den Auswechselvorgang einzuleiten, der dann bis zum Ende vollautomatisch abläuft. Durch eine bekannte Einrichtung, beispielsweise ein Zählwerk oder eine Spulenabtastvorrichtuug, kann aber auch dieser einzige Handgriff zum Einleiten desSpulenbankwechsels noch automatisch erfolgen, so daß das Spinnpersonal überhaupt keine Bedienung mehr vorzunehmen braucht und auch hinsichtlich seiner Aufmerksamkeit entlastet ist.
Erfindungsgemäß ist ein Doppelhebel vorhanden, durch dessen eines Ende das untere Hubbegrenzungsorgan für den Spulenbankträger, durch dessen anderes Ende Spindeln und Streckwerk, nicht aber der Hubantrieb ausrückbar sind.
Die Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Erfindung in Anwendung auf eine Flügelspinnmaschine mit Schraubenradantrieb für die Spinnflügel und für die Heb- und Senkbewegung der Spulenbankträger. Die Abbildung zeigt die Maschine in Teil-Vorderansicht;
909 707/210
1
Fig. 2 stellt die Spulenbankwechselvorrichtung in Seitenansicht dar; dabei befindet sich eine Spulenbank in Spinnstellung und die andere in Reservestellung;
Fig. 3 veranschaulicht eine Phase während des Spulenbankwechsels, bei welcher der Spulenbankträger sich in tiefster Stellung befindet;
Fig. 4 veranschaulicht die Stellung des Spulenbankträgers beim Anspinnen;
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Wechselvorrichtung beim Verschieben der Spulenbank in die Reservestellung.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den Zeichnungen gleiche Teile.
In den Zeichnungen ist die Spulenbankwechselvorrichtung nach der Erfindung an einer Jute-Flügelspinnmaschine dargestellt, bei welcher der Antrieb der Spinnflügel über Schraubenräder erfolgt. Selbstverständlich kann diese Spulenbankwechselvorrichtung auch bei einer Spinn- oder Vorspinnmaschine angebracht werden, bei welcher die Flügel über Bänder angetrieben werden und/oder die Hubbewegung der Spulenbankträger über Ketten, Wellen, Gestänge u. dgl. erfolgt. Sie kann ferner auch dort angewendet werden, wo kein Flügel, sondern ein anderes Spinnelement, z. B. eine Glocke od. dgl., die Garn- oder Vorgarndrehungen erzeugt, also immer dort, wo auswechselbare Spulenbänke vorhanden sind.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Flügelspinnmaschine treibt ein Hauptmotor 1 über eine Fliehkraftkupplung 2 eine Hauptwelle 3. Auf der Hauptwelle 3 befindet sich eine Umschaltkupplung 6, über welche eine Verlängerung 3' und weiter eine Flügelantriebswelle 10. die Spinnflügel 9 und das Streckwerk — von dem der Deutlichkeit halber lediglich die Ausgangswalzen 11 und die Eingangswalzen 12 eingezeichnet sind — angetrieben werden. Zwischen Verlängerung 3' und Flügelantriebswelle 10 ist in bekannter Weise ein Geschwindigkeitswechselgetriebe 8 eingeschaltet. Ferner ist ein Drehungswechselgetriebe 8' und ein Verzugswechselgetriebe8" vorgesehen. Von der Eingangswalze 12 bzw. deren Getriebe 8" aus wird der Antrieb weiter über ein Hubwechselgetriebe 8'", die Wellen 13' und 13, die durch eine Freilaufkupplung 14 miteinander verbunden sind, sowie weiter über eine senkrechte Welle 15 und eine Hohlwelle 16 zum Wendegetriebe 17 übertragen, das die Heb- und Senkbewegung der Spulenbank 25 steuert. Das Kegelrad 18 des Wendegetriebes ist mit einer Hohlwelle 16 fest verbunden, die sich beim Auf- und Abwärtsbewegen der Spulenbank 25 auf einer Welle 15 teleskopartig verschieben kann.
Ein einstellbarer Anschlag 20 begrenzt den Spulenbankhub nach oben, und ein einstellbarer Anschlag 21 begrenzt ihn nach unten. Beim AuftrefFen des Getriebekastens 17' auf die Anschläge 20 und 21 wird jeweils entweder ein Kegelrad 19 oder ein Kegelrad 19' mit dem Zwischenkegelrad 18 in Eingriff gebracht und dadurch die Spulenbankhubwelle 19" in die eine oder andere Richtung gedreht und der Spulenbankträger 25 angehoben oder gesenkt.
