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DE1063899B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer isolierenden Bildaufnahmeflaeche - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer isolierenden Bildaufnahmeflaeche

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Publication number
DE1063899B
DE1063899B DEH20876A DEH0020876A DE1063899B DE 1063899 B DE1063899 B DE 1063899B DE H20876 A DEH20876 A DE H20876A DE H0020876 A DEH0020876 A DE H0020876A DE 1063899 B DE1063899 B DE 1063899B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
electrode
photoconductive
insulating
conductive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH20876A
Other languages
English (en)
Inventor
Lewis Edmund Walkup
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xerox Corp
Original Assignee
Xerox Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Xerox Corp filed Critical Xerox Corp
Publication of DE1063899B publication Critical patent/DE1063899B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/22Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/05Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for imagewise charging, e.g. photoconductive control screen, optically activated charging means
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/14Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for transferring a pattern to a second base
    • G03G15/18Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for transferring a pattern to a second base of a charge pattern

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrophotography Using Other Than Carlson'S Method (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer isolierenden Bildaufnahmefläche Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer isolierenden Bildaufnahmefläche sowie Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Bekanntlich besteht das Prinzip der Elektrophotographie (Xerographie) darin, daß eine photoleitende isolierende Schicht durch elektrostatische Aufladung lichtempfindlich gemacht wird. Die Schicht wird dann entsprechend dem aufzuzeichnenden Bild selektiv exponiert, wobei die Ladungen in Abhängigkeit von der Intensität der auffallenden Strahlung mehr oder weniger stark abfließen. Die Schicht trägt nun ein latentes elektrostatisches Bild, das beispielsweise durch Bestäuben mit einem statisch aufgeladenen Pulver sichtbar gemacht werden kann. Durch Fixieren des Pulvers, beispielsweise durch Verschmelzen mit der Unterlage, kann das Bild dauerhaft gemacht werden.
  • Im allgemeinen ist es jedoch nicht erwünscht, die Aufnahme direkt auf der photoleitenden Schicht zu fixieren, weil diese Schicht mit ihrem Träger einerseits verhältnismäßig teuer und andererseits steif und unhandlich ist. Es wurde daher bereits vorgeschlagen, das auf der photoleitenden Schicht entwickelte Pulverbild auf eine andere Fläche zu übertragen und erst auf dieser zu fixieren. Diese »Bildaufnahmefläche« kann beispielsweise aus Papier bestehen, und man erhält so gewissermaßen einen Abzug des Bildes von der xerographischen Aufnahmeplatte, die dann für eine erneute Aufnahme verwendet werden kann.
  • Dieses Verfahren ist jedoch umständlich und zeitraubend, und es setzt eine gewisse Übung voraus. Ferner muß die Aufnahmeplatte vor der nächsten Belichtung von den etwa noch verbliebenen Pulverresten sehr gründlich gereinigt werden. Diese Nachteile fallen besonders dann ins Gewicht, wenn xerographische Aufnahmen in großer Zahl und schneller Folge von ungeübten Personen vorgenommen werden sollen, beispielsweise bei der Reproduktion von Schriftstücken oder bei Röntgenreihenaufnahmen.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens, bei welchem die Entwicklung des Pulverbildes auf der photoleitenden Schicht und seine Übertragung auf die Bildaufnahmefläche entfallen. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein latentes elektrostatisches Bild auf der Bildaufnahmefläche selbst erzeugt, die lediglich die Bedingung erfüllen muß, daß sie elektrisch isolierend ist. Diese Bedingung wird beispielsweise von jedem normalen Papier erfüllt. Das latente Bild kann dann auf der Bildaufnahmefläche in üblicher Weise entwickelt und fixiert werden. Inzwischen kann gegebenenfalls bereits die nächste Belichtung vorgenommen werden, wozu lediglich eine neue Bildaufnahmefläche, z. B. ein neues Blatt Papier, in die Belichtungseinrichtung eingebracht werden muß.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die isolierende Bildaufnahmefläche sehr nahe an eine Fläche gebracht wird, die aus einem photoleitfähigen Material besteht, daß auf dieser Fläche ein primäres elektrostatisches Bild dadurch erzeugt wird, daß diese Fläche einer dem aufzuzeichnenden Muster entsprechenden Strahlung ausgesetzt wird, welche eine der beiden Flächen durchdringt, und daß ein dem primären elektrostatischen Bild entsprechendes sekundäres elektrostatisches Bild auf der isolierenden Bildaufnahmefläche dadurch hergestellt wird, daß ein elektrisches Feld zwischen den beiden Flächen erzeugt wird.
  • Die physikalischen Ursachen für die Entstehung des latenten elektrostatischen Bildes auf der isolierenden Bildaufnahmefläche sind noch nicht eindeutig geklärt. Offensichtlich ist die dem Verfahren zugrunde liegende Theorie unmaßgeblich für die erfolgreiche Ausführung der Erfindung. Es wird angenommen, daß elektrische Ladungen unter dem Einfluß des elektrischen Feldes aus der strahlungsempfindlichen Schicht austreten und über den schmalen Luftspalt zur isolierenden Bildaufnahmefläche hinüberwandern, und zwar in Abhängigkeit von der Intensität der einfallenden Strahlung. Nach einer anderen möglichen Theorie vollzieht sich der Ladungsübergang durch ine Ionisation in dem schmalen Luftspalt.
  • Die Zeichnung zeigt als Beispiele mehrere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geignete Vorrichtungen. Darin zeigt Fig. 1 eine schematische Ansicht einer ersten Ausührungsart der Vorrichtung, Fig. 2 eine schematische Ansicht einer anderen Ausführungsart, Fig. 3 eine schematische Ansicht einer Ausführungsrt, wobei durchdringende Strahlen, z. B. Röntgentrahlen, Verwendung finden, Fig. 4 eine weitere Ausführungsart, Fig. 5 eine schematische Ansicht einer besonders ür kontinuierlichen Betrieb geeigneten Vorrichtung, Fig. 6 eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsart, Fig. 7 einen stark vergrößerten Schnitt durch eine Ausführungsart ähnlich Fig. 1, Fig.8 einen schematischen Schnitt durch eine nduktionselektrode gemäß einer weiteren Ausführungsart und Fig. 9 die schematische Ansicht einer zylindrischen xerographischen lichtempfindlichen Platte gemäß einer weiteren Ausführungsart der Erfindung.
  • In Fig. 1 ist eine vereinfachte Ausführungsart der Erfindung dargestellt. Diese Figur wie auch die anleren Figuren sind nicht maßstäblich, weil gewisse wichtige Teile und Abstände außerordentlich dünn und klein sind. Das Gerät nach Fig. 1 enthält eine ichtempfindliche bzw. xerographische Platte 10, die beispielsweise aus der Kombination einer photoleitenden isolierenden Schicht 12 und einer leitenden Trägerplatte 11 besteht, die beide in inniger Berührung miteinander stehen. Unmittelbar oberhalb der Oberfläche der elektrophotographischen Platte 10 beindet sich eine Induktionselektrode 14, die aus einer dünnen isolierenden Schicht 15 besteht, welche auf einer durchsichtigen leitenden Trägerelektrode 16 auf-;ebracht ist. Vorzugsweise wird die elektrophotographische Platte 10 von einer geeigneten Grundplatte 17 gehalten, und die Induktionselektrode 14 kann auf der Oberseite der elektrophotographischen Platte ruhen. Die Platten 10 und 14 sind mit einem gewissen Abstand voneinander dargestellt. Dieser Abstand ist, wohlverstanden, außerordentlich klein und vorzugsweise gleich dem fast unmeßbar kleinen Zwischenraum zwischen zwei verhältnismäßig flachen Oberflächen in normaler Flächenberührung. Ebenso sind gewisse Teile, insbesondere die Schicht 12, zu dünn, um im richtigen Maßstab dargestellt zu werden, und darum nur schematisch angedeutet.
