DE1072162B - - Google Patents
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Description
Wenn nach dem Verfahren der horizontalen Echolotung mit Schallimpulsen der Meeresgrund in Tiefen
bis zu einigen hundert Metern nach Wracks, unmittelbar auf Grund stehenden Fischschwärmen oder sonstigen
Erhebungen des Bodens abgesucht werden soll, so sind bei Verwendung der üblichen, aus dem Schiff
ausfahrbaren oder fest im Schiff eingebauten Strahleranordnungen, die mit Ausnahme des Arbeitens im
flachen Wasser zum Abtasten des Grundes notwendigerweise mit ziemlich stark gegen den Meeresgrund
geneigter Sende- und Empfangsrichtung arbeiten müssen, keine befriedigenden Ergebnisse zu
erwarten. Die Rückstrahlung der schräg auf den Meeresgrund auftreffenden Schallwellen ergibt ein
rollendes, sich bis zur Reichweitengrenze, etwa 1000 m, erstreckendes Echo, das in diesem Falle verhältnismäßig
stark ist und in welchem die von Erhebungen am Grunde herrührenden Echos nur wenig
hervortreten. A^erhältnismäßig nahe am Schiff liegende Ziele können besonders schlecht ausgemacht
werden, da dann das Bodenecho wegen des steileren Schalleinfalls besonders stark ist.
Um eine Horizontallotung auch in größerer Wassertiefe durchführen zu können, ist es ferner bekannt,
die scharf gerichteten und um eine vertikale Achse schwenkbaren Echolotschwinger an einem
Unterwasserschleppgerät anzuordnen. Eine solche Einrichtung zwingt' zur Benutzung einer ziemlich
hohen Schallfrequenz, um eine brauchbare Richtschärfe zu erhalten. Die Verwendung einer hohen
Schallfrequenz ist aber wegen der starken Absorption der hohen Frequenzen im Wasser mit einem Verzicht
auf große Reichweite verbunden.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einem Verfahren zur Erzeugung eines Lagebildes von
Gegenständen am Meeresboden in zwei auf Steuerbord- und Backbordseite der Fahrtlinie eines Schiffes
liegenden Streifen durch Lotung mit Schallimpulsen in wenig zur Horizontalen geneigten Richtungen, und
das Wesen der Erfindung besteht darin, daß für Schallaussendung und -empfang auf Steuerbord- und
Backbordseite zwei in einem unter Wasser, vorzugsweise in Grundnähe, nachgeschleppten Schleppkörper
fest eingebaute langgestreckte Schwinger mit unveränderlicher Strahlrichtung nach Steuerbord und
Backbord benutzt werden, deren größte, in Fahrtrichtung liegende Längenausdehnung mehr als zehn
Wellenlängen beträgt und die dadurch eine scharfe Bündelung der Schallstrahlung in durch die Längsachse
des Schleppkörpers gelegten, mehr oder weniger geneigten Ebenen und außerdem nur eine mäßig
scharfe Bündelung in der Querebene zwischen einer wenig über der Horizontalen liegenden Richtung und
einer mehr oder weniger steil nach unten (z. B. unter Verfahren zur Erzeugung
eines Lagebildes von Gegenständen
am Meeresboden durch horizontale
Echolotung
eines Lagebildes von Gegenständen
am Meeresboden durch horizontale
Echolotung
Anmelder:
Atlas - Werke Aktiengesellschaft,
Bremen, Stephanikirchenweide 1-19
Bremen, Stephanikirchenweide 1-19
Dr. Willy Kunze und Dr. Hans Kietz, Bremen,
sind als Erfinder genannt worden
45°) verlaufenden Richtung aufweisen, und daß während der Fahrt des Schiffes Lotimpulse nach beiden
Seiten der Fahrtlinie ausgesandt und die empfangenen Echos auf einem proportional der Fahrt des Schiffes
weiterbewegten Schreibstreifen aufgezeichnet werden. Erst durch die Verwendung nicht drehbarer Wandler
mit parallel zur Fahrtrichtung liegender Strahlfläche ist es möglich, die zum mindesten in der Horizontalen
eine erhebliche Ausdehnung aufweisenden Wandler in einen langgestreckten Schleppkörper einzubauen
und so den Wasserwiderstand klein zu halten. Dabei fällt auch der Unterwasserdrehmechanismus fort, und
es ist die Möglichkeit gegeben, der Forderung nach großer Schallwellenlänge in A^erbindung. mit großer
Richtschärfe in weit höherem Maße als bisher möglich gerecht zu werden. Das Suchstrahlenbündel der
fest eingebauten Schwinger wird bei der Fahrt des Schiffes über die abzusuchende Fläche parallel verschoben.
