DE1061802B - Verfahren zur Herstellung einer Walzenmasse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer WalzenmasseInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
- B41N7/00—Shells for rollers of printing machines
- B41N7/06—Shells for rollers of printing machines for inking rollers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41N2207/00—Location or type of the layers in shells for rollers of printing machines
- B41N2207/02—Top layers
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- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
DEUTSCHES
In der Praxis ist es geläufig, daß die Kerne der Druckwalzen mit einer elastischen Masse umgössen
bzw. vulkanisiert werden. Besonders die Druckwalzen, welche mit Gelatine umgössen sind, zeigen in der
Praxis den Nachteil, daß sie einer sehr starken Abnutzung unterliegen. Ein besonderer Nachteil dieser
Gelatinemasse ist, daß sie sehr farbaufnahmefähig ist, wodurch sie sich voll mit der' jeweils zu druckenden
Farbe sättigt. Dadurch ist es für das zu bedienende Personal bei Farbwechsel sehr schwierig, die Druckwalzen
so sauber abzuwaschen, daß die Farbe, welche in die Walzenmasse eingedrungen ist, aus selbiger
einwandfrei ausgewaschen wird. Oft ist es nur möglich, die Farbe von der Oberfläche zu entfernen, nicht
aber aus der Walzenmasse selbst.
Bei einer neu anzudruckenden Farbe kommt es daher oft vor, daß die alte in der Masse enthaltene
Farbe sich mit der neu aufgetragenen vermischt, so daß keine einwandfreie Farbhaltung gewährleistet ist.
Die Walzen müssen dann erneut gewaschen werden, um die Masse von den Farbrestbeständen zu reinigen.
Dieser Vorgang kann sich je nach dem Einziehen der gedruckten Farbe in die Walzenmasse mehrfach
wiederholen.
Ein weiterer Nachteil der Gelatinewalzen ist, daß sie sehr temperatur- und feuchtigkeitsempfindlich
sind. Dadurch reißt die Oberfläche leicht und wird spröde, die Lebensdauer der Druckwalzen wird stark
herabgesetzt.
Des weiteren ist es bekannt, Druckwalzen herzustellen unter Verwendung einer plastischen Masse,
die aus Polyvinylverbindungen (Polyvinylchlorid) besteht.
Die aus dieser plastischen Masse hergestellten Druckwalzen haben den Nachteil, daß sie in organischen
Waschmitteln aufquellen, wodurch sie auswaschen und hohl werden.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Paste in Formen, die geschlossen werden, allmählich auf
160° C erwärmt werden muß, um innerhalb der Form zu gelatinieren.
Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung von Druckwalzen bekannt, wo um den Kern einer Druckwalze
eine Hartgummischicht aufvulkanisiert ist, auf deren aufgerauhte Oberfläche ein dünner Überzug, 4-5
bestehend aus Folie oder einer Schicht aus Polyvinylalkohol, aufgetragen wird.
Der Nachteil dieser Druckwalzen besteht darin, daß auf Grund der aufvulkanisierten Hartgummischicht
die elastische Eigenschaft der Druckwalzen, wie sie Gelatinewalzen eigen ist, nicht erreicht wird.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß derartige Walzen nicht gegossen werden können, sondern im
rotierenden Verfahren hergestellt werden müssen, was Verfahren zur Herstellung
einer Walzenmasse
einer Walzenmasse
Anmelder:
Institut für grafische Technik,
Leipzig Cl, Gerichtsweg24B
Leipzig Cl, Gerichtsweg24B
Oskar Pantke und Edith Haudeck, Leipzig,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
eine wesentliche Mehrarbeit zur Herstellung einer Walze erfordert.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch beseitigt, indem eine Walzenmasse für Druckwalzen
vorgeschlagen wird, die aus einem Gemisch von Polyvinylalkohol, Glycerin, Zuckerarten, Wasser,
Salzsäure, Phthalsäureanhydrid und/oder anderen mit Glycerin zur Veresterung führenden Agenzien, die im
gemischten und gekochten, jedoch flüssigen Zustand in die in der Praxis allgemein bekannten Gießvorrichtungen
für Druckwalzen, in welche die Kerne der Druckwalzen gelagert sind, eingegossen wird.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Walzenmasse besteht darin, daß sie sich nicht mit Farbe sättigt,
sondern nur an der Oberfläche Farbe annimmt. Dadurch ist es möglich, daß bei einmaligem Abwaschen
die Farbe von den Walzen schnell, leicht und restlos entfernt werden kann.
Des weiteren ist ein Vorteil, daß mit Hilfe von Salzsäure und Phthalsäureanhydrid eine teilweise
Veresterung des Glycerins herbeigeführt wird, wodurch die Walzenmasse ihre Eigenschaft, hygroskopisch
zu sein, verliert.
