DE1063849B - Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen - Google Patents
Zitzengummi fuer Melkbecher von MelkmaschinenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/08—Teat-cups with two chambers
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Description
Melkbecher von Melkmaschinen bestehen in der heute üblichen Bauart aus einer äußeren starren
Becherhülse und einem darin eingespannten Zitzengummi, dessen Innenraum an die Milchleitung angeschlossen
ist und ständig unter einem Unterdruck steht, während der Ringraum zwischen dem Zitzengummi
und der Melkbecherhülse durch einen Pulsator abwechselnd mit der äußeren Atmosphäre und dem
Unterdruck der Melkmaschinenanlage in Verbindung gebracht wird, um so abwechselnd die zum Melken
erforderlichen Entlastungs- und Saugtakte hervorzurufen, durch die die Milch aus dem Euter der Kühe
gemolken wird.
In Anpassung an das natürliche Saugen eines Kalbes ist dabei eine Massagewirkung auf die Zitzen
der Kühe erwünscht, um den Milchzufluß zu verbessern, Euter- und Zitzenschäden durch Klemmwirkung
zu vermeiden und die Melkzeit zu verkürzen.
Um dies in besonders einfacher Weise zu erreichen, besteht die Erfindung darin, daß der Zitzengummi
oberhalb der sich beim Entlastungstakt zusammendrückenden Stelle seines Schlauchteiles mit einer seitlichen
Wandungsdurchbrechung versehen ist.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung einer Wandungsdurchbrechung wird auch der Innenraum des
Zitzengummis oberhalb der sich beim Entlastungstakt unter der Zitzenspitze zusammendrückenden Stelle
seines Schlauchteiles mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung gebracht, so daß zwar ein gewisser, jedoch
kaum nennenswerter Unterdruckverlust eintritt, aber der wesentliche Vorteil erreicht wird, daß der Unterdruck
im Innenraum des Zitzengummis oberhalb der genannten Stelle pulsiert und somit eine Massage der
Zitze durch schwankende Druckverhältnisse bewirkt. Äußerlich ist dies dadurch sichtbar, daß der Melkbecher
sich bei den sich abwechselnden Melktakten anhebt, dann aber etwas langsamer wieder in die Ausgangslage
zurückkehrt, so daß er eine atmende Aufundabbewegung ausführt, ohne daß dabei ein Abfallen
des Melkbechers eintritt und sich die Einführöffnung für die Zitze im Oberteil des Zitzengummis auf der
Zitze verlagert. Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Anordnung der Wandungsdurchbrechung
bei Zitzengummis mit einem nach oben aus der Becherhülse herausragenden erweiterten Kopf, bei dem
der Öffnungsrand sich durch Wandungsschwächung unter Einrollung elastisch an die Zitze anlegt. Die seitliche
Wandungsdurchbrechung wird dann zweckmäßig im Bereich des Kopfes angeordnet. Bei solchen Zitzengummis
wird die auf und ab gehende Atmungsbewegung der Melkbecher durch Einrollen bzw. wieder
Ausrollen der Zitzengummiköpfe aufgenommen, so daß sich die Berührung der Zitzengummiköpfe an der
öffnung mit der Zitze nicht verändert. Es ist selbst-Zitzengummi für Melkbecher
von Melkmaschinen
von Melkmaschinen
Anmelder:
Utina-Elektrowerk G. m. b. H.,
Eutin (Holst.), Elisabethstr. 72
Eutin (Holst.), Elisabethstr. 72
Karl Baschantr Lübeck,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
verständlich, daß die Wandungsdurchbrechung nicht ao so groß sein darf, daß der Unterdruck im Zitzengummi
vollständig aufgehoben wird und der Melkbecher von der Zitze abfällt. Die Durchbrechung der Zitzengummiwandung
darf also nicht so groß sein, daß durch ein stärkeres Einströmen von Außenluft der
Unterdruck innerhalb des Zitzengummioberteils völlig aufgehoben wird. Es wurde festgestellt, daß die gewünschte
Wirkung um so besser ist, je größer die Durchbrechung ist. Die Bemessung der Durchbrechung
wird aber andererseits durch die Leistung der Unterdruckerzeugungsanlage begrenzt, so daß bei einer gegebenen
Leistung der Unterdruckquelle die geeignete Bemessung der Durchbrechung ermittelt werden kann,
um das Abfallen der Melkbecher von der Zitze zu vermeiden.
Die erfindungsgemäße Anordnung der Wandungsdurchbrechung im Zitzengummi bringt im übrigen
auch eine Verkürzung der Melkzeit mit sich, wie sich bei Versuchen ergeben hat. Es konnte außerdem beobachtet
werden, daß gerade junge, bisher noch nicht mit einer Melkmaschinenanlage gemolkene Kühe oder
solche Kühe, die sich bisher mit einer Melkmaschinenanlage überhaupt nicht melken ließen, beim Melken
mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Zitzengummi ruhig standen, woraus zu schließen ist, daß der erfrndungsgemäße
Zitzengummi gegenüber bekannten Ausführungen geringere Belastungen auf die Zitzen ausübt.
Es ist zwar schon bekannt, den unter Unterdruck stehenden Teil der Melkmaschine, z.B. den Oberteil
des Milchsammeistückes, durch eine oder mehrere kleine Bohrungen od. dgl. ständig mit der äußeren
Atmosphäre zu verbinden, aber diese Anordnung hat keinen Einfluß auf den Melkvorgang und dient nur
dazu, daß der Melkvorgang mit dem Ohr überwacht
909 608/32
Claims (6)
1. Zitzengummi für Melkbecher von Melkmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß er oberhalb
der sich beim Entlastungstakt zusammendrückenden Stelle (7) seines Schlauchteiles (1) mit
einer seitlichen Wandungsdurchbrechung (8) versehen ist.
2. Zitzengummi nach Anspruch 1, mit einem nach oben aus der Becherhülse herausragenden
Kopf, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungsdurchbrechung (8) im Bereich des Kopfes (2) angeordnet
ist.
3. Zitzengummi nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechung (8)
durch eine in die Zitzengummiwandung eingesetzte starre Hülse (10), z.B. aus Metall, Kunststoff
od. dgl., gebildet ist.
4. Zitzengummi nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandungsdurchbrechung (8) beim Saugtakt geschlossen ist und sich beim Entlastungstakt
öffnet.
5. Zitzengummi nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungsdurchbrechungen
(8) in Form eines flachen Schlitzes mit beim Saugtakt flach gegeneinanderliegenden Schlitzflächen
eingearbeitet ist und sich nur beim Entlastungstakt durch Verformung des Zitzengummis
öffnet.
6. Zitzengummi nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Außenseite der
Durchbrechung (8) im Zitzengummikopf (2) ein Lippenventil (9) od. dgl. ansetzt, dessen Lippen
beim Saugtakt geschlossen sind und sich beim Entlastungstakt durch Verformung des Zitzengummikopfes
öffnen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 922 201.
Deutsche Patentschrift Nr. 922 201.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 608/32 8.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU5914A DE1063849B (de) | 1959-01-16 | 1959-01-16 | Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU5914A DE1063849B (de) | 1959-01-16 | 1959-01-16 | Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063849B true DE1063849B (de) | 1959-08-20 |
Family
ID=7565698
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU5914A Pending DE1063849B (de) | 1959-01-16 | 1959-01-16 | Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063849B (de) |
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-
1959
- 1959-01-16 DE DEU5914A patent/DE1063849B/de active Pending
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