Sind die Spulen 27 genügend mit Garn gefüllt, so wird bei den bisher bekannten Spinnmaschinen mit auswechselbaren Spulenbänken der Motor abgestellt, und die Spulenbank mit den vollen Spulen durch die Spulenbank mit den leeren Spulen ausgetauscht.
Bei der Wechselvorrichtung nach der Erfindung wird ein doppelarmiger Hebel23 von Hand oder durch eine nicht dargestellte, an sich bekannte Vorrichtung •— so z. B. ein Zählwerk oder eine Spulendurchmesser-Abtastvorrichtung od. dgl. — in Richtung der Pfeilea 520
verschwenkt, wodurch die Flügel 9 und das Streckwerk 11, 12 stillgesetzt werden, die Hubbewegung jedoch weiterläuft.
Beim dargestellten Beispiel treibt dann nämlich der Hauptmotor 1 das Wendegetriebe 17 für die Hubbewegung der Spulenbank 25 über die Welle 3, die Kupplungsteile 6 und 6", die Zahnräder 4 und 5 und die Wellen 13 und 15. Die Zahnräder 4 und 5 sind so bemessen, daß bei konstant umlaufendem Motor 1 die Übersetzung der Welle 3 zur Welle 13 während des Spulenbankwechsels zwei- bis zehnmal größer ist als während des Spinnvorganges. Dadurch läuft auch die Hubwelle 19" schneller, und die Zeit für den Spulenbankwechsel wird wesentlich verkürzt. Eine Freilaufkupplung 14 zwischen den Wellen 13 und 13' hält beim SpulenbankwechseI den mit der Welle 13' endigenden Getriebezug abgeschaltet.
Der Hauptmotor kann aber auch als polumschaltbarer Motor ausgebildet sein, der gleichzeitig mit dem Verschieben des Doppelarmhebels 23 zum Beschleunigen der Hubbewegung auf die höhere Drehzahl umgeschaltet wird.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann zusammen mit dem Bewegen des Doppelarmschalthebels 23 der Hauptmotor 1 ausgeschaltet und ein in Fig. 1 gestrichelt angedeuteter Hilfsmotor 45 eingeschaltet werden, der über Zahnräder 46 und 47 wiederum die Welle 13 antreibt. Auch in diesem Falle ist die Übersetzung der Zahnräder so gewählt, daß die Welle 13 beim Spulenbankwechsel schneller läuft als während des Spinnvorganges. Bei Verwendung eines Hilfsmotors 45 würden sich die Kupplung 6, die Konusbremse 7' und die Zahnräder 4 und 5 erübrigen.
Das Ausrücken des Doppelarmschalthebels 23 wirkt bei der dargestellten Flügelspinnmaschine mit Hauptantriebsmotor 1 und Kupplung 6 wie folgt:
Wird der Doppelarmhebel 23 nach Füllen der Garnspulen 27 in Richtung der Pfeile a (Fig. 1) verschoben, so wird der Kupplungsteil 6, der mit der Welle 3 umläuft, auf ihr aber verschiebbar ist, vom Kupplungsteil 6' gelöst und mit dem Kupplungsteil 6" verbunden, so daß sich letzterer zusammen mit dem daran befestigten Zahnrad 4 mit der Drehzahl der Welle 3 dreht. Gleichzeitig mit dem Kupplungsteil 6 wird auch der auf der. Welle 3' verschiebbare Bremskonus 7 in Richtung des oberen Pfeiles a gegen den feststehenden Teil 7' gedrückt und damit die Welle 3' abgebremst, um ein Nachlaufen der Flügel 9 und des durch die Walzen 11 und 12 versinnbildlichten Streckwerkes zu verhindern.
Mit dem Auskuppeln der Kupplung 6 wird der Anschlag 21 durch das andere Ende des Doppelarmschalthebels 23 so aus seiner normalen Stellung gebracht, daß der Getriebekasten 17 während seiner Abwärtsbewegung daran vorbeigleiten kann und das Umschalten des Wendegetriebes 18, 19, 19' erst beim Anschlag 22 anstatt wie sonst beim Anschlag 21 erfolgt.
