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DE1064920B - Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von Feingut mit Gas in Tromben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von Feingut mit Gas in Tromben

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Publication number
DE1064920B
DE1064920B DEE11598A DEE0011598A DE1064920B DE 1064920 B DE1064920 B DE 1064920B DE E11598 A DEE11598 A DE E11598A DE E0011598 A DEE0011598 A DE E0011598A DE 1064920 B DE1064920 B DE 1064920B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
nozzles
pressure
flow
treatment agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE11598A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmuth Ehlermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HELMUTH EHLERMANN DIPL ING
Original Assignee
HELMUTH EHLERMANN DIPL ING
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Filing date
Publication date
Application filed by HELMUTH EHLERMANN DIPL ING filed Critical HELMUTH EHLERMANN DIPL ING
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Publication of DE1064920B publication Critical patent/DE1064920B/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/18Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von Feingut mit Gas in Tromben Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der physikalischen, chemischen oder anderweitigen Behandlung von Feingut. Sie betrifft besonders ein Verfahren, bei dem das Feingut mit Gasen in Tromben aufbereitet wird, wobei der Austausch zwischen dem Gas und dem Feingut in einer Strömungsvorrichtung stattfindet.
  • Es sind die verschiedensten Verfahren bekannt, bei denen Gas in Wirbeln od. dgl. geführt wird und auf Feingut einwirkt. Die gebräuchlichen Wirbelbettverfahren erfüllen aber die strömungstechnischen Vorbedingungen einer Trombe, nur für die eine erstrebte intensive Behandlung nötig sind, nicht in befriedigender Weisc Die ungeordnete Strömung und die enge Schichtung des Bebandlungsgutes im Wirbelbett läßt keine volle Kornumspulung mit immer frischem Behandlungsgut zu.
  • Zyklone weisen zwar eine geordnete Strömungsführung auf, jedoch haben sie gewöhnlich eine so hohe Winkelgeschwindigkeit und einen so kleinen Durchmesser, daß das Behandlungsgut durch die Fliehkraftwirkung ausgeschleudert wird.
  • Es ist daneben auch bekanntgeworden, Feingut in einer oder mehreren hintereinander gelagerten Tromben zu behandeln, doch ist hierzu stets eine große Anlage notwendig, da für jede Trombeiein eigenes Gefäß benötigt wird.
  • Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, diesem Mangel abzuhelfen und zwei oder mehrere Tromben in einem einzigen Gefäß zu erzeugen. Diese Tromben sollen sozusagen »luftmanipuliert« von selbst entstehen. Sie sollen sich derart unabhängig voneinander und beständig ausbilden, daß sie wie ein körperlich greifbares Gerät die Behandlung durchführen.
  • Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln von Feingut mit Gasen in Tromben vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, daß in einem einfach oder mehrfach kegelförmigen oder zylindrischen Gefäß zwei oder mehr Tromben vom Behandlungsmittel übereinander durch Einblasen des Behandlungsmittels unter Druck aus mindestens zwei Strömungsantriebsöffnungen erzeugt werden und dem unter Druck eingeblasenen Behandlungsmittel z. B. durch einen kerzenartigen Einbau eine Strömung aufgeprägt wird, die horizontal über die ganze Fläche gleiche Umfangsgeschwindigkeit besitzt sowie vertikal abwärts oder auch aufwärts gerichtete Geschwindigkeitsanteile auslöst.
  • Besonders vorteilhaft ist dieses Verfahren, wenn nur ein Teil des Bchandlungsmiftels unter Druck und der Rest möglichst nahe den Druckdüsen eingeblasen wird. Es können auch mehrere dieser Reaktionsgefäße zusammengeschaltet werden und außer dem Behandlungsgut auch ein oder mehrere Kreisläufe thermisch und chemisch zusätzlich umlaufendes Feinkorn in Reaktion gebracht werden, wobei die Wirbelkammern oder sonstige Reaktionsgefäße unter verschiedenem Druck stehen können. Die Wärme kann durch erhitztes indifferentes Peingut zugeführt werden, wobei dieses Feingut mit Reaktionsmittel beladen wird, Katalysatoren enthält oder aus solchen besteht und überwiegend einen Korndurchmesser von 50 Mikron aufweist Beispielhafte Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind aus den Zeichnungen ersichtlich.
