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DE1061082B - Messgeraet zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstueckes - Google Patents

Messgeraet zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstueckes

Info

Publication number
DE1061082B
DE1061082B DEP15457A DEP0015457A DE1061082B DE 1061082 B DE1061082 B DE 1061082B DE P15457 A DEP15457 A DE P15457A DE P0015457 A DEP0015457 A DE P0015457A DE 1061082 B DE1061082 B DE 1061082B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpiece
measuring device
feeler
measuring
measured
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP15457A
Other languages
English (en)
Inventor
Leonard Wilfred Nickols
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Power Jets Research and Development Ltd
Original Assignee
Power Jets Research and Development Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Power Jets Research and Development Ltd filed Critical Power Jets Research and Development Ltd
Publication of DE1061082B publication Critical patent/DE1061082B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/20Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring contours or curvatures
    • G01B5/204Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring contours or curvatures of screw-threads

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Meßgerät zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstückes Die Erfindung betrifft ein Meßgerät zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstückes, welches für jede zu messende Dimension ein in Richtung der Abmessung bewegliches Tastglied, ein in einem bestimmten Abstand vom Werkstück gehaltenes Anzeigegerät und als Kupplung zwischen einem Tastglied und dem Anzeigegerät mehrere Übertragungssysteme aufweist, und ihr liegt vor allem die Aufgabe zugrunde, an Schaufelfüßen von Turbinenschaufeln befindliche seitliche Einschnitte, die zum Festlegen der Schaufeln am Turbinenlaufrad dienen, möglichst schnell und zuverlässig auf ihre richtigen Abmessungen hin zu prüfen.
  • Zur Beschleunigung und Erleichterung -des Messens von Längenmaßen an Massenteilen, wie z. B.
  • Einspritzdüsen, sind bereits Meßgeräte mit einem nach Art eines Revolverkopfes drehbaren Werkstückhalter bekanntgeworden, der entlang seinem Umfang eine ganze Anzahl der zu prüfenden Werkstücke trägt und mit einem einzigen Anzeigegerät des Meßgerätes zusammenarbeitet. Jedes entlang dem Umfang des drehbaren Halters festgelegte Werkstück steht dabei mit einem Tastglied in Berührung, welches eine bestimmte andere Abmessung als die übrigen Tastglieder des Halters messen soll. Hat der Halter insgesamt z. B. zehn Werkstückaufnehmer (Einspannvorrichtungen), so kann er zur Messung von zehn verschiedenen Abmessungen eines Werkstückes verwendet werden, wobei die Messung jeweils an- dem Tastglied erfolgt, welches im Verlauf der Drehung des Halters gerade mit dem Anzeigegerät gekuppelt ist. Nachteilig ist bei einem solchen bekannten Meßgerät jedoch, daß bei einer Umdrehung des Halters die unterschiedlichen Abmessungen lediglich an unterschiedlichen Werkstücken geprüft werden können, so daß jedes Werkstück vielfach umgespannt werden muß, bis an ihm selbst die gewünschten Messungen beendet sind.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Mängel zu beheben und ein eingangs genanntes Meßgerät so zu vervollkommnen, daß eine Vielzahl von Abmessungen eines einzigen Werkstückes an diesem ohne jegliches Umspannen in einem einzigen Arbeitsgang geprüft werden kann.
  • Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß Antriebsmittel vorgesehen sind, um die Tastglieder relativ zum Werkstück in einem geschlossenen Kreislauf zu bewegen und aufeinanderfolgend je mit einer anderen zu messenden Oberfläche in Verbindung zu bringen, und daß jedes Tastglied während der Abtastung einer zu messenden Oberfläche zugleich an das Anzeigegerät angeschlossen ist. Auf diese Weise kann beim Vorbeibewegen der Tastglieder an den zu messenden Oberflächen am Meßgerät fortlaufend abgelesen werden, ob bzw. welche tatsächlichen- Abweichungen von den Sollwerten der Abmessungen bestehen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Meßgerät sind das Werkstück und~ das Anzeigegerät -vorzugsweise feststehend und die Tastglieder und die Ubertragungssysteme entlang einem Kreisbogen rotierend angeordnet, wobei jedes Übertragungssystem zweckmäßig eine im wesentlichen aus zwei nebeneinander angeordneten dünnen Blattfedern bestehende Verbindungsstrebe aufweist, die außerdem mit Mitteln versehen ist, um die Blattfedern zur genauen Einstellung der Länge der Verbindungsstreben nach Belieben in kleinen Grenzen auszubiegen. Eine - solche Einstellung der Länge der Verbindungsstreben läßt sich schnell, einfach und doch zuverlässig durchführen. Die Antriebsmittel für die Tastglieder umfassen gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einen Antriebsmotor und außerdem Mittel, um die Drehzahl des Antriebsmotors-und damit die Bewegungsgeschwindigkeit der Tastglieder - so zu ändern, daß sich die letzteren schnell bewegen, solange sie sich außer Eingriff mit einem Werkstück befinden und langsam bewegen, während sie mit dem Werkstück im Eingriff sind.
  • Gemäß einer auf die Messung von Schaufelfüßen von Turbinenschaufeln abgestellten-Ausführungsform der Erfindung ist dabei vor allem angestrebt, alle schnitlLe der einen Seite des Schaufelfußes schnell und zuverlässig in einem eiiizXen Arbeitsgang messen zu können. Dabei sind Haltevorrichtungen für die Schaufeln vorgesehen und derart angeordnet, daß die Flanken der Einschnitte des Schaufelfußes in Be wegungsrichtung der Tastglieder liegen. Im einzelnen weist die Haltevorrichtung dabei ein an einer Grundplatte befindliches Führungsstück und ein zweites, als Klemmstück ausgeführtes und gegen das erstgenannte Führungsstück verschiebbares Führungsstück auf, wobei beide Führungsstücke in gegenüberliegende Einschnitte des Schaufelfußes eingreifen und das bewegliche, als Klemmstück ausgebildete Führungsstück durch Spannmittel derart gegen das andere Führungsstück vorgespannt ist, daß der Schaufelfuß zwischen den beiden Führungsstücken fest eingespannt ist.
  • Das erfindungsgemäße Gerät erlaubt also eine schnelle und zuverlässige Messung einer Anzahl unterschiedlicher Abmessungen eines einzigen Werkstückes in einem einzigen Arbeitsgang, d. h. z. B. während einer einzigen Umdrehung des die Tastglieder bewegenden Systems. Die in ihrer Länge genau einstellbaren Verbindungsglieder erlauben dabei eine einfache und doch genaue Anpassung der Tastglieder an die jeweiligen Meßstellen.
  • Die Verwendung eines Antriebsmotors mit unterschiedlich geregelter Drehzahl ermöglicht es, die zur Durchmessung eines Werkstückes benötigte Zeit auf ein Minimum zu beschränken und somit eine große Zahl von Werkstücken in verhältnismäßig kurzer Zeit zu prüfen. Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung erlaubt eine genaue Ausrichtung der Werkstücke bzw. Schaufeln gegenüber den Tastgliedern und außerdem auch eine schnelle Abnahme des Werkstückes nach den Messungen, wodurch schließlich auch die Zeiten zum Abspannen gemessener und Einspannen neuer Werkstücke auf ein Minimum herabgesetzt werden.