Dadurch wird eine mit anderen Verfahren nicht erreichbare Absuchleistung erzielt. Durch den
Einbau der Schwinger in einen Schleppkörper, der in Grundnähe geschleppt wird, wird ein mehr oder weniger
streifender Einfall der Schallstrahlen am Meeresboden erreicht, was für die Feststellung von Zielen
durch Rückstrahlung günstig ist. Die durch die Schwingerlänge von mehr als zehn Wellenlängen in
der Fahrtrichtung bedingte geringe Breite der Richtkeule in der Horizontalen von weniger als 6° ist, wie
Erprobungen gezeigt haben, erforderlich, um den im vorliegenden Falle hauptsächlich durch Störechos
vom Meeresboden erzeugten Nachhallpegel ausreichend herabzusetzen, so daß z. B. auch einzelne,
auf Grund liegende Minen erkannt werden können.
Nach dem neuen Verfahren werden somit zwei Streifen von einigen 100 bis 1000 m Breite auf beiden
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Seiten der Fahrtrichtung durch Horizontallotung mittels zweier mit der Fahrgeschwindigkeit des
schleppenden Schiffes fortbewegter Strahlenbündel abgesucht. Die Aufzeichnung der Echos kann auf
elektrisch empfindlichem Papier erfolgen, wobei 5 Schreibstifte synchron zu der Schallaussendung nach
Backbord und Steuberbord quer über Registrierstreifen geführt werden, die zweckmäßig proportional
zur Fahrgeschwindigkeit in Längsrichtung verschoben und mit Zeitmarken versehen werden. Ein
besonders anschauliches Bild erhält man, wenn man die beiden Abstandsnullinien auf der Mitte eines
einzigen Registrierstreifens anordnet und die beiden Schreibstifte nach der Schallaussendung von der
Streifentnitte nach außen wandern läßt.
Es kann auch ein Kathodenstrahlrohr zur Darstellung der Echobilder des Meeresgrundes und grundnaher
Objekte benutzt werden, sei es allein oder besser hilfsweise in Verbindung mit einem Schreibgerät.
Gegenüber den bekannten Verfahren der horizontalen Echolotung zum Aufsuchen von Objekten im
Meer oder am Meeresgrunde, bei denen mit einem am Schiff angebrachten gelichteten Strahler nacheinander
in verschiedene Richtung gelotet wird, ist es ein Vorzug des Suchverfahrens nach der Erfindung,
daß man eine Aufzeichnung in rechtwinkligen Koordinaten vornehmen kann und damit ein unverzerrtes
Echobild erhält.
Wegen der geringen Winkelausdehnung der Schallstrahlung in der Horizontalebene kann der
Zeitpunkt des Vorbeifahrens an einem Hindernis mit großer Genauigkeit festgestellt werden. Da außerdem
aus der Echoaufzeichnung die Seite, auf der das Hindernis liegt, und sein Abstand abgelesen werden
kann, ergibt sich eine genauere Ortsbestimmung als mit den üblichen, ebenfalls nach dem Echoverfahren
arbeitenden Ortungsgeräten. Da die Schallwellen nahezu parallel zum Meeresgrunde verlaufen, ist das
Verhältnis des von dem Hindernis und vom Meeresgründe zurückgestrahlten Schalls wesentlich günstiger
als bei Schalleinfall schräg von oben. Die enge Bündelung in horizontaler Ebene trägt dazu bei,
dieses Verhältnis weiter zu vergrößern. Als besonderer Vorteil des streifenden Schalleinfalls in Verbindung
mit scharfer -horizontaler Bündelung hat sich die Entstehung eines Schallschattens hinter dem
Hindernis herausgestellt, d. h., bis zu einer gewissen Entfernung hinter dem Hindernis trifft kein Schall
auf den Meeresboden. In der Echoaufzeichnung entsteht dadurch in dem vom rollenden Bodenecho herrührenden
grauen Untergrunde eine weiße Fläche, die das Vorhandensein eines Hindernisses in besonders
zweifelsfreier Weise erkennen läßt. Ein derartiger Schallschatten entsteht auch in Vertiefungen im
Meeresgrunde, die bei Benutzung eines streifenden Schalleinfalls also ebenfalls gut in der Aufzeichnung
erkennbar sind.