  • Fig. 1 stellt eine Wirbelvorrichtung dar; Fig. 2 zeigt ein Strömungsdiagramm der Vorrichtung nach Fig. 1; Fig. 3 zeigt einen Wirbler nach Fig. 1 mit windschlüpfigen Füllkörpern; Fig. 4 zeigt ein Strömungsdiagramm des Wirblers nach Fig. 3; Fig. 5 gibt einen Wirbler mit oben angeordnetem Gasaustritt wieder; Fig. 6 zeigt ein Strömungsdiagramm des Wirblers nach Fig. 5; Fig. 7 zeigt eine Wirbelvorrichtung mit Ab deckplatte und kerzenartigem Einbau; Fig. 8 zeigt ein Strömungsdiagramm in der Ebene A-A der Fig. 7; Fig. 9 zeigt ein Strömungsdiagrarnm in der Ebene B-B der Fig. 7; Fig. 10 stellt eine Wirbelvorrichtung in Doppelkegelform dar; Fig. 11 zeigt eine flügelartige Rippe des Wirblers nach Fig. 10; Fig. 12 zeigt schematisch den Aufbau einer Vorrichtung zur Durchführung eines Anwendungsbeispiels.
  • In einem bekannten Wirbler, wie er in Fig. 1 dargestellt ist, sind in einer Wirbelkammer 1 tangential blasende Düsen 3 um den Gasaustritt 2 angeordnet. Diese erzeugen eine zum Wendekopf 4 aufsteigende, überwiegend horizontal kreisende Strömung, die in dem Wendekopf 4 umgelenkt und durch einen Staubabscheider 5 mit Öffnung 6 abgezogen wird. Das zu behandelnde Gut wird dabei durch die Gutaufgabe 7 eingeffihrt.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Strömung über den ganzen Kreisquerschnitt von gleicher Größenordnung ist und daß axial Geschwindigkeiten auftreten, die sowohl am Mantel der Wirbelkammer 1 wie auch in Nähe der Achse der Wirbelkammer aufwärts, dazwischen jedoch abwärts gerichtet sind, wie es in Fig. 2 durch Pfeile deutlich wird. Ein besonderes Kennzeichen dieser Erscheinung ist es, daß durch den Ringquerschnitt 8-9 am Mantel der Kammer 1 bedeutend mehr Gas aufsteigt, als durch die Düsen 3 eingeblasen wird. Es ist dies darauf zurückzuführen, daß die Düsen 3 durch Gasreibung versuchen, Gas anzusaugen, und ihnen durch den Ringquerschnitt 9-10 zwischen Mantel und Achse auch tatsächlich Gas zuströmt. Welches Verhältnis zwischen den Gasmengen in den beiden Ringquerscbnitten 8-9 und 9-10 besteht, ist vollständig von dem Druck abhängig, mit dem die Düsen 3 beaufschlagt werden.
  • Beispielsweise kann durch den Ringquerschnitt 8-9 die doppelte Gasmenge aufsteigen, als durch den Ringquerschnitt 9-10 abwärts geführt wird. Wärmetechnisch hat dies die äußerst wichtige Folge, daß bei 7 aufgegebenes Gut, das in die Nähe der Düsen 3 gelangt, niemals mit der vollen Temperatur des durch die Düsen 3 zuströmenden Gases beheizt werden kann, sondern nur mit einer Mischtemperatur, da das durch den Ringquerschnitt9-10 vom Wendekopf 4 zurückkehrende Gas bereits abgekühlt ist und sich bei den Düsen 3 mit frisch zutretendem heißen Gas vermischt.
  • Um die Achse 11 zeigt die Strömung aufwärts und abwärts gerichtete Komponenten, doch sind diese von geringer Größe.
  • Bringt man nun in der sonst nicht veränderten Kammer 1 im Austritt 2 einen windschlüpfigen Füllkörper 12, wie in Fig. 3 gezeigt, an, so ändert sich an der Strömung in den Ringquerschnitten 8-9 und 9-10 nichts. Dagegen treten, wie aus Fig. 4 ersichtlich, in dem Ringquerscbnitt 10-11 bedeutend größere Axialgeschwindigkeiten auf, die außen aufwärts und innen abwärts gerichtet sind. Der Radius 10-11 ist jedoch gegenüber den beiden Ringquerschnitten 8-9 und 9-10 ziemlich klein.
