DE1070202B - Stahlbetontubbing fur Tunnel oder Schachte - Google Patents
Stahlbetontubbing fur Tunnel oder SchachteInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
- E21D11/04—Lining with building materials
- E21D11/08—Lining with building materials with preformed concrete slabs
- E21D11/083—Methods or devices for joining adjacent concrete segments
-
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- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
- E21D11/14—Lining predominantly with metal
- E21D11/15—Plate linings; Laggings, i.e. linings designed for holding back formation material or for transmitting the load to main supporting members
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Description
DEUTSCHES
Es sind Stahlbetontübbings für Tunnel und Schächte bekannt, die aus einzelnen untereinander verbundenen
Segmenten bestehen. Die einzelnen Segmente besitzen in Umfangsrichtung verlaufende Bewehrungsstäbe, die
ihrerseits an Stahlblechauflagen der Stoßflächen der Segmente angeschlossen sind. Auch die an den benachbarten
Tübbingring anliegenden Stirnflächen der Segmente sind mit Stahlblechauflagen versehen. Derartige
Stahlbetontübbings haben sich an sich bewährt, sind jedoch nicht frei von Nachteilen. Bei den bekannten
Konstruktionen sind nämlich an den Stoß- und Stirnflächen Flansche vorgesehen, durch welche Verbindungsmittel,
zumeist Schraubenbolzen, hindurchgeführt sind. Es dienen die Stahlblechauflagen der
Stoß- und Stirnflächen so zugleich zur Aufnahme der Verbindungskräfte zwischen den einzelnen Tübbings
oder Tübbingsegmenten und damit zur Aufnahme der Zugbeanspruchungen, die nach Einbau der Tübbings
zum Schacht oder zum Tunnel durch Bodenbewegungen oder dergleichen auftreten können. An den Verbindungsmitteln und damit an den Flanschen treten somit ganz
erhebliche Kräfte auf, was zu Verbeulungen in den Flanschen führen kann. Einwandfreie Abdichtung ist
daher nicht möglich oder zumindest über längere Zeiträume nicht zu gewährleisten. Durch diese Deformation
der Flanschteile löst sich darüber hinaus die äußere Stahlblecharmierung vom Beton, was ebenfalls nachteilig
ist und zur vorzeitigen Zerstörung der Tübbings führt. Allerdings ist es bei Stahlbetontübbings anderer
Ausführungsform, bei denen die Stahlblechauflagen an den Stirn- und Stoßflächen fehlen, bekannt, eine Keilverbindung,
die an die in Umfangsrichtung verlaufenden Bewehrungsstäbe angeschlossen ist, zum Verbinden
der Stahlbetonsegmente eines Tübbingringes untereinander bzw. auch Schraubenbolzen zum Verbinden der
einzelnen Tübbingringe miteinander vorzusehen. Auch hier werden jedoch Dichtschwierigkeiten nicht vermieden,
letzteres insbesondere auch dann nicht, wenn an den Stoßflächen der Betonfertigteile eine elastische
Auflage vorgesehen ist, die dazu dient, die Dichtwirkung zu verbessern sowie zugleich den Ausbau in
Grenzen nachgiebig zu gestalten. — Bei Stahlbetontübbings aus Gußstahl ist es zur Verbesserung der
Dichtwirkung bekannt, die Flanschdichtflächen spanabhebend zu bearbeiten. Bei den bekannten Stahlbetontübbings
mit Stahlblechauflage ist diese Maßnahme wegen der beschriebenen Nachteile wenig sinnvoll.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Stahlbetontübbing für Tunnel oder Schächte aus einzelnen,
miteinander verbundenen Segmenten, deren in Umfangrichtung angeordnete Bewehrungsstäbe an
Stahlblechauflagen 'der Stoßflächen der Segmente angeschlossen sind, und bei dem die an dem benachbarten
Tübbingring anliegenden Stirnflächen der Segmente Stahlbetontübbing für Tunnel
oder Schächte
oder Schächte
Anmelder:
Hochtief A. G. für Hoch- und Tiefbauten,
Hochtief A. G. für Hoch- und Tiefbauten,
vorm. Gebr. Helfmann,
ίο Essen, Rellinghauser Str. 55-57
ίο Essen, Rellinghauser Str. 55-57
Fritz Apel, Essen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ebenfalls mit Stahlblechauflagen versehen sind, so aus-
ao zubilden, daß eine einwandfreie und dauerhafte Dichtwirkung
erreicht wird, die auch bei Bodenbewegungen, wie sie z. B. in Bergsenkungsgebieten auftreten, erhalten
bleibt.