  • Es sind außerdem Mittel vorgesehen, um auf der photoleitenden isolierenden Schicht 12 ein Hell-Dunkel-Muster, beispielsweise ein aufzuzeichnendes optisches Bild, zu entwerfen. Wie in der Figur dargestellt, können diese Mittel eine Linse 19 oder eine andere geeignete Vorrichtung zur Wiedergabe des Bildes eines Dokumentes 20 oder eines anderen aufzuzeichnenden Hell-Dunkel-Musters beinhalten. Da die Induktionselektrode 14 bei dieser Ausführungsform durchsichtig sein muß, ist leicht einzusehen, daß ein geeignetes Bild durch diese Elektrode hindurch auf der Oberfläche der photoleitenden isolierenden Schicht 12 entworfen wird.
  • Eine elektrische Potentialquelle 21 oder ein anderes geeignetes Mittel, um ein elektrisches Feld zu erzeugen, kann ein elektrisches Feld der gewünschten Polarität zwischen der isolierenden Schicht 15 und der leitenden Trägerplatte 11 hervorrufen. Diese Potentialquelle kann beispielsweise eine Batterie oder eine andere Gleichspannungsquelle oder auch ein mit Umspanner betriebener Gleichrichter sein. Zwischen Platte 16 und Platte 11 soll ein solches elektrisches Potential angelegt werden, daß es zwischen diesen Teilen ein elektrisches Feld erzeugt, welches sich mindestens durch die photoleitende isolierende Schicht 12 hindurch bis zu der isolierenden Fläche 15 erstreckt, wodurch elektrische Ladungen veranlaßt werden, durch die erstere Schicht hindurch und auf die Oberfläche der isolierenden Schicht zu wandern.
  • In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Danach wird eine elektrophotographische Platte 10, die aus einer photoleitenden isolierenden Schicht 12 und einer leitenden Trägerplatte 11 besteht, von einer geeigneten Halterung 17 getragen. Parallel zu der Oberseite der elektrophotographischen Platte 10 und in unmittelbarer Nähe derselben befindet sich eine durchsichtige leitende Elektrode 22, die an Halterungen 23 od. dgl. befestigt ist. Auf der Oberseite der Elektrode 22, d. h. auf der der elektrophotographischen Platte abgekehrten Seite, befindet sich ein Dokument 24 oder ein anderer sichtbarer Gegenstand oder ein Bild, das erfindungsgemäß wiedergegeben werden soll. Eine Lichtquelle 25 oder eine andere Quelle aktivierender Strahlung ist oberhalb der Anordnung befestigt, so daß sie sichtbares Licht oder eine andere Strahlung durch den Gegenstand 24 hindurch auf die Oberfläche der elektrophotographischen Platte 10 senden kann.
  • Ein isolierender Film 27 in Form einer Folie oder eines Streifens ist zwischen der Elektrode 22 und der Platte 10 angebracht und läuft beispielsweise von einer Vorratsrolle 28 zwischen den Elektroden hindurch und schließlich zu einer Aufnahmerolle 29. Der Streifen oder der Film kann ferner durch eine geeignete xerographische Bearbeitungsvorrichtung 30 hindurchlaufen. Diese kann beispielsweise eine Entwicklungs- oder Fixiervorrichtung oder eine Mehrzahl solcher Vorrichtungen umfassen, wodurch die gewünschten xerographischen Operationen mit einem latenten elektrostatischen Bild vorgenommen werden können. Beispielsweise können solche xerographische Vorrichtungen Mittel zur Sichtbarmachung des Bildes durch Ablagerung feinverteilter Materie gemäß der Bildstruktur umfassen, ferner Mittel zur Übertragung des Bildes auf eine zweite Oberfläche und/oder zur Aufschmelzung oder Fixierung des Bildes. Ein Mittel zur Erzeugung des elektrischen Feldes, z. B. eine elektrische Potentialquelle 31, ist in geeigneter Weise zwischen der Elektrode 22 und der Unterstützungsplatte 11 der elektrophotographischen Platte eingeschaltet, wobei ein Schalter 32 oder ähnliche Regelungsmittel zur Steuerung und Regelung des elektrischen Feldes eingefügt sein kann. Auf diese Weise kann die Elektrode 22 auf ein positives oder negatives Potential in bezug auf die Unterstützungsplatte gebracht werden, wodurch das gewünschte elektrische Feld sich durch die photoleitende isolierende Schicht 12 hindurch und mindestens bis auf die Oberfläche des Aufnahmefilms 27 erstreckt und hierdurch bewirkt, daß elektrische Ladungen auf die Oberfläche dieses Films wandern.
  • Mindestens während der Belichtung sind die Induktionselektrode und die xerographische Platte im allgemeinen in normaler Flächenberührung mit der entsprechenden Oberfläche des Films 27. Demgemäß können mechanische oder von Hand betätigte Mittel vorgesehen sein, um die Elektrode 22 in Berührungsstellung und aus dieser zu bewegen. Dies kann in bequemer Weise dadurch geschehen, daß die Elektrode von Hand auf den Film aufgelegt wird und auf der xerographischen Platte ruht.
  • Fig. 1 und 2 haben offenbar verschiedenes gemeinsam. Beispielsweise wird in beiden Figuren ein Licht-oder Strahlungsbild auf der photoleitenden isolierenden Schicht 12 entworfen, und es ist daher klar, daß entweder die Trägerplatte 11, auf welcher sich die photoleitende isolierende Schicht befindet, oder die Induktionselektrode 14 bzw. 22 durchsichtig sein muß. So ist in Fig. 1 und 2 die Induktionselektrode der durchsichtige Teil, jedoch würde offenbar ebensogut eine durchsichtige Trägerplatte 11 die Belichtung durch die xerographische Schicht selbst hindurch gestatten. Auf jeden Fall ist eine durchsichtige leitende Platte vorhanden, sei es nun die Platte 11 oder 16 aus Fig. 1 oder beide oder Platte 11 oder 22 aus Fig. 2 oder beide, und diese Platte muß genügend Leitfähigkeit aufweisen, um die Anlegung eines elektrischen Feldes durch die Schicht 12 hindurch und durch den Luftspalt hindurch zu gestatten. Ferner muß sie den Fluß elektrischer Ladungen unter Einwirkung dieses Feldes und der photoleitenden Wirkung der entsprechenden Licht- oder Bildquelle ermöglichen. Für diesen Zweck sind Platten aus leitendem Glas oder aus mit leitenden Schichten bedecktem Glas besonders geeignet. Im allgemeinen sollte diese leitende Elektrode einen spezifischen Widerstand von weniger als 1010 Ohm ₧ cm und vorzugsweise von weniger als 105 Ohm ₧ cm haben. Es ist erwünscht, daß die Platte leitfähig im üblichen Wortsinn ist und bei mäßigen Potentialdifferenzen einen merklichen Stromfluß aufweist. Neben leitendem Glas oderleitend überzogenem Glas können andere leitende Platten verwendet werden, beispielsweise teilweise durchsichtige metallische Häutchen auf durchsichtigen Trägern einschließlich Glas, durchsichtigen Kunststoffilmen u. dgl., sowie leitende durchsichtige Platten, die mit leitenden Materialien überzogen oder imprägniert sind. Als solche können Metalle oder Salze aus Ionenbildnern od. dgl. dienen, wenn genügend Feuchtigkeit vorhanden ist, um eine Leitfähigkeit dieser Materialien hervorzurufen. Ebenso können leitende Flüssigkeiten oder Gase verwendet werden, z. B. elektrolytische Salzlösungen oder andere ionisierte Flüssigkeiten oder ionisierte Luft oder andere ionisierte Gase od. dgl.
