DE1061559B - Spruehduese fuer land- und forstwirtschaftliche Zwecke - Google Patents
Spruehduese fuer land- und forstwirtschaftliche ZweckeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprühdüse für land- und forstwirtschaftliche Zwecke, bei der der
Düsenkörper mit einem in eine Blindbohrung auslaufenden Speisekanal versehen ist, der zu einem den
Düsenauslaß bildenden Schlitz führt, der im Düsenkörper quer zum Speisekanal angeordnet ist.
Es wurde schon eine Düse vorgeschlagen; bei der der Düsenkörper mit einem durch ein blindes Ende
begrenzten Speisekanal versehen ist, der zu einem den Auslaß der Düse bildenden und im Düsenkörper quer
zum Speisekanal angeordneten Schlitz führt, um ein flaches Aussprühen einer Flüssigkeit zu erreichen.
Eine solche Düse kann vorwiegend nur benutzt werden, um auf dem Halm stehendes Getreide über
einen senkrecht angeordneten und nach unten gerichteten Schlitz zu besprühen. Es ist auch bekannt,
daß eine als Speisekanal dienende Bohrung etwa rechtwinklig zu einem Schlitz führt, wobei die
Bohrung eine der beiden Schlitzwandungen durchdringt, so daß der Schlitz einen bogenförmigen engen
Auslaß für die Flüssigkeit um einen Teil des Umfanges der Düse bildet.
Es wurde weiter schon eine Sprühdüse vorgeschlagen, die senkrecht angeordnet werden kann und
in ihrer oberen Fläche eine Auslaßmündung aufweist, durch die die Flüssigkeit gegen zwei Ablenkflächen
drückbar ist, die oberhalb der Auslaßmündung abgestützt sind. Durch diese Ablenkflächen wird die
Flüssigkeit seitlich zur Düsenmündung abgelenkt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Sprühdüse zu schaffen, durch die es möglich ist, eine
breite Zerstäubung mit großem Überdeckungswinkel zu erreichen, so daß die Düse eine Zerstäuberanordnung
mit einer Mehrzahl üblicher Sprühdüsen ersetzen kann. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung,
mit einer solchen verbesserten Düse eine gewünschte Verteilung eines Sprühstrahles quer über
den zu besprühenden Bereich zu erreichen.
Die Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Sprühdüse mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch
erreicht, daß die Düse zusätzlich mit einer sich durch den Düsenkörper quer zur Speisebohrung erstreckenden
Bohrung versehen ist, die im wesentlichen in der Schlitzebene liegt und mit dem Schlitz und dem
Speisekanal kommuniziert und einen Durchmesser aufweist, der größer als die Weite des Schlitzes in
unmittelbarer Nähe der Bohrung ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besitzt die querverlaufende Bohrung die Form
zweier Auslaßkanäle, die sich im wesentlichen radial vom Speisekanal zum Außenumfang der Düse erstrecken,
wobei der Schlitz die äußeren Enden der beiden Auslaßkanäle verbindet und auch in den
Speisekanal eindringt, so daß ein bogenförmiger Sprühdüse für Iand- und forstwirtschaftliche Zwecke
Anmelder:
The Dorman Sprayer Company Limited, Cambridge (Großbritannien)
Vertreter: Dr. H. Wilcken, Patentanwalt, Lübeck, Breite Str. 52/54
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 5. August 1955
Frederik Albert Bartlett, Cambridge (Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
enger Auslaß um einen Teil des Umfanges der Düse entsteht.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich der den Düsenauslaß bildende
querverlaufende Schlitz quer über den Speisekanal, während die querverlaufende Bohrung mit dem Schlitz
im wesentlichen über dessen ganze Länge kommuniziert. Der Speisekanal kann so angeordnet werden,
daß er nur durch eine Wandung des Schlitzes hindurchtritt, und aus diesem Grunde ist es vorteilhaft,
den Kanal mit einem flach endenden Bohrer zu schneiden, oder der Speisekanal dringt mit seinem
vollen Durchmesser durch beide Wandungen des Schlitzes, während sich als vorteilhaft herausgestellt
hat, daß die den Speisekanal bildende Bohrung zur Beeinflussung der Gleichmäßigkeit des Sprühstrahles
in die zweite Wandung des Schlitzes einschneidet, ohne voll in diese Wandung einzutreten.