  • Auf eine Weise ändert sich, wie gefunden wurde, an diesem grundsätzlichen Charakter der Strömung auch dann nichts, wenn man den Gasaustritt 2 von unten nach oben verlegt, wie dies Fig. 5 zeigt. Hier enthält der Wendekopf 4 eine nach den Regeln des Gasturbinenbaus gestaltete Mündung 13 als Gasaustritt, während die Gaszufuhr über tangential blasende Düsen 14 und 14a entweder in Höhe des größten Durchmessers der Kammer oder, wenn der beaufschlagende Druck entsprechend erhöht wird, über dem Fuß der Wirbelkammer 1, der dem Herd eines Hochofens nachgebildet ist, erfolgt. Wie das zugehörige Diagramm der Axialgeschwindigkeit Fig. 6 zeigt, findet sich wieder innerhalb des Ringes 8-9 und im Kreisquerschnitt 10-11 eine aufsteigende, im Ring 9-10 eine absteigende Strömung.
  • Die an sich zu erwartende, dem Gesetz des konstanten Produktes aus Radius und Umfangsgeschwindigkeit gehorchende Strömung bleibt also aus. Man kann daher das Gas genausogut durch die Mündung 13 wie durch den Austritt 2 abziehen, ohne an den Strömungsverhältnissen in der Honzontalebene etwas zu ändern.
  • Es bleibt jeder radial weiter außen liegende Stromfaden gegenüber seinem weiter innen liegendem Nachbarn zurück, so daß Feingut, das in eine solche Strömung gelangt, eine Drehbewegung um seine Vertikalachse erhält, was für eine Wärmeübertragung von großer Bedeutung ist. Der Nachteil dieser Anordnung besteht jedoch noch darin, daß die unerwünschte absteigende Strömung im Kreisquerschnitt 9-10 bestebenbleibt und eine Mischtemperatur erzeugt wird.
  • Will man dies vermeiden, so muß der Umlenkungsimpuls durch den Wendekopf 4 beseitigt werden.
  • Außerdem dürfen die Düsen 14 und 14a das Gas nicht nach unten saugen. Daher ist es zweckmäßig, auf den Wendekopf 4 und die Mündung 13 zu verzichten, dagegen die Wirbelkammer 1 durch eine ebene Platte 15 a abzudecken, die Gasabzugsöffnung 15 mit einem nach innen übergreifenden Kragen 16 zu versehen und das Gas beispielsweise durch einen kerzenartigen Einbau 17 zuzuführen. Der kerzenartige Einbau 17 enthält vorteilhaft oben tangential gerichtete Schlitze 18, durch die heißes, nicht unter Druck stehendes Gas in das Innere des Wirblers angesaugt werden kann, während durch die engen, ,ebenfalls tangential gerichteten Öffnungen 19 unter Druck stehendes heißes Gas mit hoher Geschwindigkeit ausströmt.
  • Wie gefunden wurde, sind bei dieser Anordnung, die in Fig. 7 gezeigt ist, bis herab zur Horizontalebelle 24-A keine absteigenden Axialgeschwindigkeiten mehr vorhanden. Die Ringzone 9-10 ist fast neutral, d. h. ihre Axialgeschwindigkeit annähernd Null. In der Ebene B-B findet sich dagegen im Ring 9-10 eine mäßige Abwärtsströmung, die aus heißem Gas besteht und daher nicht mehr eine Mischtemperatur liefert.
  • Von dem ganzen Kammerinnenraum 8-10 ist somit nur der Abschnitt 8-9 wirksam. Es ist daher notwendig, den Radius der Kammer und die Gasgeschwindigkeit so zu wählen, daß das Behandlungsgut nur in dem Hohlkegel 8-9 bewegt wird.
  • Häufig besteht die Forderung, bei der Behandlung erhitztes Feinkorn wieder abzuziehen. In diesem Fall kann man die Anordnung nach Fig. 7 durch eine solche nach Fig. 10 ergänzen, bei der der untere Teil der schachtartigen Kammer 1 durch einen zweiten Kegel 20 verlängert ist. Etwa in halber Höhe des Schachtes 1 befindet sich ein klerzenartiger Mitteleinbau 17 mit Saugöffnungen 18 und Druckdüsen 19. Während aus den Einblasdüsen 9 unter Druck stehendes Gas austritt, kommt aus den Druckdüsen 18 unter Unterdruck angesaugtes heißes Gas. Der Gasstrom der beiden dicht nebeneinander liegenden Düsengruppen zieht durch einen in der Kegel achse liegenden Zugstutzen 15 ab.
