DE1071722B - - Google Patents
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Description
M 35670 IVa/15 k
- Ü U
ANMELDETAG: 21. O KTOBER 1957
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AtISLEGESCHRIFT: 24. DEZEMBER 1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AtISLEGESCHRIFT: 24. DEZEMBER 1959
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung des bisherigen Verfahrens zum Aufbringen dünner
Schichten von Farben, Tuschen oder ähnlichen viskosen Flüssigkeiten auf Bogen oder Kartons in genau
bestimmten Umrissen. Das Aufbringen solcher Schichten geschieht derart, daß die Fläche bzw. der Karton
zwischen einer oberen Matrize und einer unteren Platte, die relativ zueinander bewegbar sind, eingespannt
wird, und die aufzutragende Flüssigkeit in Vertiefungen in der Matrize geleitet wird, worauf die
Matrize und die Platte mit der die Farbschichten tragenden Platte voneinander getrennt, und die Fläche
von der Platte entfernt wird. Durch die Matrize zu den Hohlräumen geführte Leitungen leiten das aufzubringende
Material in die Hohlräume, und besondere Steuerorgane steuern die gegenseitigen Bewegungen
der Matrize und des Kartons od. dgl.
Beispielsweise werden auf diese Weise sogenannte Farbmusterkarten hergestellt.
Die dafür benutzten Farben haben beispielsweise eine Viskosität zwischen 25 und 1000 Viskositäts-Einheiten.
Wenn die Matrize und der Karton od. dgl. nach Aufbringen der dünnen Schicht voneinander getrennt
werden, zieht sich die viskose Flüssigkeit in eine Anzahl von Fäden zwischen der Matrize und dem
Karton aus, deren Querschnitt durcli Oberflächenspannung
dünner wird, wenn die Matrize von dem Karton entfernt wird, bis dann die Fäden abbrechen. Das
Abbrechen der Fäden wird von den Luftströmungen beeinflußt, die bei der Trennung zwischen die Matrize
und den Karton einfallen. Bisher erfolgte das Trennen der mit Farbe versehenen Fläche von der Matrize
in einer ununterbrochenen Bewegung, wobei bei völliger Trennung ein Ruhezustand eingelegt wurde, um
das Abbrechen der Fäden zu ermöglichen, und um das Abfallen der Flüssigkeit innerhalb eines bestimmten
Flächenumrisses zu ermöglichen, bevor dann der Karton od. dgl. unterhalb der Matrize fortbewegt wurde.
Dabei ergaben sich Schwierigkeiten, weil bei der Trennung flüssiges Material verspritzte, so daß sich Färbflecken
außerhalb der vorgesehenen Umrisse ergaben.
Dabei trat ein Verspritzen zweierlei Art ein, und zwar erstens ein Verspritzen einer Kante, wenn mehrere
Farbfäden großen Querschnitts an oder in der Nähe der Kante des Flächenumrisses abbrachen und
so über der Fläche hervorstehende Streifen bildeten, und eine zweite Art des Verspritzens ergab sich bei
dem Abbrechen von Farbfäden großen Querschnitts durch getrennte Materialtröpfchen zwischen den
Fadenenden. Diese Tröpfchen wurden durch die obenerwähnten Luftströmungen weggeblasen und derart
abgelenkt, daß sie außerhalb des vorgesehenen Flächenumrisses niederfielen. Diese Tröpfchen ergeben entweder
unerwünschte Flecken, oder sie können auch auf Verfahren und Vorrichtung
zum Aufbringen dünner Schichten
von Farben od. dgl. auf Flächen
in genau bestimmten Umrissen
Anmelder:
McCorquodale Colour Display Limited,
London
London
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Cohausz und Dipl.-Ing. W. Florack,
Patentanwälte, Düsseldorf, Schumannstr. 97
Patentanwälte, Düsseldorf, Schumannstr. 97
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 29. Oktober 1956
Großbritannien vom 29. Oktober 1956
Evelyn Stewart Lansdowne Beale,
Whitehall, Wraysbury, Buckinghamshire
Whitehall, Wraysbury, Buckinghamshire
(Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
eine benachbarte Farbfläche fallen, was besonders dann nachteilig ist, wenn Farbmusterkarten mit verschiedenen
Farben hergestellt werden sollen, weil dann ein Tröpfchen die Farbe des benachbarten Farbumrisses
verdirbt.