Eine scharfe Bündelung der Schallwellen in Richtung parallel zum Meeresgrunde, also in der Ebene
<[uer zur Fahrtrichtung, ist weder in allen Fällen erwünscht noch erforderlich. Zunächst setzt eine solche
Bündelung eine gute Seitenstabilisierung des Schleppkörpers voraus, damit die Hauptstrahlrichtung parallel
zum Meeresboden bleibt und keine Unterschiede in der Beschallung des Grundes nach beiden Seiten
auftreten.
Bei nur mäßig scharfer Bündelung in der Querebene treffen die mit größerer Neigung zum Meeresboden
nach unten abgestrahlten Schallwellen dadurch.
daß sich der Schleppkörper in Bodennähe befindet, schon nach Zurücklegung eines kleinen Weges auf
den Meeresboden und werden so ausgeschieden. In Richtung schräg nach oben ist eine gewisse Beschränkung
der Schallaussendung zur Vermeidung von störenden Oberflächenechos erwünscht, aber erst bei
Tiefen unter 100 m ist besonders darauf zu achten, daß möglichst wenig Schall in schräg zur Horizontalen
nach oben verlaufenden Richtungen ausgesandt wird. In diesem Falle kann man Schwingeranordnungen
vorsehen, deren Strahlfläche auch in vertikaler Richtung eine Ausdehnung von einer größeren Zahl
von Wellenlängen hat. Der Schleppkörper nimmt dann die Form einer aufrecht stehenden Scheibe in
Form eines auf der Längsseite stehenden Rechtecks an.
Im allgemeinen wird man es vorziehen, die Begrenzung der Schallstrahlung auf gewisse Winkelbereiche
in der Querebene durch Reflexionswände aus schallweichen Stoffen zu bewirken, die seitlich von und
parallel zu den langgestreckten Strahlflächen angeordnet werden. Man kann dann einen Schleppkörper
mit kreisförmigem oder, ovalem Querschnitt verwenden. Im einfachsten Falle wird man über den Rücken
an Rücken angeordneten Schwingern eine über die Strahlflächen hinausragende Reflexionsplatte anordnen,
die eine Schallabstrahlung in wesentlich über die Horizontale nach oben hinausgehenden
Richtungen verhindert. Auch eine Schallabstrahlung in Richtung senkrecht nach unten, die wegen der in
der Aufzeichnung auftretenden Vielfachechos unerwünscht ist, kann leicht durch eine Reflexionsplatte
geeigneter Breite unter den Schwingern verhindert werden. Die Reflexionsplatten können auch so geformt
sein, daß sie trichterartige Räume vor den Strahlflächen begrenzen.
Während bei der üblichen Einbauart der Strahler am Schiff der Genauigkeit der Ortsbestimmung von
Hindernissen dadurch Grenzen gesetzt sind, daß mit Rücksicht auf den Wasserwiderstand die für die
Schärfe der Richtwirkung maßgebenden Abmessungen der Strahler nicht über ein gewisses Maß vergrößert
werden können, macht es keine Schwierigkeiten, einen geschleppten Tauchkörper mehrere
Aleter lang zu machen, wobei eine bisher nicht bekannte Konzentration der Schallstrahlen in Richtung
quer zur Längserstreckung des Schleppkörpers erzielt wird. Der Schärfe der praktisch anwendbaren
Bündelung wird nur dadurch eine Grenze gesetzt, daß die Richtungsänderungen (Pendelungen) des geschleppten
Strahlersystems unterhalb der Größe der Richtschärfe der Strahler bleiben müssen. Beträgt
diese z. B. in waagerechter Ebene +2°, so darf die Richtungseinstellung der Längsachse des Schleppkörpers
in waagerechter Ebene höchstens um ±1° von der mittleren Richtung abweichen.