  • Der kerzenartige Mitteleinbau ruht auf bei spielsweise zwei mit ihrer Querachse der Wirbelströmungsrichtung folgenden flügelartigen Rippen 21, deren eine im Schnitt nach C-C Fig. 11 in Fig. 10 eingetragen ist. Diese Rippen 21 enthalten je eine Bohrung 22 zum Anschluß der Gasaustrittsöffnungen 18 und 19. Der Unterteil 20 des Schachtes 1 enthält eine entsprechend ausgestaltete untere Düsengruppe 23 mit Gasaustritten 18 und 19. Durch diese kann kaltes Gas von etwa gleicher Zusammensetzung wie das im Oberteil des Schachtes verwendete zutreten. Für die Zuführung des Feinkornes ist eine tangentiale, aber pneumatische, am Kopf des Schachtmantels angeordnete Zuspeisvorrichtung 24 vorgesehen.
  • Das bis zum Überströmen der Rippen 21 erhitzte Feingut wird von der von unten kommenden Strömung 18-19 erfaßt und in den Auslauf 25 hinabgedrückt.
  • Hierbei kühlt es sich ab, während die untere Strömung 18-19 sich ihrerseits bis nahe an die Temperatur des Feingutes hei den Rippen 21 anwärmt. Zum Abzug der unteren Strömung 18-19 besitzt die Gaszuführung 23 ein Innenrohr26, durch das das Gas nach außen entweichen kann. Strömungstechnisch legt die beim Mifteieinbau austretende Strömung 18-19 eine Decke über den unteren Kegel 2Q, so daß in diesem der Abzug der die untere Düsengruppe 23 verlassenden Sitrömung 18-19 durch das Innenrohr 26 tatsächlich ermöglicht wird.
  • Der Austausch zwischen einem Gas und einem Feingut in einer Strömungseinrichtung der beschriebenen Art läßt sich auf vollständige Kreisprozesse thermischer, chemischer oder sonstiger Vorgänge ausdehnen.
  • In Fig. 12 ist die Herstellung von pulverförmigem Eisenschwamm schematisch als Beispiel dargestellt.
  • In einem nach Fig. 10 gestalteten Schwammofen 27 wird feinkörniges Erz durch eine Zuführung 28 pneumatisch eingestäubt und durch entgegenströmendes CO zu Fe-Pulver reduziert. Das hierdurch mit CO2 beladene CO geht überwiegend als Kreisgas zu einem C O2-Regenerator 29. Zunächst dient dabei ebensoviel CO + C Ol zur Kühlung des gebildeten Schwammes, wie frisches C O im C O2-Regeneratof 29 entsteht. Um dies zu erreichen, durchläuft das C O-C O2-Gemisch einen Abhitzekessel 30. Von einem Gebläse mit Hoch-und Niederdruckventil 31 wird es dem Unterteil des Schwammofens 27 zugeführt. Von da gelangt es zu einem Brenner des A1203-Erhitzers32, während der gekühlte Schwamm hei 33 entnommen werden kann.
  • In den C O2-Regenerator 29 wird Kohlenstaub oder konvertiertes Wassergas, das wesentlich mehr H2 als CO enthält, durch eine Öffnung 34 eingeblasen, um Anfall von Brennstoffasche und Beladung des gebildeten CO mit Brennstoff-S zu vermeiden. Die Regeneration des C O2 erfolgt nach der Gleichung: CO2 + H2 = CO + H2O, so daß Wasserdampf entsteht. Da dieser wegen des großen Überschusses von CO im Schwammofen 27 unschädlich ist und stets den Prozeß in gleicher Menge verläßt, wie C O2 regenerilert und CO neu gebildet wird, ist ein solches Verfahren statthaft, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß hei den angewandten Temperaturen ein Teil des H2O und des C O2 wider Dissoziation verfällt.
