DE1062276B - Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei einer elektronischen Speicherroehre - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei einer elektronischen SpeicherroehreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei elektronischen
Speicherröhren, die nach dem Prinzip der induzierten Leitfähigkeit arbeiten.
Es ist bekannt, daß die Röhren der hier erwähnten Art im wesentlichen ein Schreib- oder Einschreibsystem, das
sehr schnelle Elektronen aussendet, und ein Lesesystem mit Elektronen wesentlich geringerer Geschwindigkeit
aufweisen, die zu beiden Seiten eines Schirmes aus metallisiertem Isoliermaterial angebracht sind.
Derartige Speicherröhren dienen insbesondere zur Umwandlung von Panorama-Radar-Schirmbildnern in
Fernsehschirmbilder. Hierbei werden die Echos des Radargerätes mit Hilfe des Schreibstrahles auf den
Speicherschirm aufgetragen. Durch Abtastung des Schirmes durch den Lesestrahl ist es möglich, an einer
Kollektorelektrode Ausgangssignale, die zur Erzeugung von Fernsehbildern auf dem Empfangsschirm eines Fernsehgerätes
verwandt werden, mit einem Zeitmaß und einer Abtastgeschwindigkeit abzunehmen, die von denen der
Auftragung (Einschreibung) verschieden sind.
Erfolgen Einschreiben und Lesen des Schirmes gleichzeitig, so schließt der Effekt der Kreuzmodulation zwischen
den zwei Strahlen der Speicherröhre die Gefahr ein, daß, wie bekannt, das genaue Funktionieren beeinträchtigt
oder nachteilig beeinflußt wird.
Tatsächlich wird, während die Ausgangssignale an der Kollektorelektrode gesammelt werden, bei jedem Einschreiben
eines Signals auf dem Schirm, dieser von einer großen Anzahl von Elektronen durchdrungen, die einen
Störstrom im Kollektor erzeugen.
Es ist schon bekannt, daß die oben beschriebene Kreuzmodulation durch Modulation der Wehneltelektrode des
Lesesystems mit hoher Frequenz wirkungsvoll bekämpft werden kann. Dieses geschieht, um den Frequenzbereich,
der in der Ausgangsröhre verwandt wird, so zu verschieben, daß die aus dem Lesesystem erhaltenen Signale in einem
Spektrum liegen, das deutlich von dem Spektrum der Einschreibsignale verschieden ist.
Diese Lösung, die zwar ganz wirksam ist, hat den Nachteil, verwickelt und teuer zu sein.
Ziel der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die beträchtlich
einfacher und wirtschaftlicher ist als die nach dem Stand der Technik bekannten.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die vom Speicherschirm unmittelbar abnehmbaren Signale
und die an der Kollektorelektrode entstehenden Signale einer Einrichtung zugeführt werden, in der beide Signale
gemischt und derart verstärkt werden, daß diejenigen Signale, die die gleiche Polarität am Kollektor und am
Speicherschirm aufweisen, algebraisch subtrahiert und praktisch ausgelöscht werden, Signale verschiedener
Polarität hingegen addiert werden.
Schaltungsanordnung
zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei einer elektronischen Speicherröhre
zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei einer elektronischen Speicherröhre
Anmelder:
Compagnie Generale
de Telegraphie sans Fil,
Paris
de Telegraphie sans Fil,
Paris
Vertreter: Dr. W. Müller-Bore und Dipl.-Ing. H. Gralfs1 Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Beanspruclite Priorität:
Frankreich vom 23. Oktober 1956
Frankreich vom 23. Oktober 1956
Jacques Toulemonde, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht und im einzelnen an
Hand der Zeichnung beschrieben.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Schaltung eines Bildwandlergerätes, das mit einer elektronischen Speicherröhre vom
Typ induzierter Leitfähigkeit und einer Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ausgerüstet ist, um die
entstehende Kreuzmodulation zu vermeiden;
Fig. 2 ist eine graphische Erklärung der Funktion der die Kreuzmodulation ausscheidenden Anordnung gemäß
der vorhegenden Erfindung, und
Fig. 3 ist ein vereinfachtes Schaltbild eines Bildwandlergerätes mit einer elektronischen Speicherröhre vom Typ
induzierter Leitfähigkeit und mit einer Schaltung zur Ausscheidung der Kreuzmodulation gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß der obenerwähnte Kollektorstörstrom eine Amplitude besitzt, die
der des Schreibstromes auf dem Schirm proportional ist und daß beide Ströme gleiche Polarität haben, wohingegen
die durch den Lesestrahl verursachten Kollektor- und Schirmströme entgegengesetzte Polarität haben.