Man kann zwar die beiden Arten des Verspritzens durch eine sehr niedrige Trenngeschwindigkeit der
Matrize bzw. des Kartons verhindern, dadurch ergibt sich aber ein großer Zeitverlust und eine Produktionsverminderung
von Farbmusterkarten od. dgl., die unwirtschaftlich ist.
Die Erfindung bezweckt das Vermeiden oder die Verringerung der beiden obengenannten Arten des
Verspritzens bei gleichzeitigem Erreichen einer geringen Zeit für das Trennen der Matrize von dem mit
Farbe versehenen Karton od. dgl.
Gemäß dem Verfahren der Erfindung erfolgt das Wegbewegen der Platte mit der Farbschicht von der
Matrize zunächst in einer zeitlich kurzen, vorherbestimmten Stufe hoher Trenngeschwindigkeit, in der
die viskose Flüssigkeit zwischen Matrize und Platte vorwiegend in Form vieler Fäden kleinen Querschnitts
ausgezogen wird, worauf in einer zweiten Stufe ohne oder mit geringer Trenngeschwindigkeit ein Brechen
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einiger oder aller Flüssigkeitsfäden erfolgt, während in einer nachfolgenden dritten Stufe die Trenngeschwindigkeit
größer als in der zweiten Stufe und die Zeitdauer größer als in der ersten Stufe ist.
Die dritte Trennstufe kann in zwei Intervalle unterteilt sein, und zwar in einen Intervall mit beschleunigter
Trenngeschwindigkeit und in einen zweiten längeren Intervall mit verlangsamterTrenngeschwindigkeit.
Dabei kann unter Umständen zwischen den genannten Intervallen auch ein Intervall konstanter Geschwindigkeit
eingeschaltet werden.
Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
ist in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der gesamten Vorrichtung;
Fig. 2 ist eine Ansicht der Unterseite der Matrize;
Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Matrize nach Linie III-III der Fig. 2;
Fig. 4 und 5 zeigen zwei Diagramme einer für die Erfindung typischen Trennbewegung.
Gemäß Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus einer hohlen Grundplatte 1, auf der ein Rahmen aufgesetzt
ist, bestehend aus einem rechteckigen Grundrahmen 2 mit vier festen senkrechten Eckträgern und einem
oben offenen Rahmenteil 4, der fest an den oberen Enden der Eckträger 3 befestigt ist.
An der Unterseite des oberen Rahmenteils 4 ist fest eine Matrize 5 der in Fig. 2 und 3 näher dargestellten
Art befestigt, die aus einem Metallblock mit flachen Hohlräumen 6 an der Unterseite besteht. Die Hohlräume
werden durch kleine Rippen 7 mit einigen hundertstel Millimeter Höhe begrenzt, die aus der Matrizenfläche
herausstehen.
In der Matrize sind Löcher 8 vorgesehen, die von oben zu den Hohlräumen 6 führen. Die oberen Enden
dieser Löcher sind mit Gewinde versehen zum Anschluß von Leitungen 9.
Eine von Armenil oberhalb des Rahmens4 getragene
Platte 10 trägt mehrere Kolbenpumpen 12 für die aufzubringende viskose Flüssigkeit. Der Einlaß jeder
Pumpe ist durch ein biegsames Rohr 13 mit je einem Behälter 14 verbunden, der die Farbe od. dgl. Flüssigkeit
enthält, und diese Behälter sind irgendwie über der Vorrichtung gelagert. Der Auslaß jeder Pumpe ist
mit einem Ende der Leitungen 9 verbunden, die an den Löchern 8 der Matrize angeschlossen sind. Die Leitungen
9 bestehen aus Metall oder einem anderen nicht ausdehnbaren Material.