Mit Benutzung eines Schleppkörpers ist die Forderung der Richtungsstabilität wesentlich besser zu
erfüllen als bei Anbringung der langgestreckten Strahleranordnung an einem Schiff, wobei sich die
unvermeidlichen Kursschwankungen des Schiffes, die einige Grade betragen können, unvermindert auf die
Strahleranordnung übertragen und eine Ausnutzung der engen Bündelung des Schalls zur Erzielung einer
genauen Abbildung unmöglich machen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
Abb. 1 zeigt einen Schnitt quer zur Längsachse eines abgeflacht zylindrischen Schleppkörpers über
dem Afeeresgrunde:
Abb. 2 zeigt eine Seitenansicht des gleichen Schleppkörpers;
Abb. 3 zeigt einen scheibenförmigen Schleppkörper in Seitenansicht und Schnitt;
Abb. 4 zeigt eine Einrichtung zur Tiefeneinstellung des Schleppkörpers;
Abb. 5 zeigt ein mit dem Gerät erhaltenes Echogramm ;
Abb. 6 zeigt einen Querschnitt durch einen Schleppkörper mit einer besonderen Anordnung
zweier nach Backbord und Steuerbord strahlender Wandler.
In Abb. 1 ist ein auf dem Meeresgrunde 1 liegendes, durch Echolotung aufzufindendes Wrack 2 gezeigt.
Der in Bodennähe befindliche flachzylindrische Schleppkörper 3, dessen Schwimmlage durch einen
Bleikiel 4 stabilisiert ist und der in seinem oberen Teil einen Auftrieb erzeugenden Körper 5 enthält,
der so bemessen ist, daß der Tauchkörper im Wasser schwebt, trägt zwei zu seiner Längsachse parallele,
langgestreckte elektroakustische Wandler 6, 7, deren jeder nacheinander als Sender und Empfänger von
Schallimpulsen für die Steuerbord- bzw. Backbordseite benutzt wird. Vor den Schwingern ist die Wandung
des im Inneren mit Wasser gefüllten Schleppkörpers dünn genug gehalten, um kein Hindernis für
den Schalldur 1Chgang zu bilden. Die benutzte Frequenz ist 30 kHz. Wegen der zu fünfundzwanzig
Wellenlängen gewählten Länge der Strahler wird Schall nur in wenig von der Querschnittsebene abweichenden
Richtungen gesendet und empfangen. Parallel zur Ober- und Unterkante der Strahlerflächen
angeordnete schaumgummibekleidete Reflexionswäude 8, 9 bündeln den Schall in der Querschnittsebene.
Da vor allem, insbesondere in flachem Wasser, das Aussenden und Empfangen von Schall in Richtung
zur Messeroberfläche hin unerwünscht ist, können obere und untere Reflexionswände verschieden
ausgeführt werden, so daß in der Querebene eine zur Horizontalen unsymmetrische Richtkennlinie erhalten
wird. Hier ist z. B. angenommen, daß die obere Grenze 10 des Strahlenbündels etwa unter 5° zur
Horizontalen geneigt ist und die untere Grenze 11 unter etwa 45°. Die Wahl eines ziemlich großen Winkels
für die untere Grenze hat den Vorteil, daß man aus dem ersten Bodenecho den Abstand des Schleppkörpers
vom Grunde genau ermitteln kann. Der Schleppkörper 3 wird in einer Höhe von etwa 5 bis
10 m über dem Grunde 1 geschleppt. Das z. B. in 200 m Abstand befindliche Hindernis 2 wird dann
von nahezu parallel zum Meeresboden verlaufenden Schallwellen getroffen. Dadurch entsteht hinter dem
Hindernis ein Schallschatten 12, aus dessen Bereich kein Schall vom Meeresboden zurückgestrahlt wird.
Abb. 2 zeigt den gleichen Schleppkörper wie in Abb. 1 in Seitenansicht. Die schon für Abb. 1 beschriebenen
Teile sind mit den gleichen Zahlen wie dort bezeichnet. Bei 13 ist ein Querschnitt durch die
Richtkeule des Strahlers 6 angedeutet. Das Schlepp-Label 14 enthält mehrere zum Betrieb der Schwinger
vom Schiff aus dienende isolierte elektrische Leitungen.