  • Die photoleitende Schicht 12 besteht vorzugsweise aus glasigem oder amorphem Selen, das vorzugsweise auf der Oberfläche der leitenden Trägerplatte 11 niedergeschlagen ist. Platten dieser Art mit einer glasigen oder amorphen Selenschicht sind für xerographische Zwecke im Handel erhältlich. Zusätzlich zu dieser bevorzugten Ausführungsart können jedoch auch andere photoleitende Substanzen verwendet werden, darunter Anthracen, Schwefel u. dgl., die auf geeignete Träger aufgebracht sind, sowie photoleitende Schichten, die aus photoleitenden Materialien bestehen, welche in einem geeigneten Bindemittel dispergiert und auf eine leitende Oberfläche aufgestrichen sind. Zu diesen Materialien gehören z. B. kristalline Substanzen, welche im allgemeinen als Leuchtstoffe erhältlich sind und häufig Photoleitfähigkeit zeigen. Sie können zusammen mit geeigneten organischen Bindemitteln und Filmbildnern auf der Oberfläche der photoleitenden Platten angewendet werden.
  • Die photoleitenden Schichten gemäß der vorliegenden Erfindung haben im Gegensatz zu den sonst in der xerographischen Technik vorzugsweise verwendeten photoleitenden Schichten den Vorteil, daß sie die elektrostatische Ladung nicht für ähnlich lange Zeiten wie dort festhalten müssen, sondern, im Gegenteil, .die Wanderung elektrischer Ladungen durch die gesamte Dicke der Schicht in einem Ausmaß gestatten müssen, das je nach der Aktivierung oder Nichtaktivierung durch eine geeignete Strahlung erheblich voneinander abweicht. Während also photoleitende Schichten für die normale Xerographie imstande sein müssen, eine elektrische Ladung an ihrer Oberfläche für so lange Zeiten festzuhalten, daß die Erzeugung und Entwicklung eines Bildes möglich wird, gilt dies im Falle der vorliegenden Erfindung nicht, denn hier wird das elektrostatische Bild zur Entwicklung auf der isolierenden Schicht 15 der Fig. 1 oder dem isolierenden Film 27 in Fig. 2 festgehalten. Daher können bei der vorliegenden Erfindung xerographische Platten Verwendung finden, die sich durch einen höheren Dunkelverlust oder Kriechstrom bei Abwesenheit aktivierender Strahlung auszeichnen.
  • In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die insbesondere für die Bildung von Röntgenaufnahmen oder Bildern geeignet ist. Wie in der Figur gezeigt, ist eine xeroradiographische Platte 10 mit einer normalerweise isolierenden Schicht 12 und einer leitenden Trägerplatte 11 oberhalb einer Induktionselektrode 14 angeordnet, während sich ein isolierendes Übertragungsglied 27 zwischen beiden befindet. Eine geeignete Spannungsquelle 21 ist zwischen der leitenden Trägerplatte 11 und der Induktionselektrode 14 eingeschaltet, um ein Feld zwischen beiden Platten zu erzeugen.
  • Ein geeignetes Testobjekt, das mit Röntgenstrahlen untersucht werden soll, wird auf der leitenden Trägerplatte angebracht. Letztere erfüllt hierdurch den doppelten Zweck, das Testobjekt zu tragen und gleichzeitig als Elektrode für das System zu dienen. In der Zeichnung ist ein Stufenkeil 36 dargestellt, der für die radiographischen Messungen als Testobjekt besonders geeignet ist. Eine Röntgenröhre 34 ist so angeordnet, daß sie durchdringende Strahlen liefert, die durch gestrichelte Linien angedeutet sind. Diese sind auf das Testobjekt gerichtet, gehen durch dasselbe hindurch und treffen die xeroradiographische Platte 10. Im allgemeinen wird die Trägerplatte 11 der xeroradiographischen Platte eine Folie oder Platte aus einem Metall oder einem ähnlichen elektrischen Leiter sein, der für sichtbares Licht undurchsichtig sein kann. Es ist daher klar, daß die durchdringende Strahlung (Röntgenstrahlen), welche die Trägerplatte trifft, durch dieselbe hindurchdringt und auf die normalerweise isolierende Schicht 12 auftrifft, die auf der Trägerplatte aufgebracht ist. Diese normalerweise isolierende Schicht besteht aus einem Material, welches in Abwesenheit einer aktivierenden Strahlung einen Isolator darstellt, jedoch unter dem aktivierenden Einfluß der Röntgenstrahlen erheblich leitfähiger wird. Sie kann aus einem photoleitenden Isolator bestehen, beispielsweise aus solchen photoleitenden Isolatoren, wie sie bei den mit sichtbarem Licht arbeitenden Ausführungsarten der Erfindung verwendet sind. Sie kann jedoch auch aus einer isolierenden Substanz bestehen, die für sichtbares Licht im wesentlichen unempfindlich ist, jedoch von durchdringender Strahlung aktiviert wird. Viele isolierende Filme und Schichten werden unter der Wirkung einer durchdringenden Strahlung leitend, auch wenn sie im allgemeinen nicht als photoleitend angesehen werden, und können demgemäß erfindungsgemäß verwendet werden. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsart der Erfindung wird zur Zeit die Verwendung einer photoempfindlichen xerographischen Platte vorgezogen, die aus einer Schicht von amorphem oder glasigem Selen besteht, welches auf einer leitenden Trägerplatte aus Messingblech, Aluminiumblech od. dgl. besteht, aufgebracht ist.
  • In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hierbei wird die Aufnahmedauer dadurch geregelt, daß die Anlegung des Potentials zwischen der Induktionselektrode und der Trägerplatte gesteuert wird und nicht durch Veränderung der Belichtungsdauer. In dieser Figur ist eine xerographische Platte 10 und eine Induktionselektrode 14 dargestellt, die einem von einem Original 20 durch eine Linse 19 od. dgl. entworfenen Lichtbild ausgesetzt ist. Teile und Wirkungsweise sind dieselben wie in Fig. 1.
  • Zwischen der Trägerplatte 11 der xerographischen Platte und der leitenden Elektrode 16 ist eine Gleichspannungsquelle 21 eingeschaltet, die über einen Zeitschalter 37 wirkt. Letzterer ist so eingerichtet, daß er während einer voreinstellbaren Zeit einen Impuls des elektrischen Potentials an die Elektroden anlegt. Gemäß dieser Ausführungsart der Erfindung werden die geeigneten Aufnahmebedingungen dadurch geschaffen, daß das gewünschte Hell-Dunkel-Muster durch die durchsichtige Elektrode 14 durchdringt und auf der xerographischen Platte 10 entworfen wird. Hierauf wird der Zeitschalter betätigt und unter Spannung gesetzt, so daß er die gewünschte Potentialdifferenz zwischen den leitenden Platten 11 und 16 für die voreingestellte Zeit anlegt.