  • Die für die C O2-Regeneration benötigte Wärme wird von einem durch eine Zuspeisungsvorrichtung 35 eingetragenen erhitzten feinkörnigen Stoff, z. B. gemahlenes Al203, eingebracht, der an den chemischen oder sonstigen Umsätzen nicht teilnimmt, sondern nur seine Wärme abgibt. Zu diesem Zweck ist der Regenerotor 29 in bekannter Weise mit einem Rolltisch 36 versehen, so daß sich die Tasche 37 vom Regenerator druckdicht absperren läßt. In der Tasche 37 auges ammeltes Al203 kann, zweckmäßig über einen nicht dargestellten Zwischenbehälter, dem Feinkornerhitzer 32 aufgegeben werden. Das abgekühlt vom Schwammofen 27 kommende C O-C O2-Gemisch kann so im C O2-Regenerator 29 wieder durch Al2 O3 erhitzt und regeneriert werden, so daß reines CO, mit etwas H2O beladen, zum Schwammofen 27 gelangt. Das CO-CO2-Gemisch wird von einem weiteren Gebläse mit Hoch-und Niederdruckstufe 38 geführt. Dieses Gebläse 38, das im CO2-RegeneratorAq einen um einige 100 mm WS höheren Druck aufrechterhält als im Schwammofen 27> kann das gebildete C O ohne weitere Fördereinrichtung aus dem Regenerator 29 in den Schwammofen 27 leiten. Um Brennstoffstaub und Al203 in die Tasche 37 drücken zu können, besitzen der C O2-Regenerator 29 und der Al2 03-Erhitzer 32 die gleichen erfindungsgemäßen 5 trömungs einrichtungen, wie zu Fig. 7 besprochen.
  • Umgekehrt erfolgt die Wiedererhitzung des abgekiihlten Al2 ob ebenfalls in einem Strömungsofen nach der Erfindung durch Verbrennung des aus der Schwammrednktion im Sichwammofen 27 ausscheidenden Gemisches von C O und C °2J dessen Menge hierfür ausreicht. Weitere Zufuhr von Brennstoff als durch die Öffnung 39 ist daher nicht nötig. Um das erhitzte Al2 O3 abziehen zu können, ist auch der Ofen 32 mit Rolltisch 36 und Tasche 37 versehene Dem sinngemäß nach Fig. 7 gestalteten Brenner 39 wird außer dem C O-C O2-Gemisch die im Rekuperator 40 durch die Abgase des Ofens 32 erhitzte Verbrennungsluft zugeführt. Diesem Brenner 39 kann auch das H2 O des Abhitzekessels 3Q zugeleitet werden, was zur Dämpfung der Flammentemperatur führt. Jedoch ist es richtiger, dieses H2Q zur Erzeugung des für den Regenerator 29 benötigten Wassergases zu verwenden. Das kreisende Al2 Os wird bei der Zuführung 41 dem Erhitzer 32 aufgegeben und beim Auslaß 37 des Al2 O5-Erhitzers 32 abgezogen. Von dort wird das Alg O3 über die Zuspeisevorrichtung 35 zum Regenerator 29 zurückgefördert.
  • In sinngemäß er Abänderung des Verfahrens läßt sich bei Fortfall der Wiederabkühlung des entstandenen Eisenschwamms aus diesem eine Schmelze erzeugen. Auch läßt sich mit den erfindungsgemäßen Strömungsöfen und dem geschilderten Kreislauf eines Wärmeübertragers, z. B. Al2 08, Wassergas ununterbrochen gewinnen, in dem man in einer Einheit gast, wobei die nötige Wärme kreisendes Al903 zuführt, während dieser Wärmeträger in einer zweiten Einheit wieder erhitzt wird.
  • Diese beiden Einheiten kann man auch unter verschiedenem Druck betreiben, indem man das Al2 03 unter gewöhnlichem Druck erhitzt, dann aber unter 30 atü in die zweite Einheit einpumpt, so daß in dieser die Gleichgewichtsbedingungen für die Entstehung von C H4 vorliegen. Man kann auf diese Weise ohne °2 ein Stadtgas von 4000 kcal oder ein Ferngas von 8000 kcal unmittelbar gewinnen und muß dabei nicht wie in der Wirbelkammer von backenden Brennstoffen absehen.
  • Während einerseits das Wirbelbett die Anwendung nur verhältnismäßig niedriger Gasdurchtrittsgeschwindigkeit gestattet und schmelzflüssig werdende Körper überhaupt nicht verarbeiten kann, andererseits ein solches Wirbelbett zu mehrfachem Umlauf des Behandlungsgutes zwingt, da die Verweilzeit, z. B. zur Vergasung von Kohle oder zur Reduktion von Erz, nicht ausreicht und Gas wie Behandlungsgut gleichsinnig von unten eingeführt werden, so daß deren Geschwindigkeiten miteinander gekoppelt sind und ein Wärmegegenstrom ausbleibt, sind im Strömungsofen nach der Erfindung alle Komponenten, wie Druck, Gasgeschwindigkeit, B el adungshöhe des Gases mit Feingut, Verweilzeit und Korngröße des Feingutes, der Kohle, des kreisenden Wärmeträgers, z. B. des Al2 O3, sowie gegebenenfalls die zu übertragende Wärmemenge, aufeinander abstimmbar.