Die Erfindung betrifft Stahlbetontübbings für Tunnel
und Schächte des beschriebenen Aufbaues und besteht darin, die Stahlblechauflagen der Stirn- und Stoßflächen
in an sich bekannter Weise durch maßgenaue Bearbeitung als Dichtflächen auszubilden und die Verbindungsglieder
zum Verbinden der aneinanderstoßenden Segmente eines Ringes an die in Umfangsrichtung
verlaufenden, mit den Stahlblechauflagen der Stoßflächen verbundenen Bewehrungsstäbe anzuschließen
sowie zur Verbindung benachbarter Ringe Zugbolzen durch kanalförmige Aussparungen der Betonsegmente
in Längsrichtung des Bauwerks hindurchzuführen und in im Beton des anliegenden Tübbings verankerte
Mutterstücke einzuschrauben
Im einzelnen läßt sich die Erfindung auf verschiedene Weise verwirklichen. So geht ein A^orschlag der
Erfindung dahin, die im Beton verankerten Mutterstücke und die Kanäle für die Zugbolzen derart anzuordnen,
daß eine sich deckende oder versetzte Anordnung der Tübbingsegmente benachbarter Ringe möglich
ist. ALs Verbindungsglieder zum Verbinden der aneinanderstoßenden Segmente eines Tübbingringes
dienen zweckmäßig Laschen, die durch öffnungen in den Stahlblechauflagen der Stoßflächen geführt und
durch Keile an die in Umfangsrichtung verlaufenden Bewehrungsstäbe der Tübbingsegmente angeschlossen
sind. Im übrigen empfiehlt es eich, besondere Schlußstücke für jeden Tübbingring vorzusehen. Dazu dient
— wie an sich bekannt — ein Segment mit parallelen Stoßflächen, denen die Stoßflächen der beiden angrenzenden
Segmente angepaßt sind.
909 687/9
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind
vor allem darin zu sehen, daß bei der erfindungsgemäßen Konstruktion die mit Stahlblech gepanzerten
Stoß- und Stirnflächen lediglich Druckkräfte übertragen und eine Dichtungsfunktion erfüllen, für die sie
lurch maßgenaue Bearbeitung eingerichtet sind, nicht aber die Zugkräfte der Verbindungen der Segmente zu
Ringen oder der Verbindung der Ringe untereinander aufzunehmen haben. Durch die Maßnahmen der Erfindung
sind diese Stahlblechauflagen der Stoß- und Stirnflächen von derartigen Verbindungskräften frei. Die
Dichtwirkung dieser Stahlblechauflagen wird durch die Beanspruchungen folglich nicht beeinträchtigt. Der
Tübbing ist in zusammengebautem Zustand zur Aufnahme großer Beanspruchungen in der Lage, von denen
die Zugkräfte unmittelbar auf die Bewehrungsstäbe übertragen werden und folglich die Dichtflächen nicht
deformieren können.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
ausführlicher erläutert; es zeigt
Fig. 1 in stark schematisierter Darstellung eine Aufsicht auf einen aus mehreren Segmenten zusammengesetzten
Tübbingring,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 1, teilweise im Schnitt, und zwar nach den Linien A-A
bzw. B-B der Fig. 3,
Fig. 3 einen Schnitt nach den Linien C-C bzw. D-D der Fig. 2,
Fig. 4, 5 und 6 Einzelheiten der Verbindungsmittel für Tübbingsegmente nach der Erfindung, und
Fig. 7 eine Ansicht der Tübbingsegmente vom Tunnelinnern her in Richtung des Pfeiles E in Fig. 1
mit teilweise entferntem Beton.
Der in der Zeichnung dargestellte Stahlbetontübbing dient zum Ausbau von Tunneln oder Schächten. Er besteht
aus einzelnen miteinander verbundenen Segmenten 1. In den Segmenten 1 sind in Umfangsrichtung
angeordnete Bewehrungsstäbe 2 vorgesehen, die an Stahlblechauflagen 3 der Stoßflächen angeschlossen
sind. Das Anschließen erfolgt beispielsweise durch Verschweißen oder auch auf irgendeine andere Weise. Die
an dem benachbarten Tübbingring anliegenden Stirnflächen der Segmente 1 sind mit Stahlblechauflagen 4
versehen. Die Stahlblechauflagen 4, 3 der Stirn- bzw. Stoßflächen sind erfündungsgemäß durch maßgenaue
Bearbeitung als Dichtflächen ausgebildet.
Die Verbindungsmittel zum Verbinden der aneinanderstoßenden Segmente eines Ringes, nämlich
Laschen 5, werden durch Keile 6 an die in Umfangsrichtung verlaufenden, mit den Stahlblechauflagen der
Stoßflächen verbundenen Bewehrungsstäbe 2 angeschlossen. Zur Verbindung benachbarter Ringe dienen
Zagbolzen 7, die 'durch kanalförmige Aussparungen 8
der Stahlbetonsegmente 1 in Längsrichtung des Bauwerkes hindurchgeführt sind. Diese Zugbolzen 7 sind
in im Beton des anliegenden Tübbing verankerte Mutterstücke 9 eingeschraubt. Dabei sind die Kanäle 8 für
die Zugbolzen 7 und die im Beton verankerten Mutterstücke 9 derart angeordnet, daß eine sich deckende oder
versetzte Anordnung der Tübbingsegmente 1 benachbarter Ringe möglich ist.
