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Verfahren zur fortlaufenden selbsttätigen Messung und Aufzeichnung
des Feuchtigkeitsgehaltes beliebiger Stoffe und Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens Es ist bereits eine Einrichtung zur automatischen Feuchtigkeitsbestunmung
bekanntgeworden, welche eine raummaßig gleichbleibende Probe vor und nach der Trocknung
die in einer nut Warmluft beheizten Trommel erfolgt, wiegt und die Ergebnisse der
Wägungen auf zwei Widerstandsgeber überträgt, die in Verbindung mit einem Kreuzspulinstrument
das Verhältnis der Gewichtsdifferenz der feuchten und der trockenen Probe zum Gewicht
der fenchten Probe anzeigt bzw. auischreibt.
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Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß das Gewicht des zu messenden
Stoffes bei der Einwange je nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Stoffes verschieden
groß ist und daher eine umständliche, kostspielige elektrische Answertung der beiden
Meßergebinsse erforderlich ist.
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Das Meßergebnis läßt sich außerdem nur auf das Naßgewicht des zu messenden
Stoffes beziehen. Für den Bezug auf das Trockengewicht ist es offensichtlich nicht
geeignet, da die Einrichtung zur elektrischen Auswertung nur fur das Naßgewicht
brauchbar ist.
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Es ist auch ein Verfahren mit Einrichtungen zur Austibung des Verfahrens
bekanntgeworden, nach welchem eine vorher mit anderen Mitteln abgewogene Menge des
zu prufenden Gutes in eine zwangläufig arbeitende Einrichtung gegeben wird, die
eine Vortrocknung, eine Schrotmühle und eine Nachtrocknung umiaßt und die das Ergebnis
nach der restlosen Austrocknung innerhalb einer festen Zeitspanne mit einer automatisch
arbeitenden Waage auf ein Schreibwerk übertriägt Dieses bekannte Verfahren hat aber
den Nachteil, daß keine vollautomatische Messung des Feuchtegehaltes moglich ist,
denn die Einwaage und das Einführen der Trockenschalen muß durch Handbetätigung
erfolgen.
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Ferner sind selbsttätig sich steuernde und regelnde Dosterwaagen sowie
Emrichtungen zur Messung der Ausbeute mittels Waagen bei der fließenden Verarbeitung
von Massengut bekanntgeworden, sie werden bei der vorliegenden Erfundung als bekannt
vorausgesetzt, mit keiner dieser bekannten Einrichtungen ist es möglich, den Feuchtigkeitsgehalt
zu bestimmen.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Einrichtungen
zur Ausübung des Verfahrens zur kontinuierlichen Messung und Aufzeichnung der Feuchte
beliebtger Stoffe nach der Trockenmetbode, und zwar wird erfindungsgemäß aus dem
Gutstrom mit einer an sich bekannten automatischen Waage eine Probe von stets gleichem
Gewicht abgeteilt und auf eine, eine Trockenvorrichtung durchlaufende Fördereinrichtung
gegeben und nach Beendigung der Trocknung einer zwerten automatischen Waage zugeleitet.
die den Fenchtigkeitsgehalt, bezogen auf das Naß-und@ oder Trockengewicht der Probe,
direkt anzeigt und@ oder, wie an sich bekannt, aufzeichnet.
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Da die Probe bei der automatischen Einwaage stets ein gleiches Gewicht
hat, ist bei der Wägung der getrockneten Probe keinerlei Umrechnung erforderlich,
die nötig wäre, wenn ein gleichbleibendes Volumen von unterschiedlichem Gewicht
eingewogen würde. Der Feuchtegehalt kann auch auf das Trockengewicht der Probe bezogen
werden, diese Feuchtewerte werden aus den auf das Naßgewicht bezogenen Werten rein
rechnerisch bei der Anfertigung der Skala ermittelt. Auch kann eine Skala gleichzeitig
mit beiden Maßeinheiten gerschen werden.
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Eine Vorrichtung zur Ausubung des Verfahrens gemaß der Erfindung
arbeitet im einzelnen wie folgt. Ein Teil des zu messenden Gutes wird auf eine Fördereinrichtung
welche zweckmäßig mit ihrer Antriebseinrichtung an einer Waage hängt, eingewogen,
bis das an der Waage eingestellte Gewicht, z. B. 50 g, erreicht ist.
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Durch Anwendung an sich bekannter Mittel, z. B. Kontakte. Magnet und
Zeitschalter, wird dann moglichst kurz nach der Einwaage das eingewogene Meßgut
auf eine zum großten Teil in einem Trockner liegende Fördereinrichtung, z. B. Transportband,
gebracht. Da z. B. das Transporthand im Trockner mehrfach länger ausgeführt werden
kann als das Einwaagetransportband, kann die Antriebsgeschwindigkeit beider Bänder
so gewahlt werden, daß das Meßgut auf dem Transportband im Trockenofen gut verteilt
aufgebracht wird. Nach einer Trockenzeit von z. B. 2 Minuten wird nun das Trockenband
beispielsweise durch einen Zeitkontakt so lange in Tätigkeit gesetzt, bis das gesamte
getrocknete Meßgut auf der an einer Waage hängenden Fördereinrichtung oder einer
Waagschale mit Entleerungsvorrichtung liegt. Durch einen weiteren Zeitkontakt wird
einige
Zeit nach der Aufgabe des Meßgutes auf die Trockenwaage der Zeiger dieser automatischen
Waage zur Einstellung auf den neuen Meßwert freigegeben. und danach wird durch einen
weiteren Zeitkontakt die a@@ Waagschale dienende Einrichtung entleert. Danach beginnt
der Vorgang wieder in der vorgeschriebenen Reihenfolge, so daß z. B. alle 2 Minuten
an der Trockenwaage der neue Meßwert angezeigt wird.