Auf der rechteckigen Grundplatte 2 und innerhalb der vier Träger 3 ist unterhalb der Matrize 5 eine
hydraulische Presse 15 vorgesehen, deren Zylinder 16 von dem Grundarm 2 getragen wird.
Die senkrechte Kolbenstange 17 der Presse 15 trägt eine Platte 18, deren obere Fläche parallel zur Arbeitsfläche
der Matrize 5 verläuft, und zwar zweckmäßig waagerecht, und die Platte 18 wird vom Kolben 17
auf- und abbewegt und durch auf den Trägern 3 verschiebliche Führungen 19 waagerecht gehalten.
Die Bewegung des Kolbens 17 und der Platte 18 wird von einem doppeltwirkenden Ventil gesteuert,
das aus einem Ventilkörper 20 und einer Ventilstange 21 besteht, welch letztere zwei mit Abstand vorgesehene
Stege 22, 23 hat, die gleichzeitig zwei öffnungen 24, 25 abdecken können. Diese öffnungen stellen die
Verbindung vom Ventilkörper 20 zu den Innenräumen 26, 27 des Pressenzylinders 16 beiderseits des Pressenkolbens
28 her.
Die axiale Länge der Stege 22, 23 ist nur wenig größer als die Breite der öffnungen 24, 25, so daß nur
geringe Bewegungen der Ventilstange 21 notwendig sind, um die Öffnungen 24, 25 freizugeben.
Durch eine Leitung 29 wird beispielsweise durch eine elektrische Pumpe unter Druck gesetztes öl mit
konstantem Druck dem Ventilkörper20 zugeführt, und zwar an einem Punkt zwischen den Stegen 22, 23.
Rückführleitungen 30, 31 an den gegenüberliegenden Enden des Ventilkörpers 20 leiten das öl in einen
nicht dargestellten Sammelbehälter, von dem das öl
ίο der Pumpe wieder zugeführt wird.
Wird die Ventilstange 21 nach unten bewegt, so wird die untere öffnung 25 von dem unteren Steg 23
freigelegt und die Drucköl-Leitung29 mit dem Raum 27 unter dem Pressenkolben 28 in Verbindung gebracht.
Gleichzeitig wird auch die öffnung 24 durch den oberen Steg 22 freigelegt und der Raum 26 über
dem Pressenkolben 28 mit der oberen ölrückführleitung 30 in Verbindung gebracht. Auf diese Weise wird
der Kolben 17 und damit die Platte 18 hydraulisch
ao gegen die Matrize 5 geführt.
Durch Aufwärtsbewegen der Ventilstange 21 kann die obere öffnung 24 mit der Rückführleitung 29 in
Verbindung gebracht und damit der Raum 26 über dem Kolben 28 unter Druck gesetzt werden. Damit wird
die untere öffnung 25 mit der oberen ölrückführleitung 31 in Verbindung gebracht, so daß sich der Kolben
28 und die Kolbenstange 17 mit der Platte 18 nach unten bewegen.
Die Geschwindigkeit der Auf- und Abbewegung der Platte 18 kann veränderlich sein, indem man die Zeit,
während der die öffnungen 24 und 25 von den Stegen 22, 23 freigelegt werden, verändert. Die Bewegung der
Platte 18 kann auch jederzeit gestoppt werden, indem man die Ventilstange 21 in eine Lage bringt, in der
beide öffnungen 24, 25 von den Stegen 22, 23 abgedeckt sind.
In festen Lagern auf einer Seite der Vorrichtung ist eine Nockenwelle 32 gelagert, die von einem elektrischen,
nicht dargestellten Motor mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird. Die Nockenwelle 32
hat einen Nocken 33, der auf eine Rolle 34 an einem Ende eines Hebels 35 wirkt, welch letzterer am anderen
Ende mit einem Bügel 36 versehen ist und gelenkig mittels Schildlager 37 einen Ring 38 der Kolbenstange
17 umfaßt.