  • Die in Fig.4 gezeigte Ausführungsart der Erfindung ist besonders vorzuziehen zusammen mit photoleitenden isolierenden Platten, die sich durch hohen Dunkelverlust auszeichnen. Platten dieser Art haben eine etwa höhere Leitfähigkeit bei Abwesenheit einer aktivierenden Strahlung, als dies bei den normalerweise in den bisher bekannten Xerographieverfahren vorgezogenen Platten der Fall ist. Nach den bisherigen Verfahren ist es daher üblich, eine elektrische Ladung auf die Oberfläche einer photoleitenden isolierenden Schicht zu bringen und diese Ladung auf der Oberfläche vom Ladungszeitpunkt an zu speichern, bis die Ladung teilweise durch Belichtung ausgeglichen und schließlich entwickelt ist, indem geladene elektroskopische Teilchen darauf niedergeschlagen werden. Die üblichen Operationen der Ladung, der darauffolgenden Belichtung und der anschließenden Entwicklung erfordern eine Zeitspanne, die zwischen verhältnismäßig großen Bruchteilen einer Sekunde bis zu mehreren Minuten schwankt. Demgemäß ist es erforderlich, daß die Ladung bei Abwesenheit einer Strahlung auf der photoleitenden isolierenden Oberfläche während einer Zeitdauer festgehalten wird, die ausreicht, um diese xerographischen Operationen durchzuführen. Gemäß der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist es jedoch nicht erforderlich, eine Ladung auf der photoleitenden Oberfläche während einer so langen Zeit aufzubringen und festzuhalten, wie dies bisher der Fall war. Offenbar wird hier die photoleitende Schicht dann aktiviert bzw. eine unterschiedliche Leitfähigkeit hervorgerufen, wenn die Schicht sowohl einem elektrischen Feld unterworfen als auch der Strahlung ausgesetzt wird. Bei Abwesenheit einer dieser beiden Bedingungen tritt kein Ladungsausgleich auf, da die einmal auf der isolierenden Schicht 15 niedergeschlagene Ladung mehr durch die Isoliereigenschaften dieser Schicht als durch die Isoliereigenschaften der photoleitenden Schicht 12 in der Bildkonfiguration festgehalten wird.
  • Daraus ergibt sich, daß die erfindungsgemäße photoleitende Schicht bei Abwesenheit einer Strahlung etwas leitfähiger sein darf als bei den bisherigen Ausführungsformen. Die Erzeugung des elektrischen Bildes und andere Veränderungen in der elektrostatischen Ladungsverteilung auf der isolierenden Schicht 15 sind im wesentlichen auf die durch den Zeitschalter 37 angezeigte Periode beschränkt. Ein so erzeugtes Bild wird von der isolierenden Fläche während einer Zeitdauer festgehalten, die ausreicht, um andere xerographische Operationen wie Entwicklung u. dgl. vornehmen zu können, unabhängig davon, ob die photoleitende Schicht einen so geringen Dunkelverlust hat, daß sie bei anderen Xerographiearten verwendet werden kann.
  • In Fig. 5 ist schematisch eine Vorrichtung zur Herstellung xerographischer Kopien von geeigneten Originalen dargestellt. Bei dieser Maschine wird ein xerographischer Zylinder 38 durch einen Motor oder ein anderes Antriebsmittel 39 beispielsweise über einen Treibriemen 40 und eine Riemenscheibe 41 angetrieben. Mindestens auf einem Teil der Mantelfläche des xerographischen Zylinders ist eine xerographische photoempfindliche Schicht wie in den vorhergehenden Figuren angebracht. An einer Stelle befindet sich eine dem Umfange des Zylinders angepaßte feststehende durchsichtige Induktionselektrode 41, die möglichst nahe an den Zylinder anschließt und gerade genügend Raum für den Durchgang einer Folie oder eines Streifens eines isolierenden Films 42 zwischen Elektrode und Zylinder frei läßt. Der Film 42 läuft vorzugsweise von der Vorratsrolle 43 über die Führungsrolle 44 zu einer Aufnahmerolle 45. Während seines Weges von der Vorratsrolle 43 zur Aufnahmerolle 45 geht der Film zwischen der Elektrode 41 und dem Zylinder 38 hindurch und durchläuft anschließend vorzugsweise eine oder mehrere xerographische Vorrichtungen 46 zur Entwicklung und Fixierung u. dgl.
  • In der Belichtungsvorrichtung, d. h. dem Ort, wo die Induktionselektrode an dem xerographischen Zylinder anliegt, sind geeignete Mittel vorgesehen, um den xerographischen Zylinder dem aufzuzeichnenden Hell-Dunkel-Muster auszusetzen. Wie dargestellt, ist eine Spaltanordnung vorgesehen, die aus einer Projektionslinse 48, einem Bildspalt 49 und einem Projektionsspalt 50 besteht, wobei die Linse so eingestellt ist, daß sie ein scharfes Bild des Projektionsspaltes durch den Bildspalt hindurch entwirft. Das zu kopierende Material, beispielsweise Dokumente in Rollen- oder Streifenform, läuft an dem Projektionsspalt 50 vorbei. Beispielsweise wird der Bildstreifen 51 von einer Vorratsrolle 52 zu einer Aufnahmerolle 53 geführt und mit der gewünschten Geschwindigkeit durch die Antriebsrolle 54 gefördert. Vorzugsweise ist die Antriebsrolle mit der Drehgeschwindigkeit des xerographischen Zylinders synchronisiert. Falls der Streifen 51 ein photographischer Mikrofilm od. dgl. ist, kann die Antriebsrolle aus einem Zahnrad 54 bestehen, das in die Perforation des Mikrofilms eingreift.
  • Eine geeignete Gleichspannungsquelle ist mit der Induktionselektrode derart verbunden, daß sie die Potentialdifferenz zwischen der Induktionselektrode und dem tragenden Teil des. xerographischen Zylinders aufrechterhält. Dies wird selbstverständlich durch Mittel und Verfahren erreicht, die denjenigen in den früher beschriebenen Figuren entsprechen.
  • Im Betrieb arbeitet die Maschine nach Fig. 5 nach dem Prinzip von Fig. 2. Der Motor 39 versetzt den xerographischen Zylinder 38 beispielsweise in Uhrzeigerrichtung in Umdrehung. Der Bildstreifen 51 wird mit einer Geschwindigkeit an dem Projektionsspalt vorbeigezogen, welche mit der Drehgeschwindigkeit des xerographischen Zylinders synchronisiert ist, während der zur Übertragung dienende isolierende Streifen 42 zusammen mit dem xerographischen Zylinder zwischen diesem und der Induktionselektrode weiterbewegt wird. Das zwischen der Induktionselektrode und dem Schichtträger des xerographischen Zylinders angelegte Potential bewirkt die Erzeugung eines elektrostatischen Bildes auf dem isolierenden Film 42, und der das Bild tragende Film wird dann zu den weiteren xerographischen Vorrichtungen transportiert, wo er entwickelt und fixiert oder in gewünschter Weise anderweitig behandelt werden kann, um einen xerographischen Abdruck oder andere xerographischer Abdruck erzeugt wird, wird das fertige elektrisches Lichtabtastsignal. Falls ein xerographischer Abdruck erzeugt wird, wird das fertige Bild auf der Aufnahmerolle 45 gespeichert.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das aufzuzeichnende Lichtbild durch die Rückseite der xerographischen Platte hindurch entworfen. Ferner sind Umkehrmittel vorgesehen, um eine Potentialumkehr zwischen der leitenden Trägerelektrode 11 und der Induktionselektrode 14 zu ermöglichen. In Fig. 6 ist diese Ausführungsart der Erfindung dargestellt. Die Induktionselektrode 14 besitzt hier eine leitende Fläche, die mit dem einen Pol eines Wendeschalters 57 verbunden ist. Vorzugsweise ist die leitende Elektrode selbttragend, z. B. eine flache Metallplatte, die in geeigneter Weise mit einer Halterung versehen und in dem Gerät befestigt ist. Auf der Induktionselektrode 14 befindet sich die xerographische Platte, die eine photoleitende isolierende Schicht 12 aufweist, welche auf einer durchsichtigen leitenden Trägerelektrode 11 angebracht ist. Letztere kann beispielsweise eine Glasplatte mit einem leitenden Überzug 11a darstellen, wobei der leitende Überzug entweder aus durchsichtigem Material besteht oder so dünn ist, daß er für das einfallende Licht weitgehend durchsichtig wirkt, beispielsweise kann der leitende Überzug ein dünner aufgedampfter Film aus Aluminium oder einem anderen Metall auf der Oberfläche der Glasplatte sein, oder das Glas kann Leitfähigkeit aufweisen oder mit einer leitfähigen Schicht überzogen sein, wie es im Handel leicht erhältlich ist. Auf der leitenden Fläche des Glases befindet sich die photoleitende isolierende Schicht 12.