Die Düse kann bei einer Höhe zwischen 45 und etwa ISO cm über dem Erdboden benutzt werden,
wobei der Speisekanal eine horizontale Lage einnimmt und die Mitte des Schlitzes nach unten gerichtet ist.
Entsprechend der gewünschten Breite oder dem gewünschten Deckungswinkel können die beiden Auslaßkanäle
sich diametral gegenüberliegend angeordnet werden, um einen Schlitz zu erreichen, der sich
über 180° des Düsenumfanges erstreckt, wobei der Winkel auch kleiner oder größer sein kann, so daß
die beiden Bohrungen, die die Außenkanten des sprühenden Auslasses bilden, etnweder oberhalb oder
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unterhalb der diametralen Achse der Spitze angeordnet sind.
Vorteilhaft sind die Auslaßkanäle und der Schlitz rechtwinklig zur Achse der Spitze eingeschnitten und
liegen in einer gemeinsamen Ebene.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird sie an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 einen Querschnitt und einen teilweisen Achsschnitt einer Düsenausführung nach der Erfindung,
Fig. 3 und 4 teilweise axiale Schnitte durch zwei weitere Ausführungsformen der Düse,
Fig. 5 und 6 einen Querschnitt und einen teilweisen Axialschnitt einer vierten Ausführungsform der
Düse.
Nach der Ausführung Fig. 1 und 2 ist die Düse 1 zylindrisch ausgebildet und besitzt eine axiale Bohrung
2, der die auszusprühende Flüssigkeit unter Druck zugeführt wird. Diese Bohrung ist am äußeren
Ende geschlossen und ist eine Blindbohrung. Es ist ao verständlich, daß die Bohrung als Alternative auch
durchlaufen kann und dann am äußeren Ende durch einen. .Schraubstopfen od. dgl. verschlossen werden
kann. Das blinde Ende der Bohrung ist mit 3 bezeichnet. Radial zur Düse in einer gemeinsamen
Ebene sind in Nähe des blinden Endes 3 der Bohrung zwei zylindrische Auslaßkanäle 4 gebohrt, und ein
enger Schlitz 5 in Form eines V-Profils mit einem kleinen öffnungswinkel ist in den Außenumfang der
Düse derart eingeschnitten, daß er in die radialen Bohrungen 4 in Nähe deren äußerer Enden eindringt
und gleichzeitig in den mittleren Speisekanal 2. Dies kann dadurch erreicht werden, daß man einen geeigneten
Fräser mit V-Profil von kleinem Winkel quer durch die Düsenspitze 1 laufen läßt, und zwar auf
einem Kreis mit geeignet großem Radius, oder der Fräser kann quer dreimal auf geraden Strecken quer
durch die Spitze geführt werden, z. B. nach Fig 1 zunächst entlang der leicht geneigten Linie 6 zur Herstellung
des linken geneigten Teiles des Schlitzes, dann zurück entlang der Linie 7, die in entgegengesetzer
Richtung geneigt ist, um den rechten Teil des Schlitzes herzustellen, und schließlich horizontal
entlang der Linie 8 in einer solchen Höhe, daß er etwas in den zentralen Speisekanal 2 eindringt, wenn
der zentrale Teil des Schlitzes hergestellt wird.
Es wurde festgestellt, daß mit einer Düse nach der Erfindung, die mit einer Höhe von 45 bis etwa 150 cm
über dem Boden arbeitet und bei der der Kanal 2 horizontal und der Schlitz 5 vertikal abwärts gerichtet
ist, ein breiter Sprühstrahl erreicht wird, in dem die Verteilung der Sprühflüssigkeit weitgehend gleichmäßig
über die Breite des Sprühstrahles ist, und daß die Tropfgrößen der Sprühflüssigkeit, die zu den
äußeren Enden des Strahles gerichtet sind, größer sind als diejenigen, die näher zur Mitte liegen, womit
das Abtreiben der Sprühflüssigkeit bei windigem Wetter reduziert wird.
