DE1071199B - Elektronisch gesteuerte Magnetverstärkeranordnung - Google Patents
Elektronisch gesteuerte MagnetverstärkeranordnungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03F—AMPLIFIERS
- H03F9/00—Magnetic amplifiers
- H03F9/06—Control by voltage time integral, i.e. the load current flowing in only one direction through a main coil, whereby the main coil winding also can be used as a control winding, e.g. Ramey circuits
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Description
DEUTSCHES
Magnetische Verstärker zur Abgabe.einer gesteuerten Leistung an eine Last sind an sich bekannt. Bei
einer Art dieser Verstärker, die auch die Selbstsättigungsschaltung genannt wi-rd, werden die Netzwicklungen
auf den Schenkeln eines Magnetkerns mit , rechteckiger Hystereseschleife unter Zwischenschaltung
je eines Gleichrichters angeordnet. Die Bemessung der Wicklungen ist dabei so gewählt, daß die der Anordnung
zugefülhrte Wechselspannung gerade in einer Periode einen vollen Umlauf der Magnetisierung, des
Kerns um die rechteckige Hystereseschleife bewirkt, ohne daß eine Sättigung eintritt.
Durch die vorgeschalteten Gleichrichter wird jedoch die eine Halbwelle der Netzwechselspannung gesperrt,
so. daß der einzelne Schenkel jeweils in einem Remanenzpunkt verbleibt. Diese Verstärker werden durch
eine Gleichstromvormagnetisierung in ihrer Leistungsabgabe gesteuert, indem durch den Vormagnetisierunggsstrom
eine gewisse varbestimmte Abmagnetl· ·■ sierung des Remanenzwertes in den Hälbwellen vor·
genommen wird, in denen der zugehörige Gleichrichter gesperrt ist. Zur Steuerung ist bei den bisher bekannten
Magnetverstärkern daher stets eine äußere Gleichstromquelle erforderlich.
Bei dem magnetischen' Verstärker nach der Erfindung wird eine solche äußere Stromquelle zur Steuerung
nicht mehr benötigt. Dies wird bei einer elektronisch gesteuerten Magnetverstärkeranordnung, die mit
einem Transistor als Steuerorgan ausgerüstet ist und die einen gemeinsamen magnetisierba.ren Kern mit annähernd
rechteckiger Hystereseschleife besitzt, auf dem zwei parallel an eine Wechselspannungsquelle gelegte
Wicklungen aufgebracht, sind, denen je ein Gleichrichter in zueinander gegensinniger Durchlaß-
; richtung so vorgeschaltet ist, daß die Wechselspannung
in jeder Periode einen vollen Umlauf der Magnetisierung des Kernes bewirkt, dadurch erreicht,
daß auf dem gleichen Kern eine weitere Wicklung angeordnet ist, deren induzierte Spannung als Versorgungsspannung
für einen mit dieser Wicklung in Reihe geschalteten Transistor dient, dessen Impedanz
durch ein Steuersignal beeinflußt wird..
Es wird also für den Transistorkreis keine besondere Stromquelle benötigt, und die benötigte elek- ,
irische Energie wird gegenüber den bisherigen An-Ordnungen stark vermindert. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung umfaßt zwei solche Systeme in zueinander gegensinniger Parallelschaltung. Dabei
kann die Verzweigung auch hinter dem beiden Kreisen gemeinsamen Transistor vorgenommen werden.
Ein solcher Verstärker liefert einen steuerbaren und um 180° in der Phase verschiebbaren Ausgang.
In den Zeichnungen werden Beispiele für die Ausführung der Erfindung gezeigt.
Elektronisch gesteuerte
Magnetv er s tärk er anordnung
Magnetv er s tärk er anordnung
Anmelder:
IBM Deutschland
Internationale Büro-Maschinen
Internationale Büro-Maschinen
Gesellschaft m.b.H.,
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Sindelfingen (Württ), Tübinger Allee 49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. Januar 1956
V. St. v. Amerika vom 16. Januar 1956
Harry William Mathers, Johnson City, N. Y. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
Fig. 1 stellt eine erfindungsgemäße Anordnung mit einem Ferritkern dar;
Fig. 2 zeigt eine schematische Hystereseschleife des verwendeten Ferritkernmaterials; . :
Fig. 3 zeigt Spannungen und Ströme, die an bestimmten Punkten der Anordnung nach Fig. 1 auftreten;
Fig. 4 A und 4B zeigen mit zwei Ferritkernen aufgebaute
Verstärkeranordnungen mit phasenumkebrbarem
Ausgang; . . ■
Fig. 5 stellt die Aufteilung der Leistungswicklungen
eines Kernes der Anordnungen nach Fig. 4 A und 4B dar.; . . ·■ ,
Fig. 6 zeigt Spannungen und Ströme an bestimmten-Punkten der Anordnung nach Fig. 4A und 4B.