  • Eine Folie aus isolierendem Material oder vorzugsweise ein Filmstreifen 42 ist zwischen der Elektrode 14 und der Platte 10 angeordnet und läuft zwischen den Rollen 43 und 44. Die leitende Trägerplatte 11 und die Induktionselektrode 14 sind an die Ausgangsklemmen des Wendeschalters 67 angeschlossen, während dessen Eingangsklemmen mit der Gleichspannungsquelle 21 in Verbindung stehen. Durch Umlegung des Wendeschalters 57 kann das Potential bzw. Feld zwischen der Platte 11 und der Platte 14 in jeder Richtung positiv gemacht werden. Falls die Induktionselektrode 14 auf ein anderes Potential als Erdpotential gebracht werden soll, ist es im allgemeinen vorzuziehen, diese Elektrode auf einer isolierenden Halterung 58 zu lagern.
  • Beim Betrieb wird die dargestellte Anordnung dadurch betätigt, daß auf die photoleitende isolierende Schicht 12 das Bild des Gegenstandes 20 entworfen wird, während zwischen der Trägerelektrode 11 und der Induktionselektrode 14 eine-Potentialdifferenz angelegt wird. Auf Wunsch kann eine größere Verstärkung dadurch erreicht werden, daß zuerst die Polarität des Potentials bzw. Feldes durch Umlegung des Schalters 57 umgekehrt wird und hierauf belichtet und das gewünschte Potential bzw. Feld angelegt wird. Es kann auch das auf der Folie oder dem Filmstreifen 42 vorhandene elektrostatische Bild nach der Bilderzeugung wieder auf die xerographische Platte übertragen werden, indem man die Polarität umkehrt, so daß die elektrostatische Ladung durch den Luftspalt zurückgetrieben wird und sich wieder auf der Oberfläche der Schicht 12 niederschlägt. Auf diese Weise kann das elektrostatische Ladungsbild je nach Wunsch entweder auf dem isolierenden Film 42 oder auf der photoleitenden Schicht 12 aufgebracht und von der einen zur anderen Schicht nach seiner Erzeugung übertragen werden. Auf diese Weise kann das latente elektrostatische Bild entweder auf dem. isolierenden Film 42 entwickelt oder anderweitig verwendet werden, oder es kann auch unmittelbar auf der xerographischen Platte entwickelt oder anderweitig verwendet werden.
  • In Fig.7 ist eine schematische Darstellung der Bilderzeugung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung stark vergrößert gegeben. Es sei darauf hingewiesen, daß diese Darstellung die Wirkungsweise der Erfindung in Übereinstimmung mit einer Theorie zu erklären versucht, welche die Bilderzeugung verständlich macht. Jedoch können andere Theorien ebenfalls mit den experimentell festgestellten Tatsachen in Übereinstimmung sein, so daß die vorliegende Erklärung nur eine theoretische Möglichkeit darstellt und die Erfindung nicht auf die vorgetragene Theorie beschränkt ist.
  • In Fig. 7 ist eine photoleitende isolierende Schicht 61 auf einer leitenden Trägerplatte 62 angeordnet. Durch einen schmalen Luftspalt ist eine isolierende Schicht 63 hiervon getrennt, welche sich auf einer leitenden Trägerplatte 64 befindet: Diese leitende Trägerplatte 64 ist durchsichtig, und auf ihrer Rückseite befindet sich eine Bildschicht 65, welche den Lichtdurchgang teilweise unterbricht und bewirkt, daß ein Lichtbild auf die Oberfläche der photoleitenden isolierenden Schicht 61 entworfen wird, wie es durch die Pfeile 66 angedeutet ist. Das Bild 65 stellt eine schematische Darstellung irgendeiner Möglichkeit der Bilderzeugung oder irgendein Mittel der Projektion oder des Kontaktes mit Hilfe aktivierender Strahlung dar. Wie dargestellt, werden also gewisse Teile 61 b der photoleitenden isolierenden Schicht vom Licht getroffen und werden leitend, während andere Teile 61 a unbelichtet bleiben und ihre isolierende Eigenschaft beibehalten.
  • Eine geeignete Spannungsquelle 67 ist zwischen den leitenden Trägerplatten 64 und 62 eingeschaltet, wodurch ein Feld bzw. eine Potentialdifferenz zwischen den beiden Platten entsteht. In den Bereichen der isolierenden Teile 61 a der photoleitenden isolierenden Schicht ist dieses Feld durch Pluszeichen in der Trägerplatte 64 für die Induktionselektrode und durch Minuszeichen in der Trägerplatte 62 für die xerographische Platte angedeutet, wobei diese Plus-und Minuszeichen positive und negative Ladungen bzw. Potentiale bedeuten. In den Bereichen der Aktivierung durch Licht jedoch wird die Selenschicht leitend. Infolgedessen wandert die Ladung mit dem Potential durch die Schicht, und es kann angenommen werden, daß die Ladung in den Bereichen 61 b, welche durch die Lichteinwirkung leitend wurden, an der Oberfläche der Schicht sitzt. Der Luftspalt zwischen Schicht 61 und Schicht 63 ist jedoch als außerordentlich gering vorausgesetzt, so daß die Anlegung eines verhältnismäßig hohen Potentials zwischen der Oberfläche der Schicht 61 und der leitenden Trägerplatte 64 der Induktionselektrode bewirkt, daß Ladungen von der Oberfläche der Schicht 61 auf die Oberfläche der Schicht 63 wandern. Wenn diese Ladungen einmal auf der Oberfläche der Schicht 63 niedergeschlagen sind, sind sie dort gefangen, da die Schicht sowohl bei Anwesenheit als auch bei Abwesenheit von Licht einen Isolator darstellt. Es bildet sich also ein latentes elektrostatisches Bild auf der Oberfläche der Schicht 63, welches den belichteten Bereichen in Schicht 61 entspricht.
  • Wegen der leichteren Erklärungsmöglichkeit im Zusammenhang mit der zur Zeit vertretenen Theorie der Feldemission ist die Erzeugung eines Bildes negativer Polarität in Fig. 7 dargestellt. Um die Bilderzeugung zu erklären und mathematisch zu analysieren, seien gewisse Annahmen bezüglich der Spannungen, Dicken und Entfernungen sowie der Dielektrizitätskonstanten gemacht. Es sei also angenommen, daß eine Potentialdifferenz von 1000 V zwischen Elektrode 64 und Elektrode 62 angelegt wird und daß die Oberflächen der Schichten 61 und 63 durch eine Entfernung von 2 Mikron getrennt sind. Bei der praktischen Ausführung kann ein Luftspalt dieser Größenordnung dadurch hergestellt werden, daß man feste Teilchen mit dem gewünschten Durchmesser zwischen die beiden Oberflächen bringt. Die Schicht 61 soll eine Schicht aus glasigem oder amorphem Selen sein, die etwa 20 Mikron dick ist. Für den gegenwärtigen Zweck sei angenommen, daß die Dielektrizitätskontante dieser Schicht ungefähr 6 beträgt. Selbstverständlich ist zu beachten, daß diese Zahl nur einen angemessenen Mittelwert für die Dielektrizitätskonstante des Selens darstellt, daß jedoch der genaue Zahlenwert willkürlich gewählt ist, da die Dielektrizitätskonstante des Selens je nach seiner allotropen Form schwankt und vielleicht auch von der Feldstärke u. dgl. abhängt. Ferner ist der Einfachheit halber angenommen, daß die Schicht 63 dieselbe Dicke hat, nämlich 20 Mikron, und auch dieselbe willkürlich gewählte Dielektrizitätskonstante vom Wert 6 aufweist. Unter diesen Umständen ergibt sich bei Anlegung einer Potentialdifferenz von 1000V zwischen den leitenden Trägerelektroden in den unbelichteten Bereichen ein Feld von je etwa 385 V an der Selenschicht 61 und der isolierenden Schicht 63 sowie eine Potentialdifferenz von etwa 230 V am Luftspalt. In den anderen Bereichen 61 b ergibt sich keine merkliche Potentialdifferenz innerhalb der Schicht 61, so daß über dem Luftspalt ein Feld von etwa 375 V steht, während an der isolierenden Schicht 63 etwa 625 V liegen. Diese Spannungen und Felder sind unter der Annahme berechnet, daß der Luftspalt ein praktisch vollkommener Isolator ist, was natürlich nicht der Fall ist.
