DE1067243B - - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
Die Bestimmung der Zusammensetzung von Gasen oder Dämpfen spielt in der technischen Betriebskonr
trolle physikalisch-chemischer Verfahren eine wesentliche Rolle. Die bekanntesten bei derartigen Bestimmungen
verwendeten Kontrollverfahren sind unter anderem die Messung der Wärmeleitfähigkeit, insbesondere
bei der Kontrolle von binären Gasmischungen, und die Messung der Absorption einer Gasschicht im
sichtbaren oder einem diesen benachbarten Spektralgebiet.
Es sind auch Meßanordnungen bekannt, bei denen mit Hilfe von /?-Strahlen das C : H-Verhältnis von
Flüssigkeiten bestimmt oder bei denen mit Hilfe des Ionisationsvermögens von α-Strahlen die Zusammensetzung
eines Gases bestimmt wird.
Das erfindungsgemäße Meßverfahren zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasen oder Dämpfen
mittels α-Strahlen ist dadurch gekennzeichnet, daß die α-Strahlen nacheinander die zu messende Gasschicht
und eine als Vergleichsabsorber dienende Gasschicht durchdringen und schließlich auf einen Detektor für
α-Strahlen auftreffen, daß ferner gleichzeitig die Dichte der zu messenden Gasschicht bestimmt wird
und daß außerdem der Druck im Vergleichsabsorber oder der Abstand des Detektors von der Quelle der
α-Strahlen so gewählt wird, daß, gemäß dem bekannten Zusammenhang zwischen Ionisation bzw.
Teilchenzaihl und der von der α-Strahlung durchmessenen Wegstrecke, kleine, in der zu. messenden
Gasschioht auftretende Änderungen des Bremsvermögens für α-Strahlen große Änderungen der Ionisation
im Vergleichabsorber bzw. große Änderungen der Zahl der α-Teilchen, die in den Detektor eintreten,
hervorrufen.
An Hand der Fig. 1 soll die Erfindung zunächst näher erläutert werden. In Fig. 1 ist durch die Kurve 1
die Anzahl der α-Teilchen in Abhängigkeit vom Abstand von der Strahlenquelle dargestellt. Die Kurve 2
ergibt die durch die α-Teilchen hervorgerufene Ionisation als Funktion des Abstandes wieder. Wählt man
nun eine der vorstehend genannten Größen, also die Anzahl von α-Teilchen oder die durch die α-Teilchen
hervorgerufene Ionisation als Meßgröße bei einem Meßverfahren nach der Erfindung, so ergibt sich bei
einer Wahl des Arbeitspunktes entsprechend den Stellen 3, 3' der in Fig. 1 dargestellten Kurven eine
empfindliche Nachweismöglichkeit. Infolge der großen Steigung der Tangenten an den Kurven 1, 2 in den
Punkten 3, 3' ergeben kleine Änderungen in der Zusammensetzung des zu untersuchenden Gases oder
Dampfes, die eine Änderung des Brems Vermögens für die verwendete α-Strahlung zur Folge haben, relativ
große Änderungen der gemessenen Teilchenzahl oder Ionisation. Eine besonders empfindliche Nachweis-Meßverfahren
zur Bestimmung
der Zusammensetzung von Gasen
oder Dämpfen mittels α-Strahlen
der Zusammensetzung von Gasen
oder Dämpfen mittels α-Strahlen
Anmelder:
Dr. phil. Heinz Maier-Leibnitz,
München, Pienzenauerstr. 110
München, Pienzenauerstr. 110
Dr. phil. Heinz Maier-Leibnitz, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
methode ergibt sich, wenn als Nachweiseinirichtung
eine. Differentialionisationskammer verwendet wird. Eine besonders vorteilhafte Verwendung des Meßverfahrens
nach der Erfindung ergibt sich bei der C : Η-Bestimmung von organischen Verbindungen., insbesondere
von Kohlenwasserstoffen, da die C- und Η-Atome einen relativ großen Unterschied in der
spezifischen Elektronenzahl besitzen. Bei der Kontrolle von Crackprozessen ergibt sich somit eine vorteilhafte
Anwendung des erfindungsgemäßen Meßverfahrens, das eine laufende Betriebskontrolle gestattet.
Bei einer bevorzugten Durchführung wird die bei der Erfindung verwendete. Anordnung auf einer gegenüber
der Umgebung etwas erhöhten, konstanten Temperatur gehalten, womit eine Kondensation von
Dämpfen in der Anordnung vermieden wird.