  • Alle Beheizungsvorgänge lassen sich mit Naturgas oder Öl, die C O2-Reduktion nach den Crackregeln für CH4 ebenfalls mit diesen beiden Stoffen durchführen.
  • Dem kreisenden Wärmeträger kann man Stoffe beimischen, wie CaO zur S-Bindung bei metallurgischen Reaktionen oder Katalysatoren. Auch kann der Wärmeträger selbst an den Reaktionen teilnehmen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln von Feingut mit Gasen in Tromben, dadurch gekennzeichnet, daß in einem einfach oder mehrfach kegelförmigen oder zylindrischen Gefäß zwei oder mehr Tromben vom Behandlungsmittel iibereinander durch Einblasen des Behandlunigsmittels unter Druck aus mindestens zwei Strömungsantriebsöffnungen erzeugt werden und dem unter Druck eingeblasenen Behandlungsmittel z. B. durch einen kerzenartigen Einbau eine Strömung aufgeprägt wird, die horizontal über die ganze Fläche gleiche Umfangsgeschwindigkeit besitzt sox wie vertikal abwärts oder auch aufwärts gerichtete Geschwindigkeitsanteile auslöst.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil des Behandlunegsmittels unter Druck und der Rest möglichst nahe den Druckdüsen eingeblasen wird.
  3. 3. Verfahren nach Iden Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter Zusammenschal tung mehrerer Reaktionsgefäße, von denen mindestens eines nach Anspruch i betrieben wird, außer dem Behandlungsgut auch ein oder mehrere Kreisläufe thermisch und chemisch mittels zusätzlich umlaufenden Feinkornes in Reaktion gebracht werden, wobei die Wirbelkammern oder sonstigen Reaktionsgefäße unter verschiedenem Druck stehen können.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Wärme durch erhitztes indifferentes Feingut zugeführt wird, das mit Reaktionsmittel beladen wird, Katalysatoren enthält oder aus solchen besteht und überwiegend einen Korndurchmesser von 50 Mikron aufweist.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein kegelförmiger Schacht (1) oben mit einer ebenen Abdeckung (15 a) und einem in der Kegelachse liegenden Abzugsstutzen (15) versehen ist, der kragenförmig (16) in den Schacht (1) übergreift, während im eingezogenen Fuß des Schachtes ein kerzenartiger Mifteleinbau (17) mit Druckdüsen (19) und Saugöffnungen (18) für das Behandlungsmittel angeordnet ist (Fig. 7).
  6. 6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Trombengefäße (1, 20) übereinander angeordnet sind, in deren unteren Teilen Einblasdüsen (18) für Druckgas und Einblasdüsen (19) für nicht unter Druck stehendes Gas dicht nebeneinander liegen, von denen dige Düsengruppe (18) des oberen Gefäßes auf flügelartigen, durchbohrten Rippen (21, 22) auf der Gefäßwand abgestützt ist und die untere Düsengruppe (23) Iden bis in das Oberteil des unteren Gefäßes aufragenden Abzug (26) für das Gas umgibt, wobei der Abzug (15) für das Gas der oberen Tromben in der Abdeckplatte des oberen Gefäßes liegt und seitlich von der Zuspeisungseinrichtung (24) für das zu behandelnde Feingut, welches nach Durchlaufen beider Trombengefäße am Boden des unteren Gefäßes bei (25) behandelt abgezogen wird (Fig. 10), angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein doppelkegeliger Schacht (27) mit zwei einfach kegeligen Schächten (29, 32) zusammengeschaltet ist, die im Fuß z. B. durch Rolltische (36 in Fig. i2) druckdicht verschließbar sind. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 497 096, 837 992; britische Patentschriften Nr. 7i4 055, 7i5 i67; USA.-Patentschriften Nr. i 977 684, 2 365 i94, 2441170,2481217, 2502501,2582246.
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