  • Weiter sei angenommen, daß ein Potentialgradient in der Größenordnung von etwa 105 V/cm das als Feldemission bekannte Phänomen in Luft verursacht. Es ist schon länger bekannt, daß ein besonders hoher Potentialgradient an der Oberfläche eines festen Körpers bewirkt, daß Elektronen aus der Oberfläche herausgerissen werden. Diese Erscheinung ist als Feldemission bekannt, und Messungen haben gezeigt, daß sie bei einem Potential auftritt, das im allgemeinen in der Nähe von 105 V/cm liegt. Demgemäß trägt dieser hier gewählte Wert den Tatsachen in vernünftiger Weise Rechnung. Wenn nun eine Potentialdifferenz von 375 V an einen Luftspalt von 2 Mikron Dicke angelegt wird, ergibt sich der Potentialgradient innerhalb dieses Luftspaltes etwas kleiner als 2 - 10s V/cm, d. h. etwas kleiner als das Zwanzigfache des für die Feldemission erforderlichen Potentialgradienten. Demgemäß ergibt sich also offenbar unter den hier dargestellten Bedingungen eine Feldemission oder ein anderer Mechanismus des Ladungsübergangs. Mit anderen Worten muß Feldemission oder ein anderer Ladungsübergang auftreten, wenn der Potentialgradient im Luftspalt oberhalb dieser Oberfläche etwa 105 V/cm übersteigt, so daß bei einer Entfernung von 2 Mikron in Luft die gesamte erforderliche Potentialdifferenz 20 V nicht übersteigt.
  • Infolgedessen wird in der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform Ladung von der leitenden Trägerplatte 62 durch die leitenden Bereiche 61 b der photoleitenden isolierenden Selenschicht und über den Luftspalt wandern und sich auf der Oberfläche der Schicht 63 niederschlagen, bis die auf dieser Schicht angesammelte Ladung eine solche Ladungsdichte aufbaut, daß der Potentialgradient im Luftspalt auf einen Wert reduziert wird, der nicht höher als der für Feldemission erforderliche Wert ist, d. h. in diesem Falle etwa 20 V. Hierdurch ergibt sich die Erzeugung einer erheblichen Ladungsdichte in den Bildflächen der isolierenden Schicht 63. Wie man sieht, kann sich wegen des nichtleitenden Bereiches 61 a der Isolierschicht 61 in den unbelichteten Bereichen der Isolierschicht 63 keine so hohe Ladungsdichte ausbilden. Die Ladungswanderung durch den Luftspalt mittels Feldemission oder einem anderen Mechanismus in dem isolierenden Bereich 61 a baut sehr rasch innerhalb dieses Bereiches einen umgekehrten Potentialgradienten auf. Wenn so viel Ladungen in den Bereichen 61a hinüber gewandert sind, wie einem Potential von 105 V entspricht, werden diese Bereiche um 105 V negativer. Die dunklen Stellen der Schicht 63 werden um 105 V positiver, und das Potential über dem Luftspalt sinkt ebenfalls auf die 20-V-Schwelle für die Feldemission. Unter Verwendung der erwähnten Zahlen erkennt man, daß das den Bereichen 61 b entsprechende Bild ein Bild negativer Polarität auf der Oberfläche der Schicht 63 darstellt, dessen Potential gleich dem angelegten Potential von 375 V, vermindert um das Potential von etwa 20 V ist, welches für die Feldemission erforderlich ist. Demgemäß ergibt sich ein Bild negativer Polarität von etwa 355 V gegenüber einem Dunkelpotential von 150 V. Zwischen den Bildbereichen von etwa 355 V negativem Potential und den Dunkelbereichen von etwa 105 V negativem Potential auf der Schicht 63 ergibt sich demgemäß eine Potentialdifferenz von etwa 250 V. Ein Bild mit dieser Potentialdifferenz kann mit den Verfahren und Substanzen entwickelt werden, wie sie aus der USA.-Patentschrift 2 638 416 bekannt sind. Danach wird eine Mischung von Pulverteilchen und körnigem Trägermaterial, wobei die Pulverteilchen durch reibungselektrische Wechselwirkung mit den Körnern aufgeladen sind, über die das latente elektrostatische Bild tragende Fläche gestreut oder ausgegossen, wodurch sich die Pulverteilchen auf der Oberfläche niederschlagen.
  • Bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung muß dafür Sorge getragen werden, daß ein guter elektrischer Isolator als Bildträger, auf dem das latente elektrostatische Bild erzeugt werden soll, verwendet wird. Ebenso muß äußerste Sorgfalt darauf verwendet werden, die Bildträgerfläche in möglichst enge Berührung mit der photoleitenden Schicht zu bringen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung sich von gewissen früher bekannten Verfahren der Behandlung elektrischer Ladungen unterscheidet, bei denen versucht wurde, eine elektrostatische Ladung oder Ladungsverteilung auf einer Oberfläche zu induzieren, die leitend ist oder zeitweise leitend gemacht wird. So kann es beispielsweise möglich sein, ein elektrostatisches Bild verhältnismäßig niedrigen Potentials auf der photoleitenden isolierenden Oberfläche 12 zu erzeugen. Erfindungsgemäß wird jedoch das latente elektrostatische Bild auf der benachbarten isolierenden Fläche und nicht auf der photoleitenden Fläche erzeugt, und die Erfindung umfaßt die Ladungswanderung von einer Fläche zu einer zweiten Fläche mit Bilderzeugung auf dieser zweiten Fläche.
  • Eine kurze Untersuchung der Arbeitsbedingungen und der Anordnung und Form der Teile in bezug auf ihre Kapazität zeigt die Vorteile, die eine solche Ladungsübertragung mit sich bringt. Vor allem zeigt sich, wenn die Induktionselektrode 14 in Fig. 1 auch nur einen mäßigen Abstand von der xerographischen Platte 10 hat, daß auf der photoleitenden Fläche nur ein verhältnismäßig geringes maximales Potential erzeugt werden kann. Beispielsweise ist in Fig. 8 der USA.-Patentschrift 2 297 691 ein System dargestellt, bei welchem ein beträchtlicher Luftspalt zwischen den Platten vorhanden ist und bei dem ein latentes elektrostatisches Bild auf der photoleitenden Oberfläche gebildet wird. Auch diese vorbekannte Anordnung möge einer physikalischen Untersuchung unterworfen werden. Es sei beispielsweise angenommen, daß in der Anordnung nach Fig. 7 der vorliegenden Erfindung die Schicht 63 wieder eine isolierende Schicht von 20 Mikron Dicke ist, welche eine Dielektrizitätskonstante vom Wert 6 aufweist, jedoch sei nun angenommen, daß der Luftspalt zwischen der Schicht 63 und der Schicht 61 eine Breite von etwa 2,5 mm hat und eine Dielektrizitätskonstante vom Wert 1 aufweist. Die Schicht 61 sei wieder eine 20 Mikron dicke Selenschicht mit der Dielektrizitätskonstante 6. Wenn in diesem Falle ein Potential von 1000 V zwischen Elektrode 64 und 62 angelegt wird und die Bereiche 61 b durch Licht leitend gemacht werden, so daß Ladungen auf der Oberfläche der Schicht 61 induziert werden, und hierauf das Licht abgeschaltet und die Elektrode 64 entfernt wird, ergibt sich ein sehr kleines Ladungspotential in diesen Bereichen 61 b. Wegen des Luftspaltes von 2,5 mm zwischen den Schichten 61 und 63, der etwa hundertmal größer ist als die Dicke der Schicht 61 selbst, und da der Luftspalt die Dielektrizitätskonstante 1 aufweist, während die Schicht 61 die Dielektrizitätskonstante 6 besitzt, erkennt man, daß ein Potential von 1000 V über diesem Luft-Dielektrikum an der Oberfläche der leitenden Bereiche eine Gesamtladung in Coulomb induzieren kann, die nach der Entfernung der Elektrode 64 nur eine Potentialdifferenz von wenigen Volt zwischen der Oberfläche der Schicht 61 und der Oberfläche der leitenden Elektrode 62 ergibt. Daher kann das vorerwähnte Verfahren der Bilderzeugung zwar ein latentes elektrostatisches Bild auf der photoleitenden isolierenden Oberfläche erzeugen, aber dieses Bild hat nur eine Größe von wenigen Volt. Wenn die Elektrode 64 positive Polarität aufweist, ergibt sich auf der Schicht 61 ein Bild negativer Polarität.