  • In der Zeichnung ist eine zweckmäßige Ausführung eines zur Messung von Schaufelfüßen von Turbinenschaufeln vorgesehenen erfindungsgemäßen Meßgerätes als Beispiel näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 das Meßgerät in einem Grundriß, Fig. 2 eine Seitenansicht des Meßgerätes (Teile desselben sind geschnitten dargestellt), Fig. 3 einen Teilausschnitt der Fig. 2 in vergrößertem Maßstab (in einem radial zum Meßgerät geführten Schnitt), Fig. 4 einen Einzelteil der Fig. 3 in einer abgewandelten Ausführung (in einem Längsschnitt), Fig. 5 eine Vorrichtung zur Einstellung des Meßgerätes in Seitenansicht, Fig. 6 einen Teilausschnitt einer abgewandelten Meßgerätausführung in einer nochmals vergrößerten Seitenansicht, Fig. 7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII der Fig. 6 (bei entferntem Werkstück und Werkstückhalter) Fig. 8 eine schematische Grundriß darstellung einer weiterhin abgewandelten Ausführung des Meßgerätes.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine senkrecht angeordnete Säule 11 an ihrem unteren Ende auf einen kleineren Durchmesser abgesetzt und mit dem abgesetzten Teil genau in eine entsprechende Bohrung einer Grundplatte 12 eingesetzt und an der Grundplatte mittels eines von unten durch die Grundplatte in den abgesetzten Teil der Säule 11 einge-Schraubten Bolzens 13 befestigt. An der Säule 11 ist mittels glatter Lagerbuchsen 14 ein Zylinder 15 dreh- bar gelagert, wobei das Gewicht des Zylinders und der von diesem getragenen weiteren Teile auf die Grundplatte 12 mittels eines Axialkugellagers 16 übertragen wird. Da dieses Lager die Lage des Zylinders und der mit ihm verbundenen Teile festlegt, von denen die Genauigkeit der Messung abhängt, muß es sehr genau ausgeführt sein, wobei es außerdem zweckmäßig ist, daß der Zylinder stets gegen das Lager angedrückt wird. Dieses Andrücken kann bei einem dem gezeigten Ausführungsbeispiel entsprechend ausgebildeten Meßgerät mit senkrecht angeordnetem Zylinder durch das Gewicht des Zylinders und der an ihm befindlichen Teile bewirkt werden. Aus Sicherheitsgründen kann auch noch eine Schraubenfeder 17 vorgesehen sein, die den Zylinder nach unten drückt.
  • An der äußeren Mantelfläche des Zylinders 15 befinden sich - gleichmäßig verteilt - so viele abgefräste Flächen 18, wie Meßstellen an dem zu messenden Werkstück vorhanden sind - in dem gezeigten Ausführungsbeispiel fünf, und an jeder Abflachung ist nahe deren oberem und unterem Ende je ein Querstück 19 vorgesehen, welches jeweils zur Befestigung zweier Blattfedern 21 dient. Dabei sind die beiden Blattfedern 21 jeweils symmetrisch zu dem an dieser Stelle befindlichen Radius des Zylinders 15 in V-Form (vgl. Fig. 1) angeordnet, wobei sich die Spitze des V jeweils außen befindet. An den Spitzen der entsprechenden oberen und unteren Blattfederpaare ist je ein Anschlußstück 22, 23 befestigt, und beide übereinanderliegenden Anschlußstücke sind durch eine mit 24 bezeichnete Verbindungsstrebe miteinander verbunden. Das untere Anschluß stück 23 weist in ge eigneter Höhe eine Querbohrung auf, in der ein Tastglied 25 geführt ist, welches zu seiner Einstellung durch eine an seinem inneren Ende angreifende Stellschraube 26 mehr oder weniger aus der Bohrung herausbewegbar ist (vgl. Fig. 3). Das vorstehende Ende des Tastgliedes 25 ist abgerundet, wodurch ihm eine Führung gegenüber der zu messenden Fläche verliehen wird, und es ist weiterhin an seinem Oberteil abgeschrägt, damit es leicht in die Einschnitte des Werkstückes eingeführt werden kann. Die unmittelbar zur Messung dienende Stelle des Tastgliedes kann aus gehärtetem Stahl bestehen, oder sie kann dort mit einer aus besonders widerstandsfähigem Werkstoff bestehenden Auflage, z. B. aus Wolframkarbid oder Stellit, versehen sein.