In einigen Fällen kann es zweckmäßig sein, neben dem Bremsvermögen für α-Strahlen und der Dichte
der zu untersuchenden Gase oder Dämpfe von diesen weitere spezifische Meßgrößen zu bestimmen, z. B. den
Druck und/oder die Temperatur und/oder eine bestimmte optische Absorption.
Das erfindungsgemäße Meßverfahren soll im folgenden
an Hand der in Fig. 2 und Fig. 3 schematisch dargestellten Durchfüforungsbeispiele näher erläutert
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werden, ohne jedoch die, Erfindung auf die dargestellten
Durchfüihrungsbeispiele beschränken zu wollen.
Die von einem α-Strahler IO emittierten α-Teilchen
durchsetzen, wie ersichtlich, eine von den zu untersuchenden Gasen oder Dämpfen gebildete Gasschicht
11 sowie einen veränderlichen, ebenfalls durch eine Gässchicht gebildeten Absorber 12 und gelangen dann
zu. einer Nachweiseinirichtung für α-Strahlen, im Ausführungsbeispiel
einem Zählrohr 13. Die Gasschichten 11 und 12 sind durch thermisch gut isolierende Wände
von der Atmosphäre getrennt. An den für den Durchtritt von α-Teilchen vorgesehenen Stellen der Wandungen
sind für α-Strahlen durchlässige Folien 5, 6, 7 vorgesehen. Wie aus der Fig, 2 ersichtlich, erfolgt in
diesem Ausführungsbeispiel die Veränderung des Bremsvermögens des Absorbers 12 durch eine Druckänderung.
Zu diesem Zweck ist ein zwischen einem nicht dargestellten Gasbehälter und dem veränderlichen
Absorber 12 geschalteter Druckregler 16 vorgesehen. Der in der Absorberschicht 12 herrschende
Druck wird im Ausführungsbeispiel durch ein Quecksilbermanometer 15 gemessen. Die Einstellung des in
der Absorberschicht 12 gewünschten Druckes erfolgt im Ausführungsbeispiel automatisch dadurch, daß Abweichungen
von einer vorgegebenen, zweckmäßig von der halben Zählrate von der Nachweiseinrichtung 17
auf einen Regler 18, der eine entsprechende Einstellung des Druckreglers 16 bewirkt, gegeben werden.
Ferner ist, wie ersichtlich, zur Bestimmung der Dichte der zu untersuchenden Gase oder Dämpfe eine
Gaswaage 20 vorgesehen. Durch diese Gaswäage werden Dichteveränderungen der zu untersuchenden
Gase oder Dämpfe, die vorteilhaft die Anordnung durchströmen, erfaßt. Es ist dabei günstig, eine Einrichtung
21 vorzusehen, durch die die Dichte der Gasschicht 11 beispielsweise mittels eines Ventils 22 auf
einem konstanten Wert gehalten wird. In diesem Fall kann die Skala des Quecksilbermanometers 15 für eine
bestimmte, konstante Temperatur des Absorbers 12 entsprechend dem jeweils zu untersuchenden Gas geeicht
werden, so daß nach Einstellung auf eine bestimmte, vorgegebene Zählrate die Zusammensetzung
an der »Druckskala« des Quecksilbermanometers 15 abgelesen werden kann. ■
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer für die Durchführung des erfundenen Verfahrens geeigneten
Anordnung dargestellt, bei der das Bremsvermögen der Gasschicht 11 durch eine Veränderung
der wirksamen Absorptionslänge des Absorbers 12, der vprteilhafterweise ein konstantes Volumen besitzt,
bestimmt wird, wobei der Druck in dem für den Absorber 12 vorgesehenen Raum konstant gehalten wird.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in Fig. 2 und 3 gleiche Teile.
Wie schematisch angedeutet ist, kann die wirksame ;Absorptionslänge des Absorbers 12 mittels einer Vorrichtung
23 verändert werden. Die Wandungen 24 sind dazu derart ausgebildet, daß sie auftretende Längen-'änderungen
bei gleichbleibendem Druck des Ab-'sofbers 12. aufnehmen können. Gegebenenfalls wird
der für den Absorber 12 vorgesehene Raum mit einem großen, abgeschlossenen Gasgefäß verbunden, so daß
■'etwa auftretende Druckänderurigen vernachlässigbar
'klein bleiben. Das Zählrohr 13 ist im Ausführungs- -beispiel zweckmäßigerweise hängend angeordnet.