Verschiedene Einzelheiten der Düse können innerhalb des Erfindungsgedankens verändert werden. So
können die beiden Auslaßkanäle 4, die diametral einander gegenüberliegend gebohrt sind, so gebohrt werden,
daß sie einen Winkel einschließen, der kleiner oder größer als 180° ist.
In einer praktischen Ausführung der beschriebenen Düse, zu der festgestellt wurde, daß sie einen sehr
guten breiten Sprühstrahl liefert, wenn sie mit einem Flüssigkeitsdruck zwischen 2 und 3 kg/cm2 benutzt
wird und unter diesen Bedingungen eine Menge von etwa 6,75 l/4000m2 bei einer Geschwindigkeit von
etwa 16 km/Std. liefert, beträgt der Außendurchmesser der Düse etwa 6 mm, der Durchmesser der
Speisebohrung etwa 2,3 mm und der Querbohrung 4 etwa 0,7 mm, während die Breite des Schlitzes 5
am engsten Teil etwa 0,25 mm und der Erweiterungswinkel 5° ist.
In der abgeänderten Düsenausführung nach Fig. 3 ist die Speisebohrung 12 im Düsenkörper 2 mit einem
flach endenden Bohrer gebohrt, so daß die Außenseite des Schlitzes 15 nicht getroffen wird. Dieser Schlitz
besitzt parallele Wandungen und ist in einer geraden Linie quer zur Düse mit einer Tiefe geschnitten, die
über die Mitte der Speisebohrung 12 hinausgeht, wo der Schlitz eine Seite einer Querbohrung 14 über die
ganze Länge dieser Querbohrung durchdringt. Der Durchmesser der Bohrung 14 ist. etwas größer als die
Breite des Schlitzes 15, und während der Schlitz in die Bohrung über die Länge derselben auf einer Seite
der Bohrungsachse eindringt, tut er dies nicht in der zur Achse gegenüberliegenden Wandung der Bohrung
14. Der Speisekanal 12 besitzt an seinem Ende einen erweiterten Teil 12 a, wo er mit einer Speiseleitung
der Sprühflüssigkeit verbunden wird. Eine Düse dieser Form wurde hergestellt mit einem Durchmesser der
Speisebohrung 12 von etwa 1,66 mm, dem Durchmesser der Querbohrung von etwa 0,75 mm, der Breite
des Schlitzes von etwa 0,55 mm, und wenn sie mit einem »Knappsack«-Sprüher bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 3,2 km/Std. und einem Arbeitsdruck von etwa 2 kg/cm2 benutzt wird, wurde festgestellt,
daß etwa 6,75 1/4000 m2 über eine Breite von etwa 6,3 m gebraucht werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. 4 besteht die Sprühdüse aus einem
Körper 20 mit einem zentralen . Speisekanal 22, der mit dem Schlitz 25 und der Querbohrung 24 kommuniziert.
Der Schlitz besitzt parallele Wandungen, und der zentrale Speisekanal ist mit einem flach endenden
Bohrer gebohrt, wodurch er nur eine Seite des Schlitzes und der Querbohrung durchdringt. Damit
die Düse eine größere Menge von Sprühflüssigkeit verarbeiten kann, ist ein besonderer Speisekanal 29
zur Speisung der Querbohrung 24 vorgesehen. Die Speisekanäle 22 und 29 kommunizieren beide mit dem
Düsenraum 21.