  • Das obere Anschluß stück 22 trägt zur Zusammenwirkung mit dem Anzeigegerät ein nachstehend noch beschriebenes, z. B. als Stahlkugel 27 ausgebildetes Glied. Die V-förmig angeordneten Blattfedern 21 und Verbindungsstreben 24 bilden gemeinsam ein Gestänge, das in senkrechter Richtung frei beweglich, in allen anderen Richtungen jedoch sehr steif ist. Damit dieses Gestänge an einer Bewegung nach unten durch sein Eigengewicht verhindert ist, wenn das Tastglied 25 sich nicht im Eingriff mit einem Werkstück befindet, ist unter dem unteren Anschlußstück 23 ein einstellbarer senkrechter Anschlag 28 vorgesehen, der z. B. zweckmäßig an einer Riemenscheibe 29 befestigt sein kann. Dabei dient die z. B. mit einer V-förmig vertieften Umfangsfläche versehene Riemenscheibe 29 in Verbindung mit einem Riemen 32 und z. B. einem Antriebsmotor 31 (vgl. Fig. 2) zur Drehung des Zylinders 15 um die Säule 11. ZurAufnahme eines Teiles des Gewichtes der Teile des genannten Gestänges kann eine Blattfeder 33 unter Vermittlung eines geeigneten Kupplungsteiles, z. B. einer Kugel 34, von unten an dem oberen Anschluß stück 22 angreifen (vgl. Fig. 3). In diesem Falle ist die Blattfeder 33 an einem am Zylinder 15 schwenkbar gelagerten Arm 35 befestigt, der mittels einer Schraube 36 gegen die äußere Fläche des Zylinders 15 anliegt, wodurch die Vorspannung der Blattfeder 33 durch entsprechendes Verdrehen der Schraube 36 in der gewünschtenWeise eingestellt werden kann (vgl. Fig. 2 und 3).
  • Am oberen Ende der Säule 11 befindet sich ein um die Säule drehbarer Ausleger 37. Dieser Ausleger ist an einer Stelle 38 geschlitzt und mit einer Klemmschraube 39 versehen, so daß er jeweils in einer gewünschten Stellung an der Säule 11 festgeklemmt werden kann. Am äußeren Ende des Auslegers befindet sich ebenfalls eine geschlitzte Bohrung41, in welcher der Schaft eines z. B. als Meßuhr ausgebildeten Anzeigegerätes 42 von geeigneter Empfindlichkeit mittels einer Schraube 43 festgeklemmt werden kann.
  • Unterhalb des Anzeigegerätes ist auf der Grundplatte 12 in einerSchwalbenschwanzführung ein Werlcstückhalter 45 derart verschiebbar gelagert, daß der Werkstückhalter tangential zu den von den Tastgliedern beschriebenen kreisförmigen Bewegungen verschoben und eingestellt werden kann. Die Schwalbenschwanz führung besteht aus einem an der Grundplatte 12 befestigten Führungsstück 46 und gegenüberliegend aus einem entsprechenden Führungsstück 47, welches seinerseits in einer an der Grundplatte festen Führung 47' gelagert und in üblicher Weise z. B. mittels einer Feststellschraube 47" nach dem festen Führungsstück 46 hin gegen den Werkstückhalter 45 gespannt werden kann. Die obere Seite des Werkstückhalters 45 liegt gegenüber der Grundplatte 12 derart schräg, daß ein Schaufelfuß 48, der mit seiner Achse senkrecht zu dieser oberen Fläche des Werkstückhalters 45 an demselben in nachstehend noch beschriebener Weise festgehalten ist, mit den nach der mittleren Säule 11 des Meßgerätes hinweisenden Druckflächen 48' seiner sägezahnartigen Einschnitte horizontal liegt. Die an der genannten oberen Fläche des Werkstückhalters 45 befindliche Spannvorrichtung für das Werkstück weist an der nach der Säule 11 zu gelegenen Seite zwei mit geringem Abstand nebeneinander angeordnete, feststehende, nach der Achse des Schaufelfußes zu V-förmig abgeschrägte und etwa insgesamt je die Form eines Ambosses aufweisende Führungsstücke 49 auf, die in den ihnen zugewendeten untersten Einschnitt des Schaufelfußes 48 eingreifen, und gegenüberliegend ein einzelnes nach dem Schaufelfuß hin gleich ausgebildetes Klemmstück 51, das an einer zwischen den beiden Führungsstücken 49 gelegenen Stelle unter der Vorspannung einer Schraubenfeder 52 in den untersten Einschnitt an der Rückseite des Schaufelfußes 48 gespannt wird. Das Klemmstück 51 ist außerdem an einem seinerseits im Werkstückhalter 45 schwenkbar gelagerten Hebel 53 angelenkt, mit dessen Hilfe es unter Überwindung der Kraft der Schraubenfeder 52 zum Einsetzen und Herausnehmen des Werkstückes zurückgezogen werden kann. Die V-förmigen Spitzen der Führungsstücke 49 und des Klemmstückes 51 sind ausreichend abgerundet oder abgestumpft, damit ein Anliegen der eigentlichen Spitzen im Grunde der Einschnitte vermieden wird.