Im Ausführungsbeispiel sind als Verbindungsglieder zum Verbinden der aneinanderstoßenden Segmente
eines Tübbingringes wie erwähnt Laschen 5 vorgesehen, die durch öffnungen 10 in den Stahlblechauflagen 3 geführt
und durch Keile 6 an die in Umfangsrichtung verlaufenden Bewehrungsstäbe 2 der Tübbingsegmente
1 angeschlossen sind. Die Stahlblechauflagen 3 und 4 werden also von Zugkräften vollkommen frei
gehalten.
In Fig. 1 ist erkennbar, daß man zweckmäßig mit einem besonderen Schlußstück la arbeitet, das parallele
Stoßflächen 1 b aufweist, wobei die Stoßflächen ίο der beiden angrenzenden Segmente 1 entsprechend ausgeführt
sind.
Claims (4)
1. Stahlbetontübbing für Tunnel oder Schächte aus einzelnen, miteinander verbundenen Segmenten,
deren in Umfangsrichtung angeordnete Bewehrungsstäbe an Stahlblechauflagen der Stoßflächen
der Segmente angeschlossen sind und bei dem die an dem benachbarten Tübbingring anliegenden
Stirnflächen der Segmente ebenfalls mit Stahlblechauflagen versehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stahlblechauflagen (4, 3) der Stirn- und Stoßflächen in an sich bekannter Weise
durch maßgenaue Bearbeitung als Dichtflächen ausgebildet und die Verbindungsglieder zum Verbinden
der aneinanderstoßenden Segmente (1) eines Ringes an die in Umfangsrichtung verlaufenden,
mit den Stahlblechauflagen (3) der Stoßflächen verbundenen Bewehrungsstäbe (2) angeschlossen
sind und daß zur Verbindung benachbarter Ringe Zugbolzen (7) durch kanalförmige
Aussparungen (8) der Stahlbetonsegmente (1) in Längsrichtung des Bauwerks hindurchgeführt und
in im Beton des anliegenden Tübbings verankerte Mutterstücke (9) eingeschraubt sind.
2. Stahlbetontübbing nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Beton verankerten
Mutterstücke (9) und die Kanäle (8) für die Zugbolzen (7) derart angeordnet sind, daß eine sich
deckende oder versetzte Anordnung der Tübbingsegmente (1) benachbarter Ringe möglich ist.
3. Stahlbetontübbing nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungsglieder
zum Verbinden der aneinanderstoßenden Segmente (1) eines Tübbingringes Laschen (5)
dienen, die durch Öffnungen (10) in den Stahlblechauflagen (3) der Stoßflächen geführt und
durch Keile (6) an die in Umfangsrichtung verlaufenden Bewehrungsstäbe (2) der Tübbingsegmente
(1) angeschlossen werden.
4. Stahlbetontübbing nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als
Schlußstück eines Tübbingringes in an sich bekannter Weise ein Segment (la) mit parallelen
Stoßflächen (1 6) dient, denen die Stoßflächen der beiden angrenzenden Segmente angepaßt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 493 111;
britische Patentschriften Nr. 501 223, 556 698;
österreichische Patentschriften Nr. 117 580,
115;
britische Patentschriften Nr. 501 223, 556 698;
österreichische Patentschriften Nr. 117 580,
115;
USA.-Patentschrift Nr. 1 378 158.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1070202B true DE1070202B (de) | 1959-12-03 |
Family
ID=595156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1070202D Pending DE1070202B (de) | Stahlbetontubbing fur Tunnel oder Schachte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1070202B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT381562B (de) * | 1983-08-05 | 1986-11-10 | Maculan Alexander Dipl Ing Dr | Seitenschalung zur herstellung vorzugsweise plattenfoermiger stahlbetonfertigteile |
| DK151314B (da) * | 1974-05-27 | 1987-11-23 | Pont A Mousson | Fremgangsmaade til freemstilling af en cylindrisk foringselementramme samt en fremgangsmaade til at f remstille en tunnelforeing ved hjaelp af saadanne foringselemmentrammer. |
-
0
- DE DENDAT1070202D patent/DE1070202B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DK151314B (da) * | 1974-05-27 | 1987-11-23 | Pont A Mousson | Fremgangsmaade til freemstilling af en cylindrisk foringselementramme samt en fremgangsmaade til at f remstille en tunnelforeing ved hjaelp af saadanne foringselemmentrammer. |
| AT381562B (de) * | 1983-08-05 | 1986-11-10 | Maculan Alexander Dipl Ing Dr | Seitenschalung zur herstellung vorzugsweise plattenfoermiger stahlbetonfertigteile |
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