  • Wie früher erwähnt wurde, ergibt sich bei fortlaufender Annäherung der beiden Teile schließlich ein Maximalpotential in der Größenordnung von etwa 20 V bei einem Zwischenraum von 2 bis 3 Mikron, das durch Induktionsmethoden auf der photoleitenden isolierenden Oberfläche erzeugt werden kann. Dieses Potential ist jedoch verhältnismäßig viel kleiner als ein Potential, das an den dunklen Stellen durch Ladungsabwanderung von diesen Stellen zurückbleiben kann, und daher ist offenbar die Technik der unmittelbaren Induktion nicht die Hauptursache der Bilderzeugung in diesem Falle. Es ergibt sich hieraus, daß das elektrostatische Bild, das auf der xerographischen Platte erzeugt wird, ein Bild verhältnismäßig niedrigen Potentials ist und daß der Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Erzeugung von Bildern mit erheblich höheren Potentialen, und zwar auf der benachbarten isolierenden Schicht und nicht auf einer photoleitenden isolierenden Schicht ist.
  • Ob die Arbeitsweise der vorliegenden Erfindung auf der Feldemission oder auf anderen Erscheinungen wie der Luftionisierung oder anderen Möglichkeiten der Ladungswanderung beruht, jedenfalls muß der Abstand zwischen den beiden Oberflächen außerordentlich klein sein. Es wurde gefunden, daß bei den meisten Materialien und Oberflächen die Verfahren und Vorrichtungen der Erfindung nahezu unter den besten Bedingungen arbeiten, wenn die beiden Oberflächen, beispielsweise die Schichten 12 und 15 der Fig. 1, sich in sogenannter Flächenberührung befinden. So wurde z. B. für eine Selenoberfläche der xerographischen Platte und einen Polystyrolfilm, der unmittelbar auf einer metallischen Trägerplatte angebracht war, gefunden, daß der Zustand der normalen Flächenberührung weitaus vorzuziehen ist. Selbstverständlich sind in diesem Zustand verhältnismäßig wenige Punkte in tatsächlicher Berührung zwischen den beiden Oberflächen, und an den meisten Stellen treten Luftspalte in der Größenordnung etwa 1 Mikrons auf. Ein zweites System für eine bevorzugte Abstandshaltung der beschriebenen Oberflächen und anderer Oberflächen beruht darin, daß ein vorbestimmter Abstand von mehreren Mikron zwischen den beiden Oberflächen aufrechterhalten wird. Dieser Abstand kann durch mehrere Verfahren eingestellt werden, wovon das Folgende bevorzugt wird: Ein hartes, verhältnismäßig klares und durchsichtiges Material, z. B, ein Kunststoff oder ein Kunstharz, wird zu einer verhältnismäßig gleichmäßigen Teilchengröße gemahlen, wobei die Teilchengröße die Größenordnung des gewünschten Abstandes zwischen den beiden Platten hat. Eine kleine Menge des pulverisierten Materials wird in einem Ausmaß, daß das Pulver fast unsichtbar ist, auf eine der Flächen aufgestäubt. Die zweite Fläche wird dann auf die bestäubte Fläche gesetzt und die Lade- und Belichtungsoperationen, wie oben beschrieben, ausgeführt. Die Anwesenheit der über die Oberfläche verteilten Pulverteilchen hält zwischen den beiden Platten einen Abstand aufrecht, der in der Größenordnung des Teilchendurchmessers liegt. Auf diese Weise wurde gefunden, daß Abstände zwischen den beiden Oberflächen in der Größenordnung von etwa 2 bis 5 Mikron nahezu das Optimum darstellen. Allgemein sind die beiden Oberflächen vorzugsweise weniger als etwa 10 Mikron voneinander entfernt. Unter gewissen Umständen kann auch ein etwas größerer Abstand verwendbar sein, jedoch sollten die beiden Oberflächen gemäß der vorliegenden Erfindung nicht mehr als 20 Mikron voneinander entfernt sein. Wenn der Abstand zwischen den beiden Oberflächen zunimmt, beobachtet man zwei kennzeichnende Bildeigenschaften: Erstens wird das Bild etwas weniger dicht, und zweitens nimmt die Bildauflösung scharf ab. Diese Abnahme wird sehr deutlich, wenn die beiden Oberflächen etwa 10 Mikron voneinander entfernt sind. Andere verschlechternde Effekte geringerer Bedeutung treten auf, wenn der Abstand vergrößert wird. Ferner sei darauf hingewiesen, daß man nicht nach übermäßig guter Oberflächenberührung trachten sollte, da bei tatsächlicher Berührung ein beträchtlicher Ladungs- oder Potentialübergang an den dunklen Stellen auftreten kann, der einen fleckigen Hintergrund ergibt.
  • In Fig. 8 und 9 sind zwei weitere Ausführungsformen von Induktionselektroden dargestellt, die erfindungsgemäß verwendet werden können. Gemäß der Ausführungsart nach Fig. 8 kann eine geeignete Induktionselektrode ein sehr feines Metall- oder Drahtgitter enthalten, wobei auf mindestens einer Seite desselben ein plastischer Überzug angebracht ist. Vorzugsweise sollte die Arbeitsfläche dieser Elektrode im wesentlichen glatt und gleichmäßig sein. Die Elektrode enthält darum ein leitendes Metalldrahtgitter, das aus verflochtenen Drähten 71 besteht und in einen isolierenden plastischen Körper 72 eingebettet ist. Ein Zuführungsdraht 73 ist an das Drahtgitter angeschlossen und bildet ein Mittel, um der Elektrode ein geeignetes Potential zuzuführen. Vorzugsweise ist der Zuführungsdraht 73 mit einem geeigneten Drahtnetz od. dgl. verbunden, und die Elektrode wird dadurch gebildet, daß der isolierende Film durch Aufspritzen, Eintauchen oder Aufstreichen auf das Gitter oder Netz aufgebracht wird. Vorzugsweise sollen die Drähte verhältnismäßig dünn sein und das Gitter im wesentlichen das Licht durchlassen und außerordentlich fein und gleichmäßig sein. Ein feines Gitter, z. B. ein Drahtsieb mit 200 Maschen oder mehr, ist für den genannten Zweck ausgezeichnet geeignet, so daß das Muster des Gitters oder des Netzes sich als Teil des latenten elektrostatischen Bildes nicht bemerkbar macht und die Übertragung eines projizierten Lichtbildes auf die Elektrode nicht störend beeinflußt.