Abb. 3 zeigt einen scheibenförmigen Schleppkörper, und zwar bei 15 in seitlicher Ansicht und bei 16 in
Querschnitt. Dieser trägt auf beiden Seiten eingebaute Schwinger 17 und 18 mit ebenen rechteckigen
Strahlflächen, die leicht nach außen geneigt sind. Die größere Seite des Rechtecks liegt in Fahrtrichtung,
so daß die Richtschärfe in horizontaler Ebene größer ist als in der Oticrchcnc. Bei 19 ist ein Schnitt
durch die Richtkeule angedeutet. Zur Förderung der Richtungsstabilität greift das Schleppseil 20 über ein
starres, um eine vertikale Achse 21 drehbares Zwischenstück 22 an dem Schleppkörper an, das beim
Auftreten eines seitlichen Zuges sich in einem entsprechenden Winkel zur Längsachse des Schleppkörpers
einstellt und dabei über ein Hebelgestänge 23 ein Seitenruder 24 in solchem Sinne betätigt, daß der
Schleppkörper in die Richtung des Seilzuges gesteuert wird. In ähnlicher Weise kann auch das aufrechte
Schwimmen des scheibenförmigen Schleppkörpers zusätzlich zu der von der Verteilung von
Auftrieb und Gewicht abhängenden natürlichen Stabilität mit Hilfe eines z. B. von einem Schwerependel
betätigten, eine Drehung um die Längsachse bewirkenden Hilfsruderpaares stabilisiert werden.
Der gleiche Zweck läßt sich auch durch eine pendelnde Aufhängung der Strahler erreichen, oder es
kann eine Kreiselstabilisierung vorgesehen werden.
Die Tauchtiefe des Schleppkörpers kann durch Ändern der Fahrgeschwindigkeit des schleppenden
Schiffes geregelt werden. Es kann auch ein Horizontalruder vorgesehen sein, das entweder vom Schiff
aus oder durch eine automatische Tiefensteuereinrichtung betätigt wird.
Eine besonders zweckmäßige Schleppanordnung ist in Abb. 4 gezeigt. Das Schleppseil 25 trägt am Ende
ein Beschwerungsgewicht 26, an dessen Stelle auch ein Widerstandskörper (Drachen) vorgesehen sein
kann. Auf dem hierdurch gestrafften Seil 25 gleitet mit zwei aufklappbaren Ringen 27, die einen Abstand
von 0,5 bis 1 m haben, ein Rahmen 28, an den über ein nur Pendelungen in vertikaler Ebene zulassendes
Gelenk 29 der Schleppkörper 30 angelenkt ist. Mittels eines die elektrischen Zuleitungen enthaltenden, an
dem Rahmen 28 befestigten Kabels 31 kann der Schleppkörper 30 vom Schiff aus in jede beliebige
Tiefe heruntergelassen oder nach Bedarf aufgeholt werden.
Abb. 5 zeigt ein mit einem Gerät nach der Erfindung z. B. für die Steuerbordseite erhaltenes Echogramm.
Der Pfeil 32 zeigt die Bewegungsrichtung des Schreibstiftes an, der Pfeil 33 den Papiervorschub.
Die gesamte Papierbreite entspricht etwa 300 m Abstand. Die bei Beginn des Schreibstiftüberlaufs erfolgende Aussendung erzeugt das bei 34
geschriebene direkte Signal. Das erste Auftreffen des ausgesandten Schallimpulses auf den Meeresboden erzeugt
die Kante 35, an die sich eine allmählich abnehmende, mehr oder weniger gleichmäßige, von dem
vom Grunde zurückgestrahlten Schall herrührende Schwärzung des Papiers anschließt. Bei 36 ist das
Echo eines Hindernisses mit dahinterliegendem Schallschatten 37 geschrieben.
Eine Abwandlung der in Abb. 1 gezeigten Anordnung der Wandler 6, 7 im Schleppkörper 3 ist in
Abb. 6 dargestellt. Im Querschnitt des Schleppkörpers 38 sind die nach Backbord und Steuerbord
strahlenden Wandler 39 und 40 übereinander angeordnet. Parallel zur Längserstreckung der Wandler
angeordnete Reflexionswände 41 dienen der Bündelung des Schalls in vertikaler Ebene. Bei gleicher
Breite des Schleppkörpers wie in Abb. 1 ergibt die geänderte Anordnung eine größere Tiefe der Trichter
vor den Strahlflächen der Wandler und dadurch eine verbesserte Richtwirkung.