  • Es ist zu beachten, daß die einzelnen Tastglieder 25 in den verschiedenen unteren Anschlußstücken 23 in einer der jeweils zu messenden Fläche zugeordneten Höhe und Lage gehalten sind. Dadurch können alle Verbindungsstreben 24 und Anschlußstücke 22, 23 in gleicher Länge ausgeführt sein. Zur Ermöglichung einer Grobanpassung kann jede Verbindungsstrebe 24 mit dem zugehörigen oberen Anschluß stück 22 über eine Schraube 54 verbunden sein, die durch einen Längsschlitz 55 eines oberen Endstückes 56 der Verbindungsstrebe greift, wobei die Grobeinstellung durch eine entsprechende relative Verschiebung der Schraube 54 in dem Endstück 56 erfolgen kann, während die Feineinstellung dadurch erfolgen kann, daß der Hauptteil jeder Verbindungsstrebe aus zwei dünnen Blattfedern 57 besteht, die in ihrer Mitte durch eine Querschraube 58 entgegen der Wirkung einer die Schraube 58 umgebenden Schraubenfeder 59 ausbiegbar sind. Eine solche Einstellung ist außerordentlich genau, weil sie mit dem Verstellbereich der Querschraube 58 einen sehr wesentlichen günstigen Feineinstellbereich aufweist. Es kann z. B. mit Blattfedern 57 von einer freien Länge von 56 mm ein Längenbereich von 0,127mm mit einer Genauigkeit von 0,00025 mm eingestellt werden. Die Enden der beiden -Blattfedern sind oben an dem Endstück 56 und unten unmittelbar an dem unteren Anschlußstück 23 festgespannt. Die zur Einstellung dienende Querschraube 58 kann außer in entsprechenden Bohrungen der Blattfedern57 in Verstärkungsscheiben 61 gelagert sein, die an den Blattfedern mittels eines selbsthärtenden Kunstharzklebstoffes, z. B. Epoxydharz, befestigt sind.
  • Um eine Abnutzung am Taststößel des Anzeigegerätes 42 zu vermeiden, kann sein freies Ende mit einer Tastfläche aus besonders widerstandsfähigem Werkstoff, z. B. Wolframkarbid, versehen sein. Fig. 3 zeigt eine solche Tastfläche 62 an einem besonderen Anschlußstück 63, welches auf das freie Ende des Taststößels des Anzeigegerätes aufgeklemmt ist. In einer abweichenden Ausführung gemäß Fig. 4 kann ein solches Anschlußstück auch mit einem kleinen Kugellager 65 versehen sein, welches auf der Kugel 27 an dem oberen Anschlußstück 22 aufliegt. Diese Ausführung ist nicht ganz so genau wie die Ausführung mit einer am Anschlußstück 63 befindlichen festenAnschlagfläche 62 aus verschleißfestem Material, da eine gewisse Ungenauigkeit schon durch nur geringfügige Unrundheiten der inneren oder äußeren Kugellaufbahnen des Kugellagers 65 eintreten kann.
