DE1063022B - Verfahren zur Verbesserung der Herstellungsbedingungen von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausuebung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Herstellungsbedingungen von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausuebung dieses VerfahrensInfo
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- A23G3/2007—Manufacture of filled articles, composite articles, multi-layered articles
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Description
Die bekannten industriellen und auch handwerklich ausgeübten Verfahren zur Herstellung von feste
feuchte Fruchteinlagen, z. B. weinbrandgetränkte Kirschen, enthaltenden Pralinen leiden einerseits
unter der Tropffeuchtigkeit der getränkten Früchte oder Fruchtstücke und andererseits auch unter der
starken Klebrigkeit der letzteren. Wenn nämlich beim Einlegen der feuchten Fruchtstücke in die Schokoladenhohlkörper
ein Flüssigkeitstropfen auf den Rand der letzteren fällt, können schwerlich beim Abdeckeln
mit Schokolade hinterher die normalen vom Handel geforderten Dichtigkeitsforderungen des gefüllten
Hohlkörpers erfüllt werden. Die Klebrigkeit des feuchten Fruchtstückes an sich erschwert außerdem
das genaue Einlegen, ganz unabhängig davon, ob dieser Vorgang von Hand oder durch irgendeine der
bekannten maschinellen Vorrichtungen erfolgt. Von Hand kann man außerdem nur langsam einlegen. Die
mechanischen Einlegevorrichtungen müssen in ihrer Konstruktion besondere Rücksicht auf die etwaige
Klebetendenz der zu behandelnden Fruchtstücke an den Elementen der Vorrichtungen nehmen. Dadurch
wird ein störungsfreier Betrieb zum mindesten erschwert oder mit teueren Investitionen erkauft.
Gemäß der Erfindung sollen nun die Herstellungsbedingungen für derartige mit feuchten Fruchteinlagen
gefüllte Pralinen, z. B. für Weinbrandkirschen, auf allereinfachste Weise dadurch verbessert werden, daß
man die Fruchteinlagen bis zur vollständigen Kleb- und Tropffreiheit vor dem Einlegen in die offenen
Schokoladenhohlkörperschalen tiefgefriert, so daß sie beim Einlegen weder Tropfen verlieren noch aneinanderkleben
können. Zu diesem wesentlichen Verfahrensmerkmal muß natürlich zur Erzielung der beabsichtigten
Gesamtwirkung auch ein nachträgliches ausreichendes Wiederauftauen hinzukommen, wenn
die Fruchteinlage in die Schokoladenschale eingelegt worden ist. Die dazu nötige Wärmezufuhr kann durch
zusätzliche Warmluftbespülung der zunächst sehr kalten Einlagenkörper oder auch durch die angewärmte
Nachfüllmasse oder Nachfüllflüssigkeit geschehen, mit der die in der Schokoladenschale um die
Fruchteinlage herum verbleibenden Hohlräume bis an den Schalenrand auch bei dem üblichen Verfahren
aufgefüllt zu werden pflegen. Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, beide Maßnahmen
nacheinander für die Anwärmung der Fruchteinlage zum Auftauen auszunutzen, ehe die Schokoladendeckelmasse
aufgebracht wird.
Um die Bildung von Hohlräumen ohne Füllung innerhalb der Schokoladenschale mit Sicherheit zu
vermeiden — was besonders bei breiigen Nachfüllmassen wichtig ist —, soll erfindungsgemäß noch ein
nachträgliches Andrücken der Fruchteinlagen an den
Verfahren zur Verbesserung
der Herstellungsbedingungen
von feuchte Fruchteinlagen
der Herstellungsbedingungen
von feuchte Fruchteinlagen
enthaltenden Pralinen
und Anlage zur Ausübung
dieses Verfahrens
und Anlage zur Ausübung
dieses Verfahrens
Anmelder:
Fa. Wilh. Schmitz-Schöll,
Mülheim/Ruhr, Wissollstr. 5-19
Fa. Wilh. Schmitz-Schöll,
Mülheim/Ruhr, Wissollstr. 5-19
Karl Seyfferth und Röttger a. d. Nöllenburg,
Mülheim/Ruhr,
sind als Erfinder genannt worden
Mülheim/Ruhr,
sind als Erfinder genannt worden
2
Schokoladenhohlkörperboden nach dem Wiederplastischwerden der Fruchteinlagen aber vor dem
Einbringen der flüssigen oder breiigen Restfüllung in die Schokoladenschale erfolgen.