Ein anderer Vorteil der Walzenmasse besteht darin, daß durch den Zusatz von Salzsäure und Phthalsäureanhydrid
eine leichte Verhornung an der Oberfläche stattfindet, die zu einer erhöhten Festigkeit
führt.
Weiter ist ein Vorteil, daß durch den Zusatz von Zuckerarten die Walzenmasse eine Zügigkeit erhält,
wodurch eine gute Ansaugfähigkeit der Masse für Druckfarben erreicht wird.
Infolge der beschriebenen Vorteile wird die Oberfläche der um den Kern der Druckwalze gegossenen
Walzenmasse beim Auftragen der Farbe nicht spröde, so daß die Elastizität der Walzenmasse stets erhalten
bleibt. Von besonderem Vorteil ist, daß die Walzenmasse tropische Eigenschaften besitzt. Sie hält einer
Temperaturvariation von —40 bis +70° C stand und
.".:." 909 578/164
Claims (1)
- ist mit allen Walzenwaschmitteln, außer Wasser, abwaschbar.Die Erfindung wird an Hand eines Beispiels näher erläutert.100 Teile Polyvinylalkohol
100 bis 400 Teile Glycerin
200 Teile Wasser
5 Teile Salzsäure(spezifisches Gewicht 1,190)
60 Teile Phthalsäureanhydrid
20 bis 100 Teile Zuckerartenwerden in einem Kessel gemischt und etwa 2 Stunden vorgequollen. Anschließend werden sie dann Vs Stunde bei 110 bis 120° C gekocht, wobei eine teilweise Veresterung des Glycerins stattfindet und das Glycerin seine Eigenschaft, hygroskopisch zu sein, verliert. Der Kochvorgang von 110 bis 120° C wird so lange aufrechterhalten, bis der pH-Wert 4 erreicht ist.Der Anteil der zur Veresterung führenden Agenzien kann auch höher sein als in dem Beispiel angegeben ist.Die gemischte und gekochte, jedoch flüssige Walzenmasse wird in die Zylinder der Gießvorrichtung für Druckwalzen, in denen die Kerne der Druckwalzen eingespannt sind, eingegossen.Erreicht wird dadurch, daß der gesamte Kern derDruckwalzen mit der erfindungsgemäßen Walzenmasse durchweg umgössen wird, so daß dem Zylinder der Gießvorrichtung nach Erkalten der Walzenmasse eine fertige Druckwalze entnommen werden kann.Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung einer Walzenmasse für Druckwalzen, die um den Kern einer Druckwalze innerhalb einer Gießvorrichtung gegossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalzenmasse, bestehend aus Polyvinylalkohol, Glycerin, Wasser und Zuckerarten, mit Salzsäure, Phthalsäureanhydrid -.und/oder anderen mit Glycerin zur Veresterung führenden Agenzien gemischt wird und dieses Gemisch bei einer Temperatur von 110 bis 12O0C gekocht wird, bis der pH-Wert 4 erreicht ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 742 329, 851642.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI13906A DE1061802B (de) | 1957-10-26 | 1957-10-26 | Verfahren zur Herstellung einer Walzenmasse |
| FR1186084D FR1186084A (fr) | 1957-10-26 | 1957-11-15 | Procédé de fabrication d'une masse pour cylindres, notamment pour cylindres d'imprimerie |
| GB4040557A GB850837A (en) | 1957-10-26 | 1957-12-31 | A process of preparing a roller composition for printing rollers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI13906A DE1061802B (de) | 1957-10-26 | 1957-10-26 | Verfahren zur Herstellung einer Walzenmasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1061802B true DE1061802B (de) | 1959-07-23 |
Family
ID=7185578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI13906A Pending DE1061802B (de) | 1957-10-26 | 1957-10-26 | Verfahren zur Herstellung einer Walzenmasse |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1061802B (de) |
| FR (1) | FR1186084A (de) |
| GB (1) | GB850837A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742329C (de) * | 1937-08-04 | 1943-11-29 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Polyvinylverbindungen |
| DE851642C (de) * | 1950-03-28 | 1952-10-06 | Hoechst Ag | Walzen, die gegen die in Druckpasten und Appreturmassen enthaltenen Loesungsmittel bestaendig sind |
-
1957
- 1957-10-26 DE DEI13906A patent/DE1061802B/de active Pending
- 1957-11-15 FR FR1186084D patent/FR1186084A/fr not_active Expired
- 1957-12-31 GB GB4040557A patent/GB850837A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742329C (de) * | 1937-08-04 | 1943-11-29 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Polyvinylverbindungen |
| DE851642C (de) * | 1950-03-28 | 1952-10-06 | Hoechst Ag | Walzen, die gegen die in Druckpasten und Appreturmassen enthaltenen Loesungsmittel bestaendig sind |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB850837A (en) | 1960-10-05 |
| FR1186084A (fr) | 1959-08-13 |
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