  • In Fig. 9 ist die zylindrische Induktionselektrode 75 dargestellt. Die Elektrode besteht aus einem durchsichtigen Trägerzylinder 76 aus Glas oder einem anderen durchsichtigen Material, auf deren Oberfläche ein Überzug 77 aufgebracht ist, der aus einer dünnen Metallschicht, z. B. Aluminium, besteht, die beispielsweise durch Aufdampfung auf die Glasfläche in gleichmäßiger Schicht gewonnen ist. Auf der Metallschicht ist eine Schicht 78 aus einem isolierenden Material angebracht. Geeignete Halterungsmittel sind vorgesehen, beispielsweise Speichen 79, welche den Zylinder mit einer Nabe 80, die um eine Welle oder Achse od. dgl. rotieren kann, verbinden. Offensichtlich ist die hier beschriebene Elektrode besonders geeignet, im Zusammenhang mit einer kontinuierlichen Maschine, wie in Fig.5 dargestellt, zu arbeiten. Auf Wunsch können geeignete Bildquellen, z. B. eine Lichtquelle oder ein Spiegel, ein Prisma, eine Linse od. dgl., innerhalb der zylindrischen Induktionselektrode angebracht werden, so daß die Induktionselektrode als Kombination der Elektrode 41 und der Linse 48 aus Fig. 5 arbeitet.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und kann alle im Rahmen des Erfindungsgedankens liegenden Abänderungen erfahren.

Claims (22)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer isolierenden Bildaufnahmefläche, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierende Bildaufnahmefläche (15, 27, 42) sehr nahe an eine photoleitfähige Fläche (12) gebracht wird, daß auf der photoleitfähigen Fläche (12) ein primäres elektrostatisches Bild dadurch gebildet wird, daß diese Fläche einer bildmäßigen Strahlungsverteilung ausgesetzt wird, welche eine der beiden Flächen (12 bzw. 15, 27, 42) durchdringt, und daß ein dem primären elektrostatischen Bild entsprechendes sekundäres elektrostatisches Bild auf der isolierenden Bildaufnahmefläche (15, 27, 42) dadurch hergestellt wird, daß ein elektrisches Feld zwischen den beiden Flächen erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Anlegens des elektrischen Feldes die beiden Flächen in einem Abstand von mindestens 2 Mikron gehalten werden, wenn das die beiden Flächen trennende Medium Luft ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildaufnahmefläche (15, 17, 42) und die Bildträgerfläche (12) während der Bilderzeugung in einem Abstand von höchstens 20 Mikron gehalten werden.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flächen in einem Abstand zwischen 2 und 5 Mikron gehalten werden.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Feld zwischen den beiden Flächen (15, 27, 42 einerseits und 12 andererseits) durch zwei leitende Elektroden (11, 16, 22) erzeugt wird, an welche das zur Erzeugung des Feldes dienende Potential angelegt wird.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bilderzeugung durch sichtbares Licht leitende Elektroden verwendet werden, von denen eine oder beide durchsichtig sind.
  7. 7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Fläche (12) durch die der Bildaufnahmefläche (15, 27) benachbarte Elektrode (16, 22), die durchsichtig ist, mit sichtbarem Licht exponiert wird. B.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Fläche (12) durch die ihr zugewandte Elektrode (11), die durchsichtig ist, mit sichtbarem Licht exponiert wird.
  9. 9. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Fläche (12) durch eine der Elektroden (11, 14), die nicht durchsichtig ist, mittels einer diese Elektrode durchdringenden Strahlung (35) exponiert wird.
  10. 10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das auf der Oberfläche der Bildaufnahmefläche (15, 27, 42) erzeugte latente elektrostatische Bild entwickelt wird.
  11. 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Erzeugung eines latenten elektrostatischen Bildes auf einer Isolierschicht gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine erste leitende Elektrode (16, 22, 41), vor welcher die Bildaufnahmefläche (15, 27, 42) angeordnet ist, eine zweite leitende Elektrode (11, 77) mit einer darauf angebrachten Fläche (12, 78) aus einem photoleitfähigen Material, wobei die erste und die zweite Elektrode so angeordnet sind, daß die beiden Flächen einander nahe gegenüberstehen, und durch Einrichtungen (21, 31) zur Erzeugung eines elektrischen Feldes zwischen den beiden Flächen und zur gleichzeitigen Exponierung der auf der zweiten Elektrode angebrachten Fläche mit einer dem aufzuzeichnenden Muster entsprechenden Strahlung, wobei die verschiedenen Teile der Vorrichtung so angeordnet sind, daß während des Anlegens des elektrischen Feldes der Abstand zwischen den beiden Flächen mindestens 2 Mikron beträgt, wenn das die beiden Flächen trennende Medium Luft ist.
  12. 12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Fläche (12, 78) für sichtbares Licht empfindlich ist.
  13. 13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtquelle (25) zur Exponierung der photoleitenden Fläche vorgesehen ist.
  14. 14. Vorrichtung gemäß Anspruch 12, gekennzeichnet durch Einrichtungen (34), welche eine entsprechend verteilte, undurchsichtige Medien durchdringende Strahlung (35) auf die photoleitende Schicht richten.
  15. 15. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitfähigkeit der auf der zweiten Elektrode befindlichen Fläche (12, 78) für sichtbares Licht unempfindlich ist, sich aber in Abhängigkeit von einer einfallenden Strahlung ändert, welche keine sichtbaren Wellenlängen enthält, und daß eine Quelle (34) einer unsichtbaren Strahlung zur Exponierung der zweiten Schicht (12, 78) vorgesehen ist.
  16. 16. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die erste leitende Elektrode (16, 22, 41) oder die zweite leitende Elektrode (11, 77) oder beide durchsichtig sind.
  17. 17. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die erste leitende Elektrode (16, 22, 41) durchsichtig ist und daß die Strahlungsquelle so angeordnet ist, daß die Bildträgerfläche (12) durch die erste leitende Elektrode exponiert wird. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind zwei Prioritätsbelege ausgelegt worden.
  18. 18. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Elektrode (11) durchsichtig ist und daß die Strahlungsquelle so angeordnet ist, daß die Bildträgerfläche (12) durch die zweite Elektrode exponiert wird.
  19. 19. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Träger (17) vorgesehen ist, welcher nahe bei der ersten Elektrode (16) angeordnet ist und die zweite Elektrode (11) aufnimmt und stützt.
  20. 20. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Elektrode (38, 76, 77) zylindrisch ist, daß Einrichtungen (39, 40, 41) vorgesehen sind, um die zweite Elektrode in Drehung zu versetzen, daß Vorrichtungen (43, 44) vorgesehen sind, um die isolierende Bildaufnahmefläche (42) zwischen der Bildträgerfläche (78) und der ersten Elektrode (41) hindurchzuführen, und daß Einrichtungen (44,45) vorgesehen sind, um die isolierende Bildaufnahmefläche (42) nach der Belichtung aus dem Zwischenraum zwischen der Bildaufnahmefläche und der ersten Elektrode hinwegzuführen.
  21. 21: Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 11 bis 20, gekennzeichnet durch eine Entwicklungsstelle (30,46) für das auf der Oberfläche der Bildaufnahmefläche erzeugte latente elektrostatische Bild.
  22. 22. Vorrichtung gemäß Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwicklungsstelle (30, 46) feinzerteiltes, einer elektrostatischen Anziehung unterworfenes Material enthält, welches dem elektrischen Bild auf der isolierenden Bildaufnahmefläche zugeführt wird, und daß eine Fixierstelle vorgesehen ist, an welcher das Bild auf der Bildaufnahmefläche zur Erzeugung einer dauerhaften xerographischen Reproduktion auf der Bildaufnahmefläche fixiert wird.
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