Das obere Ende der Ventilstange 21 ist bei 39 gelenkig in der Mitte an den Hebel 35 angeschlossen,
und eine Druckfeder 54 zwischen dem oberen Ende des Ventilkörpers 20 und einem Ring der Ventilstange 21
drückt die Rolle 34 gegen den Nocken 33.
Durch den Nocken 33 werden die Bewegungen des Hebels 35 und der Ventilstange 21 gesteuert und damit
Richtung und Geschwindigkeit der Bewegungen der Kolbenstange 17 und der Platte 18.
Die Zeit, während der die öffnungen 24, 25 durch die Bewegungen der Ventilstange 21 bzw. der Stege 22,
23 freigelegt werden, ist veränderlich, aber immer verhältnismäßig kurz, so daß der Hebel 35 praktisch
um einen festen Punkt 39 verschwenkt wird, wobei die Bewegung der Kolbenstange 17 der Bewegung der
Rolle 34 entspricht. Die Bewegung der Platte 18 ist also praktisch immer proportional der Bewegung der
Rolle 34, die ihrerseits von dem Profil des Nockens 33 und seiner Umdrehungsgeschwindigkeit bestimmt
wird.
Die Nockenwelle 32 hat einen zweiten Nocken 40, der auf eine Rolle 41 am unteren Ende einer Druckstange
42 wirkt, die sich in einer senkrechten Führung 43 bewegt. Eine Druckfeder 44 drückt die Rolle
41 gegen den Nocken 40.
Das obere Ende der Druckstange 42 wirkt auf die
untere Seite eines Hebels 45, der in senkrechter Ebene
um einen Punkt 46 schwingt Das andere Ende des Hebels 45 liegt ungefähr in der Mitte an eine waagerechte
Platte 47 an, die sich, parallel zu sich selbst, in
festen Fuhrungsbolzen 48 der Platte 10 auf- und abbewtgt Um die Fuhrungsbolzen 48 gelegte Federn 49
drucken die Platte 47 nach oben gegen das Fnde des Hebels 45
Die Platte 47 wird also entsprechend der Umdrehung
der Nockenwelle 32 auf und abbewegt Wahrend der Abwartsbewegung berührt die Platte 47 die Kolben
der Pumpen 12, so daß also die viskose Flüssigkeit
von den Behaltern 14 den Pumpen durch die Leitungen 13 zugeführt wird, von wo sie über Leitungen 9
und durch die Locher 8 in die Hohlräume 6 der Matnzc5
gelangt
Nicht Gegenstand der Erfindung sind die Mittel fur
die Zufuhrung und Ableitung der Bogen oder Kartons, die mit Farbe od dgl viskoser Flüssigkeit belegt werden
sollen Diese Mittel sind in Fig I schaubildhch
dargestellt und bestehen aus einer Gleitbahn 50 und einem Forderband 51, das absatzweise mit der Nockenwelle
32 gekuppelt wird Der Bogen oder Karton wird so von der Gleitbahn 50 in eine Ruhelage über der
Platte 18 gezogen und nach Aufbringen des Farbbelages von der Platte 18 weiteren Förderbändern 52
zugeführt und dann üblicherweise in einen Trockenofen
53 geleitet Die Betriebsweise ist wie folgt
Nach Zufuhrung von Druckflüssigkeit durch die
Leitung 29 und Abwartsbewegen der Platte 18 und bei Lage des Nockens 33 derart, daß die Ventilstange 21
mit ihren Stegen 22, 23 die öffnungen 24 25 abdeckt,
und bei Lage des Nockens 40 derart daß die die Pumpen
betätigende Platte 47 in oberster Lage ist wird
em Bogen oder Karton durch das Forderband 51 von der Gleitbahn 50 über die Platte 18 gebracht Die Wei
terdrehung des Nockens 33 druckt die Rolle 34 nach unten und verschwenkt den Hebel 35 um den Gelenkpunkt
37, so daß sich die Ventilstange 21 um ein Gelinges