Während des Abwärtsbewegens der Spulenbank 25 bis zum Anschlag 22 unterhalb des Anschlages 21 wird die mit vollen Spulen 27 besetzte Spulenbank 26 (Fig. 2) auf die Gleitschiene 28 vor die mit leeren Spulen 27' besetzte Reservebank 26' aufgesetzt. Bei weiterem Absinken drückt der Spulenbankträger 25 den Zapfen 29' des Schenkels 29 des um die Achse 30 schwenkbaren Winkelhebels 30' herunter. Gleichzeitig damit schiebt der andere, längs der Oberfläche der Gleitschienen 28 schwingende Zapfen 31' des Schenkels 31 des Winkelhebels 30' die leere Spulenbank 26' und mit dieser die volle Spulenbank 26 nach vorn, und zwar so weit, daß die Resen-ebank 26' nunmehr senk-

Claims (17)

recht unter die Spinnflügel 9 kommt. Diese Endstellung ist in Fig. 3 dargestellt. In diesem Augenblick hat der Spulenbankträger 25 und damit auch das Wendegetriebe 17 die tiefste Stellung erreicht. Durch den Anschlag 22 wird nun das Wendegetriebe 17 in bekanntet" Weise umgesteuert und der Spulenbankträger 25 bewegt sich zwischen den Gleitschienen 28 wieder aufwärts. Während der Aufwärtsbewegung des Bankträgers 25 wird der Winkelhebel 30 durch die Feder32 wieder in seine ursprüngliche Stellung zurückgebracht. Das Schaltgetriebe 17 und der Spulenbankträger 25 gehen so weit nach oben, bis der elektrische Schaltknopf 24 eingerückt und damit der Hauptmotor 1 —-bei A^erwendung eines Hilfsmotors — dieser stillgesetzt wird. Der Schaltknopf 24 ist so angeordnet, daß er erst zur Wirkung kommen kann, wenn das Getriebe 17 und damit die Spulenbankträger 25 unterhalb des Anschlages 21 geführt waren, also die Spulenbänke. 26' gegen die Spulenbänke 26 ausgewechselt worden sind. In dieser Stellung läuft der Faden 33 von dem Flügel 9 zu der in Abziehstellung gebrachten vollen Spule 27 und hat noch keine Verbindung mit der aus der Reservestellung in die Anspinnstellung gebrachten leeren Spule 27' (Fig. 3). Um diese Verbindung herzustellen, wird der Antriebsmotor 1 kurz eingeschaltet, so daß sich der vom Flügel 9 kommende Faden 33 um die leere Spule 27' schlingt (Fig. 4). Dieses kurze Einschalten kann von Hand aus erfolgen, wobei der Hebel 23 wieder zurückgeholt wird, oder aber selbsttätig durch den Schalter 24 dadurch, daß durch Betätigung dieses Schalters 24 nicht der Motor 1 bzw. 45 ausgeschaltet wird, sondern zuerst der Hebel 23 entgegengesetzt zur Richtung des oberen Pfeiles a in Fig. 1 nach links gerückt und dadurch der Kupplungsteil 6 mit dem Kupplungsteil 6'gekuppelt und dann erst, also verzögert, der Hauptmotor 1 bzw. der Hilfsmotor 45 ausgeschaltet wird. Der von der leeren Spule 27' zur vollen Spule 27 laufende Faden 33 wird anschließend in bekannter Weise durch ein Messer getrennt, worauf die Spinnmaschine füT~d^rr^p7mivörgang' eingeschaltet werden kann. Während des Spinnvorganges selbst können die vornliegenden vollen Spulen 27 (Fig. 3 und 4) durch leere Spulen (Fig. 5) ersetzt werden. Sobald dies geschehen ist, muß die leere Spulenbank 26 wieder auf den Gleitschienen 28 nach rückwärts in die Reservestellung (Fig. 2 und 5) gebracht werden. Das geschieht erfindungsgemäß wiederum in Abhängigkeit von der Bewegung der Spulenbankträger25 bzw. der Huborgane. Der Hebel 34, der in Ruhestellung an dem festen Anschlag 35 anliegt, ist mit einer Schaltrolle 36 fest verbunden. Am Umfang dieser Schaltrolle 36 liegt eine Kette oder ein Band 37 an, das auf eine vorzugsweise an der Hauptgestellwand der Maschine angebrachte Rolle 38 aufläuft, an der ein Hebel 39 befestigt ist. Eine Einstellschraube 40 bestimmt die Anfangsstellung des Hebels 39 und verhindert, daß er infolge seines Eigengewichtes oder infolge der Zugspannung der Kette 37 herunterfällt. Sobald die vollen Spulen 27 durch leere 27' ersetzt sind (Fig. 5), wird ein an dem Getriebekasten 17 befindlicher Arm 41 aus der gestrichelt gezeichneten Stellung gegen die Einstellschraube 42 heruntergelegt, und zwar derart, daß er beim Hochlaufen des Getriebes 17 bzw. der Spulenbankträger 25 den Hebel 39 erfaßt und ihn nach oben in die gestrichelt gezeichnete Stellung mitnimmt. Dabei wird die Rolle 38 verdreht, die Kette 37 in Richtung des Pfeiles b angezogen, wodurch der Hebel 34 in Richtung des