  • Zur Einstellung des Meßgerätes dient eine in Fig. 5 dargestellte Einstellehre, die aus einem Vierkantblock 66 besteht, auf dem eine Anzahl Platten 67 mittels eines Klemmbügels 68 gehalten ist, wobei zwischen den Block 66 und die Platten 67 Endmaße69 von geeigneter Stärke eingeschoben sein können. Die oberen und unteren Flächen des Blockes und der Platten sowie selbstverständlich auch der Endmaße sind genau eben und parallel zueinander, z. B. durch Läppen, ausgeführt. Die Höhe des obersten Endmaßes 69 wird genau so hoch eingestellt, wie sich die Grundfläche der zu messenden Schaufelfüße oberhalb der Grundfläche des Werkstückhalters 45 befinden soll.
  • Die Stärke jeder der oberen Platten 67 ist gleich dem gegenseitigen Abstand der Einschnitte des Schaufelfuß es 48, gemessen in der Richtung senkrecht zu deren Druckflächen 48'. Die Platten 67 sind an ihren zur Justierung dienenden Kanten 70 abgeschrägt und derart aufeinandergelegt, daß diese Kanten zickzackförmig aneinander anschließen. Wird der Werkstückhalter 45 durch die so vorbereitete Einstellehre ersetzt, so befinden sich die jeweils oberen Flächen der letztgenannten Kanten 70 in derselben Höhe oberhalb der Grundplatte 12 wie die Druckflächen48' eines exakten, im Werkstückhalter gehaltenen Schaufelfußes 48.
  • Der Zylinder 15 wird zur Vorbereitung der Messungen gedreht, bis sein unterstes Tastglied 25 sich in der Meßstellung (vgl. Fig.3) befindet, wobei es an der zugehörigen Justierfläche bzw. Kante 70 der Einstelllehre unmittelbar unter dem Anzeigegerät 42 anliegt.
  • Mittels der den Schlitz 55 des oberen Endstückes 56 durchsetzenden Schraube 54 wird die Länge der zugehörigen Verbindungsstrebe 24 zunächst so einge stellt, daß der Zeiger des Anzeigegerätes in eine zwischen seinen beiden Endstellungen befindliche Stellung gelangt und somit eine bestimmte - annähernQ gewünschte - Zeigerstellung erzielt ist. Die Feineinstellung der Verbindungsstrebe 24 erfolgt dann mittels der Querschraube 58 so lange, bis eine Nullanzeige des Zeigers (in der Mitte der Skala) erreicht ist. Der senkrechte Anschlag 28 unterhalb des unteren Anschlußstückes 23 wird dann derart eingestellt, daß sich seine Oberkante 0,05 mm unterhalb des in der Meßstellung befindlichen unteren Anschlußstückes 23 befindet. Eine gleiche Einstellung wird auch für alle anderen Tastglieder vorgenommen.
  • Zur Durchführung der Messungen wird die Einstellehre durch den mit einem Schaufelfuß versehenen Werkstückhalter ersetzt. Wird dann der die einzelnen Tastglieder tragende Zylinder 15 gedreht, so können an dem Zeiger des Anzeigegerätes die Abweichungen der Lagen der einzelnen Druckflächen 48' (vgl. Fig. 3) gegenüber den Sollagen in bezug auf die als Ausgangsbasis dienende unterste Druckfläche des Schaufelfußes abgelesen werden.
  • Während der Messungen wird der Zylinder 15 von dem Motor 31 aus mittels des Antriebsriemens 32 ge dreht. Ein Widerstand 71 im Stromkreis des Elektro motors ist dabei während der Zusammenwirkung jedes Tastgliedes mit dem Werkstück eingeschaltet und verlangsamt dabei die Drehzahl des Elektromotors und damit die Drehgeschwindigkeit des Zylinders 15, wogegen die Drehgeschwindigkeit des Zylinders 15 größer ist, wenn die Tastglieder außer Eingriff mit dem Werkstück sind. Die entsprechende Beschleunigung wird durch an der Riemenscheibe 29 befindliche Nocken 72 bewirkt, die in diesem Bereich den Betätigungsarm eines Schalters 73 betätigen, der den Widerstand 71 kurzschließt. Um eine solche veränderliche Drehgeschwindigkeit des Zylinders 15 herbeizuführen, müssen die Abstände der einzelnen Tastglieder voneinander, wie es bei den gezeigten Ausführungsbeispielen der Fall ist, gleich groß sein. Nach einer vollen Umdrehung des Zylinders 15 und damit nach der Vollendung eines vollständigen Kreislaufes der Meßgeräte wird das Werkstück ausgewechselt und die Messung in Verbindung mit dem nächsten Werkstück wiederholt. Bei einer geeigneten Wahl der genannten Drehgeschwindigkeit des Zylinders 15 herbeizuführen, stück leicht in dem zwischen dem Eingreifen zweier aufeinanderfolgender Tastglieder vorhandenen Zeitintervall ausgetauscht werden, ohne daß der Elektromotor 31 stillgesetzt werden muß.