nach unten bewegt, und die öffnung 25 durch den unteren Steg 23 freilegt, und zwar so lange, daß
Druckol in den unteren Raum 27 des hydraulischen Zylinders eintreten und den Kolben 28, Kolbenstange
17 und Platte 18 anheben kann Entsprechend wird die öffnung 24 durch den oberen Ventilsteg 22 freigelegt,
so daß das öl aus dem Raum 26 über dem Pressenkolben
28 durch die Leitung 30 abfließen kann
Der Gelenkpunkt 37 des Hebels 35 bewegt sich mit der Platte 18 nach oben, aber der Profilteil des Kolbens
33 der die Aufwartsbewegung der Platte bestimmt, ist derart, daß die Ventilstange21 sich im
wesentlichen nicht bewegt Die öffnung 25 bleibt also
freigelegt, bis die Platte 18 ganz nach oben bewegt ist
und der Karton od dgl in Druckberuhrung mit der Matrizenflache 5 und deren Hohlräumen 6 kommt
Wahrend dieses Andruckens hebt der zweite Nocken 40 die Druckstange 42 und schwingt den Hebel 45 um
seinen Gelenkpunkt 46 wodurch die Platte 47 nach unten bewegt wird und auf die Kolben der Pumpe 12
wirkt, so daß durch die Leitungen 9 und die Locher 8
der Matrize 5 viskose Farbflussigkeit auf dem Kar ton aufgebracht wird in Flachenteilen, die durch die
die Hohlräume 6 bestimmenden Rippen 7 bemessen sind
Der Nocken 40 bewirkt dann die Rückführung der
Druckstange 42 und das Anheben der Platte 47 und der Kolben der Pumpen 12, so daß dann der Zufluß
der viskosen Flüssigkeit unterbrochen wird Der belegte
Karton od dgl kann nun durch Abwartsbewegen der Plattel8 \on der Matrize 5 entfernt
werden
Die Abwartsbewegung der Platte 18 wird von einem
Teil des Nockens 33 gesteuert, der die Rolle 34 nach
5 oben bewegt, wobei der Hebel 35 unter der Wirkung der Druckfeder 54 ausschwingt und dieVentilstange21
so weit nach oben bewegt, wie es zur Fieilegung dei
öffnung 24 zwecks Verbindung mit dem Raum 26 über
dem I'ressenkolben 28 notwendig ist Gleichzeitig wird
ίο die untere öffnung 25 mit dem Raum 27 unter dem
Pressenkolben 28 durch den unteren Ventilsteg 23 freigelegt und dadurch die Verbindung mit der ölruckfuhrlcitung
31 hergestellt Die Geschwindigkeit der Abwarts- bzw Trennbewegung der Platte 18 hangt
ab von der Zeit, wahrend der das Druckol in den
Raum 26 eintreten kann, und dies wieder hangt ab von der Zeit, wahrend dei die öffnungen 24, 25 von den
Ventilstegen 22 23 freigelegt sind Bei größerer Zeit
spanne veiringcrt sich die Abwärtsbewegung der
»0 Platte 18 allmählich weil sich auch die Ventilstange
21 abwärts bewegt Wenn beide öffnungen 24 25
durch die Stege 22 23 geschlossen sind hört die Abwartsbewegung
auf
Die Auswahl der Profile fur den Nocken 33 gestattet also, die Geschwindigkeit der Abwartsbewegungen
der Platte 18 711 variieren zwischen 0 und dem Maximum, welches die hydraulische Anlage gestattet
Gemäß der Erfindung wird der Profilteil des
Nockens 33, der die Abwartsbewegung der Platte 18 bewirkt, so ausgewählt, daß die Abwartsbewegung in
drei Stufen erfolgt Die erste Stufe ist eine Trenn
stufe mit hoher Geschwindigkeit, aber wahrend kurzer
Zeit, wählend der die sich zwischen den Hohhaumenö
der Matrize 5 ausziehenden Farbfaden zahlreich und \01 wiegend von kleinem Querschnitt sind