Wird nun durch eine Vorrichtung 21 für die Einstellung
einer konstanten Dichte der zu untersuchenden Gase ode.r Dämpfe 11 gesorgt, und sind vorteilhaft
die Längenskala 27 und die Skala 25 entsprechend ■der Zusammensetzung· der. zu untersuchenden Gase
oder Dämpfe geeicht, so kann nach einer durch eine Veränderung des Absorbers 12 bewirkten Einstellung
auf eine bestimmte, am Instrument 26 abzulesende Zählrate die Zusammensetzung durch eine einfache
Ablesung an den genannten Skalen ermittelt werden. Das vorteilhafterweise konstante Volumen des Absorbers
hat dabei zur Folge, daß die Dichte des im Absorber 12 enthaltenen Gases, bezogen auf die
Temperatur, konstant bleibt, womit eine von der ίο Temperatur unabhängige Bestimmung der Zusammensetzung
der zu untersuchenden Gase oder Dämpfe ermöglicht wird.
Claims (8)
1. Meßverfahren zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasen oder Dämpfen mittels
α-Strahlen, dadurch gekennzeichnet, daß die
ao α-Strahlen nacheinander die zu messende Gasschioht
und eine als Vergleichsabsorber dienende Gasschicht durchdringen und schließlich auf einen
Detektor für α-Strahlen auftreffen, daß ferner gleichzeitig die Dichte der zu messenden Gasschicht
bestimmt wird und daß außerdem der Druck im Vergleichsabsorber oder der Abstand des Detektors von der Quelle der α-Strahlen so
gewählt wird, daß, gemäß dem bekannten. Zusammenhang zwischen Ionisation bzw. Teilohenzahl
und der von der «-Strahlung durchmessenen Wegstrecke, kleine, in der zu messenden Gasschicht auftretende
Änderungen des Bremsvermögens für ; α-Strahlen große Änderungen der Ionisation im
Vergleichsabsorber bzw. große Änderungen der Zahl der α-Teilchen, die in den Detektor eintreten,
hervorrufen.
2. Meßverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der genannten Gase
oder Dämpfe auf einen bestimmten Wert eingestellt wird.
3. Meßverfahren nach Anspruoh 1 oder.2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Vergleichsabsorber
bzw. als Meßobjekt dienenden Gasschichten auf einer konstanten, vorzugsweise einer gegen die
4S Umgebung etwas erhöhten Temperatur gehalten
werden.
4. Meßverfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die zu
untersuchenden Gase oder Dämpfe den Meß raum durchströmen.
5. Meßverfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
weitere spezifische Meßgrößen von den zu untersuchenden Gasen oder Dämpfen bestimmt werden.
6. Verwendung des Meßverfahrens nach Anspruch 1 oder einem der folgenden zur C: H-Bestimmung
bei organischen Verbindungen.
7. Meßverfahren nach Anspruch 1 oder einem
[ . der folgenden, insbesondere zur Verwendung nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckskala entsprechend der Zusammensetzung
der zu bestimmenden Gase oder Dämpfe geeicht wird, so daß durch Einstellung auf eine bestimmte
' vorgegebene Zählrate die Zusammensetzung an der · Druckskala abgelesen werden kann.
8., Meßverfahren, nach Anspruch 1. oder einem
der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Absorbers konstant gehalten wird.
.9. Meßverfahren'nach Anspruch.8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine entsprechend der Zusam-
mensetzung der zu untersuchenden Gase oder Dämpfe geeichte Längenskala zur Einstellung der
Absorptionslänge vorgesehen wird, so daß durch Einstellung auf eine bestimmte Zählrate die Zusammensetzung
durch eine Ablesung an der Längenskala ermittelt werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Technische Informationen für Feinmechanik und Optik, Februar 1955: »Beta-Ray H/C Meter« der Central Scientific Comp., Chicago;
Technische Informationen für Feinmechanik und Optik, Februar 1955: »Beta-Ray H/C Meter« der Central Scientific Comp., Chicago;
»Journal de Physique et Ie Radium«, 12 (1951), S. 64 A.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 638/175 10. 59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE352847X | 1955-10-10 |
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|---|---|
| DE1067243B true DE1067243B (de) | 1959-10-15 |
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ID=6278031
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| DE (1) | DE1067243B (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194293B (de) * | 1962-02-16 | 1965-06-03 | Telefonbau | UEberwachungsgeraet mit Ionisationskammer |
-
0
- DE DENDAT1067243D patent/DE1067243B/de active Pending
-
1956
- 1956-10-06 CH CH352847D patent/CH352847A/de unknown
- 1956-10-10 FR FR1167052D patent/FR1167052A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1194293B (de) * | 1962-02-16 | 1965-06-03 | Telefonbau | UEberwachungsgeraet mit Ionisationskammer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH352847A (de) | 1961-03-15 |
| FR1167052A (fr) | 1958-11-20 |
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