Zur genauen Messung der Höhe des Schleppkörpers über Grund kann man zusätzlich senkrecht
nach unten strahlende Echolotschwinger einbauen, die unabhängig von den zur HorizoiitaIlotuiig benutzten
Claims (6)
1. Verfahren zur Erzeugung eines Lagebildes von Gegenständen am Meeresboden in zwei auf
der Steuerbord- und Backbordseite der Fahrtlinie eines Schiffes liegenden Streifen durch Lotung
mit Schallimpulsen in wenig zur Horizontalen geneigten Richtungen, dadurch gekennzeichnet,
daß für Schallaussendung und -empfang auf der Steuerbord- und Backbordseite zwei in einem
unter Wasser vorzugsweise in Grundnähe nachgeschleppten Schleppkörper fest eingebaute, langgestreckte
Schwinger mit unveränderlicher Strahlrichtung nach Steuerbord bzw. Backbord benutzt
werden, deren größte, in Fahrtrichtung liegende Längenausdehnung mehr als zehn Wellenlängen
beträgt und die dadurch eine scharfe Bündelung der Schallstrahlung in durch die Längsachse
des Schleppkörpers gelegten, mehr oder weniger geneigten Ebenen und außerdem eine nur mäßig
scharfe Bündelung in der Querebene zwischen einer wenig über der Horizontalen liegenden
Richtung und einer mehr oder weniger steil nach unten (z. B. unter 45°) verlaufenden Richtung
aufweisen, und daß während der Fahrt des Schiffes Lotimpulse nach beiden Seiten der
Fahrtlinie ausgesandt und die empfangenen Echos auf einem proportional der Fahrt des Schiffes
weiterbewegten Schreibstreifen aufgezeichnet werden.
2. Schleppkörper zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er
etwa zylindrische oder prismatische Gestalt hat.
3. Schleppkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der langgestreckten,
Rücken an Rücken angeordneten Schwinger eine über die Strahlflächen hinausragende, im wesentlichen
waagerechte Abschirmfläche angebracht ist, die die Schallstrahlung nach oben begrenzt, so
daß die höchsten Schallstrahlen waagerecht oder mit geringer Steigung gegenüber der Waagerechten
verlaufen.
4. Schleppkörper nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Reflexionswände aus
schallwe.ichem Material vor den Strahlflächen der Schwinger der Schallbündelung dienende Räume
mit Trichterwirkung abgrenzen.
5. Schleppkörper zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schleppkörper in an sich bekannter Weise die Form einer aufrecht stehenden Scheibe mit quer
zur Schlepprichtung kleinster und in Schlepprichtung größter Ausdehnung hat und an den Seiten
großflächige Schwinger trägt, deren Strahlfläche sich etwa über die ganze Ausdehnung des scheibenförmigen
Schleppkörpers erstreckt und welche Schallwellen mit horizontal großer und quer zur
Horizontalebene etwas geringerer Richtwirkung aussenden bzw. empfangen.
6. Schleppanordnung für einen elektroakustische Wandler tragenden Schleppkörper zur Ausübung
des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleppkörper mit seinem vorderen
Ende über ein Gelenk mit horizontaler, quer zur Schlepprichtung angeordneter Drehachse an
ein ein Stück eines Schleppseiles in einigem Abstand von dessen Ende umfassendes Verbindungsstück
angehängt ist, wobei das Schleppseil durch ein an seinem Ende angebrachtes, gegebenenfalls
mit Widerstands-, Leit- oder Steuerflächen versehenes Beschwerungsgewicht, das auch den
Grund ständig berühren kann, gestrafft und in ausreichender Tiefe gehalten wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 916 242, 501 841, 869, 822 515;
Deutsche Patentschriften Nr. 916 242, 501 841, 869, 822 515;
USA.-Patentschrift Nr. 2 418 846.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
O 909 690/210 12.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1072162B true DE1072162B (de) | 1959-12-24 |
Family
ID=596682
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1072162D Pending DE1072162B (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1072162B (de) |
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- DE DENDAT1072162D patent/DE1072162B/de active Pending
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