In einem Bildwandlergerät, welches eine Speicherröhre vom Typ induzierter Leitfähigkeit enthält, in der ein
Schreibstrahl die Speicherung elektrischer Signale in Form eines LadungsreHefs auf einem metallisierten isolierenden
Schirm ermöglicht und in der ein Lesestrahl die Abnahme der Ausgangssignale, deren Werte den La-
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1
düngen proportional sind, an einer Kollektorelektrode festattet, bestehen die Methode und die Schaltung, in
Jbereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, darin, Signale vom Schirm abzunehmen und diese in einem vorgegebenen
Verhältnis denen, die vom Kollektor abgenommen werden, derart gegenüberzustellen, daß die
Signale, die gleiche Polarität am Schirm und am Kollektor haben, in der Wirkung genügend abgeschwächt oder
praktisch unterdrückt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die von dem Schirm und von dem
Kollektor abgenommenen Signale jeweils einem Gitter einer Doppeltriode zugeführt, deren Kathoden mit einem
gemeinsamen Widerstand verbunden sind. Eine Regelmöglichkeit zur Variation der Verstärkung der einen
Triode ist vorgesehen. Die Ausgangssignale werden an der Anode der anderen Triode abgenommen.
Bezüglich der Zeichnung, in der gleiche Bezugsziffern in den verschiedenen Ansichten benutzt werden, um
gleiche Teile zu kennzeichnen, und speziell bezüglich Fig. 1, die schematisch eine als solche bekannte Speicherröhre
darstellt, bedeutet Ziffer 1 ein auf ein vorgegebenes Vakuum evakuiertes Gefäß, das ein Schreibsystem 2 und
ein Lesesystem 3, die zu beiden Seiten einer Schirmeinheit angeordnet sind, welche, allgemein als 4 bezeichnet,
die Schirmelemente 4', 4" und 4"' umfaßt sowie eine zylindrische Kollektorelektrode 5 enthält.
Der Schirm besteht aus einer dünnen Schicht nichtleitenden Materials 4' von einer Dicke in der Größenordnung
eines halben Mikrons und kann von sehr schnellen Elektronen ohne Zerstörung der Schicht durchdrungen
werden. Die Schicht (4') ist auf der dem Schreibsystem zugekehrten Seite metallisiert (4") und wird durch ein
Metallgitter (4"') getragen, das sehr durchlässig, aus sehr dünnem Draht (etwa 20 Drähte/mm) hergestellt und an
der metallisierten Oberfläche angebracht ist.
Das Schreibsystem 2 enthält eine Elektronenemissionskathode 6, eine Steuer- oder Wehneltelektrode 7 und eine
mit Masse verbundene Anode 8.
Eine regelbare Hochspannungsquelle 9 stellt eine einstellbare Potentialdifferenz zwischen Kathode 6 und
Anode 8 her, die etwa 10 kV betragen soll, während eine Spannungsquelle 10 in Serie mit Widerstand 11 eine
passende negative Spannung der Steuer- oder Wehneltelektrode 7 zuführt, mit dem Koppelkondensator 12 verbunden
ist.
Das Lesesystem 3 enthält eine Elektronenemissionskathode 13, eine Steuer- oder Wehneltelektrode 14 und
eine mit Masse verbundene Anode 15. Eine regelbare Spannungsquelle 16 stellt zwischen Kathode 13 und
Anode 15 eine einstellbare Potentialdifferenz her, die etwa 1,5 kV betragen soll und somit wesentlich geringer ist,
als die Potentialdifferenz, die durch die Spannungsquelle 9 zwischen den Elektroden 6 und 8 erzeugt wird,
während eine Spannungsquelle 17 in Serie mit einem Widerstand 18 der Steuer- oder Wehneltelektrode 14,
bezogen auf die Kathode 13, ein negatives Potential zuführt.
Die metallischen Teile der Schirmeinheit (4" und 4"') sind mit einem Koppelkondensator 19 und einem Ende
eines Widerstandes 20 verbunden, dessen anderes Ende mit Masse verbunden ist.
Die Kollektorelektrode 5 ist an einen Koppelkondensator 21 und einen Widerstand 22 in Serie mit einer
Batterie von etwa 50 V angeschlossen, deren anderer negativer Pol mit Masse verbunden ist.
Obgleich zwar Prinzip und Aufbau von Speicherröhren dieser Art sehr bekannt sind, wird die folgende kurze
Wiederholung ihrer Arbeitsweise für das Verständnis der AOrIiegenden Erfindung für nützlich gehalten:
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Das Schreibsystem 2, das sehr schnelle Elektronen produziert, emittiert einen Elektronenstrahl, der die
Schirmeinheit (4', 4" und 4"') abtastet. Der Abtastvorgang erfolgt mit Hilfe einer geeigneten wohlbekannten
Vorrichtung, die hier nicht gezeigt wird und in ihrer Funktion bekannt ist. Die so vom System 2 emittierten
Elektronen treffen nacheinander auf alle Punkte des Schirmes, den sie, dank der großen Geschwindigkeit, die
sie besitzen, durchdringen. Während dieses Durchgangs wird eine große Zahl von Sekundärelektronen erzeugt,
und der Isolierstoff wird momentan leitend. Elektrische Signale, die dem Eingang 24 und damit dem Koppelkondensator
12 zugeführt werden, modulieren die Intensität des Elelctronenstrahls vom Schreibsystem 2 derart,
daß die dem Lesesystem zugekehrte Seite des Schirmes mit einem Relief von Ladungen, proportional der Stärke
der zugeführten Signale, bedeckt ist.