  • Im Falle der Durchführung der beschriebenen Messungen an den Schaufelfüßen von Turbinenschaufeln kann während einer Umdrehung des Zylinders 15 nur die eine Seite jedes Schaufelfußes gemessen werden.
  • Die Einschnitte an der anderen Seite jedes Schaufelfußes können jedoch ebenso gemessen werden, wenn das Werkstück in dem Werkstückhalter 45 vorher herumgedreht wird.
  • In einigen Fällen ist es zweckmäßig, die Einschnitte in den Schaufelfüßen von Turbinenschaufeln in bezug auf die Mitte des untersten Einschnittes zu messen.
  • Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Abänderung des erfindungsgemäßen Meßgerätes, welche solche Messungen zuläßt. Hierzu müssen die Schaufelfüße senkrecht ge- halten werden, wozu jedoch die oben beschriebene Spannvorrichtung 49, 51, 5Z, 53 verwendet werden kann, wenn der Werkstückhalter 45 mit seiner oberen Fläche horizontal liegt. In diesem Fall trägt das untere Anschlußstück ein Tastglied 25 a, welches an zwei senkrecht parallel zueinander angeordneten Platte federn 74 gehalten ist, so daß es in waagerechter Richtung frei beweglich, jedoch in allen anderen Richtungen unbeweglich ist. Bei der Drehung des Zylinders 15 und der an ihm befindlichen Teile greift das Tastglied 25a in den zu messenden Einschnitt ein, wobei es die Blattfedern 74 bis zur Anlage an beiden Seitenflächen des Einschnittes in diesen hineindrücken. Die Einstellehre kann in diesem Fall aus einer Turbinenschaufel bestehen, deren Schaufelfußeinschnitte bekannte Abweichungen von den Sollabmessungen haben, und diese Abweichungen können bei der Längeneinstellung der Verbindungsstreben 24 entsprechend berücksichtigt werden.
  • Es ist zu beachten, daß mit dem Meßgerät gemäß den Fig. 1 bis 3 sowie 6 und 7 bei an der Grundplatte i2 festgespanntem Werkstückhalter 45 nur jeweils ein Punkt an jedem Einschnitt des Schaufelfußes gemessen werden kann. Verschiedene derartige Punkte können jedoch gemessen werden, wenn der Werkstückhalter 45 in seiner Schwalbenschwanzführung 46, 47 entsprechend verschoben wird.
  • Mit dem vorstehend beschriebenen Meßgerät kann je Umdrehung des Zylinders i5 lediglich ein Werkstück gemessen werden. Wenn jedoch an dem Meßgerät zusätzliche Stellen mit je einem Werkstückhalter und Spannvorrichtungen für ein zusätzliches Werkstück und darüber je ein zugehöriges Anzeigegerät angeordnet werden, können mit jeder Umdrehung des Zylinders auch die in die zusätzlichen Werkstückhalter eingespannten Werkstücke gleichzeitig gemessen werden. Wird dabei der Zylinder 15 mit stets gleichbleibender Drehgeschwindigkeit gedreht, so können zwischen den einzelnen Meßstellen beliebige Abstände bestehen bzw. Winkel eingeschlossen sein; wird jedoch zwischen zwei aufeinanderfolgenden Meßstellen bzw.