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Der Zeiger der Trockenwaage kann in üblicher bekannter Weise mit
einen Schreibvorrichtung oder auch mit geeigneten Mitteln zur Steuerung der Trockeneinrichtung
des Fabrikationsprozesses versehen werden.
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Erfindungsgemäß kann durch an sich bekannte Mittel auch so verfahren
werden, daß die Messung fast kontinuierlich erfolgt, indem z. B. ein längeres Transportband
mit mehreren Einwaagen in kürzeren Zeitabständen beschickt wird und die Auswaage
des getrockneten Gutes dementsprechend öfter erfolgt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt.
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Die Fördereinrichtungen sind als Transportbänder gezeichnet, der
Waagebalken und die daran befindliche Fördereinrichtung jeder Waage hängen laut
Darstellung an je einem nachgiebigen Band.
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Die vier Kurvenscheiben a, b, c und d sind auf einer gemeinsamen
Welle eines Synchronmotores oder eines Uhrwerkes, welche z. B. mit einer Geschwindigkeit
von 2 Umdrehungen pro Minute umläuft, befestigt. In der gezetchneten Stellung erfolgt
bei Ingangsetzung an der Kurvenscheibe a Kontaktgabe, wodurch das am Waagebalken
e mit seinem Antriebsmotor aufgehängte Transportband f in Gang gesetzt wird. Gleichzeitig
wird durch den nur in einer Richtung wirkenden Wischkontakt g die Verriegelung bei
h kurzzeitig aufgehoben, so daß das Leitblech @ nach rechts fällt. Hierdurch fällt
ein Teil des Meßgutes, welcher durch das Transportband k der Meßeinrichtung laufend
zugeführt wird, so lange auf das laufende Transportband f, bis das an der Waage
eingestellte Gewicht von z. B. 50 g erreicht ist, da dann durch Kontaktgabe bei
l und Betätigung des Magneten m das Leitblech i wieder nach links rückt, so daß
die Meßgutbeschickung auf Transportband f unterbunden wird. Bei h erfolgt gleichzeitig
Verriegelung, und entsprechend der Aussparung an der Kurvenscheibe a wird auch kurz
nach der Einwaage das Transportband f stillgesetzt.
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Kurze Zeit danach wird durch Kurvenscheibe b ein zweipoliger Kontakt
gegeben, wodurch das zum größten Teil in der Heizkammer n liegende Transportband
o und gleichzeitig das Transportband f so lange in Tätigkeit gesetzt werden, bis
eine Unterbrechung der Kontakte an der Kurvenscheibe b erfolgt. Die Aussparung an
der Kurvenscheibe b ist so angeordnet bzw. eingestellt, daß die Unterbrechung der
Kontaktgabe dann erfolgt, wenn das Transportband o alle Späne vom Transportband
f der Waage mit Sicherheit aufgenommen hat. Auch die Antriebsgeschwindigkeit beider
Transportbänder wird so bemessen, daß eine gute Verteilung des Meßgutes auf dem
Trockenband o erfolgt. Je länger das Trockenband o gegenüber dem Einwaageband f
ist, um so größer muß die Antriebsgeschwindigkeit von o gegenüber der von f sein.
Je geringer die Schichthöhe des Meßgutes auf dem Trokkenband o ist, um so schneller
erfolgt die Austrocknung des Meßgutes, weshalb sich die Lange des Trockenbandes
o nach der gewunschten Meßdauer bzw der Haufigkeit des fortlaufenden Einzelbestimmungen
richtet.
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Das Meßgut verbleibt nun, wie beispielsweise angefuhrt, 2 Minuten
auf dem Trockenband o. Zwischendurch wird das von der vorhergehenden Trockenperiode
auf
das stillstehende Transportband p vom Trockenband o geförderte Meßgut durch die
automatische Waage q ausgewogen. da etwa ½ Minute nach Betätigung des Trockenbandes
durch Kontaktgabe an der Kurvenscheibe d die Unterbrechung der motorbetätigten Anzeige
aufgehoben wird, damit sich der Zeiger r auf den neuen Meßwert einstellen kann.
Nach dieser Einstellung wird der Kontakt an der Kurvenscheibe d wieder unterbrochen,
so daß sich der Meßwertzeiger r his zur nächsten Meßperiode nicht mchr bewegen kann.
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Kurze Zeit danach wird der Kontakt an der Kurvenscheibe c geschlossen,
wodurch der Motor des Transportbandes p in Tätigkeit gesetzt wird. Die Aussparung
an der Kurvenscheibe c ist so groß bemessen, daß das aut dem Transportband p befindliche
Nfeßgut mit Sicherheit entfernt wird. bevor der Nfotor durch dir Kurvenscheibe c
wieder stillgelegt wird.
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Wie aus der Reihenfolge der gezeichneten Aussparungen an den Kurvenscheiben
hervorgeht. ist kurze Zeit danach wieder die-Kurvenscheibe a zur Kontaktgabe an
der Reihe. wodurch der soeben beschriebene Vorgang von neuem begtnnt.
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Ergänzend ist noch zu erwähnen. daß der einstellbare Anschlag s am
Leitblech i dazu dient. um bereits eine gute Verteilung des Meßgutes bei der Einwaage
aut der Fördereinrichtung zu erreichen. wird nämlich durch die Transporteinrichtung
k zuviel Meßgut zugeführt. so fällt durch die Einstellung bei oi das zuviel zugeführte
Meßgut an der Fördereinrichtung f vorbei.