In einer Düse der vorbeschriebenen Art besitzt der Schlitz 25 eine Breite von etwa 1,2 mm, der Hauptspeisekanal
22 einen Durchmesser von etwa 0,5 mm und der gesonderte Speisekanal 29 einen Durchmesser
von etwa 0,25 mm, ebenso wie die Querbohrung 24. Wenn sie bei einem Druck von etwa 3 kg/cm2 benutzt
wird, ist diese Düse in der Lage, Sprühflüssigkeit in einer Menge von 441/4000 m2 zu liefern, und dies ergibt
eine Sprühbreite von 9 m und eine Arbeitsgeschwindigkeit von 8 km/Std.
In einer weiteren Ausführungsform der Sprühdüse nach Fig. 5 und 6 ist ein Düsenkörper 30 mit einem
zentralen Speisekanal 32 vorgesehen, der einen Schlitz 35 mit parallelen Seiten und einen besonderen Speisekanal
39 zur Speisung einer Querbohrung 34 speist. Die Speisekanäle 32 und 39 kommunizieren beide mit
dem Düsenraum 31. Diese Düse enthalt auch ein weiteres Merkmal in Form einer kurzen Brücke 33, die
quer über den Mittelteil der Querbohrung angeordnet ist. Der Zweck dieser Brücke 33 besteht darin, eine
Mischung zwischen der Strömung der Flüssigkeit in der Querbohrung 34 und der Flüssigkeit zu verhindern,
die aus dem Schlitz 35 herauskommt, und zwar innerhalb der Düse, und sie ermöglicht, daß die Sprühbreite
der Düse von etwa 9 m ohne Anwendung einer
Claims (11)
1. Sprühdüse für land- und forstwirtschaftliche Zwecke, bei der der Püsenkörper mit einem in eine
Blindbohrung auslaufenden Speisekanal versehen ist, der zu einem den Düsenauslaß bildenden
Schlitz führt, der im Düsenkörper quer zum Speisekanal angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse zusätzlich mit einer sich durch den Düsenkörper (1) quer zur Speisebohrung (2)
erstreckenden Bohrung (4) versehen ist, die im wesentlichen in der Schlitzebene liegt und mit dem
Schlitz (5) und dem Speisekanal (2) kommuniziert und einen Durchmesser aufweist, der größer als
die Weite des Schlitzes in unmittelbarer Nähe der Bohrung ist.
2. Sprühdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrung (4) die Form
zweier Auslaßkanäle besitzt, die sich im wesentlichen radial von der Speisebohrung (2) zum
Außenumfang der Düse erstrecken, und daß der Schlitz (5) die Außenenden dieser beiden Auslaßkanäle
verbindet und den Speisekanal schneidet, so daß ein bogenförmiger enger Auslaß um einen
Teil des Düsenumfanges entsteht.
3. Sprühdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschlitz (5) quer über
den Speisekanal erstreckt und die Querbohrung (4) im wesentlichen über die Länge des Schlitzes mit
dem Schlitz kommuniziert.
4. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrung am
inneren Ende des Schlitzes so angeordnet ist, daß der Schlitz die Bohrung nur auf einer Seite ihrer
Achse durchdringt.
5. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisekanal nur
eine Wandung des Schlitzes durchdringt.
6. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen des
Schlitzes parallel sind.
7. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrung als
bogenförmiger oder winklig angeordneter Kanal ausgebildet ist.
8. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine besondere Speisebohrung
zu der Querbohrung vorgesehen ist.
9. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Brückenstück
quer über den Mittelteil der Querbohrung angeordnet ist, um eine Mischung der Strömung der
Flüssigkeit in der Bohrung mit der Flüssigkeit aus dem Schlitz zu verhindern.
10. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbohrung und
der Schlitz rechtwinklig zu der Achse der Düsenspitze eingeschnitten sind und in einer gemeinsamen
Ebene liegen.
11. Sprühdüse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisekanal
einen weiteren Teil zur Verbindung mit der Speiseleitung und einen engeren Teil zwischen
diesem weiteren Teil und dem Schlitz aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 843 528, 924 064.
Deutsche Patentschriften Nr. 843 528, 924 064.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 577/122 7.59
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