Zwischen den mit dem Eingang En verbundenen Leitungen 10 und 11 (Fig. 1) liegen zwei parallele
Zweige, die jeweils eine Wicklung auf einem Ferritkern 15, einen Gleichrichter und einen Widerstand
enthalten. In dem einen Zweig ist eine Leistungswieklung
Np, ein Gleichrichter 51 und - ein Widerstand
RL angeordnet. Zwischen dem Gleichrichter Sl
909 689/450
" und dem Widerstand RL ist eine Ausgangsklemme 12
abgezweigt, an der die Spannung EL abgenommen werden kann. Der in dem anderen Zweig in Reihe
mit einer Voirmagnetisierungswicklung Nb und einem
veränderbaren Widerstand Rb geschaltete Gleichrichter S 2 ist entgegengesetzt zu dem Gleichrichter des
ersten Zweiges gepolt. Auf den Ferritkern ist weiterhin eine Steuerwicklung Nc gewickelt, die über einen
Gleichrichter .93 und die Kollektor-Emitter-Strecke
eines Transistors 16 mit einer Leitung 13 verbunden ist. Das andere Wicklungsende, ist mit einer Leitung
14 verbunden, an die'auch die Basis des Transistors 16 führt.
In Fig. 2 ist eine idealisierte annähernd rechteckige
Hysteresekurve des Ferritkernes 15 gezeigt. Zur Zeit /0 (Fig. 3) sei der Kraftlinienfluß des Kernes
entsprechend Punkt A (Fig. 2) vorhanden. Die erste Halbwelle der Spannung En bringt über die Wicklung
Np (Sl ist durchlässig) den Fluß über Punkt ß (Sättigung) zu dein Remanen/.punkt C zur Zeit /1. Tn
der folgenden Halbwelle ί 1 — ί 2 von En ist der Gleichrichter
.91 gesperrt und S2 geöffnet. Es fließt also
jetzt ein Strom in der Vormagnetisierungswicklung Nb, der den Kraftlinienfluß im Kern 15 über den
Punkt D auf den Remanenzwert A zur Zeit ti zu- *5
rückführt. Es erfolgt also während jeder Periode von En ein Umlauf ABCDA der Hysteresekurve. Durch
Änderung des Widerstandes Rb kann der Kernfluß für die Zeit il —f2 auch so verringert werden, daß er zur
Zeit ti auf einen beliebigen Punkt zwischen den
Punkten A und C zurückkehrt. Gleichzeitig wird in der Wicklung, Nc eine Wechselspannung Ec induziert.
Wird nun an die Leitungen 13, 14 während der Zeit i3 — f4, also der negativen Halbwelle der Spanllung
En, eine Steuerspannung Es angelegt, die den Transistor 16 in den leitenden Zustand bringt, so kann
in dieser Halbwelle auch die in der Steuerwicklung A7V
induzierte Spannung einen Strom Ic über den Gleichrichter v93 und den Transistor 16 treiben (Kurve Ic,
Fig. 3). Damit subtrahiert sich wegen der Gegenphasigkeit die dadurch entstehende Amperewindungszahl
NcIc von der Vormagnetisierungswindungszahl NbIb und verhindert eine Rückkehr des remanenten
Zustandes des Ferritkernes bis auf den Punkt A. Die Wirkung ist also analog der oben geschilderten
Vergrößerung des Widerstandes Rb. Ist z. B. die Amperewindungszahl NcIc — 0,5 NbIb, so kehrt der
Kerrtfluß zur Zeit i4 auf den Remanenzpunkt E
(Fig. 2) zurück.
Bei der nächsten Halbwelle von En (i4— f6) wird
daher die Sättigung (Punkt B) bereits nach Aufnahme des halben Spannungs-Zeit-Integrals der angelegten
Spannung En erreicht. Dadurch entsteht zur Zeit t5
ein hoher Sättigungsstromfluß in der Wicklung Np, dessen Größe im wesentlichen nur durch den Lastwiderstand
RL bestimmt wird (Kurve IL in Fig. 3). Diese Schaltung liefert also einen Ausgangsimpuls an
RL, wenn während der vorhergehenden negativen Halbwelle der Spannung En der Transistor 16 in den
leitenden Zustand gesteuert war. Die Größe des Ausgangssignals ist dabei von der Höhe des Stromes in
der Steuerwicklung abhängig.