  • Eingriffsstellen der Tastglieder in das Werkstück eine regelbare unterschiedliche Geschwindigkeit verwendet, so müssen die einzelnen Meßstellen in genau solchem Abstand aufeinanderfolgend angeordnet sein wie die aufeinanderfolgenden Tastglieder, oder die Abstände müssen ein ganzes Vielfaches der Abstände der Tastglieder betragen. Fig. 8 zeigt ein Meßgerät, bei welchem eine Höchstzahl von Stellen zur Anbringung je eines Werkstückes vorgesehen ist, die je einen Werkstückhalter 45 und ein Anzeigegerät 42 aufweisen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRTCHE 1. Meßgerät zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstückes, welches für jede zu messende Dimension ein in Richtung der Abmessung bewegliches Tastglied, ein in einem bestimmten Abstand vom Werkstück gehaltenes Anzeigegerät und als Kupplung zwischen einem Tastglied und dem Anzeigegerät mehrere Übertragungssysteme aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsmittel (31, 29) vorgesehen sind, um die Tastglieder (25) relativ zum Werkstück (48) in einem geschlossenen Kreislauf zu bewegen und aufeinanderfolgend je mit einer anderen zu messenden Oberfläche (48') in Verbindung zu bringen, und daß jedes Tastglied (25) während der Abtastung einer zu messenden Oberfläche zugleich an das Anzeigegerät (42) angeschlossen ist.
  2. 2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (48) und das Anzeigegerät (42) feststehend und die Tastglieder und Übertragungssysteme (2i bis 24) entlang einem Kreisbogen rotierend angeordnet sind.
  3. 3. Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Übertragungssystem eine Verbindungsstrebe (24) aufweist.
  4. 4. Meßgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Verbindungsstrebe (24) zwei nebeneinander angeordnete, an sich bekannte dünne Blattfedern und außerdem Mittel (58) aufweist, um die Blattfedern (57) zur genauen Einstellung der Länge der Verbindungsstrebe (24) nach Belieben in kleinen Grenzen auszubiegen (vgl. Fig. 3).
  5. 5. Meßgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Anlage an dem Werkstück (48) kommende Teil jedes Tastgliedes (25) abgerundet oder ähnlich gestaltet ist.
  6. 6. Meßgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebs mittel einen Antriebsmotor (3i) zum Bewegen der Tastglieder (25) und außerdem Mittel (71, 72, 73) umfassen, um die Drehzahl des Antriebsmotors - und damit die Bewegungsgeschwindigkeit der Tastglieder (25) - so zu ändern, daß sich die letzteren schnell bewegen, solange sie sich außer Eingriff mit einem Werkstück befinden und langsam bewegen, während sie mit dem Werkstück (48) im Eingriff sind.
  7. 7. Meßgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in an sich bekannter Weise zum Messen der Flanken von Einschnitten in Schaufelfüßen dient, wobei Haltevorrichtungen (45) für die Schaufeln vorgesehen und derart angeordnet sind, daß die Flanken (48') der Einschnitte in Bewegungsrichtung der Tastglieder (25) liegen.
  8. 8. Meßgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daR die Haltevorrichtung (45) ein an einer Grundplatte befindliches Führungsstück (49) und ein zweites, als Klemmstück (51) ausgeführtes und gegen das erstgenannte Führungsstück (49) verschiebbares Führungsstück aufweist, wobei beide Führungsstücke (49,5i) in gegenüberliegende Einschnitte(48') des Schaufelfußes (48) eingreifen und das bewegliche, als Klemmstück (51) ausgebildete Führungsstück durch Spannmittel derart gegen das andere Führungsstück (49) vorgespannt ist, daß der Schaufelfuß (48) zwischen den beiden Führungsstücken (49, 51) fest eingespannt ist.
  9. 9. Meßgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungsstücke (49,5i) derart schräg zur Grundplatte (i2) angeordnet sind, daß sich die zu messenden Flanken (48') der Einschnitte im wesentlichen parallel zur Grundplatte (12) erstrecken.
    In Betracht gezogene Druckschriften: »Werkstatt und Betrieb«, März 1954, Heft 3, S. 116 bis 119.
DEP15457A 1955-01-11 1956-01-11 Messgeraet zum Messen linearer Abmessungen eines Werkstueckes Pending DE1061082B (de)

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