Die Vorteile der geschilderten Verfahren lassen sich in jeder üblichen Anlage zur selbsttätigen Herstellung
von mit Alkohol oder anderen Flüssigkeiten getränkten Früchten oder Fruchtstücken gefüllten
Schokoladenhohlkörpern auf einfache Weise dadurch verwirklichen, daß man dem Aufgabetrichter einer
über der Förderbahn der noch offenen Hohlkörperschalen angeordneten Zuteil- und Einlegevorrichtung
für die Fruchtstücke eine Tiefgefrierkammer vorschaltet, die die zunächst noch feuchten weichen
Fruchtstücke zu durchlaufen haben, ehe sie in die Einlegevorrichtung gelangen. Sie werden darin so
stark abgekühlt, daß sie nicht mehr aneinanderkleben und ohne Schwierigkeiten in die Aufnehmerkammern
der bekannten Einlegevorrichtungen verteilt werden können. Auch innerhalb dieser Kammern kleben sie
nicht fest sondern fallen durch Schwerkraft ohne weiteres in die Hohlkörperschalen hinein. Außer
dieser durch die Tiefgefrierkammer vervollständigten Einlegevorrichtung braucht man dann nur noch über
der Förderstrecke hinter der Einlegevorrichtung neben einer etwaigen zusätzlichen Warmluftspüldüse
eine Andrückvorrichtung anzuordnen, die für die genaue Tieflage der mittlerweile wieder plastisch ge
>;: . -■■· ,·; 909
Claims (3)
1. Verfahren zur Verbesserung der Herstellungsbedingungen von feste feuchte Fruchteinlagen,
z. B. weinbrandgetränkte Kirschen, enthaltenden Pralinen, bei dem nach dem Einlegen
der Fruchtstücke in die offenen Hohlkörperschalen aus Schokolade jeder verbleibende Hohlraum
durch Krem- oder Flüssigkeitszugabe aufgefüllt und anschließend die Schale mit Schokolade
abgedeckelt wird, gekennzeichnet durch Tiefgefrieren der Fruchteinlagen bis zur Kleb- und
Tropffreiheit vor dem Einlegen und ausreichendes nachträgliches Wiederauftauen innerhalb der
Hohlkörper durch Wärmezufuhr von außen
— mittels zusätzlicher Warmluftbespülung oder angewärmter Nachfüllmasse oder -flüssigkeit oder
auch beider Maßnahmen hintereinander — vor dem Aufbringen der Schokoladendeckelmasse.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Andrücken der Fruchteinlagen an den
Schokoladenhohlkörperboden nach dem Wiederplastischwerden, aber vor dem Einbringen der
flüssigen oder breiigen Restfüllung.
3. Anlage zur Ausübung der Verfahren zur selbsttätigen Herstellung von mit Alkohol oder
anderen Flüssigkeiten getränkten Früchten oder Fruchtstücken gefüllten Schokoladenhohlkörpern
nach Anspruch 1 oder 2 mit einer selbsttätigen, über der Förderbahn der noch offenen Hohlkörperschalen
angeordneten Zuteil- und Einlegevorrichtung für die Fruchtstücke — vorzugsweise in
Trommelform —, gekennzeichnet durch die Vorschaltung einer Tiefgefrierkammer (2) vor dem
Aufgabetrichter der Einlegevorrichtung (1) und
— gegebenenfalls hinter einer Warmluftspüldüse ·— die Nachschaltung einer Andrückvorrichtung
(3) hinter der Einlegevorrichtung (1) über der Förderstrecke der Schokoladenhohlkörper.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 274709, 460 888;
USA.-Patentschriften Nr. 1 573 078, 1 756 222,
084, 2 163 580, 2 566 712.
Deutsche Patentschriften Nr. 274709, 460 888;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DESCH21081A DE1063022B (de) | 1956-11-12 | 1956-11-12 | Verfahren zur Verbesserung der Herstellungsbedingungen von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausuebung dieses Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063022B true DE1063022B (de) | 1959-08-06 |
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ID=7428938
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| DESCH21081A Pending DE1063022B (de) | 1956-11-12 | 1956-11-12 | Verfahren zur Verbesserung der Herstellungsbedingungen von feuchte Fruchteinlagen enthaltenden Pralinen und Anlage zur Ausuebung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063022B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1956
- 1956-11-12 DE DESCH21081A patent/DE1063022B/de active Pending
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