Eine Weiterbildung der Anordnung nach Fig. 1 ist in den Fig. 4A und 4B gezeigt. Die Leistungswicklung
Np ist hier in zwei gleiche Teile aufgeteilt (s. auch Fig. 5). Zwei Ferritkerne mit unterteilten
Kraftwicklungen werden an eine gemeinsame Belastung angeschlossen, so daß jeder Ferritkern einen
Ausgang zu der Belastung während jedes zweiten Halbumlaufs von En liefert. In der Schaltung von
Fig. 4 A haben die Wicklungen auf dem Ferritkern 1 ungerade und die Wicklungen auf dem Kern 2 gerade
Bezugsziffern. Die Steuerung erfolgt auch hier während der Zeit ti —ti, i4 — tS, also immer wenn die
Leistungswicklung (Fig. 1 und 3) stromlos ist. Daher können beide Kerne der Schaltung von Fig. 4A mit
einem einzigen Transistor gesteuert werden. Der Widerstand i?4 reduziert die Wirkungen der Temperaturcharakteristik
des Transistors 16.
In Fig. 6 sind die typischen Ausgangssignale der
Anordnung nach Fig. 4A gemäß Fig. 6 dargestellt. Bei der Steuerspannung ES der Phase A (in Phase
mit En) bewirkt die Steuerung, daß der Ferritkern 1 einen Ausgang liefert, aber keine Wirkung auf den
Ferritkern 2 hat. Ud der Steuerspannung HS der
Phase B (180° phasenverschoben gegenüber En) liefert der Ferritkern 2 einen Ausgang, aber der
Kern 1 wird nicht beeinflußt. Die in Fig. 6 gezeigten Ströme IL haben Grundkomponenten, die gegenüber
En die Phase 0 oder 180° haben; daher hat die Schaltung einen phasenumkehrbaren Ausgang, der für z. B.
zur Drehrichtungsumkehr von Stellmotoren benutzt werden kann.
In der Schaltung gemäß Fig. 4 A werden die Vormagnetisierungswicklungen
häufig so justiert, daß beide Kerne ein kleines Ausgangssignal liefern, wenn das Steuersignal ES Null ist. Ein Steuersignal ES
erhöht dann den Ausgang des einen Kerns, verringert aber nicht den Ausgang des anderen Kerns. Die gemäß
Fig. 4B geschalteten Rückkopplungswicklungen ATF1 und NFI verwenden den Laststrom des einen
Kerns, um zusammen mit dem Vormagnetisierungsstrom den Ausgang des anderen Kerns zu verringern.
Die Rückkopplungswicklungen NFl und NF2 reduzieren
das benötigte Steuersignal und verbessern die Steuercharakteristik.
Claims (4)
1. Elektronisch gesteuerte Magnetverstärkeranordnung mit einem Transistor als Steuerorgan
und einem gemeinsamen magnetisierbaren Kern mit annähernd rechteckiger Hystereseschleife, der
parallel an eine Wechselspannungsquelle gelegte Wicklungen aufweist, denen je ein Gleichrichter
in zueinander gegensinniger Durchlaßrichtung so vorgeschaltet ist, daß die Wechselspannung in
jeder Periode einen vollen Umlauf der Magnetisierung des Kerns bewirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem gleichen Kern (15) eine weitere Wicklung {Nc) angeordnet ist, deren induzierte
Spannung als Versorgungsspannung für einen mit dieser Wicklung in Reihe geschalteten Transistor
(16) dient, dessen Impedanz durch ein Steuersignal (ES) beeinflußt wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei magnetische Verstärker in
der Weise miteinander verbunden werden, daß die an eine Wechselspannungsquelle gelegten Wicklungen
der beiden Verstärker in Serie geschaltet werden, und daß die beiden Steuerwicklungen an
den Transistor (16) so angeschlossen werden, daß jeder Kern für je eine der phasenverschobenen
Steuerspannungen ein steuerbares Ausgangsspannungssignal erzeugt.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Stromkreise
der parallel geschalteten Wechselspannungswicklungen Rückkopplungs wicklungen (NFl und NF 2)
eingeschaltet sind, die jeweils von dem Magnetisierungsstrom des anderen Verstärkers durchflossen
werden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Siemens-Zeitschrift, 1953, H. 2, S. 62 bis 73;
ETZ-A, 1954, H. 10, S. 346;
Funktechnik, 1953, Nr, 19, S. 628 und 629; Bulletin SEV, 1954, Nr.
Funktechnik, 1953, Nr, 19, S. 628 und 629; Bulletin SEV, 1954, Nr.
4, S. 121 und 122.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1957I0012695 DE1071199B (de) | 1957-01-15 | 1957-01-15 | Elektronisch gesteuerte Magnetverstärkeranordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1957I0012695 DE1071199B (de) | 1957-01-15 | 1957-01-15 | Elektronisch gesteuerte Magnetverstärkeranordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1071199B true DE1071199B (de) | 1959-12-17 |
Family
ID=595938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1957I0012695 Pending DE1071199B (de) | 1957-01-15 | 1957-01-15 | Elektronisch gesteuerte Magnetverstärkeranordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1071199B (de) |
-
1957
- 1957-01-15 DE DE1957I0012695 patent/DE1071199B/de active Pending
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