Das Lesesystem 3 erzeugt ebenfalls einen Strahl schneller Elektronen, wenn auch von geringerer Geschwindigkeit
als die Elektronen des Schreibstrahles. Der Elektronenstrahl des Lesesystems, der eine konstante
Intensität hat, tastet bzw. löscht den Schirm von der nicht metallisierten isolierenden Seite (4') her mit Hilfe
einer hier nicht gezeigten Abtast- oder Löschvorrichtung einer passenden üblichen Ausführung ab. Die Betriebsspannung
des Lesesystems 3 hat dabei einen wesentlich geringeren Wert als die des Schreibsystems 2, so daß die
von dem Lesesystem 3 emittierten Elektronen auf den Schirm (4') auftreffen, ohne denselben zu durchdringen.
Als Ergebnis erzeugen die auf den Schirm 4' auftreffenden Elektronen des Lesesystems eine Sekundäremission von
Elektronen, deren Stärke den Ladungen der vom Strahl getroffenen Teilelemente des Schirmes proportional ist.
Diese Elemente werden dabei nacheinander entladen, und die während dieser Entladungen emittierten Sekundärelektronen
werden von der Kollektorelektrode 5 aufgefangen und bilden in dem Widerstand 22 Ströme, die
Nutzsignale darstellen und deren AmpHtuden denen der Schreibsignale proportional sind, die am Eingang 24 zugeführt
wurden.
Zu den Nutzsignalen im Ausgang addieren sich jedoch Störsignale, die durch unerwünschte Ströme im Kollektor
verursacht sind. In Fig. 1, worin die Wege oder Trajektoren der von den Systemen 2 und 3 ausgesandten Elektronen
schematisch und mit gestrichelten Linien angedeutet sind, ist ersichtlich, daß die Kollektorelektrode 5
zu gleicher Zeit erstens Elektronen der durch den Lesestrahl verursachten Sekundäremission aufnimmt und
zweitens Elektronen auffängt, die entsprechend der Durchdringung des Schirmes durch den Schreibstrahl zu
einem großen Teil durch eine Sekundäremission auf der Fläche 4', die dem Lesesystem 3 gegenüberliegt, ausgelöst
werden. Die ersteren bilden die Nutzsignale, während die letzteren die Störsignale darstellen.
Um die Kreuzmodulation zwischen den Signalen der zwei Strahlen zu unterdrücken oder wenigstens erheblich
abzuschwächen, sieht die vorliegende Erfindung eine Kompensationseinrichtung vor, die in Fig. 1 durch
Kasten 25 schematisch dargestellt ist und der über Kondensator 19 die Spannungen U1 zugeführt werden,
die von dem an 4"' angeschlossenen Ende des Widerstandes 20 abgenommen werden. Über den Kondensator
21 werden die Spannungen U2, die von dem an den Kollektor 5 angeschlossenen Ende des Widerstandes
22 abgenommen werden, zugeführt.
In Fig. 2 stellen U1' und U2' Signale dar, die jeweils
an Schirm 4 und Kollektor 5 zur Zeit der Beschriftung auftreten. U1" und U2" stellen die entsprechenden
Signale dar, die an den gleichen Elektroden während des Ablesens erhalten werden. Es ist zu sehen, daß das
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Verhinderung der Kreuzmodulation bei einer elektronischen Speicherröhre
mit induzierter Leitfähigkeit, die einen Speicherschirm, eine Elektronenquelle zum Erzeugen eines
Schreibstrahles, ferner eine weitere Elektronenquelle zum Erzeugen eines Lesestrahls sowie eine Kollektorelektrode
enthält, an der die Ausgangssignale, deren Amplituden den Ladungen auf dem Speicherschirm
proportional sind, entstehen, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Speicherschirm (4) unmittelbar abnehmbaren
Signale und die an der Kollektorelektrode entstehenden Signale einer Einrichtung zugeführt werden,
in der beide Signale gemischt und derart verstärkt werden, daß diejenigen Signale, die die gleiche Polarität
am Kollektor und am Speicherschirm aufweisen, algebraisch subtrahiert und praktisch ausgelöscht
werden, Signale verschiedener Polarität hingegen addiert werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Verstärker- und
Mischeinrichtung zwei gleiche Triodenröhren enthält, deren Gitter jeweils mit den vom erwähnten Schirm
und vom erwähnten Kollektor abgenommenen Signalen gespeist werden, wobei die Gitter mit einer festen
bzw. einer einstellbaren Spannungsquelle verbunden sind, die Kathoden über einen gemeinsamen Widerstand
an Masse liegen, während eine Gleichspannungsquelle mit ihrem negativen Pol mit der Masse und mit
ihrem positiven Pol, der mit der Anode der einen Triode durch einen Widerstand verbunden ist, an welchem
die verstärkten und gemischten Signale verfügbar sind, an die Anode der anderen Triode angeschlossen
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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