Einige dieser Faden kleinen Querschnitts brechen wahrend der ersten Stufe ab, und die herabfallenden
Teile tropfen ganz oder vorwiegend in die vorgesehe nen Farbflachen Einige dieser in der ersten Stufe abbrechenden
Farbfaden können wohl von der seitwärts einfallenden Luft abgelenkt werden, aber auf Grund
der kurzen Lange und des geringen Querschnitts dieser Farbfaden findet em unerwünschtes und störendes
Verspritzen nicht statt
Es folgt dann eine zweite Trennstufe, wahrend der
die Abwartsbewegung der Platte 18 mit dem mit
Farbe belegten Karton klein ist Im Verhältnis zu der
Geschwindigkeit in der ersten Stufe bei bestimmten Materialien kann in der zweiten Stufe die Abwartsbewegung
auch gleich Null sein, d h die Ventilstege
22 23 können fur kurze Zeit die öffnungen 24, 25
vollkommen abdecken, so daß kein Druckol in die
hydraulische Anlage 15 eintreten kann Wahrend dieser zweiten Stufe bricht em großer Teil der verbliebe
nen Farbfaden kleinen Querschnitts ab, und zwar wegen der Oberflachenspannung ohne Verspritzen
Nach der zweiten Stufe folgt eine dritte Trennstufe,
in der die Matrize 5 und die Platte 18 auf volle Lange
voneinander getrennt werden, wobei die Platte 18 in ihre unterste Lage gelangt Diese dritte Trennstufe
ist zeitlich langer als die erste Stufe, und die Trenngeschwindigkeit
ist großer als die in der zweiten Stufe
und kann in einigen Fallen selbst großer sein als in
der ersten Stufe Wahrend dieser dritten Trennstufe brechen noch verbliebene Farbfaden ab, ohne daß sich
nennenswerte kugelförmige Verspritzungen ergeben, weil die Geschwindigkeit der zwischen die getrennten
Teile eintretenden Luft verhältnismäßig gering ist
bzw weil der Raum zwischen Matrize und Platte groß ist Die dritte Trennstufe kann gewunschtenfalls
in zwei Intervalle unterteilt werden, und zwar in ein
Intervall, in dem sich die Abwärtsbewegung der Platte allmählich vergrößert, wodurch die verbleibenden
Farbfäden großen Querschnitts dünner werden, und in ein verhältnismäßig längeres Intervall, in welchem
sich die Trenngeschwindigkeit verringert und die Platte zur Ruhe kommt.
Gewün.schtenfalls kann auch die dritte Stufe ein
Intervall mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit enthalten, das zwischen der Beschleunigung
und der Verlangsamung der Bewegungen liegt.
Mit Rücksicht auf hohe Produktionszahlen ist es wünschenswert, daß die Zeit für die Auf- und Abwärtsbewegung
der Platte kurz ist bzw. die Zeit für einen vollständigen Arbeitszyklus der Plattenbewegungen
so kurz wie möglich ist, wobei natürlich ein Verspritzen nicht stattfinden darf. Die obenbeschriebeiH'ii
Treimbewegungen in drei Stufen sichern ein verspritzungsfreies Trennen der Matrize und der
Platte in einer weit kürzeren Zeit als bei konstanten ao Trennbewegungen, wie sie bisher bei derartigen Vorrichtungen
angewandt wurden.
In den Diagrammen nach Fig. 4 und 5 sind die Abszissen die Zeit-Intervalle in Sekunden, während die
Ordinaten in Fig. 4 die Trenngeschwindigkeit der »5 Platte und in Fig. 5 den Weg in mm darstellen. Die
Diagramme zeigen einen typischen Trennbewegungs-Zyklus bei Farben oder viskosen Flüssigkeiten mit
einer Viskosität zwischen 100 und 300 Viskositäts-Einheiten.