Pfeiles c geschwenkt wird. Dabei drückt der Hebel 34 mit dem Zapfen 34' die vornliegende Spulenbank 26 mit den neu aufgesteckten leeren Spulen 27' nach hinten in die gestrichelt gezeichnete Reservestellung. Sobald der Getriebekasten 17 nach abwärts gleitet, kann die Feder den Hebel 34 und gleichzeitig damit die Scheibe 38 und den Hebel 39 in die Ausgangsstellung zurückführen. Während des Abwärtsfahrens des Getriebes wird der Arm 41 durch den Anschlag 44 wieder in die gestrichelt gezeichnete Stellung hochgehoben und in dieser Stellung arretiert. Dadurch wird erreicht, daß beim nächsten Aufwärtsfahren des Getriebes 17 der. Arm 41 am Hebel 39 vorbeigleitet, ohne ihn mitzunehmen. Durch Verstellen der Einstellschraube 42 kann die Anfangsstellung des Armes 41 und damit der Weg des Hebels 34 genau eingestellt werden. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten konstruktiven Einzelheiten beschränkt und gestattet mancherlei Abwandlungen. So ist es möglich, die Schaltvorgänge für den Austausch der Spulenbänke nicht durch den Getriebekasten 17 des Wendegetriebes 18, 19, 19' auszulösen, sondern beispielsweise durch einen an geeigneter Stelle eines anderen sich mit der Spulenbank 25 hebenden oder senkenden Teiles angebrachten Stift, Nocken od. dgl. Patentansprüche:
1. Verfahren zum Auswechseln von Spulenbänken an Vor- und Feinspinnmaschinen, insbesondere Jute-Flügelspinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Spulenbankwechsel in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von der Auf- und Abbewegung der Spulenbankträger (25) selbsttätig derart vonstatten geht, daß nach Füllen der Spulen (27) zunächst nur die Spinnorgane (9, 11 und 12) durch von Hand oder selbsttätig erfolgendes Abschalten ihres Antriebes stillgesetzt werden, während der Antrieb für das Auf- und Abwärtsbewegen der Spulenbankträger (25) vorzugsweise mit erhöhter Geschwindigkeit bis zum vollendeten Spulenbankwechsel weiterläuft und zu diesem Zeitpunkt durch die in Arbeitsstellung gekommene Reservespulenbank (26') selbsttätig abgeschaltet wird.
2. Vorrichtung für den Spulenbankwechsel nach Anspruch 1, die mit Absetzschienen zusammenarbeitende Spulenbankträger aufweist, deren Abwärtshub nach Füllung der Spulen durch Ausrücken des unteren Hubbegrenzungsorgans verlängerbar ist, so daß die auf den Trägern befindlichen, mit vollen Spulen besetzten Spulenbänke auf die Absetzschienen abgesetzt werden, wo sie zusammen mit auf den Absetzschienen befindlichen, leere Spulen tragenden Reservespulenbänken vorzugsweise mittels einer vom Spulenbankträger betätigten Schwinge od. dgl. gegen die in Betriebsstellung gebrachten Reservespulenbänke ausgewechselt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Hubbegrenzungsorgan (21) durch das eine Ende eines Doppelhebels (23) ausrückbar ist, durch dessen anderes Ende die Spinnorgane (9, 11 und 12) ohne Beeinträchtigung des Hubantriebes (17) der Spulenbankträger (25) abschaltbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Absetzschienen (28) feststehend angeordnet, mit einer waagerechten ebenen
Fläche und in an sich bekannter Weise an mindestens einer Seite an die waagerechte Fläche anschließenden, vorzugsweise geneigten ebenen Fläche versehen sind, längs deren Vorschuborgane (31' und 34') für die Spulenbänke (26 und 26') bewegbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschuborgane (31' und 34') von Schwinghebeln (31 und 34) betätigbar sind, deren Bewegung in Abhängigkeit vom Hubmechanismus (17) für die Spulenbankträger (25) steuerbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine zwischen Antriebsmotor (1) und Spinnorganen (9, 11 und 12) einerseits und Hubmechanismus (17) für die Spulenbänke (26) andererseits angeordnete Kupplung (6), die beim Abschalten der Spinnorgane den Hubmechanismus für die Spulenbank (25) weiterlaufen läßt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem den Spinnorganen (9, 11 und 12) zugeordneten Kupplungsteil ein Bremsorgan (7, 7') vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch den das untere Hubbegrenzungsorgan (21) ausrückenden Hebel (23) auch die Kupplung (6) und die Bremse (7) betätigbar ist (Fig. 1).