In der ersten Stufe bewegt sich die Platte 0,3 mm (Fig. 5) abwärts in einer Zeit von 0,03 Sek. und erreicht
eine maximaleGeschwindigkeitvon215mm/Sek. (Fig. 4). In der zweiten Phase bewegt sich die Platte
0,3 mm (Fig. 5) in 0,085 Sek. bei niedriger und im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit von
38mm/Sek. (Fig. 4). In der dritten Stufe bewegt sich
die Platte 28 mm (Fig. 5) in 0,25 Sek. mit einer maximalen Geschwindigkeit von 152mm/Sek. (Fig. 4).
Bei Benutzung einer derartigen dreistufigen Trenn- ^o
bewegung und bei einem Gesamt-Trennweg von 34 mm während 0,365 Sek. war es möglich, pro Stunde ungefähr
3000 Farbniederschläge herzustellen.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, ist die maximale Trenngeschwindigkeit
in der ersten Stufe größer als die Maximalgeschwindigkeit in der dritten Stufe.
Aus Fig. 5 geht hervor, daß die dritte Stufe einen Bewegungs-Intervall von im wesentlichen konstanter
Geschwindigkeit enthält, der zwischen den Intervallen der Beschleunigung und der Verlangsamung liegt, von
denen w ieder der erstgenannte zeitlich kürzer ist als der letztgenannte.
Claims (6)
1. Verfahren zum Aufbringen dünner Schichten von Farben oder ähnlichen viskosen Flüssigkeiten
in genau bestimmten Umrissen auf Flächen, z. B. Kartons, wobei die Fläche zwischen einer oberen
Matrize und einer unteren Platte, die relativ zueinander bewegbar sind, eingespannt wird, und die
aufzutragende Flüssigkeit in Vertiefungen in der Matrize geleitet wird, worauf die Matrize und die
Platte mit der die Farbschichten tragenden Platte voneinander getrennt, und die Fläche von der
Platte entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegbewegen der Platte mit der Farbschicht
von der Matrize zunächst in einer zeitlich kurzen, vorherbestimmten Stufe mit hoher Trenngeschwindigkeit
erfolgt, in der die viskose Flüssigkeit zwischen Matrize und Platte vorwiegend in Form
vieler Fäden kleinen Querschnitts ausgezogen wird, worauf in einer zweiten Stufe ohne oder mit
geringer Trenngeschwindigkeit ein Brechen einiger oder aller Flüssigkeitsfäden erfolgt, während in
einer nachfolgenden dritten Stufe die Trenngeschwindigkeit größer als in der zweiten Stufe
und die Zeitdauer größer als in der ersten Stufe ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenngeschwindigkeit in der
dritten Stufe größer ist als in der ersten Stufe.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Stufe die Trennung
in einen kürzeren Beschleunigungs- und in einen längeren Verzögerungsintervall unterteilt ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Maximaltrenngeschwindigkeit
in der ersten Stufe größer ist als die Maximaltrenngeschwindigkeit in der dritten
Stufe.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Stufe zwischen dem
Beschleunigungs- und dem Verzögerungsintervall ein Intervall konstanter Trenngeschwindigkeit eingeschaltet
wird.
6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet
durch einen hydraulischen Stempel, der eine Platte (18) mit der mit Farbe od. dgl. zu beauftragenden
Fläche gegenüber einer festen Matrize (5) auf und ab bewegt, wobei ein verstellbares Steuerventil
(20) den Eintritt des hydraulischen Mittels in den hydraulischen Zylinder (26, 27) steuert, und die
Verstellung des Steuerventils durch einen Nocken (33) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 690/118 12.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1071722T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071722B true DE1071722B (de) | 1959-12-24 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1071722D Pending DE1071722B (de) |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071722B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2220387A1 (de) * | 1973-03-09 | 1974-10-04 | Encoline Process Ltd | |
| FR2256839A1 (de) * | 1974-01-09 | 1975-08-01 | Encoline Process Ltd | |
| DE2637721A1 (de) * | 1976-08-21 | 1978-02-23 | Mathias Mitter | Einrichtung zur fuehrung einer warenbahn, insbesondere einer florware zu einer druck- oder faerbestation |
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- DE DENDAT1071722D patent/DE1071722B/de active Pending
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