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der das untere Hubbegrenzungsorgan (21) ausrückende Hebel (23) selbsttätig von einem Organ (Zählwerk, Durchmesserfühler für die vollen Spulen od. dgl.) steuerbar ist, das bei vollendeter Füllung der Spulen wirksam wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter Hilfsmotor (45) vorgesehen ist, der die vertikale Bewegung und das seitliche, annähernd horizontale Verschieben der Spulenbänke (26 und 26') bewirkt.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Übersetzungsgetriebe (4, 5; 46, 47) zwischen Antrieb (1; 45) und Hubmechanismus (17), das die Geschwindigkeit der Huborgane (17) nach Abschalten der Spinnorgane (9, 11 und 12) bis zum Erreichen der Anspinnstellung erhöht, vorzugsweise um das Zehnfache.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (1) polumschaltbar ist und die Erhöhung der Geschwindigkeit des Hubmechanismus (17) nach Abschalten der Spinnorgane (9, 11, 12)
in an sich bekannter Weise durch Polumschaltbarkeit des Motors erzielbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den die Spinnorgane (9, 11, 12) mit dem Hubmechanismus (17) verbindenden Wellenzug (13', 13) in an sich bekannter Weise eine Freilaufkupplung (14) eingeschaltet ist, welche eine Bewegungsübertragung auf die Spinnorgane (9, 11, 12) von dem Hubmechanismus (17) aus während des Spulenbankwechsels verhindert.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Betätigen des Schalters (24) zunächst das untere Hubbegrenzungsorgan (21) in seine Arbeitsstellung und gleichzeitig der Hebel (23) in seine Ausgangsstellung zurückbringbar ist, so daß die Spinnorgane (9, 11, 12) durch die Kupplung (6) wieder mit dem Antrieb verbunden werden, wonach der Hauptmotor (1) bzw. der Hilfsmotor (45) stillsetzbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch das auf und ab bewegliche Huborgan (17) beim Aufwärtsgang nach dem Spulenbankwechsel mittels einer Hebelübertragung (41, 39) und eines Zugorgans (37) das Vorschuborgan (34) zum Einrücken der mit leeren Spulen (27') besetzten Spulenbank (26) in die Reservestellung betätigbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das auf- und abwärts bewegliche Huborgan (17) mit einem Hebel (41) versehen ist, der in die zum Betätigen des Vorschuborgans (34) dienliche Stellung einschwenkbar und durch eine Stellschraube (42) so einstellbar ist, daß dadurch der Vorschubweg des Vorschuborgans (34) regelbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der am Huborgan (17) befindliche Betätigungshebel (41) für das Vorschuborgan (34) beim Abwärtsgang des Huborgans (17) mittels eines Anschlages (44) od. dgl. aus der Betätigungsstellung für das Vorschuborgan (34) ausrückbar ist.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 14 bis 16, gekennzeichnet durch Rückholfedern (32 und 43) für die Vorschuborgane (30' und 34), welche diese Organe selbsttätig in ihre Ausgangsstellungen zurückbringen.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 483 809, 485 303. 468, 502 402, 538 898, 543 410; britische Patentschrift Nr. 446 837: USA.-Patentschrift Nr. 2 541 503.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 909 707/210 12.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0023193A1 (de) * 1979-07-19 1981-01-28 Officine Savio S.p.A. Halbautomatische Vorrichtung zum Auswechseln von Spulen an Flügelspinnmaschinen
WO1981000264A1 (fr) * 1979-07-10 1981-02-05 Rieter Ag Maschf Procede automatique d'enlevement de bobines pleines et de mise en place de noyaux vides sur un banc a broches

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US4324094A (en) 1979-07-19 1982-04-13 Officine Savio S.P.A. Semiautomatic device for doffing spools from a spindle bench

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